
von Sisilia D.S.
Und nun kommt das vorletzte Kapitel dieser kurzen FF. Nun eigentlich ist es das letzte Kapitel, danach folgt nur noch ein Prolog.
Ich bin gespannt, wie euch dieses doch sehr emotionale Kapitel gefallen wird und ich freue mich dann auch auf eure Meinung !!!
Eure Sisilia
Kapitel 7 Superkalifragelistigexpialigetisch
Samstag 26 Juli
Wir waren im Park, waren dort spazieren und unten bei der alten Steinstatue, die keinen Kopf mehr hatte, haben wir uns versteckt und stundenlang geknutscht.
Na ja, vielleicht waren es keine Stunden, aber es war so schön.
Schade, dass er morgen nicht kann. Wenn seine Eltern wenigstes Kirchgänger wären, könnten wir uns dort ja sehen.
Er will mit mir am Donnerstag wieder zu dem leeren Haus gehen.
Ich überlege, ob ich diesmal nicht sogar bis zum Morgen mit ihm dort bleiben soll. Die Zeit geht immer so schnell vorüber, wenn wir zusammen sind und wenn ich zuhause bin, kriecht sie wie eine Schnecke, die gegen den Wind antritt.
Versuche mir die Zeit mit lernen zu vertreiben oder mit Briefe schreiben. Er meinte er würde auch lernen, weil nächstes Jahr die ersten großen Prüfungen sind.
Ich bin so froh, dass er mir in Zaubertränke immer so viel hilft, ich wette ich wäre nicht mal halb so gut, ohne seine Hilfe. Sluggy ist ja immer so begeistert von meinem Können. Wenn der wüsste.
Ich will, dass endlich Montag ist!!! (wieder folgen anstatt der Ausrufezeichen Herzchen)
Erneut trank Severus einen großen Schluck aus dem Weinglas und strich dann mit den Fingerkuppen über die leicht verschnörkelte Schrift, die er unter Millionen herauskennen würde. Jeder Buchstabe war irgendwie besonders. Zeichnen konnte Lily wirklich gut, was die kleinen Bildchen in ihrem Tagebuch bewiesen. Überall wo freie Ecken waren, fanden sich Blümchen, Schmetterlinge, ja sogar kleine fliegende Feen. Auch mal der Kopf eines Hundes blickte neugierig von einer Ecke.
Montag 28 Juli
Haben heute eine tolle Stelle am Fluss entdeckt. Dort kommt so gut wie keiner hin. Jedenfalls sah es dort so aus, als würde da keiner hinkommen. Es war alles zugewachsen, doch als wir Stimmen hörten und durch das hohe Schilf schlichen, um uns zu verstecken, entdeckten wir den Platz. Direkt am Fluss. Man kann bis ans Wasser heran und doch ist man durch das Schilf und was da noch so wächst, nach allen Seiten abgeschirmt.
Es war toll, und wir sind den ganzen Nachmittag dort geblieben. Sev hat mit mir ein bisschen gelernt und wir haben über Berufswünsche geredet. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, was ich mal werden möchte. Aber wir haben ja nächstes Schuljahr auch Berufsberatung, vielleicht finde ich da meinen Traumjob.
Noch drei Mal schlafen … (Hier war ein sehr schönes Herz gemalt, an dem sie bestimmt länger gezeichnet hatte.)
Dienstag 29. Juli
Wieder ein wundervoller Nachmittag
Haben uns erneut am Fluss getroffen, und waren dann sogar schwimmen gegangen. Der arme Severus hat einen leichten Sonnenbrand am Rücken bekommen, weil wir in der Sonne liegend eingeschlafen waren. Ich hatte glück, weil über mich bald Schatten gefallen war, er nicht. Ich hoffe er kann auch auf dem Bauch schlafen. Werde morgen dran denken und eine Sonnencreme einpacken.
Mittwoch 30 Juli
Verdammte Kacke. Es hat heut Nachmittag angefangen so heftig zu gewittern, dass wir beide klatsch nass geworden sind. Bei mir war das nicht so schlimm, ich bin heim und hab mich umgezogen, meine Eltern haben nicht mal groß nachgefragt. Doch Sev musste wieder trocken sein, bevor sein Vater heimkam.
Haben uns deshalb schon früher auf den Weg nach Hause gemacht.
Bitte lass ihn so davon kommen.
*****
Leider war es Severus nicht ganz gelungen seinen Ausflug vor seinem Vater geheim zu halten und bevor Tobias Snape nachfragte, warum seine Sachen nass waren, bekam er erst mal eine Ohrfeige.
Zu seiner Überraschung hatte ihn schließlich seine Mutter - die wusste, dass er nachmittags immer herumstreunte - in Schutz genommen und gesagt, dass sie ihn Brennholz hatte sammeln geschickt.
Das schien seinen Vater wieder einigermaßen zu besänftigen, vor allem, weil wirklich neues Holz in der Küche lag. Schuldbewusst und dankbar zugleich blickte Severus zu seiner Mutter und beschloss ihr morgen wirklich zu helfen, wo er nur konnte.
*****
Donnerstag 31Juli
Seit dem Mittag sitze ich wie auf glühenden Kohlen. Tunie nervt mich die ganze Zeit und führt mir immer neue Variationen ihres Outfits vor.
Schatziduzi Vernon will sie seinen Eltern vorstellen.
Langsam glaub ich noch, dass die den Idioten tatsächlich irgendwann noch heiraten wird.
Soll sie doch, dann zieht sie aus und ich hab endlich meine Ruhe.
Ich weiß nicht … ich hab das Gefühl, dass heute noch etwas ganz Großartiges geschehen wird.
*****
Die harten Gesichtszüge des Zaubertränkemeisters wurden mit einem Mal sehr weich.
… das Gefühl, dass heute noch etwas Großartiges geschehen wird …
Für einen Moment senkte er die Lieder und lauschte, glaubte diese Worte zu hören, ausgesprochen von ihrer Stimme, gefolgt von einem glücklichen hellen Lachen.
Ihrem Lachen.
Heftig zuckte Severus zusammen, als ein Stück Holz im Kamin unter der Hitze zersprang, und dabei ein lautes knackendes Geräusch verursachte. Fast währe ihm dabei das Buch vom Schoß geglitten, doch dank seiner schnellen Reaktion konnte er es greifen, bevor es gänzlich abstürzte.
*****
An diesem Abend hatte Severus das erste Mal ein bisschen ein schlechtes Gewissen seiner Mum gegenüber, als er sich wieder zwischen den Stäben des Gitters seines Fenster hindurchzwängte, um sich auf den Weg zu dem verlassenen Haus zu machen, wo er sich mit Lily treffen wollte.
Zwar hatte er, wie er es sich vorgenommen hatte, ihr den ganzen Tag geholfen. Vormittags im Garten, während sein Vater noch geschlafen hatte und Nachmittag im Haus. Aber er kam sich dennoch irgendwie wie ein Verräter vor, als er sich wieder davon schlich, ohne ihr etwas zu sagen.
Aber es war besser so, denn sollte ihn sein Vater irgendwann mal erwischen, würde seine Mutter nicht darunter leiden müssen, denn sie hatte ja fest angenommen, dass ihr Sohn in seinem Zimmer sein würde, um für die Schule zu lernen.
Leise wie eine Katze kam er auf dem Boden auf und sah sich nach allen Seiten um. Die Holzwand, die das Grundstück zum Nachbarn und zur Straße hin abschirmte, war schnell überwunden und so schlich sich schließlich eine schlanke dunkle Gestalt durch die engen dunklen Gassen in Spinners End.
Je weiter er sich von daheim fortbewegte, um so freundlicher wurde die Gegend, gepflegter die Häuser und sauberer die Straßen. Wie ein geschicktes Raubtier wich er Menschen aus, die ihm entgegenkamen, versteckte sich hinter Hecken und Mülleimern, die in engen Seitengassen standen.
So erreichte er nur fünfzehn Minuten später das verlassene Haus, das er noch einen Moment von der Straße aus beobachtete. Als alles ruhig blieb, trat er den Weg von hinten herum in den Garten des Gebäudes an. Mit Leichtigkeit kletterte er schließlich durch das Fenster und blieb einen Moment stehen, um zu lauschen.
War das nicht ein Geräusch gewesen?
Vorsichtig, um nicht selber Lärm zu verursachen, schlich er in den Flur und horchte erneut.
Da! Wieder hatte er etwas gehört und er überlegte mit zusammengepressten Lippen, ob es nicht besser war, wieder zu verschwinden und Lily abzufangen, um sie zu warnen.
Doch in dem Moment kam jemand die Treppen nach unten. Beinahe hätte Severus den Flattermann gemacht, doch das dunkelrote Haar, das für einen Moment im Lichtschein des Mondes aufblitzte, ließen ihn zögern. Und dann sah er ihr Gesicht.
„Lily? Du … bist schon hier?“
Zuerst erschrak das Mädchen, doch als sie gewahr wurde, wer da unten stand, flog sie beinahe die Stufen herunter und in Severus Arme. Sie küsste ihn so stürmisch, dass ihm beinahe die Luft wegblieb.
„Ich hab es nicht mehr ausgehalten. Tunie hat eine zweieinhalbstündige Modenschau veranstalte. Ich hab ihnen erzählt, dass ich Kopfschmerzen habe und mich schlafen legen würde. Dann bin ich so schnell ich konnte hier her.“ Wieder gab sie ihm einen Kuss, den er diesmal aber auf dieselbe Weise erwiderte.
„Hast du mich vermisst, ja?“, fragte sie dann und begann ihn abtastend erst mal zu untersuchen, ob er auch in Ordnung war, was ihn sichtlich schmunzeln ließ.
„Mir geht es gut, wirklich“, gab er schließlich zu, woraufhin sie von ihm abließ.
„Hast du Lust auf Eiscreme?“
„Eiscreme?“
„Ja. Ich hab welche besorgt. Komm“, sie hatte seine Hand ergriffen und zog ihn mit sich in die Küche, wo sie das ansonsten leere Kühlfach öffnete und einen großen Becher leckerer Eiscreme herauszog.
„Soll ich zwei Teller holen oder ist es in Ordnung für dich, wenn wir zusammen aus dem Becher essen?“
„Becher ist … ok“, antwortet er immer noch überrascht
Lily entnahm einer Schublade noch zwei kleine Löffel und Severus ging schließlich vor wieder ins Wohnzimmer.
Meinte er das nur oder sah sie heute ganz besonders hübsch aus. War es möglich, dass sie sich etwas geschminkt hatte? Ihre Augen schienen größer und irgendwie noch … grüner. Nein das war unmöglich oder doch? Da es schon ziemlich dunkel war, war sich Severus überhaupt nicht sicher und beschloss einfach: Egal was sie gemacht hatte oder nicht, sie war noch nie so schön gewesen wie heute.
Sich die Haare hinters Ohr klemmend, nahm Lily auf dem Boden vor falschen Kamin platz, drückte auf den Knopf, der diesen anglimmen ließ und öffnete die Eispackung. Dann, als Severus sich zu ihr gesetzt hatte, reichte sie ihm den zweiten Löffel und stach mit ihrem in die weißrotbraune Masse, entnahm etwas von dem Eis und hielt es Severus vor die Lippen.
Mit einem Lächeln nahm er es an, steckte aber nun seinerseits den Löffel in die Eiscreme und begann Lily damit zu füttern.
Auch wenn es lange nicht so gut schmeckte wie das Eis, das die Hauselfen in Hogwarts machten, schien es Severus die beste Eiscreme zu sein, die er je in seinem Leben gegessen hatte.
„Weißt du, was ich ganz besonders an dir schätze? Du hast immer wieder eine Überraschung parat. In dem einen Moment denke ich, ich kenne dich ganz genau, und im andern verblüffst du mich wieder.“
„Jahaaa, so bin ich halt. Ich mag es eben sehr, wenn ich immer wieder aufs Neue überraschen kann. Dein Blick ist immer köstlich dabei.“
„So ist er das, ja?“
„Ohh jaaaa!“
„Sev, weißt du, was mir auch aufgefallen ist. Du hast in letzter Zeit kein einziges böses Wort über Tunie gesagt.“
„Nun ja, über sie lohnt es sich auch nicht groß zu reden, sie ist doch nur eine Mu …“ Lily legte ihm schnell eine Hand auf seinen Mund und hielt ihn zu.
„Nein, sag es nicht. Sag es nie mehr. Lassen wir es besser so, wie es die letzten Wochen war.“
Severus nickte, ergriff ihre Hand und begann ihre Fingerspitzen zu küssen.
Mit leicht glänzenden Augen betrachtete sie diese liebevolle Geste und in dem Moment schmolz ihr Herz dahin. Sie wusste, dass sie an diesem Abend, alle Bedenken, die sie noch bis vor wenigen Minuten bedrückt hatten, über Bort werfen würde.
Langsam glitt sie zu ihm herüber, verharrte kniend vor ihm, und strich noch einmal mit den Fingern über seine Lippen. Schon alleine diese sanfte Berührung schien in ihnen beiden etwas auszulösen, was sie in dem Moment nicht greifen konnten. Sanfte winzige Flammen schienen über ihre Körper zu züngeln und sich auf der Haut auszubreiten. So sehr, dass sie glaubten, die Reibung des Stoffs bei jeder Bewegung, wäre nicht sanft, sondern unangenehm rau.
Leise aufseufzend näherte sie sich seinen Lippen und dann begann sie sanft an den Seinen zu knabbern. Doch schnell wurden aus diesen schüchternen Berührungen ungestüme Küsse, welche den kleinen Flammen auf ihren Körper weiter Nahrung gaben und diese immer mehr aufzulodern begannen.
Irgendwann hatte Severus begonnen sich mit ihr auf den Boden sinken zu lassen, bis er halb über ihr lag und seine Hände fanden wie von selber den Weg unter ihre Bluse. Entzückt stellte er fest, dass der Stoff ihres BHs, den sie heute trug, sehr erotisch unter seinen Fingerspitzen knisterte. Er war offensichtlich mit Spitze besetzt und nun fragte er sich, welche Farbe er wohl haben würde.
Doch noch, bevor er dazu kam, das nachzuprüfen, legte sie ihre Hand auf die Seine und stoppte ihn.
„Sev … Sev … ich …“, begann sie und während ihr Atem schneller ging, ihre Brust sich deutlich hob und senkte, sah er sie unsicher an. Wollte sie, dass er aufhörte?
„Sev ich … würde gern mit dir nach oben gehen“, flüsterte sie schließlich so leise, dass er sich Mühe geben musste, sie zu verstehen.
Für einen Moment schien es ihm so, als hätte sein Herz aufgehört zu schlagen, nur in der Hoffnung, dass er so würde besser hören können. Ihr Blick ging kurz in Richtung Flur, wobei er diesem folgte. Dann sahen sie sich wieder an.
„Bist du … sicher, dass du das willst?“, fragte er nach und er fühlte, wie sein Magen vor Aufregung plötzlich Purzelbäume schlug.
„Sev ich … ich bin mir ganz sicher. Wirklich ganz sicher. Wenn du … wenn du es auch willst.“
Diesmal war er nicht fähig etwas zu sagen, so zeigte er sein Einverständnis darin, dass er kurz aber heftig nickte, sich auf die Beine drückte und ihr seine Hand hinhielt, die sie auch ergriff und sich hochhelfen ließ.
Ihre Hand nicht loslassend, stiegen sie schließlich die Stufen nach oben. Severus war sich sicher, dass Lily sein Herz schlagen hören musste, so laut hämmerte es gegen seine Brust.
Doch auch sie reagiert auf das alles. Vor Aufregung begann ihr Körper immer wieder leicht zu zittern und dennoch war sie sicher, dass sie es wollte.
Hier … jetzt … und mit ihm!
So erreichten sie beide das Schlafzimmer und Severus sah sich überrascht um. Das also hatte Lily hier oben gemach. Sie hatte das Bett bezogen.
Doch dann lächelte er und das Wissen, dass sie nicht nur aus dem Bauch raus handelte, sondern es schon beinahe geplant hatte, ließ ihn selbstsicherer werden.
Mit einem Funkeln in den Augen schloss Severus die Türe, auch wenn er nicht hätte sagen können, warum, denn sie waren ja alleine. Dann ging er wieder zu ihr, legte eine Hand an ihre Wange und küsste sie. Sie wirkte auf einmal so hilflos wie ein scheues Reh, und er hatte mit unvermittelt das Gefühl, dass er sie beschützen musste, während er gleichzeitig versuchen wollte, sie glücklich zu machen.
Er spürte die Erregung, die ihn ergriff, seinen ganzen Körper packte und ihn erschaudern ließ. Heute Nacht sollte es also passieren. Er würde das erste Mal die Liebe kosten, sie mit dem Menschen teilen, für den er schon seit so vielen Jahren mehr als nur Freundschaft empfand.
Sofort kam sie seinem Kuss entgegen, drückte sich an ihn und schlang ihre Hände um seine Mitte, die sogleich unter sein Shirt wanderten, es packten und ihm über den Kopf zogen.
Wie konnte er auch ahnen, was sie in dem Moment dachte. Daran dachte, dass sie, wenn sie nicht einen gewissen Punkt schnell erreichten, sie vielleicht doch noch einen Rückzieher machen könnte. Sie wollte ihn spüren, seine Haut an ihrer fühlen und sich dann in seinen Berührungen ganz und gar verlieren.
Während ihre Finger zart über seinen mageren Bauch zu seiner Brust glitten, hatte Severus beschlossen es ihr gleich zu tun und öffnete unterdessen die Knöpfe ihrer Bluse.
Als er den letzten Knopf geöffnet hat, legte er seine Hand auf ihren flachen Bauch und ließ sie über ihre Seite nach hinten wandern, wobei er die Bluse auseinander schob.
Für einen Bruchteil hielt er den Atem an, als er ihren BH erblickt, der optisch noch viel schöner war, als er sich unter seinen Fingern angefühlt hatte.
Die Farbe war schwer zu erkennen, er musste sie eher erahnen und tippte auf ein helles Grün, noch viel heller als das Grün ihrer Augen. Die seidenen Spitzenbänder, die an die obere und untere Kante genäht waren, glänzten im matten Licht des Mondes.
Erst als er sich zwang den Blick wieder zu heben, sah er das Lächeln auf ihren Lippen und er konnte nicht anders, als auch seine Mundwinkel anzuheben.
Nun begann Lily ihren Rock aufzuknöpfen, den sie dann einfach auf den Boden gleiten ließ. Jetzt trug sie nur noch ihre Unterwäsche, und als Severus sich immer noch nicht rührte, ging sie rückwerts auf das Bett zu, setzte sich darauf und schob sich langsam bis zur Mitte, wo sie sich lasziv nach hinten sinken ließ.
Als Severus ihr folgen wollte, schüttelte sie den Kopf und auf seinen fragenden Blick hin deutete sie auf seine Beine.
„Hose ausziehe“, flüsterte sie und Severus schluckte jetzt. Dennoch wanderten seine Finger zu den Knöpfen. Er öffnete sie, was nicht so einfach war, denn seine Hände zitterten unablässig. Fast schämte er sich sogar etwas, wenn er daran dachte, wie wunderschön sie in ihrer Wäsche aussah und er hingegen, nur verwaschene alte Shorts trug.
Er hoffte inständig, dass das Licht spärlich genug war, um diese Tatsache zu überspielen. So streifte er die Hose ab und ließ sie an Ort und Stelle auf den Boden fallen.
Mit einem Lächlen winkte Lily Severus nun mit einem Fingerzeig zu sich und er folgte dieser Einladung nur zu gerne. In seinen Lenden brannte inzwischen schon ein Feuer, was er auch nicht mehr verstecken konnte, falls Lily ihren Blick senken sollte, würde sie das überdeutlich sehen können.
Doch sie war viel zu sehr damit beschäftigt ihm in die Augen zu blicken, ihre Finger über seine Brust gleiten zu lassen und ihm deutlich zu zeigen, dass sie geküsst werden wollte.
Über sie gebeugt, legte er seine Lippen auf die ihren, küsste sie und ließ seine Hände ihren Körper erkunden, ihre Haut erforschen. Liebevoll glitten die Finger über die sanften weichen Hügel und Täler.
Leise Seufzer kamen über ihre Lippen, als er den Kuss löste, um noch mehr von ihr zu kosten. Ihre Haut schmeckte leicht salzig und doch so irgendwie süß. Knabbern, küssen und mit der Zunge feuchte Spuren auf ihr zu hinterlassen wechselten sich ab und er glaubte deutlich zu fühlen, wie ihre Haut durch seine Berührungen immer erhitzter wurde.
Diesmal war er es, der aufseufzte, erschaudernd den Kopf hob und ihren Blick suchte. Wie aus einer Trance erwachend blickte sie ihm entgegen, abwartend … erwartend.
„Nicht aufhören“, raunt sie leise.
„Hatte ich nicht vor. Ich musste dich nur einfach ansehen. Du bist so wunderschön.“
Lily Augen leuchteten, noch nie hatte jemand so etwas zu ihr gesagt und schon gar nicht auf diese Art und Weise.
Es war, als hätte Severus genau die Worte gewählt, auf die sie gehofft hatte. Denn ohne ein weiteres Zögern drehte Lily einen Arm auf ihren Rücken und löste den Haken ihres BHs, den sie dann schließlich von ihren Schultern schob.
Wieder folgte Severus dem Ganzen mit den Augen und sein Herz schlug mit einem Mal noch einen Takt schneller. Seine Augen begannen beinahe begierig zu funklen, als er seine Hand über die Brust legte, vorsichtig, Angst habend, er könnte so etwas Perfektes kaputtmachen.
Lilys Augen schlossen sich und wieder gab sie sich seinen Berührungen hin, genoss es, liebkost zu werden, überhaupt nicht daran denkend, dass sie sich vielleicht sogar revangieren könnte oder sollte. Doch das war Severus im Moment gar nicht so wichtig, er war überglücklich, wie es war. Wieder ersetzten seine Lippen seine Hände und ließ diese immer tiefer wandern, umkreiste ihren Bauchnabel und erschauderte heftig, als er den Saum ihres Slips erreichte.
Schon einmal hatten seine Finger den Weg dorthin gefunden, hatten Tiefen ergründen dürfen, die zum heiligsten einer Frau gehörten. Doch diesmal sollten es nicht die Finger sein, die dieses taten. Diesmal hatte er andere Pläne.
Als er seine Lippen auf das dünne kleine Stück Stoff presste, keuchte Lilly überrascht auf, er merkte, wie sie sich anspannte, und fühlte auf einmal ihre Hände in seinem Haar, die an ihnen zogen, doch im nächsten Moment wieder seinen Kopf nach unten drücken.
Es schien ihm, dass sie nicht wirklich wusste, was sie wollte. Vielleicht war sie entsetzt darüber, dass er sie dort geküsst hatte, und doch schien ihr die Berührung so gut zu gefallen, dass sie ihm ihre Hüften entgegen hob.
Wie ausgehungert knabberte er jetzt an ihr und irgendwann glitten seine Finger zu dem letzten Hindernis, das ihn von seinem Ziel trennte.
Lily wehrte sich nicht, hob sogar ihre Hüften weiter an, damit er sie davon befreien konnte und sobald er das getan hatte, ließ er kurz die Finger durch die Locken gleiten.
Die Versuchung, sowie die Neugierde waren einfach zu groß und so senkte er den Kopf wieder zu ihrer Mitte, legte seinen Mund erneut auf diese und begann mit größter Erregung seine Zunge zwischen die Lippen zu drängen.
Diesmal war Lilys Reaktion heftiger, als zuvor. Ihre Finger umschlossen seine Haaren, drückten seinen Kopf aber gleichzeitig nach unten. Sein Stöhnen wurde in ihrem Schoß erstickt, während sie ein Bein zur Seite kippte und er sie sogleich noch viel besser erreichen konnte.
Severus fühlte sich wie im Rausch, ließ sich von ihrem leisen Stöhnen und Wimmern mitreißen, machte ohne nachzudenken weiter, bis sie sich auf einmal unter ihm aufbäumte und einen leisen Schrei ausstieß. Hätte sie nicht irgendwann wieder an seinen Haaren gezogen und seinen Namen gesagt, hätte sicher noch einige Zeit weiter gemacht.
So aber sah er zu ihr auf, mit dem Arm kurz über seine Lippen wischend und sie konnte sehen, wie seine Augen, nun tiefschwarz, vor Extase beinahe glühten.
„Sev … komm her“, flüsterte sie und erst jetzt fiel ihm auf, dass sie immer wieder leicht erbebte, genauso wie damals, als er … hatte er … ohne es wirklich zu merken?
Doch das schien ihr im Moment egal zu sein, sie ergriff seine Hand und zog ihn zu sich hoch. Heiße Küsse folgten und als sie seine harte Erregung an ihrer Hüfte spürte, stöhnte sie in seinen Mund.
Schüchtern schob sie eine Hand über seinen Bauch nach unten, doch stoppte sie, als sie die Shorts erreichte. Irgendwie fehlte ihr mit einem Mal der Mut weiter zu gehen.
Als Severus das merkte, über nahm er das schließlich für sie. Mit wenigen Handgriffen waren die Shorts entfernt und er nahm ihre Hand, die er schließlich mit festem Griff nach unten führte, bis ihre Fingerspitzen ihn berührten.
Lily weigerte sich zwar nicht, das zu tun, dennoch wusste sie überhaupt nicht, was sie tun sollte, wie und wo sie ihn berühren durfte. So schloss sie nur die Finger um seine Härte und begann, unter seiner Anleitung ihn ganz sanft zu massieren.
Doch Sev merkte schnell, dass, wenn er sie noch einige Zeit weitermachen lassen würde, es das für heute dann sein würde und das er wollte nicht. Er wollte alles, er wollte sie ganz und gar.
So entzog er sich ihr recht schnell wieder und schob sich über ihren mit leichtem Schweißfilm überzogenen Körper.
In dem Moment verspannte sich Lily sichtlich und sah ihn etwas ängstlich an.
„Du vertraust mir doch?“, fragte er leise und sie nickte als Antwort.
„Ich … will es Sev. Mehr als ich sagen kann.“
Auf diese Worte hin drängt er sein Knie zwischen ihre Beine, um sie noch weiter zu öffnen.
„Sev? Bitte … Bitte tue mir nicht weh“, flehte sie ihn noch an, als sie sich ihm ganz ergab.
„Ich … versuche es“, gab er nun leicht unsicher zurück. Doch küsste er sie schließlich ganz einfach, was er tat, bis er merkte, dass sie sich wieder entspannte und sie sich ihm genauso frei und entspannt entgegen drücke, wie sie es auch zuvor schon getan hatte.
Nun war er es aber, der auf einmal wieder nervös wurde, und als er, ohne den Kuss zu lösen versuchte den Weg in sie zu finden, sich extrem ungeschickt anstellte.
Dann spürte er aber Lilys Hand, die sie zwischen sie beide schob, sie ergriff vorsichtig seinen Schaft, als hätte sie Angst ihm wehzutun und führte ihn langsam ein Stück in sich ein, ihm den Weg zeigend.
Sie beide sahen sich nun an, heftig atmend, zitternd, ob vor Aufregung oder Erregung war nicht mehr auszumachen.
Dankbarkeit lag in Severus Blick, aber auch der Wunsch sie endlich ganz zu besitzen. Mal davon abgesehen, dass er so sehr erregt war, dass es ihm beinahe schon Schmerzen bereitete.
In dem Moment, als er das kaum merkliche auffordernde Nicken von der rothaarigen Schönheit unter sich sah, hielt ihn nichts mehr und er drang in sie. Für einen Moment glaubte er, dass etwas nicht stimmen würde, doch dann, während Lily kurz aufstöhnte und versuchte sich weiterhin zu entspannen, glitt er tiefer, bis er sie gänzlich ausfüllte.
„Nicht aufhören“, stöhnte sie und bohrte ihre Finger in seinen Rücken.
„Nicht aufhören? Ich hab doch noch gar nicht richtig angefangen.“ Darauf erwiderte sie nichts, drückte sich ihm nur so fest sie konnte entgegen und legte ein Bein um seine Hüften. Tatsächlich glitt er dabei noch ein Stück tiefer in sie und sie beide stöhnten gemeinsam auf.
Unsicher und vorsichtig begann der junge Mann sich nun in ihr zu bewegen, während sie eher still hielt und versuchte sich an dieses komplett neue Gefühl zu gewöhnen, das ihr, je länger er das tat, immer besser gefiel.
Leise stöhnend drang Severus immer wieder in sie, trieb seine Gefühle, sein Verlangen nach Erlösung auf immer höhere Gipfel. Ihm war sehr schnell klar, dass er das nicht wirklich lange aushalten würde, der Höhepunkt war schnell in greifbare Nähe gerückt. Und als Lily, nun immer mutiger werdend, auch noch begann sich unter ihm zu winden, war es mit seiner Beherrschung sehr schnell vorbei.
„Bei Merlin … Lily ich …“, doch noch, bevor er den Satz zu Ende sprechen konnte, durchzuckte seinen ganzen Körper ein heißer Lavastrom, der am heftigsten in seinen Lenden tobte und sich schließlich in einem gewaltigen Aufbäumen in Lily entlud.
Sich einfach nur noch reflexartig weiterbewegend, denn er hatte für diesen wundervollen einzigartigen Moment komplett die Kontrolle über seinen Körper verloren, bäumte sich das junge Mädchen unter ihm ebenfalls auf und als sie sich bei einem erstickten Schrei auch noch um ihn zusammenzuziehen begann, schrie er die Lust einfach hinaus.
Er wusste nicht mehr, wo er aufhörte, wo sie begann, hörte nur noch ihr leises lustvolles Wimmern, das ihn langsam wieder auf die Erde zurückholte, die er mit ihr für wenige Sekunden verlassen haben musste. Denn diese Gefühle, das alles hier, war einfach überirdisch. Besser als jede Magie, die es auf der Welt gab.
Heftig atmend, immer wieder leicht zuckend, öffnete sie ihre Augen und genau diesen Blick, gepaart, mit der intensiven Farbe ihrer Iris, würde er niemals in seinem Leben mehr vergessen. Das war der aller glücklichste Moment, den er erlebt hatte und er würde für immer und ewig in seiner Erinnerung haften bleiben.
„Das war … war …“
„Gut?“, fragte Severus unsicher, als sie verzweifelt nach Worten suchte, doch sie schüttelte den Kopf und eine unsichere besorgte Miene erschien auf seinem Gesicht.
„Nein. Es war … unbeschreiblich, fantastisch, gewaltig das war …
superkalifragelistigexpialigetisch.“
„Das war was?“, fragte er nun sichtlich total verwirrt.
„Na Superkalifragelistigexialigetisch.“
„Du bist aber schon sicher, dass es dir gut geht, ja?“
„Mir ging es in meinem ganzen Leben noch nie besser.“ Ihr Gesicht strahlte und ihre Augen leuchten, während sie die Hände nach rechts und links weg aufs Laken fallen lies.
„Das stammt aus einem Film. Und als die Frau, es war eine Hexe mit dem Namen Mary Poppins, ein Wort für etwas ganz besonders Tolles suchte, hatte sie das gesagt. Superkalifragelistigexpialigetisch“, wiederholte sie nochmal, woraufhin Severus zu lachen begann. Es war ein verdammt glückliches Lachen, das er am Ende in einem zärtlichen Kuss auf ihre Lippen ersticken musste.
„Dann brauch ich nicht zu fragen, ob du glücklich bist“, flüsterte er leise und zeichnete mit den Fingern die Konturen ihres Gesichtes nach.
„Ich bin glücklich. So glücklich, dass ich gleich platze.“
„Tu das nicht, das gibt nämlich ne ganz schöne Sauerei und ich hab heut schon genug geschrubbt und sauber gemacht.“
„Ach duuuu“, mit diesen Worten kniff sie ihn in die Seite, woraufhin er heftig zusammenzuckte und von ihr runterrutschte. Sie hatte genau eine der wenigen Stellen getroffen, wo er tierisch kitzelig war.
„Nein, nicht“, lachte er weiter und als Lily in dem Moment klar wurde, dass er an der Seite empfindlich war, machte sie einfach weiter, wobei er versuchte ihren Händen auszuweichen oder sie zu ergreifen.
Doch Lily war viel zu flink, so blieb ihm nichts übrig, als weiter auszuweichen, bis schließlich das Bett zu Ende war, und er auf den Boden krachte.
„Was machst du denn da unten?“, wollte Lily, die zuerst auch erschrocken war, wissen.
„Erdkunde?“
Jetzt lachten beide und Lily versuchte unter Lachen Severus wieder ins Bett zu ziehen, was nicht so einfach war, denn er hatte wie sie schweißnasse Hände und entglitt ihr zwei Mal.
Doch dann lagen sie wieder auf dem Bett, eng aneinander gekuschelt und hielten sich in den Armen.
Irgendwann in der Nacht erwachte Lily wieder und blickte zu Severus, der neben ihr lag und friedlich schlief. Leise, um ihn ja nicht zu wecken schlich sie kurz aus dem Zimmer ins Bad und als sie zurückkam, setzte sich aufs Bett, die Arme um ihre Beine geschlungen und beobachtete Severus beim Schlafen. Er lag auf dem Rücken, eine Hand auf seinem Bauch, die andere neben sich, die vor ein paar Minuten noch die ihre gehalten hatte. Er hatte sich bis zum Bauch zugedeckt und schien einen schönen Traum zu haben, denn es lag ein Lächlen auf seinen Lippen.
Sehr lange hatte Lily so da gesessen, bis ihr dann doch kalt wurde und sie sich noch etwas an Severus kuschelte. Jedoch ging ihr Blick immer mal auf die Uhr und als es halb vier war, beschloss sie Severus zu wecken. Sie wollte nicht, dass er zu spät nach Hause kam.
Sanft gab sie ihm einen Kuss auf die Wange, die Nase und dann seine Lippen. Etwas irritiert schlug er die Augen auf, doch in dem Moment, als ihm wieder klar wurde, wo er war und vor allem wer bei ihm war, huschte ein Lächeln über seine Lippen.
„Hey.“
„Hey“, gab sie auch nur zurück und musste nochmal an seinen Lippen knabbern. „Ich fürchte wir müssen zurück.“
„Wie spät ist es denn?“
„Gleich halb vier. Und aufräumen müssen wir auch noch etwas.“
„Ja ist gut.“
Severus wollte sich erheben, doch dann ließ er sich nochmal zurücksinken und zog sie zu sich.
„Du bereust es doch nicht?“, fragte er vorsichtig.
„Nein … nein niemals. Ich … Sev … Wir … sehen wir uns heute Abend wieder?“
„Nichts und niemand auf der Welt wird mich daran hindern.“
Noch einmal küssten sie sich, doch dann zogen sie sich an und begannen Ordnung zu machen. Nach einer halben Stunde zeugte nichts mehr davon, dass irgendjemand hier gewesen war.
*****
Zwei große Gefühle durchströmten nun Severus Körper. Das Gefühl an diese erste Nacht mit seiner einzigen großen Liebe, die er nie in seinem Leben vergessen würde und die Trauer an das, was danach geschehen war. An die Zeit, wo sein Leben aus dem Ruder lief, er nicht erkannte, dass er den falschen Weg einschlug und nicht nur seines, sondern auch die Leben vieler Menschen auf so dramatische Weise verändert hat. Wenn vielleicht auch nur indirekt, doch war er es gewesen, der den Stein ins Rollen gebracht hatte, der dann nicht mehr aufzuhalten gewesen war und vielen Menschen das Leben gekostet hatte und noch würde.
(Eine Frage, sagt ihr auch, dass diese FF ab 18 sein muss, oder würdet ihr sie auch ab 16 durchgehen lassen? Lg Sisilia)
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel