
von aliena
Okay, ich habs auch mal wieder geschafft. es tut mir wirklich leid, dass es immer so lange dauert, ich gebe mir MĂĽhe aber es will halt nicht so richtig klappen naja.... ich hoffe, ihr habt SpaĂź beim lesen!
LG eure aliena^^
PS: Natürlich ein dankeschön, an meine Kommischreiber, ihr seid toll!
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Die Macht des Blutes
18. Gefangen
Wieder stand er in der heißen Sonne und starrte zu dem dunklem Fleck am Himmel empor, der sich keinen Zentimeter bewegt hatte, oder zumindest schien es so. Falls Harry mit seiner Vermutung Recht hatte, dann bewegter er sich, wenn auch sehr langsam, und das erklärte dann auch das Beben.
Es war die Magie, die gegen die Barriere prallte und dabei die Erde zum beben brachte. Für ihn war es nun mehr als schlüssig und das hatte das Buch, aus der Grimmauldplatz, bestätigt.Es erläuterte von den alten Griechen, Römern oder auch Ägyptern die Magie und einen Zauber hatte Harry entdeckt, der genau in diese Situation passte.
Die Ägypter besassen einen Zauber, der es fertig brachte, große Gesteinsbrocken fliegen zu lassen, was ab einem gewissen Gewicht nicht mehr mit Wingardium Leviosa möglich gewesen wäre. Damit hatten sie wohl ihre Pyramiden bauen können, vermutete Harry. Diese Magie war uralt, kompliziert und mächtig... viel mächtiger, als die Barriere.
Harry glaubte fest daran, dass dieser kleine Punkt im Himmel in Wirklichkeit riesig war und die Festung von Voldemort. Mit wild pochendem Herzen legte Harry sich seinem schwarzen Umhang um, damit er nicht sofort auffiel, falls jemand ihn sehen sollte, und dann holte er seinen Feuerblitz, seinen alten Besen, aus seinem Rucksack. Er war in der Besenkammer im Grimmauldplatz gewesen.
Harry setzte sich auf den Besen und stieß sich vom Boden ab. Ein angenehmes Gefühl durchströmte seinen Körper, doch er hatte keine Zeit dafür und auch eine größere Sorge. Er hoffte, dass die Festung nicht zu weit oben lag, denn Harry wusste nicht, wie hoch man mit einem Besen fliegen konnte.
Der Wind pfiff ihm in den Ohren, als er fast steil empor raste. Zu erst schien es so, als würde der schwarze Punkt sich kein bisschen vergrößern, doch dann wuchs er bei jedem Millimeter bei dem Harry sich nährte. Allmählich waren auch genauere Konturen sichtbar. Es schien, als hätte man diesen Brocken von einem Kontinent abgebrochen. Auf seiner Oberfläche war er ganz glatt und aus Stein- auf dem eine riesige massive Burg stand- und nach unten hin wurde er langsam zu einem spitzen Keil.
Harry verringerte sein Tempo, als er so dicht dran war, dass man ihn hätte erkennen können. Vorsichtig flog er ganz dicht dran, aber es war niemand da, vor dem er sich verstecken musste. Er landtete und steckte seinen Besen zurück in seinen Beutel. Die Luft ihr oben war dünn und verdammt kalt. Harry brauchte einen Moment, um sich an die besonderen Umstände zu gewöhnen und dann schritt er auf die Burg zu. Es schien fast so, als wäre sie aus diesem Gestein heraus gemeißelt worden, denn es fand ein glatter Übergang von Boden zu Wand statt.
Das gesamte Gebiet war wie ausgestorben, was in Harry ein flaues Gefühl verursachte. Er kam an die Eingangstür der Burg an. Wie angewurzelt blieb er stehen. Was nun? Einfach durch die Tür da rein spazieren kam nicht in Frage, aber sonst gab es auch keine andere Möglichkeit, zumindest nicht auf den ersten Blick. Die Mauer war sehr hoch und eignete sich nicht zum empor klettern. Harry seufzte schwer: Anscheinend musste er wieder seinen Besen benutzten, doch plötzlich hörte es sich so an, als würde ein Riegel weggeschoben. Er suchte die Gegend nach einem Versteck ab, doch es gab nichts, dass sich geeignet hätte. Um jetzt seinen Besen raus zu holen hatte er keine Zeit mehr, also rannte er schnell zum Ende der Steinplatte und hing sich dran, mit den Füßen versuchte er sich noch zusätzlich am Stein halt zu geben. Egal, wer da jetzt gleich raus kommen würde, er müsste schon genauer hinsehen, denn es würden nur Fingerspitzen zu sehen sein. Harry wagte keinen Blick nach unten, er wusste auch schon so, dass er sich in einer Höhe befand, die selbst er unheimlich fand.
Er hörte, wie das Tor geöffnet wurde. Mit einen lauten Knarren des Holzes.
Mehrere Personen traten nach DrauĂźen, oder zumindest wirkte es so.
“Cooper meinte, er hätte jemanden hier hochfliegen sehen”, sagte eine Frauenstimme. “Mit einem Besen.
“Nun, anscheinend ist dieser jemand wieder weggeflogen, oder kannst du jemanden erkennen?” Es war eine zweite Frau.
Beide schwiegen und dann meinte eine dritte männliche Person mit deutschem Akzent: “Wir sollten auf jeden Fall wachsamer sein-“
“Warte kurz!”, zischte die erste Frau. “Ich glaube hier ist doch noch jemand, ich spüre es.”
“Ja, du spürst viel, wenn der Tag lang ist. COOPER!”, brüllte der Mann und vor Schreck wäre Harry beinahe abgerutscht.
Die sollen sich beeilen!, dachte er verbissen. Seine Hände wurden trotz des Windes, der in dieser Höhe herrschte schwitzig und dadurch verlor er langsam den Halt.
Jetzt konnte er sicher sein, dass es Zauberer waren und keine anderen magischen Wesen, denn die Stimme war magisch verstärkt.
“JA?”, schrie ein weiterer Mann, der sich vermutlich auf den Türmen der Burg befand.
“HAST DU DIESEN JEMAND WIEDER WEGFLIEGEN SEHEN?”
“NICHT DIREKT, ER IST AUS MEINEM BLICKFELD VERSCHWUNDEN. RICHTUNG SÜDEN!”
“Das nächste mal, warnst du uns bitte, wenn du so eine Aktion startest”, keiften die Frauen, doch der Mann ging gar nicht darauf ein.
“Vielleicht hast du Recht, Lisa, und dieser Jemand, befindet sich immer noch hier.”
Harry lief der Schweiß über den Rücken. Jetzt war er verloren. Wie sollte er hier jemals raus kommen? Verzweifelt ging er im Kopf schon verschiedene Möglichkeiten durch, wie er aus dieser Situation heraus kommen könnte.
Zu erst wollte er versuchen, während er ab Abgrund hing, seinen Besen aus dem Beutel zu kramen und davon zu fliegen, doch nur mit einer Hand war ihm das zu unsicher und sich fallen lassen und es dann mit zwei Händen zu probieren war noch dümmer.
Es fĂĽhlte sich so an, als wĂĽrde sein Herz im Kopf schlagen.
Es kamen Schritte auf ihn zu.
Ich könnte natürlich auch einfach so schnell , wie möglich wieder hoch klettern, aber dann wäre ich ein leichtes Ziel.
Die drei kamen näher und er erwartete jeden Moment den Todessern hilflos ins Gesicht zu schauen.
Jeder deiner Pläne ist riskant und komplett für den A...oh, wäre ich bloß nicht so lange in der Wüste gewesen, dann würde ich mich nicht so kaputt fühlen und wäre stärker.
Harry spĂĽrte das leichte Vibrieren, der FĂĽĂźe die auf Stein trafen, an seinen Fingern.
Was machst du jetzt, Potter?!
Sie wĂĽrden ihn bestimmt gleich entdecken und dann war es eh aus.
Tu was!
Tu was!!
Tu was!!!
Drängte eine Stimme energisch in seinem Kopf, doch er konnte sie nicht richtig hören, sie wurde vom lauten Donnern seines Pulses übertönt.
Lass dich fallen. Versuch es!
Eine Frau, gab einen Laut von sich und wie aus einem Reflex heraus spannte Harry seine Muskeln an und Sprang mit einem Ruck hoch, über die Kante und prallte mit drei Gestallten zusammen. Sie gingen zu Boden, während er es schaffte sich abzurollen und sofort wieder auf die Beine zu kommen; wenn auch nur mit größter Mühe.
Alle seine GliedmaĂźen brannten wie Feuer und als er seinen Zauberstab in der Hand hielt, zitterte er heftig. Er feuerte einen Fluch auf die am Boden liegenden, doch er schlug fehl. Die eine blonde Frau hatte ein Schild herauf beschworen.
Niemand von ihnen verdeckte sein Gesicht. Eine dunkelhäutige Frau, eine blonde und ein etwas dicklicher Mann mit Halbglatze, doch auch er war flink.
Die drei hatten sich schnell wieder gefasst und hatten sich vor Harry aufgestellt. Im nächsten Moment schleuderten sie Hunderte von Flüchen von sich.
Von einigen konnte er die Flugrichtung änderten uns sie prallten gegen die Mauer der Burg, doch es kamen immer mehr dazu und so versuchte er ihnen so geschickt, wie möglich auszuweichen. Ein Zauber traf ihn dann aber doch mitten in die Brust und er wurde zurück geworfen. Schnell war er wieder auf den Beinen und beschwor einen Zauber, der dafür sorgen sollte, dass alle drei Todesser zu Boden gehen, doch sie sprangen einfach drüber hinweg.
Die zweite, dunkle Hexe, machte mit ihrer Zauberstabhand eine wegwerfende Handbewegung und eh Harry sich versah, wurde er von einer unsichtbaren Kraft mit dem RĂĽcken gegen die Mauer geschleudert. Sein Kreuz schmerzte und durch die Wucht des Aufpralls prasselte Staub auf ihn nieder. Keuchend rutschte an der Wand hinab. FĂĽr einen Kurzen Augenblick war ihm schwarz vor Augen geworden und als er Wahrnehmung wiedererlangte, wurde ihm der Zauberstab aus der Hand getreten.
Harry sah hinauf in das Gesicht eines Mannes im mittlerem Alter. Er empfand es als erniedrigend. Jetzt wĂĽrde er vermutlich sterben, wegen nur drei Todessern.
Der Mann richtete den Zauberstab auf ihn, aber anstatt, dass ein Todesfluch aus der Spitze ausbrach kamen Seile, die Harry umschlangen und fesselten. Er wurde ruckartig hochgezogen.
“Öffnet das Tor”, sagte der Mann an die beiden Frauen gewandt.
“Willst du nicht erst mal wissen, wie sein Gesicht aussieht?”
“Dafür haben wir nachher vor dem Meister auch noch Zeit.” Er grinste Harry dreckig an. “Ich hoffe die Seile sind nicht zu straff?”
Doch, was waren sie, aber Harry antwortete nicht. Wie konnte er sich nur von so einem Kerl ĂĽberrumpeln lassen.
Er wurde unsanft in das Innere der Burg gestoßen. Das Tor schloss sich und Harry war von völliger Dunkelheit umschlossen.
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Hermine sass auf ihrem Bett und rieb sich die Stelle am Arm, wo Harry sie vor wenigen Minuten festgehalten hatte. Ein roter Striemen zog sich einmal drum herum.
Sie dachte daran, was er ihr hinterhergerufen hatte.
Ich liebe dich auch, Hermine!
Die eine Seite in ihrem Körper war der Auffassung, dass es wirklich nur ein Scherz gewesen war, um ihre Aussage- dass sie ihn hasse usw.- zu beantworten, doch die andere Seite glaubte daran, dass er es ernst meinte und es nur hinter einem Scherz versteckt hatte.
Sie blickte auf, weil sie glaubte beobachtet zu werden. Und tatsächlich.
Ginny stand im Türrahmen und musterte sie. “Alles in Ordnung?”, fragte sie besorgt und ging auf sie zu, um sich neben sie aufs Bett zu setzten.
“Ja”, antwortete Hermine schnell und wollte die rote Stelle unter ihrem Ärmel verstecken, doch Ginny hat es bemerkt.
“Was ist das denn?” Sie packte Hermine Arm legte ihn wieder frei. “Wie hast du das denn gemacht?”
Hermine wusste, dass es keinen Sinn hätte sie zu belügen, also sagte sie: “Harry ist wieder verschwunden.”
Ginny hob die Augenbrauen und wirkte sogar etwas schuldbewusst.
“Was?”, fragte nun Hermine.
“Das war doch klar. Hat er das nicht gestern gesagt, dass er möglichst nur einen Tag da bleiben möchte....ist dein Arm wegen ihm rot?” Wollte sie schnell das Thema wechseln.
“Ja.... warum bist du so nervös?”
“Bin ich doch gar nicht”, entrüstete die rothaarige sich.
“Das bilde ich mir doch nicht ein. Ich kenne dich, Ginny!”
Hermine wartete darauf, dass ihre Freundin was sagte, doch die schien einen inneren Kampf mit sich zu fĂĽhren.
“Ich war gestern Nacht bei ihm”, sprudelte es plötzlich aus ihr heraus.
Hermines Herz setzte kurz aus.
Deswegen wollte er die Tür nicht richtig öffnen, schoss es ihr durch den Kopf. Sie schaute Ginny an, für die es wohl eine Art Geständnis gewesen sein muss.
“Ich war da, um mit ihm zu sprechen. Wie es ihm geht, wo er war, was er vor hat. Zuerst wollte er mich los werden, doch dann hat er mich in sein Zimmer gelassen. Ich konnte erfahren, dass er nach dem Versteck von Voldemort suchte, aber wo er das genau gemacht hat wollte er mich nicht sagen. Und dann haben wir noch über andere Dinge gesprochen...”
“Und über was?”, rutschte es Hermine raus, bevor sie nachgedacht hatte, vielleicht war das etwas zu neugierig.
“Ich habe ihn nur gesagt, wie weit der Vielsafttrank ist, weißt du. Naja, und dann kamst du plötzlich. Es war sehr nett von dir, ihn Essen zu bringen.”
Immer noch, konnte Hermine ihre Stimme nicht einordnen. War sie eifersüchtig oder schuldbewusst, aber welchen Grund hätte sie dafür?
“Ich habe ihm das nur gebracht, weil ich mir erhofft hatte, zu erfahren, wo er sich rumgetrieben hatte, also doch nicht so nett.” Sie seufzte. “Wie ich schon sagte, war ich vorhin auch bei ihm. Er wollte wieder abhauen, ohne mir Bescheid zu sagen und ich wollte mit, hab ihm sogar gedroht, ihn zu verhexen...und diesen roten Streifen hier, hab ich bekommen, als er mich festgehalten hat, um mich zu entwaffnen...Ginny, was ist mit dir?!”
Die rothaarige sah so bedrĂĽckt aus, wie es Hermine noch nie gesehen hatte.
“Ich wollte mit ihm auch etwas anderes besprechen”, meinte Ginny. “Ich wollte ihn fragen, ob wir jemals wieder eine gemeinsame Zukunft haben”, sie stockte und schluckte mehrmals. “Aber plötzlich standst du vor seiner Tür und dann konnte ich es nicht mehr. Hermine, wir sind doch Freunde?”
“Natürlich!” Was sollte diese Frage.
“Dann verzeih mir, aber...du würdest mir doch sagen, wenn ihr eine Affäre hättet?”
Hermine wollte schon sofort bejahen, doch die Worte blieben ihr im Halse stecken. Würde sie es sagen, wenn etwas zwischen ihr und Harry wäre? Sie wusste es nicht. Statt dessen sagte sie: “Ginny, wir haben keine Affä...”
“Ich wäre dir nicht mal böse, wenn es so wäre!” Sie war den Tränen nahe. “Du bist erwachsen und hast auch Bedürfnisse und wenn die nicht bei meinen Brüdern befriedigt werden, bleibt ja nur Harry-“
Bei ihren Worten spürte Hermine, wie die Röte in ihr Gesicht stieg.
Ginny schluckte und lachte plötzlich. “Es sei denn, du stehst auf ältere, verheirattete Männer oder auf verdreckte Todesser, die im Keller hocken.”
Auch Hermine musste lachen.
“Ich wünsche mir nur, dass Harry glücklich wird und wenn er es mit dir wird, dann ist das so.”
“Ach, Ginny”, seufzte Hermine und drückte ihre Freundin an sich. “ So weit wird es nie kommen.” Sie wusste, dass sie nie was mit Harry haben würde, solange Ginny ihn noch liebte und sie würde auch nie versuchen sich an ihn ran zu machen....
Die rothaarige drückte sie von sich weg. “Tut mir leid”, sagte sie und strich sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht. “Genau das wollte ich vermeiden. In dieser Zeit, muss man Stark sein.”
“Was wolltest du vermeiden?”
“So einen Gefühlsausbruch. Viele Menschen machen viel schlimmeres durch und zeigen es dennoch nicht.”
“Aber das spricht doch nur für dich, dass du noch ein Mensch bist. Viele sind bloß so abgestumpft, dass sie diese Fähigkeit verlernt haben und eigentlich für immer verloren sind.”
Ginny schüttelte den Kopf. “Keine Gefühle zu haben, muss ein großer Segen sein, besonders in so einer Zeit.”
Hermine wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Sie war geschockt. Schnell wandte sie sich ab und widmete sich ihrem Zaubertrankkessel. Ginny beobachtete sie noch, doch dann verlieĂź sie das Zimmer.
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