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Fanfiction

Die Macht des Blutes - ZurĂĽck auf die Erde, zurĂĽck unter die Erde

von aliena

Hey Leute,

Es hat mal wieder länger gedauert, als geplant. Und da ich vermute, dass man das letzte Kapitel so gut, wie vergessen hat, kommt hier eine kleine Zusammenfassung, um das wichtigste grob wieder in die Erinnerung zu rufen:

Harry glaubte sich bei Todessern gefangen und vermutete deren Versteck auf einer schwebenden Steinplattform in der Wüste entdeckt zu haben, doch er lag falsch. Er wurde wegen einem Missverständnis dort festgehalten, da man ihn ebenfalls für einen Todesser hielt.
Während dessen, war der Wahrheitstrankrank so weit, dass man ihn Draco verabreichen konnte, doch auch das ging schief und er starb, sobald die ersten Tropfen des Trankes ihn berührten, auf Grund eines Fluches, der über ihn und alle anderen Gefolgsleute Voldemorts gesprochen wurde.

Sooo, und natürlich möchte ich Forrest danken

Die Macht des Blutes


21. ZurĂĽck auf der Erde, zurĂĽck unter die Erde


“Vertrauen ist hier sehr wichtig, besonders hier und in dieser Zeit.”
“Gut zu wissen…”
“Ja, können wir dir vertrauen?” Salvatore Gaetani, der Anführer, wie Harry ihn immer in Gedanken nannte, hob fragend eine Augenbraue. Sie standen sich gegenüber, viele andere um sie rum.
“Ich habe die Wahrheit gesagt”, antwortete Harry.
“So scheint es, aber das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Du bist Harry Potter, ja daran gibt es keinen Zweifel, aber was machen wir jetzt. Wärst du ein Todesser, was du vielleicht bist, wäre alles einfacher.”
“Ich bin kein Todesser”, knurrte Harry. “Warum sollte ich auf der Seite des Mannes sein, der mich töten möchte?”
“Diese Zeit ist seltsam. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, wenn sie denn je existierten, verschwimmen immer mehr und Vertrauen ist nur noch selten zu finden.”
“Ich würde nie auf der Seite der Todesser kämpfen, nicht auf der Seite von Voldemort.”
Gaetani faltete die Zeitung mit Harrys Foto zusammen.
“Mir kann man vertrauen, aber kann man auch euch vertrauen? Wer seid ihr und was macht ihr hier?” Harry schaute ihn geradeheraus an.
“Wir sind Zauberer aus der ganzen Welt. Eine Zusammenkunft, die sich gegen die schwarze Magie zusammen getan hat. Wir bekämpfen den dunklen Lord und seine Anhänger, damit er sich nicht noch über Großbritannien hinaus ausbreiten kann und irgendwann vielleicht ganz verschwindet.”
“Dann kämpfen wir für eine gemeinsame Sache”, stellte Harry fest.
“Vielleicht, vielleicht auch nicht.”
Harry spannte seine Kiefermuskeln an. Dieser Mann regte ihn auf. Er wollte von hier weg, doch er konnte nicht gehen und während sie hier standen und über “Vertrauen” faselten, ging ihm wertvolle Zeit verloren. Jeder Tag war kostbar. Wer wusste schon, was alles in England geschehen war? Eine Woche war er hier gewesen. Eine Woche! Dabei sollte es doch nur einen Tag dauern. Er war erschöpft, hatte kaum noch Nerven sich so einer unsinnigen Unterhaltung zu stellen.
“Bringt ihn zurück in die Festung”, hörte er Gaetanis Stimme.
“Nein!”, rief Harry aufgebracht. “Ich werde nach Hause gehen zu meinen Freunden. Auch wir kämpfen gegen dunkle Magie und sie erwarten mich schon lange zurück. Ich bin kein Todesser, ich werde euch nicht verraten und werde bestimmt auch nicht zurückkommen, um euer Versteck zu verraten!”
“Du hast mich nicht aussprechen lassen, Auserwählter. Du wirst zurück in die Festung gebracht, wo du deine Sachen überreicht bekommst und dann verschwinden kannst.” Noch einmal funkelte er Harry mit seinen schwarzen Augen an und schritt dann an ihm vorbei.
Harry schluckte und blickte ihm erschöpft hinterher.
“Komm mit!”, brummte Ben und führte ihn zusammen mit Nora in die Festung. Fassungslos bekam Harry seine Sachen, seinen Rucksack, Besen und Zauberstab, zurück. Er sagte nichts, nahm die Gegenstände einfach an sich.
“Du findest hoffentlich alleine hier raus!”, sagte Ben und ging weg.
Nora blieb. “Ich werde dich nach Draußen bringen.”
“Und das wars?”, wollte Harry wissen. “Ihr haltet mich eine Woche in einem dunklem, dreckigem Loch fest. Ich habe geglaubt von Todessern gefangen gehalten zu werden und habe noch vor wenigen Minuten eine ordentliche Tracht Prügel bekommen, mein Gesicht schmerzt immer noch. Und nun soll ich einfach so verschwinden und vergessen, dass es noch andere gibt, die Voldemort bekämpfen?”
Nora nickte. “Das musst du, ja”, antwortete sie knapp.
“Es wäre besser, wenn wir uns zusammen tun könnten. Zusammen wären wir stärker, vielleicht könnten wir diese Sache schon beenden…”
“Dazu kann ich nichts sagen. Wir sind noch nicht so weit und ihr, wer immer ihr auch seid, auch nicht. Es wird noch Jahre dauern, bis es so weit ist. Es ist eh ein Wunder, das Salvatore nicht dein Gedächtnis gelöscht hat”, fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu.
“Ja, ein Wunder”, brummte Harry. Er folgte Nora durch die Gänge. Erst jetzt kroch die Müdigkeit noch stärker in seine Glieder. Der Besen lag tonnenschwer in seiner Hand und er hatte Schwierigkeiten seine Füße zu heben.
“Vergiss besser von alleine, dass du uns gefunden hast. Auf Wiedersehen!” Das Holztor schloss sich langsam und Harry stand völlig alleine auf der riesigen Steinplatte. Der Wind pfiff ihm in den Ohren und er zog sich seinen, inzwischen muffigen, Umhang an, dann stieg auf den Besen und stieß sich kraftvoll ab.

_____________________________________________


“Vielleicht sollten wir etwas sagen, irgendetwas”, flüsterte Ron und schaute auf die umgegrabene Erde, die unter sich die tote Hülle von Draco Malfoy trug.
Er sah traurig aus, wie Hermine fand. Alle machten keinen besonders heiteren Eindruck und schienen angespannt. Sie standen im Dunklem eines Parks, hätten jeden Moment auffliegen können und obwohl niemand viel über Draco wusste, wollten doch alle ein Paar Worte finden.
“Wir haben leider keine Zeit dafür, aber wir sind uns einig, dass wir es uns anders gewünscht hätten und, dass auch Draco es nicht verdient hat so zu sterben”, antwortete Lupin ebenso leise. “Es ist zu gefährlich hier noch länger zu stehen, wir sollten lieber so schnell wie möglich wieder umkehren.”
Es waren nicht alle mitgekommen. Nur Ginny, Hermine, Ron, Lupin und Mr. Weasley.
Hermine hoffte, dass niemand Draco finden würde und, dass sie jetzt alle wohl behalten zurück fanden. Die Nacht war eisig kalt und ein leiser Wind pfiff zwischen Häusern hindurch.
“Er hat das nicht verdient”, sagte Ginny plötzlich.
Hermine sah sie von der Seite an und nickte langsam. “Das stimmt.” Sie und Ginny fielen etwas von den anderen zurück. “Auch, wenn er oft-”
“Missverstanden war”, beendete Ginny.
“Vielleicht… auch, wenn es nicht mein erster Gedanke war.”
“Eigentlich konnte er einem nur leid tun. Egal, was ich über ihn zu wissen glaubte, es war falsch. Das musste ich feststellen…”
Sie betraten den Grimmauldpaltz und jeder ging in eine andere Richtung. Lupin und Mr. Weasley gingen in die Stube. Ron, Ginny und Hermine gingen jeweils in ihr eigenes Zimmer.
Hermine legte ihre Jacke ab und setzte sich auf das Bett. Ihr Blick fiel auf den Kessel, wo sie den Wahrheitssafttrank drin gebraut hatte. Sie vergrub das Gesicht in den Händen. Sie wollte weinen, schluchzen, leiden… doch es kamen ihr keine Tränen. Dabei hat sie es doch eben noch gekonnt, wieso nicht jetzt?
Wieder wünschte sie sich, dass sie ein kleines Kind wäre, dass in den Armen seiner Eltern Trost finden konnte, doch so einfach war das nicht. Auch jetzt könnte sie zu irgendjemanden in diesem Haus gehen und eine Umarmung bekommen, dass würde aber nicht reichen. Es hätte genau die gleiche Wirkung, wie sich alleine in den Schlaf zu wiegen und zu hoffen, dass alles anders würde, wenn sie aufwacht.

Sie war in ihren Klamotten eingeschlafen und stand so auch am nächsten Morgen auf. Sie fühlte sich wie betäubt und auch, als sie ihre Zimmertür öffnete und plötzlich Harry vor sich sah fühlte sie nichts, obwohl sie erleichtert sein sollte ihn lebend zu sehen. Er sah schrecklich aus. Seine Augen waren geschwollen vor Erschöpfung, seine Haare waren voller Sand, so wie seine Klamotten die an einigen Stellen zerrissen waren und seine eine Gesichtshälfte war geschwollen, soweit man das durch sein unrasiertes Gesicht erkennen konnte.
“Hallo”, krächzte er.
“Auch wieder da”, erwiderte Hermine nur erschöpft.
Harrys Augenbrauen zogen sich zusammen. “So scheint es, ja.”
Sie nickte und ging an ihm vorbei nach unten, wo sie sich zu den anderen in die KĂĽche setzte. Jeder hing seinen eigen Gedanken nach, was Hermine mehr als begrĂĽĂźte. Sie richtete grimmig ihren Blick auf die Tischplatte.
Eine Hand an ihrer Schulter lieĂź sie aufschauen.
“Es ist nicht deine Schuld”, sagte Lupin. “Keiner von uns hat das. Niemand konnte hervorsehen, dass so etwas geschieht.”
Dafür, dass niemand etwas für Dracos Tod konnte, sahen aber alle sehr schuldbewusst aus, fand Hermine, aber sie nickte nur und versuchte ein Lächeln, was ihr auch gelang.
Die Stunden vergingen und Hermine musste feststellen, dass die Wände immer näher kamen. Sie musste raus und gab den anderen Bescheid, dass sie einen Spaziergang machen würde; Ron wollte mit ihr kommen.
Sie gingen eine Weile und Hermine sog die kĂĽhle Luft gierig ein.
“Wo meinst, war Harry?”, fragte Ron plötzlich.
“Vermutlich wieder in der Wüste, so wie er aussah. Ist aber eigentlich auch egal…”
“Hoffentlich hat das alles bald ein Ende.” Er seufzte.
“Das hoffe ich auch, egal wie.”
“Wie meinst du das?”
“Verstehe mich bitte nicht falsch”, begann Hermine, “natürlich möchte ich, dass Voldemort besiegt wird, doch… ich weiß auch, dass es so gut wie aussichtslos ist. Sollte es zu einem Kampf kommen, dass würde es wohl wir gegen das gesamte Land heißen.”
“Aber wir haben Harry und… dich! Ich kenne niemanden, der so intelligent ist, wie du!”
Hermine schüttelte den Kopf. “Ron, bitte! Du kannst doch nicht wirklich so naiv sein! Selbst, wenn Harry so gut ist und selbst, wenn ich so schlau wäre, wie du behauptest, ja selbst, wenn wir alle richtig gut wären, würde das nicht ausreichen. Egal wie lange wir uns vorbereiten. Ich wäre schon froh, wenn wir nur die ersten, kleinen Schritte in eine bessere Zukunft machen könnten, so dass andere, eine spätere Generation unsere Arbeit erfolgreich beenden können.”
“Das tun wir schon”, sagte Ron. “Und ich bin mir sicher, dass wir mehr, als nur die ersten Schritte in eine richtige Richtung schaffen!” In seiner Stimmer war so viel Zuversicht, dass Hermine ihn einfach umarmen musste.
“Ach”, seufzte Hermine. “Deinen bedingungslosen Optimismus müsste man haben!”
“Nein, Hermine, hör zu! Ich weiß, dass wir es können! Wir müssen nur zusammenarbeiten!”
Sie löste sich von ihm und versuchte seine Augen unter den dunklem Schatten seiner Kapuze zu finden. “Vielleicht scheitert es gerade daran”, meinte sie schließlich. “Denn, wenn Harry weiterhin der Meinung ist, dass er uns nicht in Gefahr bringen darf…”
“… Können wir uns gleich den Todessern stellen”, beendete Ron den Satz und Hermine nickte.
“Das würde ich auch behaupten.”
“Klasse Aussichten!”
Sie machten sich wieder auf den RĂĽckweg und als sie in der Eingangshalle des Grimmaulplatztes befanden hielt Ron Hermine nochmals fest.
“Ich weiß, dass es kein sonderlicher Trost für dich ist, wenn ich dir das sage, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich alles dafür tun werde, dass du ein friedliches Leben führen kannst!”
“Doch, etwas beruhigend ist es schon”, sagte Hermine und schlang ihre Arme um ihn. “Danke”, nuschelte sie gegen seine Brust und schloss die Augen.
So umschlungen standen sie eine Weile, bis ein Geräusch sie aufhorchen ließ.
Es war Harry, der am FuĂź der Treppe stand.
Ron und Hermine schauten ihn an.
“Ich bin wach”, sagte Harry schließlich wenig geistreich.
“Das sehen wir, man…”, antwortete Ron und runzelte die Stirn.
“Wo wart ihr?”
“Wir waren spazieren.”
Hermine wusste, dass Harry liebend gern wieder gesagt hätte, wie leichtsinnig dies doch gewesen war, doch er schluckte seine Worte runter. “Schön, dass ihr wohlbehalten zurück seid!”

__________________

Ich wĂĽrde mich ĂĽber ein Kommi freuen. LG aliena
















                   


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