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Fanfiction

Erinnerungen - Erinnerungen...

von schokocookie

Severus Snape und seine Meisterschülerin Hermione Granger standen, an einem Freitagabend, in seinem persönlichen Labor in Hogwarts.
Er selbst wusste nicht, was ihn dazu geritten hatte, eine ehemalige Schülerin zu einer Meisterin in der Zauberkunst auszubilden.Doch als sie vor einem Jahr nochmals in Hogwarts aufgetaucht war und ihn mit diesen Rehbraunen Augen flehend angesehen hatte, konnte er einfach nicht anders…


Wieso sie gerade bei ihm ihren Meister machen wollte, war ihm rätselhaft… Er war doch Severus Snape, die Fledermaus, der Typ Mensch, den niemand leiden konnte.
Außerdem hatte er Albus Dumbledore ermordet, wenn auch nicht freiwillig; er hatte seinen einzigen Vertrauten umgebracht und sowieso alles in seinem Leben falsch gemacht! Auch wenn er freigesprochen worden war - nachdem Voldemort besiegt war - so vertraute ihm doch niemand mehr und auch er selbst hasste sein Leben und all das, was er tun musste oder auch freiwillig getan hatte.
Die Schüler hatten mehr Angst denn je vor ihm, aber nein, Miss Oberschlau wollte ja ausgerechnet bei ihm ihren Meister machen und beharrt auch noch so drauf…


Zuerst wollte er sie abschütteln. Er wollte keine Schülerin! Hatte er nicht schon genug Probleme mit den Schülern? Doch wusste er immer noch, dass Hermione Granger eine fabelhafte Schülerin gewesen war. Auch wenn ihre „Allwissenheit“ und ihr immer nach oben zeigender Finger ihn immer tierisch genervt hatten, und sie so viele seiner sarkastischen Sprüche abkriegen musste, so hatte er sie doch immer heimlich für ihren Fleiß und ihren Wissensdurst bewundert. Es war ja nicht nur so, dass sie immer nur lernte, weil sie musste, nein, sie wollte ihr Wissen bereichern, auch wenn sie dadurch oft als Außenseiterin oder Streberin behandelt wurde. Doch das interessierte sie nicht! Sie lernte weiter, um ihr Ziel zu erreichen, ihr Wissen eines Tages zu perfektionieren - und dafür bewunderte er sie, doch das würde er ihr natürlich niemals sagen…
Irgendwie erinnerte sie ihn an seine eigene Kindheit; auch er war damals sehr wissbegierig gewesen und war deshalb gemieden worden.


Doch riss Hermione ihn aus seinen Gedanken, als sie unvermittelt fragte: „Ist alles in Ordnung, Sir? Sie sehen aus, als würde Ihnen etwas auf dem Herzen liegen - aber wenn sie nicht drüber reden wollen, dann ist das auch in Ordnung“, fügte sie noch schnell hinzu, da sie schon mit einer spitzen Bemerkung rechnete.
Aber entgegen ihrer Erwartung, dass er sie nun anfauchen würde, antwortete er nur ruhig und nachdenklich klingend: „Nein … nein, alles ist in Ordnung, doch. Mir geht es nicht so gut, wahrscheinlich eine Grippe oder so, ich werde mich erstmal in meine Räume zurückziehen. Sie schaffen das hier doch auch alleine, oder?“
„Ähm … ja, natürlich. Aber, Sir, wollen Sie nicht zu Madame Pomfrey gehen?“
„Nein, das geht schon. Gut, dann brauen Sie den Trank noch zu Ende, füllen Sie eine Probe ab, räumen Sie hier noch auf und dann können Sie per Kamin nach in den Fuchsbau flohen, oder wo sie gerade wohnen.Sie brauchen sich auch nicht noch mal bei mir melden. Ich bin sicher, Sie schaffen das alles auch ohne, dass ich es absegnen muss. Ich werde die Probe morgen überprüfen.“
„Oh, okay. Aber, Professor, soll ich Ihnen nicht doch irgendwie helfen? Soll ich Ihnen einen Stärkungstrank brauen?“
„Nein!“, wieso konnte diese Gryffindor ihn nicht einfach in Ruhe lassen?! Weil sie sich um dich sorgt, du Idiot! „Es ist schon in Ordnung, ich kriege das schon hin. Auf Wiedersehen, Miss Granger“, fügte er versöhnlich hinzu, bevor er in seine persönlichen Räume ging und die Tür schloss.



„Ich sehe Sie dann Montag, Sir.“ Doch bekam sie darauf keine Antwort mehr - was sie nicht wirklich wunderte, der Professor sah wirklich nicht gut aus…
An was er wohl die ganze Zeit gedacht hatte? Wieso sah er nur so niedergeschlagen aus?
Jedoch fand sie darauf keine Antwort und machte sich, mehr oder weniger konzentriert, an die Arbeit.
Sie hatte damals beschlossen, ihren Meister bei ihrem ehemaligen Professor in Zaubertränke zu machen, nachdem Voldemort besiegt war. Schon immer war sie fasziniert von Tränken gewesen, wie leicht sie misslingen konnten, sobald man nur etwas falsch machte. Insgeheim, hatte sie immer zu Snape aufgesehen. Er hatte sein Leben für die gute Seite eingesetzt, auch wenn das die meisten nicht sahen. Ohne ihn, hätten sie Voldemort niemals besiegen können. Außerdem hatte er Albus Dumbledore ja nicht freiwillig umgebracht und auch, dass er so sarkastisch und manchmal so unausstehlich war, lag an seinen verpfuschten Leben. Was wäre passiert, wenn er niemals zu den Todessern gegangen wäre? Natürlich, es war nicht zu entschuldigen, dass der zu ihnen gegangen war, doch er hatte sich abgewandt. Er hatte sein Leben riskiert, hätte Voldemort herausbekommen, dass er ein Spion war…
Hermione hatte ihm verziehen und sie war ihm unendlich dankbar, dass er dass alles für die „gute“ Seite getan hatte.
Es erzürnte sie, dass andere Menschen ihn mieden. Wieso verstanden sie nicht, dass er all dies hatte tun müssen?

Sie seufzte. Wenn die anderen wüssten, wie er hinter seiner Fassade aussah …
Seine Maske verrutschte nur ab und zu, doch dann erkannte Hermione, wie sehr Snape damals verletzt worden war und dass er all dies am liebsten ungeschehen machen würde…
Aber da fiel ihr wieder der Trank ein. Wenn sie nicht sofort die Baumschlangenhaut hinzufügen würde, würde der komplette Trank ruiniert sein!
Also verdrängte sie ihre Gedanken und bereitete den Trank weiter vor…


Zur selben Zeit in Snapes Räumen:


Erschöpft ließ sich Severus Snape in einen Sessel vor seinem Kamin fallen. Mit dem Zauberstab entzündete er die Flammen und ließ sich ein Glas, sowie eine Flasche Feuerwhisky herbei schweben. Er starrte in die Flammen und trank zwischendurch immer wieder einen Schluck des Whiskys, der ihm stark in der Kehle brannte…
Immer wieder stiegen Erinnerungen in ihm hoch. Wieso war sein Leben nur so verlaufen? Hätte er nicht etwas ändern können?
Die Erinnerungen kamen einfach, er konnte sich nicht dagegen wehren…


Da saß er, Severus Snape, 11 Jahre alt, groß, dürr, unscheinbar und alleine; mit fettigen, langen schwarzen Haaren und einer großen Hakennase.
Gerade hatte er sich in ein leeres Abteil des Hogwartsexpress' fallen lassen - froh, dass ihm niemand Gesellschaft leistete. Noch nie hatte er Freunde gehabt, immer war er auf sich selbst gestellt gewesen. Nur war er froh, endlich von zu Hause weg zu sein.
Sein Vater misshandelte ihn und seine Mutter tat nichts! Nichts! Obwohl sie zaubern konnte und sein Vater nur ein Muggel war.
Nie hatte er verstanden, wieso sie sich all dies gefallen ließ … Seine Kindheit war schrecklich gewesen und dort hatte es angefangen, dass er sich zurückzog, ungesund aussah und kein Vertrauen fassen konnte…

Als er im Sommer den Brief von Hogwarts bekommen hatte, hatte er sich nur mäßig gefreut. Zwar war er froh, endlich von seinem Vater wegzukommen, doch was würde dann aus seiner Mutter werden? Er musste sie doch beschützen!
Aber seine Mutter hatte ihm versichert, dass er sich nicht zu viele Sorgen machen sollte, sie würde das schon hinbekommen. Skeptisch hatte er also eingewilligt mit dem Hogwartsexpress in seine neue Schule zu fahren. Schon als er am Gleis angekommen war, hatte er die Blicke der anderen Schüler bemerkt. Alle musterten ihn und redeten hinter seinem Rücken über ihn - als wenn er dass nicht bemerken würde!
Nur ein Mädchen, etwa in seinem Alter und wohl auch eine, die nun eingeschult werden sollte, blickte ihn weder mit Verachtung noch mit Hochmut an. Sie lächelte ihm sogar zu! Er runzelte die Stirn; irgendwie war sie anders als die anderen. Wieso verachtete sie ihn nicht, wie alle anderen? Sie war etwa 10 cm kleiner als er, war schmal, hatte rote Haare und wunderschöne grüne Augen… Doch dann rügte er sich und stieg widerwillig in den Zug.
Wieder kam das Bild vor seinem Auge, wie er alleine in Zugabteil saß, als plötzlich die Tür aufsprang und dieses seltsame Mädchen herein trat.
„Oh. Entschuldige, aber alle Abteile sind voll, kann ich mich zu dir setzten? Ach übrigens, ich bin Lily Evans und bin neu hier, und du?“, plapperte sie freudig drauf los und reichte ihm die Hand zur Begrüßung.
Er runzelte die Stirn, noch nie hatte jemand so unbefangen mit ihm geredet. Zögerlich schlug er ein; dann stotterte er etwas schroff: „Setzt dich nur. Ich werde auch dieses Jahr eingeschult, mein Name ist Severus Snape.“

Jedoch ließ sich das Mädchen nicht von dieser eher kühlen Antwort abbringen und verstaute fröhlich ihr Gepäck auf der Ablage.
„Ach ich freue mich schon so auf Hogwarts, weißt du, ich hab schon früh bemerkt, dass ich irgendwie anders bin. Als ich zum Beispiel noch ein Kleinkind war, hab ich mir meine Milch immer selber aufgewärmt, wenn sie mir zu kalt gewesen ist. Wie war das bei dir? Wusstest du schon früh, dass du ein Zauberer bist?“, erzählte sie immer noch lächelnd weiter.
„Ich weiß nicht mehr, wie das bei mir war. Mein Vater wollte nie, das ich zaubere…“, meinte er traurig, er wollte nicht über seine Kindheit reden, dies bemerkte wohl auch die Hexe ihm gegenüber und so lenkte sie das Gespräch schnell zurück auf Hogwarts.

Langsam, ganz langsam taute auch er auf. Er ging auf ihre Worte ein und am Schluss unterhielten sie sich wie alte Freunde. Hatte er in Lily Evans etwa eine Freundin gefunden? Er wusste nicht, wie sie dass sah, doch er mochte dieses Mädchen, sie brachte ihn von seinen trüben Gedanken ab und verachtete ihn nicht wegen seinem Aussehen oder seiner eher schroffen Art…
Auch musste er immer wieder über dieses naive Mädchen lächeln und war etwas wehmütig, als der Zug wieder anhielt - gerne hätte er sich noch weiter mit dem Mädchen unterhalten…


Dann tauchten Bilder auf, wie er aufgeregt in der großen Halle ankam und nach vorne musste, wo ihm der sprechende Hut aufgesetzt wurde…
Lange überlegte dieser, wohin er den stillen Jungen schicken sollte. Er spürte den Hass auf den Vater und so entschied der Hut, ihn nach Slytherin zu schicken…
Gespannt verfolgte Severus, wie die anderen Schüler aufgerufen wurden und ebenfalls zum Hut gingen.
Als Lily dran war, spitzte er die Ohren. Er hoffte, dass sie ebenfalls nach Slytherin kommen würde, doch die Wahrscheinlichkeit war sehr gering und alle seine Hoffnungen auf eine Freundschaft zerplatzten, als der Hut rief: „Gryffindor!“
Der Gryffindortisch johlte und applaudierte, Lilly lächelte vor Freude, doch suchte sie seinen Blick und der zeigte, dass sie auch traurig war - mochte sie ihn etwa auch?
Lily setzte sich zu ihrem Tisch und wurde gleich von vier Jungen umringt. Einen davon kannte Severus, es war Sirius Black, schon aus der Kindheit kannte er ihn. Das verhieß nichts gutes, denn er und Sirius konnten sich auf den Tod nicht ausstehen…


Wieder ein Szenenwechsel ...
Diesmal traf Severus - der nun um einige Jahre älter war - sich heimlich mit Lily. Freudig unterhielten sie sich, doch dann kamen die „Marauder“. Sirius und er bekamen sich in die Haare und niemand verstand, wieso Lily sich mit ihm, dem Außenseiter, den den niemand leiden konnte traf. Viele Flüche folgten, was dazu führte, dass Severus wieder im Krankenflügel und mit gebrochenen Beinen aufwachte.
Immer mehr Erinnerungen, bei denen Severus von den Maraudern gemobbt wurde kamen in ihm hoch. Er hasste sein Leben!
Nur Lily hatte ihm damals Halt gegeben. Ohne sie, hätte er schon lange nicht mehr an sich geglaubt, er wäre verkommen und niemanden hätte es interessiert.


Er hatte sich in Lily verliebt, doch dann passierte ihm das Schrecklichste, was er sich denken konnte. Diesmal übertrieben die Marauder. Nur weil sie nicht verstanden, dass Lily sich mit Severus angefreundet hatte…
Severus erinnerte sich daran, wie James ihn mit einem „Levicorpus“ an die alte Eiche am See gefesselt hatte und ihn vor allen entblößt hatte.
Dann kam Lily. Sie wollte ihm helfen - und was tat er?!
Er war so ein Idiot! Er beschimpfte sie als „Schlammblut“ und schickte sie fort! Seine einzige Freundin! Sie hasste ihn! Wieso hatte er das getan?! Das konnte er sich nie verzeihen. Seine einzige Freundin hatte er vergrault...



Die Flammen des Kamins gingen aus, doch mit einem Schlenker des Zauberstabs, flammten sie wieder auf. Severus war wieder in der Realität. All diese Erinnerungen! Wieso hatte er das damals nur getan? Ohne zu überlegen, wischte er sich über die Wange. Er stockte.
Seine Wange, sie war feucht. Hatte er geweint? Vorsichtig betastete er sein Gesicht. Oh Gott! Er hatte geweint! Severus füllte sein Glas nach, beachtete sein Tränen nicht weiter und nahm noch einen großen Schluck des Whiskys, bevor er wieder in seinen Erinnerungen versank ...


Dieses Mal, war er bereits 16 Jahre alt. Sein Leben ging nur noch den Bach hinunter. Lily beachtete ihn nicht mehr, die Marauder machten ihn immer noch zur Strecke, sein Vater hatte seine Mutter so stark misshandelt, dass sie Selbstmord begangen hatte und niemand beachtete ihn mehr. Niemand wollte mehr etwas mit ihm zu tun haben.
Er verflüchtigte sich immer tiefer in die Arbeit. Das Lernen, lenkte ihn ab und er war froh, wenn er wieder etwas neues lernte. Jaah, er war wissbegierig und wollte alles genau wissen, weshalb er auch gemieden wurde…

Doch eines Tages stand Lucius Malfoy vor ihm und erzählte ihm vom dunklen Lord, dass ihn dort niemand verachten würde, dass alle sich vor ihm fürchten würden und keiner es wagen würde ihm etwas anzutun. Außerdem versprach er Macht. Er hatte lange überlegt, doch zu verlieren hatte er doch nichts … Alle hassten ihn und dann würden sie alle, vor allem die Marauder, es nicht mehr wagen sich gegen ihn zu stellen! Also beschloss er, sich den Todessern anzuschließen.

Hätte er es bloß nicht getan… Severus musste Dinge tun, die er sich niemals würde verzeihen können. Er tötete und misshandelte! Nein! Er war nicht besser als sein Vater!
Dann kam Dumbledore …
Er hörte ihm zu, gab ihm das Gefühl von Vertrauen und etwas wert zu sein.
Als dann auch noch hinzu kam, dass Voldemort Lily, die er immer noch liebte, umbrachte, entschied er sich endgültig, die Seiten zu wechseln…


Immer wieder baute Dumbledore ihn auf, wenn er schon aufgeben wollte.
Albus Dumbledore schlug ihm vor, als Spion zu arbeiten, worauf er einging. Hätte er es nur nicht getan! Immer noch musste er Todesser töten und misshandeln. Immer noch misstrauten ihm alle, nur Albus Dumbledore vertraute ihm, gab ihm einen Job - als Lehrer für Zaubertränke - und wurde ein Freund von ihm.
Er war froh gewesen, dass ihm endlich wieder jemand vertraute…


Doch dann kam der Tag. Draco sollte den Schulleiter umbringen und er hatte den „unbrechbaren Schwur“ geschlossen. Doch Draco konnte es nicht tun …
Dass war der zweitschlimmste Tag in seinem Leben. Schon wieder verlor er einen Vertrauten.
Erst seine Mutter, dann Lily und nun Albus. Und er war daran schuld!


Er hasste sein Leben! Er wollte nicht mehr leben! Er hatte es nicht verdient!
Seine Mutter war gestorben, weil er sie nicht beschützt hatte. Lily war gestorben und er hatte er nicht verhindert! Und Albus war sogar durch seinen eigenen Zauberstab gestorben!
Nein. Er hatte es nicht verdient zu leben. Er hasste sich - sich und sein Leben. Nie wieder sollte ihm jemand vertrauen, er würde die Person nur wieder enttäuschen, so wie er es immer getan hatte …
Er war nichts Wert! Niemanden interessierte es, wie es ihm ging, ob er lebte oder starb, niemanden würde es kümmern… Und so fasste er einen Entschluss…


Mühsam erhob er sich aus seinem Sessel, ging auf einen kleinen Schrank mit Tränken in seinem Wohnzimmer zu, öffnete ihn, holte eine kleine Flasche mit grünem Inhalt hervor, ging zurück zum Sessel, ließ sich seufzend fallen, roch nochmals an dem Fläschchen - um auch sicher zugehen, dass es der richtige Trank war - und setzt ihn an die Lippen.
Es pochte.
Was war das? Hatte es etwa an der Tür geklopft? Wieso jetzt? Egal. Niemand bringt mich davon ab!

Wieder setzte er an, doch das Pochen hörte einfach nicht auf und dann rief noch jemand: „Professor! Professor? Sind Sie da drin?!“
Jedoch antwortete er nicht, stattdessen leerte er das Fläschchen in einem Zug, sackte ohnmächtig zusammen und rutschte vom Sessel auf den Boden.


Hermione war nicht gut dabei gewesen, als sie gemerkt hatte, dass es ihrem Professor so schlecht ging und deshalb entschloss sie sich, doch noch mal nach ihm zu sehen.
Sie klopfte an die Tür seiner privaten Räume, doch nichts war zu hören. Immer wieder klopfte sie, bekam Panik. Wieso öffnete er nicht? Was war hier los?!

Dann hörte sie einen dumpfen Aufprall und Glas zerspringen.
Das war zu viel! Sie zog ihren Zauberstab und mit einem lauten Peng sprang die Tür zu Severus Snapes Räumen auf.

Zuerst sah sie ihn nicht, doch dann erkannte sie, dass er zusammengesunken - die Augen geschlossen - im Sessel lag.
„Professor!“, rief sie panisch und griff nach seiner Hand, um den Puls zu fühlen.
Da erkannte sie erst das zerbrochen Fläschchen, das neben dem Sessel lag. Etwas von der grünen Flüssigkeit, schimmerte auf dem Boden; als sie daran roch erschrak sie.
Gift! Er hatte sich vergiftet!
„NEIN! PROFESSOR! Bitte! Bitte, sie schaffen dass! Sie dürfen nicht sterben!“, flehte sie mit Tränen erstickter Stimme. Madame Pomfrey! Ja! Madame Pomfrey muss her!
Sie hielt sich den Zauberstab an die Kehle und rief mit einer hallender Stimme, die im ganzen Schloss zu hören war: „Madame Pomfrey! Schnell! Notfall, in Snapes Räumen… Gift… Schnell!“
Mehr brachte sie nicht hervor, die Tränen flossen in Strömen über ihre Wangen.
„PROFESSOR! Bitte! Sie dürfen nicht sterben! Nein! Wir brauchen Sie, ich brauche Sie! Gehen Sie nicht! Sie schaffen dass! Bitte, bitte, bitte nicht…“, ihre Stimme wurde immer leiser, schluchzend krallte sie sich an ihrem Professor fest.
Er durfte nicht sterben. Nicht jetzt! Sie brauchte ihn!
„Wieso? Wieso haben Sie das getan? Wieso nur… Bitte… Ich…ich brauche… ich brauche sie!“, immer wieder versagte ihr die Stimme…


Am Rande seines Bewusstseins, nahm er noch die warme, weiche Stimme einer Frau war, die Hermione Grangers. Sie sorgt sich um mich? Sie braucht mich? Wieso? Ich war doch sonst immer alleine… Wieso kümmert sie sich um mich? Wieso weint sie um mich? Ich hab das nicht verdient. Ich habe sie nicht verdient!

„Bitte! Bitte, Severus! Du darfst nicht sterben! Das kannst du mir nicht antun! Du darfst nicht sterben!“, Severus lauschte jedem ihrer Worte, während er bemerkte, wie sein Körper sich immer mehr versteifte, wie seine Muskeln versagten, wie er langsam in die Schwärze glitt…

Auch spürte er, wie die junge Hexe sich an seinem Hemd fest krallte und bitterlich weinte….
Noch nie hatte jemand um ihn geweint. Wieso kümmerte sich diese Hexe so um ihn? Sie war so hübsch, so klug, so wissbegierig.
Sie hatte jemand besseres verdient als ihn, das wusste er, doch formte sich mit größter Mühe ein Lächeln auf sein Gesicht.

„Severus! Nein! Bitte! Du Darfst nicht sterben! Ich brauche dich! Ich ... habe dir immer vertraut! Ich … Ich liebe dich… !“, brachte sie schluchzend hervor.

Sein Herz war voller Liebe und Zuversicht, keine Spur von Hass und so schlug es das letzte Mal in der Brust von Severus Snape, der seinen letzten Atemzug tat, bevor er in die endlose Schwärze glitt.


ooOOooOOooOOooOOooOOOooOOooOOOooOOoOOO

Sooo...
Dass war mein "kleiner" Oneshot, ich hoffe er hat euch gefallen :)
Das Ende ist ein bisschen Schnulzig geworden, aber sonst, denke ich er ist mir ganz gut gelungen :)
Ich hoffe er hat euch gefallen und ihr schreibt mir ein Kommi :)

liebe Grüße *hug*
schokocookie <3


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