
von *-*Lily*-*
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Wie versprochen lässt das nächste Kapitel nicht lange auf sich warten =)
Ich hoffe es gefällt euch und Kommis sind immer erwünscht!
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Natürlich zog der Unterricht sich für Lily fast unerträglich lang, da ihre Gedanken immer noch an den Vorfall von heute Morgen hingen. Egal wie oft sie auch versuchte zu verstehen was passiert war, gab es für Lily immer nur ein und dieselbe Antwort: sie hatte ein weiteres Mal Zauberei ausgeübt. Noch bevor das Klingelzeichen, dass ihr das Ende des Unterrichts und der Warterei einläutete, stürzte sie mit ihrer Tasche um die Schultern aus dem Klassenzimmer.
Zu Hause angekommen, aß sie wie gewöhnlich zusammen mit ihren Eltern und Petunia, aber dennoch rutschte sie unruhig auf ihrem Stuhl hin und her, da sie schnellstmöglich raus wollte um mit Severus sprechen zu können weil wenn einer wusste, was da heute Morgen geschehen ist, dann ist es er.
„Sev!“ strahlt Lily über das ganze Gesicht und läuft auf ihren neu dazugewonnen Freund zu „Ich muss dir unbedingt was-“ abrupt hielt sie inne und blieb stehen, als Severus sich zu ihr umgedreht hatte und merkwürdige blaue, rote Flecken im Gesicht und eine leicht angeschwollene Lippe aufzuweisen hatte. Mit einem Mal hatte sie vergessen, was genau sie eigentlich Severus erzählen wollte und suchte mit ihren Augen sein Gesicht ab „Was-was ist mit deinem Gesicht passiert Severus?“ fragte sie mit einem leicht panischen Unterton und blickte ihm letztendlich fragend in die Augen, als dieser bloß seinen Blick abwendete und leicht die Schultern hob. „Gar nichts ist passiert, alles in Ordnung!“ gab er total unterkühlt zurück und vergrub seine Hände tief in seinen Hosentaschen. Natürlich wusste Lily, dass nichts in Ordnung war, denn auch Sev´s sonst so gerade Haltung war ein wenig eingesunken und er zog scharf die Luft ein, als er sich hinsetzte und seinen Kopf gegen den Baum lehnte. „Das war dein Dad, stimmt´s?“ fragte sie ganz leise und blickte ihm mit ihren Saphirgrünen Augen in seine schwarzen. Severus hatte ihr während der vielen Treffen mit ihr, erzählt dass sein Vater alles andere als ein liebevoller Mensch wäre, denn seit er wusste, dass seine Frau eine Hexe war, verabscheute er Severus so sehr, als wenn er dafür verantwortlich gewesen wäre, dass seine Mutter so ist, wie sie nun einmal ist. Sie ließ sich neben ihn sinken und sah ihn schweigend an, da sie wusste, dass er früher oder später von selbst reden würde. „Er-er ist wütend auf mich…“ begann er leise und mit belegter Stimme „Mein Hogwartsbrief ist angekommen…ich habe meine Mum gesagt, dass ich so bin wie sie, dass ich ein Zauberer bin und als endgültigen Beweis kam heute der Brief an und er war böse auf mich! Böse, dass ich es nicht unterdrückt habe, böse ich mich noch gefreut habe und dann…naja…“ seine Stimme bracht ab, er wandte seinen Blick ab und Lily merkte, wie er sich ein schniefen verkniff. Sie betrachtete jede einzelnen blauen Fleck und jede Schramme in seinem Gesicht und war sich fast sicher, dass er sicherlich noch mehr auf seinem Körper hatte. „Und deine Mum? Ich meine sie ist eine Hexe und lässt dies zu?“ die Frage war über ihre Lippen gekommen, ehe sie, sie zurückhalten konnte und er zog abermals nur die Schultern in die Höhe. Sie erinnerte sich daran, was ihre Mutter früher immer gemacht hatte, wenn sie damals gefallen war und sich das Knie aufgeschürft hatte. „Dein Dad weiß gar nicht wie toll du bist Sev…du bist nicht nur irgendein angehender Zauberer, du bist einzigartig und vor allen Dingen weiß er gar nicht wie wunderbar du bist!“ sie sah ihm tief in die Augen und lächelte ihn aufmunternd an. Als dieser immer noch den Blick stur geradeaus gerichtet hatte, erhob sich Lily, setzte sich vor ihn und nahm sein Gesicht vorsichtig in seine Hände, ehe sie ihre Lippen auf seine Wange legte, wo der größte blaue Fleck zu sehen war. Dann küsste sie ihn vorsichtig auf die Stirn und auf die andere Wange. „So haben meine Eltern das immer gemacht“ begann sie zu erklären und blickte ihm nun in die Augen „sobald Tunie und ich uns wehgetan haben, haben sie uns immer einen Kuss auf die Stelle geben, damit sie schneller verheilt!“ führte sie fort und küsste ihn vorsichtig auf die Oberlippe, die immer noch ein wenig Blutverkrustet war. „Ich weiß nicht ob das von mir sonderlich hilft, aber ich weiß sonst nicht wie ich dir helfen soll…“ als sie dann aber das schiefe lächeln sah, dass sich auf Severus Gesicht gestohlen hatte, wusste sie, dass es wenigstens ein wenig die Schmerzen gelindert hatte.
Das kleine Aufleuchten in seinen Augen allerdings, sah sie nicht, weil sie dann zu erzählen begann, was ihr heute Morgen auf dem Weg zur Schule passiert ist und dass sie leider immer noch keinen Brief aus Hogwarts erhalten hatte.
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