
von DM-Potter
Ein altes Versprechen
3. Kapitel – Harry´s verschwinden – Erklärungen
Harry, Ron und Hermine hatten gerade die Küche verlassen und Ron und Hermine überlegten, was das gerade eben sollte.
Schließlich wandte sich Hermine an Harry:
„Harry, weit du vielleicht was Mrs. Weasley von euch will?“
Harry jedoch reagierte nicht. Er war zu tief in Gedanken versunken.
„Harry?“ fragte sie erneut etwas lauter und Harry wurde so aus seinen Gedanken gerissen.
„Hä? Was?“ fragte er.
„Harry was ist los? Du warst gerade so abwesend. Wenn es wegen dem Gespräch ist, Mrs. Weasley wird dir schon nicht den Kopf abreißen.“
Harry lächelte halbherzig und sagte:
„Ach ja? Ich glaube eher schon. Wenn es das ist was ich glaube worüber sie mit Ginny und mir reden will.“
„Oh man Harry. Wenn es das ist was Hermine und ich auch denken wird Mum euch nichts tun. Wenn doch, helfen wir euch. Wir wissen dass ihr wieder zusammen seid und es keinem gesagt habt und euch deshalb heimlich trefft.“ sagte Ron und Hermine nickte.
„I- ihr wisst es? Woher?“ fragte Harry irritiert.
„Harry, wir sind nicht blind. Euer verhalten gegenüber dem anderen, eure Blicke und dass ihr beide Zeitgleich für einige Stunden verschwunden seid und man euch nicht finden kann und ihr anschließend in kurzem Abstand voneinander wieder auftaucht.“ erklärte Hermine.
„Und ihr seid euch sicher dass eure Eltern und die anderen es akzeptieren werden?“ fragte er Ron.
„Da bin ich mir 100%ig sicher. Mach dir keine Sorgen.“ beruhigte Ron ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
Harry war zwar beruhigt, aber trotzdem noch nervös, was seine Freunde bemerkten. Hermine wollte Harry auf andere Gedanken bringen, also sagte sie:
„Was haltet ihr beiden von einer Runde Quiditsch? Ich mach den Schiedsrichter.“
Harry und Ron schauten Hermine erst verwirrt an, stimmten dann aber zu. Ron holte zwei Besen, für sich und Hermine aus einem Schuppen und Harry sagte:
„Ich hole eben meinen Besen. Ich habe ihn an der Küchentür stehen lassen.“ Dan ging er Richtung Fuchsbau.
Er war gerade am Haus angekommen und hatte auch schon seinen Feuerblitz in der Hand, als er durch das leicht geöffnete Küchenfenster etwas hörte, was ihn sehr schockierte.
„ ... haben wir nun beschlossen eine Verlobung zwischen dir und dem Sohn dieser Familie auszurichten. “
Harry´s Gedanken überschlugen sich. Er war verwirrt, schockiert, aber vor allem traurig und entsetzt über das gerade gehörte. Er dachte:
// Was? Eine Verlobung. Oh Gott! Nein. Nein das ist nicht wahr. Nein. //
In dem Moment dieser Gedanken ließ er unbeabsichtigt den Stiel seine Besens los, den er immer noch in der Hand hielt.
Dieser kippte nach vorne und prallte gegen das Küchenfenster, welches mit einem klirren zu Bruch ging.
Von diesem Geräusch wurde Erol, die Eule der Weasleys, die gerade auf einem Holzstumpf unter dem Fenster am schlafen war, aufgeschreckt und flog ängstlich davon.
Harry wurde durch das klirren ebenfalls aus seinen Gedanken gerissen, griff nach seinem Besen und flog so schnell er konnte davon. Er wollte bloß erst mal weg vom Fuchsbau. So flog er schnell über Ron und Hermine hinweg. Währenddessen liefen ihm auch einzelne Tränen die Wangen hinunter.
Als Ron und Hermine sahen dass Harry auf seinem Besen in hohem Tempo erst in ihre Richtung, dann aber nicht zu ihnen sondern immer weiter flog, kam es ihnen schon sehr merkwürdig vor.
„Harry? Was ist? Hey hörst du mich? Harry?“ rief Ron seinem Freund hinterher, doch vergeblich.
Als er hinterher fliegen wollte hielt Hermine ihn auf.
„Lass es Ron. Sein Feuerblitz ist zu schnell für deinen Besen.“
„Du hast Recht. Aber was ist bloß los mit ihm? Da stimmt doch irgend etwas nicht mit ihm.“
„Ja. Ich weiß auch nicht was er hat.“
„Gut. Komm, vielleicht kann Mum uns helfen.“ sagte Ron und zog Hermine mit zum Fuchsbau.
Beide kamen zur Küchentür herein und bekamen noch einen Teil von Ginny´s Satz mit.
„... ich weiß nicht mal wer das ist, den ich später heiraten soll.“
Ron und Hermine wollten erst fragen was gemeint war, wurden dann aber schon von Mrs. Weasley angefahren:
„Ron, Hermine, ich sagte doch...“
( hier folgt der Teil des Küchengespräches aus Kapitel 2 )
Molly unterbrach ihre Tochter und sagte:
„Ginny, die Familie von der wir gesprochen haben waren die Potters.“
Kurz herrschte Stille in der Küche und Ron, Hermine und Ginny blickten Molly irritiert an. Dann begann Ginny:
„W- was? Könntest du das bitte wiederholen?“
„Ja Ginny. Ihr habt richtig gehört. Die Familie mit der wir damals dieses Versprechen eingegangen sind, waren die Potter. Es waren James und Lily Potter. Harry´s Eltern.“
„I-ist das wirklich wahr?“ fragte Ginny.
„Ja meine kleine.“ bekam sie von ihrem Vater zur Antwort.
„A-aber das bedeutet doch, dass diese Verlobung zwischen mir und Harry stattfinden soll. Oder sehe ich das falsch?“
„Nein Ginny. Du siehst das vollkommen richtig.“ beantwortete Molly die Frage. „Du siehst also, es gibt im Grunde keinen Anlass dass du dich aufregst.“
„Ja, okay. Harry und ich lieben uns. Aber das ist doch viel zu früh. Wir sind gerade mal volljährig.“
Molly und Arthur lächelten ihre Tochter erneut an und sagten:
„Mach dir darüber keine Gedanken. Es gibt noch einen Teil des Versprechens den wir dir noch nicht gesagt haben. Es ist nämlich so, das solltet ihr beiden zueinander finden und euch wirklich lieben, ist der Teil der Verlobung zwischen euch zu deiner Volljährigkeit hinfällig und es ist euch überlassen wann ihr euch verlobt und wann ihr heiraten wollt. Ihr könnt euch also noch Zeit lassen.
Was sagst du nun mein Schatz?“
„Ich weiß nicht wirklich was ich dazu noch sagen soll. Ich meine es ist toll dass ich nun doch mit Harry weiterhin zusammen sein kann, aber eine Sache interessiert mich doch sehr.
Warum diese Theater?
Warum erzählt ihr mir erst so geheimnisvoll von einer Verlobung und sagt mir erst zum Schluss dass es Harry ist?“ fragte Ginny mit erwartungsvollem Blick.
„Ganz einfach.“ begann Molly. „Wir mussten wissen wie du zu Harry stehst und welche Gefühle euch verbinden. Diese Art eines Versprechens kommt hier in der magischen Welt einem unbrechbarem Schwur gleich und wir mussten es so regeln. Ich hoffe, dass du uns das verzeihen kannst.“
„Ich bin zwar immer noch etwas wütend auf euch, aber ja. Ich verzeihe euch. Schließlich seid ihr meine Eltern und ich liebe euch.“ dann umarmte sie ihre Eltern, welche die Umarmung erleichtert erwiderten.
„Wir lieben dich auch meine kleine.“
Nach kurzer Zeit räusperte sich Ron und sagte:
„Ich will ja nicht stören, es ist ja schön alles geklärt zu haben, aber wir haben noch ein Problem. Wir müssen Harry finden und es ihm sagen.“
„Oh Gott. Du hast Recht. Wir müssen ihn finden.“ sagte Molly.
„Und wo sollen wir suchen? Ich meine er ist auf seine Feuerblitz weg geflogen. Er könnte überall sein.“ sagte Hermine.
Sie überlegten wie sie Harry finden konnten und wie durch Zufall kam in diesem Augenblick Hedwig durch ein offenes Fenster geflogen und ließ sich auf Ginny`s Schulter nieder.
Als Ginny der Schneeeule in Gedanken durch die Federn strich, kam ihr eine Idee.
„Aber klar. Das ist die Idee. Hedwig wird ihn finden.“
Alle blickten die Eule auf Ginny´s Schulter an. Dann wandte sich Ginny an Hedwig:
„Wir haben eine bitte an dich. Wir müssen Harry unbedingt finden. Bitte führe uns zu ihm. Machst du das für uns?“
Die Schneeeule hatte verstanden und knabberte kurz an Ginny´s Ohr und erhob sich wieder in die Luft und flog aus dem Fenster.
Ginny folgte ihr auf einem Besen. Dabei rief sie:
Lasst mich das bitte allein machen. Ich muss alleine mit ihm reden.“
Die anderen nickten verstehend und blieben zurück.
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