
von DM-Potter
Ein altes Versprechen
4. Kapitel – Am See
Ginny folgte Hedwig auf ihrem Besen, brauchte jedoch nicht lange bis sie Harry gefunden hatte. Sie konnte ihn aus der Luft am See, welcher nahe des Fuchsbaus war, an einer alten Eiche sitzen sehen und auf den See hinausstarren.
Sie flog näher heran und setzte zur Landung an. Dabei konnte sie sehen, dass er immer wieder einige Steine auf schweben ließ und diese dann über das Wasser springen ließ, dabei allerdings auch tief in Gedanken war. Sie landete und näherte sich ihm vorsichtig.
Harry saß schon eine ganze Weile am Seeufer, dachte nach und ließ Steine über den See springen.
Er was tief in Gedanken versunken und versuchte seine aufkommenden Gefühle zu kontrollieren. Er war nicht wütend, schließlich musste das mit der Verlobung schon länger her sein und Ginny hatte offensichtlich nichts gewusst.
Nein er war bloß traurig. Traurig darüber nach dem langen Jahr der Trennung von Ginny sie bloß für kurze Zeit wieder gehabt zu haben. Er war jedoch etwas wütend auf sich selbst, dass er zu feige gewesen war seine Beziehung zu Ginny öffentlich bekannt zu geben.
Dass er sich vorhin nicht getraut hatte die Küche zu betreten und stattdessen weggelaufen war.
// Nun ja.// dachte er sich. // Ich werde dem aber auch nicht im Wege stehen. Ich will mich mit Mrs. Weasley und ihrer Familie nicht streiten. Ich werde es akzepieren. Hauptsache für Ginny ist gut gesorgt und sie kann ein glückliches Leben führen. Das hat sie verdient.//
Harry ließ weiter Steine per Schwebezauber aufsteigen und sie über den See springen. Er merkte nicht dass jemand hinter ihm landete. Erst als ein Stein einen seiner Steine aus der Bahn katapultierte, wurde er aus seinen Gedanken gerissen.
Harry brauchte sich nicht um zu drehen um zu wissen wer es war. Er erkannte die Person an ihrem einzigartigen Geruch. Er wusste dass es Ginny war. Er spürte es auch.
Als er merkte das sie näher kam, sagte er ohne sich um zu drehen:
„Hallo Ginny.“
Die angesprochene war zuerst irritiert, fragte dann aber:
„Harry? Woher wusstest du das ich es bin?“ sie setzte sich neben ihn und blickte ihn an.
Harry blickte weiterhin auf den See hinaus und sagte:
„Ich habe es gespürt. Außerdem habe ich deinen einzigartigen, wundervollen Geruch wahrgenommen.“
Eine weile schwiegen beide, bis Ginny fragte:
„Du hast vorhin etwas von dem Gespräch mitbekommen, oder?“
Harry seutzte und nickte bloß.
„Harry.“ // „Ginny.“ sagten beide gleichzeitig. Harry jedoch sprach weiter.
„Ginny. Bevor du mir etwas erklärst, hör mir zu. Das was ich eben mitbekommen habe, auch wenn es nicht viel war, hat mich geschockt.
Ginny ich liebe dich sehr, doch ich möchte nicht, dass du wegen mir diese Verlobung verweigerst. Ich will nicht, dass du bloß wegen mir mit deiner Familie brichst. Du hast Glück so eine tolle Familie zu haben.
Auch wenn es mir schwer fällt, ich werde es akzeptieren müssen. Ich will bloß dass du gut versorgt bist und ein sorgenfreies, glückliches Leben führen kannst.“
Als Harry geendet hatte, konnte Ginny eine leichte Tränenspur auf seinen Wangen erkennen. Sie griff seine Hand und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss, was für ihn etwas überraschend kam.
Als sie sich voneinander lösten, hielt sie immer noch seine Hand, blickte ihm tief in die Augen und sagte:
„Harry, jetzt hör mit bitte zu. Ja? Ich liebe dich auch sehr. Das was du gerade gesagt hast ist Beweis genug. Aber du hast bloß einen kleinen Teil des Gesprächs mitbekommen. Es ist alles ganz anders als du denkst und hat ein wirklich gutes Ende.“
Sie erzählte Harry genau das, was ihre Mutter ihr erzählt hatte. Als sie geendet, blickte sie in Harry´s verwirrtes Gesicht.
„I- ich? Heißt dass, das diese Verlobung eine Verlobung mit dir und mir ist? Das ich mir keine Gedanken mehr machen muss?“ fragte Harry ungläubig.
„Ja. So ist es. Aber du brauchst dir auch wegen der Verlobung keine unnötigen Gedanken zu machen Harry.
Ich denke ich weiß was dir gerade durch den Kopf geht. Wohl dass es noch zu früh ist. Das wir erst 18 und 17 Jahre sind und noch etliches mehr.“
Ja, stimmt. Woher weißt du das?“
Ginny lachte und sagte:
„Nun, ich kenne dich halt. Ich fühle was in dir vorgeht. Mir ging es vorhin auch so. Aber diese Sorgen sind völlig überflüssig. Mum hat mir gesagt dass, da wir sowieso zusammen sind und wir und lieben, dass der Teil des Versprechens, der die Verlobung betrifft, hinfällig ist.
Wir können uns frei entscheiden, wann wir uns verloben und wann wir dann heiraten wollen. Wir können also noch ein paar Jahre warten, wenn wir wollen. Es zwingt uns niemand zu dieser frühen Verlobung.“
Harry atmete erleichtert aus und legte einen Arm um Ginny´s Schultern und sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Dann sagte er:
„Da bin ich ja erleichtert. Versteh mich jetzt bitte nicht falsch. Ich liebe dich wirklich sehr und ich will auch irgendwann eine richtige Familie mit dir gründen und auch Kinder mit dir haben.
Aber jetzt ist es wirklich zu früh für eine Verlobung. Ich meine wir lassen es ruhig angehen und lassen der Zeit ihren lauf.
Was meinst du Ginny?“
„Ich stimme dir vollkommen zu Harry. Ich liebe dich auch sehr und wünsche mir mit dir eine Familie, aber es ist wirklich noch zu früh. Ja wir werden noch warten und sehen wie es mit der Zeit weiter geht.“
Als sie dies sagte, sah sie direkt in Harry´s strahlend grüne Augen. Er war auch in ihre braunen Augen vertieft. Schließlich vertieften sich beide erneut in einen leidenschaftlichen Kuss.
Hinterher Genossen sie noch einige Zeit die nähe zueinander, bis Ginny sagte:
„Harry, ich glaube wir sollten langsam zurück zum Fuchsbau. Mum wird sich sicher Sorgen machen und sich fragen wo du bist oder ab dir etwas passiert ist, sodass ich dich nicht finden kann, da ich noch nicht zurück bin.“
„Ja du hast recht. Außerdem muss ich mich noch bei den anderen für mein Verhalten entschuldigen. Auch wenn ich nur einen Teil des Gespräches gehört habe, hätte ich trotzdem zu dir stehen müssen. Das tut mir sehr Leid Ginny.“
„Ist doch schon okay Harry. Es ist doch jetzt geklärt.“
„Danke. Gut dann lass uns gehen.“ sagte Harry und beide flogen wieder zurück zum Fuchsbau.
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