Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Die Boxershorts am Fahnenmast - Auswahlverfahren

von Sev

Auswahlverfahren

Ein neuer Tag brach an, als Severus Snape, noch müde und geschwächt von der vergangenen Nacht, die Augen öffnete und die Flut des magisch erzeugten Sonnenlichtes auf sich wirken ließ.

Die Kerker waren schon immer bei den Schülern verschrien, die nicht seinem Haus angehörten. Sei es wegen der etlichen kleinen Spinnen, die hin und wieder den Weg mit einem kreuzten, oder das mangelnde Tageslicht, das nur magisch erzeugt werden konnte.
Severus verstand die Abneigung gegen diesen Ort nicht.
Waren denn all seine Klassenkameraden zu blind, um die Schönheit der Stille und der Dunkelheit des Kerkers zu sehen? Musste denn immer alles glänzen und von Licht und Sonne bestrahlt werden, nur damit es gut sein konnte? Konnte nicht auch das Dunkle gut sein und das Strahlende schlecht?

Nein, er war kein Philosoph und er hielt die meisten Philosophen eh für dauerbekiffte Machos, die es lieber vorzogen zu quatschte als zu arbeiten… Hin und wieder jedoch schlichen sich Fragen in seinen hässlichen Kopf, die er nicht selbst beantworten konnte, egal wie lange er nach Antworten suchte. Ja – vielleicht war er doch nicht so schlau, wie alle von ihm dachten. Auch ein Streber kann dumm sein …

Severus schlug die Decke auf. Die kalte Luft ließ sofort eine Gänsehaut auf seinem knochigen Körper entstehen und die kleinen, feinen Härchen an Armen und Beinen stellten sich senkrecht wie eine Kerze auf.
Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass in nicht einmal 10 Minuten das ganze Haus auf den Beinen sein würde. Gut – dann würde er heute einmal auf seine Morgendusche verzichten und Kaugummis anstatt einer Zahnbürste benutzen. Sie machten auch einen frischen Atem und überhaupt hatte er eh nicht vor, sich heute mit der Schulschönheit wild und hemmungslos auf den Schulgängen zu knutschen.
Auch das Wechseln der Boxershorts würde heute flach fallen. Aus irgendeinem Grund fehlte nicht nur jeweils ein Strumpf, sondern auch sämtliche Unterhosen waren wie von Zauberhand verschwunden.
Es war schon beeindruckend, dass mittlerweile sogar die Schränke von Hogwarts eine Antipathie mit ihm geschlossen hatten.
Ruhig zog er sich an, ehe er den Raum Richtung Küche verließ, in welches er einige Löffel des allmorgendlichen Frühstücks zu sich nehmen würde.
Es war ein festes Ritual in Severus’ Leben, dass er nicht an den Mahlzeiten in der Großen Halle teilnahm; jedenfalls, wenn es sich vermieden ließ. Die Gerüchte, er sei ein Vampir und müsse sich deshalb nur vom Blut der Hauselfen ernähren, ignorierte er.


Die Zeit verstrich im Nu und hätte Severus nicht zufälligerweise auf sein, meist uhrenloses, Handgelenk geblickt, wäre er wohl noch am Abend des nächsten Tages in der Küche gewesen. Hastig, und ohne einen Gruß des Abschiedes, stürmte er aus der Küche, bog nach rechts und nahm gleich zwei Treppenstufen auf einmal …
Alte Runen war nicht Severus stärkstes Fach. Zwar hatte er keine Probleme mit den gestellten Aufgaben klarzukommen, doch verlangte dieses Fach selbst von ihm höchste Konzentration. Die verschiedenen geschwungenen Symbole, die sich teilweise nur an einem kleinen Pünktchen unterschieden, raubten ihm die Nerven. Mehr noch, als die Runen, raubte ihm jedoch Potter den letzen Nerv. Natürlich war er, eben so wie Severus, zu spät zum Unterricht gekommen, doch anstatt ihn gehörig anzumeckern und ihm 5 Punkte für sein lächerliches Haus abzuziehen, ebenso, wie sie es bei Severus getan hatten, wurde sein Zuspätkommen nur mit einer lässigen Handbewegung seiner Lehrerin und einem nicht ganz ernst gemeinten Tipp, James sollte doch bitte das nächste Mal pünktlich erscheinen, abgetan.

Noch immer wütend über die Ungerechtigkeit, wollten die aneinandergereihten Symbole und Schriftzüge kein Sinn ergeben. Der Kreis konnte einfach nicht in Verbindung mit einem Quadrat stehen, ganz egal, wie verziert auch das Innenleben der beiden Figuren aussah.
Ja – hätte Severus dieses Fach nicht für das Studium in Zaubertränke gebraucht, hätte er wohl längst geschmissen. Er hasste es, in etwas nicht perfekt zu sein, dass nicht Sport war.

Es klingelte. Erleichtert über das erlösende Signal, ließ Severus die Feder fallen. 3 Tage würde er seine Ruhe vor dem ganzen komischen Zeichen haben, nun, sah man einmal von den Hausaufgaben ab …

„Schniefelus“, schnarrte es dicht hinter seinem Ohr. Er konnte den Atem spüren und wie auf Befehl schossen seine Nackenhärchen empor. Eine unangenehme Gänsehaut überkam ihn. Er hatte Potter nicht erwartet, war er doch immer einer der Ersten, die aus dem Unterricht stürmten. Gerade Alte Runen, das einzige Fach, das er ohne seinen siamesischen Zwilling hatte.

Ein Arm legte sich um Severus’ schmale Schulter, eine wohl freundschaftliche Geste, in den Augen ihrer naiven Lehrerin. Trotzdem bezweifelte Severus, dass James ihn nun auf eine Tasse Tee einladen würde, nach der denkwürdigen Nacht …

„Komm mein Freund, ich muss was mit dir klären“, und ohne noch einmal zurückzuschauen, schulterte James seinen Rucksack und lief, Severus immer noch in seinem Klammergriff, den langen Flur entlang, bis sie um eine Ecke bogen und James zum Stehen kam.
Severus war nicht dumm genug, um den Versuch zu starten sich von James Griff zu entreißen. Sie befanden sich im Territorium der Löwen. Wer würde Severus versichern, dass nicht hinter der nächsten Ecke einer von James Freunden heraussprang?

„Du siehst mal wieder wunderbar aus, Schniefelus. Du musst mir echt mal verraten, wie du deine Haare so hinbekommst.“, der angeekelte Ausdruck auf James Gesicht passte gar nicht mit seinen Worten zusammen, ganz gleich, wie liebevoll sie ausgesprochen waren.
„So fettig und schleimig wie eh und je … Aber weißt du Snape – eigentlich … wollte ich mit dir über dein Fehlverhalten sprechen, ich dachte, dass wir dir gestern schon erklärt haben, was du für uns zu tun hast und - “

„Bitte?“, fluchte Severus „Du denkst doch nicht ernsthaft -“

„UNTERBRICH MICH NICHT!
Wo sind deine Manieren, Snape? Hm? Haste die auf’m Schwarzmarkt verkauft, oder so? Wenn ich spreche, hast du gefälligst deine stinkende Klappe zu halten! Du redest, wenn ich es dir erlaube, klar?!
HALT DEN MUND, VERDAMMT!!!“, erneut hatte Severus den Mund geöffnet. Er würde nicht vor Potter kuschen, ganz egal, wie sehr er sich auch bemühte Severus, fertigzumachen.

James’ Stimme war um einiges härter geworden. Nichts war mehr übrig von dem liebevollen Unterton in seiner Stimme, wenn er ihn beleidigte. So sehr James ihn auch hasste, schaffte er es doch immer wieder, mit seiner Stimme mehr Schaden anzurichten, als mit den Worten, die dahinter steckten. Der Hass auf James wuchs jede Sekunde. Stück für Stück. Irgendwann würde er ihn umbringen.

„Haben wirs’ dir gestern echt nicht klar genug gemacht oder warst du zu besoffen, um was zu raffen? Du wirst uns alle unterstützen. Sirius, Remus, Peter und mich, hast du das verstanden? Und es fängt damit an, dass du jeden Morgen vor uns aufstehst und das Frühstück machst. Mir ist es scheißegal, wie du das anstellst, ohne dass dich jemand sieht, aber gnade dir Gott, wenn ich morgen nichts zu essen habe!
Hausaufgaben wirst du auch machen, kapiert? Und außerdem, begrüßt man so seinen Herrn?“

„Ich weiß ja nicht, was für perverse Vorstellungen du hast, Potter, aber du bist weder mein Herr, noch werde ich dir oder deinen dummen Freunden deine Hausaufgaben machen! Ihr seit doch angeblich solche Überflieger, dann werdet ihr das wohl alleine schaffen!!“

Die Wut in James Augen glänzte und ehe Severus auch nur den Versuch unternehmen konnte, ihn zu beruhigen, krallten sich James kalte Hände in die fettigen Haare. Die Wucht des Griffes und die Angst, neben den Haaren auch noch die Kopfhaut zu verlieren, ließen Severus zu Boden sinken, langsam, da James ihm nicht die Freiheit gab, zu wählen.

„Lass los!“, krächzte Severus. Er war selbst überrascht über seine Stimme, doch aus irgendeinem Grund hörte sie sich an wie ein Rabe, der wohl seit Wochen an einer schweren Erkältung litt.

„Du kleines, mieses Stück! Was fällt dir ein so mit mir zu reden?“, angeekelt ließ James die schwarzen Haare los und sofort glitt Severus auch die letzten paar Zentimeter zu Boden.
Völlig apathisch wühlte er nach seinem Zauberstab. Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, dass er weg war. Wo hatte er ihn verloren? Severus wollte sich wehren! Körperlich würde er James nie überlegen sein, war doch dessen ausgeprägter Bewegungsdrang schuld an muskulösen Oberarmen, die Severus sicher nie besitzen würde, aber sein Trumpf war nie der Sport, die Muskeln und seine Freunde gewesen. Seine Macht lag in einem kleinen Holzstab, der durch einen Schwung Leben ausrotten konnte.
Wieso sollte er es nicht an James testen? Irgendwann würde er ihn töten.

Zum dritten Mal an diesem Tag spürte er James’ Hände in seinen Haaren, doch dieses Mal wurde er nach oben gezogen. Instinktiv, aus Angst geschlagen zu werden, kniff er seine Augen zu. Doch anstatt eines harten Schlags spürte er etwas Kaltes, Unangenehmes in seinem Gesicht. Vorsichtig öffnete er die Augen und sah, wie James ihm eine braune dickflüssige Pampe ins Gesicht schmierte.

Sofort begann sein Kopf zu arbeiten. Er wollte wissen, was das Zeug war, schossen ihm doch tausende Gedanken über Hippogreifenkot in den Kopf. Ekel, gemischt mit Angst, James würde ihm etwas tun, würde er zurückzucken, überrollten seinen Körper.

Er war schon oft als Kind über die Alpen geflogen. Er hatte keine Ahnung, wie es wirklich dort aussah, war doch immer nur sein Geist dort, aber die vielen Bergspitzen, die selbst im Sommer mit Schnee bedeckt waren, hatten ihn schon als Kind fasziniert.
Wahrscheinlich war es der ewige Winter, oder aber nur die Höhe, die ihm hier nie etwas ausgemacht hatte.
Es war ein Ort, in denen es keine Regeln gab, außer die von ihm! Er war gottesgleich, alles, was er hier sagte, war Gesetz! Er war der einzige Mensch, alles war seins und selbst die Schneeflocken fügten sich seinem Willen.
Hier oben hinterließ er keine verräterischen Fußabdrücke, denn sobald er den Fuß hob, bedeckten abermillionen Flocken schon seine Spur.
Hier war er ganz er selbst.

Er hätte sich lieber den Blick in den Spiegel erspart, aber irgendwie musste er ja den Schlamm von seinem Gesicht kriegen.
Er war so schnell getrocknet, dass sich eine feine Kruste gebildet hatte, die unangenehm an seiner Haut zog und anscheinend versuchte, die ganze Flüssigkeit aus seinem Körper zu entziehen.
Eigentlich war er gut davongekommen. Potter hatte ihn nicht angerührt, sah man von der Schlammattacke ab. Es war ganz alleine sein Kopf, der ihn gequälte.
Er hätte einfach nur denken müssen. James musste den Schlamm schon eine ganze Weile mit sich rumgeschleppt haben und überhaupt hätte der edle Herr doch nie seine Hände schmutzig gemacht.
Severus musste sich einen Schlachtplan ausdenken. Er konnte nicht kopflos in den Tag hinein rennen, er brauchte Schutz, einen Plan!
Schnaubend klatschte er sich das warme Wasser ins Gesicht und der Schlamm tropfte von seinem Gesicht.



Leise Schritte hallten in der marmornen Eingangshalle der Malfoys wieder. Es war ein schöner Raum. Seine eisige Kälte, die durch die Statuen von grimmig schauenden Männern und Frauen, die ans alte griechische Reich erinnerten, noch intensiver wirkte, schien von so viel Geschichte geprägt zu sein, dass man diesen Saal nicht anders bezeichnen konnte als .. schön.

„Allecio, was machst du denn hier?“, ein heller Schein durchschnitt die Dunkelheit der Eingangshalle, als sich die schwere Eichentür am Ende des Ganges öffnete und ein blonder Mann in das vernarbte Gesicht des Eindringlings starrte.

„Dir Bericht erstatten, Malfoy! Wie geht es deinem Sohn?“

„Lucius? Er ist gerade ausgezogen. Er hat einen guten Job im Ministerium und nun ja, jedes Kind bekommt irgendwann man Flügel. Früher ... oder halt ein wenig später.“

„Der Lauf der Dinge, nicht wahr, Abraxas?“

„Bist du gekommen, um mit mir über Lucius zu sprechen? Ich hatte eigentlich gehofft, du hast ein paar neue Gelegenheiten zum Anwerben vom Rekruten gefunden“

„Ruhig Blut. Ich hab was gefunden, oder besser gesagt jemanden. Nächste Woche haben die Schüler wieder ein Wochenende im Hogsmead und ein befreundeter Wirt hat uns seine Räume für einen guten Preis vermietet. Ich dachte daran, dass wir uns eine Handvoll Schüler raussuchen, 5 – 7 Klasse? Ich hab eine Namensliste mit sämtlichen Noten … Slughorn…“

„… ist wohl die größte Schwäche in Hogwarts.“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Mein Vater lebt in Irland, und nun fahren Autos langsam um sein Haus, weil alle sagen, dass Harry Potters Großvater dort lebt. Er ist ganz und gar verwirrt durch diese Tatsache.
Fiona Shaw