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Fanfiction

Todesqualen - Todesqualen

von einstein90

Früh wurde Hermine aus dem Schlaf gerissen. Sie war Schweißgebadet. Das Laken wer zerzaust, ebenso wie ihr sonst so Bronze schimmerndes Haar. Ihre Atmung war schwer. Sie sah sich im Schlafzimmer um und versuchte ihre Umgebung durch die Dunkelheit hinweg zu erfassen, doch gelang es ihr nicht. Mühsam beruhigte sie sich. Die Lungen füllten sich langsamer mit Luft. Das Herz ermüdete und schlug sanfter. Das Gefühl, ihre Brust würde explodieren, schwand. Sie streckte ihre Hand aus.
Dorthin, wo er liegt. Sein warmer, kräftiger Körper, der sie mit jeder Faser über alles liebte.
Nichts.
Wo er eigentlich liegen sollte. Sein Kopf mit seinen liebevollen Augen und seinen leidenschaftlichen Lippen.
Nichts.
Panik kam in ihr hoch.
Wo er eigentlich liegen müsste. Ihre einzige große Liebe.
Nichts.
Die Panik wich der Erkenntnis. Eine, die sie jede Nacht aufs Neue machte.
Dort wo er immer lag, wird er nie wieder liegen.
Und wie jede Nacht übermannte sie der Schmerz und verdrängte das Gefühl der Kälte. Tränen flossen über ihre Wangen. Hinab, immer der Erde entgegen. Tränen voller Schmerz. Zu dem Ort, wo sein lebloser Körper nun Ruhe finden sollte.

Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Als wenn jemand ihr gemeinsames Glück mit Füßen treten wollte. Warum musste es geschehen? Überlebte er all die Jahre des Krieges, nur um sie dann deswegen zu verlassen? Unfreiwillig. Diese Welt war einfach so ungerecht. Fünfzehn Jahre. Fünfzehn glückliche, unbeschreiblich schöne Jahre.
Voller Liebe. Voller Zuneigung. Voller Glück.
Fünfzehn Jahre verheiratet. Fünfzehn Jahre jeder Schwierigkeit und jeder Widrigkeit getrotzt.
Fünfzehn Jahre, aus denen zwei Kinder hervor gegangen sind.

Um dann in nur einem verdammten Monat wieder aus ihrem Leben gerissen zu werden.

Natürlich hatte sie es kommen sehen. Jeder, der ihn gesehen hatte, wusste es. Doch hatte sie es immer wieder verdrängt. Sie wollte es einfach nicht wahr haben. Hatte sie sich doch bis zum letzten Moment gegen diesen Gedanken gewehrt.
Doch wurde sie schließlich von der Realität eingeholt. Jeden Morgen hoffte sie, seine Hände zu spüren, wie sie sie aus diesem Alptraum heraus holen würden. Sie zwingt sich sogar die Augen geschlossen zu lassen. „Vielleicht in einer Minute. Vielleicht in zehn Minuten. Er wird kommen.“ glaubt sie, bis ihr Verstand alles zurück in ihr Gedächtnis ruft. Und dann ist sie unfähig es zurück zu halten. Immer wieder kehrt der Schmerz zu ihr zurück. Immer wieder erinnert er sie an die vergangenen Wochen und Monate. Immer wieder spielt sie mit dem Gedanken ihm zu Folgen.
Doch dann sind da noch diese zwei Namen, die ihr ständig durch den Kopf geistern. Zwei Namen, für die sie weiterleben muss.
Ihre beiden Kinder.
Sie sind noch zu jung um das zu realisieren, was mit ihrem Vater geschehen ist. Immer wenn sie ankommen und fragen, wo er denn sei, und wann er zurück kommen würde, antwortete sie ihnen mit Tränen in den Augen: „Ihm geht es gut. Er ist auf einer langen Reise, und irgendwann werden wir ihn wieder sehen.“ Das sie ihnen dabei nicht unbedingt in die Augen schaut, war viel weniger, weil sie sich nicht beim lügen ertappen lassen wollte, als vielmehr die Augen Tochter und ihres Sohnes, die sie jedes mal an ihren geliebten Mann erinnerten. Diese markanten Augen. Die er ihnen vererbt hatte.
Eine Welle des Schmerzes brach über ihr zusammen und spülte sie fort.

Es war nur dieses eine Wort. Dieses eine Wort, welches ihr Leben für immer zerstören sollte.
Eigentlich klingt dieses Wort viel zu harmlos für das, was er durch machen musste. Wie er mit jedem weiteren Tag immer schwächer und schwächer wurde.
Wie seine Haut blasser und blasser wurde.
Wie sein Gesicht immer mehr von dunklen Augenringen gezeichnet waren.
Wie er das wenige, was er gegessen hatte, wieder erbrach, bis er gänzlich aufhörte zu essen.
Wie er zu Hause im Bett lag und dahin vegetierte. Tag um Tag.
Noch heute hört sie seine Hustenanfälle, die ihn oft Minutenlang quälten. Jedes mal fühlte sie sich so hilflos, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb. Doch sie ließ sich keine Schwäche anmerken. Sie wollte stark sein. Für ihn. So wie er es all die Jahre zuvor für sie war. Aber konnte sie nichts weiter machen, als daneben zu sitzen und zusehen.

Bis zu diesem Augenblick. Als sich ihre Augen trafen und er sie anlächelte. Das letzte Mal. Bevor seine grünen Augen hinter den Lidern verschwanden und jeder Muskel im Körper erschlaffte. Wie er sie verließ. Dahin gerafft vom Krebs.

„Gehe zu deinen Eltern, Harry. Wir werden uns dort wieder sehen.“ verabschiedete sie sich von ihm mit einem allerletzten Kuss.


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