
von Emma_Hermine
HeyHo, ihr Lieben!
Soo, und weiter gehts mit Runde zwei =D
Viel Spaß! *Popkorn hinstell*
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Es war schwarz. Dunkelheit. Undurchdringliche Dunkelheit.
Trotz meiner unglaublich guten Augen konnte ich nicht einmal die eigene Hand vor den Augen sehen. Eigentlich Verwunderlich... Normal leuchtete an diesem Tag alles voll Freude. Am Weihnachtsabend.
Ich war gerade mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester Cassy und meinem Bruder Jason, auf dem Nachhauseweg von dem Weihnachtsgottesdienst. Meine Eltern waren nämlich sehr gläubig und ich und meine beiden Geschwister waren dazu verdammt in den Ferien jeden Sonntag um acht Uhr (viel zu früh meiner Meinung nach) schon in die Kirche zu gehen, und das war noch lange nicht alles.
Ich konnte den rasselnden, kalten Atem hinter mir hören, welcher meinen Eltern gehören musste.
Ein überwältigendes Gefühl der Hoffnungslosigkeit übermannte mich. Cassy`s Griff an meiner Hand verstärkte sich. Ich spürte wie sie zitterte. "Mum? Dad?“, ich brachte nicht mehr, als eine raues Flüstern über die Lippen. Keine Antwort.
Jetzt klammerte sich Cassy schon an meinem Arm fest. Ich hörte leises schluchzen. Ihre Tränen versickerten in meinem Braunen, verwaschenem Pulli.
Ich persönlich war nicht mehr im Stande zu Weinen, zu zittern, oder meine kleine Schwester zu beruhigen.
Aber noch was, wo war überhaupt Jason? Ich wollte nach ihm rufen, aber meine Stimmbänder wollten nicht gehorchen.
Ich blieb Stehen. Meine Beine versagten ihren Dienst, obwohl sich alles in mir dagegen sträubte hier zu bleiben.
Ich war so unglücklich und die Hoffnungslosigkeit drohte mich zu ertränken.
Dann kam dieser seltsame Atem auch von vorn. Der Wirbel negativer Gefühle verstärkte sich.
Vorhin wollte ich noch um Hilfe schreien oder wegrennen, aber jetzt war mir alles gleichgültig. Ich musste mich meinem Schicksal fügen. Ich wusste zwar nicht was mich erwartete, aber was jetzt kam, dagegen kann ich mit Sicherheit nichts tun.
Inzwischen hatte ich völlig vergessen, dass ich nicht alleine mit diesen grausamen Geschöpfen war.
Das Rasseln kam immer näher. Ich spürte, wie sich schorfige Hände an meinen Hals legten.
Ein Schrei ertönte, der allerdings kaum durch mein Meer der Traurigkeit dran.
Der druck an meinem Arm ließ nach, und meine Schwester sank zu Boden, was ich allerdings kaum wahrnahm.
Die schorfige Hand drückte meinen Kopf leicht nach hinten. Der Atem kam näher. Dieses Geschöpf konnte nur noch wenige millimeter von meinem Gesicht entfernt sein.
Dann geschahen viele Dinge gleichzeitig. Ein greller Lichtblitz, aus einem mir unbekannten Zauberstab, der einen weiß silbrigen Hund ausspie. Die Geschöpfe die mich umgaben wichen zurück und verschwanden in den weiten der Gasse. Es wurde wieder Hell, und dieses Hoffnungslose Gefühl verschwand. Ich blickte mich ängstlich um, und suchte nach meinem Retter. Ein grauäugiger Junge mit schwarzen etwas längeren Haaren stand, mit dem Zauberstab in der rechten Hand vor mir.
Er musste ungefähr so alt sein wie ich, also zwölf. Das jemand meines Alters die grauenerweckenden Geschöpfe alleine vertreiben konnte!
Diese Sturmgrauen Augen würde ich mein Leben lang nicht vergessen. Er blickte mich an, und dann verschwand er, ohne sich vorzustellen, in einem Haus, das die Hausnummer zwölf trug. Erst jetzt nahm ich meine Umgebung richtig wahr. Ich sah in die mit Lichterketten behängten Bäume, allerdings hatte ich das Gefühl allein zu sein. Ich konnte meine Eltern, und ebenso meinen Bruder nicht entdecken.
Nur Cassy war noch da. Sie lag zusammen gerollt zu meinen Füßen und zitterte am ganzen Leib. Ihr Gesicht war Blass und leicht bläulich gefärbt. Ich hatte Angst. Große Angst um meine kleine, zehn Jährige Schwester.
Und um Mum, Dad und Jason. Die Drei, die ins nichts verschwunden waren. Und die ich womöglich nie wieder sehen würde.
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