
von -Viggo--
Dr. Glitz hatte gerade das Formular komplett ausgefüllt da öffnete sich erneut die Tür,
eine schwarzhaarige Krankenschwester trat ein.
„Ah Svenja, Pünktlich auf die Minute.“ grinste der Doc.
„Eh jaaa, ich bin gekommen um Katharinas Akte zu holen, fürs Archiv“ antwortete diese.
„Sicher, doch hier ist sie“ meinte Dr. Glitz und reichte ihr die Akte.
Svenja schaute kurz auf das Namensschild: Katha Scarean
Als sie plötzlich von ihrem Chef abgelenkt wurde:
„Bäääääääh, kalt ist dieses Zeug wirklich ungenießbar, verdammt.“ Ekelte sich der Arzt und schüttete den Rest des kalten Kaffees in den Ausguss.
„Tja selber Schuld.“ meinte Svenja grinsend. „ich bring die Akte ins Archiv, bis später.“
Auf dem Weg ins Archiv überflog sie die Akte, Impfung Aktiv, sehr gut.
Das verschaffte ihr noch Zeit.
Die Aufzugtüre öffnete sich, und gleißendes Licht auf der hellen Eingangshalle viel Katha in die Augen. Eine Hand schützend vor ihre Augen halten schritt sie aus dem Fahrstuhl.
Sie ließ ihren Blick einmal durch die Halle gleiten und fand schließlich Marion in einer Sitzgruppe sitzend, und in einem langweiligen Magazin herumblätternd.
Marion blickte auf, und sprang direkt auf als sie Katha heran schreiten sah.
„Und? Wie ist es gelaufen? Bist du gesund?“ fragte sie auch schon ganz aufgeregt.
„Der Typ hat mir nur etwas Blut abgenommen und direkt untersuch. Und jaaaa ich bin gesund“ antwortete Katha leicht gereizt. Ihre Ziehmutter konnte schon mal ganz schön überfürsorglich sein.
„Muuuuuuum können wir nicht noch was shoppen gehen, jetzt wo wir schon mal hier sind?“
„Klar hast du etwa gedacht wir fahren nur wegen so einer duseligen Untersuchung extra nach Berlin. Komm lass erstmal ein Eis essen, hier drinnen ist die Klimaanlage ausgefallen und ich brauch dringend eine Abkühlung.“
Also schritten „Mutter und Tochter“ durch den Ausgang Richtung Einkaufsstraße.
Und machten sich auf die Suche nach einer netten Eisdiele.
Sie bekamen nicht mehr mit wie kurz nach ihnen eine Schwarzhaarige Frau aus dem Krankenhaus schritt und anscheinend jemanden suchte, und auch fand.
Nun liefen Katha sowie Marion beide mit einem leckeren Eis in der Hand durch die belebte Einkaufsstraße, vorbei an allen möglichen und nicht möglichen Geschäften.
Doch eines stach Katha besonders ins Auge.
Wie hypnotisiert blieb sie inmitten der Straße stehen, was die Folge hatte, dass die geschäftigen Leute plötzlich einen Bogen um sie machen mussten, und sie ihr und da angerempelt wurde. Dies störte sie aber nicht im Geringsten. Viel lieber starrte sie auf das Schmutzige Schaufenster von „Alfreds Antiquitäten seit 13 n.M.“
Wie durch einen Zauber blieb der Blick auf jenes Geschäft frei.
Katha sah sich um ihre Mutter war bei einigen Kleidungsständern eines Modegeschäftes stehen geblieben und musterte skeptisch ein schwarzes Top.
In anbetracht dessen, dass ihre Ziehmutter erstmal das Fehlen von Kathe nicht bemerken würde, schlängelte sie sich zu dem Antiquitätenladen.
Je näher sie dem Handel kam, desto mehr machte der Laden einen verwahrlosten Eindruck,
die Tür hing nur noch in einer Angel, die alte Gaslampe die an der Wand angebracht war, hing umgekehrt in ihrer Fassung, ein Wunder war es nur noch das die Fenster nicht eingeschlagen waren.
Sie trat auf die hölzerne Tür zu, und drückte sie sanft nach innen auf.
Die flog jedoch direkt aus der letzten Angel und viel mit einem ohrenbetäubenden Krachen auf den Boden.
Und eine riesige Staubwolke bahnte sich ihren weg an die frische Luft.
Katha drehte sich schnell nach außen um, um nicht alles ins Gesicht zu bekommen, und bekam noch mit wie der Staub an ihr vorbei wehte.
Der allgemeinen Bevölkerung schien das umfallen einer Türe wohl egal zu sein, denn die liefen immer noch an ihr vorbei als sei nicht gewesen.
Katha drehte sich wieder um, und spähte in den Laden.
Der Staub hatte sich noch nicht ganz gelegt, die einzelnen Flocken reflektierten die wenigen, durch das schmuddelige Fenster, einfallenden Sonnenstrahlen.
Die ganze Szene hatte durch diesen Effekt irgendwas Mystisches an sich.
Ihr Blick wanderte durch das Geschäft. Die Regale waren alle leer. Alles leer geräumt, geplündert. Katha sah sich die Regale genauer an. Eine zentimeterdicke Staubschicht lag auf den Auslageflächen, und doch wo früher vermeintlich die Ware gestanden hatte, war sie unwesentlich dünner.
Sie sah die Regalreihen entlang, leer, nichts was ihr die Geschichte dieses Ladens erzählen konnte. Die Plünderer hatten gründlich gearbeitet.
Doch dort, ganz am ende des Regals, wo schon das Schaufenster anfing, war die Staubschicht, Kreisförmig etwas angehoben. Sie schritt auf die Raumecke zu, und pustete einmal kräftig um den gröbsten Staub zu entfernen.
Auf dem Regalbord lad ein braunes Tuch, über etwas anderes gelegt, um dieses zu verbergen.
Was anscheinend auch funktioniert hatte, denn es war der einzigste noch vorhandene Verkaufsgegensand hier.
Mit zitternden Händen zog sie das Tuch von dem Objekt, und war enttäuscht als sie nur eine alte Steinschale sah. Welche mit den verschiedensten Symbolen verziert war.
Katha nahm die Schale mit ihrer mit dem Tuch umschlungenen Hand.
Nicht um ihre Hand zu schützen, sondern eher um das Schälchen vor ihrer Hand zu schützen, es sah so zerbrechlich aus.
Sie wickelte das Tuch um die Schale und steckte sie in ihre Handtasche. Besonders darauf bedacht einen stoßfreien Ort ihrer Tasche zu finden.
Sie sah sich weiter um. Bis ihr in einer der hinteren Ecken ein Lichtstrahl auffiel.
Der wohl durch ein Fenster um die Ecke viel. Neugierig auf weitere verborgene Schätze ging sie um die Ecke und was sie dort fand war auf keinen fall ein Fenster.
Es war ein Loch
Ein Loch welches Gradewegs einen Blick auf eine Lange, altmodische Gasse freigab.
Verwundert stieg sie durch das Loch um die Gasse zu begutachten.
Sie war menschenleer, und hier und da waren Löcher im Boden, einige nur etwa Faustgroß andere dafür das Locker ein Van hinein gepasst hätte, Bombenkrater schoss es ihr durch den Kopf, sie wunderte sich nur Warum die Häuser ringsum nicht die kleinste Macken aufwiesen, mit der Ausnahme das sie der Zeit entsprechend aussahen. Diese Gasse musste uralt sein, denn Katha hatte einen Laden entdeckt der Schreibfedern verkaufen sollte, wäre er nicht verwaist wie alle anderen Geschäfte, wie Katha schnell merkte.
Katharina ging die Straße, sich um die Krater herumschlängelnd, weiter entlang.
Grade als sie ein riesiges weißes Gebäude, mit einer Bronzenen Tür erspäht hatte, machte es
KNACK unter ihren Füßen. Und ihr linker Fuß sank um mehrere Zentimeter ein.
Wie in Zeitlupe sah Katha auf ihre Füße, und erkannte mit schrecken die Risse dich sich unter weiteren Knacken sternförmig von ihrem Fuß ausbreiteten.
Und da merkte die auch schon wie sie buchstäblich den Boden unter den Füßen verlor.
Zu den Reviews:
@Vivie Black: tjaaa hatte ich auch vor, aber Magie wird es definitiv noch geben...
@all: THX für eure Kommis
ach ja ich hoffe ich komme euren wünschen nach Längeren Kapiteln nach, dieses Kapitel ist mir auch irgendwie leichter gefallen...
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