Rot wie Blut. Schwarz wie der Tod - Kirschblüten
von cherry blossom
Nun denn.
Es ist wieder Montag. Also wieder ein neues
Chap von RwB.SwdT.
Ich muss sagen, in diesem Kapitel passiert nciht viel, nun ja, man könnte sogar meinen, es passiert ncihts.
Aber ich mag es trotzdem so gern. Da ists mir eigentlich schon egal, was ihr dazu meint ^^
Ich mag es <3
So, dann mal viel Spaß!
Die ganze Nacht lag ich wach in meinem Himmelbett. Ich konnte einfach nicht einschlafen, es war mir nicht möglich. Nicht nach diesem Abend, nicht nach dem, was mir eben vor dem Gemeinschaftsraum widerfahren war.
Noch immer lief es mir wie ein Film vor den Augen ab, wie er mich umdrehte und mir einen Kuss auf die Wange gab. Ich weiß, es war nur ein Kuss auf die Wange. Aber mir bedeutete es trotzallem so viel, verdammt viel. Das hatte ich von mir nicht erwartet, in keinster Weise.
Wohl ein weiterer Grund, warum ich nun so durch den Wind war.
Nervös drehte ich mich auf die eine, dann wieder auf die andere Seite. Auf dem Rücken liegend bekam ich erst gar keine Luft.
Ich setzte mich auf und schaute hinüber zu Carla. Sie schlief friedlich, was ich an ihrer gleichmäßig sich hebenden und senkenden Brust erkennen konnte.
Ich lächelte.Immerhin eine von uns, die gut schlafen konnte.
Ich schlug meine Bettdecke zurück, stieg aus meinem warmen Bett und setzte mich auf die breite Fensterbank.
Es war Vollmond und der Mond spiegelte sich auf dem See, was ein unglaubliches Gefühl in mir hervorrief. Eine Mischung aus Bewunderung und innerem Frieden. In diesem Moment war es genau das richtige für mich. Denn schon einige Minuten später bemerkte ich, wie sich nun auch in mir die Müdigkeit breit machte.
Schnell huschte ich zurück in mein Bett und zu meiner eigenen Überraschung fiel ich nun in einen angenehmen, ruhigen Schlaf.
„ROSE! ROSE WEASLEY!!!“
Ich öffnete meine Augen einen kleinen Spalt breit und erkannte Carla, die vor meinem Bett stand.
„Lass mich schlafen.“
„Nein, das kannst du heute abend wieder tun. Jetzt möchte ich gefälligst einen Bericht von gestern abend haben.“
Doch ich war gar nicht in Redelaune, so drehte ich mich nocheinmal zur Seite.
„Verdammt, gib mir die Decke wieder“, zischte ich Carla an, als ich einen plötzlichen Luftzug merkte.
„Erst, wenn du aufstehst und mir von gestern erzählt“, sagte sie bestimmend.
Da ich keine Lust auf weitere Diskussionen hatte, seufzte ich und stieg aus meinem Bett.
Aus dem Augenwinkel konnte ich Carla grinsen sehen.
Sie bekam eben immer ihren Willen.
„Uaaaaaah, nein. Wie süß ist das denn!?“
Carla saß mir gegenüber und quietschte förmlich über das, was ich ihr von gestern abend erzählt hatte. Ich rollte wie fast immer nur mit den Augen.
„Vielleicht süß. Aber es war doch bloß ein Kuss auf die Wange. Mehr nicht, Carla.“
Doch sie hatte noch immer ein Grinsen aufgelegt und wippte auf ihrem Sessel auf und ab.
„Nur ein Wangenkuss? Nur? Schätzelchen, aber der war von Shane! Bei anderen Kerlen wäre das in etwa mit einem Zungenkuss zu vergleichen.“
„Okay, wenn du meinst. Auf jeden Fall-“, Carla sah mich mit großen, erwartenden Augen an.
„- auf jeden Fall war es total schön.“
Wäre das Kissen auf Carlas Schoß ihre Katze gewesen, müsste ich annehmen, sie wäre nicht mehr am Leben.
„Hach, das ich das nochmal erleben darf. Meine kleine Rose verliebt sich.“
Bevor ich irgendwie widersprechen konnte, hatte sich Carla auf meine Seite gesetzt und mich fest in den Arm genommen.
Nach dem Mittagessen traf ich auch Albus, der mich strahlend ansah.
„Dir scheint es besser als an deinem Geburtstag zu gehen.“
„Ja, das stimmt. Viel, viel besser. Fällt das so sehr auf?“, fragte ich ihn ehrlich neugierig, denn mir war es bisher kaum aufgefallen.
Albus lachte.
„Du könntest quasi ganz Schottland erhellen, so sehr strahlst du seit heute morgen.“
Ich schlug meine Hände vor meine Augen.
„Nein. Wirklich? Oh, ist das peinlich.“
Doch Albus schüttelte nur den Kopf.
„Nicht peinlich. Es ist doch toll, wenn es dir wieder gut geht.“
Ich schaute ihn mit meinen braunen Augen an und lächelte schließlich.
„Danke Albus“, sagte ich im Vorbeigehen.
„Für was?“, rief er mir perplex nach.
„Dass du immer für mich da bist.“
Den Nachmittag wollte ich eigentlich gemütlich im Gemeinschaftsraum verbringen, doch daraus wurde leider ncihts. Mein kleiner Bruder löcherte mich penetrant mit Fragen über Shane, was nicht sonderlich zu meiner Stimmung beitrug.
Schließlich legte ich mein Buch zur Seite und verließ eilig den Gemeinschaftsraum. Am See würde ich sicherlich meine Ruhe finden. Denn um diese Jahreszeit waren dort kaum noch Schüler anzutreffen.
Langsam schritt ich durch das bunte Laub, welches unter meinen Füßen leise raschelte. Der Wind spielte mit meinen Haaren und wehte sie mir ins Gesicht, doch das kümmerte mich nicht viel. Ich genoß die Ruhe, die hier herrschte und war froh hier kaum Schüler anzutreffen.
Als ich einen Kirschbaum entdeckte, blieb ich vor diesem stehen und betrachtete ihn eine Weile.
Plötzlich hörte ich hinter mir eine Stimme, die ich jedoch gleich zuordnen konnte:
„Du magst Kirschen?“
Ich drehte mich um und wurde in meiner Vermutung bestätigt. Es war Shane.
„Ja, sehr. Aber noch lieber mag ich die Blüten der Kirschbäume“, antwortete ich ihm lächelnd.
Warum ich lächelte? Nun, ich wusste es selbst nicht genau. Nur eines war mir bewusst : Ich freute mich über seine Gesellschaft.
„Aber leider ist nun Herbst. Also keine Kirschblüten“, fügte ich leicht traurig hinzu.
Shane trat nun neben mich, ich sah ihn kurz unsicher an. Er kramte in seinem Mantel und holte seinen Zauberstab hervor. Dann ging er ein paar Schritte auf den Baum zu, sodass er nun mit dem Rücken zu mir stand und ich nicht mehr sehen konnte, was er tat.
Als er sich wieder umdrehte, fand sich in seiner Hand eine einzelne Kirschblüte.
Ich staunte nicht schlecht. „Wo hast du die nun her?“
Doch Shane gab mir keine Antwort, sondern kam auf mich zu und steckte mir die Blüte sanft ins Haar. Natürlich lief ich gleich rot an, doch es war kalt. Ich konnte es also schön darauf schieben.
„Danke“, wisperte ich verlegen.
Gemeinsam setzten wir den Spaziergang um den See fort. Wir schwiegen, wie so oft. Doch wie immer machte es mir ncihts aus. Es war schön mit ihm zu laufen und einfach nur die Natur zu genießen. Es konnte so einfach mit ihm sein und doch spürte ich, dass sich seit dem letzten Mal etwas verändert hatte. Der Kuss. Obwohl, eigentlich war es noch nicht mal einer gewesen, zumindest kein richtiger. Aber ein Junge wie Shane gab nicht einfach einem Mädchen einen Kuss, dessen war ich mir ziemlich sicher.
„Ich mag den Herbst. Er hat so viele Facetten und Farben.“
Ich blickte hinüber zu Shane, der seinen Blick in die Ferne gerichtet hatte.
„Ja, du hast Recht. Er kann wirklich sehr schön sein.“
Nun musste ich grinsen, denn er hatte geantwortet.
„Hat es dir gestern gefallen?“, fragte ich weiter. Ich wollte das Gespräch nun nicht wieder abreißen lassen.
Doch: „Ja, war schön.“ War alles, was er sagte.
Irgendwann würde ich wegen seiner Wortkargeit nochmal durchdrehen. Ich hatte mich wirklich daran gewöhnt, aber forderlich für unsere „Beziehung“, in so fern man irgendwie davon sprechen konnte, war es mit Sicherheit nicht.
Als wir den See einmal umrundet hatte, lächelte mich Shane kurz an und verschwand dann in Richtung Hogwarts, ohne sich groß von mir zu verabschieden.
„Danke für die Blüte“, rief ich ihm noch hinterher. Doch ich war mir nicht sicher, ob er es noch gehört hatte.
Auf meinem Rücken spürte ich plötzlich Sonnenstrahlen, was mich wirklich wunderte. Die ganze Zeit war es wolkig gewesen und auf einmal trat die Sonne hervor.
Verwundert darüber ging auch ich wieder hinauf zum Schloss.
Im Gemeinschaftsraum waren mittlerweile kaum noch Schüler. Die meisten waren beim Abendessen oder bereits in ihren Schlafsälen. Doch zu meiner Freude sah ich Albus in einer Ecke sitzen. Er war wohl mit irgendwelchen Hausaufgaben beschäftigt, da auf seinem Schoß Pergament ausgebreitet war und er fieberhaft in einem Buch las.
„Na? Hausaufgaben?“
Albus nickte nur, schaute aber nicht auf. Doch als er merkte, dass ich nicht wieder ging, schaute er mich an.
„Ist irgendwas?“
Ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich tun sollte, doch ich sprang über meinen eigenen Schatten und fragte ihn: „Was sind typische Signale von einem Jungen, wenn er ein Mädchen... nett findet?“
Albus schien mit allem gerechnet zu haben, nur nicht mit so einer Frage. Das konnte man deutlich an seinem Gesichtsausdruck ablesen. Er holte einmal tief Luft.
„Weißt du, das kann nicht verallgemeinern, aber so typische Dinge eben.“
„Und die wären?“, löcherte ich ihn gleich weiter.
„Naja. Er verbringt gerne Zeit mit ihr, Gespräche, läd sie ein und so etwas eben,“ sagte er und schaute mich noch immer unsicher an.
„Auch kleine Geschenke?“
„Ja, bestimmt. Aber warum willst du das wissen?“
„Ach. Reines Interesse. Dankeschön.“
Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand im Schlafsaal.
Genau wie am letzten Abend lag ich auch diese Nacht lange wach in meinem Bett.
Wieder überlegte ich über den Tag. Wieder hatte ich Zeit mit ihm verbracht. Zeit, in der ich mir eigentlich klar darüber werden sollte, wie meine Gefühle zu ihm waren.
Doch ich konnte es einfach nicht. Noch nicht, zumindest redete ich mir das ein.
Ich konnte mir nicht verleugnen, dass ich mich in seiner Gegenwart wohl, sicher und geborgen fühlte. Aber mehr wollte ich mir – noch – nicht eingestehen. Mir ging es einfach zu schnell. Besser gesagt, mir war es anfangs zu langsam und diese rasante Wendung seinerseits brachte mich einfach völlig aus der Bahn.
Ich würde mir über meine Gefühle noch klar werden, dessen war ich mir sicher. Ob früher oder später, das störte mich im Moment nicht.
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Der Unterschied zwischen Evanna und den übrigen Kandidatinnen ist der: Die anderen können Luna spielen; Evanna Lynch ist Luna.
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