
Neue Bekanntschaften
Katie
Bok! Moje ime je Katie Kovac! Achso, das versteht ihr ja gar nicht… Das ist kroatisch und heißt: Hallo! Ich heiße Katie Kovac! Ich komme aus Kroatien, bin aber vor kurzem nach England umgezogen! Dann hieß es also Abschied nehmen von meinen Freunden und von meiner Schule! Meine Schule war total toll! Es war nämlich ein kampfmagisches Internat. Doch dann bekam mein Vater eine neue, besser bezahlte Stelle in London und so musste ich meine beste Freundin Vesna hinter mich lassen. Mein großer Bruder Marko war auch nicht begeistert. Nun war ich in meinem Zimmer in London und streichelte gedankenverloren meine Katze Kiki. Die schwarze Katze schnurrte daher entspannt. Ich dachte über Hogwarts nach. Die Schule, auf die ich ab heute gehen würde. Ich hatte schon ein bisschen über Hogwarts gehört. Zum Beispiel über die vier Häuser:
Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Und ich wurde nach Gryffindor eingeteilt, genau wie mein Bruder. Ich kann mich noch genau dran erinnern:
Marko und ich flohten nach Hogwarts. Zum Büro einer jungen, streng aussehenden Frau, die sich als Professor McGonagall vorstellte. Sie führte uns durch viele Gänge zum Schulleiterbüro. Ich befürchtete, dass es ewig dauern würde, bis ich in Hogwarts alles finden würde. Beim Schulleiter angekommen wies uns der Schulleiter Albus Dumbledore an, Platz zu nehmen. Dann nahm er einen geflickten, alten Hut und meinte gelassen: „Das ist der sprechende Hut! Er wird euch in eure Häuser einteilen. Setzt ihn bitte auf!“ zuerst war Marko dran. Nach kurzer Zeit sagte der Hut: „GRYFFINDOR!“ Dann setzte ich den Hut auf. Er rutschte mir über die Augen und plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf: „Aha, noch eine Kroatin! Was ich mit dir mache weiß ich ganz genau! Du hast viel Mut, deshalb: GRYFFINDOR!“ Ich war erleichtert, da ich in dasselbe Haus wie mein Bruder gekommen war…
Doch meine Gedankengänge wurden von meiner Mutter unterbrochen, indem sie mich zum Frühstück rief. Ich warf noch einen Blick zu meinem fertig gepackten Koffer und ging in die Küche. Meine Eltern und Marko saßen bereits da. Ich setzte mich mit einem aufgeregten „Guten Morgen“ neben Marko und machte mir Müsli mit Bertie Botts Bohnen. Haltet mich jetzt aber nicht für verrückt! Denn das bin ich nicht! Ich gebs ja zu, dass ich ein paar ungewöhnliche Angewohnheiten habe, aber verrückt bin ich nicht.
Als wir endlich fertig gegessen hatten und mit dem Auto nach Kings Cross fuhren (Meine Mutter war Muggel), war ich schon total aufgeregt. Ich redete die ganze Zeit kein Wort, etwas, was für mich total ungewöhnlich war. Nach etwa einer Dreiviertelstunde waren wir da. Wir stiegen aus und Mum besorgte einen Gepäckwagen für Markos und mein Gepäck. Gemeinsam liefen wir geradewegs auf die Absperrung zwischen Gleis neun und Gleis zehn zu, wie Professor Dumbledore es uns erklärt hatte. Ich sollte als erstes gehen. Also beschleunigte ich meine Schritte und rannte die letzten Meter. Ich schloss meine Augen, doch der Aufprall blieb aus. Stattdessen lief ich einfach weiter und als ich meine Augen wieder öffnete stand ich auf einem großen Bahnsteig und sah eine scharlachrote Dampflok, die den Bahnsteig in dichten Rauch hüllte. Dann tauchte Marko hinter mir auf und zu guter letzt auch noch Mum und Dad. Marko und ich holten unser Gepäck vom Gepäckwagen und stiegen in den Zug ein, um uns ein Abteil zu suchen. Da wir noch ziemlich früh dran waren, fanden wir auch schnell ein unbesetztes. Wir ließen unsere Koffer in die Gepäckablage schweben, stellten den Käfig von Kiki und Markos Eule Sue auf zwei Sitze und stiegen dann wieder aus, um uns von unseren Eltern zu verabschieden. Diese Verabschiedung fiel bei meiner Mutter sehr tränenreich aus, weswegen ich am liebsten im Erdboden versunken wäre. Leider hatte sie auch noch die schlechte Idee, mich in eine Würgumarmung zu ziehen und mir Küsschen auf die Backe zu drücken. Mit hochrotem Kopf wandte ich mich schließlich zu Dad, der gemeiner Weise schelmisch grinste. Eigentlich mochte ich den Humor meines Vaters ja, aber dieses Mal konnte ich seine Meinung einfach nicht teilen. Ich umarmte ihn schließlich. Nachdem Mum und Dad auch Marko umarmt hatten, meinte Mum streng: Stellt in Hogwarts ja nichts an! Ich kenne euch doch! Von Hogwarts will ich keine Eulen bekommen, dass ihr irgendetwas ausgefressen habt!“ Mir fiel auf, dass Mum eigentlich nur mich fixierte, denn Marko war für so etwas viel zu brav. Er war in Kroatien sogar Vertrauensschüler gewesen!
Als wir endlich von unseren Eltern losgekommen waren, war es auf dem Bahnsteig schon viel voller und so mussten wir uns in den Zug durchkämpfen. Wir kehrten in unser Abteil zurück und wanken unseren Eltern noch einmal zu, bevor sie vom Bahnsteig aus apparierten.
Amy
Wir fuhren mit so einem Muggelfahrzeug, das sich glaub ich Au… Aurot? Nein, Auto! Ja Auto nannte zum Bahnhof von King’s Cross. Mom saß vorne am Steuer und schon zweimal mussten wir anhalten, weil sie irgendetwas am Auto gerade nicht blickte. Ich war immer noch stinksauer auf sie und redete nur noch das nötigste mit ihr… Moment. Ihr erklär euch mal wie wir von Washington eigentlich nach England kamen.
Wir waren eine glückliche, kleine Familie. Mom, Dad, meine kleine Schwester Eileen und ich. Okay, das mit glücklich ist jetzt bestimmt schon vier Jahre her, denn meine Eltern hatten sich immer mehr gestritten. Und da kam es dann zur Scheidung. Schneller, als ich hätte Bertie Botts Bohnen in alle Geschmacksrichtungen hätte sagen können, kam dieser Hirnrissige Vollidiot Carl Martins, Engländer. was passiert? Meine Mom MUSS sich ja in ihn verlieben! Da sind sie ein Paar und knutschen rum. Eileen war sooo traurig, dass Mom und Dad nun geschieden waren. Doch meine gestörte Mutter ignorierte es einfach. Dann muss dieser behinderte Engländer auch noch zurück in seinem Land, Mom musste ihm hinterher und hier bin ich. Dad hatte sich versucht durchzusetzen uns bei ihm zu behalten, doch Mom hatte das Sorgerecht. Ich wäre lieber bei Dad und meinen Freundinnen geblieben aber… Naja. Das war Mom. Sie wollte nie Nachgeben und bekam so fast alles, was sie wollte. Der Abschied von Dad war total Schrecklich gewesen. Ich hatte die ganze Fahrt über geheult. Und nun hatte ich auch eine andere Schule. In Washington war ich auf einem Internat für Verwandlung gewesen. Kurz: IFV. Meine drei beste Freundinnen Louisa, Victoria und Emilia hatten mir ein Fotoalbum von unserer gemeinsamen Zeit geschenkt. Oh Gott, ich vermisste sie jetzt schon…
Eileen hatte Glück. Eine Freundin von ihr ist zufällig vor zwei Jahren auch nach England gezogen und ging auch auf die Schule Hogwarts. Mir wurde Vorgestern schon der sprechende Hut aufgesetzt. Wir waren bei dem Schulleiter gewesen. Von vier Häusern, Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin waren ich und Eileen nach Gryffindor gekommen. „Puh, Susan ist auch in Gryffindor!“, hatte Eileen erleichtert gesagt.
Nun saß ich da und schaute aus dem Fenster. „Mein Gott, Leah nein! Wir hätten JETZT abbiegen sollen!“, sagte Carl genervt. Leah hieß meine Mom. „Shit! Kann dieses doofe Teil nicht einfach abheben und in der Luft umkehren?“, fragte Mom zerknirscht. „Nein kann es nicht.“, antwortete Moms Freund. Wir mussten umkehren und verloren 10 Minuten. Mist, das wurde sehr knapp! „Mooom! Mir ist schlecht.“, jammerte Eileen neben mir. Wir verpassen den Zug, dachte ich. „LEAH, BREMSEN!“, schrie Carl. Mom hatte sich zu Eileen umgedreht, die ganz blass war, und fuhr fast in ein Auto vor uns hinein. „Mensch, Amy… sag bitte nur ein Wort…“, setzte Mom an. „Okay. Da, dein Wort.“, sagte ich und schaute wieder aus dem Fenster. Ich hatte erwartet, dass sie jetzt nicht aufhörte Wörter aus mir zu quetschen, doch sie schwieg. Das war gut so.
Am Bahnhof rannten wir durch die Absperrung, so wie es Dumbledore gesagt hatte. Und als wir vor der Dampflok standen, waren nur noch wenige Schüler auf dem Bahnsteig. „So, ihr müsst euch beeilen, der Zug fährt gleich los!“, rief Mom uns zu, die durch die Wand kam. Sie zog Eileen und mich in eine flüchtige Umarmung und wir gingen in den Zug. Fast alle Abteile waren voll. „Eileen! Eileeeeeeeeen!!“, schrie die Stimme von der Freundin meiner kleinen Schwester. „Amy, ich geh mit Susan in ein Abteil. Sie hat mir einen Platz besetzt. Ist das in Ordnung für dich?“, fragte sie mich. „Jaja geh ruhig. Wir sehen uns später!“, rief ich ihr noch hinterher.
Ich suchte noch weiter und als ich ein Abteil fand, wo ich noch Platz hatte, war der Zug schon losgefahren. Dort saßen ein Mädchen mit Hüftlangem, leicht gewelltem, braunem Haar, gebräunt, sie hatte grüne Augen und war schlank und ein Junge mit hochgestylten, braunen Haaren, auch gebräunt, braune Augen und auch eher schlank. „Entschuldigung? Ist der Platz noch frei?“, fragte ich schüchtern. Die beiden nickten und ich setzte mich. Sophie, meine Katze, sprang auf meinen Schoß. Sie hatte Himmelsblaue Augen und ihr Fell war grau mit einem leicht bläulichen Schimmer. Ich streichelte meine verschmuste Katze und diese schnurrte glücklich. Sophie, dachte ich. Ich hatte ja noch Sophie, die mich in Hogwarts begleiten würde.
Katie
Ein Mädchen mit leicht gewellten, etwas über Schulterlangen, dunkelbraunen Haaren kam in unser Abteil und fragte schüchtern: „Entschuldigung? Ist der Platz noch frei?“ Marko und ich nickten gleichzeitig. Als sich das Mädchen setzte, sprang eine graue Katze mit einem leicht bläulichem Schimmer auf ihrem Schoß und Marko fragte: „Wie heißt deine Katze?“ „Sophie“, antwortete das Mädchen lächelnd. „Wie heißt du eigentlich“, fragte ich, weil mir aufgefallen war, dass wir das ja noch gar nicht wussten. Und natürlich um die Peinlichkeit meines Bruders wieder wett zu machen, denn wer frägt ja auch jemand fremdes nach dem Namen seiner Katze, wenn man noch nicht einmal den Namen der Person kennt. „Amy“, antworte das Mädchen grinsend. „Und ihr?“ „Ich bin Katie“, antwortete ich. „Und dies ist Marko, mein unsensibler Bruder!“ „Ich bin nicht unsensibel“, behauptete Marko. „Wer´s glaubt“, lachte ich und Amy stimmte mit ein. „In welchem Haus seid ihr eigentlich?“, fragte Amy. „Beide in Gryffindor und du?“, antwortete ich. „Ich bin auch in Gryffindor“, meinte nun auch Amy. „In welchem Jahrgang?“, fragte ich interessiert. „Im sechsten!“, meinte Amy. „Ich auch!“, sagte ich begeistert. Amy war nett, also war ich wohl nicht mehr so alleine. Naja, wenn man meinen Bruder nicht mit einrechnete. „Ich bin schon in der siebten!“, meinte Marko. „Bist du schon lange auf Hogwarts?“ „Nein! Ich bin neu hier! Ich hatte gehofft, jemand könnte mir in Hogwarts alles zeigen!“, antwortete Amy. Ich verstand den Wink, musste sie aber leider enttäuschen, da ich sagte: „Wir sind auch neu, deshalb kann ich dir leider nicht helfen! Auf welcher Schule warst du vorher?“ „Auf einer Schule für Verwandlungen in Washington! Doch wir sind nach England umgezogen!“, erzählte sie. Ich war mir sicher, dass es einen bestimmten Grund gab, dass sie umgezogen war, denn ihre Augen blitzten kurz leicht verärgert. Doch ich hakte nicht nach. Wie ich aber schon erwähnt habe ist Marko nicht so feinfühlig, deshalb fragte er gleich nach dem Grund, dass sie umgezogen war. Amy antwortete nicht und um die Stille zu durchbrechen erzählte ich von unserer ehemaligen Schule: „Marko und ich früher auf einem Kampfmagischen Internat in Kroatien! Aber wegen der Arbeit waren meines Dads mussten wir nach England umziehen und da meine Eltern sowieso fanden, dass uns eine normale Schule auch gut tun würde, schickten sie uns nach Hogwarts!“ Plötzlich betraten zwei weitere Schülerinnen das Abteil. Die eine hatte dunkelrote Haare, blasse Haut und grüne Augen, die andere hatte schwarze Haare, die einen starken Kontrast zu ihrer blassen Haut bildeten. Und mit ihren Eisblauen Augen sah sie einfach wunderschön aus.
Amy
Wow, dachte ich bei dem Anblick von den beiden Mädchen. Ich strich mir meinen Seitenpony aus dem Gesicht. Das Hüftlange, schwarze Haar war ganz glatt und glänzte. Dann noch diese wunderschöne Augen und das Minilächeln auf ihren Lippen… Die andere hatte Ellebogenlange dunkelrote Haare und eigentlich auch sehr hübsch. Ihre Smaragdgrünen Augen leuchteten freundlich. „Können wir uns zu euch setzen?“, fragte die Rothaarige. „Ja.“, sagte Katie. Die Rothaarige setzte sich neben mich und die Schwarzhaarige setzte sich auch und begann mit einer schönen, melodischen Stimme an zu Reden. „Ich bin Megan Simpson und meine Freundin hier heißt Lily Evans.“ „Ich bin Amy Miller und das sind Katie und Marko…“, fing ich an, aber ich wusste noch gar nicht, wie die beiden Geschwister mit Nachnamen hießen. „Kovac!“, beendete Marko den Satz. „Ich hab euch noch nie gesehen… Seid ihr Neu hier? Erzählt!“, grinste Lily uns an. „Amy hier ist aus Washington hier her gezogen und wir beide sind aus Kroatien. Außerdem sind wir in Gryffindor und ihr?“, ratterte Katie runter. „Also ich komme aus Deutschland und Lily ist, glaub ich, schon ihr ganzes Leben lang in England. Und wir sind auch in Gryffindor!“, sagte Megan und lächelte.
Wir vertieften uns in ein Gespräch und die Zeit verflog. „In wenigen Minuten kommen wir in Hogwarts an!“, rief eine Stimme durch die Abteile. „Mist, wir müssen uns umziehen…“, sagte Lily und drehte sich zu Marko um. „Könntest du“ doch Marko war schon so gut wie draußen. Wir zogen uns um und dann waren wir dran mit raus gehen. Der Zug wurde langsamer und wir holten unsere Koffer von der Ablage runter. Die Dampflok blieb stehen.
Draußen auf dem Bahnsteig war ein riesiger Mann. „Hallo Hagrid!“, begrüßte Lily ihn freundlich. „Hey Hagrid!“, sagte nun auch Megan. „Megan! Lily! Schön euch zu sehen!“, lächelte Hagrid ihnen zu und schaute dann wieder weg. „Hagrid ist ein Halbriese und Wildhüter in Hogwarts.“, erklärten die beiden Mädchen Katie und mir. Marko hatte andere Jungs in seinem Alter getroffen und war mit denen in eine Kutsche gestiegen, die von Testralen gezogen wurde, erklärte uns Megan. Wir setzten uns zu viert in eine Kutsche. Auf einmal kamen noch vier Gestalten in die Kutsche gestiegen, und da nur sechs Leute Platz hatten, mussten wir uns quetschen. Jetzt erst erkannte ich, dass es vier Jungs in unserem Alter waren. „POTTER! Sag mal, könnten du und deine Freunde euch nicht eine andere Kutsche suchen?! Es ist hier ziemlich eng!“, zischte Lily zu ihren Nebensitzer. „Ja grad weil wir hier so eng aufeinander gequetscht sind, sitze ich hier.“, sagte er. Ich konnte ihn zwar wegen der Dunkelheit nicht sehen, aber ich wusste, dass er grinste. „Hey, Prongsi! Kannst do NOCH näher an Evans rutschen? Ich falle gleich aus der Kutsche!“, sagte einer der anderen, der neben diesem Potter saß. „Nein, kann er nicht, Black!“, fauchte Megan. Zu spät. Die Kutschen setzten sich in Bewegung. Nun mussten die zwei wohl oder übel durch halten. Irgendjemand quetschte sich auch an mich. Und als die vier Jungs miteinander redeten, erfuhr ich auch wie er hieß: Moony. Und der neben Moony hieß Wormy. Potter oder Prongsi oder wie auch immer machte Lily ein paar Mal doof an, und die anderen Jungs unterhielten sich. ENDLICH war diese Höllenfahrt vorbei. Katie und mich hatte man kaum Wahrgenommen. „Wer waren die eigentlich?“, fragte Katie. „Das waren: James Potter, Sirius Black, Remus Lupin und Peter Pettigrew.“, antwortete ihr Megan. „Ja, und sie haben sich so komische Spitznamen gemacht: Prongs, Pad, Moony und Wormy. Weiß Gott warum!“, fügte Lily hinzu. „Und sie nennen sich außerdem die Rumtreiber oder Marauder.“, sagte Megan noch. Wir gingen in die große Halle. Wir setzten uns noch an das einzigste Stück Bank zu den Maraudern.
Katie
Wir mussten uns doch zu Lilys und Megans Unglück tatsächlich neben die Rumtreiber setzen. Lily und Megan setzten sich blitzschnell so weit weg von den Marauder entfernt wie möglich. Also mussten sich Amy und ich neben Potter und Black setzen. Also saß ich neben Potter, der nur Augen für Lily hatte. Amy hatte weniger Glück, denn Black sagte gleich zu ihr: „Hey Schönheit! Du bist neu, oder? Denn sonst wärst du mir schon früher aufgefallen! Wie heißt du denn?“ „Ich heiße Amy Miller und wie heißt du?“, verriet ihm Amy. „Ich heiße Sirius!“, antwortete er. Dann kamen die neuen Erstklässler durch die Tür und folgten Professor McGonagall bis vor den Lehrertisch. Und ein alter Mann mit fettigem, braunem Haar trug einen Stuhl herbei, worauf der sprechende Hut lag. Ein Schlitz öffnete sich unterhalb der Krempe des Hutes und er begann zu singen. Das Lied erzählte von den vier Häusern und nachdem der Hut fertig gesungen hatte, gab es tosenden Beifall seitens der Schüler. Dann trat McGonagall vor und holte eine Liste hervor. Sie rief jeden einzelnen Erstklässler auf, der dann in die Häuser eingeteilt wurde. Wie der ganze Gryffindortisch klatschte ich für jedem Gryffindor und buhte jeden Slytherin aus (Na gut, bei dem ausbuhen machte nicht der ganze Tisch mit).
Nachdem alle Neuen eingeteilt waren gab es Essen. Es erschien alles aus dem nichts und die ganzen goldenen Platten waren überladen mit Essen. In Kroatien war das Festessen zwar nicht schlecht, doch konnte es dem in Hogwarts lange nicht das Wasser reichen. Ich griff ordentlich zu, da ich den ganzen Tag nur ein Paar Schokofrösche gegessen hatte. Währenddessen vertiefte ich mich in ein Gespräch mit Potter. Wir redeten hauptsächlich über Quidditch. Daraufhin kamen wir auch auf die Schulmannschaften zu sprechen und er erzählte: „Ich bin der Kapitän der Gryffindor-Mannschaft!“ „Cool“, meinte ich. „Ich spiele auch Quidditch! Ich hoffe, dass ich auch in die Mannschaft komme!“ „Nur, wenn du gut spielst!“, lachte Potter. Mir fiel auf, dass er gar nicht so schlimm war, wie Lily mir erzählt hatte. Im Gegenteil, ich fand ihn sogar richtig nett. Megan unterhielt sich die ganze Zeit mit Lily, also musste Amy mit Black vorlieb nehmen. Armes Mädchen! Nach einer Weile verschwand das Essen und stattdessen erschien der Nachtisch. Komischer Weise waren da auch Sirupbonbons dabei! Ich nahm mir ein Erdbeermuffin. Dabei sah ich wieder zu James. Er starrte Lily an. Das machte er übrigens die ganze Zeit. Also fragte ich vorsichtig: „James, wieso starrst du die ganze Zeit Lily an?“ Dieser wurde etwas verlegen und antwortete nicht. Bei mir kam da so ein Verdacht…
Amy
Ohjee, dachte ich. Ich musste mich neben Black setzen und der machte mich auch gleich doof an. „Hey Schönheit! Du bist neu, oder? Denn sonst wärst du mir schon früher aufgefallen! Wie heißt du denn?“ Okaay dem zeig ich es!!!!! Ich verriet meinen Namen… Und dann sprach er mich erst wieder, als der Nachtisch. „Hmm… Sahnetorten esse ich total gern. Die sind nämlich so süß wie du!“ Oh Gott wie Schlimm, aber das war eine Perfekte Gelegenheit! „Du magst Sahnetorte?“, fragte ich grinsend, packte mir eine und schmierte sie Black ins Gesicht. Als ich sein verpeiltes Gesicht sah fügte ich hinzu: „Also ich will etwas noch sagen… ich mag keine doofen Anmachen und ich liebe Vanillepudding!“ Das letzte hätte ich nicht sagen sollen, denn ehe ich mich versah hatte ich Vanillepudding im Haar. Meine Freundinnen und die restlichen Marauder lachten. Ich musste grinsen. „Sahnetorte steht dir wirklich gut, Black!“ „Und dir, Miller, steht Vanillepudding. Sieht toll aus.“, sagte Black, der nun auch grinste. Ich glaubte, ich mochte diesen dummen Macho irgendwie. „Wollt ihr Mädels nicht zu unserer Welcome-Back-Party kommen?“, fragte Sirius. Katie und ich nickten begeistert, doch Megan und Lily schienen nicht wirklich zu wissen, ob sie kommen sollten.
Katie
Amy und ich waren sofort davon begeistert, zu der Welcome-Back-Party zu kommen, doch Megan und Lily waren sich da nicht so sicher. Also meinte ich: „Kommt schon! Ihr könnt doch nicht den ganzen Abend im Gemeinschaftsraum verbringen!“ „Doch, das kann ich“, fand Lily. „Da gibt es so etwas und das nennt sich schlafen!“ „Aber man schläft am allerersten Tag doch noch nicht so früh!“, sagte Black. „Das ist eure zweitletzte Welcome-Back-Party! Das wollt ihr doch sicher nicht verpassen!“, fügte James hinzu. „Wenn es uns nicht gefällt, dann können wir immer noch wieder gehen!“, versuchte Amy die beiden umzustimmen. Schließlich lenkte Megan ein: „Okay, wir gehen hin! Aber wenn es scheiße ist, dann gehen wir sofort wieder zurück!“ „Nein, ich geh da nicht hin“, wiedersprach Lily. „Denk doch an die ganzen Kürbispasteten!“, schwärmte Megan. Sofort änderte Lily ihre Meinung. „Okay, ich komm mit“, sagte sie. „Wo ist die Party denn überhaupt?“, fragte ich. „Im Raum der Wünsche“, antwortete Remus mir. „Megan und Lily können euch den Weg zeigen!“
Als der Nachtisch verschwunden war, erhob sich Dumbledore. Er meinte: „Liebe neuen Schüler! Willkommen in Hogwarts! An die „alten“ Schüler: Willkommen zurück! Wieder liegt ein neues Schuljahr vor euch! Ihr hattet jetzt die ganzen Sommerferien Zeit, den Stoff des letzten Jahres daraus zu vertreiben, also könnt ihr sie nun mit neuem füllen!
Dunkle Zeiten kommen jetzt auf uns zu! Deswegen ist der Zusammenhalt in Hogwarts wichtiger denn je. Wenn irgendjemand Probleme hat, möge der sich gern an mich wenden.
Zudem hat mich unser Hausmeister Mr Steel gebeten, euch daran zu erinnern, dass das Zaubern auf den Korridoren zwischen den Schulstunden verboten ist. Auch ist die Liste der verbotenen Dinge gewachsen und beinhaltet jetzt auch Veritaserum. Die genaue Liste ist im Büro unseres Hausmeisters einzusehen. Wie viele von euch vielleicht vergessen haben, ist der Wald auf dem Gelände von Hogwarts verboten. Und zwar nicht grundlos. Deshalb bitte ich die neuen Schüler, es sich zu merken und die älteren Schüler, sich daran zu erinnern!“ Mir fiel auf, dass Dumbledore bei seinem Satz den Maraudern zugezwinkert hatte, die seinen Blick mit nicht überzeugenden Unschuldsmienen erwiderten. „Jetzt, da wir alle gefüttert und gewässert sind, singen wir die Schulhymne!“, fuhr Dumbledore mit dem Grinsen eines Weihnachtsmannes fort. Das Lächeln der anderen Lehrer versteifte sich etwas. Dumbledore jedoch schien das nicht im geringsten zu stören und rief: „Jeder in seiner Lieblingsmelodie!“ Er ließ den Text über dem Lehrertisch erscheinen und sie ganze Schule sang begeistert:
Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hogwarts
Bring uns was Schönes bei,
Ob alt und kahl oder jung und albern,
Wir sehnen uns Wissen herbei!
Denn noch sind unsre Köpfe leer
Voll Luft und voll toter Fliegen,
Wir wollen nun alles erlernen,
Was du uns bisher hast verschwiegen
Hogwarts, Hogwarts, warzenschweiniges Hogwarts
Gib dein bestes, wir können´s gebrauchen,
Unsre Köpfe, sie sollen rauchen!
Kaum zwei Schüler beendeten das Lied gleichzeitig. Am Schluss hörte man nur noch James und Black. Dumbledore dirigierte ihre letzten Takte. Dann sagte er: „Und nun: In die Betten!“ Es gab ein großes Stühlerücken, da alle Schüler gleichzeitig aufstehen wollten. Wir blieben noch ein bisschen sitzen, bis die Halle etwas Lehrer geworden war. Doch noch eine Gruppe von Mädchen hatte kichernd gewartet. Als wir schließlich aufgestanden waren, kamen sie zu uns herüber. „Hey Sirius!“, kreischte eine und stürmte gleich zu ihm. Sofort setzte er einen Ich-bin-so-unwiederstehlich-ich-krieg-jede-Blick auf, woraufhin das Mädchen kicherte. Ich kannte Black erst ein paar Stunden lang und hatte schon das Gefühl, dass er ein Casanova war. Weitere kreischende Mädchen stürmten auch zu Black und umringten ihn. James erlitt ein Ähnliches Schicksaal, doch im Gegensatz seines besten Freundes befreite er sich gleich wieder. Plötzlich fiel mir auf, dass Megan und Lily verschwunden waren. Die waren wohl schon vorgegangen und hatten Amy und mich einfach mit den Rumtreibern allein gelassen. „Komm schon Pad!“, tadelte James. „Auf der Party hast du immer noch Zeit für deinen Fanclub! Wir müssen doch noch alles vorbereiten!“ „Sorry Mädels, ich muss los! Aber wir sehen uns dann auf der Party!“, sagte Black und zwinkerte den Mädchen zu. Ich verdrehte die Augen. Black gesellte sich grinsend wieder zu uns.
Amy
Wir Mädchen halfen ein bisschen bei den Vorbereitungen und gingen in unsere Zimmer. Dort saßen schon zwei andere Mädchen. „Hey!“, sagte Katie fröhlich, doch die Beiden schauten uns nur komisch an und warfen Megan und Lily böse Blicke zu. Die eine hatte Wasserstoffblonde, Ellenbogenlange Haare. Ihre blauen Augen musterten Katie und mich skeptisch. Mir viel auf, dass ihre Augen dunkelblau waren und einen lilanen Schimmer hatte. Sie presste ihre pink geschminkten Lippen zusammen und schaute zu dem anderen Mädchen. Die hatte blonde Haare, die ihr ein bisschen über die Schultern reichten. Außerdem war ihre Augenfarbe hellbraun. Sie schaute uns auch an, aber nicht skeptisch, sondern eher interessiert. Megan zog Katie und mich wieder in den Gemeinschaftsraum. Lily folgte uns. „Die heißen Tess McCorry und Cecil MontGomerry. Und es sind die größten Zicken, die ich je gekannt habe. Lily und ich kennen sie ja schon seit der Ersten Klasse. „Oh…“, sagte Katie, die sie noch vor einer halben Minute begrüßt hatte. „Deswegen haben sie uns nicht zurückgegrüßt.“ „Ja, und sie HASSEN uns. Besonders mich. Weiß der Hippogreif warum.“, erklärte Megan. Also… kann es sein, wenn ihr mit uns befreundet seid, dass sie auch euch nicht mögen werden.“, meinte Lily. „Komm, wir gehen uns für die Party fertig machen“ brach ich die entstandene Stille. Die andern stimmten mir zu und wir gingen wieder in unser Zimmer. Tess und Cecil waren nicht mehr da. Wahrscheinlich waren beide im Bad um sich fertig zu machen. Wir vier suchten uns Kleidung aus.
Megan sah Wundervoll aus. Sie hatte ein gelbes Minikleid an und darunter eine schwarze Leggins. Schwarzer Nagellack gehörte auch zum Outfit. Mit den High heels und dem Schmuck war sie bis auf die Schminke gerichtet.
Katie trug ihren schwarzen Minirock und das tĂĽrkise Top. Sie nahm dunkeltĂĽrkisen Nagellack, passend zum Rest. Als sie den Schmuck und die Ballerinas an hatte, sah sie auch wahnsinns toll aus!
Lily zog ihre schwarze Hotpan an. Dazu ihr blaues Top und die weiĂźen Sneakers. Das stand ihr wirklich gut.
Ich entschied mich fĂĽr mein gestreiftes Kleid. Das hatte ich von meiner Tante Emma, sie ist Muggel genau wie ihr Mann und ihre Kinder, bekommen. Tante Emma lebte in Deutschland.
Eigentlich waren alle Schwestern und die Eltern von Mom Muggel. Sie war die einzige Hexe.
Meine schwarzen Chucks passten gut zu dem Kleid, und mit meinem Schmuck sah ich anscheinend auch ganz gut aus. Den lächelnden Gesichter meinen Freundinnen zu Urteilen. Außerdem solltet ihr noch etwas wissen: Ich liebe Chucks! Auch wenn es Muggelschuhe sind. Und was ich auch total gern mag, ist gestreifte Kleidung.
Wir waren fertig umgezogen und wollten uns schminken. Das Bad war aber immer noch besetzt… „Heh, Tess! Cecil! Macht mal die Tür auf! Wir wollen auch rein!“, rief Megan. „Geht nicht, Tess ist noch am umziehen“, kam es durch die Tür. „WAS?! Mensch, wir ziehen uns jetzt schon 20 Minuten um und ihr seid IMMER NOCH nicht fertig?!“, sagte Megan genervt. „Ganz genau!“, meinte die Stimme aus dem Badezimmer. Megan nuschelte etwas Unverständliches. „Ich bin auf der Mädchentoilette.“, murmelte sie verärgert und schnappte sich ihren Kosmetikbeutel.
Als Cecil und Tess nach 10 Minuten immer noch im Badezimmer waren, gingen wir zu Megan auf das Mädchenklo. Megan sah bezaubernd aus! Sie hatte Make-up drauf und Smokey Eyes. Der dunkelrote Lippenstift schmeichelte ihrem Gesicht. Die langen, schwarzen Haare waren durchgebürstet und glänzten.
Wir anderen drei Mädchen fingen nun auch an uns zu schminken.
Lily war dezenter als Megan. Sie benutzte nur dunkelbraunen Liedschatten, Wimperntusche und Labello. Katie nahm auch braunen Liedschatten, Kayal, Wimperntusche, Abdeckstift und Glanzlipgloss. Ich benutzte meinen dunkelgrauen Liedschatten, Volumen-Wimperntusche, machte mir einen Liedstrich, nahm auch Abdeckstift und den dunkelroten Lipgloss von Mom.
So, endlich waren wir fertig und auf dem Weg zum Raum der WĂĽnsche, wo die Party stattfand.
Die Party war schon im vollen Gange. Black war umringt von Mädchen, die alle 10 Sekunden kicherten. Potter flüchtete vor seinem Fanclub, der ihm dicht auf den Fersen war. Remus unterhielt sich mit einem Jungen, den ich noch gar nicht gesehen hatte. Der Junge hatte dunkelbraun bis schwarzes Haar und Himmelsblaue Augen. Er sah kurz zu mir und wandte sich dann wieder Remus zu. Wow, der Junge war echt süß!
Und Pettigrew war wie vom Hornschwanz verschluckt. Es schien aber niemanden zu kĂĽmmern.
Als Black Megan sah, klappte ihm der Mund auf. Ähnlich erging es Potter, der Lily anglotzte. Er bemerkte sogar die herankommenden Mädchen nicht.
„Entschuldige, Mädels, aber ich muss mal kurz weg.“, sagte Black zu seinem Fanclub. Er stolzierte zu uns und dreimal dürft ihr raten was er tat. Na klar, er machte Megan an. „Hey Megan! Ich darf dich ja Megan nennen, oder? Du hast Schönheitstrank getrunken, stimmts? Oh nein, stimmt ja! Du bist immer die Allerhübscheste…“, sagte er, doch Megan unterbrach ihn kühl. „Halt die Klappe, Black. Und nein, du darfst mich NICHT Megan nennen!“ Mit diesen Worten gingen wir mitten in die Party, Black stehen lassend.
Potter starrte Lily immer noch an. Eines der Mädchen, dass jetzt neben ihm stand fragte: „James, wohin schaust du denn?“ Verwundert sah er die Scharr Mädchen neben sich und murmelte: „’tschuldige…“, bevor er verschwand.
„Armer Potter, nich wahr?“, fragte ich Lily, um sie ein wenig zu ärgern. Sie sah mich an. „Er und arm? Ich meine, er findet es doch toll, dass ihn die ganze Zeit Mädchen hinterher rennen! Glaub mir, Amy, ich kenne ihn sehr gut.“, sagte sie böse, wandte sich ab und nahm sich ein Glas Feuerwhiskey. Sie machte so, als wäre es ihr völlig egal, dass Potter so viele Verehrerinnen hatte. Ich glaubte aber, dass es Lily nicht egal war. Als ich zu Black schaute unterhielt nun er sich mit Remus. Kurz hielt ich Ausschau nach dem süßen Jungen von vorhin, aber er war nicht zu sehen.
Etwas Abseits von Remus und Black stand Blacks Fanclub und gaffte ihn an. Doch der hatte gerade keine Augen für sie. Stattdessen fiel mir auf, dass sein Blick öfters mal zu Megan wanderte, die sich gerade mit Katie unterhielt. Lily war dabei ihren Feuerwhiskey auszutrinken. Potter ging direkt auf sie zu und Lily fauchte ihn an. Da ich nicht nah genug bei ihnen stand, konnte ich nichts verstehen. Dafür sahen Katie und Megan aufmerksam zu den Beiden. Ich beschloss zu Sirius und Remus zu gehen. Ihr hättet das Gesicht von Blacks Fanclub sehen sollen, als der mich angrinste und ich mich mit ihm in ein Gespräch vertiefte. Ja, die Mädels wären fast vor Eifersucht geplatzt!!!
Katie
Ich unterhielt mich gerade mit Megan. Plötzlich hörte ich ein fauchen links von mir. Ich drehte mich zu der Lautstärkequelle um und sah Lily, wie sie wetterte, wie ein hungriger Hornschwanz: „POTTER! Nein, ich will nicht mit dir ausgehen, also frag erst gar nicht!“ Megan und ich sahen der Szene aufmerksam zu. In James´ Augen trat nach Lilys Worten ein trauriger Ausdruck. Doch er gewann die Fassung schnell wieder zurück und sagte: „Das wollte ich doch gar nicht fragen! Ich wollte doch nur einen Feuerwhiskey mit dir trinken! Also, was meinst du?“ Doch Lily hatte für den armen, traurigen Jamsielein nur ein geschrienes „Verschwinde Potter!“ übrig. Das hatte sie doch gewaltig übertrieben, aber Lily hatte nun mal das Temperament einer Acromantula. Ich verdrehte die Augen, als Lily mit ihrer wehenden Haarmähne zu uns rüber kam. „Potter macht mich wahnsinnig!“, beschwerte sich Lily auch gleich bei uns. „Die ganze Zeit Mädchen anbaggern! Vor allem mich! Kann er mich nicht mal in Ruhe lassen!? Er ist wie Black!“ „Nein“, wiedersprach ich. „Er baggert nur dich an, alle anderen Mädchen schaut er nicht einmal an! Wenn sein Fanclub ihm hinterherkommt, geht er doch immer weg! Und ich glaube nicht, dass er dich in Ruhe lassen kann! Er mag dich dafür viel zu sehr!“ „Potter und mich mögen? Pah! Er will mich doch nur ins Bett kriegen und dann ende ich als seine Trophäe!“, wiedersprach mir Lily aufbrausend, schnappte sich Megan und schleifte sie davon Richtung Toilette. Ich seufzte, jetzt musste ich mir wohl jemand anderes zum quatschen suchen. Ich sah mich nach Amy um. Sie redete mit Black und ignorierte die tödlichen Basilisken-Blicke des Black-Fanclubs. Remus stand neben den beiden allein. Also ging ich zügigen Schrittes zu ihm. Mit Remus hatte ich mich bisher noch nicht viel unterhalten, doch er war mir von Anfang an sympathisch. Zum ersten Mal sah ich ihn genauer an. Mit seinen dunkelblonden Haaren und graubraunen Augen sah er wirklich gut aus. Dazu kam noch sein muskulöser Körperbau.
Bei den dreien angekommen begrüßte mich Black wie erwartet auch gleich mit einem „Hübscher Einblick, Katie!“ Zwar trug ich einen tiefen Ausschnitt, aber trotzdem verdrehte ich wegen Blacks Kommentar die Augen. Doch ich antwortete zuckersüß: „Danke Black!“ Dann wandte ich mich an Remus. „Hey Katie“, begrüßte er mich auch gleich lächelnd. „Hi Remus! Willst du mit mir was trinken gehen?“, fragte ich. „Gerne!“, antwortete er und zusammen schlenderten wir zur Bar. Er bestellte sich ein Butterbier, doch ich konnte meinem geliebten Feuerwhiskey einfach nicht wiederstehen. Ich unterhielt mich ziemlich lange mit Remus, während ich einen Feuerwhiskey nach dem anderen trank. Irgendwann kam Amy vorbei und fragte: „Kommst du mal mit tanzen?“ „Nein, danke!“, erwiderte ich freundlich. „Ich trinke gerade!“ Da ich die leeren Becher vor mir stehen hatte, erfasste Amy schnell, dass ich schon vier Gläser getrunken hatte. Allerdings konnte ich noch klar denken und merkte noch fast nichts vom Alkohol. Trotzdem meinte sie: „Du hast doch schon genug getrunken!“ Dann nahm sie mir mein fünftes Glas ab und stellte es außer Reichweite. „Jetzt kannst du ja mit gehen auf die Tanzfläche!“, fand Amy. Ich sah Remus fragend an, doch er meinte: „Mir ist nicht nach tanzen zumute! Aber du kannst ruhig gehen, Katie!“ „Nein, ich bleibe bei dir, Remus! Wann anders mal, Amy!“, meinte ich. „Okay“, sagte Amy achselzuckend und verschwand wieder. Nun wandte ich mich wieder Remus zu. „Erzähl doch mal von deiner alten Schule!“, forderte Remus mich auf. Also erzählte ich: „Vor Hogwarts war ich auf einem kampfmagischen Internat in Kroatien! Dort wurde besonderer Wert auf Verteidigung gegen die dunklen Künste gelegt. In den anderen Fächern habe ich deswegen vielleicht Rückstände!“ „Ich kann dir Nachhilfe geben!“, bot Remus sofort an. Ich lächelte, dann sagte ich: „Ja, das wäre nett! Aber ich schau erst einmal, wie es mir morgen ergeht!“ „Kannst du gut kämpfen?“, fragte Remus mich. „Ja, schon. Ich war eine der Jahrgangsbesten“, erzählte ich. „Ich kann dir mal ein paar Kampftechniken zeigen!“ „Das währe cool“, fand Remus.
Den restlichen Abend erzählte mir Remus viel von Hogwarts, den Lehrern, dem Unterricht und von den ganzen Streichen, die die Rumtreiber schon gemacht hatten. Alles in allem verbrachten wir zusammen einen schönen Abend.
Kommis wären echt nett ;D
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