
von DM-Potter
Ein altes Versprechen
2. Kapitel – Das Gespräch und Reaktionen
Es war ca. 2 Stunden vor dem Mittagessen, als Ginny im Fuchsbau erschien. Ca. 10 Minuten später erschien auch Harry in der Küche. Beide setzten sich zu Ron und Hermine an den Tisch und begannen sich mit ihnen zu unterhalten, als kurze Zeit später Molly Weasley, gefolgt von ihrem Mann, ebenfalls die Küche betrat.
„Hallo meine Lieben.“ sagte sie. „Ginny, wir müssen mit dir ein etwas ernsteres Gespräch führen. Ron, Hermine, Harry, euch möchten wir bitten nachdraußen zu gehen.“
Die drei blickten zwar etwas verwirrt zu Mrs. Weasley, standen aber auf und gingen in den Garten. Bevor Harry die Tür erreicht hatte, sagte Molly zu ihm:
„Ach Harry, mit dir möchten wir anschließend auch reden.“
Harry warf daraufhin einen leicht erschrockenen Blick zu Ginny, welche wusste was er dachte. Sie selbst blickte ebenfalls erschrocken drein.
// Wissen sie es etwa? Wissen sie dass wir zusammen sind? // ging es beiden durch den Kopf.
„Okay Mrs. Weasley.“ sagte Harry und verließ die Küche.
Als Harry, Ron und Hermine die Küche verlassen hatten, wendeten Molly und Arthur sich ihrer Tochter zu, welche etwas nervös fragte:
„Also? Mum, Dad, was gibt es wichtiges zu besprechen?“
Arthur und Molly setzten sich ihr gegenüber und Arthur begann:
„Nun Ginny, da du demnächst volljährig wirst, haben wir uns entschlossen,... nein..., vielmehr müssen wir dir nun etwas sehr wichtiges mitteilen. Da dies sehr wichtig ist, möchten wir dich zu aller erst bitten uns zuzuhören und uns zu ende erzählen zu lassen und auch zu erklären.“
Ginny nickt einfach und Molly sprach weiter:
„Es ist etwas schwerer zu erklären, daher muss ich weiter ausholen. Es war kurz nach deiner Geburt, ca. 2 Monate danach. Wie du ja weißt, waren die Zeiten damals nicht gut. Voldemort wütete und jeder hatte Angst um sich und seine Kinder und Familie.
Damals hatten wir mit einer Familie, mit der wir sehr gut befreundet waren, eine Art abkommen geschlossen. Da sie und auch wir damals schon im Phönixorden waren, waren wir natürlich auch sehr gefährdet, so hatten wir beschlossen, dass im Fall der Fälle, sollte einer Familie etwas zustoßen, so sollte die andere für die Sicherheit und auch für die weitere Zukunft der Kinder dieser Familie sorgen.
Wir verstanden uns gut und das Vertrauen in den anderen war groß. Die Familie war eine freundliche und auch bekannte und alte Familie der Zauberergemeinschaft. Zu dieser Zeit hatten sie auch schon ein Kind, einen Sohn, ....“
Molly schluckte und wollte weiter sprechen, was nicht wirklich ging. So ergriff Arthur wieder das Wort.
„Da wir wussten, dass unser Leben und deren Leben gefährdet war, wir waren im Orden, sie waren es auch und auch Auroren und leider war es dann schließlich auch so dass diese Familie von Voldemort angegriffen wurde und Vater und Mutter getötet wurden, und lediglich der Junge überlebt hatte, welcher daraufhin leider auch für einige Jahre verschwand und bei Verwandten, zu seinem Schutz, untergebracht wurde, aber glücklicherweise wie jedes Zaubererkind an seinem 11. Geburtstag nach Hogwarts geschickt wurde.
Kurz vor der Ermordung seiner Eltern hatten sie und wir beschlossen für eine sichere Zukunft und nur im Fall dass du und ihr Sohn euch gut verstehen und nicht schon vorher etwas in dieser Richtung zwischen euch, oder mit einem anderen geschehen sollte, dass wir an deinem 17. Geburtstag eine alte traditionelle Verlobung zwischen dir und dem Sohn dieser Familie arrangieren.
Da es nun soweit ist, Voldemort vernichtet ist, ihr beide den Krieg überlebt habt und wie wir wissen, zwischen dir und ihm eine wirklich gute Freundschaft entstanden ist, haben wir nun beschlossen diese Vereinbarte Verlobung zwischen euch auszurichten.“
Kaum hatte Arthur seinen Satz beendet, zuckten alle kurz zusammen, da ein kleiner Teil des Küchenfensters neben der Tür zerbrochen war. Als sie hinsahen, konnten sie jedoch bloß Erol, die Eule der Weasleys erkennen, die gerade wieder davonflog und anscheinend gegen die Scheibe geflogen war.
Molly reparierte das Fenster mit einem Schwung ihres Zauberstabes und blickte wieder zu ihrer Tochter, welche den Blick auf die Tischplatte gerichtet hatte.
„Ginny?“ sprach Molly ihre Tochter an.
„Ginny?“ fragte sie erneut und Ginny hob ihren Kopf und sah ihre Eltern an. Ihr Gesicht war ausdruckslos.
„Ginny, es tut uns wirklich Leid dich damit so zu überfahren, aber..“ Molly wurde von ihrer Tochter unterbrochen.
„Ach, tut es das?“ fragte sie tonlos.
„Ja, mein Schatz. Wir wissen wie du dich fühlen musst, ...“ sie wurde wieder unterbrochen.
„So? Ihr wisst wie ich mich fühle? Wohl kaum!
Warum habt ihr mich nicht gefragt ob ich das überhaupt will?
Ob ich damit einverstanden bin?
Oder noch wichtiger. Woher wollt ihr wissen, ob ich nicht schon einen Freund habe, der mir wirklich wichtig ist und mit dem ich auch glücklich bin.
Aber nein, ihr arrangiert einfach diese Verlobung und ich weiß nicht mal wer das ist, den ich später heiraten soll!“ rief Ginny wütend.
Molly wollte gerade antworten, als Ron und Hermine die Küche betraten und irgendwie aufgeregt waren. Beide hatten aber den letzten Satz gehört.
„Ron, Hermine, ich sagte doch ihr sollt draußen warten. Das ist ein Gespräch zwischen Ginny und uns.“ sagte Molly verärgert.
„Mum, warte. Es ist wichtig. Ich weiß nicht was los ist, aber irgendwas stimmt nicht mit Harry.“ sagte Ron.
„WAS?“ rief Ginny aufgeregt. „Was ist passiert?“
„Keine Ahnung.“ sagte Hermine. „Als wir raus gegangen sind haben wir uns erst unterhalten. Dann hatten Harry und Ron die Idee ein bisschen eins gegen eins Quidditsch zu spielen.
Harry wollte nur kurz seinen Besen holen, den er draußen neben der Küchentür abgestellt hatte holen.
Aber dann hörten wir ein splitterndes Geräusch und sahen gerade noch wie Harry auf seinem Feuerblitz in hohem Tempo davon flog. Wir haben ihn gerufen, aber er hat uns entweder nicht gehört, oder er wollte uns nicht hören.
Ich weiß leider nicht was passiert ist. Ich kann mir sein Verhalten nicht erklären.“
„Oh Merlin!“ stöhnte Mr. Weasley auf. „Ich weiß was los ist. Molly, weißt du noch wie eben das Fenster zerbrochen ist? Wir dachten es wäre Erol gewesen, aber es war Harry. Er muss einen Teil des Gespräches mitbekommen haben, vermutlich nur den letzten Teil.“
„Das habt ihr ja toll hin bekommen.“ Ginny war nun wirklich wütend. „Nicht nur diese bescheuerte Idee mit der Verlobung mit jemanden den ich nicht kenne, nein jetzt weiß es sogar Harry und zwar bloß durch einen Zufall.“
„Wie Verlobung?“ fragte Hermine, welche ebenso wie Ron verwirrt war.
„Du hast richtig Verstanden Hermine. Meine lieben Eltern haben nach meiner Geburt eine Verlobung zwischen mir und dem Sohn einer anderen Zauberfamilie beschlossen.“ sagte Ginny immer noch leicht gereizt.
„A- aber ich dachte du wärst mit Harry zusammen?“ fragte Ron.
„Woher weißt du das? Egal. Ja, seit ende des Krieges bin ich wieder mit ihm zusammen. Wir lieben uns und ich will ihn wegen diesem Mist nicht wieder verlieren. Und warum lächelt ihr beiden so?“ fragte sie ihre Eltern.
Arthur und Molly blickten sich kurz an. Dann sagte Molly:
„Ginny,Schatz, wir wissen doch dass du mit Harry zusammen bist. Wir haben dich heute morgen am Waldrand gesehen. Außerdem merkt eine Mutter wenn ihre Tochter sich aus dem Haus schleicht. Und das Harry einen Tarnumhang hat wissen wir auch.
Wir wussten nur nicht dass ihr schon vor Ende des Krieges ein Paar wart.“
„Ja, wir waren vor dem Krieg ein Paar. Harry hat sich nach Dumbledores Tod von mir getrennt um mich zu schützen. Nach dem Kampf haben wir uns ausgesprochen und wir sind wieder zusammen gekommen, weil wir uns immer noch lieben.
Wenn ihr das also gewusst habt, warum dann den Mist mit der Verlobung. Du sagtest dass dies bloß wäre, wenn ich keine ernste Beziehung hätte.“ rief Ginny erzürnt.
„Ginny bitte beruhige dich.“ sagte ihr Vater. „Wir waren mit dem Gespräch noch nicht fertig. Bis jetzt haben wir ja noch nicht gesagt wer diese Familie war, mit der wir das vereinbart hatten.“
„Das ist mir so was von egal! Ich liebe Harry und keine vereinbarte Verlobung wir das ändern. In 2 Wochen bin ich volljährig, dann ist das eh meine Entscheidung. Dann...“ sie wurde von ihrer Mutter unterbrochen.
„Ginny, die Familie von der wir gesprochen haben, waren die Potters.“
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