
von Feenflügel
***Vorwort: Es tut mir leid, dass ich so lange kein Chap mehr online gestellt habe. Ich hoffe ich kann euch mit diesem hier einigermaßen besänftigen. Viel spaß.***
Ganz gemütlich stand ich am nächsten Samstagmorgen auf. Eine Brünette, grünäugige verschlafene Gestalt schaute mich aus dem Spiegel heraus an, eine Weile betrachtete ich meine Augen. Reines, unverpfuschtes Grün. "Wie langweilig", murmelte ich mir selbst zu. Ich hatte meine Metamorphmagischen Fähigkeiten so gut im Griff, dass ich mir nur durch die Haare fahren musste, um ihnen ein paar honigblonde Strähnchen und ein dunkelres Braun zu verpassen, ein Blinzeln genügte und ich hatte anstatt grüne leicht gelbliche Augen, die der einer Schlange nicht ganz unähnlich waren. Zufrieden machte ich mich weiter fertig, zog anstatt der Schuluniform eine bequeme Jeans und einen schwarzen Rollkragen Pullover an, kemmte mir die Haare und kümmerte mich dann um meine Lippen, sie wurden etwas voller als zuvor, damit ich hauchzarten roten Lippenstift darauf so verteilen konnte, dass er auffiel. Meine Augen verzierte ich mit Wimperntusche und einem schwarzen Lidstrich der noch einige Millimeter über das Auge hinaus ging. Ich band mir die Haare im Nacken zu einem festen Knoten zusammen, aus dem sich nur zwei gelockte Strähnen lösten. So konnte ich durch die Schule laufen, entschied ich. "Juli?", hauchte es hinter mir. "Guten Morgen Sammy", gab ich lächelnd an meine verschlafene beste Freundin zurück. Sie zog eine Augebraue hoch. "Schick", kommentierte sie mein Aussehen. "Danke." "Die Augen sind der Hammer." Ich lächelte. "Du weißt doch, ich brauche immer ein kleines Highlight." Lachend stieg sie aus dem Bett. "Das stimmt." Während sie sich fertig machte, zog ich mir den Umhang über und beobachtete Nora beim schlafen. Zwischendurch zuckte sie im Schlaf und das fand ich immer sehr amüsant. "Weck sie auf, sonst verpassen wir noch das Frühstück." "Ich hab eigentlich gar keine Lust hier in Hogwarts zu frühstücken." Trotzdem ging ich zu Noras Bett und rüttelte sie wach. "Steh auf, Schlafmütze." "Wie nett", kam Noras genuschelte Antwort unter ihren Armen hervor. "Was ist nett?", fragte ich verwirrt. "Das du mich wach machst, es ist Samstag, lass mich schlafen." Nichts da, raus aus den Federn." Ich zog ihr die Decke weg. Sie stöhnte genervt auf. "Ist ja gut." "Wo willst du den sonst frühstücken?", fragte Sammy, als hätte es keine Unterbrechung gegeben. "Hogsmeade?" Nora und Sammy hielten in allen Tätigkeiten inne. "Du willst JETZT nach Hogsmeade?" "Wofür gibt es denn Gang der einäugigen Hexe?" Sammy und Nora tauschten einen vergnügten Blick. "Beeil dich, Nora", sagte Sammy ungeduldig.
Nach einem stressigen Gesuche, Nora hatte ihre blöden Stiefel nicht gefunden, konnten wir uns dann endlich auf den Weg zur Statue machen. "Pass auf, Slughorn!", zischte Nora plötzlich. Der Buckel der Hexe stand sperangelweit offen und der beleibte Zauberer schritt gemächlich auf uns zu. "Shit!" "Geht ihr nur ich mach das schon", drängte Sammy. "Ich komm dann nach." Nora und ich nickten und warteten bis Sammy Slughorn in ein Gespräch verwickelt hatte, bevor wir in die Statue kletterten und den Gang hinabrutschten. "Das war knapp", flüsterte ich. Geduckt liefen wir durch den Tunnel. Plötzlich hörten wir ein Geräusch hinter uns und blieben wie festgefroren stehen, ein seltsam dumpfes Geräusch, ein paar Meter hinter uns, kündigte den Aufprall eines Körpers auf Stein an. "Sammy?", flüsterte Nora hinter mir beinahe schon quietschend. "Ja", kam es von nicht weit weg. Erleichtert atmete ich aus und ging weiter.
Im Keller vom Honigtopf angekommen zog ich schonmal ein bisschen Süßkram aus den Kisten und packte es in meine Hosentaschen."Das ist Diebstahl!" Ich grinste Nora an."Nicht wenn sie das hier finden." Ich legte ein paar Galleonen auf die Kiste, aus der ich Lakritzzauberstäbe genommen hatte. "Ich hab Hunger auf Toast", meckerte Nora. "Ich will Café", gab Sammy ihren Senf dazu. Ich verdrehte die Augen. "Dann gehen wir zu Madam Puddifoot." Leise schlichen wir die Treppe hoch und mischten uns dann einfach unter das wenige Treiben im Honigtopf. Auf den Straßen war nicht mehr los, umso schwerer wahr es, nicht als Hogwartsschüler erkannt zu werden, vor allem, wenn man einen Schülerumhang trug. Bei Madam Puddifoot zog ich den Umhang schnell aus und wir suchten uns einen Tisch weit weg vom Fenster. "Wieso sind wir nicht in die `Drei Besen´gegangen?", fragte Sammy und beäugte eifersüchtig die Paare die sich hier rein klischeehaft aufhielten. "Weil Madam Rosmerta uns kennt." Das ging als Argument durch, unser erster Hogsmeade Ausflug hatte mit einem kleinen Gerangel mit Slytherins in den Drei Besen geendet. Und wenn sie uns außerhalb von Hogwarts ohne Erlaubnis erwischt hätte, hätten wir ziemlich schnell in McGonnagalls Büro gesessen.
Madam Pudifoot kam zu uns und ich versuchte meine Stimme irgendwie Älter klingen zu lassen, als ich für uns drei Café und Sandwiches bestellte. Sie schien nicht wirklich zu bemerken, dass wir Hogwartsschülerinnen waren. Als sie fortging wechselten wir einen kurzen Blick untereinander. Es wurde ein seltsam angespanntes Frühstück, wir versuchten niemandem genau in die Augen zu schauen und sprachen so wenig wie möglich miteinander. Wir warfen das Gold schnell auf den Tisch, sobald der letzte Bissen hinunter geschluckt und der letzte Schluck getrunken war. "Kommt, wir haben es eilig, ich will den Termin nicht verpassen", sagte ich in einem geschäftsmäßigem Ton. Beide nickten mir zu. Schnellen Schrittes machten wir uns auf, zurück zum Honigtopf, doch die wenigen Hexen und Zauberer starrten uns irgendwie so seltsam an, dass ich schon fast verräterisch schnell gerannt war. "Nicht so schnell, Juli." "Psst", zischte ich Sammy zu und nickte in die Richtung von den ´Drei Besen´. Rosmerta kam auf ihren Absätzen gerade heraus gestöckelt und begrüßte eine Frau in einem Umhang vom Ministerium. "Los, los!" Auch die beiden hatten die Frau erkannt, es war meine Mutter. Wir beeilten uns also noch mehr, zurück in die Schule zu kommen. Fast stolperten wir die Treppe zum Keller des Honigtopfes hinunter. "Vorsicht, stoßt nichts um!" "Mach schon, da kommt jemand", sagte Sammy und piekte Nora in den Rücken. "Oh nein!" Ich sprang die letzten Stufen hinunter und versteckte mich sofort hinter einer Riesenpalette Kisten mit der Aufschrift "Schokofrösche". Nora versteckte sich hinter einem Schrank mit Schüsseln voller Zuckermäuse. Sammy stürzte sich hinter Kisten voller essbarer Käfer. Ein Mann stieg drei Treppenstufen hinab und hob eine Kiste auf einem Stapel hoch und verließ den Keller wieder. Vorsichtshalber warteten wir ein paar Momente, bevor wir gleichzeitig zu der Steinplatte hetzten, die der Eingang zu dem Geheimgang war. "Macht schnell", sagte ich und hob die Platte hoch. Sammy kletterte als erste rein. "Und hol noch ein paar Lakritzzauberstäbe", tönte es von oben. "Schneller!",flüsterte ich.Nora sprang hinein. Ich kletterte ihr nach und schob die Platte genau in dem Moment wieder zu, als oben eine Tür aufging.
Wir liefen los. "Jetzt weiß ich wenigstens das sie das Geld finden." "Warum ist der Typ nochmal zurück gekommen?", meckerte Sammy. Ich zuckte mit den Schultern. "Na macht schon, denen dürfte inzwischen Aufgefallen sein, dass wir nirgends zu finden sind", meinte Nora und sie hatte Recht, wir waren viel zu lange weg. "Okay, also wo waren wir?" "In der verbotenen Abteilung der Bibliothek?", schlug Sammy vor. "Da suchen die uns bestimmt zu erst." "Der verbotene Wald?" "Dafür kommen wir nicht aus der richtigen Richtung zurück", bemerkte ich. "Na super", sagte Nora genervt. "Wir waren in einem unbenutzten Klassenzimmer", sagte ich. "Und was haben wir da gemacht?" "Geredet?",nahm Sammy an."Ja." Und dann, gerade als wir unsere Ausrede zusammen gebastelt hatten, kam auch schon das Ende des Ganges in Sicht.
Wir kletterten aus der Statue heraus und machten uns auf den Weg zum Gemeinschaftsraum, als wir gerade zu den Treppen kamen, lief mir Mitch entgegen. "Wo wart ihr?" Er nahm mich in den Arm. "Dein Bruder sucht dich schon überall." "Wir waren in einem unbenutzten Klassenzimmer und haben nur so geredet." Da das von uns allen dreien gleichzeitig kam wurde Mitch sofort misstrauisch. "Achso und worüber?" "Ehm, über den nächsten Hogsmeade Ausflug." Ja, etwas besseres war Nora wohl nicht eingefallen. Sammy nickte trotzdem und ich lächelte unschuldig. Dann kam Mitch auf mich zu und nahm mich nochmal in den Arm. Ich war verwirrt. "Mitch, was...?" Dann fühlte ich seine Händen an meinen Oberschenkeln, in der Nähe meiner Hosentaschen. "Den nächsten Ausflug oder den von heute morgen?", flüsterte er. Er ließ mich los und sah uns drei nacheinander an. "Wart ihr auch vorsichtig? Ihr wisst, dass ihr dafür von der Schule fliegen könntet?" "Wofür?" Conny tauchte plötzlich wie aus dem nichts auf. Oh mein Gott, etwas schlimmeres gab es in diesem Moment nicht. Deren sprang hinter einer Rüstung hervor und sagte gelassen: "Bei den vielen Regeln kann man ja für fast alles von der Schule fliegen." "Wer bist du denn?" Connys Stimme klang abwertend.
"DAS ist Deren." "Und warum mischt sich Deren in eure Angelegenheiten, Sammy?" "Weil er es darf", zischte ich. "Ihr seid doch, die Unruhestifter schlechthin, da kann so ein kleiner Erstklässler euch doch wohl kaum überzeugen zu euch zu gehören oder." Nora wurde stinkwütend. "Was soll das denn heißen? Wir sind doch keine Gang oder so." Conny grinste boshaft und wollte gerade zum Gegenschlag ansetzten als ich mich einfach umdrehte und gehen wollte. Doch ich blieb an Mitchs Tasche hängen, mein Umhang wurde zur Seite geschoben und man sah die Lakritzzauberstabenden aus meinen Hosentaschen ragen. Conny blieb die Antwort im Hals stecken und sie sah mich süß lächelnd an. Mist! "Ihr wart in Hogsmeade." "Nein, waren wir nicht." "Woher hast du die dann?" Sie deutete auf die Stäbe. Ich richtete meinen Umhang und sah sie böse an. "Ehm..." "Die hab ich ihr geschenkt", verteidigte mich Mitch. Connys Lächeln verzog sich zu einer wütenden Grimasse. "Darf ich fragen was dich das überhaupt angeht wo die drei waren und wo nicht?" Deren sah Conny grinsend an. Die schnaubte nur und zog ab. Nora lächelte Deren an und auch Sammy nickte ihm anerkennend zu. "Danke Deren", sagte ich. "Kein Problem, du hast mir auch oft genug geholfen." Nora sah mich flehend an und ich nickte. "Hahaha, dankeeee! Deren komm mal mit mir." Sie schnappte sich den kleinen Erstklässler und verschwand die Treppe hoch mit ihm. "Was war das denn?", fragte Mitch. Sammy lachte. "Nora darf den nächsten Unruhestifter in die Erfolgsgeheimnisse einweihen." "Oh und ihr seid keine Gang?", lachte er. "Nein, nur eine kleine Rebellentruppe", sagte ich. "Was du nicht sagst." Sammy sah beschämt weg, als Mitch mich ansah und an sich zog. "Ich...Ich geh mal deinen Bruder suchen und sag ihm wo wir waren." "Mach das", antwortete ich abwesend, völlig in Mitchs Augen versunken. Sammy verschwand schnell."Die Augenfarbe steht dir echt gut", flüsterte er. Ich lächelte und ignorierte die Hitze die meinen Hals hinaufstieg. Er kam immer näher und näher, ich spürte seinen Atem schon auf meinem Gesicht, seine Lippen waren keinen Zentimeter mehr von meinen entfernt.
Sorry, aber ich kann es mir nicht verkneifen hier aufzuhören und euch etwas auf die Folter zu spannen!;) Keine Angst, es geht sehr bald weiter.
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