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Fanfiction

Wassermusik - Wassermusik

von Dracodormiens

Angelina schrie erschrocken auf, als ein rothaariger Schatten auf dem Treppengeländer an ihr vorübersauste und mit einem Knall einige Stufen unter ihr landete.
„Fred Weasley!“ schimpfte sie in sein unbekümmert grinsendes Gesicht. „Ihr Zwillinge seid die letzten Nägel zu meinem Sarg! Reicht es nicht, dass ihr euch aus dem Quidditchteam habt werfen lassen, musst du mich jetzt auch noch zu Tode erschrecken?!“

Fred legte ihr den Arm um die Schulter und schlenderte neben ihr die Treppe hinab, während er sich wortreich und völlig unglaubwürdig für den Schreck entschuldigte, den er ihr eingejagt hatte. Dummerweise brachte er Angelina damit zum Lachen, so dass sie ihm nicht lange böse sein konnte.

Unvermittelt blieb Fred stehen und drehte sich zu ihr um. „Angelina... kannst du heute nacht um halb zwölf zum Portraitloch kommen? Ich würde dir gerne etwas zeigen.” Angelina sah ihn ein wenig verblüfft an. „Warum denn mitten in der Nacht?!” Sie überlegte kurz. „Ja, wenn Alicia, Katie und Leanne dann schon schlafen... Eventuell musst du ein bisschen warten, die drei schnattern abends immer ewig.” Dass sie selbst fleißig mitschnatterte, verschwieg sie ihm, aber sie konnte an seinem Grinsen sehen, was er über tratschende Mädchen dachte.

„Prima! Dann bis nachher!” Er warf ihr eine Kusshand zu und schwang sich wieder aufs Treppengeländer.

Abends im Schlafsaal gähnte Angelina demonstrativ, als Katie und Leanne ihre Kissen als gemütliche Rückenlehnen zurechtklopften. Alicia schien müde zu sein, sie rollte sich unter der Bettdecke zusammen und beteiligte sich nur ab und zu am Gespräch. Gegen elf löschten die Mädchen endlich das Licht, und Angelina atmete auf. Ab und zu war noch ein kurzes Gekicher zu hören, aber um zwanzig nach elf war es still geworden. Angelina wartete noch fünf Minuten, dann stand sie leise auf.

Fred wartete im Gemeinschaftsraum auf sie. „Da bist du ja!” „Was willst du mir denn nun zeigen?” fragte Angelina neugierig, doch Fred legte den Finger auf die Lippen. „Lass dich überraschen. Komm, wir müssen uns beeilen.” Er ließ sie durchs Porträtloch klettern und stieg dann hinterher. Schweigend nahm er ihre Hand und führte sie durch die Gänge und aus dem Schloss hinaus. Unten am See machte er halt und ließ ihre Hand los. Unter den überhängenden Zweigen eines Baumes zog er ein Ruderboot hervor.

„Na komm, steig ein.” Er hielt das Boot fest, während Angelina hineinkletterte, dann schob er es ein Stück in den See hinaus und sprang selbst hinein. Angelina hatte schon nach einem Ruder gegriffen und reichte ihm das zweite. Als sie in der Mitte des Sees angekommen waren, zogen sie die Ruder ein. „Einen Augenblick müssen wir noch warten”, sagte Fred rätselhaft. „Warten? Worauf?” fragte Angelina. „Was machen wir hier eigentlich?”

Fred sah auf die Uhr. „Gleich geht's los. Du musst deinen Kopf ins Wasser stecken.” Fassungslos sah Angelina ihn an. „Wenn das hier einer deiner albernen Streiche werden soll, Fred Weasley, dann...” Fred grinste. „Kein Streich. Vertraust du mir nicht?” Angelina legte den Kopf schief. „Wenn du mich so fragst - nein, eigentlich nicht.” Aber sie lächelte dabei und zog ein Gummiband aus der Tasche, um ihre dünnen Zöpfe zu einem dicken Pferdeschwanz zusammenzufassen. Dann beugte sie sich über die Bordwand. Zögernd näherte sie ihr Gesicht der Wasseroberfläche und holte tief Luft. „Die Ohren mit eintauchen”, sagte Fred, während er sich auf die andere Seite des Bootes lehnte, damit sie nicht kenterten. Angelina nickte, dann steckte sie entschlossen den Kopf ins Wasser.

Als sie den Atem nicht länger anhalten konnte, tauchte sie prustend wieder auf. „Die Wassermenschen! Da unten ist ja ein riesiges Fest, ein Konzert! Das ist wunderschön...”
Bevor Fred etwas entgegnen konnte, hatte sie erneut Luft geholt und den Kopf schon wieder ins Wasser gesteckt. Fred lächelte und tippte ihr Bein an. „Angelina? Wie wär's mit einem Kopfblasenzauber?”

Während Angelina über der Bordwand hing und fasziniert dem Unter-Wasser-Konzert lauschte, lehnte Fred, der das schon kannte, sich zurück und sah zum Sternenhimmel hinauf. Der Vollmond tauchte den See in silbernes Licht. Irgendwann bei einem seiner nächtlichen Ausflüge mit seinem Zwillingsbruder hatten sie entdeckt, dass die Wassermenschen jeden Monat bei Vollmond sangen.

Endlich hielt Angelina die unbequeme Stellung nicht mehr aus und hob ihren tropfnassen Kopf aus dem See. Sie strahlte Fred an. „Danke, dass du mir das gezeigt hast! Das war fantastisch!” Fred lächelte. „Schön, dass es dir gefallen hat.” Angelina zog das Gummi aus ihren Haaren und begann ihre Zöpfe zu trocknen. Fred rutschte von der Bank und kniete sich vor ihr auf den Boden des Bootes. „Deine letzte Erinnerung an unsere gemeinsame Schulzeit sollte eine ganz besondere sein.” Angelina runzelte verdutzt die Stirn. „Wieso letzte? Wir haben doch noch ein paar Wochen bis zu den N.E.W.T.s!” Fred griff nach ihren Händen. „Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?” Angelina verdrehte die Augen. „Nein, natürlich nicht. Ich werde sofort Alicia und Katie wecken, wenn ich wieder im Schlafsaal bin, und es ihnen brühwarm erzählen.” Fred lachte. „Sorry, ich wollte dich nicht beleidigen. Das war mehr eine rhetorische Frage, so als Einleitung.” „Einleitung? Wozu?”

Er zog sie zu sich herunter auf den Boden des Bootes und legte ihr den Arm um die Schultern. „In dieser Schule kann man nicht mehr atmen. Dieser Umbridge-Drachen, diese ewige Verleugnung und Heuchelei macht mich - uns - krank! George und ich verschwinden morgen, und es wird kein stiller Abgang werden. Hogwarts wird sich an die Weasley-Zwillinge erinnern...”

Angelina schluckte. Ihre Freude über das Wasserkonzert war auf einmal verflogen. „Ihr... wollt weg? Das könnt ihr doch nicht machen... Wo wollt ihr denn hin? Ihr könnt uns doch nicht einfach im Stich lassen! Und was wollt ihr ohne Abschluss machen?!” Sie schob seinen Arm von ihrer Schulter und verschränkte die Arme vor der Brust. Wütend und traurig starrte sie ihn an. Nicht mehr jeden Tag dieses freche Grinsen sehen können? Nicht mehr jeden Tag dieses ansteckende Lachen hören? Keine grünen Augen mehr, die trotz aller Scherze und Streiche und scheinbarer Sorglosigkeit diese gewisse Tiefe hatten? Auf einmal stellte sie fest, dass dieser Zwilling ihr wohl mehr bedeutete als sie gedacht hatte.

Angelina wandte sich abrupt ab, damit er nicht sah, dass ihr eine Träne aus dem Auge kullerte. „Angelina...” Sie antwortete nicht.

„Ich werde dich vermissen.” Seine Hand legte sich auf ihre Schulter und schob ihre Zöpfe zur Seite, bevor er begann, ihren Nacken zu streicheln. Langsam wanderte die Hand über ihre Wange, dann griff sie sanft nach ihrem Kinn und drehte ihren Kopf zu ihm herum. Angelina sah seine grünen Augen ganz dicht vor ihrem Gesicht, bevor sie die Augen schloss. Eine weitere Träne kroch unter ihrem Lid hervor, und er wischte sie vorsichtig weg, bevor er erst ihre Wange und dann ihre Lippen mit seinen berührte. „Nicht weinen, ich will nicht, dass du traurig bist”, flüsterte er. „Bin ich aber”, seufzte Angelina. „Ich werde dich auch vermissen...”

Fred legte die Arme um sie, und sie ließ den Kopf an seine Schulter sinken. Schweigend saßen sie ein paar Minuten so im Boot. Plötzlich grinste Angelina. „Gut, dass ihr sowieso nicht mehr im Quidditch-Team seid, sonst wäre ich jetzt wahrscheinlich nicht traurig, sondern würde dich vor Wut im See ertränken.” Fred lachte. „Soso, Quidditch geht bei dir also vor? Gut, dass ich das weiß.” „Natürlich, nichts geht über Quidditch”, behauptete Angelina. Fred legte theatralisch eine Hand auf die Brust. „Au! Du hast mir gerade das Herz gebrochen...” Angelina kuschelte sich an ihn. Während er sie noch einmal küsste, hörte sie plötzlich ein Geräusch und öffnete die Augen. Dann grinste sie breit. „Schau mal da!” Fred öffnete ebenfalls die Augen und sah sie stirnrunzelnd an. „Irgendwas mache ich anscheinend falsch, wenn du noch Zeit hast, in der Gegend herumzugucken, während ich dich küsse!” Doch dann wandte er sich um und blickte in die Richtung, in die Angelina ungeduldig zeigte.

Vom Ufer her kam ein weiteres Ruderboot auf sie zu. Die Person im Bug winkte fröhlich, und der Ruderer, der mit dem Rücken zu ihnen saß, drehte nun den Kopf. Angelina kicherte. „Ihr und eure Zwillings-Gedankenübertragung! Hallo, Alicia!”

Die Boote stießen leicht zusammen, und George zog die Ruder ein und wandte sich zu seinem Zwilling um. „Ach, du auch hier? Die Welt ist klein... Wir sind leider ein bisschen zu spät dran.” Angelina wandte sich an Alicia. „Oh, wie schade, du hast was verpasst! Es war toll!” Alicia hob die Schultern und lächelte. „Pech. Der Grund für unsere Verspätung war allerdings ein sehr angenehmer...” George grinste und legte von hinten die Arme um ihren Bauch und das Kinn auf ihre Schulter. Angelina quietschte auf und versuchte, ihre Freundin zu umarmen. Die beiden Boote gerieten gefährlich ins Schwanken, und die Zwillinge hatten Mühe, das Temperament ihrer Freundinnen auszubalancieren. Dann tauschten sie jedoch einen Blick und begannen, die Boote noch stärker hin- und herzuschaukeln. Angelina, die Alicia gerade wieder losgelassen hatte, verlor das Gleichgewicht und fiel mit einem lauten Platschen in den See.

Alicia schrie zuerst erschrocken auf, doch dann grinste sie, als Angelina den Kopf wieder aus dem Wasser streckte. „Na, hast du deinen Badeanzug vergessen?” Angelina lächelte unschuldig und hielt Alicia die Hand hin. „Hilf mir mal raus!” Alicia griff nach ihrer Hand und platschte im nächsten Moment von Angelina gezogen ebenfalls in den See. Die Zwillinge zogen sich rasch die Umhänge aus und sprangen hinterher, und im Nu war die schönste Wasserschlacht im Gange.

Erschöpft zogen sie sich endlich wieder in die Boote. „Hogwarts wird schrecklich leer und ruhig sein ohne euch”, seufzte Angelina. Alicia sah von einem zum anderen. „Ohne euch?” George verzog das Gesicht. „Du hast es ihr noch gar nicht gesagt?” fragte Fred verblüfft. George schüttelte den Kopf. „Es hat sich irgendwie noch nicht ergeben...” „Mir was gesagt? Könnte mich mal jemand informieren, wovon ihr redet?!” schimpfte Alicia. George griff nach den Rudern und manövrierte das Boot mit ein paar kräftigen Schlägen außer Hörweite.

Angelina und Fred sahen, wie er die Ruder einzog, Alicias Hände ergriff und auf sie einsprach. Plötzlich entzog Alicia ihm ihre Hände und gab ihm eine schallende Ohrfeige. Sie konnten Wortfetzen hören wie „...im Stich lassen...”, „...Feiglinge...”, „...ohne Abschluss...” und „...vermissen...”. Dann vergrub Alicia das Gesicht in den Händen und George nahm sie in den Arm. Fred und Angelina sahen sich an. „Es tut mir leid”, seufzte Fred. „Aber es sind ja nur noch ein paar Wochen bis zu eurem Schulabschluss.”

„Was wollt ihr eigentlich machen?” fragte Angelina, um sich von ihrer Traurigkeit abzulenken. Fred grinste das Weasley-Grinsen. „Also, das soll nun wirklich noch bis morgen ein Geheimnis bleiben.” Er griff nach den Rudern und begann das Ufer anzusteuern. Hand in Hand liefen sie dann zum Gemeinschaftsraum zurück.

Vor der Treppe zum Mädchen-Schlafsaal standen sie dann unschlüssig herum. „Unser letzter Abend...” seufzte Angelina. Fred drückte sie an sich. „Unsinn! Nur der letzte Abend in Hogwarts. In ein paar Wochen können wir uns so oft sehen, wie wir wollen.” Er küsste sie dennoch, als ob es das letzte Mal wäre. Angelina ging rückwärts die Treppe hinauf und hielt seinen Blick fest, bis sie um den ersten Treppenabsatz herum war. Dann schlich sie sich in den Schlafsaal und wartete auf Alicia.

Fred hatte nicht zu viel versprochen. Der Abgang der Zwillinge war grandios. Mit einem atemberaubenden Feuerwerk und der AnkĂĽndigung ihres Scherzartikelladens, mit einem kĂĽnstlichen Sumpf und letzten Seitenhieben auf Umbridge stellten die Weasleys sicher, dass Hogwarts sie nicht vergessen wĂĽrde.

Zwei Mädchen standen nebeneinander etwas abseits und beobachteten das Schauspiel mit gemischten Gefühlen. Doch als die letzten Reste des Feuerwerks vor ihnen auftauchten und zwei Herzen bildeten, bevor sie Funken sprühend explodierten, mussten sie lachen. „Wie kitschig!” sagten sie wie aus einem Mund. Sie drehten sich um und winkten nach oben, wo die Weasleys eine letzte Ehrenrunde drehten. Mit einem dreifachen Looping verschwanden die Zwillinge dann endgültig aus Hogwarts.


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