Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
HörbĂŒcher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
WĂ€hrungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Nach der Flucht ... - Nach der Flucht ...

von Tainted_Love

Er hatte es endlich geschafft.
Es war schwierig gewesen, und verteufelt riskant, doch sein Name wĂ€re nicht Sirius Black, wenn er seinen bis ins kleinste Detail durchdachten Plan, den er im Laufe der Zeit – und von dieser hatte er ja mehr als genug gehabt – entworfen hatte, nicht auch durchgefĂŒhrt hĂ€tte. NatĂŒrlich hĂ€tte er sterben können, und die Wahrscheinlichkeit, dass dies noch passieren wĂŒrde, wurde mit jedem Moment, den sie ihn suchten und nicht auffanden, umso grĂ¶ĂŸer, aber in Askaban hĂ€tte ihn nichts Besseres erwartet. Zwölf Jahre lang hatte er mit dem Tod, der Angst, dem Wahnsinn praktisch TĂŒr an TĂŒr gelebt. WĂ€hrend er in seiner Zelle gesessen hatte, woraus all die Zeit sein ganzer Tagesablauf bestanden hatte, waren draußen die Dementoren vorbeigeglitten, waren viele GefĂ€ngnisinsassen verrĂŒckt geworden oder sogar gestorben.
Um ehrlich zu sein, hatte er keine Ahnung, was ihn daran gehindert hatte, dem Wahnsinn zu verfallen. Oder vielleicht war es doch passiert und es war ihm nur nicht klar. Möglicherweise bekam man das selber gar nicht mit, glaubte man, man sei geistig immer noch vollstĂ€ndig anwesend. Andererseits – wie hĂ€tte er dann aus Askaban ausbrechen können? Aus dem GefĂ€ngnis, aus welchem man bekanntlich ĂŒberhaupt nicht ausbrechen konnte? WĂŒrde dies ein VerrĂŒckter schaffen? Wohl kaum. Dies war das Werk des wahrhaftigen Sirius Black, und niemand wĂŒrde es ihm nachmachen, zumindest nicht auf die raffinierte Weise, die er angewandt hatte.
Als er es vor wenigen Wochen tatsĂ€chlich geschafft hatte, die Mauern von Askaban nach zwölf endlos langen Jahren, entgegen aller Erwartungen, wieder zu verlassen, war er zunĂ€chst voll damit beschĂ€ftigt gewesen, so schnell wie möglich so weit weg wie möglich zu flĂŒchten, beziehungsweise ein nicht leicht aufzuspĂŒrendes Versteck zu finden. NatĂŒrlich, er konnte nie lĂ€nger an einem Ort bleiben, aber er war gezwungen zu warten. Warten auf etwas, das er noch mehr begehrte als Rache auszuĂŒben.
Und dieser Zeitpunkt war endlich gekommen. Es hatte Jahre gedauert, wie es ihm vorkam, von seinem Ausbruch bis zu dieser Nacht, doch inzwischen war Zeit relativ. Auf sanften Pfoten schlich er die Straßen entlang, die Dunkelheit und seine FĂ€higkeit, sich in einen Hund zu verwandeln boten ihm den besten Schutz, der ihm in seiner Lage möglich war. Er hatte keine Ahnung, wie spĂ€t es war, aber es waren keine Leute mehr auf Straße, und absolut niemand, der hier in der Gegend lebte, wĂ€re auf die Idee gekommen, der heruntergekommene, abgemagerte Streuner, der an diesem spĂ€ten Abend herumgeisterte, hĂ€tte etwas anderes im Sinn als nach etwas Fressbarem zu suchen, womit er sich einen weiteren Tag am Leben erhalten konnte. Und obwohl Sirius es in der Tat dringend nötig gehabt hĂ€tte, etwas zu sich zu nehmen, gab es Wichtigeres fĂŒr ihn.
Die Schnauze dicht am Boden entlang tragend, kam er seinem heiß ersehnten Ziel immer nĂ€her. Er war sich nicht sicher, was er erwartete, was ihn erwartete, aber das hieß auf keinen Fall, dass er je auch nur eine Sekunde daran gedacht hatte, umzukehren oder es von Anfang an nicht zu tun. Er wollte ihn sehen, um jeden Preis. Und das tat er auch.
Eben lief er lautlos durch einen schmalen Durchgang, als er seine Augen kurz hob, der Straße nĂ€her kommend, um zu prĂŒfen, ob auch hier niemand auf die Idee gekommen war, fĂŒr einen nĂ€chtlichen Spaziergang das Haus zu verlassen. Noch im selben Augenblick hielt er inne, verharrte wie versteinert in seiner Position. Dort saß jemand, auf einer Mauer im Magnolienring. Da Sirius bis hierher gekommen war, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen, schien er sich in falscher Sicherheit gewogen zu haben, wie er nun feststellte, denn er war der Person, wer immer es auch war, ziemlich nahe gekommen, ohne es selbst zu bemerken. Die Gestalt sprang von der Mauer und bĂŒckte sich nach irgendetwas, doch fast im selben Moment richtete sie sich wieder auf und blickte sich um, links und rechts die Straße entlang. Als sie nichts erkennen konnte, verschwand sie erneut hinter der Mauer, doch schon stand sie wieder aufrecht und – Sirius blieb beinahe das Herz stehen – hielt einen Zauberstab in der Hand fest umklammert.
Er erkannte ihn, nun, da er ihm direkt in die Augen blickte, was Harry aber zunĂ€chst nicht bewusst zu sein schien. Er erkannte ihn, obwohl er ihn die letzten zwölf Jahre nicht gesehen hatte und unter normalen UmstĂ€nden hĂ€tte er ihn gar nicht erkennen dĂŒrfen. Aber dies war nicht normal. Er war James, James, wie ihn in Erinnerung hatte, als sie noch dreizehn Jahre alt gewesen waren. Und er sah dies noch deutlicher, als der Junge leise „Lumos“ flĂŒsterte und mit dem Zauberstab direkt in seine Richtung leuchtete. Sirius war von seiner Erscheinung so in den Bann gezogen, dass er nicht mal mehr den Versuch unternahm, sich in den Schatten zu ducken. Der Augenblick, in dem der Schreck auf Harry’s – James’ – Gesicht trat, schien eine halbe Ewigkeit zu umfassen. Dann trat er rasch zurĂŒck, stieß gegen den Koffer, den Sirius jetzt im Licht des Zauberstabs sehen konnte, und fiel nach hinten, wĂ€hrend sein Zauberstab in hohem Bogen durch die Luft segelte und beim Aufkommen auf den Asphalt erlosch, und Sirius somit einige Sekunden dem Anblick des Sohnes seines besten Freundes beraubte, da seine geblendeten Augen sich erst wieder an die urplötzliche Dunkelheit gewöhnen mussten.
Ein verflucht lauter Knall, gefolgt von einem Schrei erschreckte ihn im nĂ€chsten Moment fast zu Tode. Er machte einen Satz rĂŒckwĂ€rts, ehe er benommen erkannte, dass ein ziemlich hoher, purpurner Bus aus dem Nichts vor ihm aufgetaucht war – der Fahrende Ritter. Ein junger Schaffner stieg aus, leierte eine kleine Rede herunter, ehe er verdutzt inne hielt. Harry rappelte sich vom Boden auf und Sirius konnte eine kurze Konversation zwischen ihm und dem Burschen belauschen. Sein Herz klopfte immer noch heftig.
„Was hast du denn da unten gesucht?“, wollte der Bursche von Harry wissen.
„Bin hingefallen.“
„Wozu das denn?“
„War keine Absicht“, gab Harry zurĂŒck, und den genervten Ton in seiner Stimme konnte man nicht ĂŒberhören. Ein seltsamer Schauer lief Sirius ĂŒber den RĂŒcken. Die Stimme... selbst die Stimme Ă€hnelte der von James in diesem Alter enorm.
Plötzlich bemerkte er, dass er wie angewurzelt im grellen Scheinwerferlicht des Busses stand, und es war sicher nur eine Frage der Zeit – Sekunden –, bis er entdeckt werden wĂŒrde. Es widerstrebte ihm zutiefst, doch mit einem letzten, sehnsĂŒchtigen Blick auf Harry drehte er sich auf der Hinterhand um und sprang lautlos ins Dunkel davon.
Er war sich nicht sicher, wie er fĂŒhlen oder ĂŒber die kurze Begegnung denken sollte. Es war im Grunde mehr, als er sich hatte erhoffen können, das wusste er, doch etwas ganz tief in seinem Inneren sprach sich fĂŒr das Gegenteil aus. Was hatte er tatsĂ€chlich erwartet? Dass er mit ihm reden wĂŒrde? Dass er ihm erzĂ€hlen wĂŒrde, wie es wirklich gewesen war, und Harry ihm glauben, trotz allem, was die Zeitungen ĂŒber ihn schrieben, schon vor zwölf Jahren geschrieben hatten? Das war schlicht und einfach Blödsinn. Aber trotzdem... ihm war, als hĂ€tte er James eben direkt gegenĂŒber gestanden. In Hundegestalt zwar, doch das machte keinen Unterschied, dadurch fĂŒhlte er sich nur noch mehr an alte Zeiten erinnert. Als sie noch zu viert bei Vollmond ĂŒber Hogwarts’ LĂ€ndereien gestreift waren und dabei mehrere GeheimgĂ€nge entdeckt hatten. Wie sie die Karte des Rumtreibers entworfen, Schniefelus geĂ€rgert hatten. Er konnte James nun wieder ganz genau bildlich vor sich sehen, wie er sich lĂ€ssig durch die ohnehin zerzausten Haare fuhr und auf Lily und ihre Freundinnen zuging, die ihm schon von weitem mit gehĂ€ssigem Blick entgegensah.
Es versetzte Sirius einen heftigen Stich, der ihn wieder zurĂŒck in die Gegenwart und auf den Boden der Tatsachen holte. Hogwarts war Vergangenheit, er stand hier in einer Gasse im Magnolienring und James und Lily waren tot. Nichts war mehr wie frĂŒher. Und er erinnerte sich wieder daran, was er schon vom ersten Tag in Askaban an hatte tun wollen – er wollte einen Teil des Verbrechens ausfĂŒhren, fĂŒr das er damals eingesperrt worden war. James wĂŒrde Peter’s Tod nicht zurĂŒckbringen, aber er wĂŒrde es tun, koste es, was es wolle.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Fiona Weir schaute sich alle 15.000 MĂ€dchen an und reduzierte die Auswahl schließlich auf 29, die sie auf DVD filmte – diese Aufnahmenschickte sie uns. Sie erwĂ€hnte, wir sollten auf ein MĂ€dchen besonders achten – sagte aber nicht, welches. Ich kam bis Nummer neun, rief Fiona an und sagte: ,Es muss die Neun sein.‘ Ich hatte Recht. Es war Evanna. Sie war absolut fantastisch.
David Barron, ausfĂŒhrender Produzent, ĂŒber das Casting fĂŒr Luna Lovegood