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Fanfiction

Never say never - Halloween

von Zaubererexpertin xD


Keine Kommis ;(
Bitte kommentiert, dauert auch nicht lang...
auch an alle schwarzleser.



Katie

Etwas piepste und ich erwachte. Es war ein Wecker. Was klingelt der an einem Sonntag. Ich drehte mich noch mal auf die andere Seite und währe fast wieder eingeschlafen. „Willst du etwa dein Date verpassen?“, schrie Amy mich fast an. Sofort sprang ich auf. Date! Jason! Gleich war ich hellwach und machte mich an meinen Kleiderschrank. „Helft einem armen Mädchen in der Not“, jammerte ich. „Ich weiß nicht, was ich anziehen soll!“ Amy schien es ähnlich zu gehen, aber mit der Hilfe von Megan und Lily fanden wir schließlich beide etwas. Amy trug eine enge, schwarze Leggins und ein gestreiftes Oberteil und darüber ein schwarzes Jäckchen. Bei mir favorisierte meine schwarzer Minnirock. Darunter trug ich eine hautfarbene Strumpfhose. Megan hatte mir noch ein gelbes, trägerloses Oberteil geliehen. Darüber zog ich noch eine Strickjacke an. Megan und Lily wollten erst einmal im Schloss bleiben, also verabschiedeten wir uns schon im Schlafsaal. „Ich wünsch euch beiden ganz viel Glück!“, lächelte Lily und schloss einen nach dem anderen in die Arme. „Ihr müsst uns später alles haargenau erzählen“, verlangte Megan und umarmte uns ebenfalls. „Jaja, wir erzählen alles!“, lachte ich. „Ruhe!“ Ratet mal, von wo das kam... Natürlich, 100 Punkte! Aus Tess´ Bett. Wir ignorierten unsere Mitbewohnerin einfach. „Ihr müsst los!“, sagte Lily. „Ihr wollt doch nicht zu spät kommen!“
Also machten sich Amy und ich aufgeregt auf den Weg zur Eingangshalle. Jason und John warteten bereits. Ich reckte zu Amy beide Daumen nach oben, sie lächelte mir zu. Dann ging ich zu Jason. „Du bist heute wunderschön!“, begrüßte mich Jason. „Danke“, lächelte ich. „Du siehst auch gut aus!“ Zusammen schlenderten wir los in Richtung Hogsmeade. Währenddessen unterhielten wir uns über Quidditch. Mit Jason konnte man gut reden. Zum Glück gab es keine peinlichen Stillen. Im Dorf angekommen fragte Jason: „Wohin willst du?“ „Wie wärs mit den drei Besen?“, schlug ich vor. Also gingen wir auf den kleinen Pub zu. Wir traten ein und setzten uns an einen Tisch ganz hinten.
„Was willst du trinken? Ich zahl dir was!“, meinte Jason.
„Ist doch nicht nötig“, sagte ich.
„Doch, das ist nötig“ Er grinste.
„Dann nehme ich... Was eigentlich?“
„Wie wärs mit Butterbier?“
„Hab ich eigentlich grad keine solche Lust!“ Ich dachte an gestern Abend. Da hatte ich nämlich mehr als genug Butterbier getrunken.
„Hmm... Willst du kein Alkohol?“
„Eher nicht!“
„Hier gibt’s auch Kürbissaft!“
„Gut, dann nehm ich das!“
„Okay“
Jason winkte der Bedienung und bestellte den Kürbissaft für mich und ein Butterbier für sich. Während wir gemütlich tranken, unterhielten wir uns.
„Erzähl doch mal ein bisschen von dir“, verlangte er.
„Ich bin nicht interessant“, protestierte ich.
„Für mich aber!“ Er grinste.
„Was willst du wissen?“
„Erzähl doch einfach!“
„Na gut“
Und so erzählte ich ihm. Als erstes über meine Familie und dann über mein früheres Leben. Er hörte bei den langweiligsten Dingen, wie Erzählungen über den Unterricht in Kroatien, interessiert zu. Irgendwann sagte ich: „Erzähl du doch mal!“
„Okay, aber ich habe eigentlich kein interessantes Leben.“
„Aber ich doch auch nicht!“
„Doch, aber ich erzähle jetzt trotzdem. Ich habe schon immer in England gelebt, in London“
„Wie cool! Ich wohne auch in London!“
„Toll... Ich habe noch eine kleine Schwester. Sie ist auch auf Hogwarts, in der dritten in Gryffindor. Sarah. Sie ist richtig nervig und lässt mich in den Ferien nie in Ruhe. Geschwister sind so anstrengend.“
„Das stimmt. Marko ist auch echt schlimm. Er ist überhaupt nicht einfühlsam und... Oh, er ist ja dein Freund!“ Ich wurde verlegen, denn Jason mochte Marko wohl.
„Wahrscheinlich ist er als Freund viel besser, wie als Bruder!“
„Kann echt gut sein“
Jason erzählte noch von seinen Eltern und früheren Hogwartsjahren.


Amy

Aufmunternd lächelte ich noch Katie zu, die mir beide Daumen hochstreckte. Dann wandte ich mich an John. Gott, war ich aufgeregt! „Wow, du siehst Wunderhübsch aus!“, meinte er mit einem leichten Grinsen. „Du aber auch“ lächelte ich ihn an. Wir liefen langsam den Weg nach Hogsmeade entlang und unterhielten uns munter. Jedes Mal, wenn er mich anschaute kribbelte es angenehm in meinem Bauch und ich war kurz Wunschlos Glücklich. Hier war ich nun mit dem tollsten Jungen der Welt! Doch bei diesem Gedanken musste ich auch an David denken. Was war mit ihm los? Schnell ihr dummen Gedanken! Haut ab!!! Als er mich wider ansah verschwanden sie tatsächlich! Wir schlenderten durch ganz Hogsmeade. Dabei redeten wir immerzu und so langsam kannte ich seine ganze Lebensgeschichte.
„So, jetzt muss du aber mal erzählen!“, sagte er.
„Echt? Muss ich?“
„Jab, keine Widerrede!“
„Also gut… Hab ich dir schon von meiner alten Schule erzählt?“
„Nein.“
„Interessiert das dich überhaupt?“ Ich sah ihm in seine wundervollen Augen. „Ja. Ich möchte Alles über dich erfahren.“ Zaghaft lächelte er mir zu. Ich bin dann mal Ohnmächtig, dachte ich und lächelte zurück. Ich verlor mich in seinen grau-grünen Augen und kam erst wieder zu mir, als er meinen Namen aussprach. „Amy?“ Er flüsterte… Er war sooo unendlich süß! Ich spürte, wie ich etwas rot wurde. Peinlich. „Also… Ich erzähl dann mal von meiner Schule…“ John hörte mir aufmerksam zu und die Anspannung in mir lies immer mehr nach. Nach dem Spaziergang setzten wir uns in die drei Besen. „Butterbier?“, fragte John mich. Ich musste an gestern Abend denken und schüttelte den Kopf. „Nein, danke. Ich kaufe mir einen Feuerwhiskey“, sagte ich. Aber John meinte: „Ich zahl es!“, und zwinkerte mir zu. Solange suchte ich uns einen Platz. Ehrlich gesagt war nichts spannendes mehr passiert. Wir waren lange in dem Pub, haben uns unterhalten, gelacht und sind dann wieder nach Hogwarts gegangen. Trotzdem war es ein Wunderschöner Tag gewesen und am Abend im Bett musste ich die ganze Zeit an ihn denken.


David

Heute war Mittwoch, vor drei Tagen war Hogsmeadewochenende gewesen. Seit dem Gespräch im Honigtopf hatte ich nicht mehr mit Amy geredet.
Doch an diesem Morgen kam meine Eule herbei geflogen und setzte sich auf meine Schulter. „Julia, wie soll ich an meine Post dran kommen?“, lächelte ich meine Schleiereule an. Diese sprang auf den Tisch und streckte dort ihr Bein aus. Ich band den Tagespropheten von ihrem Bein und begann zu lesen.

Ein Beschützer des Präsidenten ermordet

Das war die Schlagzeile. Erschrocken starrte ich auf die Zeitung. Amys Vater? Ich fasste meinen Mut zusammen und las weiter.


Heute Nacht um ca. 04:00 Uhr fand man den toten Richard Addison (39)in seinem Bett. Todesser hatten ihn mit dem Todesfluch getroffen. Nun fragt man sich: Haben es die Todesser auf den Muggel-Präsidenten abgesehen? Auf jeden Fall befinden sie sich noch in Washington. Entweder getarnt oder versteckt. Wen werden sie sich als nächstes vornehmen? „Sie wollen uns nur Angst machen. Und leider gelingt es ihnen!“, meinte einer der anderen Beschützer, Terry Miller.


Ich schluckte und legte den Tagespropheten beiseite. Ich wollte nicht weiterlesen. Ich hatte genug gehört! Ich warf einen besorgten Blick zu Amy rüber und stellte fest, dass sie gerade auch zu mir schaute. Schnell starrte ich wieder auf meinen Toast. Doch Amy kam zu mir gelaufen und in mir machte sich wieder dieses unangenehme Gefühl von Ärger breit. „Ist was, David?“, fragte sie. „Nein“, antwortete ich. „Sieht aber nicht so aus…“, sagte sie Stirnrunzelnd und setzte sich neben mich. „Nein, es ist nichts!“, erwiderte ich.
„Bitte David! Sag was los ist!“
„NICHTS!“
„Das glaubst du doch selbst nicht!“
„…“
„Heh, kannst du noch sprechen?!“
„Natürlich! So was verlernt man doch nicht innerhalb von zwei Sekunden!“
„Weißt du was? Ich glaube ich habe mich in dir getäuscht! Du bist so arrogant!“ Mit diesen Worten stand sie auf und wollte gehen. Doch in diesem Augenblick bereute ich was ich getan hatte. „Amy! Bitte geh nicht! Es tut mir Leid…“, rief ich ihr hinterher. Amy blieb stehen. Dann drehte sie sich zu mir um und warf mir einen Eiskalten Blick zu, der mir ins Herz stach. Sie hasst mich, dachte ich traurig. Sie hasst mich. Langsam wandte Amy sich um zum gehen. Ich wollte sie aufhalten, aber ich bekam kein Wort heraus. Warum vermasselte ich alles?


Amy

Was war mit David nur los? Bis ich kam war er immer gut drauf… Ja, ich hatte ihn mal etwas beobachtet! „Katie?“, fragte ich. „Hmm?“
„Also… Hast du das mit David auch schon bemerkt?“
„Hä?“
„Ja er ist immer so… So komisch wenn ich mit ihm rede.“
„Quatsch, das bildest du dir nur ein!“
„Nein, mach ich nicht!“, murmelte ich so leise und unverständlich wie ich konnte. „Was?“ Katie sah mich an. „Nichts“, sagte ich und eilte schneller in Richtung VgddK.


Sirius

Wooaah! Wie lange hatten wir keinen Streich mehr gemacht? Auf jeden Fall war es schon Ewigkeiten her! Und das hieß: STREICH! „Prongsi…“, fragte ich meinen besten Freund, der auf seinem Bett lag. Wir waren von diesem harten Schultag ziemlich geschafft. Und heute war der 27. Oktober und der Halloweenball war Bald. Maske und Festumhang hatten wir uns auch schon besorgt. Natürlich hatten wir niemandem gesagt, wie wir aussehen würden… Es verlief so auf diesem Ball: Jeder hat eine Maske an und meistens wussten nur die engsten Freunde, was der oder die jenige an hatte. So konnte man miteinander tanzen, ohne zu wissen wer wer war. Und um punkt Mitternacht nahmen dann immer alle die Masken ab. Es war lustig.
„Prongsi!“ Keine Antwort. Schlief James etwa? „Jamsielein! Aufstehen!“ Ich grinste. „Pad, ich hab gar nicht geschlafen… Hab mich nur entspannt!“, murmelte er. „Jaja“ meinte ich und sprach dann weiter. „Was hältst du mal wieder von einem Streich?“
„Ist eigentlich eine gute Idee, Kumpel!“
„Ja… Aber was sollen wir machen Prongs?“
„Ähm… Wie wärs mit Juckpulver bei den vier Mädels?“ Er richtete sich auf und grinste mich an. „Guter Vorschlag!“, grinste ich zurück. Ich sah auf die Uhr. 19:42 Uhr. „Wir haben erst so zwanzig vor acht… Wie kommen wir an Juckpulver ran?“, fragte ich. „Pad. Bist du nun ein Zauberer, oder nicht?“, war James’ Gegenfrage. „Aaah“ Wir suchten nach einem anständigen Zauber und warteten dann auf die anderen zwei Rumtreiber. „Wie können die Beiden nur den ganzen Tag lernen?“ Ich könnte das niemals, dachte ich in Gedanken fertig. „Du weißt doch… Wormy braucht etwas Nachhilfe, wenn er nicht sitzen bleiben will“, antwortete mir Prongs. Als die Zwei endlich auch mal kamen, liefen wir zum Abendessen und erzählten nebenher den Streich, den wir vorhatten.
Zwischen David und Amy herrschte eine eisige Stille. Schon lange hatten sie nicht mehr miteinander gesprochen. Amy saß immer bei uns und David bei den Siebtklässlern. Aber ich war mir so ziemlich sicher, dass sie irgendwann das Eis brechen werden…


Amy

Ich und David hatten schon länger keinen Kontakt mehr gehabt. Aber ich hatte mich in ihm getäuscht. Das wusste ich jetzt. Zum Glück war es nur eine kurze Freundschaft gewesen, sonst wäre es schon schlimm für mich… Aber ich dachte immer weniger über ihn und viel mehr über John nach. Er war so süß… Entschuldigung… Wir hatten uns noch ein paar mal getroffen und nun war ich mir sicher in ihn verliebt zu sein. Ich schlief schon ziemlich früh ein und am nächsten Morgen beim Frühstück war mir nicht mehr zum lächeln zumute.


Katie

Whoaah, war das schrecklich. An diesem Morgen beim Frühstück juckte es mich überall. Unerträglich! Ich schaute mich nach den anderen Mädels um. Denen ging es genauso. „Mich juckt´s überall“, beschwerte ich mich. „Mich auch“, stimmte Megan mir zu und die anderen nickten zustimmend. „Wieso juckt es uns alle?“, fragte sich Amy. „Juckpulver?!“, schlug ich vor. „Das muss es sein, aber wer war das?“, kam es von Lily. „Hmm... Mal überlegen“, meinte ich gespielt ratlos, während ich mich konzentrierte, nicht zu kratzen. „Ich denke, die Übeltäter fangen mit Ma an und hören mit Rauder auf.“ Lily schnaubte und wir gingen auf die vermeintlichen Übeltäter zu. „Wie könnt ihr es wagen, Juckpulver in unsere Kleider zu machen!“, schimpfte Lily gleich. „Ähh... Von was redest du?“, fragte Sirius mit Unschuldsblick. „James, wovon redet die?“ Auch James setzte einen Unschuldsblick auf. Das sah echt lustig aus und ich lachte los. Doch das ständige Jucken brachte mich gleich wider vom Lachen ab. „Wie lang juckt das noch so?“, fuhr ich unbeirrt fort. Zuerst schauten sich die Rumtreiber verständnisvoll an, bis James meinte: „Keine Sorge! Heute Abend beim Quidditchtraining ist wieder alles normal!“ „Na da bin ich aber beruhigt“, finde ich ironisch und die Marauder grinsen allesamt.
Ich weiß nicht mehr genau, wie wir das ausgehalten haben, doch auch dieser schreckliche Tag ging vorüber. Das Frühstück am nächsten Tag war deutlich unterhaltsamer. Ich setzte mich nämlich zu Jason. Wir hatten uns seit Hogsmeade noch ein paar mal getroffen und waren schon zusammen.


-Flashback-
Ich ging mit Jason hinunter zum See. Es war schon dunkel, eigentlich sollten wir längst im Gemeinschaftsraum sein. Wir spazierten um den See. Er nahm meine Hand. Schließlich setzten wir uns unter einen Baum. Der Halbmond schien hell auf den See, es war richtig romantisch. Die Nacht war wolkenlos, die Sterne leuchteten gut erkennbar. Jason und ich unterhielten uns ein bisschen. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es dazu kam, aber er hat mich einfach geküsst. Das war eine der schönsten Nächte meines Lebens. Und seither sind wir halt zusammen.


Wir begrüßten uns mit einem flüchtigen Kuss. Ich sah, wie Marko, der neben Jason saß, mich etwas missbilligend ansah, aber es war mir egal. „Freust du dich schon auf den Ball?“, fragte Jason, nachdem ich mich gesetzt hatte. „Und wie!“, antwortete ich lächelnd.


Amy

Wir mussten es noch den Rumtreiber heimzahlen! Aber wie… Mein Herz setzte aus und ich konnte nicht mehr richtig denken. Der eine Grund: Gerade kam John durch das Portrait der fetten Dame und lächelte mich an. Der andere Grund: David kam den Jungenschlafsaal herunter auf mich zu. Und wegen ihm stieg Wut in mir auf ich sah noch einmal zu John. Der unterhielt sich nun mit einem Drittklässler. Okay. „David, was willst du von mir?“, fragte ich ihn und warf ihm einen kühlen Blick zu. „Mit dir reden.“, antwortete er.
„Dann rede.“
„So kann es nicht weiter gehen…“
„Doch, das kann es! Ich bin enttäuscht von dir!“
„Jetzt hör mir doch erst mal zu!“
„NEIN! Es… Es gibt doch sowieso nichts zu reden.“
„Aber“
„David! Ich will jetzt erst mal Abstand. Versteh mich, bitte. Ich bin einfach noch zu wütend… Bis dann.“
Ich ging weg von David zu John. Dort nahm er mich in den Arm und ich vergaß David und alles andere um mich herum. Solche Momente liebte ich. Den restlichen Abend verbrachte ich nur mit ihm. Und es war Wundervoll… Leider hatten wir uns noch nicht geküsst. Aber wenn der richtige Zeitpunkt kommen würde, würde es schon passieren. Und ich lag im Bett und starrte auf den Wecker. 23:24 Uhr. Dann riss ich meine Augen auf. Es war nur noch morgen bis zum Ball… Oh Gott! Nun konnte ich erst recht nicht schlafen… Aber wie immer übermannte mich irgendwann die Müdigkeit.


Lily

Es war wie ein Wunder! James hatte mich nicht einmal nach dem Ball gefragt… Es würde toll werden. Ich freute mich schon riesig darauf… Morgen! Huuch! Und heute war es schon spät abends! Kleider hatten wir zum Glück auch schon. Katie un Amy waren die ganze Zeit mit ihren beiden Freunden verbracht. Ich schnappte mir den Tagespropheten und Atmete erleichtert aus. In der Schlagzeile stand, dass die Todesser in Richtung Westen zogen. Amys Dad war in Sicherheit! Ich blätterte noch etwas in der Zeitung und legte mich schlafen. Morgen würde ich lange genug wach sein…


Amy

Ich schlug meine Augen auf uns schaute auf den Wecker. Wow, ich war echt eine Langschläferin, denn wir hatten schon kurz nach elf. Neben mir schnarchte Katie auf und ich musste losprusten. „Amy… Warum bist du schon so frühwach?“, murmelte Katie, ihre Augen waren immer noch geschlossen. „Äh früh!? Es ist schon bald Mittag!“, antwortete ich. Doch Katie nuschelte: „Ist doch egal… Ich will weiter schlafen.“ Ich verdrehte die Augen und stand auf.
Der Tag war schrecklich lange und kurz zugleich. Endlich war es sechs Uhr Abends und wir vier Mädels trafen uns im Gemeinschaftsraum. „Wuuaaah jetzt geht’s los!“, zwinkerte Megan uns zu und Lily lächelte uns glücklich an. „Es wird euch gefallen!“, meinte sie. Wir machten uns fertig und ob ihrs glaubt oder nicht, wir brauchten ganze zwei Stunden dafür! Jetzt waren wir immer hin hübsch. Ich atmete tief durch, setzte meine Maske auf und stolzierte hinter meinen Freundinnen her zum Ball. Er war ziemlich voll und die Musik lief schon. Ich sah nach hinten zu Katie Lily und Megan und grinste ihnen zu. Ich hatte meine Haare geglättet. Lily entschied sich für eine Hochsteckfrisur, die ihr wirklich richtig gut stand! Megan hatte im Gegensatz zu mir ihre Haare gelockt.
Und jetzt standen wir da und schauten uns um. „Die Musik ist aber langweilig“, meinte Megan an mich gewandt. Gerade lief ein langsamer Walzer. Nickend stimmte ich ihr zu. Ich wollte Katie gerade etwas fragen, doch die schwang ihren Zauberstab. Sofort wurde die Musik besser. Die Stimmung war jetzt richtig gut. Ich rückte meine Maske zurecht und schaute mich um. Neben mir höre ich bei einem Gespräch zwischen Jungen und Mädchen mit. „Möchtest du mit mir tanzen?“, fragte der Junge das Mädchen. Ohjöö, war das nicht mal süß? „Ich weiß nicht…“, antwortete das Mädchen zögernd und gab dann zu: „Ich kann nicht tanzen.“ „Dann bring ich es dir bei!“, meinte der Junge und zog das Mädchen auf die Tanzfläche. Ich wünschte, das würde bei mir auch passieren, dachte ich mit einem Seufzer. Und keine halbe Stunde verwirklichte sich mein Wunsch. Der große Junge fragte: „Möchtest du mit mir tanzen?“ Ich willigte zu und stand auf der Tanzfläche. Nur leider war er kein guter Tänzer und so sagte ich: „Tut mir Leid, aber ich brauch mal eine Pause!“
Ich stand an der Theke und trank Butterbier. Dann stürzte ich mich wieder ins Getümmel von Maskierten Menschen. Und endlich fragte mich auch wieder ein Junge, ob ich mit ihm tanzen wolle. Er tanzte richtig gut und er war mir echt sympathisch… Aber wer war er? Ich würde zu gerne wissen… Noch ein einhalb Stunden. Der Junge und ich schlenderten zur Theke. „Du kannst echt gut tanzen!“, lächelte ich ihn an. „Danke, du bist aber auch nicht schlecht!“ Er lächelte zurück. Wir redeten miteinander, aber nur so viel, dass niemand herausfinden würde, wer wer war. Es war jetzt schon eine halbe Stunde vor zwölf und er wollte wieder mit mir tanzen. Grinsend lief ich hinter ihm her. Okay zehn Minuten vor zwölf. Wir tanzten weiter. Fünf Minuten vor zwölf. Wollte mich die Zeit ärgern? Ein langsames Lied fing an und wir tanzten näher aneinander… Den Geruch kannte ich doch, oder? War das Johns Duft? Nein, oder? Vier Minuten vor zwölf. Mann, ich halt das nicht mehr aus… Wer war dieser Junge? Drei Minuten vor zwölf. SCHNELLER, DU DUMMER ZEIGER! Zwei Minuten vor zwölf. Würde es jemand merken, wenn ich den Zeiger schneller stellen würde? Ne, ich muss mich gedulden. Noch eine Minute! Geduld, Amy, Geduld… ZWÖLF! Ich löste mich von dem Jungen und sah hoch… Wer war das?! Ich kannte ihn doch. Ich schloss meine Augen und nahm meine Maske ab. Und als ich sie wieder aufmachte sah ich in das verwirrte Gesicht von… DAVID! „Äh `tschuldigung… Ich wusste nicht…“, murmelte er und schritt schnell an mir vorbei aus den Raum. Ich blickte kurz hinter mich und schaute in Johns Gesicht. Er sah nicht gerade glücklich aus… Ich musste hier raus! Das war mir jetzt erst mal zu viel. Toll. Der ganze Ball versaut! Ich rannte in den Schlafsaal und legte mich hin. Mein Kopf brummte uns ich war sehr überfordert. Was machte man in so einer Situation? Und… Hatte ich mich doch nicht in David getäuscht?


Katie

Nachdem ich die Musik besser gemacht hatte und die Stimmung deshalb auch viel besser war, verabschiedete ich mich kurz von den anderen und stürzte ich mich in das Getümmel Maskierter Schüler. Es dauerte nicht lange, da hatte mich auch schon ein Junge zum Tanzen aufgefordert. Ich stimmte zu, warnte ihn jedoch vor meinen miserablen Tanzkünsten. Doch er lachte nur und zog mich auf die Tanzfläche. Ich versuchte angestrengt, ja nichts falsch zu machen, doch ich trat ihm dauernd auf die Füße. Kaum ein paar Lieder später verabschiedete er sich mit der Ausrede, er müsse aufs Klo. Ich glaubte ihm kein Wort und erwartete nicht, dass er zurück kommen würde. Den hatte ich wohl wirklich verschreckt. Ich beschloss, nach dem Ball mal ein paar Tanzstunden zu nehmen. Achselzuckend hockte ich mich an die Bar und trank ein Gläschen Feuerwhiskey.
Es dauerte nicht lange, da hatte sich ein anderer Junge zu mir gesellt und trank ein bisschen mit mir. Nebenbei unterhielten wir uns über belanglose Dinge. Später tanzten wir auch gemeinsam. Er führte so gut, dass ich es automatisch einigermaßen richtig machte. Ich war total gespannt, wer der nette Unbekannte war. Ich konnte es kaum abwarten bis endlich zwölf sein würde und jeder die Maske abnahm. Fünf Minuten vor zwölf kam ein langsameres Lied und wir tanzten enger. Wer konnte er nur sein? 3 Minuten vor zwölf! Wer war er? Zwei Minuten vor zwölf! Kannte ich ihn? Eine Minute vor zwölf! Hatte jemand die Uhr verhext, oder warum bewegte sich der Sekundenzeiger so langsam?! Zwölf! Ich löste mich von dem Jungen und zog die Maske herunter! Grüne Augen (meine :D) trafen blaue Augen. Ich kannte den Jungen nicht. „Du bist Katie, oder?“, fragte er.
„Woher...?“
„Ich bin ein Freund von Jason und Marko! Ich heiße Ryan Bailey!“
„Achso... Ich geh dann mal zu Jason.“
„Und ich sollte zu Mary... Meine Freundin!“
„Ja, bis dann... Übrigens, du tanzt echt gut.“
„Ich würde das Kompliment ja gerne zurückgeben, aber...“ Er grinste.
„Ich weiß, ich tanze fürchterlich.“ Ich grinste ebenfalls.
Ich ging herĂĽber zu Jason.
„Hey“, meinte ich.
„Hi“, grüßte er. „Wie war dein Abend?“
„Toll, du hast ja gesehen, ich hab mit Ryan getanzt. Er kann echt gut tanzen. Mit wem hast du getanzt?“
„Mit Sue, einer Fünftklässlerin aus Ravenclaw!“
„Schön!“ Ich lächelte.
Einer der besten Eigenschaften an Jason war, dass er nicht so schnell eifersĂĽchtig wurde. Ich meine, es ist ja auch nichts dabei, wenn man mal mit jemand anderem tanzt, vor allem bei einem Maskenball. Wir tranken noch gemeinsam ein bisschen, wobei Jason darauf achtete, dass ich mich nicht voll laufen lieĂź. Erst um halb drei verlieĂźen wir das Fest, weil wir todmĂĽde waren. Doch die Rumtreiber und einige andere waren noch da.
Hand in Hand kletterten Jason und ich durch das Portrait. Nach einer kurzen Verabschiedung ging ich hoch in den Schlafsaal und zog mir schnell das Kleid aus, ging kurz ins Bad und warf mich aufs Bett. Ich war so mĂĽde, dass ich schon nach ein paar Minuten eingeschlafen war.


Amy

Es waren seit dem Ball schon ein paar Tage vergangen und ich und David hatten, so weit es ging, noch weniger Kontakt zueinander. Aber das war mir jetzt erstmal Recht. Also mit ein paar Tagen meine ich, dass es schon mitte November war. „Amy, beeil dich! Wir kommen noch zu spät!“, drängelte Lily an diesem Donnerstag Morgen. Katie warf mir ein Grinsen zu, das anscheinend ‚Typisch Lily’ sagen sollte. Ich hing über meinem Halb gegessenen Nutellatoast. Ich muss zugeben ich liebe Nutella ;). Ich musste gähnen. „Bitte schlaf jetzt nicht auch noch über deinem Frühstück ein!“ Megan boxte mich leicht gegen die Schulter. Ich murmelte: „Ich mach ja schon.“ Erleichtert seufzten meine drei Freundinnen auf, als ich den letzten Bissen in den Mund schob. Wir lachten und zwei Viertklässlerinnen schauten uns komisch an. „Macht euch keine Sorgen um uns, wir haben grad nur einen Knall!“, meinte ich an ihnen gewandt.
Gerade Rechtzeitig kamen wir noch bei Pflege magischer Geschöpfe an. In Zauberkunst unterhielten wir uns wieder per Zettel.


Katie: Langweilig. Wie immer.
Lily: Psst, pass doch mal auf!
Katie: Nö, langweilig.
Megan: Ich stimme Katie zu!
Katie: Ahh, danke! Amy, was ist mit dir?
Amy: Ne, lass mal. Ich pass lieber auf…
Lily: HA!
Katie: Megan? Ich glaube Amy hat grad Stimmungsschwankungen…
Megan: Kann sein… *grins*
Amy: WAS?! Nein!
Lily: Sie hat keine Stimmungsschwankungen! Sie will einfach nur aufpassen, so wie ich.
Amy: Danke, Lils.
Katie: Jetzt mal im Ernst, was ist mit dir los, Amy? Dein Gesicht ist so komisch verzerrt…


Ich schaute auf und Katie grinste mir zu. Ich senkte den Blick wieder auf das Blattpapier und schrieb weiter.


Amy: Nichts ist. Und so ist halt mein Gesicht…
Megan: Mir ist dein Gesicht gerade auch aufgefallen… Was ist denn los?
Lily: Jetzt lasst sie doch mal in Ruhe!
Amy: Lils, hätte ich dich nicht, dann hätte ich Nervenzusammenbrüche! Danke.
Lily: Ist schon gut.
Katie: Wenn du’s nicht sagen möchtest…
Megan: Ich bin immer noch Neugierig.
Amy: Uuuund TschĂĽss!


Ich zerknüllte den Zettel und steckte ihn in die Tasche des Umhangs. Die empörten Blicke von Katie und Megan spürte ich auch. Aber meine Laune hatte sich auch echt verschlechtert, als John mit einem anderen Mädchen geredet hatte und mit ihr so (fast) vertraut war, wie mit mir. Ich geb ja zu, manchmal bin ich echt etwas eifersüchtig… Aber trotzdem.
Nach der Stunde suchte ich John um wieder mal etwas mit ihm zu machen. Draußen auf dem Hof lief ich an David vorbei, aber so wie er mich ignorierte, ignorierte ich auch ihn. Endlich fand ich John mit dieser Siebtklässlerin. Mein Magen zog sich zusammen. Sollte ich spionieren? Nein, das währe nicht gut… Ach was! Er würde es ja nie erfahren! Ich schlich mich hinter die nächste Ecke und lugte dahinter hervor. Beide lachten. Was wollte John überhaupt von einer Älteren?! Dann wollte das Mädchen gehen doch er hielt sie fest und sagte etwas zu ihr. Sie lächelte und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Er küsste auch sie auf die Wange und ich wäre vor Zorn fast geplatzt! GING ER DA ETWA FREMD?! Doch ich fasste den Entschluss es mit einer meiner Freundinnen zu klären. Und auf dem Weg zum Gryffindorturm traf ich auch schon auf Megan. „Megan! Ich bin froh dich zu sehen…“ „Na, wieder bessere Laune?“, fragte sie grinsend. „Ganz im Gegenteil…“, antwortete ich ihr und machte ein finsteres Gesicht. „Was ist denn los?“ Auch ihr grinsen verschwand jetzt. „Ich habe John mit einem anderen Mädchen gesehen! Und er hat ihr einen Kuss auf die Wange gegeben! Geht er etwa fremd?“, ratterte ich herunter. Ich wollte nicht, dass es jammernd klang, aber das konnte ich nicht unterdrücken. „Beruhig dich Amy“ sagte Megan und legte mir ihre Hände auf meine Schultern. Dann sah sie mir in die Augen. „Ich würde das John nie zutrauen Fremd zu gehen. Bestimmt ist das nur eine Bekannte. Reg dich ab, nimms locker! Er verarscht dich ganz sicher nicht, okay?“ Ich nickte und beruhigte mich. Ja, das hörte sich logisch an. Zum Glück hatte ich Megan getroffen… Sie hatte mir echt gut geholfen!


Katie

„Katie, wir müssen reden!“, sagte Jason. „Okay“, meinte ich und ließ mich von ihm aus dem Gemeinschaftsraum ziehen. Zusammen gingen wir zum See und liefen drum herum. „Katie, irgendwie... Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Ich will dich nicht beleidigen!“, sagte Jason. „Sag es einfach, ich bin hart im nehmen“, grinste ich. Er zögerte. „Naja, ich glaub... Es kribbelt nicht mehr und überhaupt bin ich wohl nicht mehr in dich verliebt.“, eröffnete er mir. Das hatte ich nicht erwartet, doch ich antwortete: „Mir geht es genauso...“ Und es stimmte. Er war offensichtlich erleichtert darüber, dass ich es so gut aufgenommen hatte.
Später im Gemeinschaftsraum setzte ich mich zu Megan zum Hausaufgaben machen. Sie hatte gesehen, dass ich mit Jason weggegangen waren und fragte gleich: „Und wie wars mit deinem Jasieschatz?“
„Er ist nicht mehr mein Jasieschatz...“, meinte ich
„Was ist passiert?“
„Er hat Schluss gemacht!“
„Einfach so? Das wird er büßen!“
„Nein... Es ist nicht so, wie du denkst!“
„Was denk ich denn?“
„Das er einfach gesagt hat: Ich mach Schluss, ich hab ne andere.“
„Ja genau.“
„Nein. Wir haben uns ein bisschen unterhalten und er hat gesagt, dass er keine Gefühle mehr für mich hat.“
„Und was ist mit dir? Hast du noch Gefühle für ihn?“
„Nein.“
„Seid ihr noch Freunde?“
„Ja... Wo sind eigentlich Lily und Amy?“
„Bibliothek.“
„Achso.“
Damit war das Gespräch beendet. Ich machte mich an den Aufsatz für Zauberkunst. Mittlerweile war ich darin gar nicht so schlecht und so dauerte das nicht lange. Als ich fertig war, traf ich mich wie üblich mit Remus zum Zaubertränke lernen. Wie immer war das total ätzend, aber danach schwätzte ich immer noch mit Remus. Mit Remus konnte man sich immer gut unterhalten.


Megan

Puh bei meinen zwei Freundinnen war Liebe irgendwie kompliziert… Naja, wenn Katie keine Gefühle mehr für Jason hatte… Und das mit John und Amy war ja auch geklärt. Katie verabschiedete sich von mir. „WAS?! Bist du auch schon mit Nachhilfe fertig?“, fragte ich verwundert. Denn eigentlich war ich immer früher als Katie fertig. „Ja. Aber Megan… Ich bin echt Hundemüde. Können wir wann anders reden?“, antwortete sie und ich bemerkte ihre Augeringe. „Gute Nacht!“, grinste ich. Doch das verschwand, als Black in den Gemeinschaftsraum kam. Komischerweise ignorierte er mich… HÄ? Sirius Black ignorierte mich? Ich mein, er versuchte mich bei jeder Gelegenheit Anzumachen… Verdattert schaute ich ihm nach. Ganz ehrlich, heute war ein sehr komischer Tag.


Amy

Hui! Der 1. Dezember war heute! Also bald hatte ich Geburtstag. Um genau zu sein: Am 24. Dezember. Ja, ich wurde am Heiligabend geboren. Zwischen mir und John lief es Wunderbar. Leider hatten wir uns immer noch nicht geküsst… Wir gingen das ziemlich langsam an. Dafür gab es erst einen Streit, als er vergessen hatte, dass ich mit ihm verabredet war. Aber das war nun schon eine Woche her. Händchen haltend liefen wir in die Große Halle. „John?“, fragte ich. Mir fiel ein, er wusste noch gar nicht, wann ich Geburtstag hatte. Und eigentlich sollte das mein Freund doch wissen, oder? „Ja?“ „Ich habe die noch gar nicht verraten, wann ich Geburtstag habe…“, meinte ich. „Sag bloß, der ist heute!“ Er sah irgendwie erschrocken aus, daher musste ich lachen. „Nein. Aber am 24. Dezember.“ John strahlte mich an. „Dann kann ich dich ja bei dir zu Hause besuchen kommen!“, lächelte er. Ich lächelte zurück. „Ja.“
Das hatte ich gaanz vergessen. Am 18. wĂĽrden wir nach Hause fahren, um dort mit der Familie Weihnachten zu feiern. Doch er wollte mich besuchen kommen! In meinem Bauch machte sich ein warmes Kribbeln breit.
David hatte ich schon fast wieder vergessen. Ich hatte jetzt schon Ewigkeiten nicht mehr mit ihm geredet. Egal. Vergiss ihn, vergiss ihn, das hatte ich immer wieder zu mir gesagt und ich hatte ihn zumindest fast vergessen!


Lily

Morgen würden wir nach Hause fahren. Auch wenn Megan nicht wollte… Ihr Vater war ein Alkoholiker und ich kannte ihn nur besoffen. Und besoffen möchte man ihn eigentlich nicht erleben! Er kam schon zwei Mal ins Gefängnis, weil er Muggel verschlagen hatte. Megans Mutter wollte sich schon lange von ihm trennen, doch sie hatte zu viel Angst vor ihm. Also war sie noch mit ihm verheiratet. „Ich will nicht Heim!“, jammerte Megan. „Es wird nicht so Schlimm! Einen Tag sind wir ja bei Amy. Sie hat doch Geburtstag. Und sonst kannst du mich ja immer besuchen kommen, wenn dein Vater nach Hause kommt… Ich wohne ja in der nächsten Straße.“, meinte ich. Sie nickte kurz mit dem Kopf. „Aber was ist mit Mum? Ich wette, er schlägt sie immer noch.“, meckerte sie weiter.
„Megan, mach dir keine Sorgen.“
„Doch! Ich muss mir welche machen…“
„Deiner Mum geht es bestimmt ganz gut.“
„Ja, sie lebt nur mit einem besoffenen Ar***loch zusammen! Ich wünschte ich hätte einen Vater wie du!“
„Was ist denn los? Ist es noch schlimmer bei dir zu Hause geworden?“
„Ja. Mum hat versucht meinem ‚Dad’ zu sagen, dass sie sich scheiden lassen möchte.“
Mir stockte der Atem. Megan erzählte weiter.
„Ich stand in der Tür. Mein ‚Dad’ sagte ich solle gehen. Ich habe die Tür einen Spalt offen gelassen und gesehen, wie er sie angeschrieen und geschlagen hatte. Ich will ihn nich als Dad haben… Das versaut einem das ganze Leben!“
Oh… Das hatte ich nicht gewusst… „Ja. Und nun spricht meine Mum nur noch das Nötigste mit ihm und schläft in meinem Zimmer. Wenn ich da bin zaubert sie sich eine Matratze her.“, sagte Megan. Ich wusste, für sie war nun das Thema beendet.


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Zitat
Wenn man wie ich über Böses schreibt und wenn einer der beschriebenen Figuren im Grunde ein Psychopath ist, hat man die Pflicht, das wirklich Böse zu zeigen, nämlich, dass Menschen getötet werden.
Joanne K. Rowling