Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - It's just another manic Monday...
von Federica
Hallo ihr Lieben :)
Ein neues Kapitel ist da :)
²Zaubererexpertin xD: Hallo :) Nein, bei fanfiktion.de poste ich immer erst später, ist da so müüühsam, weil ich die ganzen Codes für kursiv und so ändern muss.
Ja, Emmas Mutter war das erste Opfer, leider wird sie ja nicht das einzige bleiben. Tja, mit solchen Freunden braucht man ja eigentlich keine Feinde mehr ;)
James und Lily, ja, die Szene stand mir einfach so im Kopf und ich liebe es so. Das nächste Aufeinandertreffen ist erst im nächsten Chap, also, das, dass noch nicht geschrieben ist ;)
Ich hoffe die gefällt dieses hier trotzdem :) LG!
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It’s just another manic Monday…
~*~
It's just another manic Monday.
I wish it was Sunday,
'cause that's my funday.
[Bangles - Manic Monday]
~*~
Am Abend vorher
Emma
Na gut, da stand ich halt mal wieder in dem Büro meines Schulleiters und auch irgendwie Mentor. Er hat mir schließlich beigebracht wie ich mit meiner sogenannten „Gabe“ – die für mich eher ein Fluch ist – umzugehen habe. Dumbledore hat mir Okklumentik beigebracht, er hat für unseren Schutz gesorgt, seitdem mein Vater ein bekannter Todesser ist.
Trotzdem ist meine Mutter tot und mein Vater hatte den ganzen Schutz von Dumbledore durchbrechen können.
Ich seufzte. Wo blieb er denn nur wieder?
„Ah, Emma, da bist du ja schon. Setz dich doch!“
Etwas widerwillig ließ ich mich auf einen Sessel fallen und murmelte noch: „Guten Abend Professor.“
Ich will mir ja hinterher nicht vorhalten lassen, dass ich unhöflich sei.
Er braucht mich gar nicht so anzugucken, ich fange sicher nicht an mit reden…
„Emma, es tut mir schrecklich leid, was mit deiner Mutter passiert ist. Ich habe euch wirklich sicher geglaubt… aber auch ich irre mal.“
Was denkt der sich eigentlich? Er irrt sich auch mal, schön für ihn, schlecht für meine Mum!
„Ist ja toll und ich weiß auch, dass irren ja so menschlich ist. Aber meine Mutter ist tot. Darüber brauchen wir also eigentlich nicht mehr reden. Ich nehme an, dass Sie mit den Potters geredet haben?“
„Ja, du wirst vorerst bei Ihnen leben, also in den Ferien und nach der Schule, bis du eine Wohnung hast.“
Naja, immerhin fühlte ich mich bei den Potters wirklich wie in einer Familie.
„Kann ich dann gehen, oder ist noch etwas?“, okay, heute war ich wirklich unhöflich, aber es war mir auch wirklich egal.
„Nicht so ungeduldig, ich habe die Befürchtung, dass dein Vater dich gerne bei sich wissen würde. Deswegen tu mir den Gefallen und laufe so gut wie nie alleine durch die Gegend, abends erst recht nicht Emma!“, er blickte mich ernst an. Ich meine ich weiß ja, dass mein Fluch Voldemort von großem Nutzen sein kann und er das Geheimnis nicht erfahren darf, aber ich dachte immer in Hogwarts wäre ich soweit sicher.
„Auch Hogwarts ist nicht immer sicher Emma, aber nun ab ins Bett!“
War es schon wieder so spät?
„Gute Nacht Professor!“, und schon war ich wieder unten am Wasserspeier.
Na dann, auf zum Gryffindorgemeinschaftsraum.
Ich wollte gerade den ersten Geheimgang nehmen, als ich Schritte hörte. Ich drehte mich um und blickte in das Gesicht einer spöttisch grinsenden Bellatrix Black, neben ihr stand noch ihr trotteliger Freund, Lestrange.
„Bella, wie schön, dass man sich so schnell wiedersieht. Ich hätte gar nicht bis morgen im Unterricht warten können!“, ich lächelte sie zuckersüß an und belegte augenblicklich ihren Freund mit einem „Stupor“. Allerdings ungesagt, er klappte ohnmächtig zusammen. Bella starrte mich wutentbrannt an.
„Hey, immerhin ward ihr einer mehr, nun kann es ein faires Duell werden!“, ich grinste sie falsch an. Wie ich diese Schlange doch hasste. Wirklich unglaublich, dass diese Person mit Sirius verwandt ist!
„Ein faires Duell? Du willst ein faires Duell?“, sie lachte, und ich bekam doch langsam Angst. Quatsch Emma, im Duellieren macht dir so schnell keiner was vor! Auf in den Kampf!
„Stupor!“, ein roter Blitz schoss auf Bellatrix zu, doch diese hatte schon längst einen Schildzauber heraufbeschworen.
So ging das noch eine Weile hin und her, bis ich einen kleinen Moment unaufmerksam war und sie mich mit einem Fluch voll erwischte, ich spürte, dass ich irgendwo blutete. Mist.
Sie blickte mich gnädig an: „Für heute reicht es erst mal, aber freu dich nicht zu früh. Wir kriegen dich und dann wird sich dein Vater freuen!“ Ich sah noch ihren Umhang, bevor sie hinter einer Ecke verschwand. Mein Vater?! Dumbledore hatte also Recht, juhu. Schnell lief ich zum Gemeinschaftsraum, zum Glück war es schon spät und es war kein Schüler mehr im Gemeinschaftsraum. Ich blickte zu den Sesseln vorm Kamin, da lugte ein dunkler Haarschopf hervor.
Er hatte mich wohl gehört und blickte zu mir. Graue Augen. Sirius.
„Ems, was ist passiert? Du blutest ja!“, er kam auf mich zugelaufen. Ach ja, das hatte ich schon wieder völlig vergessen.
„Bellatrix“, sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen, so langsam merkte ich den Schmerz.
„Oh man, die kann morgen was erleben!“Huch, er schien ja echt sauer zu sein.
„Quatsch, so schlimm ist es nicht. Du hättest ihr Gesicht sehen sollen, als Lestrange nach einem ungesagtem Stupor einfach umfiel. Danach war es ein faires Duell, zumindest was die Personenanzahl angeht. Aber ich glaube sie hatte kurz Angst!“, ich lachte schon wieder, was kümmert mich Bellatrix? Oder mein Vater?
„Ich geh mal nach oben, ich hab eine Salbe dagegen und es blutet ja auch gar nicht mehr. Gute Nacht Sirius!“, ich sah ihn an und durfte wieder einen Blick in seine unglaublich grauen Augen werfen.
„Gute Nacht Kleine, aber wenn es morgen nicht besser ist gehen wir zu Poppy!“
„Ja ja“, murmelte ich nur während ich total erschöpft in meinen Schlafsaal ging. Natürlich schliefen schon alle. Ich beeilte mich mit einer Katzenwäsche, schmierte meinen Arm ein und fiel augenblicklich in einen tiefen Schlaf.
Der nächste Morgen
Lily
„Emma, jetzt wach endlich auf! Du hast noch eine halbe Stunde bis zum Frühstück!“
Schlagartig schlug meine beste Freundin die Augen auf, man merkte, dass sie zu viel Zeit mit den Rumtreibern verbrachte. Das Wort Frühstück hatte gereicht um sie aus dem Tiefschlaf zu holen, wahrscheinlich war es bei Potter und Black genauso.
Mein Blick fiel auf den rechten Arm von Emma, sie hatte ihn mit Salbe eingeschmiert und jetzt sah man nur noch eine schwache Narbe.
„Ems wa-“, doch sie unterbrach mich gleich wieder, natürlich.
„Bellatrix, gestern Abend, ich muss duschen!“ Ich kämmte meine lange Mähne und seufzte wieder mal über meine Emma, sie war morgens einfach zu nichts zu gebrauchen.
Endlich schlurfte Hogwarts attraktivstes Mädchen wieder in den Schlafsaal, frisch geduscht und in der Schuluniform, den Rock hatte sie allerdings gekürzt, sodass er nicht über das Knie ging sondern eine Handbreite überm Knie. Die Haare föhnte sie sich mit dem Zauberstab.
Emma schlüpfte in ihre Lieblingschuhe, natürlich mit einem hohen Absatz. Sie macht sich immer Gedanken über ihre Körpergröße, dabei bemerkt fast niemand, dass sie relativ klein ist. Genügend Temperament besitzt sie um andere einzuschüchtern. Black und Potter gehörten sogar dazu. Es war immer eine Freude, wenn sie den beiden mal gehörig die Meinung sagte. Passierte nur leider viel zu selten. Ich grinste, schließlich brüllte ich Potter ja oft genug an.
„Gehen wir? Ich will Kaffee!“, Emma zog ungeduldig an meinem Arm. Seufzend griff ich nach meiner Tasche und wir gingen zur Großen Halle. Leider waren wir wohl doch relativ spät dran, und Emma ließ sich gegenüber von Sirius auf die Bank fallen. Er schob ihr auch gleich einen Kaffee zu. Ich muss wirklich dringend mit Emma reden, diese Blicke, das geht ja wirklich nicht mehr…
Auch ich ließ mich neben Emma auf die Bank nieder, ignorierte meinen Gegenüber aber lieber, für eine Auseinandersetzung mit Potter fehlte mir die Lust.
So nahm ich mir nur schweigend meinen Tagespropheten und fing an zu lesen.
Emma
Kaffee!
Ich liebe Kaffee! Dank Sirius hatte ich ja auch gleich einen vor meiner Nase stehen. Ich hob langsam meinen Kopf und lächelte ihn kurz an. Für mehr fehlte mir gerade der Enthusiasmus, auch wenn der sich bei einem Blick in diese Augen normalerweise schnell einstellte.
Auf einmal spürte ich nur wie mich zwei Arme an der Hüfte umschlungen und ich checkte erst mal gar nicht, wer das sein könnte.
„Hey Baby, du hast mir gefehlt!“
Mooooment. Baby? Wer nennt mich bitte Baby? Ich hab keinen Freund, zumindest grad nicht. Eigentlich.
Ich sah wohl ziemlich schockiert aus und Sirius mir gegenüber lag schon halb am Boden vor Lachen, James ließ natürlich auch nicht auf sich warten.
Langsam drehte ich meinen Kopf und schon küsste mich jemand, ich schob denjenigen weg und blickte in das Gesicht von Mike Turner. Oh, da geht mir doch ein Licht auf. Aber ich hatte doch Schluss gemacht!?
„Ähm, Mike, ich hab vor den Ferien Schluss gemacht. Erinnerst du dich da mal bitte dran? Und lass mich gefälligst los!“ Ich blickte ihn funkelnd an, spätestens jetzt sollte er merken, dass er keine Scherze mit mir treiben sollte.
Er sah verwirrt aus. Wieso, bitte? Ich erinnere mich eindeutig, dass ich ihm gesagt hatte, dass es aus ist.
„Glaubst du ich akzeptiere das einfach so Emma? Ich liebe dich viel zu sehr, um dich einfach aufzugeben!“
Das war jawohl die Höhe, würde der sich zum Stalker entwickeln?
„Also ich denke, du solltest es lieber akzeptieren. Denn ich liebe dich ungefähr so viel wie Flubberwürmer. Kapiert? Und jetzt geh endlich an deinen Haustisch und lass mich in Frieden!“, ich hatte meine Hand schon an meinem Zauberstab, aber Mike schien verstanden zu haben.
„Ich werde um dich kämpfen!“, dann war er verschwunden und mein Kopf lag auf der Tischplatte.
„Waruuuum? Womit hab ich das verdient?“, ich hörte immer noch das Lachen der Rumtreiber, und sowas nennt sich Freunde. Warum bin ich heute Morgen eigentlich aufgestanden?
„Mensch Kleine, dir hätte ich ja sowas nicht zugetraut, ich meine bei mir ist das ja fast Alltag, aber du bist doch sonst nicht so gemein!“
Ich sah ihn strafend an, ich und gemein? Ich dachte er kannte mich gut genug.
„Sirischatz, du weißt genau, dass ich auch gemein sein kann. Trotzdem habe ich die Beziehung VOR den Ferien beendet. Was kann ich dafür, wenn er es nicht akzeptiert hat?“
„Du meinst wohl eher, wenn er es nicht akzeptieren will? Er wird ja um dich kämpfen!“, musste James sich nun auch noch einmischen?
„Aaah, ich hätte liegen bleiben sollen. Lily, wir haben Unterricht!“
Natürlich erhob sich meine beste Freundin sofort und James sah aus, als würde er gleich auf den Tisch sabbern.
„Mund zu James, oder soll ich dir ein Lätzchen umbinden?“, ich zwinkerte ihm zu.
Tja, Rache ist eben süß.
Lily zog mich durch die Gänge, ich wusste noch nicht mal genau, was wir jetzt hatten.
Ich wusste welche Fächer mich heute erwarteten, aber nicht in welcher Reihenfolge.
Verwandlung, Muggelkunde, Zaubertränke und Pflege magischer Geschöpfe. Warum hatte ich
Bitte nochmal Muggelkunde gewählt? Ach ja, um meinen Vater zu ärgern, genau wie Sirius.
Oh nein, ich hatte heute alle Kurse mit Sirius. Toller Montag!
Letztendlich standen wir vor dem Verwandlungsraum, damit ging es also los.
War ich nicht schon genug gestraft? Wir hatten Verwandlung mit den Ravenclaws, also mit Mike
Turner. Juhu!
Die Rumtreiber hatten uns natürlich längst eingeholt und Sirius lachte sich immer noch kaputt, könnte aber auch daran liegen, dass Mike nun mal mit uns Unterricht hatte. Leider sah Turner auch noch sehr entschlossen aus.
Nein, nein, nein. Ich will das nicht!
Kurz dachte ich nach, Zaubertränke würden wir mit Slytherin haben, aber Muggelkunde ebenfalls mit Ravenclaw und natürlich hatte er dieses Fach auch belegt. Hatte ich irgendetwas angestellt, dass ich so bestraft werde?
Endlich saßen wir im Klassenzimmer, Mike Turner hatte gerade wieder mit mir reden wollen, als Gonni aufgetaucht ist. War wahrscheinlich das erste Mal, dass ich mich einfach nur gefreut habe, sie zu sehen.
Schweigend saß ich neben Lily, neben mir hatte sich James platziert, daneben folgten dann Sirius, Remus und Peter.
Kein Traum für meine beste Freundin, aber sie verhielt sich ruhig und auch die Jungs hatten mal keinen Unsinn im Kopf.
Die Stunde verging viel zu langsam und leider saß Mike Turner hinter mir und ließ andauernd Briefe zu mir schweben. Ich las natürlich keinen einzigen, James und Sirius übernahmen das für mich und machten sich die ganze Zeit über Mike lustig. Mir war es egal.
Es klingelte, mein Lieblingsgeräusch während des Unterrichts.
Ich hörte noch ein: „Emma, Schatz, nun warte doch!“ Ich glaube ich sollte erst mal kotzen gehen, das hält ja kein Mensch aus! Schon war ich aus dem Klassenzimmer verschwunden, meine Freunde eilten mir hinterher, obwohl eigentlich nur die Rumtreiber. Lily, als Muggel, hatte das Fach für das UTZ-Jahr nicht belegt. Sie wusste ja eh alles. Ich hätte einfach Privatunterricht bei ihr nehmen sollen…
Jetzt standen wir vor dem Klassenraum und ich lauschte den Rumtreibern, die mal wieder einen Streich planten. Lily war ja mal nicht in der Nähe.
„Oh nein, bitte nicht schon wieder!“, kurz hatte ich die Hoffnung gehabt, er hätte das Fach vielleicht doch abgewählt. Hatte er natürlich nicht.
Er war noch am anderen Ende des Ganges und brüllte somit über den ganzen Flur: „Emma, nun hör mir doch endlich mal zu! Ich liebe dich, ich musste die ganzen Ferien an dich und unsere Zeit hier in Hogwarts denken!“ Moment, mehr als ein paar Küsse hatte er von mir nicht bekommen. Ich
drehte mich zu Sirius um, sah ihm kurz in die Augen und zog ihn näher zu mir. Jetzt würde mein letzter Versuch kommen, diesen Schleimbeutel endlich loszuwerden.
Mike stand mittlerweile vor mir und blickte mich erwartungsvoll an, hatte er noch mehr gesagt? Ich hatte ihm nicht mehr zugehört.
„Weißt du Mike“, fing ich mit zuckersüßer Stimme an, „es tut mir wirklich leid. Aber hier noch einmal zum Mitschreiben: ICH LIEBE DICH NICHT, ICH HABE SCHLUSS GEMACHT UND DU NERVST!“ Huch, brüllen ist manchmal echt anstrengend.
„Ich wollte es dir auch eigentlich nicht so zeigen, aber ich habe schon einen neuen Freund!“
„Das glaub ich nicht!“
Ich lächelte ihn an, drehte mich zu Sirius um und blickte wieder in diese unglaublich grauen Augen.
Meine Händen zogen ihn am Hemdkragen zu mir runter und unsere Lippen trafen sich. Zum Glück hat Sirius gleich verstanden, was ich von ihm wollte.
Seine Lippen auf meinen Lippen, ein warmes Gefühl schoss durch meinen Körper. Es war als würden Blitze durch meinen Körper zucken und ein ungewohntes Kribbeln breitete sich in meiner Bauchgegend aus. Es war viel zu angenehm ihn zu küssen.
Auf einmal hörte ich nur das Gejohle unserer Mitschüler. Scheiße, so lange hätte der Kuss gar nicht dauern sollen.
Ich löste mich von Sirius, der mich einen kleinen Moment lang so verwirrt ansah, wie ich mich fühlte.
Schnell drehte ich mich zu Mike, der jetzt wie ein Häufchen Elend wirkte. Naja, manchmal muss man eben zu dramatischen Mitteln greifen.
„Gut, ähm, gegen Black komme ich dann nicht wirklich an.“, er tat mir ja ein bisschen leid, aber er hatte mich einfach zu sehr gereizt.
Sirius legte einen Arm um meine Hüfte und zog mich an sich.
„Da hast du wohl Recht Kleiner und jetzt hör endlich auf sie zu belästigen!“, er sah ihn sogar recht grimmig an.
Mike nickte nur und verschwand wieder aus dem Gang. Sirius hielt mich immer noch fest.
„Ähm, du kannst mich loslassen Sirius!“, murmelte ich ihm zu.
„Willst du es denn?“
„Sirius!“
„Schon gut, schon gut!“
Er löste seinen Arm von mir und diese komische Spannung zwischen uns war verflogen. Gott sei Dank, er hatte doch manchmal Erbarmen mit mir.
Ich blickte vorsichtig zu James, er schien noch nicht wirklich zu wissen, ob das alles wirklich nur ein Scherz gewesen war. Kein Wunder er hatte uns da am See schon so gefunden, obwohl wir uns da nicht geküsst hatten.
Vorsichtig grinste ich zu James und dann fingen wir alle an zu lachen. Tja, Sirius und ich können halt eine gute Show hinlegen.
Professor Miller erschien nun auch im Gang und augenblicklich wurden wir alle etwas ruhiger, brav folgten wir in den Klassenraum und ließen uns in der letzten Reihe nieder.
Muggelkunde war einfach langweilig. Die Jungs neben mir schliefen schon alle, bis auf Remus natürlich. Ich grinste ihm zu und beschloss ausnahmsweise mal zuzuhören.
„So meine Lieben, heute wollen wir uns mit dem Telefon beschäftigen. Damit können die Muggel über weite Strecken kommunizieren…“ Es tat mir ja wirklich leid, aber er hatte so eine monotone Stimme wie Binns… Schlafen kann ich aber auch nicht…
Ich ließ meinen Blick durch das Zimmer schweifen, und blieb schließlich doch bei meinem Nachbarn hängen. Es ist wirklich bewundernswert, dass er im Unterricht schläft ohne zu schnarchen, sonst kann er das nämlich leider nicht.
Sirius hatte seinen Kopf auf seine Arme gelegt und ich hatte einen tollen Blick auf sein friedliches Gesicht. Ein kleines Lächeln stahl sich auf mein Gesicht als ich an den Kuss dachte. Mike war ich damit zumindest erfolgreich losgeworden.
Das Klingeln der Schulglocke riss mich erst aus meiner Starre als ich auf einmal in die grauen Augen blickte. Mist.
„Na, wie lange starrst du mich schon an Hudson?“, fragte er grinsend, während er sich von seinem Platz erhob.
„Tzz, ich hab mich nur gewundert, wieso du im Unterricht nicht schnarchst Blacky!“, schnell war auch ich auf den Beinen und auf dem Weg zum Mittagessen.
Unten angekommen suchte ich meinen Rotschopf und fand ihn auch gleich. Sie hatte die Gunst der Stunde genutzt und sich weit entfernt vom Stammplatz der Rumtreiber gesetzt.
„Bis später Jungs!“, rief ich ihnen zu und setzte mich neben meine beste Freundin.
Lily
„Emma, geht es dir eigentlich noch gut? Ich meine, was hast du dir eigentlich dabei gedacht ihn zu KÜSSEN?? Kaum bin ich weg hast du keinen VERSTAND mehr oder was?“
Ich verstand sie einfach nicht, sie hat Sirius Black geküsst. Den Teufel in Person!
„Ich meine, er BRICHT dir eh nur das HERZ!“
Emma blickte zu Sirius und wirkte etwas peinlich berührt. Gut, ich wurde vielleicht zu schnell laut und ich hätte sie vielleicht erst mal essen lassen. Aber es war schließlich ernst. Ihre Blicke ihm Zug hatten mir schon zu denken gegeben. Es wurde echt Zeit für ein Gespräch unter vier Augen.
Alle am Tisch blickten zu mir und zu Sirius. Ich schaffte es wirklich immer die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.
Sirius sah auch etwas merkwürdig zu Emma.
Plötzlich zog mich meine beste Freundin hoch und verließ mit mir die große Halle.
„Was sollte das denn bitte eben? Ich meine ich LIEBE ja dein Temperament Süße, aber musst du es immer vor allen Leute ausleben? Ich habe Sirius NUR geküsst, damit ich Mike endlich loswerde. Und ich habe gerade ihn geküsst, weil ich wusste, dass er mitmacht und sich nichts dabei denkt. Genauso wenig denke ich mir dabei was.“ Ich beobachtete Emma vorsichtig, sie stand mir mit ihrem Temperament in nichts nach und lief in der Eingangshalle hin und her. Ich wollte gerade ansetzen und unser Gespräch in ruhigere Bahnen lenken, als sie wieder loslegte.
„Jetzt konnte ich noch nicht mal etwas essen, weil uns wieder alle angestarrt haben! Heute ist wirklich nicht mein Tag! Los, wir haben gleich Zaubertränke.
Ich sah zur Tür der großen Halle, da standen die Rumtreiber und diskutierten über irgendwas. Emma blickte auch zu ihnen und ging dann aber zum Kerker.
Mist, jetzt habe ich auch noch meine beste Freundin vergrault. Toll Lily.
Sirius musterte mich grimmig und ich beeilte mich schnell zu Emma zu kommen.
„Ems, es tut mir leid!“
Ich rutschte an der Wand runter und saß neben ihr auf dem kalten Kerkerfußboden.
„Schon gut Lils. Ich bin nicht nachtragend, und das mit dem Kuss war ja vielleicht auch eigentlich nicht die beste Idee…“
Ich drückte ihre Hand und legte meinen Kopf auf ihre Schulter.
„Ich hab gemerkt, wie du ihn im Zug immer angesehen hast.“
„Mhh, ich weiß auch nicht. Wir haben uns bei James im See schon fast geküsst. Und es war so anders als sonst immer, also der Kuss mit ihm. Aber egal, ich werde mich mit Sicherheit nicht in Sirius Black verlieben. Ich wollte ja schon irgendwann mal eine Beziehung führen.“ Beruhigt stellte ich fest, dass sie kicherte. Also war es noch nicht so ernst.
„Aber Lils, du solltest James endlich mal eine Chance geben. Er meint es wirklich ernst mit dir und du weißt, dass ich ihn kenne! Schon ewig!“
Wie schön, sie ist wieder ganz die Alte.
Ich schüttelte bloß schnaubend den Kopf. Bis ich James Potter eine Chance gebe, muss noch viel passieren.
„Wenn man vom Teufel spricht…“, ich verdrehte die Augen, als ich bemerkte wie die Rumtreiber um die Ecke bogen.
Viel zu schnell standen sie vor uns und Sirius hielt Emma eine Papiertüte hin.
„Was zu essen“, murmelte er bloß und verschwand mit den Rumtreibern in einer Ecke und sie diskutierten wieder leider.
„Die hecken doch schon wieder einen Streich aus, James ist Schulsprecher, er soll sich benehmen.“
Emma lachte: „Lily, also echt, sie werden jawohl noch ein, zwei Streiche spielen dürfen.“ Sie griff in die Tüte und holte ein leckeraussehendes Sandwich heraus.
Hungrig aß sie es auf und leider war dann auch unsere Pause vorbei.
Seufzend erhoben wir uns und folgten Slughorn und den Slytherins in den Kerkerraum.
Zaubertränke, es gibt doch nichts entspannenderes!
„Herzlich willkommen im diesjährigem UTZ-Kurs! Ich will sie nicht lange auf die Folter spannen, heute werden wir Oblivioserum brauen. Wer kann mir sagen, was dieser Trank bewirkt? Ja, Miss Evans?“ Ich hatte blitzschnell die Hand gehoben: „Durch die Einnahme von 10 ml des Serums, werden die letzten 10 Minuten die eine Person durchlebt hat aus deren Gedächtnis gelöscht.“
„Sehr gut Miss Evans, 10 Punkte für Gryffindor. Die Anleitung finden sie in ihren Büchern auf Seite 22 und die Zutaten sind hier im Schrank. Beeilen Sie sich!“
Ich schlug schnell mein Buch auf und schickte Emma, die Zutaten zu holen. Erneut seufzend erhob sich die Gryffindor neben mir und schlurfte förmlich zum Zutatenschrank. Sehr amüsant, wie man auf High-Heels schlurfen kann.
Ich vertiefte mich in meinem Buch und studierte die Anleitung, es war nicht wirklich schwer.
„So, erklärst du mir bitte was ich machen soll? Ich will nicht lesen.“
Ich musste lachen, manchmal war meine beste Freundin einfach zu faul.
„Also: Dieses Serum besteht aus Krallen eines Rabens, Schuppen eines Kappas und Wurzelstücken einer Trauerweide. Sind die Zutaten zerkleinert fügt man sie in einen Kessel, gefüllt mit kochendem Wein. Der Trank muss nach 5 minütigem Kochen eine gelbe Farbe besitzen und nach weiteren 30 Minuten sollte er Violett sein.“
„Das sollte zu schaffen sein.“ Damit begann sie die Zutaten zu zerkleinern und ich füllte unseren Kessel mit Wein.
Nachdem er endlich kochte, taten wir die Zutaten hinein und rührten ab und zu um. Am Ende der Stunde war er natürlich violett.
„Miss Evans, Miss Hudson, sehr gute Leistung. 10 Punkte für Gryffindor!“ Zufrieden strahlte ich und füllte eine Phiole voll mit unserem Trank und brachte sie nach vorne. Auf dem Weg zurück zu Emma, fiel mein Blick auf Severus, mein ehemaliger bester Freund. Er hatte auch gerade Punkte für Slytherin bekommen. Ihm konnte bei Zaubertränken einfach niemand etwas vormachen. Ein kurzer trauriger Blickwechsel und schon war ich bei Emma, die ungeduldig mit unseren Taschen wartete. Sie mochte Zaubertränke nicht besonders.
Emma
Der Schultag ist vorbei!
Wir saßen gemütlich in der großen Halle, als James herein kam und ankündigte, dass wir nach dem Essen Quidditchtraining haben. Das war es dann mit einem gemütlichen Abend.
Hastig beendete ich das Abendessen und lief über vereinzelte Geheimgänge zum Gemeinschaftsraum um mich umzuziehen.
Freudig lief ich über den Rasen des Quidditchfeldes. Endlich wieder fliegen.
Das ganze Team versammelte sich um James, unser Kapitän. Unser Team hatte sich nicht verändert seit dem letzten Jahr.
Unser Hüter Jared Green ist im letzten Jahr, genau wie Holly Parker, eine Jägerin. Der andere Jäger, Paul Stevens, ging in die 5. Klasse und der andere Treiber, Michael Clearwater, besuchte die 6. Klasse. Er würde wohl nächstes Jahr Kapitän werden und einen Haufen Arbeit erben, immerhin verließen 5 Leute die Mannschaft. Er muss eine neue Mannschaft formen. Natürlich würde er es schaffen.
James war nun schon das dritte Jahr in Folge Kapitän und wir hatten jedes Jahr mit ihm den Pokal gewonnen, dieses Jahr wollten wir das Triple schaffen.
„Okay Leute, als erstes brauchen wir einen Stellvertreter für das Kapitänsamt. Wen wollt ihr?“
„Emma, auf sie hört jeder, sogar Sirius!“, auf Pauls Worte folgte erst mal Gelächter letztendlich wurde ich aber mit voller Stimmzahl gewählt, wie schon die letzten zwei Jahre.
Ich grinste: „Legen wir jetzt endlich los?“
„Immer mit der Ruhe Em, wir machen ein Spiel, nur auf ein Tor natürlich, ich will möglichst viele Tore sehen und Emma, fang den Schnatz schnell und Jared, halte ein paar Bälle!“, mit diesen Worten stieß sich unser Kapitän vom Boden ab und die ganze Mannschaft folgte.
Ich schwebte weit über allen und beobachtete die Spielzüge, wir waren ein eingespieltes Team, das sollte es für uns einfacher machen. Alle anderen Häuser hatten Neulinge in den Mannschaften.
Auf einmal glitzerte etwas Goldenes am Boden auf und ich setzte zum Sturzflug an.
Ich kam jedoch nicht weit, denn plötzlich spürte ich einen Klatscher an meinem Oberkörper.
„AHHH! SIRIUS ORION BLACK!“, brüllte ich und konnte nur mit Mühe meine Beine um meinen Besenstiel klammern. So hing ich jetzt kopfüber in ungeahnter Höhe. Fuck, Sirius hat mir mit Sicherheit ein paar Rippen gebrochen!
„Sorry Emma, das wollte ich nicht! Mir war langweilig und da hab ich ihn einfach mit meiner ganzen Kraft in den Himmel befördert. Ich hatte dich da oben ganz vergessen!“
Wenigstens half er mir wieder auf meinen Besen.
„Kein Ding, triff das nächste Mal aber lieber einen Slytherin oder so. Ich geh mal zu Poppy!“
Ich versuchte meinen Besen ordentlich zu landen und sagte James Bescheid.
Unter Schmerzen ging ich langsam zum Schloss, aber ich hatte mich zu früh gefreut.
„Na, wen haben wir denn da gefunden?“ Diese Stimmer erinnerte mich sehr an gestern Abend, und die Situation war auch in etwa die gleiche.
Bellatrix Black tauchte vor mir auf. Leider war sie nicht alleine. Mutlos stellte ich fest, dass sich Lestrange, Snape, Mulciber und Regulus Black neben sie stellten. Regulus?!
„Reg, du hängst eindeutig mit den falschen Leuten rum…“, unauffällig umschloss meine Hand meinen Zauberstab. Fünf gegen Einen, das nennt sich wirklich ein Slytherinduell.
„Wer hier ständig in falscher Gesellschaft rumhängt ist sicher nicht mein kleiner Cousin.“
„Ach Bellalein, nimmst du es mir übel, dass ich Sirius geküsst habe? Du hättest ihn bestimmt lieber geküsst, als diesen abartigen Lestrange. Und um das reine Blut der Blacks zu wahren, wäre die Hochzeit doch ideal gewesen!“, ich grinste sie gehässig an und versetzte Regulus in eine Starre. Er sollte nicht daran teilnehmen.
Leider hatte ich damit das offizielle Signal gegeben. Ich war nun vollauf damit beschäftigt einen Schildzauber nach dem anderen herauf zu beschwören. Dank meiner schmerzenden Rippen war es nicht gerade leicht.
„Stupor!“, Mulciber kippte um. Wenigstens nur noch drei, und Snape zaubert ja ganz angestrengt an mir vorbei.[i]
Gegen Bella und Lestrange kam ich so langsam nur leider nicht mehr an, sie waren aufmerksamer als gestern Abend und diese Tatsache half mir nicht wirklich.
Ich merkte wie mein Schildzauber nachließ und ich wurde von einem roten Blitz durch die Luft geworfen. Die Landung war nicht gerade sanft.
„Los, Severus, jetzt zeig mal auf welcher Seite du stehst!“
Ich sah ihm unschlüssig in die schwarzen Augen, als er den Zauberstab hob.
„Crucio!“
Ich hatte keine Kraft für einen Schildzauber und so spürte ich bloß noch Schmerz. Mein Körper verkrampfte sich und ich fing an zu schreien. Es war zu viel Schmerz, zu viel Schmerz.
Um mich herum wurde alles dunkel, ganz schwach hörte ich noch eine bekannte Stimme „Emma“ rufen.
„Emma, wach auf, bitte!“, ich wurde festgehalten und jemand strich mir über das Gesicht. Vorsichtig öffnete ich meine Augen und blickte in warme, haselnussbraune. Verwundert bemerkte ich, dass sie mich total besorgt musterten.
Dann fiel mir alles wieder ein.
„Diese miese Schlange! Entschuldigt sich immer noch die ganze Zeit bei Lily und dann hetzt er mir einen Cruciatusfluch auf den Hals. Ich fass es einfach nicht!“, wütend setzte ich mich auf. Schmerz durchzuckte mich, meine Rippen. [i]Memo an mich selbst: keine ruckartigen Bewegungen.
Ich sah mich um, Snape lag ebenfalls am Boden und Sirius lieferte sich ein gnadenloses Duell mit seiner Cousine.
„Sirius, hör auf, sie ist es nicht wert! Ich will endlich in den Krankenflügel!“, leider hörte er nicht auf mich, vielleicht hatte er mich aber auch einfach gar nicht gehört.
„Tatze, lass gut sein. Wir überlegen uns in Ruhe, was wir mit ihnen wegen der Sache anstellen. Emma muss zu Poppy!“
Sirius hetzte Bella wutentbrannt eine ganze Salve von Flüchen auf den Hals.
„Wir sprechen uns noch – auch wegen Reg!“, dann war er gleich bei mir.
„Wie geht es dir?“, besorgt sah er in meine Augen.
„Es geht, die Rippen“, ich erstarrte, „Kann das unter uns bleiben? Wir regeln das anders, ja?“
Beide tauschten einen kurzen, grimmigen Blick.
„Das mit der Rache kannst du wohl glauben!“
Endlich halfen sie mir auf und brachten mich in den Krankenflügel.
Poppy behandelte schweigend meine Rippen und auch die Kratzer, kam ja alles vom Sturz beim Quidditch.
„Dir geht es wirklich soweit gut?“, beide drückten mir eine Hand. Ist ja schon süß, wie sie sich um mich sorgen.
Wir standen vorm Porträt.
„Jaaaa, ich bin zwar total müde, aber dagegen hilft nun mal nur schlafen und das werde ich sofort in Angriff nehmen. Danke Jungs!“ Ich sah sie beide lächelnd an und verschwand im Gemeinschaftsraum, den durchquerte ich sofort.
Im Schlafsaal wechselte ich meine Klamotten und fiel ins Bett, den fragenden Blick von Lily ignorierte ich fürs erste.
Memo an mich selbst: Montage besser im Bett verbringen!
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So, das wars erst mal wieder :)
Bitte lass mir ein paar Rückmeldungen da!
Liebe Grüße,
Frieda
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Ein so bewegendes Gefühl hatte ich nie zuvor erlebt, wenn es um das Schreiben ging.
Joanne K. Rowling