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Fanfiction

Gestrandet - XIV

von Aereth

Quitschkugel: Also was den Toten angeht, kann ich glaub ich verraten, dass es nicht mehr lange unbemerkt bleibt. Dass Severus ohne zu zucken jemanden umbringen konnte, erklär ich mir eigentlich aus seiner Vorgeschichte.

XIV


Fassungslos ließ Mary den Zauberstab auf den Boden fallen. Sie sah erst in Hermines erschrockenes Gesicht dann zu Neville, der gerade zur Tür hereingekommen war. „Ich kann nichts dafür“, ihre Stimme zitterte, „es ist einfach so passiert.“ Ihr Gesicht war blass, ihre Hand, in der sie bis eben noch den Zauberstab gehalten hatte, war immer noch in derselben ausgestreckten Position.

Hermine stand direkt vor ihr. Sie bückte sich und hob ihren Zauberstab auf. „Wie…“, begann Neville und sah noch immer sprachlos zu den beiden Mädchen. Hermine ergriff Mary am Handgelenk und zog sie hinter sich die Treppe hinauf. Ohne ein Wort zu sagen schritten sie den schmalen Flur entlang, bis sie vor der letzten Tür standen, dem kleinen, selbsteingerichteten Labor.

Hermine klopfte kurz und trat direkt darauf, ohne eine Antwort abzuwarten ein, Mary noch immer hinter sich herziehend. Severus sah neugierig von seinem Schreibtisch auf, worauf Marys Gesicht um eine Nuance blasser wurde. Es war kein Geheimnis, dass die dunkle Gestalt da vorne, hinter seinem Schreibtisch, ihr eine Heidenangst einjagte und die fremden Gerüche des Zimmers verstärkten nur dieses Gefühl. Severus stand auf und ging auf die beiden zu, wobei seine Augen fragend auf Hermine lagen.

Endlich hatte sie Mary losgelassen, was dem Mädchen ermöglichte einen kleinen Schritt zurück zu treten. Hermine ging dicht zu Severus heran. Sie strich ihm die Haare auf einer Seite zurück und flüsterte etwas in sein Ohr das ihn offenbar in Erstaunen versetzte und seinen Blick neugierig zu Mary schweifen ließ. Er hatte eine Weile geschwiegen, nachgedacht, sie eingehend gemustert und mit seinen schwarzen Augen durchbohrt. Es war kaum zu übersehen, dass das Mädchen sich fürchtete.

Severus zeigte mit einer Hand auf den einfachen Stuhl vor seinem Schreibtisch und wies Mary an sich zu setzen was sie auch ohne Widerrede tat. Er selbst hatte sich gegen den Tisch gelehnt, sagte jedoch immer noch nichts. „Es tut mir leid“, begann Mary, „ich wollte nicht…“ Er hatte sie mit einer weiteren Handbewegung und einem Stirnrunzeln unterbrochen.

„Sind dir schon mal seltsame Dinge passiert? Dinge, für die du keine Erklärung hattest?“, fragte er schließlich. Sie sah ihn verwundert an. „Ich weiß nicht, Sir“, antwortete sie als sein Blick ungeduldig wurde, „Es passieren oft merkwürdige Dinge hier. Die meisten glauben, es habe etwas mit der Insel zu tun.“ „Weißt du, was das ist?“, fragte er und legte seinen Zauberstab auf den Tisch. Mary schüttelte den Kopf. „Komm her“, wies er sie an. Sie stand von ihrem Stuhl auf und ging einen kleinen Schritt auf ihn zu. „Streck deine Hand aus“, forderte er und sie streckte ihre Hand aus. Severus nahm den Zauberstab vom Tisch und legte ihn Mary in die offene Hand. Sie hatte ihre Finger um den Griff gelegt. Ein leichtes Vibrieren ging aus dem Zauberstab hervor und fegte ein paar lose Blätter vom Schreibtisch.

„Heißt das, das was ich denke?“, wollte Hermine wissen. Severus runzelte die Stirn. „Ich denke schon“, sagte er, „Wäre sie in Schottland geboren, wäre ihr Name in Hogwarts eingetragen worden und sie hätte mit elf ihren Brief bekommen.

„Und der Zauberstab?“, wollte Hermine wissen. Severus kratzte sich am Kopf. „Du weißt doch sicher noch wie du deinen ersten Zauberstab gekauft hast“, sagte er schließlich und Hermine nickte. „Olivanders hatte mir eine Reihe Stäbe gegeben, die alle so in der Art reagiert hatten“, sagte sie und zeigte dabei auf Mary, „bis ich den richtigen gefunden hatte, oder er mich, wie Olivanders meinte“, fügte sie lächelnd hinzu. Sie zog ihren eigenen heraus und betrachtete ihn. „Heißt das, sie könnte eine Hexe sein?“, sprach Hermine ihren Gedanken noch einmal laut aus.

Marys Augen hatten sich erschrocken geweitet. „Ich bin keine Hexe“, stammelte sie, „ich habe doch nichts Unrechtes getan.“

Sie ignorierte Mary, stattdessen sah Hermine noch immer erwartungsvoll zu Severus, der ihre Annahme mit einem Nicken bestätigte. „Was sollen wir jetzt tun?“, wollte sie wissen. Severus verschränkte die Arme vor der Brust und sah sie eindringlich an. „Nichts“, sagte er, „was sollen wir schon tun?“

„Ja, aber…“, begann Hermine wieder, „sie hat doch das Recht…“ Severus rollte mit den Augen. „Ohne Zauberstab wird das sowieso nicht möglich sein“, sagte er. „Dann machen wir ihr einen, oder sie kann mit meinem üben“, wandte sie ein. „Hermine“, sagte er gereizt, „Sie hat keinerlei Erfahrung mit Zauberei. Wenn man dir damals einen unpassenden Zauberstab und dann auch noch so ein instabiles Ding gegeben hätte“, er wies auf ihren Zauberstab, „dann hättest du keinen einzigen Zauber herausgebracht.“ „Na schön, du vielleicht schon“, räumte er mit einem zynischen Grinsen ein, „aber ein normales Kind wohl kaum.“

Trotz des eindeutigen Komplimentes wirkte Hermine unzufrieden. „Dann lernt sie eben schon mal die Grundlagen und beim Tränkebrauen sind albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien, so weit ich mich erinnern kann, sowieso unerwünscht“, sagte sie neckisch. Severus hob eine Augenbraue an und fixierte sie mit einem scharfen Blick. „Tu was du nicht lassen kannst“, sagte er schließlich und drehte sich zu der noch immer starr dastehenden Mary. Auch Hermine war nun endlich aufgefallen, dass das Mädchen noch immer neben ihnen stand.

„Mary“, sagte Hermine vorsichtig und trat einen Schritt auf sie zu. „Ich bin keine Hexe“, fing das Mädchen plötzlich wieder an zu stammeln, „warum sagst du das?“

„Verpass ihr einfach einen Oblivate und alles wird wieder gut“, zischte Severus. Hermine versuchte nicht auf ihn einzugehen. Mary schien jedoch bei diesem Vorschlag einen weiteren Schrecken bekommen zu haben. Zwar wusste sie nicht, was ein Oblivate war, aber gewiss klang es in ihren Ohren nicht sehr erfreulich.

Es hatte keinen Sinn, sie würde ja doch nicht hören und vor allem nicht glauben; sie musste es ihr zeigen. Sie zog ihren Zauberstab hervor, den das jüngere Mädchen misstrauisch musterte, dann ließ sie ein kleines Fläschchen aus einem Regal in ihre Hand schweben.

Es war eine Mischung aus Furcht und Faszination, die sie glaubte in Marys Gesicht zu sehen. Sie gab ihr etwas Zeit. „Das kannst du auch lernen“, sagte Hermine schließlich nach einer kurzen Weile, „Das ist nichts Schlimmes und wir müssen es keinem erzählen, das wird einfach unser kleines Geheimnis bleiben.“ Sie blickte Hermine tonlos an. Severus Blick saß ihr immer noch tief im Nacken.

„Wie hast du das gemacht?“, fragte sie mit dünner Stimme als die Neugier schließlich doch gesiegt hatte und ein freudiges Lächeln breitete sich über Hermines Gesicht.


***


Es war noch sehr früh, als sie am nächsten Morgen erwachte. Die Sonne war kaum aufgegangen und tauchte das Zimmer ins matte Grau des Zwielichts. Sie setzte sich auf und versuchte ihre Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen. Erneut spürte sie eine weitere Hitzewelle auf sich zukommen und riss dabei energisch die Bettdecke weg. Severus schien noch immer neben ihr zu schlafen. Sie stand auf und ging ins Bad, kippte sich eine Handvoll Wasser ins Gesicht und sah sich im Spiegel an. Ihre Wangen waren gerötet. Wieder stieg diese Übelkeit in ihr auf. Es kam mit einem Mal so plötzlich, dass sie es gerade noch schaffte, sich über die magische Toilette zu beugen, bevor sie sich übergeben musste.

Sie hing eine Weile über der Schüssel, immer und immer wieder stieg die Übelkeit erneut in ihr hoch, bis sie letztendlich keine Kraft mehr zum Übergeben hatte. Sie stand auf. Erneut ging sie zum Spiegel, wusch sich das Gesicht und putzte die Zähne. Müde sah Hermine auf ihr Abbild. Sie müsste nachher nach Lavender schauen, offenbar hatten sie beide doch etwas Schlimmeres erwischt. Es klopfte an der Tür.

„Alles in Ordnung?“, fragte Severus’ Stimme hinter der Tür. Sie löste den Blick von ihrem Spiegelbild. „Hermine?“, schob er besorgt hinterher, als sie nicht antwortete, doch im selben Moment schloss sie die Tür wieder auf. „Es geht wieder“, sagte sie müde, „lass uns uns noch mal hinlegen.“

Hermine war an ihm vorbei gegangen und Severus ging ihr hinterher. Gerade wollte er die Tür ins Schloss fallen lassen, als er durch einen Spalt Draco sah, der sich leise in sein Zimmer schlich. War er etwa gerade erst gekommen? Darum würde er sich später kümmern. Severus schloss die Tür und legte sich zu Hermine ins Bett. Sie hatte sich in ihre Decke eingerollt und lag auf der Seite als er sich neben sie legte und ihr eine Locke aus dem Gesicht strich.


***


Helle Sonnenstrahlen schienen ihr ins Gesicht und weckten sie aus dem Schlaf. Sie hatte selbst nicht mehr damit gerechnet so schnell und vor allem so fest wieder einzuschlafen. Wie spät es wohl schon war? Severus lag nicht mehr neben ihr. Vermutlich hatte er gar nicht versucht noch einmal einzuschlafen, wenn er erst einmal wach war, blieb das auch so.

Langsam stand sie auf. Zu ihrer Überraschung war die Müdigkeit in den Knochen und die Übelkeit verschwunden. Hermine zog sich an und ging runter in die Küche. „Na, auch schon wach?“, neckte sie Ginny die zusammen mit Lavender am Küchentisch saß. Hermine hob lediglich die Schultern an. „Wie geht es dir heute?“, wandte sie sich schließlich an Lavender. „Oh, mir geht es wieder gut. Das war wohl vielleicht doch einfach zu viel Alkohol gewesen“, sagte sie gelassen und alberte bereits weiter mit Ginny rum. „Komm, setz dich Mine“, sagte Ginny und winkte sie zu einem Stuhl neben dem ihren heran. Sie selbst stand auf und holte eine Kanne, die auf dem noch warmen Ofen stand und eine Tasse. Sie goss ihr den frisch gebrühten Kaffe ein und stellte ihn vor Hermine auf den Tisch.

„Was ist das?“, wollte Hermine mit verzerrtem Gesicht wissen. Ihre Freundinnen sahen sie verwundert an. „Das ist Kaffee. Ist alles Ok, Mine?“, erkundigte sich Ginny. Hermine hielt sich demonstrativ die Nase zu schüttete den Kaffee einfach weg. „Äh, ist das Zeug eklig“, näselte sie. „Dann mach dir doch einen Tee“, schlug Ginny vor. Das war eine gute Idee. Hermine machte sich eine große Tasse Tee und durchsuchte den Vorratsraum nach etwas zu Essen.

„Hermine was tust du da?“, wollte Ginny nach einer Weile wissen. Sie streckte ihren Kopf aus der Vorratskammer heraus und sah ihre Freundin, die im Moment erstaunlich viel Ähnlichkeit mit Mrs. Weasley aufwies, an. „Ich suche etwas zu Essen“, erklärte sie ihr.

„Ach, und du hast da drin nichts gefunden?“, fragte Ginny mit vorgetäuschtem Unglauben. Hermine wollte gerade antworten, doch sie wurde von Severus, der die Treppe runterkam unterbrochen. „Wir treffen uns in zwei Minuten im Wohnzimmer und sagt auch den anderen Bescheid“, sagte er streng und ging in das angrenzende Zimmer.

Es hatte keine zwei Minuten gedauert, da saßen sie bereits alle in dem großen Zimmer nebenan auf der Couch und in den Sesseln. Die einen schlecht gelaunt, die anderen neugierig und Draco wirkte sogar ziemlich gleichgültig. Sie sahen alle zu Severus, der selbst in einem breiten Sessel platz genommen hatte.

„Wir müssen uns langsam genauere Gedanken machen, wie wir hier weg kommen“, sagte er ruhig und sah sich jeden einzelnen von ihnen an. „Das Beste wird wohl sein, das Tor zu benutzen. Das wird, wenn es so weit ist kein Problem darstellen“, fuhr er fort, „Wir müssen dafür aber erst einmal an dem Drachen vorbei und dann dürfen wir nicht vergessen, dass wir kein verbindliches Datum haben. Keiner kann uns versichern, dass sich diese Muggel nicht um ein paar Tage oder gar Wochen vertan haben.“

„Wir haben also genau eine Minute Zeit um durch das Tor zu gehen, wissen nicht genau wann es sich öffnet und müssen auch noch an einem riesigen Drachen vorbei?“, fasste Ron zusammen. „Ganz recht Mr. Weasley“, erwiderte ihm Severus barsch.

„Und wie kriegen wir Hundert ängstliche Menschen in einer Minute durch das Tor?“, warf Harry ein. Severus sah sich demonstrativ im Raum um. „Ich zähle nur acht, Mr. Potter“, sagte er schmalzig, „Falls sie nicht in der Lage sind bis acht zu zählen, sollten sie in Erwägung ziehen bei Mr. Longbottom Nachhilfe zu nehmen. Er macht seine Sache bei Ms. McCoy schon ganz gut, wie ich gehört hab.“

Neville lief mit einem Mal rot an und versank tiefer auf seinem Platz, während Harry Snape wütend anstarrte und dieser mit nicht minder scharfem Blick zurück feixte.

Ein durchdringendes Knurren hatte die Stille durchbrochen, was alle Blicke auf Hermine zog, die sich verlegen eine Hand auf den Bauch legte. „Noch nicht gefrühstückt“, murmelte sie und griff nach einer Banane, welche in einer Schale auf dem kleinen Beistelltischchen stand.

„Also schön“, sagte Severus gelassen ohne eine Miene zu verziehen und schaute dabei wieder zu Harry, „wie gedenken sie denn diese abergläubischen Bauern davon zu überzeugen mit ihnen durch irgendein magisches Tor zu spazieren, ohne dass sie sie wegen Hexerei verbrennen wollen?“ Severus zog eine Augenbraue hoch. Harry holte schon Luft um etwas zu erwidern als ihn Severus erneut unterbrach. „Nun nehmen wir mal an, es würde ihnen tatsächlich irgendwie gelingen, diese Menschen zu überzeugen und eine Minute um das Portal zu passieren ist gewiss nicht besonders viel Zeit, aber wenn sich nichts Unvorhergesehenes ereignet, sollte das durchaus möglich sein. Woher nehmen sie die Sicherheit, dass diese Muggel in der Lage sind das Tor zu passieren?“

„Das weiß ich nicht, aber wir…“, setzte Harry zu seiner Verteidigung an als ihm Severus das Wort Abschnitt. „Das hab‘ ich mir gedacht“, sagte er voller Hohn, „vielleicht sollten wir Dumbledore fragen. Der wird ihnen bestimmt ein paar Tipps geben können, wie sie die Welt retten können, denn scheinbar fühlen sie sich ohne ihren Heldenstatus ja nicht wohl“, sagte Severus sarkastisch und taxierte Harry mit einem zufriedenen Grinsen.

Harrys Wut stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Er sprang von seinem Platz auf, wurde diesmal jedoch von Hermine unterbrochen. „Das ist doch eine super Idee“, sprudelte es aus ihr heraus, „Na ja, Professor Dumbledore hat zumindest die Möglichkeit in dieser Sache etwas nachzuforschen“, fügte sie hinzu und nahm sich dann schon die dritte Banane vom Tisch.

Eigentlich lag ihr da noch etwas auf der Zunge, aber vielleicht sollte sie das besser ansprechen, wenn sie wieder unter sich sind.

Er sah sie eine Weile lang mit einem dieser Blicke an, der es gänzlich schaffte seine Gedanken verborgen zu halten. „Also schön, ich werde mit Dumbledore reden“, gab er nach. Ohne sie aus den Augen zu lassen, stand er von seinem Sessel auf und ging nach oben wobei ihm Hermine eilig folgte. Severus stand schon vor seiner Zimmertür als ihn Hermine endlich schnaufend eingeholt hatte. Er drehte sich um und sah sie mit hochgezogener Augenbraue fragend an. „Na, ich will doch dabei sein, wenn du mit Dumbledore redest“, sagte sie fröhlich und huschte durch die Zimmertür, die er bereits einen spaltbreit geöffnet hatte.

Er ging selbst hinein und schritt ohne Umschweife direkt auf die Wasserschale auf der Kommode zu. Hermine war näher an ihn heran getreten und sah neugierig zu wie Severus eine Hand in die Schale steckte. „Albus“, sagte er, „Kannst du mich hören Albus?“, wiederholte er ungeduldig. Kurz darauf erschien das Gesicht des alten Mannes in der Schale und er zog seine Hand wieder heraus.

„Hallo“, begrüßte sie das Abbild des alten Mannes freundlich. „Es gibt einige Komplikationen“, kam Severus direkt zur Sache und hatte damit offensichtlich Dumbledores Neugier geweckt. „Die Leute hier glauben, Potter wäre gekommen um sie von hier weg zu bringen und Potter ist nun überzeugt davon, jetzt den Helden spielen zu müssen“, erzählte Severus, „Und anscheinend bin ich der Einzige, der sieht, dass das hier nicht unser Problem ist und wir dadurch wohlmöglich sogar unsere eigene Rückkehr riskieren“, sagte er streng und blickte dabei anklagend zu Hermine.

Dumbledores Blick hing die ganze Zeit an Hermine, selbst als Severus bereits mit seiner Ausführung fertig war.
„Nun, ich kann verstehen, dass du vor allem jetzt kein Risiko eingehen möchtest“, sagte der alte Mann und sah mit ernstem Blick zu Severus, „Nichts desto trotz sind Harrys Absichten doch sehr löblich und vielleicht gibt es ja in der Tat eine Möglichkeit ihnen zu helfen. Ich werde mich noch ein wenig schlau machen. Es gibt kaum Aufzeichnungen über diese Insel, aber ich könnte ja Professor Bins fragen, möglicherweise weiß er noch interessante Details. Soviel ich weiß, war das zu seinen Lebzeiten“, fügte er hinzu.

Severus nickte. Es war wohl nicht genau das was er sich zu hören erhofft hatte, aber was sollte er schon von einem Gryffindor erwarten. „Also schön“, sagte Dumbledore, „ich melde mich dann sobald ich etwas Neues weiß. Ach und Severus, ich darf dann wohl gratulieren“ fügte der Mann grinsend hinzu und sah dabei zu Hermine bevor sein Abbild in der Schale verschwand.

Severus blickte fragend zu Hermine wobei er sie selbst neugierig musterte. Was wollte der alte Mann jetzt schon wieder? Ihm fiel nichts Auffälliges auf, außer, dass ihm ihr Anblick wie immer den Atem raubte. Ihre Augen hatten heute ein ganz besonderes Funkeln, ihre Locken fielen ihr weich ins Gesicht und ihre Haut strahlte eine Wärme aus, die er förmlich spüren konnte.

Er hatte sich selbst dabei erwischt, wie er bei ihrem Anblick lächeln musste. Ja, zu diesem Fang durfte man ihm tatsächlich gratulieren. Er ging einen Schritt auf sie zu und zog sie eng an sich heran, was sie nur zu gern geschehen ließ, dann vergrub er eine Hand in ihren Locken und presste seine Lippen auf die ihren. Bereitwillig hatte sie ihren Mund geöffnet und er kam ihrer Einladung nur zu gerne nach. Während eine Hand noch ihren Kopf stützte, hatte er mit der anderen bereits seinen Zauberstab gezogen und die Tür verschlossen.

Er drängte sie Schritt für Schritt nach hinten bis sie mit ihren Beinen ans Bett stieß und ließ sie schließlich mit einem leichten Stoss rückwärts auf die weiche Matratze fallen. Sie lag auf dem Rücken und öffnete selbst begierig die Knöpfe ihres Hemdes. Ein leichtes Schmunzeln huschte über sein Gesicht. Irgendwas war anders. Er sah auf sie herunter, doch eigentlich hatte sich nichts geändert. Sie roch noch verführerischer als sonst und irgendwie hatte es eine anzügliche Wirkung auf ihn.

Severus beugte sich über sie. Sie hatte ihr Hemd bereits vollständig aufgeknöpft, was ihr jetzt auf einer Seite runtergerutscht war und eine halbe Brust frei gab. Ihre Hand wanderte zu seinem Kopf und zog ihn näher zu sich heran. Er spürte ihren flachen Atem bevor sie gierig seinen Mund verschloss und ihn mit ihrer Zunge erkundete. Severus kniete zwischen ihren Beinen und drückte seine Erektion leicht gegen ihr Becken, was sie heiser in seinen Mund stöhnen ließ. Atemlos hatte er sich von ihr gelöst und machte sich nun über ihren Hals her, während seine Hände das Hemd zur Seite schoben und ihre Brüste kneteten.

Er küsste sich einen Weg nach unten und umschloss eine Brustwarze mit dem Mund um leicht hinein zu beißen und daran zu saugen. Hermine hatte ihren Kopf weiter nach hinten in die Kissen geworfen und drückte ihr Becken seiner immer größer werdenden Erektion entgegen. Bei dem plötzlichen Gefühl hatte er ihre Brustwarze wieder losgelassen, setzte seine Bemühungen jedoch gleich auf der anderen Seite wieder fort, während er bereits mit einer Hand an ihrem Rock zupfte und versuchte ihn ihr runter zu ziehen. Er zog das Höschen gleich mit und kniete erneut zwischen ihre Beine. Sie zog ihn wieder zu sich heran um ihn zu küssen und öffnete ungeduldig die Knöpfe an seiner Hose, doch er ließ wieder von ihren Lippen ab um sich erneut einen Weg nach unten zu küssen. Sein warmer Atem stieß auf Hermines Falten und ließ sie erneut wohlig aufstöhnen. Langsam streckte er die Zunge raus und leckte längs nach oben durch die geschwollene Haut hindurch, bis er an ihrer zarten Knospe an kam, dann tauchte er die Zunge in ihre Öffnung und ließ sich von ihrem Geschmack und Duft berauschen. Hermine stieß die Luft aus, die sie scheinbar bis eben angehalten hatte und zog sie tief wieder ein, als seine Zunge erneut aus ihr heraus glitt.

Mit der ganzen Fläche leckte er durch ihre Falten und umkreiste dann mit seiner Zungenspitze ihre Klitoris. Das warme Gefühl zwischen ihren Beinen war verschwunden und als es ausblieb öffnete sie die Augen und sah ihn fragend, auf ihre Ellenbogen gestützt, an. Severus hatte sich über sie gebeugt und nach seinem Zauberstab gegriffen, den er auf dem kleinen Nachttischchen neben dem Bett liegen gelassen hatte. Er ließ das Wasser in der Schale verschwinden und legte einen Silencio über den Raum. „Wir wurden in letzter Zeit viel zu oft unterbrochen“, sagte er als er ihren fragenden Blick sah, der sich in ein freches Grinsen verwandelte.

Langsam drückte er sie zurück in die Kissen und nahm seine Position zwischen ihren Beinen wieder ein. Sein Daumen ruhte über ihrer empfindlichen Stelle und stimulierte sie mit kreisenden Bewegungen, während seine Zunge sanft um ihre Öffnung kreiste, hinein glitt und wieder heraus. Sie hatte sich unter ihm aufgebäumt, er drückte sie wieder runter und ergriff ihre Hüften mit beiden Händen um sie zu zwingen still zu halten. Er saugte sanft an ihrer Klitoris und spürte bereits wie ihr Körper anfing unter ihm zu beben. Sie winselte unter seinen Berührungen, krallte ihr Finger in seine Arme, mit denen er sie noch immer festhielt und kam mit einem durchdringenden Stöhnen — Ein Glück, dass er den Silencio aktiviert hat.

Hermine hatte seine Arme wieder losgelassen und nur wenige Sekunden später war er bereits voll entkleidet und sie grinste ihn verführerisch an, legte seinen Zauberstab wieder zur Seite, um nach seinem Arm zu greifen und ihn über sich zu ziehen. Die Spitze seines Glieds stieß gegen ihre feuchten Falten und durchströmte ihn mit einer Welle die dafür sorgte, dass all seine Härchen sich aufrichteten. Sie versuchte sich ihm entgegen zu drücken, doch er hielt sie fest um den Moment auszukosten, dann glitt er langsam in sie hinein und verharrte einen Augenblick so in ihr.

Er drehte sie auf die Seite, legte sich hinter sie, beide Arme um sie geschlungen, mit denen er sie im immer steigenden Tempo auf sein Glied herunterdrückte. Es hatte nicht lange gedauert, sie kniff bereits ihre Zehen zusammen. Ihr ganzer Körper war angespannt, bis sich die Spannung in einem Beben löste und ihre zuckenden Muskeln seine letzte Beherrschung raubten. Er hatte seinen Kopf in ihre Halsbeuge gebettet und kam mit einem kehligen „Ich liebe dich“, das er kaum verständlich gegen ihren Hals murmelte.

„Hm?“, wollte Hermine wissen. „Ach nichts“, sagte er außer Atem und drückte sie noch fester an sich heran. Hatte er gerade ‚Ich liebe dich‘ gesagt? Es klang zwar so, aber sie war sich nicht sicher, trotzdem konnte sie sich das breite Grinsen nicht verkneifen.


***


„Du meinst, Mary ist also eine Hexe und keiner wusste es?“, hakte Ginny weiter nach und schien über diese neue Erkenntnis genauer nachzudenken. Hermine nickte. „Na ja, wenn Muggelgeborene ihren Brief nie bekommen, finden sie das wahrscheinlich auch nie heraus“, mutmaßte Ginny weiter, was ihr Hermine mit einem weiteren Nicken bestätigte. „Und jetzt?“, wollte Ginny wissen. Hermine atmete tief durch. „Nun, Severus meinte, wir könnten ohne Zauberstab nichts machen, wenn sie noch keinerlei Erfahrung mit Magie hatte, werden ihr die ersten Versuche nicht mit einem beliebigen Zauberstab gelingen.“ Ginny starrte nachdenklich auf den Boden, während sie weiter in Richtung Haus der McCoys gingen. „Ja da ist was dran, aber…“ „Aber selbstverständlich werde ich mich damit nicht zufrieden geben“, beendete Hermine grinsend, „Ich denke, Mary hat das Recht alles zu lernen, was die Zauberei zu bieten hat und solange wir noch keinen passenden Zauberstab für sie haben, werde ich ihr eben alles beibringen, was sie ohne lernen kann.“

Eine Gruppe junger Mädchen hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie standen zu sechst hinter einer Hausfassade und kicherten vor sich hin, bis sie sich scheinbar wieder beruhigt zu haben hatten, dann wagte wieder eine von ihnen einen schüchternen Blick hinter die Hausecke. und das Kichern fing von vorne an. Hermine und Ginny gingen an der Gruppe vorbei, um selbst mal einen Blick hinter das Haus zu werfen. Malfoy stand lässig an einen Zaun gelehnt und redete mit einem hübschen Mädchen. Sie war blond, wenn auch nicht ganz so hell wie er, einen Kopf kleiner, hatte eine zierliche Figur und hing ihm förmlich an den Lippen.

Wieder spähte die Meute hinter der Fassade hervor und diesmal hatte er sie gesehen. Er packte das Mädchen am Handgelenk und zog sie in eine Seitenstraße. Die Gruppe Mädchen brach in erneutes Kichern aus und folgte ihnen. „Na, jetzt wissen wir zumindest, wo sich Malfoy dauernd rumtreibt“, sagte Ginny und wackelte anzüglich mit den Augenbrauen, was Hermine mit einem breiten Grinsen erwiderte.

Sie gingen einige Meter weiter und waren bereits am Haus der McCoys angekommen. Mary und Neville saßen zusammen an einem einfachen Holztisch hinter dem Haus. Sie rückten verlegen auseinander als sie die beiden Mädchen entdeckten. „Wir stören doch hoffentlich nicht“, sagte Ginny kolossal grinsend worauf Neville rot anlief und Mary schüchtern ihren Blick senkte. „Und wie läuft‘s?“, wollte Hermine wissen und gab ihnen die Möglichkeit das Thema zu wechseln. „Oh, sehr gut“, sagte Neville fröhlich. Vor ihnen waren einige lose Blätter auf dem Tisch ausgebreitet. Es waren hauptsächlich Blätter, die beim Lösen gerissen waren oder schon bei der Herstellung verunreinigt wurden. Lindsay hatte sie ihnen für einen einfachen Trank, der seinen Hexenschuss ein wenig lindern sollte, überlassen. Er hätte sie eh nicht zu einem Buch binden können und für diesen Zweck waren sie genau richtig.

Hermine war hinter die beiden gegangen und sah Mary über die Schulter. Überall waren einfache Sätze quer über das Papier geschrieben. Die Buchstaben waren ordentlich, sie hatten nicht den typischen Schwung, wie man ihn sonst kannte. Es kam einem eher vor als wären sie gemalt, Strich für Strich aneinander gesetzt, so wie Neville es ihr gezeigt hatte. Hermine nahm eines der Blätter, sah sich um und als sie sich sicher war, dass sonst kein anderer zu sah, nahm sie ihren Zauberstab heraus und tippte das Blatt damit an. Eine schwarze Zeile in ihrer eigenen Schrift erschien auf dem Papier. Sie legte es vor Mary auf den Tisch und sah sie auffordernd an.

„Wir t-treffen uns morgen m-mittag zu deiner ersten Unter-Unterrichtsstunde“, las sie vor. Mary lächelte wirkte allerdings noch etwas ängstlich. „Keine Angst, du kannst froh sein, dass dir Hermine das Tränkebrauen beibringt und nicht Snape“, sagte Ginny und zwinkerte ihr zu.

Fortsetzung folgt...


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