Rot wie Blut. Schwarz wie der Tod - Von Sorgen und Flugstunden
von cherry blossom
Hallöle <3
Montag...ich mag Montage nicht.
Da ist das Wochenende vorbei, die Schule beginnt wieder...
und diesen schreiben wir auch noch Englisch xD
Ansich kein Problem aber naja...
Mal schauen und da ihr ja soo lieb seid und mir
die Daumen drückt, kann es ja nur klappen :D
Nun denn, viel Spaß mit dem neuem Chap :D
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„Wer denn? Wo sitzt er denn? Albus, duck dich mal! Ich seh ihn nicht.“
Vollkommen genervt - und das bereits am vierten Tag am Frühstückstisch - rollte ich mit den Augen und spielte mit meinem Löffel im Müsli. Hugo tat gerade wieder das, was er am besten konnte:
Nerven ohne Ende. Darin war er wirklich ein Meister und ich war schon oft kurz davor gewesen,
ihn mit einem Fluch zu bestrafen.
Im Moment gab es für ihn nur einen, der interessant und das Gesprächsthema Nummer Eins war:
Shane!
Wieso, bei Merlins Barte, war er denn plötzlich so... begehrt?
Gut, das war er vor ein paar Tagen bei vielen Mädchen auch schon gewesen, aber Hugo hatte ihn nicht bemerkt.
„Junge, schau ein Stück weiter nach oben, der Typ mit den dunkelblonden Haaren, der-“, einfach verdammt gut aussieht, fügte ich in Gedanken hinzu, aussprechen konnte ich es auf keinen Fall - nicht vor Hugo, denn dann wüsste es die ganze Schule innerhalb von zwei Stunden und genau das brauchte ich nun gar nicht.
Nach dem Frühstück wollte ich Shane (ja, er hatte mir seinen Namen doch noch verraten) wie jeden Morgen an seinem Platz – der übrigens, von meinem Platz aus gesehen, genau am anderen Ende des Tisches war – abholen. Doch zu meiner großen Verwunderung fand ich ihn dort nicht.
Ein wenig verwirrt lief ich zurück zu Carla und den anderen, doch auch sie hatten keine Ahnung, wo er sein könnte.
Wie auch, immerhin war ich ja seine „Aufpasserin“, nicht die anderen.
Ich gab Carla einen Kuss auf die Wange, winkte den anderen zu und verließ bereits ein wenig genervt die Große Halle. Kurz überlegte ich, wohin ich zuerst gehen sollte und entschied mich für die Bibliothek. Vielleicht hatte er ja noch Hausaufgaben zu erledigen und musste daher schnell weg?
Oh nein, jetzt versuchte ich schon Ausreden für ihn zu sammeln. Verärgert über mich selbst schüttelte ich den Kopf und setzte mich in Gang, die Korridore zur Bibliothek nehmend.
Ich hatte das Gefühl, einzelne Blicke in meinem Rücken zu spüren.
Gut, man musste meinen Ärger nun auch an meinem Schritt bemerken. Naja, sollten sie doch gucken, es war nicht mein Problem, denn mich störte mein Gang nicht. Ich hatte im Moment ganz andere Probleme, die mich beschäftigten.
Als ich die Bibliothek betrat, schlugen mir die Sonnenstrahlen entgegen. Geblendet von der plötzlichen Helligkeit hielt ich mir die Hand vor meine Augen, diese hatte ich zu Schlitzen zusammengezogen, bis sich meine Pupillen endlich daran gewöhnt hatten.
Langsam durchschritt ich die einzelnen Gänge, doch nirgendwo konnte ich Shane entdecken.
„Entschuldigung, haben Sie vor kurzem einen großen, dunkelblonden Jungen aus Gryffindor gesehen? Er heißt Shane McCain“, fragte ich unsere Bibliothekarin, Madame Theodor, die Nachfolgerin von Madame Pince.
Sie machte ihren Job gut, doch Neville war der felsenfesten Überzeugung, dass Madame Pince um Welten besser gewesen war.
Mich kümmerte das nicht, solange ich mir dort Bücher ausleihen konnte, war für mich alles in Ordnung, zumindest was die Bibliothek anbelangte.
„Tut mir Leid, aber ich habe vor fünf Minuten erst aufgeschlossen, in der Zeit waren nur Sie und drei weitere Hufflepuff Schülerinnen hier“, erklärte mir Madame Theodor.
Mit einem lauten Seufzer drehte ich mich wieder um, hinaus aus der Bibliothek in die Korridore.
Mein nächstes Ziel war der See, irgendein Instinkt sagte mir, ich solle ihn dort suchen. Ich gehorchte brav.
Hier bemerkte ich noch mehr, wie stark die Sonne auf einmal schien und mir wurde so warm, dass ich mir meinen Umhang und meinen Pullover auszog.
Ich zupfte mir mein rotes Top wieder zurecht und setzte dann meinen Weg fort.
Fast den ganzen See umrundete ich, als ich im Wasser etwas sah, das gefährlich nach einem Menschen aussah. Ich blieb stehen und schaute es mir genauer an, als dieses Etwas plötzlich einen Satz machte und aus dem Wasser sprang.
Völlig erschrocken wich ich zur Seite, erkannte jedoch schnell, dass es sich um Shane handelte. Bevor ich über ihn fluchen konnte, musste ich ihn anglotzen. Ja, tut mir Leid. Ich konnte es einfach nicht unterdrücken. Aber hey, ich war ein Mädchen und er ein Kerl mit wahnsinnigem Sixpack...
„Verdammt, was sollte das denn?“, keifte ich ihn an. „Ich hab dich gesucht, was tust du hier?“, hakte ich nach, doch er gab mir - wie immer - keine Antwort, sondern packte seine Sachen zusammen und machte sich auf den Weg in Richtung Schloss.
Empört lief ich ihm hinterher, fluchte über ihn, rief ihn, doch er reagierte nicht auf mich.
Eine Zweckgemeinschaft. Ich hatte es verstanden.
Wirklich. Doch konnte man nicht miteinander reden? In Shanes Fall wohl nicht,
denn innerhalb dieser ersten Woche hatte er genau ein Wort mit mir gewechselt und das war sein Name gewesen. Ansonsten hatte er bisher nichts gesagt, er blieb ein stummer Fisch.
Und das regte mich auf. Ich gab mir wirklich Mühe mit ihm aus zukommen, doch alles, was er tat, war sich komplett zu verschließen.
Ich hatte keine Chance zu ihm durchzudringen, immer verbarrikadierte er sich vor mir und auch den anderen, keiner kam an ihn ran.
Nicht einmal die Lehrer.
Doch jetzt ließ ich Shane Shane bleiben und freute mich auf die Flugstunde am Nachmittag!
Ich liebte Flugstunden, ich denke, bei uns lag es einfach in der Familie, in der sich ja wirklich viele Quidditchspieler befanden. Ob erfolgreich oder nicht sei mal dahingestellt.
Ich wartete unten am Portrait auf Shane. Wieso verspätete sich dieser Kerl schon wieder?
Er hatte sich gefälligst nicht zu verspäten, ich war hier das Mädchen, ich sollte zu spät kommen, aber nicht er. Verdammt nochmal! Mir ging das alles auf den Keks, wieso war ich nochmal Schulsprecherin geworden? Genau, um mich für die Schüler einzusetzen und nicht, um einen speziellen zu Babysitten.
Ich hörte Schritte die Treppe hinunter poltern - Shane war im Anmarsch.
Ich stemmte mich von der Wand ab, Shane stürmte an mir vorbei, ich hinterher.
Seit vier Tagen die gleiche Prozedur, aber hey, man gewöhnte sich unheimlich schnell daran, so einem Kerl hinterherzuhetzen.
Doch nun schien er, nun ja, leicht nervös zu sein.
Aber das musste ich mir einbilden. Shane war nie nervös, zumindest wagte ich nicht, das über ihn zu sagen.
„Renn’ doch nicht so.“
Als ich es geschafft hatte, ihn einzuholen und nun neben ihm war, versuchte ich ihn von der Seite her anzuschauen.
Schweißperlen. Schweißperlen?
Nein, da musste ich mir schon wieder etwas einbilden.
„Geht’s dir nicht gut?“, fragte ich instinktiv. Jetzt wurde ich schon zu Mutter Theresa.
Shane schüttelte mit dem Kopf.
Oho, der Herr kommunizierte mit mir. Sehr freundlich. Ein Fortschritt. Nach vier Tagen. Vielleicht würde er dann nach einem Monat mal mit mir sprechen.
Aber was interessierte es mich eigentlich, was in einem Monat mit ihm war? Schließlich musste ich dann nicht mehr für ihn Mama spielen.
Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, während ich weiter neben Shane her zum Quidditchfeld lief.
Wir hatten uns alle neben unsere Besen gestellt, während Madame Hooch uns noch einmal alles genau erklärte. Wie jedes Jahr. Sie musste es tun, wegen den Sicherheitsvorkehrungen und so wurde unser Wissensstand auch gerade mit aufgefrischt.
Ich stand neben Shane - wie konnte es auch anders sein? - auf der anderen Seite neben mir war Carla und gegenüber stand Albus und schaute mich bereits mit funkelnden Augen an.
„Und Miss Weasley, Mister Potter, ich möchte Sie bitten, jedwede Spielereien in der Luft zu unterlassen. Ansonsten haben sie für den Rest des Schuljahres Flugverbot und das wäre doch vor allem für Sie, Mister Potter, sehr schade, oder?“
Schlagartig wich Albus' funkelnder Blick aus seinen Augen. Das konnte er nicht riskieren, schließlich war er der Sucher und Kapitän unserer Quidditchmannschaft.
Wir mussten uns also benehmen. Wirklich schade, aber ich wollte ja auch nicht, dass er seinen Posten verlor.
Kurze Zeit später stießen sich also die ersten in die Luft. Ich soziales Kind wartete natürlich auch auf Shane, doch irgendwie tat sich bei ihm nichts. Ungläubig schielte ich zu ihm hinüber. Doch nichts passierte.
„Ähm, Shane, willst du nicht auch fliegen?“
Er antwortete nicht. Na, aber so was neues auch.
„Hey!“ Ich wollte ihn an stupsen, bemerkte dann jedoch, wie er den Besen zwischen seinen Beinen fest umklammert hielt und zitterte.
Was war denn nun los?
Ich stieg von meinem Besen ab und lief zu Shane, doch ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich kannte ihn kaum und er machte mir auch die ganze Zeit über klar, dass er von meiner Gegenwart ebenso wenig hielt, wie ich. Und doch musste ich mich wieder wie Mutter Theresa aufführen.
Ich hätte mich selbst dafür ohrfeigen können!
Schließlich wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen und – rief Madame Hooch.
„Madame? Ich glaube Mister McCain braucht ihre Hilfe!“
Eilig kam Madame Hooch angelaufen und kümmerte sich sofort um Shane. Sie schickte mich los,
ich solle fliegen.
Langsam ging ich zu meinem Besen, stieg auf diesen auf und schoss in die Lüfte davon.
Doch ich drehte meine Runden die ganze Zeit über dem Fleck, auf dem Shane und Madame Hooch zu sehen waren.
Ich gebe es zu, ja, ich machte mir Sorgen um ihn. Und als ich schließlich einen Schatten nach oben fliegen sah und bemerkte, dass es Shane war, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen.
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Die Halle der Prophezeiung ist das erste Set in einem „Harry Potter“-Film, das komplett im Computer generiert wurde.
Stuart Craig, Produktionsdesign