Rot wie Blut. Schwarz wie der Tod - Hogsmeade
von cherry blossom
Soooo <3
Montag...noch nie war ein Chap so kurzfristig
fertig.
Um genau zu sein, war ich um 23oo mit Schreiben fertig xD
Aber nun nur noch eine Woche Schule, dann schreib ich wieder vor, so gehts ja nciht^^
Nun denn, ich warne euch vor. Es sind viele lange Sätze und "unds" drin^^
laut meiner BETA und ich glaube ihr das mal^^
WĂĽnsch euch viel SpaĂź!
<3
ach ja, die Rekommis tipp ich dann alle zusammen, hab die vorigen ja immer noch nicht gemacht xD
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Noch immer hatte ich den Abend meiner Geburtstagsfeier nicht vergessen.
Wie auch! An diesem Abend war es geschehen, Shane hatte seinen ersten vollständigen Satz gesprochen und dann auch noch so einen! Ich war völlig baff gewesen, es war einfach nur irreal gewesen, ich meine, die ganze Zeit sprach er kein Wort mit einem, und dann so was!
Fragte er mich doch wirklich, ob ich mit ihm nach Hogsmeade gehen wollte! Was dachte er sich eigentlich? Erst nicht mit mir reden, dann aber plötzlich mich einladen wollen?
Ich gebe es zu, ich hatte die Welt nicht mehr verstanden, es war einfach alles viel zu konfus gewesen.
Aber nun gut. Jetzt stand ich hier vor meinem Spiegel. In meiner rechten Hand ein knie langes, rot–schwarz–kariertes Kleid, in meiner linken hielt ein eine schwarze Jeans und ein dazu passendes rotes T–Shirt.
„Schätzelchen, du stehst nun schon seit zwanzig Minuten mit den Klamotten vor dem Spiegel, so wirst du auch nicht wissen, was du anziehen sollst.“
Doch ich reagierte nicht auf sie, sondern starrte weiter in den Spiegel und hielt mir die Klamotten abwechselnd an den Körper. Hinter mir hörte ich Carla laut seufzen und Schritte auf mich zukommen, dann nahm sie mir das Kleid und die Kombo aus der Hand, begutachtete sie kurz mit kritischem Blick und gab sie mir dann wieder zurück.
„Nimm das Kleid.“
Verwirrt schaute ich sie an.
„Okay...danke“
So entschied ich mich tatsächlich für das Kleid und legte die Jeans und das T – Shirt wieder zurück in meinen Schrank.
Wie von der Tarantel gestochen sprintete ich zwischen Bad und Schlafsaal hin und her, ich war wirklich nervös. Nachdem ich mich fertig geschminkt, die Haare gemacht und angezogen hatte, entschied ich mich doch dafür, noch einmal zu Albus zu gehen.
Langsam öffnete ich die Tür des Schlafsaals, schaute mich unsicher um und huschte dann die Treppen hinunter.
Im Gemeinschaftsraum sah ich Lily und – Hugo. Nein, ihn wollte ich eigentlich nicht sehen, aber da musste ich nun durch.
Gefasst schritt ich auf die beiden zu und versuchte angestrengt, nicht auf Hugos „Späße“ einzugehen, stattdessen blickte ich nur Lily an.
„Weißt du, wo Albus ist?“
„Ja, noch oben im Schlafsaal.“
„Danke, Lily!“
Schnell spurtete ich die Treppen wieder nach oben und klopfte an Albus' Schlafsaal.
„Albus? Kannst du bitte kurz raus kommen?“
Ich hörte, wie eines der fünf Betten knarrte und kurze Zeit später erschien Albus an der Tür, als er mich sah, schaute er verwirrt, schloss jedoch die Tür hinter sich.
„Was gibt’s?“
„Ehm-“, fing ich an, „- was sagst du zu meinem Outfit? Okay - zu aufgebrezelt? Ich brauch einen männlichen Rat“
Albus lachte kurz, doch als ich nicht reagierte, merkte er wohl, dass es mir ziemlich wichtig war.
„Also, ich äh, ich finde dich so optimal. Sieht wirklich schick aus.“
Er schaute mich kurz an. „ Wolltest du so etwas hören?“
Ich stöhnte. „Ich will die Wahrheit hören!“
Albus lachte und nahm mich kurz in den Arm.
„Es war die Wahrheit, glaub mir!“ Ich grinste ihn erleichtert an.
„Danke. Du hast mir wirklich sehr geholfen.“
Genauso schnell, wie ich nach oben gerannt war, lief ich die Treppen wieder hinunter in den Mädchenschlafsaal.
„Carla, wie spät ist es?“
„Nanu, was bist du denn so außer Puste? Eh...zehn vor vier. Ich glaube, du musst los.“
„Oh, ja. Kommst du mit? Bitte!“
Carla rollte theatralisch mit den Augen, zog sich jedoch dann ihre Schuhe an, legte sich ihr breites Tuch über die Schultern und lächelte mir aufmunternd zu.
„Beruhige dich, bleib wie du bist, ja? Du bist ein tolles Mädchen, verstell dich bloß nicht.“
Ich hörte ihr kaum zu, nickte nur heftig mit dem Kopf.
Wir verlieĂźen schnell den Gemeinschaftsraum, liefen durch die verwirrenden Korridore von Hogwarts, bis wir endlich an das GroĂźe Tor kamen. GegenĂĽber schlug die Uhr bereits sechzehn Uhr.
„Tief durch atmen, Rose. Er wird dich nicht beißen, ja? Er ist auch bloß ein Junge, der ein Date mit einem Mädchen hat.“
„Wir haben kein Date“, versuchte ich ihr zu widersprechen, doch sie lächelte mir nur süffisant zu.
„Ja ja, ich weiß schon. Ihr geht nur zusammen nach Hogsmeade. Schätzelchen, ich weiß schon. Aber glaub mir, so was nennt sich definitiv Date!“
Ich rollte mit den Augen, sollte sie es doch meinen. Ich war mir trotzdem sicher, dass es keines war.
Wir gingen um die Ecke und dann sah ich ihn, er stand bereits an der Mauer gelehnt und schaute auf die Ländereien von Hogwarts.
Er sah so anders aus, denn heute hatte er nicht wie gewohnt seine Schuluniform an, nein. Er trug eine Jeans, als Oberteil konnte ich unter seiner Winterjacke ein Hemd und darunter ein T – Shirt erkennen. Ja, verdammt. Er sah richtig gut aus und durch den Wind konnte ich sein Aftershave sogar bis hierhin riechen, das mir leicht die Sinne vernebelte. Doch ich schüttelte meinen Kopf, ich musste nun klar denken können.
„Los jetzt. Ich wünsche dir viel Spaß“, munterte mich Carla noch einmal auf und gab mir einen Kuss auf das Haar. Dann gab sie mir einen Schubs und ich ging nun auf Shane zu.
„Hi“, sagte ich schüchtern zu ihm. „Schönes Wetter, heute, oder?“
Ja, Rose. Sehr geiles Gesprächsthema. Das Wetter! Mädel, wach auf! Etwas besseres hätte mir wohl wirklich einfallen können.
Ich lächelte ihm also noch einmal kurz zu, dann ging ich an ihm vorbei, er folgte mir.
Wuaaah, was war ich nervös. Das gab es gar nicht. Ich traute mich nicht einmal zu ihm herüber zu schauen. Ich kam mir vor wie im Kindergarten, in dem ich zwar noch nie gewesen war, doch meine Mum hatte mir davon erzählt.
Am liebsten hätte ich mich bei ihm eingehakt, ich hob auch mehrmals meinen Arm hoch, ließ ihn aber jedes Mal wieder fallen, ich konnte es einfach nicht tun. Was würde er denn dann von mir denken?
Also belieĂź ich es bei einem schweigenden Nebeneinander herlaufen - aber ich muss zugeben, dass ich es mir so eigentlich nicht vorgestellt hatte. Klar, es war zu erwarten gewesen, wie ich mir nun eingestehen musste.
Kurze Zeit später erreichten wir schließlich Hogsmeade, es waren bereits einige Schüler anwesend, doch verlief es sich noch ziemlich, am Abend würden wohl die meisten in den Drei Besen anzutreffen sein.
„Nun, was machen wir zu erst?“
Doch Shane zuckte nur mit den Schultern. Sollte ich wirklich gedacht haben, dass das Eis nun gebrochen war, so wurde ich schwer enttäuscht. Er war und blieb einfach Shane, er würde wohl nie der große Redner werden.
Deswegen entschied ich zum GroĂźteil, wo wir hin gingen.
Wir klapperten, wie eigentlich jeder SchĂĽler, die typischen Orte ab.
Die Heulende Hütte, den Honigtopf, den Scherzartikel-Laden, der wirklich - im Gegensatz zu dem von Onkel George - miserabel war (was ich auch Shane erzählte, der mir aber kaum zuzuhören schien) und noch einige weitere Sachen; wir ließen fast nichts aus.
Als es dunkel wurde, entschieden wir – okay, wohl eher ich – dass wir in die Drei Besen gehen würden.
Der Pub war vollkommen ĂĽberladen, doch wir schafften es trotzdem, einen freien Tisch in einer Ecke zu finden.
„Ich hab nun Hunger“, kündigte ich an und schnappte mir die Speisekarte.
„Ich werde Spaghetti nehmen, und du?“
Ich schaute ihn fragend an, doch er schĂĽttelte nur den Kopf, ich zuckte mit den Schultern, sollte er eben nichts essen - ich wĂĽrde keinen Hunger schieben. Obwohl ich mich doch wunderte, ich hatte ihn noch nie etwas essen sehen.
Einige Minuten später bekam ich von Hannah meine Spaghetti gebracht, die ich sofort verschlang. Okay, ich konnte mich beherrschen, schließlich wollte ich Shane nicht vergraulen.
Im Laufe des Tages hatte ich mich wirklich an Shanes Anwesenheit gewöhnt. So empfand ich es schon fast als „normal“, hier im Pub mit ihm zu sitzen. Zu meinem Glück war ich auch nicht mehr nervös, ansonsten wäre ich hier wohl eingegangen.
Ich aĂź also genĂĽsslich meine Spaghetti, als mir bewusst wurde, dass Shane mich die ganze Zeit ansah. Nun lief ich doch leicht rot an.
„Ja?“, fragte ich ihn skeptisch und zog gerade noch eine Spaghetti in meinen Mund. Dann geschah das, was ich jetzt nicht von ihm gedacht hätte.
Er grinste. Ja, Shane grinste, was auch mich dazu verleitete. Mein Anblick musste wohl äußerst amüsant aussehen.
„Ist irgendwas?“ Doch er schüttelte nur den Kopf und ließ dann seinen Blick durch den Pub schweifen.
Als ich mit meinen Spaghetti fertig war und gerade mein Butterbier leerte (übrigens trank er auch nichts, was mich noch mehr wunderte), räusperte er sich. Ich stellte meinen Krug ab und schaute ihn wartend an.
„Also, ich möchte mich bei dir entschuldigen.“
Ich glaube, hätte ich nicht gesessen, wäre ich auf der Stelle umgekippt.
Er wollte sich entschuldigen, bei mir! Meine Gesichtsausdruck brachte meine Gedanken wohl gut zum Ausdruck, denn er sprach weiter(!!!).
„Es tut mir Leid, dass ich nie mit dir gesprochen habe-“
„-ach, nicht weiter schlimm“, wollte ich ihn unterbrechen, doch er redete einfach weiter.
„- aber es hat alles einen Grund. Wirklich. Es ist nicht so, dass ich dich nicht mag, aber... Nun ja. Ich wollte, dass du es weißt.“
Meine Augen waren weit aufgerissen, ich konnte wirklich nicht glauben, was er mit da gerade erzählt hatte. Es war nicht viel, aber für Shane galten ganz andere Maßstäbe.
Mir fiel darauf nichts mehr ein, so lächelte ich ihn nur an und trank mein Butterbier aus.
Schweigend liefen wir beide den Weg hinauf zum Schloss.
Es war eine kühle, klare Herbstnacht und die Sterne waren klar zu erkennen. Wie gerne hätte ich seinen Arm um mich gelegt gespürt, doch ich wusste, dass ich das von ihm nicht verlangen konnte. So begnügte ich mich damit, neben ihm herzulaufen.
Ich hatte den Tag genossen, und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mein Verhältnis zu Shane nun wesentlich besser geworden war.
Schnell erreichten wir die Tore von Hogwarts, so auch das Portal der Fetten Dame, wo er mich verabschiedete.
„Ich muss nochmal kurz – weg.“
Ich nickte ihm zu, verabschiedete mich und drehte mich um. Gerade, als ich durch das Portrait gehen wollte, spĂĽrte ich eine Hand auf meiner Schulter, die mich ruckartig umdrehte.
Das nächste, was ich spürte, waren seine Lippen auf meiner Wange und so schnell konnte ich gar nicht schauen, da war er auch schon verschwunden.
Vollkommen überrumpelt hielt ich meine Hand an meine Wange und lächelte.
Er mochte mich, ja, Shane McCain konnte mich gut leiden.
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz