
von aliena
Hi,
ich habe mich Mal angestrengt, um euch nicht solange auf dem trockenen sitzen zu lassen und, als ich dann eure Kommis gelesen habe, muss ich zugeben, dass es auch gut so ist.
Bei einigen bekommt man ja ein richtig schlechtes Gewissen *schluck*.
Aber dennoch habe ich mich gefreut. Hoffentlich habe ich das Kapitel nicht zu platt geschrieben...
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Die Macht des Blutes
Der Mann im schwarzen Umhang
Hermine machte sich schon früh morgens auf den Weg zur Arbeit. Es war dunkel und kalt, aber dies war an diesem Tag eher nebensächlich. Denn in ihr fühlte sie nur Enttäuschung.
Natürlich hatte sie Ron und Ginny sofort, als sie am Grimmauldplatz waren, von dem Mann erzählt und ihre Vermutung geäußert. Beide hatten eigentlich genau so reagiert, wie sie es sich vorgestellt hatte, aber eben auch nur eigentlich.
Ron war der Mund bis zum Anschlag aufgeklappt und Ginny verzog das Gesicht in Skepsis.
„Aber du hast sein Gesicht doch nicht gesehen“, meinte Ginny.
„Ja, aber dafür hätte es seine Stimme sein können, so wie sie sich bei einem vierundzwanzig Jahren alten Harry anhören würde.“ Nach diesem Satz hätte Hermine sich am liebsten die Zunge abgebissen. Absolut ein Mal zu viel können und würden in einem Satz verwendet.
„Es war also nicht seine Stimme?“
„Nicht direkt. Es war schon seine, bloß älter!“ Du wirst immer überzeugender, Granger, dachte sie mürrisch. „Wenn ihr diesen Mann gegenüber gestanden wäret, dann wüsstet ihr, was ich meine.“
Ron hatte es geschafft seinen Mund zu zubekommen. „Wenn er es war, dann ist es jetzt auch egal.“
Hermine blickte ihm in die Augen und wusste, dass er recht hatte. Er hatte das ausgesprochen, was sie nur gewagt hatte zu denken. Wenn es Harry war, wollte er nichts mit ihnen zu tun haben, sonst wäre er hier her gekommen.
Hermine seufzte und beobachte ihren Atem, wie er in der Kälte nach oben stieg. Das war einfach zu viel für sie. Erst taucht Mr Weasley überraschend auf und kurze Zeit später passiert das.
„Morgen Mr Sleeve! Morgen Ursula!”, begrüßte Hermine sie, als sie das schwarze Pferd betrat.
Mr Sleeve sah von seiner Aufgabe auf und lächelte sie an. „Guten Morgen, Kathy!“
Ursula brachte nur ein erschöpftes „Hallo!“, zustande. Ihr schien der Schock, wegen den Todessern, noch nicht vergangen zu sein. Sie hockte in einer Ecke, auf einem zusammen geflickten Stuhl.
Nach dem Angriff hatte Mr Sleeve die Überreste, der Möbel, versucht zu gut wie möglich zusammen zu bauen. Sie sahen nicht sehr schön aus und wirkten auch nicht sehr vertrauenserweckend, aber sie waren besser als nichts.
„Hey, wie geht's dir?“, fragte Hermine zaghaft das Mädchen.
„Geht so“, sie zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß, dass es dir jetzt sehr schlecht gehen muss, aber das vergeht. Bald wird der Schock nicht mehr so tief sitzen.“
„Du weißt es?“, fragte sie verblüfft.
„Ja“, antwortete Hermine knapp und ging dann in das Hinterzimmer.
Und wie sie es wusste. Sie konnte das Mädchen voll und ganz verstehen, schließlich hatte sie fast das gleiche durch gemacht. Hermine hatte es wahrscheinlich nur leichter gehabt. Sie hatte sich bewusst den Todessern in den Weg gestellt, sie ist ihnen so zu sagen in die Arme gelaufen. Ursula nicht, sie wurde überrascht.
Hermine hing ihre Jacke neben der Tür auf, band ihre Haare zu einem Zopf zusammen und ging wieder in den Hauptraum. Sie wollte den Tresen Mal wieder polieren. Aber als sie in das Schränkchen schaute, wo die Putzmittel gelagert waren, fand sie das gesuchte Mittel nicht.
„Mr Sleeve“, rief sie. „Wir haben kein Holzpoliermittel mehr.“ Sie deute auf den Tresen.
„Hinten müssten wir noch was haben“, meinte er.
Hermine nickte und ging wieder ins Hinterzimmer zu den kleinem Besenschrank. Mr Sleeve mischte seine Putzmittel immer selbst, weil es keine zu kaufen gab. Zauberer brauchten keine Muggelputzmittel. Sie öffnete die Besenkammer und musste erst Mal Besen und Feudel auffangen, welche ihr entgegen rauschten. Kaum hatte sie alle unter Kontrolle, ließ sie es doch wieder zu Boden fallen, weil Männerstimmen an ihr Ohr drangen.
„DA SIND WIR WIEDER!“, grölten sie und man hörte Holz zersplittern.
„VERSCHWINDET!“, versuchte Mr Sleeve gegen sie anzubrüllen, doch anscheinend ohne Erfolg. Die Männer lachten hämisch und dann hörte man Ursula schluchzen.
Hermine versuchte krampfhaft ihren Zauberstab aus ihrer Tasche zu bekommen, was ihr nicht sofort gelang, da sie zitterte. Schließlich schaffte sie es, spähte kurz durch einen Spalt in den anderen Raum und erblickte, wie Mr Sleeve einem Todesser, der sich über seine Tochter beugte, seine Faust ins Gesicht schleuderte. Mr Sleeve war ihm körperlich deutlich überlegen, doch er konnte nicht zaubern. Die anderen Männer- sechs weitere- lachten laut, ob nun darüber, dass einer ihrer Kumpanen Schmerzen hatte, oder über die Dummheit des Muggels, konnte Hermine nicht sagen. Der Niedergeschlagene rappelte sich auf und zog fluchend seinen Zauberstab.
Jetzt!, dachte Hermine gehetzt, stieß die mit einem Tritt die Tür auf und rief „STUPOR!“
Der Todesser wurde mit so einer Wucht vom Zauber getroffen, dass er mitten in einen anderen geschleudert wurde.
Für einen kurzen Augenblick schien die Zeit still zu stehen. Kalter Wind drang in den Raum, da die Todesser die Tür gesprengt hatten. Mr Sleeve hatte seine Tochter an sich gedrückt und beide schauten Hermine geschockt an. Die anderen Männer starrten verblüfft, sie hatten nicht damit gerechnet, dass noch eine weitere Person hier war, die auch noch zaubern konnte.
Hermine stellte sich schützend vor Vater und Tochter. „Geht nach hinten!“, befahl sie, ohne einen Gedanken daran zu verschwänden, dass die Beiden den Todessern dort hilflos ausgeliefert wären, würde sie scheitern. Doch sie würde das schaffen.
Mr Sleeve bewegte sich ohne zu Zögern.
Ein Todessern lachte und zielte mit seinem Zauberstab auf sie. „Das hättet ihr wohl gerne! Avada....!“, setzte er an, doch weiter kam er nicht. Von hinten legten sich Hände auf seinen Kopf und rissen ihn mit einem Ruck um. Ein lautes, ekelhaftes Knacken und knirschen war zu hören und der Mann sank leblos zu Boden. Sein Genick war gebrochen.
Völlig weiß im Gesicht schaute Hermine auf den schwarz gekleideten Mann, der dies getan hatte. Mr Sleeve zog seine Tochter hinter den Tresen, denn es flogen Zauber durch die Luft, die nicht immer ihr Ziel trafen. Die restlichen Todesser konzentrierten sich jetzt voll und ganz auf den Neuankömmling, Hermine schienen sie vergessen zu haben.
Fünf gegen Einen.
Hermine feuerte einen weitern Stupor auf einen Todesser, der mit dem Rücken zu ihr stand.
Vier waren noch übrig.
Erst jetzt schienen sie wieder zu merken, dass noch eine Hexe im Raum war. Einer feuerte einen Fluch auf sie, den sie an einem Schildzauber abprallen ließ.
Währenddessen hatte der schwarz gekleidete zwei weitere ausgeschaltet. Hermine konnte nicht sehen, wie, aber auch sie sanken zu Boden.
Vergeblichen versuchte sie ihren Todesser loszuwerden. Er feuerte einen hellen Strahl auf sie ab, welcher sie an der Wange streifte und in ihr Fleisch schnitt. Hermine konnte ihn nicht lähmen, oder ihn entwaffnen, alles wehrte er ab.
Der schwarz gekleidete schleuderte, mit einem Zauber, den anderen Todesser quer durch den Raum. Plötzlich tauchte er hinter Hermines Todesser auf hielt seinen Zauberstab an dessen Hals und schnitt einen dünnen Lichtstrahl durch ihn. Der Todesser verdrehte die Augen, ließ eine Gurgeln hören und klappte dann nach hinten.
Hermine blickte auf sein totes Gesicht. Da spürte sie Blut über ihr Gesicht fließen und fühlte den Schmerz, an ihrer rechten Wange. Langsam schaute sie durch den verwüsteten Raum, auf die Todesser, von denen die Mehrheit eindeutig tot war. Dann wagte sie einen Blick auf den Mann, der ihr zu Hilfe gekommen war, dem sie in der Winkelgasse begegnet war und, da war sie sich jetzt sicher, der auch die Attentate ausführte. Sie öffnete den Mund um Danke zu sagen, scheiterte aber. Sie schaffte es nicht, nicht nachdem er so etwas angerichtet hatte.
„Alles...in Ordnung?“, fragte diese Gestallt plötzlich. Ihr wurde übel. Wieder erkannte sie Harrys Stimme, dieses Mal noch deutlicher. Aber Harry hätte nie so rücksichtslos gemordet. Sie musste ihre Tränen zurück halten.
„Mr Sleeve, Ursula?“, viel es ihr plötzlich wieder ein. Sie schaute um den Tresen rum und sah sie beide. Das Mädchen weinte an der Schulter ihres Vaters, der starr auf irgend einen Punkt zu starren schien. „Es tut mir so leid“, murmelte Hermine.
„Sie müssen hier weg“, hörte sie jemanden ganz dichte hinter ihr sagen. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass der Mann sich bewegt hatte.
„Wir bleiben hier“, meinte Mr Sleeve mit rauer Stimme und drückte seine Tochter noch näher an sich.
„Nein!“, erwiderte der Mann bestimmt. „Sie werden gehen. Sie sind hier nicht sicher, denn es kommen neue Todesser.“
„Und wo, sollen wir hin?“, brauste Mr Sleeve auf.
Der Mann drehte seinen Kopf zu Hermine. Sie konnte sein Gesicht nicht sehen, dennoch wusste sie, was er wohl meinte.
„Ihr könnt zu mir kommen. Dort seit ihr sicher.“ Als sie das Gesagt hatte, schaute Mr Sleeve verachtend an.
„Du bist eine von denen!“
„Nein“, antwortete der Mann, zu Hermine Verwunderung, bestimmt.
„Danke, ich kann immer noch für mich selbst antworten!“, zischte sie. „Aber es stimmt. Wir haben die gleichen Fähigkeiten, aber das verbindet uns noch lange nicht.“ Mr Sleeves Gesichtsausdruck blieb unverändert, nur seine Tochter schien beruhigter. „Vertraut mir, bei mir seid ihr sicher, dort wird euch niemand etwas antun.“
„Entscheiden Sie sich jetzt, sonst gehen wir!“ Der Mann wurde ungeduldig.
„Wenn Sie wir sagen, meinen Sie da auch mich?“ Egal ob es Harry war, oder nicht, sie würde ihn so unpersönlich behandeln, wie möglich.
„Allerdings“, knurrte er, „du hast hier überhaupt nichts verloren!“
Hermine sah ihn gebieterisch an und kniete sich dann zu den Muggeln nach unten. „Ich habe überhaupt keinen Grund, euch zu hintergehen.“
„Dad, lass uns mit Kathy gehen“, meinte Ursula.
Mr Sleeve antwortete nicht sofort. Er schaute Hermine in die Augen, als hoffe er, sie so als Lügnerin zu entlarven und plötzlich veränderte sich sein Blick und Hermine wusste, dass sie es geschafft hatte. „Wie kommen wir denn zu dir nach Hause? Fliegen wir auf einem Besen?“
Hermine lächelte. „Oh, Gott! Nein, ich habe gar keinen Besen, schließlich habe ich furchtbare Höhenangst.“
„Gehen wir dann endlich?“, fragte der schwarz gekleidete Mann, mit Hermines Jack in der Hand.
„Niemand hat Sie gezwungen, bei uns zu bleiben“, giftete sie und riss ihm die Jacke weg.
Als sie auf dem Weg zum Grimmauldplatz waren, konnte Ursula ihre Neugierde einfach nicht zurückhalten.
„Haben Hexen immer Warzen?“
„Habe ich eine Warze?“ Hermine schaute sie belustigt an.
„Nein, aber vielleicht hast du sie dir weggehext. Und eine schwarze Katze hast du auch nicht?“
„Nein.“
„Einen Raben?“
„Nein.“
„Eine Kröte?“
„Nein.“
„Eine Eule?“
„Nein, hätte ich aber gerne. Die sind praktisch.“
„Du hast doch Krummbein“, flüsterte der Mann ihr ins Ohr, als länger niemand mehr etwas sagte.
Hermine lief ein unangenehmer Schauer über den Rücken. „Und?“
„Damit hast du eine Katze“, stellte er fest.
„Krummbein ist aber nicht schwarz.“ Er kam ihr so fremd vor. Sie konnte nicht mehr sagen, wie oft sie sich gewünscht hatte, dass Harry niemals verschwunden wäre, aber jetzt wollte sie ihn nur noch los werden. Aber dennoch konnte sie ihn nicht einfach so gehen lassen, schließlich wollten sie sich mit ihm zusammen tun.
„Hermine?“ Ein verwirrter Ron stand vor ihnen, als sie zu der Häuserreihe kamen, wo auch der Grimmauldplatz Nr.12 war.
„Ron?“
„Was machst du denn schon so früh hier?“
„Es gab einen Zwischenfall“, meinte sie und er blickte nacheinander die Personen an, die um sie rumstanden. „Und, was machst du eigentlich hier draußen?“
„Ich wollte nur frische Luft schnappen.“
Bevor Hermine ihm eine Predigt darüber halten konnte, dass es unverantwortlich sei alleine aus dem Haus zu gehen, sagte der schwarz gekleidete etwas.
„Ich geh dann mal!“
„Halt!“ Hermine packte ihn am Arm. „Ron, nimmst du die Beiden mit ins Haus?“ Sie deutete auf Mr Sleeve und seine Tochter. „Fragen kannst du später stellen...und erzähl ihnen schon Mal, warum ich einen falschen Namen angegeben habe.“
„Aber, das sind doch Muggel!“
„Ja und? Ihr könnt ihm vertauen“, sagte sie an Vater und Tochter gewandt. Beide gingen unsicher auf Ron zu, der nicht weniger schüchtern war. Als sie durch die plötzlich erschienene Tür verschwunden waren, drehte sich Hermine dem vermutlichem Harry zu.
„Okay“, finge sie sachlich an. „Wir beide wissen, dass ich weiß, wer du bist.“
Er erwiderte nichts.
„Lupin, Tonks, die Weasleys und ich sind der neue Phönixorden und wir uns mit Attentäter zusammen zu tun. Da du, ziemlich offensichtlich, dieser Messerstecher bist, mache dir jetzt das Angebot, dass wir zusammen arbeiten.“ Sie ratterte alle ohne Pause runter.
„Seit wann, bin ich wieder du?“
Hermine ignorierte diese Frage und redete weiter. „ Ich weiß, dass du der Meinung bist, dass du das alleine machen möchtest, weil du niemanden in Gefahr bringen möchtest.“ Hermine ließ seinen Arm los, den sie, um sicher zu gehen, dass er nicht weglief, festgehalten hatte. „Ich gehe jetzt rein. Und wenn du möchtest, machst du es auch und wir arbeiten zusammen. Ansonsten, bleibt mir nichts anderes, als dir alles gute zu wünschen. Vielleicht bis gleich, Harry!“
Sie ging ins Haus und erzählte den anderen, dass sie dem Attentäter das Angebot gemacht hätte. Doch es wurde Abend und Harry kam nicht.
Als es schon sehr spät wurde, zeigte Hermine Mr Sleeve und Ursula ihr Zimmer. „Wenn etwas ist, kommt zu mir“, sagte sie noch und ging dann auch schlafen.
Sie schlief sehr schlecht und unruhig. Ständig tauchten die toten Gesichter, der Todesser, auf.
Als sie morgens aufwachte, erlebte sie eine Überraschung. Schnell zog sie ihre Bettdecke bis zu ihrem Kinn hoch.
„Guten Morgen!“, begrüßte sie Harry. Er saß auf ihrem Stuhl vom Schreibtisch, hatte die Kapuze abgenommen und sein Gesicht auf der linken Hand abgestützt. Er beobachtete sie. Immer noch hatte er die gleiche Runde Brille, die nicht wirklich zu seinem Erwachsenem Gesicht passen wollte und das gleiche schwarze Haar. „Wie habt ihr euch eigentlich unsere Zusammenarbeit vorgestellt?“
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P.S.: Kapfscenen zu beschreiben, werde ich noch ein wenig üben- bin nicht ganz so damit zufrieden.
Und schöne Ferien werde ich sicher haben^^ Danke!!!
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