
von Kraehenfeder
Einen wunderschönen guten Morgen!
Hauself: Unsere treue Leserin! :) Tja, war das ein Traum? Warten wir es ab... *g* - Ich war irgendwie ĂĽberall unterwegs, gerade. Erst Italien, dann fast sofort weiter gesprungen zu Verwandten und gerade noch einen Besuch zwischen lauter Weinbergen in der Pfalz bei einer Freundin. ;) So. Vielen lieben Dank fĂĽr dein Kommi! :D Hier geht es weiter - vll mit ein paar Antworten auf deine Fragen.
Kapitel 29 – Die Sache mit den Namen
Sirius schlug den Kragen seines Mantels hoch, um sich vor der eisigen Kälte des Windes zu schützen. Seine Hände froren schon in den Handschuhen, es war also nicht verwunderlich, dass Draco sich erkältet hatte. Wenn man sich auch fragen musste, welche Verrückten zu dieser Jahreszeit einen Ausflug in die Eisdiele machten.
Sich eine Hand vor den Mund haltend, hustete er rau. Er nahm es Draco eigentlich nicht übel, dass er sich angesteckt hatte. War ja schließlich selber schuld. Der Austausch von Körperflüssigkeiten war letzte Nacht nicht gering gewesen. Und der Kleine sah so süß aus, wenn er schlief, dass er die ganze Zeit einfach nur neben ihm liegen konnte.
Gestern Abend jedoch waren alle Pferde mit ihm durchgegangen. Wie Draco so da gelegen hatte, verschwitzt, in diesen hässlichen Pyjamas… Gut, dass er kurz nach diesen verhängnisvollen drei Worten schnell eingeschlafen war.
Als er gespürt hatte, dass Draco wieder erwachte, hatte er sich entschieden lieber schnell den ohnehin nötigen Gang in die Winkelgasse zu machen. Sex war ungefähr ein genau so gutes Rauschmittel wie Alkohol oder Pillen – man verlor manchmal die Kontrolle über seine Zunge und wollte sich am nächsten Morgen auf keinen Fall mit den Entgleisungen des vorhergegangenen Abends konfrontiert sehen.
Er betrat den kleinen Laden, der immer von dunklem Rauch durchwabert war. Hustend legte er die benötigten Tränke auf die kleine Theke und sah sich suchend nach dem Mann um, der diesen Laden führte. Klein, unbemerkt und so hässlich wie immer tauchte dieser gerade aus dem Nichts auf.
„Sie hören sich aber gar nicht gut an, Mr Black“, meinte er, wobei er auf diese abscheuliche Weise mit der Zunge schnalzte, die Sirius zu einem Stirnrunzeln veranlasste.
„Fühle ich mich auch nicht.“ Naja, immerhin fühlte er sich wohl noch besser als Draco – kaum zu glauben bei den Tänzchen, die sein Immunsystem eigentlich veranstalten müsste. Schließlich war Draco doch jung und gesund.
Er legte dem Mann ein paar Münzen auf den Tisch und flüchtete mit den Tränken raus an die Luft. Vorhin hatte es ja fast so geklungen, als würde Draco weinen. Aber Sirius hoffte sehr, dass er nicht zurückkehren würde und einen aufgelösten Jungen vorfinden müsste – langsam aber sicher sollte der Blonde doch verstanden haben, dass Sirius manchmal erst sprach und dann nachdachte, oder?
Deshalb öffnete er die Tür auch noch guter Hoffnung, doch das verschnupfte, erstickte Schluchzen aus dem Nebenraum belehrte ihn eines Besseren.
„Draco?“
„Geh doch weg.“
Sirius blieb stehen, schloss kurz die Augen und sammelte alle Geduld, dann trat er ins Schlafzimmer. Der blonde Malfoy-Sprößling bot inzwischen einen noch bemitleidenswerteren Anblick als zuvor.
Sein Gesicht war geschwollen und gerötet vom Weinen, die Nase zu, das Haar stand ihm wirr vom Kopf ab. Seufzend ließ sich Sirius neben ihn auf die Knie sinken und räusperte sich.
„Ich wollte dich nicht anstecken, aber heute Nacht...“
Sirius hob die Hand um Draco Einhalt zu gebieten. „Ist schon okay, du hast mich falsch verstanden. Ich wollte doch nur schnell zur Apotheke...“ Er schwenkte die Tränke. Gut, und er hatte einem Gespräch aus dem Weg gehen wollen. Aber das musste er ja nicht sagen.
„Trink das hier“, murmelte der Schwarzhaarige inzwischen, schraubte eine der Phiolen auf und hielt sie Draco an die Lippen, wobei er ihn mit einer Hand abstützte.
„Ich mag aber nicht...“, kam es von dem Blonden, der ob des Geruchs des Trankes das Gesicht verzog. „Außerdem was ist mit dir?“
„Ich nehm gleich auch einen. Ich koche dir auch einen Tee, wenn du das hier trinkst...“
Zwei paar graue Augen lieferten sich einige Sekunden einen Starrwettbewerb, dann seufzte Draco und öffnete gehorsam den Mund. Grinsend hob Sirius das Fläschen an.
„Braver Junge...“ Er tastete Dracos Stirn ab und nickte. „Ich glaube, das Fieber sinkt.“
„Was ist mit dem Tee?“
„Sofort, Madame...“ Sirius erhob sich, gar nicht so unerleichtert einen Moment in die Küche flüchten zu können und bemerkte zufrieden, dass Draco glücklich lächelnd zurück in die Kissen sank.
Nachdenklich griff Sirius in der Küche nach einem Teebeutel und richtete seinen Zauberstab auf einen Becher mit Wasser. Als er dieses zum Kochen gebracht hatte, lehnte er sich gegen einen Hocker und warf einen Blick ins Schlafzimmer. Draco lag friedlich mit geschlossenen Augen auf seinem Bett. Genau so friedlich, wie heute Nacht. Noch hatte der Blonde nichts dazu gesagt, aber der Zeitpunkt würde sicher noch kommen. Ziemlich bald, wie Sirius schätzte. Und dann sollte er wissen, was er antworten würde.
Er konnte das ganze natürlich wieder herunterspielen. Hätte es jedenfalls gekonnt, wenn ihm am Ende nicht noch dieser Satz heraus gerutscht wäre. Jetzt würde das ziemlich albern sein. Gedankenverloren rührte er mit einem Löffel im Tee.
Was, wenn er einfach alles zugab? Wenn er Draco sagte, dass er alles ganz genau so gemeint hatte? Waren sie dann offiziell ein paar? Wahrscheinlich.
Noch keinen Deut schlauer brachte er Draco den Tee ins Schlafzimmer, half ihm sich gegen die Wand zu lehnen und setzte sich dann selbst im Schneidersitz auf den Boden.
„Du solltest noch einen Augenblick warten, der Tee ist…“
„Autsch“, fluchte Draco verschnupft und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen.
„Heiß“, beendete Sirius seinen Satz und hob eine Augenbraue.
Dracos Mundwinkel zuckten. „Ich hab’s bemerkt…“ Die beiden Männer blickten sich einen Moment lang an, dann drehte Sirius den Kopf zur Seite und nutzte einen weiteren Hustenanfall als Entschuldigung um den Boden zu betrachten.
Als er sich wieder aufrichtete, blickten ihn Dracos Augen noch immer unverwandt an.
„Ich hatte heute Nacht einen sehr schönen Traum…“, begann der Blonde und Sirius holte tief – und rasselnd – Luft.
„So?“, fragte er leise.
„Ein sehr zärtlicher Traum“, bestätigte Draco nickend, trank vorsichtig einen Schluck Tee und ließ den Blick des Älteren dabei nicht los.
„Ja, ich hatte auch einen sehr schönen Traum“, kam es nach einer kurzen Pause von Sirius.
„Es war kein Traum, oder?“ Um die Hoffnung in Dracos erkälteter Stimme zerschlagen zu können, hätte man schon ein geborner Sadist sein müssen.
Unfähig etwas zu sagen, beschränkte sich Sirius darauf, den Kopf zu schütteln. Ein Strahlen erhellte Dracos Gesicht.
„Danke.“
Erstaunt legte Sirius den Kopf schief. „Bitte.“
Einen Moment wurde es still, dann fing Draco an zu lachen. Sirius stimmte in diesen Laut ein und kurz darauf, erstickten sie beide fast daran, synchron zu husten. Draco erholte sich als erster wieder.
Als Sirius wieder klar sehen konnte, war der Blonde auf ihn zugekrabbelt. „Mist, du bist echt krank.“
„Es geht schon“, antwortete Sirius, schlüpfte aber trotzdem unter die Decke, die Draco ihm hinhielt und drückte sich frierend an die kleinere Gestalt.
„Sicher?“, fragte Draco nicht ganz überzeugt, aber Sirius lächelte ihn an.
„Auf jeden Fall. Ein bisschen Schlaf und dann geht’s mir wieder gut.“
Gut ging es Sirius nicht, als er wieder aufwachte aber er war definitiv nicht so krank, wie Draco es gewesen war. Dieser beobachtete ihn kritisch, als er die Augen aufschlug. Er hatte diese typischen Erkältungs-Kopfschmerzen und fühlte sich etwas erschlagen, aber sonst merkte er nichts.
Trotzdem lieĂź Draco es nicht zu, dass er aufstand.
„Ich muss zu Harry“, erklärte Sirius und räusperte sich, um seinen Hals frei zu kriegen. Er legte Draco in kurzen Worten dar, was im Ministerium geschehen war, erreichte jedoch nur ein Kopfschütteln.
„Wenn du jetzt aufstehst, dann bist du morgen wirklich krank.“
„Ach? Und deswegen liegen wir jetzt einfach noch ein paar Stunden zusammen hier rum?“, fragte Sirius mit leiser Belustigung in der Stimme.
„Ja.“ Draco ließ sich wieder neben Sirius sinken und kuschelte sich in die Decke.
Die beiden starrten einen Moment an die Decke, ehe Draco wieder zu reden anfing: „Meinst du, Harry kommt über die Sache mit Terry hinweg?“
Sirius seufzte leise auf. „Ich weiß nicht. Manchmal habe ich Angst, dass er es nicht tut. Harry ist stark, aber er muss es schon so lange sein. Wie er sich benommen hat, das passt nicht zu ihm. Er ist sonst nie auf diese Art mit Stresssituationen umgegangen. Ich habe dafür gesorgt, dass Remus bei ihm bleibt, aber weißt du…“
„Hm?“, fragte Draco leise und drehte sich auf die Seite, um Sirius anblicken zu können.
„Der Heiler hat uns geraten ihn ins St. Mungos zu bringen.“
„Glaubst wirklich, das ist notwendig?“, fragte Draco leicht geschockt.
„Wäre der Minister nicht gewesen, hätte ich dem Heiler in diesem Moment einen Flederwichtfluch verpasst, der sich gewaschen hätte. Aber… wenn ich jetzt darüber nachdenke…“ Sirius schloss kurz die Augen. „Vielleicht können wir ihm nicht mehr helfen.“
Dass ihm diese Gedanken auch nur in den Sinn kamen, empfand Sirius irgendwie bereits als ein Verrat an Harry. Aber er musste seinem Patensohn doch helfen und wenn andere Leute besser dafür geeignet waren…?
„Du solltest mit dem Werwolf darüber sprechen. Aber nicht heute…“ Sirius sah wie Draco zu dem Erkältungsmittel griff.
„Das ist mein Part“, erklärte er kategorisch, doch Draco überging seinen Protest. Stattdessen zog er vollkommen malfoy-like die Augenbrauen nach oben und hielt Sirius das Fläschchen entgegen. Ergeben griff Sirius schließlich danach und schluckte es, wobei er das Gesicht verzog.
„Das ist wirklich eklig.“
„Wie Severus immer gesagt hat: Es soll nicht schmecken, sondern helfen!“
„Meiner Meinung nach, war das immer Madame Pomfrey…“
„Sie hat sich diesen Satz schamlos von ihm abgeguckt.“
Sirius zog die Augenbrauen hoch, sagte aber nicht. Stattdessen lieĂź er sich in die Kissen sinken.
Irgendwann war Sirius es leid an die Decke zu starren. Er zog Draco zu sich, vergrub sein Gesicht in dessen Haar und schloss die Augen. Vielleicht war das keine so gute Idee gewesen, in Anbetracht der Tatsache, dass er eh kaum Luft bekam – aber Draco würde ihn schon wecken bevor er erstickte.
Sirius seufzte leise und schlief schließlich ein. Was ihn weckte war aber keine Form der Luftnot – jedenfalls noch nicht. Es waren schlanke, männliche Hände, die über seinen Körper glitten. Eine davon stahl sich zwischen seine Beine, lag dort, streichelte nur langsam seine Oberschenkel, während die andere über seine Brust fuhr. Weiches Haar kitzelte ihn am Kinn und die wärme eines Schlafzimmers umfing ihn. Wie in Hogwarts, in alten Zeiten.
Sirius merkte, wie er langsam wieder wegdämmerte und in einer reihe bunter Träume versank.
Hogwarts im Winter. Die peitschende Weide, die ihren Schnee am Morgen nach Vollmond abschüttelte, wie das kalte Eis auf die vier Freunde niederging, die durch die kaum angebrochene Morgendämmerung in das Schloss zurück schlichen.
Harry, wie er in seinem dritten Jahr kurz vor Sirius’ Flucht mit ihm in der nähe eben diesen Baumes stand und von einem Leben mit seinem Paten träumte.
Alte Gesichter, Bekannte aus vergangenen Tagen und Erinnerungen an schöne Stunden im Gryffindor-Gemeinschaftsraum. Selbst im Schlaf spürte Sirius das Glück wie goldfarbenen Honig durch seine Adern pulsieren – süß, warm und zähflüssig. Alles verklebend, alles erfüllend.
Er schnurrte leise als die Hand sich wieder bewegte, kleine Figuren auf seine Brust zeichnete und ihn streichelte. Da waren diese Winternächte gewesen, in denen er auf seinem Bett gelegen und geträumt hatte.
Und dann war er immer wieder geweckt worden…
„James“, murmelte Sirius mit einem Lächeln und schlug erschrocken die Augen auf, als plötzliche Kälte ihn aus seinen Erinnerungen riss. Die Hand war schlagartig von seinem Körper verschwunden und mit ihr Draco aus seinem Bett, der, die Decke an sich gepresst, an der Wand stand und ihn aus großen, verletzten grauen Augen ansah.
„Draco.“ Sirius war mit einem Mal hellwach und saß aufrecht. „Ich habe nicht… Ich meine, ich habe geträumt… Nur ein Traum…“ Kopfschüttelnd fuhr sich der Ältere mit der Hand über das Gesicht, als ihm klar wurde, dass diese Formulierung es wahrscheinlich auch nicht besser machte.
„Ich habe an Hogwarts gedacht“, korrigierte er sich. „Es ist nicht so wie du glaubst. Ich habe mich nur an die unzähligen Wintermorgende erinnert, an denen James mich immer geweckt hat, obwohl ich weiterschlafen wollte.“
Der Blick, den Draco ihm zu warf, war noch immer ziemlich skeptisch. „Und deswegen seufzt du seinen Namen, wenn du mit meiner Hand zwischen deinen Beinen aufwachst?“
„Ich habe mich wohl gefühlt.“ Sirius dachte fieberhaft nach. „Hogwarts war immer der einzige Ort, an dem es mir gut ging. Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich mich toll gefühlt. Ich bin dieses Gefühl nicht mehr gewohnt…“ Mit einem Hundeblick krabbelte Sirius auf Draco zu und streckte die Hand nach dem Jungen aus.
Dessen Blick wurde merklich weicher. Er ließ sich auf die Fersen sinken und ergriff die Hand des Älteren. „Na gut…“
Grinsend zog Sirius den Blonden zu sich und wickelte sie wieder in die Decke. Er stĂĽtzte einen Ellenbogen auf den Boden und beugte sich ĂĽber Draco, um ihm auf die Wange zu pusten.
Draco quiekte leise.
„ Tut mir leid. Ich wollte dich nicht beleidigen“, murmelte Sirius, ehe er sich ein Stück zur Seite rollte um Draco auf die rosigen Lippen zu küssen.
„Ist schon okay.“ Draco schlang die Arme um den Hals des anderen, so dass Sirius schließlich auf dem Kleineren zum Liegen kam.
„Ehm, Sirius…“, ächzte Draco.
„Hu?“
„Du bist ziemlich schwer.“
„Ups.“ Grinsend stützte sich Sirius wieder auf seine Unterarme und rieb sein Becken provozierend an Dracos, der scharf einatmete.
Langsam senkte Sirius seinen Kopf zu Dracos Hals, lutschte an der weichen Haut dort und saugte sich fest. Er spürte, wie Draco zu lachen begann, bei den schmatzenden Geräuschen die er dabei produzierte und grinste ungesehen gegen dessen Hals.
Wie kam Draco bitte auf die Idee, dass er an James denken und stöhnen würde? Das war absurd. Es war ja nicht so, als sei da zwischen ihnen jemals etwas Derartiges gewesen. Als ob er Lily… Merlin.
Dracos vorwitzige Hand bahnte sich ihren Weg in die Shorts, die Sirius trug, was ihn tief aufstöhnen ließ. Er spürte, wie sich Beine um seine Hüften klammerten.
Es wäre ja beinahe pervers, wenn er in so einer Situation an seinen besten Freund denken würde, oder? Er hatte es auch nie gemocht, wenn die Mädchen, die er ab und an mit heimbrachte, den Namen ihrer verflogenen Liebe stöhnten, von der sie Ablenkung suchten, wenn sie mit ihm im Bett waren – und zu keiner von denen hatte er eine tiefere Bindung gehabt… Ausgerechnet James. Er hatte sich schon nie vorstellen wollen, was zwischen Lily und James lief, wenn sie alleine waren. Ehrlich, das war ja fast so schlimm wie Peter beim Sex zu erwischen – nur halt eben auf eine andere Weise schlimm.
Als sich Dracos Lippen auf seine pressten, öffnete er leicht den Mund und erwiderte den erst scheuen, dann atemlosen Kuss, der sich daraus entwickelte. Schließlich ließ Draco von ihm ab, um ihm die Shorts von den Hüften zu ziehen.
Bei Godric Gryffindor, was würde James sagen, wenn er wüsste, dass er an ihn dachte? Das war wirklich verworren. Sicher, Harrys Vater war ein attraktiver Mann gewesen und der beste Kumpel, den man je hätte haben können… James war eben…
„James“, stöhnte Sirius lang gezogen.
Als hätte er sich verbrannt, zuckte Draco zurück. Eine Sekunde war es still. Genau die brauchte es nämlich für Sirius auch, um nachzuvollziehen, was er gerade von sich gegeben hatte – dann traf ihn Dracos Faustschlag am Kinn.
„Du elender Bastard!“
Draco war kein besonders geübter Schläger, aber Sirius war für einen Moment weggetreten und kämpfte ehrlich um sein Gleichgewicht. Als er die Augen – und auch den Mund – wieder öffnen konnte, stand Draco schon hastig angezogen an der Tür. Sirius sprang auf, vergaß dabei die Shorts an seinen Knöcheln und stolperte fluchend ein paar Schritte vorwärts. Als er sie hochgezogen hatte, stürmte Draco schon durch das Wohnzimmer.
„Verdammt, Draco, warte!“ Er hechtete hinterher, sprang praktisch über Archie hinweg, der eine leicht gelangweilte Miene zur Schau trug – als wolle er sagen: Schon wieder? Langsam könntet ihr euch ja mal wieder was Neues einfallen lassen – und streckte die Hand nach Draco aus. Dieser wich zurück.
„Ich hab’ doch gar nicht… Draco! Warte! Nein!“ Sirius machte einen Satz nach vorne, doch die Wohnungstür schlug vor seiner Nase zu und Draco, dessen Gesicht bleich vor Wut – oder Schmerz? – gewesen war, verschwand hinter ihr.
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