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Fanfiction

fascination. - Sell me Candy.

von Ginny_93

Soo, ich geb dann jetzt schon mal das zweite Kapitel raus... am dritten schreib ich schon, denke das kommt morgen oder so :)

@ 2 of the Marauders: vielen dank für den ersten kommentar ;) ich hab mir gedacht, wenn james auch als mädchenschwarm galt.. dann wär es doch ganz spannend wenn er lily erst im fünften schuljahr dann kennen lernt. das kommt in diesem kapitel auch noch mal gaaaaanz genau :P ich hatte dieses kapitel schon geschrieben, bevor ich deinen kommentar bekommen hab... ich weiß nicht, ob das mit peter jetzt schon so vorkam, aber ich werd mich an deinen tipp halten :)

dann gehts jetzt auch mal weiter...





Kapitel 2
Sell me Candy




James

Heute würden wir wieder nach Hogwarts fahren. Die Ferien waren – zum Teil leider, zum Teil auch glücklicher Weise – sehr schnell vergangen. Ich freute mich, mit meinen Freunden wieder unter uns zu sein. Außerdem gab es dann auch wieder mehr Ablenkmöglichkeiten, zB Streiche und natürlich Mädchen.

Moony war völlig durch den Wind. Er war Vertrauensschüler geworden. Er freute sich auf dieses Amt. Pad und ich verstanden ihn absolut NICHT. Diese ganzen Regeln... Auch Pad flippte förmlich aus, seit zwei Tagen. Er würde in der Schule wieder auf zwei seiner Cousinen treffen. Zwar war die eine, Andromeda, gar nicht mal so schlecht – sie ging momentan in die 7. – aber Narzissa, ein Jahr unter uns. Die war die Hölle. Sie war jetzt wohl so um die 14 und eine waschechte Slytherin. Furchtbar, wie ich schon sagte. Hatte die schlechten Ansichten halt alle von den Eltern übernommen und so. Aber na ja, auf jeden Fall würde Pad wieder auf sie treffen. Und ab jetzt galt er theoretisch gesehen als Blutsverräter. Mit Sicherheit war die Mitteilung, dass er weg war, schon durch einen Teil der Familie weiter getratscht worden. Und wer weiß, was die beiden alles tun oder sagen würden. Aber das war wohl auch nicht sein einziger Grund, so völlig schusselig zu werden. Er hatte die Chance, wieder viele, viele Streiche zu machen. Ich glaube dies war eine der Hauptgründe, weshalb er sich so auf das nächste Jahr freute. Wir hatten da schon eine Sache geplant. Wir wollten es so gegen Jahresmitte im Zaubertrankunterricht durchsetzen. Zwar mochten wir Sluggi schon ein bisschen, aber wir hatten Zaubertränke mit den Slytherins. Das würde ein Spaß werden.

Wir eilten gerade den Bahnsteig entlang. Meine Eltern mussten sich leider noch vor Gleis 9 ¾ verabschieden. Sie mussten arbeiten. Wir verabschiedeten uns und legten fest, dass Pad und ich zu Weihnachten wieder nach Hause kommen würden. Dann liefen wir durch die Wand und fanden uns direkt vorm Hogwartsexpress wieder. Jetzt stieg in mir die Freude gleich auf das Dreifache. Wir liefen schnell zur Mitte des Zuges und sprangen quasi in den Zug hinein. Wir suchten Moony und Wormy – die beiden waren jedes Jahr vor uns hier und belegten ein Abteil. Und schon fanden wir sie. Wir öffneten das Abteil und grinsten die beiden an. Moony grinste zurück – Pete brachte nur ein schwaches Lächeln zustande. Er hatte es nicht so mit dem Grinsen. Nachdem wir die Koffer verstaut hatten, ließen wir uns neben die beiden auf die Sitze fallen und unterhielten uns mit ihnen, bis wir bemerkten, dass der Zug los fuhr. Nun brachen Pad und ich in Jubelrufe aus – warum auch immer, wir freuten uns halt.

Lily

Ich hörte ein paar Abteile weiter laute Jubelrufe von Jungs und konnte mir schon denken, dass Potter und Black sich gerade unglaublich freuten. Der Zug war gerade losgefahren und schritt die Reise nach Hogwarts an. Ich freute mich irrsinnig. Mary und Alice ging es genau so. Nur Sally nicht. Sie hatte daheim einen Freund. Er war ein Muggel. Die beiden waren erst in den Sommerferien zusammen gekommen, deswegen war es natürlich doof, jetzt gleich für Monate getrennt zu sein. Sie war meine beste Freundin. Deswegen wusste ich auch, dass sie ihren Freund, Jason, eigentlich schon seit mindestens einem Jahr gut fand. Da freute es mich natürlich gleich umso mehr, dass die beiden endlich zusammen gekommen waren. Ich war dieses Jahr Vertrauensschülerin geworden. Mit Remus zusammen für Gryffindor. Professor McGonagall hatte alle Vertrauensschüler schon auf dem Bahnsteig eingewiesen. Wir müssten so gegen Mitte der Zugfahrt einen Rundgang machen. Da war dann noch ein bisschen Zeit. Ich könnte mal schauen, wo der Imbisswagen steckte, irgendwie hatte ich nämlich Hunger. „Möchte jemand anderes auch etwas vom Imbisswagen? Ich könnte was mitbringen.“ Alice und Sally nickten und teilten mir ihre „Bestellung“ mit. Also machte ich mich auf die Suche nach dem Imbisswagen. Kaum ein paar Meter gegangen, war ich total in Gedanken versunken in jemanden hinein gelaufen und fiel zu Boden.

James

Mittlerweile bekam ich Hunger. Aber in diesem Zugwaggon dauerte es immer etwas, bis der Imbisswagen kam. Ich könnte ihn natürlich suchen... Pad und Wormy spielten gerade Schach und Moony las ein Buch. Mir war etwas langweilig. „Jemand außer mir Hunger?“, fragte ich in die Runde. Moony schüttelte nur stumm den Kopf, doch Pad sprang erfreut auf. Er hatte eh gerade eben gegen Pete gewonnen. Also wollten wir los. Doch kaum waren wir aufgestanden, wollte er doch nicht los. Ich seufzte und fragte ihn „Du willst allen ernstes nichts essen?“ Er schüttelte den Kopf und antwortete nur „Prongs, du bringst mir natürlich was mit. Wie kommst du darauf, dass ich keinen Hunger habe?“ Er grinste und blickte mich mit einem flehenden Hundeblick an. Jaa, typisch Sirius Black. Also ging ich allein los und kaum hatte ich die Abteiltür hinter mir geschlossen, lief jemand in mich hinein und fiel auf den Boden. Ich blickte die Person verstört an. Es war ein Mädchen. Sie hatte rote lange Haare und blickte mich nun mit einem hasserfüllten Blick an. „Na toll“, war das einzige, was sie sagte. Dann rappelte sie sich auf und ignorierte meine Hand, die ich ihr angeboten hatte. Ich kannte sie, sie war in meinem Jahrgang und auch in Gryffindor. Sie war mit Moony befreundet, glaube ich. Aber an ihren Namen konnte ich mich nicht erinnern. Bisher hatte ich sie nicht sonderlich beachtet. Wozu auch, sie mochte mich soweit ich wusste eh nicht. Wär nur verschwendete Mühe, hatte ich bisher immer gedacht. Doch jetzt, wo ich sie so nah sah... Sie war ziemlich hübsch. Ihre Haarfarbe war zwar ungewöhnlich, aber zu ihr passte sie. Sie hatte wunderschöne, grüne Augen. Doch bevor ich noch mehr über sie nachdenken konnte, herrschte sie mich schon an. „Guck nicht so blöd, Potter. Ich bin kein Auto. Ich muss dann jetzt mal weiter.“ Und weg war sie. Ich stand weiterhin perplex da und konnte mich nicht rühren, bis ich nach ein paar Minuten wieder zur Besinnung kam und mich erinnerte, dass ich ja vom Imbisswagen holen wollte. Also ging ich in die selbe Richtung wie die rothaarige Schönheit eben gerade auch und versank in Gedanken. Nun gut, sie wusste wer ich war. Sie hatte mich nur ‚Potter’ genannt. Also schien sie mich tatsächlich nicht zu mögen. Schade eigentlich. Wär mit Sicherheit ganz nett geworden. Ich ging weiter. Vielleicht würde ich sie ja gleich wieder treffen. Ob sie auch zum Imbisswagen wollte? Mit Sicherheit, wenn ich ein bisschen meinen Charme spielen ließe, würde sie mich bald mögen. Vielleicht würde es ja doch was werden. Mal schauen. Nun sah ich vom weiten auch schon den Imbisswagen und – direkt anbei – das rothaarige Mädchen. Mir stockte der Atem. Das war meine Chance. Ich eilte zu ihr und kam ihr mit einem strahlenden Grinsen entgegen. Sie hingegen schenkte mir nur einen verachtenden Blick. Hm. Vielleicht doch nicht allzu leicht. Na ja, erst mal anfangen zu sprechen. „Hey, wieso denn so schnell weg? Tut mir leid, dass du hingefallen bist. Aber so schnell konnte ich dich nicht auffangen.“ Sie zog eine Augenbraue hoch. Gutes oder schlechtes Zeichen? Sie schien ihre Gedanken zu sammeln, doch dann – ging sie einfach an mir vorbei und beachtete mich nicht eines Blickes. Ich stand völlig geschockt da. Was war denn jetzt los? „He!“, rief ich ihr hinterher. Sie drehte sich nicht um. Zuerst nicht. Doch dann blieb sie stehen. Ich witterte meine Chance und ging ihr hinterher, während sie sich umdrehte. „Ich weiß nicht, was du dir einbildest, aber es wäre für uns beide einfacher, wenn du einfach wieder zurück zum Imbisswagen gehst, dir und deinem Freund Black was zu essen kaufst und mich einfach gehen lässt“, zischte sie mir zu. Mir blieb das Grinsen im Halse stecken. Man, war die kompliziert. Einen Versuch startete ich noch. „Wollen wir nicht mal was zusammen machen? Dann können wir das noch näher besprechen.“ Sie drehte sich für ihre Antwort nicht einmal um, sondern rief mir nur „Vergiss es, Potter“ zu. Man. Die war tatsächlich kompliziert. Ich runzelte die Stirn und ging bedrückt wieder zum Imbisswagen, um Pad seine Sachen zu kaufen. Mir war der Appetit vergangen. Mich hatte noch nie eine so hart abserviert, wie eben.

Sirius

Auf dem Weg vom Klo zurück wurde mir mein Hunger erst so richtig bewusst. Gerade als ich um die Ecke bog, kam mir ein Mädchen entgegen. Ich glaube, sie war aus Gryffindor. Doch wie sie hieß... Das war mir leider entfallen. Sie blickte auf und sah mir direkt in die Augen. Als sie an mir vorbei war konnte ich nicht anders, als ihr hinterher zu gucken. Sie war ziemlich hübsch gewesen. Und auch sie blickte mir noch hinterher. Unsere Blicke trafen sich erneut und ich musste stehen bleiben. Ich glaube ich wäre sonst irgendwo gegen gelaufen. Blind laufen war nicht so mein Ding. Aber schönen, blondhaarigen Mädchen hinterher gucken, DAS war mein Ding. Sie lächelte mich schüchtern an. Ich grinste zurück. Dann rief ich ihr die ca. 10m über, die uns trennten zu „Wie heißt du?“ Doch sie grinste nun nur frech zurück. „Finds doch heraus!“ Und damit bog sie um die Ecke und war verschwunden. Wow. Die hatte mit mir geflirtet. Ich witterte eine neue Chance und machte mich auf den Rückweg zum Abteil. Dort war Prongs natürlich immer noch nicht wieder angekommen. Pete war weg. Ich fragte Moony aber nicht, wo er war, sondern setzte mich ans Fenster und wartete auf Prongs, um ihm von meinem neuen Vorhaben zu berichten. Doch als dieser kam, musste ich sofort loslachen. Er sah total niedergeschmettert aus. „Prongs, du siehst aus als hätte dich ein Mädchen abblitzen lassen!“ Ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus – bis ich merkte, wie er mich betroffen anblickte. „Was? Du... dich hat echt eine... abblitzen lassen?“, fragte ich ihn geschockt. Er nickte. „Wer? Was... wieso????“ Mehr brachte ich nicht heraus. Er gab mir alles, was er an Süßem in der Hand hatte. Er hatte das Mädchen wohl getroffen, bevor er am Imbisswagen angekommen war. Dass er da keinen Appetit mehr hatte, konnte ich verstehen. Sonst hatte nie eine etwas gegen einen Flirt oder so einzuwenden. Dann erzählte er uns die Geschichte. Selbst Moony war anfangs ein bisschen geschockt, denn das war wirklich eine Neuigkeit. Dann fragte er „Wie sah sie denn aus?“ „Oh ähm“, begann Prongs, „sie war ziemlich hübsch, unser Alter, lange, rote Haare-“ Doch Moony unterbrach ihn. „Dann ist klar wieso sie nicht wollte.“ „Und wieso?“, fragten Prongs und ich im Chor. „Weil das Lily Evans war. Weißt du, eins der Mädchen, die auch in der Winkelgasse waren, die wir getroffen haben. Sie mag dich nicht. Und am wenigsten mag sie deine Art Mädchen gegenüber.“ Jetzt waren wir baff. Lily Evans, den Namen hatten wir schon mal gehört. Sie war mit Schniefelus, einem Slytherin, befreundet oder befreundet gewesen, man sah sie selten zusammen. Ich hatte mich nie um sie geschert. Keine Ahnung wie sie aussah. Aber lange rote Haare... Hm... Sie würde mir wohl bald mal öfter auffallen. Aber dass sie tatsächlich Prongs abblitzen ließ... Na ja, jetzt war ich mit meiner Geschichte dran. Ich berichtete den beiden davon. Dann sagte Prongs „Na wenigstens du hast heute Glück.“ Moony lächelte nur und schüttelte leicht den Kopf. „Ihr zwei seid echt unmöglich.“ „Ich weiß“, erwiderte ich und grinste ihn an. „Weißt du auch, wie sie heißt?“ Moony schüttelte den Kopf. „Hab ich jetzt grade nicht im Kopf. Du bist dir ja nicht mal sicher, ob sie wirklich in Gryffindor ist. Wie soll ich dir das dann sagen können. Wenn du sie noch mal siehst, sag mir Bescheid, vielleicht kann ich dir dann weiter helfen.“ Ich nickte Gedankenversunken und blickte wieder aus dem Fenster. Bald würden wir in Hogsmeade ankommen. Ich freute mich schon irrsinnig.

Sally

Als ich wieder ins Abteil kam – ich hatte etwas getrödelt – war Lily schon wieder da und regte sich tierisch auf. Ich wunderte mich etwas, doch als sie mir erzählt hatte, was passiert war, wurde mir so einiges klar. Erbärmlich, Potter. Wirklich erbärmlich. Das war genau der falsche weg, an Lily heran zu kommen. Aber na ja, war auch besser so. Er war nicht gerade der beste im richtigen Umgang mit Mädchen. Lily regte sich noch ein paar Minuten auf, bis es ihr dann selbst zu viel des Guten wurde. Dann fragte sie mich natürlich gleich, wieso ich so lange weg gewesen war. Ich lief leicht rot an, doch dann grinste ich. „Du wirst es mir nicht glauben, aber ich hab Sirius Black auf dem Weg zum Klo getroffen.“ „Ach du heilige Schande. Und wollte der was?“, fragte Lily völlig genervt. Ich nickte. Sie zog eine Augenbraue hoch und ich lachte los. „Ja, er wollte wissen wie ich heiße.“ „Einfach so?“, fragte Lily mich misstrauisch. Ich log einfach mal, musste sie ja nicht wissen, dass ich ein bisschen ‚fremdgeflirtet’ hatte. Was war auch schlimmes dabei?! „Ja, einfach so.“ Und damit war das Thema für mich auch erledigt. Ein paar Minuten später zogen wir uns unsere Umhänge an und der Hogwartsexpress kam in Hogsmeade an. Wir stiegen aus und ich fühlte mich schon etwas besser. Eigentlich hatte ich Jason nicht ‚allein zu Hause’ lassen wollen. Aber na ja, nach der Ablenkung im Zug freute ich mich schon wesentlich mehr auf Hogwarts. Wir vier stiegen in eine der Pferdelosen Kutschen und fuhren damit langsam den Weg zum Schloss hinauf. Ich schwebte schon in Gedanken beim Essen. Ja, ich aß sehr gern, was konnte ich dafür? Danach aussehen tat ich nicht. Also gönnte ich es mir auch. Ein paar Minuten später – ich hatte mich eifrig mit Alice unterhalten – stiegen wir aus und ich blickte hoch zum Schloss. Genau in diesem Augenblick hörte ich eine Stimme hinter mir. „Hey, Blondie. Willst du mir nicht doch selbst sagen, wie du heißt?“ Es war die Stimme von niemand anderes als Sirius Black. Als ich mich zu ihm umdrehte, sah ich ihn grinsend neben Potter stehen. Dieser blickte nur zuerst verwirrt von seinem Freund zu mir, wieder zurück... und dann schien er zu verstehen und grinste. „Die Zugbekanntschaft?“, fragte er Sirius. Dieser nickte grinsend und antwortete „Und das dahinter ist deine?“ Potter blickte missmutig zu Lily und senkte den Blick. Mittlerweile grinste ich zurück und sagte „Ich hab dir doch gesagt, du sollst meinen Namen selbst heraus finden. Ich werde ihn dir nicht sagen.“ Dann drehte ich mich um und ging ins Schloss. Ich spürte quasi den Blick in meinem Rücken, drehte mich jedoch nicht um. Auch als ich merkte, dass Lily nicht neben oder hinter mir war, ging ich erst einmal einfach weiter. Den Sieg gönnte ich ihm nicht. Doch als ich außer Sicht war, guckte ich schon, wo Lily blieb. Diese kam gerade zu mir. „Einfach nur so, dass ich nicht lache Sally. Du hast mit ihm im Zug geflirtet, gibs zu! Man, du bist doch mit Jason zusammen, was soll denn so was?“, sagte sie vorwurfsvoll zu mir. Ich zuckte die Schultern. „Kam einfach so über mich, sorry, ich lass es in Zukunft.“ Damit schien ich sie beruhigt zu haben, denn sie zuckte die Schultern und nickte leicht. Ich würde es versuchen, aber ob ich ganz wiederstehen konnte, das wusste ich nicht. Immerhin wäre es ja eh nur ein kleiner Flirt nebenbei. Und nun gingen wir zu viert – Alice und Mary waren gerade zu uns gekommen – in die große Halle und setzten uns an den Gryffindortisch. War es Zufall, dass ausgerechnet die vier ‚Rumtreiber’, wie Sirius und seine Freunde sich nannten, ganz in unserer Nähe saßen?

Sirius

Ich musste jetzt ganz dringend wissen wie sie hieß. Sonst würde mich das ganze noch wahnsinnig machen. Das Essen war dieses Mal wieder recht gut gewesen. Also na ja, für mich ist eigentlich jedes Essen gut, solange es schmeckt. Na ja, auf jeden Fall hatten wir uns ziemlich nah an die Mädchen gesetzt. Ich gebe zu, es war meine Idee. Ich dachte, so schnapp ich vielleicht ihren Namen auf. Aber nein, natürlich nicht. Jetzt sind wir grade auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum und danach werden wir wohl in den Jungenschlafsaal marschieren. Ich hoffe das geht jetzt mal flott, ich muss Rem unbedingt fragen, ob er jetzt weiß, wie das Mädel heißt. Um die Ecke... Treppe hoch... Noch mehr Treppen hoch... Nach links... Durch den Geheimgang... Noch mal nach rechts... Jaa, da vorne ist die Fette Dame. Jetzt aber schnell. Ich will nämlich nicht, dass allzu viele mitbekommen, über was, beziehungsweise wen wir sprechen. Nicht, dass sich das noch verbreitet und die irgendwelche Gerüchte darüber in die Welt setzen. Zum Beispiel ich sei verliebt in sie oder so. Das wär ja erstens lächerlich und zweitens Rufschädigend. Welches Mädchen macht was mit nem Jungen, der vergeben ist? Na ja, okay, recht viele, aber eben nicht alle. Und das waren mir dann zu wenige. Soo. Tür auf. Und los. „Moony?“ „Ja Pad?“ Er klang nicht genervt. Sehr gut. „Du sag mal, hast du das Mädchen mit den langen, glatten blonden Haaren neben der Roten und so gesehen?“ „Du meinst Sally?“ Ahhhh, da hatten wirs doch! „Ja, genau. Sally. Und wie weiter?“ „Ach so, die Zugbekanntschaft? Das ist sie? Ach du meine Güte. Äh, soweit ich weiß heißt sie mit Nachnamen McAllistor.“ Da hatte ich meine Information. „Danke Moony, du bist der beste.“ „Und wofür brauchtest du jetzt nur ihren Namen?“, fragte er mich verwundert. Ich zuckte die Schultern. „Sie meinte, ich solle ihren Namen selbst heraus finden. War ja recht einfach.“ Jetzt lachte Rem. Ich schaute ihn entrüstet an. „Wieso lachst du?“, fragte ich ihn empört. Er grinste und setzte sich auf sein Bett. „Weil du es dir mal wieder viel zu einfach machst.“ Ich zuckte wieder die Schultern und ging ins Bad, einen Blick in den Spiegel werfen. Ja, saß alles. Dann konnten wir uns ja wieder im Gemeinschaftsraum blicken lassen.

Remus

Nachdem Pad endlich aus dem Badezimmer wieder aufgetaucht war, gingen wir wieder in den Gemeinschaftsraum. Ich nahm mir schon mal vorsichtshalber wieder ein Buch mit. Man konnte ja nie wissen, wie spannend, beziehungsweise natürlich unspannend es wurde. Der Gemeinschaftsraum war aber, wie zu erwarten, proppevoll. Nun ja, soviel zu ‚in Ruhe lesen’. Daraus wurde dann wohl mal wieder nichts. Was soll’s dachte ich mir und setzte mich mit den anderen dreien in eine Ecke und beobachtete das Treiben. Gerade kamen drei Mädchen an, sie mussten wohl zwei Stufen unter uns sein, und wollten sich unbedingt mit Pad, Prongs und mir unterhalten. Ich hatte kein sonderliches Interesse, mich mit ihnen zu unterhalten. Wozu auch? Ich wollte keine Freundin. Das war viel zu gefährlich. Eine Beziehung mit einem Werwolf sollte man meiner Meinung nach nicht eingehen. Und genau so einer war ich nun mal. Gott sei Dank hatte ich so spitzenmäßige Freunde, die meinetwegen ungemeldete Animagi geworden waren, um mit mir die Vollmondnacht zu verbringen. Vor genau zwei Jahren hatten sie damit angefangen. Und nach einem halben Jahr hatten sie es auch geschafft. Einmal wären sie fast erwischt worden. Das war ne heikle Sache. Aber es ist dann doch alles gut gegangen. Wäre ja auch etwas... unangenehm wenn nicht. Hätte ne große Sache draus werden können. Und vielleicht wär am Ende dann alles heraus gekommen. Nicht auszudenken, was wäre, wenn alle wüssten, dass ich einer war. Furchtbar. Auf jeden Fall konnten Prongs und Pad die drei Mädchen auch zu zweit ganz gut unterhalten. So versuchte ich, doch etwas zu lesen. Wormy hörte dem Gespräch zu und sah gespannt einen nach dem anderen an. Armer Kerl.

James

So nett diese Mädchen auch waren. Irgendwas störte mich. Und das war wirklich komisch. Ich wusste auch nicht was und versuchte deshalb, das Gefühl zu verdrängen. Ich musste mir ja nicht durch meine komischen Launen alles verderben. Also war ich einfach weiterhin nett und verabredete mich auch mit der einen, Nicole hieß sie, fürs erste Hogsmeadewochenende. Sie schien ganz nett zu sein. Und plötzlich spürte ich einen Luftzug von hinten. Man muss dazu wissen, dass ich mit dem Rücken zum Raum hin saß. Es war jemand an mir vorbei gerauscht. Und dieser jemand roch extrem gut. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass es ein Mädchen war. Ansonsten müsste ich diesen Gedanken mein Leben lang verschweigen. Aber es hatte auch nach einem Mädchen gerochen. Und es war auch eins gewesen. Die rothaarige Schönheit war es gewesen. Sie hatte irgendwie nach... Blumen gerochen. Ich blickte ihr noch so lange nach, bis sie die Treppe zu den Mädchenschlafsälen hochgegangen war und die Tür hinter sich geschlossen hatte. Dann richtete ich meinen Blick wieder auf die drei Mädchen. Nicole hatte mich misstrauisch gemustert. Ich grinste sie jetzt an. Das war das einfachste Mittel, um auf ein anderes Thema zu kommen. „Hm, ich glaub wir gehen dann jetzt mal“, sagte eine ihrer Freundinnen. Auch nicht schlecht. Ich nickte und verabschiedete mich wie Pad von ihnen. Danach seufzte ich laut. Auf einmal blickten mich alle anderen drei an. „Seit wann seufzt du denn?“, fragte mich Pad verwundert. „Seit mein Charme seinen Reiz verloren hat“, gab ich zurück. Moony grinste mich an. „Was grinst du denn so?“, versuchte ich ihn anzupampen. Das allerdings brachte ihn dazu, noch breiter zu grinsen. Er sagte „Nur so“ und senkte den Blick wieder. Na toll. So was brachte mich immer zur Weißglut. Rrgh. So ein Scheiß. Jetzt war ich mittlerweile aber echt schon ziemlich müde. Morgen war Unterricht. Kotz. „Paaaaaaaaaaaaaaaaaad“, flehte ich. „Jamsiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeee!!“, gab er zurück. Nicht lustig. Ich blickte ihn böse an. „Ich hab keine Lust auf den Unterricht morgen.“ Er grinste mich an. „Wir sollten noch schnell was lustiges planen. Sonst wird’s so langweilig, wie du es dir gerade vorstellst.“ Er versuchte mich aufzumuntern. Klappte gut. Ich nickte strahlend. „Jaaaaaaaaa, ein Streich!!“ Jetzt war ich begeistert – und keineswegs mehr müde. Müdigkeit kannte ich jetzt nicht mehr. Die kam aber einige Minuten später wieder, als Pad und mir und selbst Moony kein vernünftiger Streich einfiel. So was gab es doch gar nicht. Ein erster Schultag ohne Willkommensstreich?? Nein, unmöglich. Da flutete ich lieber das Klo der Maulenden Myrte, anstatt gar nichts zu tun. „Ich hab’s!!!!“, schrie Moony auf einmal. „Mein Gott, schrei doch nicht so, da werden ja alle aufmerksam. Also, was denn?“, fragte Pad mürrisch. Ich war eher verwundert. Moony hängte sich als !Vertrauensschüler! da so mit rein? Na gut, soll mir recht sein. „Sorry Pad. Also, ich hab mal einen Zauber gesehen. Also davon gelesen. Ich... Na ja, ich glaube, ich weiß noch in welchem Buch. Ich guck morgen mal. Wenn ich den Zauber finde, dann...“


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