„Ich glaube, dort draußen braut sich wieder etwas zusammen.“
Ich seufzte, Carla hatte diesen Satz innerhalb einer Stunde bestimmt schon fünf Mal gesagt.
Doch sie hatte Recht, das Wetter war seit einigen Wochen wirklich sehr unbeständig. Eigentlich machte mir schlechtes Wetter nichts aus, doch immer im Regen Flugstunden zu haben war wirklich nicht das Gelbe vom Ei.
Ich klappte mein Buch über die Kräuter der schottischen Highlands zu und setzte mich zu Carla auf die Fensterbank. Draußen fing es bereits an zu blitzen.
Carla begann damit, irgendwas über diverse Jungs und Liebschaften zu erzählen, doch ich hörte ihr schon nicht mehr richtig zu und dachte über die letzten Wochen nach.
Nach Shanes merkwürdigem Verhalten in der ersten Flugstunde war bereits viel Zeit verstrichen, um genau zu sein fünf Wochen. Wir hatten mittlerweile den 10. Oktober, in circa einer Woche war mein Geburtstag.
Die zweite Woche mit Shane war in etwa so wie die erste verlaufen. Er wollte nicht mit mir reden, so sparte ich mir jede Mühe mit ihm zu kommunizieren. Aber ich muss sagen, ich gewöhnte mich sehr schnell daran, besser gesagt, lernte es zu akzeptieren. Ich meine, mir blieb ja auch nichts anderes übrig.
Die Stimmung zwischen uns war zwar kalt, aber nicht unangenehm, was ich mir wirklich nicht erklären konnte. Trotz all des Schweigens verstanden wir uns ganz gut.
Okay, wenn man nicht miteinander redete, war das eigentlich auch ganz logisch, aber trotzdem.
Mittlerweile schätzte ich Shane auch so ein, dass er nie wärmer mit mir oder anderen Schülern werden würde. Falls es einen interessieren sollte, Carla war auch schnell wieder von ihm abgekommen und hechelte stattdessen unserem neuen Lehrer für Zaubertränke hinterher. Typisch Carla eben. Zwar hatte ich, wie immer, ihr versucht ins Gewissen zu reden, doch sie hörte - wie immer - nicht auf mich und machte stattdessen weiter unseren neuen Lehrer an. Dieser war zu meiner Überraschung - und meinem Entsetzen - auch nicht abgeneigt. Ja, dieses Schuljahr dürfte sehr lustig und interessant werden.
Diese Befürchtung wurde auch direkt am nächsten Morgen bestätigt, als wir Gryffindors gemeinsam mit den Slytherins vor den Zaubertrankräumen im Kerker standen.
Ich unterhielt mich gerade mit Albus, als ich durch einen kräftigen Schubs gegen ihn flog.
Etwas verwirrt entschuldigte ich mich bei ihm und drehte mich dann um und entdeckte eine total glücklich und zugleich verwirrte Carla.
„Was geht denn mit dir ab?“, fragte ich noch immer völlig verwirrt. „Was sollte das eben?“
Carla schien in einer anderen Welt zu sein, ich schnaubte einmal kurz, schüttelte den Kopf und wandte mich zum Gehen um, da unser neuer Professor nun eingetroffen war, da packte mich Carla, zog mich zurück und wollte wohl etwas sagen - zumindest sah es so aus, denn sie klappte ihren Mund unentwegt auf und zu.
„Carla, wenn du mir etwas sagen möchtest, tu es doch einfach. Du hast so etwas wie Stimmbänder!“, meinte ich leicht zickig zu ihr und es schien seine Wirkung zu zeigen.
„Er – er hat mir zugezwinkert!“
„Bitte, wer? Albus?“, bitte fragt mich nun nicht, wie ich auf Albus kam, aber aus irgendeinem Grund erschien mir dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Aber dann hätte Carla garantiert anders reagiert, dessen war ich mir dann doch sicher!
Entrüstet schaute sie mich an, okay, es war also definitiv nicht Albus gewesen.
„Der neue Lehrer, er hat mir im Vorbeigehen zugezwinkert!“
Carla schien völlig aus dem Häuschen, ich lächelte ihr nur milde bei. Lehrer – Schülerbeziehungen waren für mich ein absolutes No – Go! Zumal sie sowieso verboten waren, doch ich glaube, das interessierte meine liebe, charmante Freundin Carla recht wenig. Sehr zu meinem Bedauern.
Während der gesamten Zaubertrank Stunde schmachtete Carla Professor Foster an, ich konnte gar nicht hinschauen, so widerwärtig war das.
Ich meine, Carla war siebzehn. Siebzehn!!! Dieser Typ hätte doch ihr Vater sein können. Was ich leider nicht verleugnen konnte, war die Tatsache, dass er tatsächlich ziemlich gut aussah, zwar nicht so gut wie – stopp! Falscher Gedanke! Andere Richtung bitte, Rose!
So zwang ich mich wieder dem Unterrichtsgeschehen zuzuwenden und achtete genau darauf, nicht zu Carla zu sehen, die mittlerweile zu flirten angefangen hatte.
„Ich kann es einfach nicht glauben, Lily. Sie fängt schon wieder mit diesem Getue an!“
Ich war gerade mit Lily in ein Gespräch über Carla und Professor Foster vertieft, als meine beste Freundin den Gemeinschaftsraum betrat. Aber nein, sie betrat ihn nicht einfach nur, nein, sie strahlte bis über beide Ohren! Das konnte nichts Gutes bedeuten, zumindest für mich.
Ich kauerte mich in meinen Sessel, in der Hoffnung, sie würde mich nicht sehen.
„Gib es auf. Ich seh dich.“
Ich seufzte und setzte mich wieder richtig auf, gegenüber setzte sich Carla und schaute mich durchdringend an.
„Was?“, fragte ich genervt. Sie wollte etwas, dessen war ich mir bewusst.
„Du – ich muss dich mal was fragen.“
Wenn sie so anfing, dann war es etwas wirklich Wichtiges, oder aber etwas, was mir nicht behagen würde und Carla das genau befürchtete.
Mit skeptischem Blick sah ich sie an und wartete, bis sie weiter sprach.
„Du feierst ja bald deinen Geburtstag und da dachte ich, naja, ich dachte-“
„Nein, bitte nicht das, was ich denke!“, fiel ich ihr ins Wort.
„Aber du würdest mir damit ein sehr großen Gefallen tun!“
Ich hatte es gewusst! Aber nein, damit würde sie nicht durchkommen.
„Es ist eine Party nur für eingeladene Schüler, keine Lehrer!“
„Aber Rose-“, versuchte sie mir zu widersprechen.
„Nichts aber! Ich lade Professor Foster nicht ein! Nein! Such dir lieber einen in deinem Alter, er ist viel zu alt und als Lehrer zudem noch verboten für dich!“
Mit diesen Worten stand ich wütend vom Sessel auf und verschwand die Treppen hinauf zu den Schlafsälen, ich konnte noch hören, wie Carla mir irgendwas nachlief, doch ich wollte es gar nicht mehr hören. Mir reichte es, es war ihr Kram, da musste sie mich nicht mit hineinziehen!
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war meine Bettdecke über Nacht klamm geworden. Die kalte Jahreszeit hatte begonnen, nun begann man es richtig zu begreifen.
Ich wollte mich noch einmal umdrehen, als ich plötzlich einen lauten Schlag hörte. Auf einmal saß ich senkrecht im Bett, wie auch Carla und die vier anderen Mädchen.
Verängstigt sahen wir uns an, es musste ein Donner gewesen sein, aber so heftig, dass nun keiner mehr einschlafen konnte.
Ich schlüpfte in meine Hausschuhe und stellte mich ans Fenster, Carla und die anderen taten es mir gleich. Draußen sah es wüst aus, ein Sturm war über Hogwarts hinweggefegt und hatte viel Verwüstung zurückgelassen. Somit würde der Flugunterricht heute zu Unterrichtsbeginn wohl ausfallen, wirklich schade, aber die Sicherheit ging nun einmal vor.
Beim Frühstück herrschte eine angespannte Stimmung zwischen Carla und mir. Noch immer war ich ein wenig sauer auf ihre Bitte des letzten Abends. Ich meine, wie konnte sie mich nur um so was bitten!? Denn sie wusste, dass ich so etwas allgemein betrachtet schon einfach nicht leiden konnte und dann auch noch bei ihr. Nein, da war sie mit so was an die Falsche geraten!
Nach dem Frühstück machten wir uns zusammen, ja, trotzdem zusammen, wieder auf in den Gemeinschaftsraum, da die ersten Stunden dank des Sturmes ausfielen.
Wir gingen die Treppen hinauf, als ich an einer Ecke Shane stehen sah. Kurz überlegte ich, zu ihm hinüber zu gehen, entschied mich jedoch dagegen.
Was hätte ich denn auch sagen sollen? Genau, mir fiel selbst nichts passendes ein. Hinzu kam noch, dass ich ihn seit den zwei Wochen, in denen ich mich um ihn kümmern musste, kaum bis gar keinen Kontakt mit ihm hatte. Dieser Umstand machte mir auf der einen Seite gar nichts aus, aber auf der anderen bedauerte ich es irgendwie. Ich konnte nicht genau beschreiben, wieso genau, aber selbst wenn wir nur schweigend nebeneinander hergelaufen waren, hatte ich es genossen. Auf eine komische, gewisse Art und Weise, die ich nur dann empfand.
Gut, jetzt wurde ich allmählich romantisch, ich schüttelte den Kopf und ging die Treppen dann weiter hinauf.
„Carla, es tut mir Leid, wie ich dich gestern angemacht habe. Aber du musst mich doch auch verstehen!“
Ich versuchte mit ihr ein Gespräch anzufangen, denn ich hielt es so nicht aus.
Den ganzen Tag hatten wir schweigend zugebracht, was für mich fast vergleichbar wie die Hölle war, ich musste doch reden!
Carla drehte sich zu mir herum.
„Ist okay. Ich kann dich ja auch verstehen, auch wenn ich es trotzdem schade finde!“
Sie stand von ihrem Sessel auf und gab mir einen Kuss auf mein Haar.
„Alles wieder okay, ja?“, fragte mich Carla hoffnungsvoll.
„Ja, alles wieder okay!“, wiederholte ich ihre Worte und lächelte.
Ich saß mal wieder auf dem Fenstersims, schaute aus dem Fenster und kaute dabei an meinem Federkiel. Es regnete, doch daran hatten wir uns mittlerweile gewöhnt.
„Rosi, denkst du, das kann ich anziehen?“
Ich wandte mich vom Fenster ab und sah Carla, wie sie vor dem Spiegel stand und sich ein Kleid anhielt, ich lachte.
„Carla, es ist doch bloß meine Geburtstagsfeier!“
„Ja, aber du wirst 17! Das muss doch gebürtig gefeiert werden!“
Ich rollte mit den Augen und seufzte.
„Ich feiere doch auch. Ich meinte damit nur, dass du dich nicht ganz so aufbrezeln musst.“
Nun seufzte auch Carla und hielt das Kleid wieder nach unten.
„Dann also ein anderes.“
Ich nickte ihr zu und wandte mich wieder der Einladung zu, die ich auf dem schwarzen Brett im Gemeinschaftsraum aushängen wollte.
Doch konnte ich mich kaum konzentrieren, da mich eine Frage sehr beschäftigte, sie wurmte mich einfach zu sehr, als dass ich sie einfach so ausschalten konnte.
„Carla-“, fing ich an. Sie war mit ihren Kleidern beschäftigt, schien mir aber zuzuhören.
„- denkst du, er wird kommen?“
Sie ließ von ihren Kleidern ab und schaute mich verwirrt an.
„Wen meinst du?“
„Na, Shane“, flüsterte ich.
„Shane?“, fragte Carla verwundert.
„Psst, nicht so laut!“
Carla zuckte gespielt zusammen, ich schaute sie nur böse an.
„Ich weiß nicht, ob er kommen wird. Lass dich doch überraschen!“
Leicht unzufrieden mit dieser Antwort drehte ich mich wieder dem Fenster zu und meine Gedanken verloren sich in den Weiten der Highlands.
„Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday, dear Rose, Happy Birthday to you!“
Ich blinzelte, als ich die vielen Stimmen um meinem Bett vernahm und rieb mir die Augen, bevor ich sie ganz öffnete.
„Ihr spinnt doch!“, sagte ich halb verschlafen, halb lachend und setzte mich auf.
Erst da vielen mir schon die zahlreichen Geschenke auf, die ich von Carla und meinen Zimmernachbarinnen bekommen hatte.
„Vielen Dank, euch allen.“
Ich stand auf, umarmte alle und gab Carla zusätzlich einen Kuss.
„Wirklich total lieb von euch!“ Natürlich machte ich mich sofort über die Geschenke her und
über das von Carla musste ich schmunzeln.
„Meinst du wirklich, ich hätte es so nötig?“
„Was denn? Du erzählst doch immer davon!“
„Ja, aber...also wirklich!“
Ich schien die anderen Mädchen neugierig gemacht zu haben, da sie plötzlich alle hinter mir auftauchten.
„Was denn?“, fragte ich verwundert. „Noch nie rosa Moonboots gesehen?“, lachend stellte ich sie auf den Boden und packte die restlichen Geschenke aus.
Darunter waren, wie jedes Jahr, ein neuer Federkiel von meiner Mum, dieses Jahr hatte dieser aber schöne Schnörkeleien, er war richtig schick. Von meinen Großeltern hatte ich selbst gestrickte Wintersocken und Plätzchen bekommen, wobei ich die Plätzchen immer bevorzugte.
Im Ganzen betrachtet war ich sehr zufrieden, und heute Abend würde ich noch einige bekommen.
„Danke, und dir auch vielen Dank!“
Immer mehr Leute kamen in den Gemeinschaftsraum, was mich auch nicht wunderte, eine Feier wurde immer gerne angenommen.
Diese war auch bereits im vollen Gange, die Leute redeten miteinander, bedienten sich am Buffet und an den Getränken, keiner langweilte sich - außer Carla.
Sie stand etwas abseits des Geschehens mit einem Teller voll Essen in der Hand und schaufelte sich unaufhaltsam etwas in den Mund.
„Hey!“
„Hey Geburtstagskind!“
„Komm doch mit zu uns, hab Spaß und blase hier kein Trübsal! Für mich!“, fügte ich hinzu, bevor sie mir widersprechen konnte.
Sie schaute mich skeptisch an, begab sich dann aber in Bewegung, ich grinste.
„Sehr schön. Ist doch kein Grund, nur weil Professor Foster nicht da ist.“
„Es ist nicht wegen ihm.“
Ich grinste wieder nur und führte sie hin zu Albus und den anderen.
„Albus, bekomme ich nun dein Geschenk? Ich warte doch schon den ganzen Tag darauf!“, quängelte ich und nervte ihn damit gewaltig.
Er seufzte theatralisch und zog aus seinem Umhang, den er nur mir zu Liebe angezogen hatte, einen Umschlag.
„Was? Auf so was warte ich den ganzen Tag?“, sagte ich trotzig und nahm ihm den Umschlag ab.
„Na, warte doch erst Mal ab. Also Herzlichen Glückwunsch, kleine Cousine, auch von James - ist ein Geschenk von uns beiden.“
Begierig öffnete ich den Umschlag und vor lauter Hastigkeit viel ein weiterer Umschlag heraus.
„War ja klar“, sagte ich leicht genervt und packte weiter aus.
Nach weiteren drei Umschlägen holte ich schließlich eine Karte heraus, drehte sie um und konnte meinen Augen nicht trauen.
„Ihr spinnt doch!“ Albus hatte wohl mit dieser Reaktion gerechnet, denn er grinste nur. Das tat ich ihm nun gleich und umarmte ihn. Dabei musste ich mich wie immer auf die Zehenspitzen stellen, er war einfach riesig!
„Lass mich mal sehen!“, rief Hugo. Doch ich versteckte die Karte vor ihm.
„Du wirst nur neidisch sein und sie zerreißen!“
„Werde ich nicht!“
Doch ich gab sie ihm nicht, sondern las sie stattdessen selbst vor.
„Happy Birthday, kleine Cousine. Hiermit werden wir dich nächstes Frühjahr mit auf die Quidditchweltmeisterschaft nehmen.“
Ich schaute nun Hugo an und musste bei dessen Gesichtsausdruck lachen.
„Tja, hab ich doch gesagt, du wirst neidisch sein.“
Den Rest des Abends mied mich Hugo, da ich es natürlich immer wieder sagen musste, wenn ich ihm begegnete. Ich war gemein, ja, aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen.
„Carla, er ist immer noch nicht aufgetaucht.“
„Maus, lass den Kopf nicht hängen. Du weißt doch, wie er ist“, versuchte mich Carla aufzuheitern.
„Ja, aber trotzdem-“, doch ich wurde unterbrochen.
„Komm Rose, lass uns tanzen.“
Etwas widerwillig ließ ich mich von Albus auf die Tanzfläche führen und begann zu tanzen.
Es machte Spaß, denn im Gegensatz zu unseren Vätern konnten wir beide ziemlich gut tanzen.
„Du siehst nicht glücklich aus, und das auf deinem eigenen Geburtstag.“
„Ich weiß“, sagte ich nur knapp , schaute Albus dabei jedoch nicht in die Augen.
Carla und Albus waren so was wie meine besten Freunde, ihnen konnte ich alles anvertrauen. Auch Albus wusste über Shane Bescheid. Naja, was man eben über ihn wissen konnte. Dass ich ihn mochte, mehr war da definitiv nicht.
Ich schielte über die kleine Tanzfläche, auf der sich einige Paare tummelten, auch Hugo und Lily. Diese Konstellation war einfach zu lustig, denn sie beide hatten nicht wirklich ein Talent fürs Tanzen geerbt. Ich lächelte kurz, was auch Albus auffiel und mich neugierig anschaute. Ich nickte hinüber zu Lily und Hugo, er verstand und grinste ebenfalls.
Als wir eine Weile getanzt hatten und ich von der Tanzfläche gehen wollte, spürte ich eine Hand auf meiner Schulter, die mich mit einem Ruck umdrehte.
Ich blickte völlig verwirrt in Shanes Gesicht. Er sah mich fragend und leicht verwirrt über sein Tun an, er fragte sich wohl wirklich selbst, was er hier gerade tat.
Er nahm eine Tanzhaltung ein, ich tat es ihm nach. Denn plötzlich hatte ich es gar nicht mehr eilig von der Tanzfläche zu kommen.
Das nächste Lied begann zu spielen, ein Walzer, mein Lieblingstanz, den ich auch mit Albus getanzt hatte.
Wenn ich gedacht hätte, dass niemand über Albus' Tanzkünste hinauskommen würde, so wurde ich nun eines besseren belehrt.
Shane schwebte förmlich über das Parkett. Es war atemberaubend, noch nie hatte ich so getanzt.
Ich bemerkte kaum etwas um mich herum, nur, dass sich die Tanzfläche leerte und alle Blicke auf uns gerichtet waren. Ich verstand mich selbst nicht, aber ich genoss diesen Augenblick so sehr und war einfach nur glücklich, auch wenn mich Shane nicht einmal ansah, ich war glücklich.
Meinem Geschmack nach ging das Lied viel zu schnell zu Ende und als wir zum Stehen kamen, war mir leicht schummrig, doch Shane hielt mich so stark fest, dass ich nicht umkippen konnte.
Ich schloss kurz meine Augen und als ich sie wieder öffnete, schaute mir Shane direkt in die Augen. Genau wie unsere erste Begegnung im Zug wurde mir die Schönheit seiner Augen erneut bewusst. Ich war diesen Augen verfallen und dafür hätte ich mich selbst verfluchen können, denn ich konnte meinen Blick einfach nicht abwenden.
Und das erste Mal seit ich Shane kannte, brachte er in meiner Gegenwart einen ganzen Satz heraus.
„Gehst du mit mir am Wochenende nach Hogsmeade?“
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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.