
von anna molly
Ich habe es mir versprochen!
„Lily, RUNTER!“ Sie duckte sich. „STUPOR!“, schrie James und feuerte den Fluch über den Kopf seiner Frau hinweg. Diese warf in allerletzter Sekunde einen „Protego“ über James, als ein anderer Todesser ihn von der Seite attackierte.
„So so, Potter. Du lässt dich von deinem Frauchen retten.“ Lily erkannte den arroganten Ton und den Spott in der Stimme. Lucius Malfoys Worte machten sie wütend. Sie rappelte sich auf und zielte auf ihn.
James lachte auf. „Mein Frauchen kämpft besser als ihr vier zusammen.“
Durch die Maske sah James, wie sich Malfoys Augen verengten. Lily und James standen nun Rücken an Rücken. Sie waren von Todessern umzingelt. Kreisend fixierten sich beide Parteien.
„Miss Evans“, Malfoys Ton war zuckersüß, doch er wurde von Lily unterbrochen.
„Mrs. Potter!“, sagte sie kühl.
„Schön. Mrs. Potter“, er sagte den Namen, als ob alleine ihn laut auszusprechen ihn mit einer infektiösen Krankheit ansteckte, „du bist sicher? Ja? Du willst deine Fähigkeiten an die falsche Seite verschwenden? Du schließt dich uns nicht an?“
„Eher sterbe ich!“ Und Lily meinte es todernst.
„So soll es sein.“ Lucius schoss einen grünen Blitz auf Lily ab, die sich blitzschnell zur Seite warf und so nur knapp dem Tode entfloh.
James hatte die Zeit genutzt und einen der anderen Todesser außer Gefecht gesetzt. Lily warf sich abermals zur Seite, als ein zweiter Todesfluch auf sie zu schoss. Ihr Zauberstab flog ihr aus der Hand und sie war unbewaffnet. Geschockt sah sie, dass Malfoy grade den Mund öffnete, um ein letztes Mal den Avada Kedavra auszusprechen, als er plötzlich vollkommen versteifte und kerzengrade auf sein arrogantes Gesicht fiel.
James stürzte auf Lily zu, drückte ihr ihren Zauberstab in die Hand, umfasste ihren Arm und disapparierte mit ihr.
Schwer atmend machte Lily ihre Augen wieder auf und blickte auf eine sommerliche Wiese. Sie waren auf einem Feld irgendwo im Nirgendwo. Die langen Gräser und Wildblumen reichten ihr bis zur Hüfte und ein warmer Windhauch umwehte ihr Gesicht.
James keuchte und hielt sich den Bauch. Lily erkannte mit schreckensweiten Augen, dass ihr Mann kreidebleich war und sein Gesicht von kalten Schweißperlen bedeckt war.
„Lass mich mal sehen“ Sie wusste, dass sie professionell bleiben musste, damit sie eine Chance hatten. Jetzt in Panik zu geraten, brachte keinem was. Und dennoch…Ihr Herz schmerzte, als sie James' Hand langsam von seinem Bauch herunterzog und einen immer größer werdenden Blutfleck unterhalb der Brust entdeckte. Sein Umhang tränkte sich mit warmem Blut. Der Fleck war mindestens schon melonen-groß und die Blutung stoppte nicht. Angst erfüllte sie und eine leichte Panik begann nun doch, sich in ihrem Körper auszubreiten. Sie verdrängte die Gefühle so gut es ging und befahl James, sich hinzulegen. Sie kniete sich neben ihn und befreite seinen Oberkörper vorsichtig von dem nassen Stoff. Sie konnte kaum erkennen, wo die Wunde war und wie sie aussah. Sie wischte behutsam Blut von seinem Bauch.
Merlin, es war so viel!
Doch die Wunde schien nicht sehr tief zu sein, allerdings war sie sehr lang und zog sich von der Brust rechts oben schräg runter zu seinem Hosenbund. Lily holte tief Luft und flüsterte „Episkey“, doch ihr war klar, dass dieser Spruch nicht helfen würde. Sie versuchte einen anderen, wirksameren. Einmal, zweimal, doch nichts wirkte. Sie schnappte nach Luft und versuchte ihre aufkeimende Panik zu unterdrücken, vor allem damit James nichts merkte. Doch James drückte ihr bereits wissend die Hand. Sie blickte ihm fest in die Augen. „Halt durch!“ Ihre Stimme war fest und zuversichtlich, doch in ihr schrie alles nach Hilfe. Sie konzentrierte sich einen Augenblick, hielt ihren Zauberstab gen Himmel und flüsterte: „Expecto Patronum“. Schneller als man blinzeln konnte, gallopierte ein helles, durchscheinendes Reh über die Felder und Wiesen davon. Rettung würde kommen.
James begann zu zittern und keuchte. Seine Haare klebten ihm strähnig auf der Stirn und sein Atem ging schwer. Lily strich ihrem Mann liebevoll ein paar Strähnen aus dem Gesicht und streichelte mit dem Daumen über seine Wange.
„Was hast du dir bloß dabei gedacht?“, flüsterte sie leise.
James Mundwinkel zuckten nach oben. Seine Worte waren mehr ein Krächzen.
„Ich hab doch gesagt, ich pass auf dich auf!“
---------------------------------------------------------------------------
Kommis? :D achja übrigens passt dieser OS in gewisser hinsicht zu meinem anderen "Angst um dich".
hm ok das mit dem anfang, malfoy fragt lily, ob sie zu den todessern will...das ist nich so nach den fakten der bücher :D naja ich sag mal autorenfreiheit;)
hmm achja eigentlich hätte ich das eh noch mal überarbeiten müssen, aber sorry ich bin im mom sooo busy -_- uni-krams und so. hoffe ihr mögt den OS!!! bitte kommiiiiiis :)
:-*
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.