
von Elflein
Somewhere in the night
An Angel in darkness
Somewhere in the light
Looking for a demon
Walking through the night
Der groĂe Vollmond stand hoch ĂŒber dem Schloss.
Sein silbriges Licht floss durch das offene Fenster in den Schlafsaal und beleuchtete die Umrisse von fĂŒnf Himmelbetten und fĂŒnf offenen Schrankkoffern.
Die Ruhe der Nacht wurde nur von regelmĂ€Ăigen AtemzĂŒgen durchbrochen.
TrĂ€ume schlĂ€ngelten sich durch die Geister der schlafenden SchĂŒlerinnen, drauĂen schrie eine Eule.
Nur eine konnte sich nicht einfach in den sorglosen Schlaf gleiten lassen.
Ihre kleine schmale Gestalt stand am Fenster, die langen Haare flatterten im leichten Nachtwind.
Ihr Nachthemd betonte die weichen weiblichen Rundungen, die jedem Jungen den Atem rauben konnten.
Ihr Blick wanderte aus dem Fenster, hinaus auf die LĂ€ndereien von Hogwarts, ein Meer aus silbrigen und schwarzen Schatten in der Nacht.
Der tiefe dunkle See spiegelte das Mondlicht, lauter funkelnde Diamanten auf der WasseroberflÀche.
Gedanken hatten sie wach gehalten, Gedanken, die ihr nicht geheuer waren, die nicht sein konnten, nicht stimmten. Gedanken und GefĂŒhle.
Warum sollte sich nach all den Jahren alles plötzlich geÀndert haben.
Wegen eines LĂ€chelns?
Wegen einem Blick?
Nein, sie schĂŒttelte den Kopf.
Und wenn, warum er?
Hatte er nicht oft genug bewiesen, was er von ihr und ihrer Familie hielt?
Doch sie merkte, dass sie nicht die einzige war, die nach Schlaf suchte.
Unten auf den LĂ€ndereien schritt jemand Richtung See. Jemand der nicht dort sein dĂŒrfte, doch wer es war, konnte sie erkannte sie augenblicklich.
Das Mondlicht wurde von silbrig blondem Haar reflektiert, lies sie nur seine Umrisse erkennen, doch er war es.
Konnte er auch nicht schlafen? Dachte er ĂŒber das gleiche nach wie sie? Verwirrten ihn seine Gedanken, GefĂŒhle genau so?
Er setzte sich an den Rand der schimmernden WasseroberflÀche, die Arme um die Knie geschlungen und blickte ans andere Ufer.
Eine Weile schwiegen ihre Gedanken. Dann plötzlich wandte er den Kopf in ihre Richtung und seine kĂŒhlen grauen Augen trafen ihre GrĂŒnen.
Sen Blick jagte ihr eine GĂ€nsehaut ĂŒber den RĂŒcken, es war unmöglich, dass er sie aus der Entfernung am Fenster stehen sah, und doch richtete sich sein Blick so geradewegs in ihre Augen, dass es unmöglich ein Zufall sein konnte.
Dann hoben sich seine Mundwinkel zu einem LÀcheln. Es war keines seiner fiesen oder selbstgefÀlligen Grinsen, es war ein einfaches LÀcheln, wÀrmer und offener als Harry es je getan hÀtte.
Draco Malfoy lÀchelte sie an.
Ginny wiederstand dem Drang vom Fenster zurĂŒckzuweichen und lĂ€chelte einfach zurĂŒck, ganz ungezwungen, ganz natĂŒrlich.
Dann erhob Draco sich vom Gras und machte sich auf den Weg zu Schloss, er behielt sie so lange im Auge wie möglich.
Als er im Tor verschwunden war, machte Ginny sich auf den Weg zu ihrem Bett.
Sie legte sich hin und schlief fast sofort ein.
Alles war klar in ihrem Kopf, es gab keinerlei Verwirrung, nur Freude und das GefĂŒhl des Verliebtseins.
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