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Fanfiction

Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Veränderungen

von Federica

Hallo ihr lieben :)
Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mehr als nur ein Kommi bekomme ;) aber das neue Chap gibt es trotzdem :)

²Sonea: Tja Schwesterherz, der Prolog ist so wie er ist. Und es war ja nun mal jedem klar, wie es ausgeht. Gut, ich hätte vielleicht die Verlobung von Sirius und Emma verschweigen können, aber bis dahin ist es ja noch ein langer Weg ;) Naja, Emma ist nunmal mein eigener Charakter, ist klar, dass da vielleicht etwas von mir mit einfließt. Aber freut mich, dass sie dir gefällt. Ich musste mal kreativen Ballast loswerden ;) Ich drück dich :-* Achso, ja Emma weiß ja nicht, wie er innerlich denkt, aber ich denke, dass ich vielleicht auch mal Kapitel aus James oder Sirius Sicht schreibe und Eifersucht ist in diesem Kapitel kurz dabei ;)

_________________________________________________

Veränderungen

~*~
The smile on your face lets me know that you need me.
There's a truth in your eyes saying you'll never leave me.
The touch of your hand says you'll catch me wherever I fall.

[Ronan Keating - When you say nothing at all]
~*~


Lily
Nachdenklich sah ich zu meiner besten Freundin. Sie schien immer noch wie im Tiefschlaf zu sein und wirkte unglaublich erschöpft. Irgendetwas war gestern passiert und ich hoffte, dass Potter und Black nichts damit zu tun hatten.
Emma hatte die ersten beiden Doppelstunden freigehabt, genau wie die beiden Rumtreiber. Lily hatte nun mal Alte Runen und Arithmantik belegt.
„Emma, du musst aufstehen!“, sanft rüttelte ich an der Blondine und sie schlug doch tatsächlich die Augen auf.
„Wie spät?“
„Die anderen sind alle beim Mittagessen. Ich hab uns was mitgebracht. Beeil dich trotzdem. Wir müssen noch reden!“
Etwas schwerfällig erhob sie sich aus dem Bett und sprang kurz unter die Dusche. Ich zauberte ihr die Haare trocken und sie schlüpfte in ihre Schuluniform, heute allerdings mit Chucks kombiniert.
„Erzählst du mir noch was gestern Abend passiert ist?“, ich hielt sie am Arm fest, sie sah mich kurz fragend an.
„Ich weiß nicht, ob du das unbedingt hören willst…“, sie ließ sich wieder auf ihr Bett fallen und begann zu essen.
„Natürlich will ich das wissen, du sahst gestern so kaputt und fertig aus. Also los, wir haben noch eine halbe Stunde bevor wir zu Verteidigung gegen die dunklen Künste müssen.“
Emma seufzte und hielt sich die Rippen.
„Also, erst war ja Quidditchtraining, und Sirius hat mir nach zwei Stunden Training ausversehen einen Klatscher in die Seite geschlagen. Dann wollte ich zum Krankenflügel, auf dem Weg dorthin lauerten mir fünf Slytherins auf“, sie machte eine Pause, weil ich wohl ziemlich schockiert aussah. Ich beeilte mich meinen Mund zu schließen.
„Bellatrix, Lestrange, Mulciber, Snape und Regulus bauten sich also vor mir auf und ich ließ mich provozieren oder provozierte auch sie. Nachdem ich Reg erstarren hab lassen war der Kampf eröffnet, vier gegen einen. Naja, Snape zauberte die ganze Zeit an mir vorbei und Mulciber konnte ich noch schocken. Dann wurde ich allerdings von einem Fluch von Bella getroffen und fiel auf den Boden. Meine Rippen taten mir eh schon so weh…“, sie sah mich mit traurigen blauen Augen an, kam etwa noch etwas Schlimmeres? Emma holte Luft: „Dann forderte Bella Snape auf, dass er zeigen sollte auf welcher Seite er steht und Mr. Severus Snape hat mir einen Crucio auf den Hals gehetzt. Ganz im Ernst Lils, ich konnte es eigentlich selbst nicht glauben. Aber er ist anscheinend doch ein Arsch auf der dunklen Seite. Es tut mir Leid. Achso, James und Sirius haben mich dann gerettet. Und mein Vater will mich anscheinend entführen.“ Typisch Emma, schnell alle wichtigen Informationen loswerden, am besten in einem Satz.
Ich blickte in ihre Augen und war auf einmal so unglaublich wütend. Ausnahmsweise nicht auf Potter oder Black, sondern auf meinen ehemaligen besten Freund, Severus Snape. Was dachte er sich eigentlich dabei meine beste Freundin zu foltern? Dann auch noch mit einem unverzeihlichem Fluch!
„Der kann was erleben, Ems, das versprech ich dir! Ich hätte nie gedacht, dass er doch so endet, aber jetzt ist es vorbei.“
„James und Sirius kümmern sich auch um ihn und die anderen…“, immer noch völlig erschöpft erhob sich Emma und wir gingen zum Unterricht, den wir natürlich mit den Slytherins hatten.
Im Gang erblickte ich Snape sofort, er duellierte sich mit James, Sirius duellierte sich mit Bella und Lestrange.
Ohne groß zu überlegen zog ich meinen Zauberstab und lief auf James und Snape zu. Alle dachten wohl ich würde das Duell unterbrechen. Hah! Falsch gedacht! Lily Evans kann auch anders!
„DU ELENDER VERRÄTER! MEINE BESTE FREUNDIN! WIE DUMM KANN MAN EIGENTLICH SEIN??? UND ICH DACHTE, DASS DU VIELLEICHT DOCH NOCH DEN RICHTIGEN WEG FINDEST! Weißt du was SNAPE? Für mich bist du GESTORBEN!“ James starrte mich an, Snape starrte mich an. Alle starrten mich an, sogar Sirius hatte sein Duell mit Bella unterbrochen.
Ich schwang meinen Zauberstab und Snape war verschwunden, stattdessen lag eine Schlange auf dem Boden.
„Das Tier, dass am besten zu dir passt! Entschuldigst dich bei jeder Gelegenheit wegen deiner Bemerkung und folterst dann meine beste Freundin! Du bist echt das LETZTE!“
„Lily, es reicht!“, ich spürte eine Hand, die mich am Oberarm berührte und blickte in warme, haselnussbraune Augen.
„Nein, es wird nie reichen. Was bildet der sich eigentlich ein?“
Das unser Professor schon aufgetaucht war, hatte ich nicht bemerkt.
„Miss Evans, von Ihnen hätte ich sowas ja nicht erwartet! Das heißt für Sie, Mr. Potter, Miss Hudson, Mr. Black, Mr. Snape, Miss Black jeweils 10 Punkte Abzug und Nachsitzen. Samstag um 20 Uhr, die Gryffindors zu Professor McGonagall und die Slytherins melden sich bei Professor Slughorn!“
Ich musste achsitzen, ich hatte noch nie nachsitzen müssen!
Mit gesenktem Kopf folgte ich den anderen in den Klassenraum, schweigend und ohne zu meckern setzte ich mich zu Emma, die wie immer, neben den Rumtreibern saß.
„Wieso musst du eigentlich auch nachsitzen?“
Emma grinste: „Ich hab Sirius geholfen.“
Ich blickte nach vorne und Professor Townsend hatte schon angefangen: „Heute befassen wir uns mit dem Patronuszauber, wer kann mir sagen, wofür der sehr nützlich ist? – Ja, Miss Evans?“
Wie immer war meine Hand am schnellsten gewesen: „Der Patronuszauber schützt einen vor den Dementoren. Er verkörpert immer ein Tier und erscheint in silbriger Gestalt.“
„Sehr gut, 10 Punkte für Gryffindor! Wer kann mir sagen, wie die Zauberspruchformel lautet und wie sie ausgeführt wird? – Ja, Miss Hudson?“
Überrascht blickte ich zu Emma, normalerweise war sie entweder zu langsam oder zu faul, um sich zu melden. Sicher sie wusste die Antworten auch fast immer, niemand war ganz so strebsam wie ich. Aber ich musste es ja allen auch immer wieder beweisen!
„Die Zauberspruchformel lautet „Expecto Patronum“ und der Zauber gelingt nur, wenn man an das glücklichste Erlebnis in seinem Leben denkt, allerdings muss diese Erinnerung sehr stark sein.“
„Korrekt, auch für ihre Antwort 10 Punkte für Gryffindor!“
Immerhin haben wir jetzt gleich viele Punkte wie Slytherin verloren…
„So, ich teile Sie alle jetzt in Zweiergruppen auf und sie trainieren zusammen diesen Zauber.“
Ob es Schicksal oder doch eine böse Übermacht war, weiß ich nicht. Jedenfalls musste ich mit James Potter und Emma mit Sirius Black zusammen arbeiten.
Widerstrebend stellte ich mich Potter gegenüber. Er lächelte mich leicht an, ich sah wohl etwas verwundert aus.
„Ist was Lily?“
„Nein, ähm, willst du anfangen?“, wo war sein arrogantes Gehabe? Sein überhebliches Grinsen fehlte ebenfalls.
„Meinetwegen.“
Ich beobachtete sein Gesicht, als er die Augen schloss und nach einer glücklichen Erinnerung suchte. Auf einmal erschien ein Lächeln auf seinem attraktiven Gesicht. Nein, hässlich ist er leider wirklich nicht. Würde vieles leichter machen.
„Expecto Patronum!“, sagte James deutlich und ein silberner Hirsch galoppierte durch das Klassenzimmer. Moment, seit wann nenne ich ihn denn bitte James? Egal, wir sind Schulsprecher, wir müssen ein bisschen zusammenarbeiten.
Jetzt lag ein zufriedener Ausdruck auf seinem Gesicht. Professor Townsend lobte ihn überschwänglich und gab Gryffindor 30 Punkte. Ich musste grinsen, jetzt waren wir doch noch mit einem Plus aus der Duellieraktion herausgekommen.
„Komm schon Lily, jetzt du!“
Nachdenken Lily, deine glücklichste Erinnerung…
Ich durchforstete mein ganzes Gehirn und mir wollte keine richtig glückliche einfallen. So beschloss ich an den Tag zu denken, an dem ich herausfand, dass ich eine Hexe bin.
Ich dachte ganz fest an meine Fröhlichkeit von damals und sprach die Zauberformel, leider kam bei mir nur silbernes Schimmern aus meinem Zauberstab. Enttäuscht sah ich zu James.
„Lily, das ist ganz normal, ich hab den Patronus schon vorher beherrscht und du würdest nicht glauben, wie lange ich dafür gebracht habe! Naja, es war nicht so lange, aber mehr als ein paar Mal Ausprobieren brauchte ich schon dafür. Am schwierigsten ist einfach die Erinnerung. Sie muss unglaublich stark sein.“
Er sah mich mit diesen sanften, haselnussbraunen Augen an und ich sah nicht ein bisschen Schalk in ihnen.
Also probierte ich es wieder und wieder mit anderen Erinnerungen, aber es wollte einfach nicht klappen.

Emma
Patronus üben mit Sirius, das Schicksal hatte es wieder überaus gut mit mir gemeint.
„Siri, fängst du an?“, ich sah ihn bittend an.
Er lachte kurz und schloss konzentriert die Augen.
Ich blickte kurz zu Lily und James, der ebenfalls konzentriert aussah. Also ließ sie ihn auch anfangen, Frau will sich ja nicht blamieren.
Grinsend beobachtete ich weiter Sirius, der wohl endlich eine Erinnerung gefunden hatte. Er schwang seinen Zauberstab und sagte die Formel, erst erschienen nur silbrige Schimmer. Energisch führte er den Zauber ein weiteres Mal aus und schon erschien der Hund. Mir war ja klar gewesen, welche Formen das ganze annehmen würde bei den beiden Rumtreibern, denn der Hund spielte mit dem Hirsch von James.
Sirius und er klatschen sich ab und nun waren Lily und ich an der Reihe.
Ich musste eigentlich nicht lange überlegen. Ich hatte mehrere zur Auswahl. Mein erstes Quidditchspiel, dass wir erfolgreich gegen Slytherin gewonnen hatten. Meine Freunde, die für mich wie eine Familie waren. Der Tag, an dem meine Mum meinen Vater verlassen hat.
Sirius sah mich abwartend an und ich musste unwillkürlich an den Kuss denken und die Gefühle, die er bei mir ausgelöst hat. Verwirrt schüttelte ich den Kopf, das wird wohl kaum meine glücklichste Erinnerung sein.
„Emma, wird’s bald?“
Ich sah ihn genervt an und entschied mich eindeutig gegen den Kuss.
Stattdessen beschloss ich es mit dem Quidditchspiel. Das Gefühl von Freiheit beim Fliegen und das Glücksgefühl, als meine Finger den widerspenstigen, goldenen Ball umschlossen hatten.
Ich hob meinen Zauberstab und rief entschlossen: „Expecto Patronum!“ Aus meinem Zauberstab kamen deutlichere Silberschwaden, als beim ersten Mal von Sirius. Die Erinnerung war wohl nicht glücklich genug, dann nehm ich meine Freunde.
Seufzend schloss ich wieder die Augen und hatte meine Freunde ganz genau vor Augen. Lily, meine beste Freundin, ich würde immer mit allen Sorgen zu ihr kommen können. Wir verstanden uns blind. James, mein großer Bruder, er würde immer auf mich aufpassen und mir zur Seite stehen. Sirius, zu den freundschaftlichen Gefühlen hatten sich nun neue dazu gesellt. Ich konnte sie allerdings noch nicht einordnen. Bei einer Sache war ich mir aber sicher, er würde mir immer loyal zur Seite stehen und mir immer zu Hilfe eilen, wenn ich welche benötige. Remus, mit ihm konnte ich zwanglos über alles reden. Er urteilte nicht und hatte immer Ratschläge parat. Alice, sie konnte einen immer aufmuntern, auch wenn sie im Moment immer wieder mit Frank beschäftigt war.
Das sollte ein glückliches Gefühl sein, solche Freunde zu haben!
Erneut schwenkte ich meinen Zauberstab und sprach die Formel und zu meiner Überraschung schwamm nun noch ein silberner Delphin durch das Klassenzimmer. Ich blickte zu Sirius und strahlte ihn an: „Ich hab’s geschafft!“
Er lächelte nur und zwinkerte.
Nachdem uns der Professor auch nochmal 20 Punkte für Gryffindor gegeben hatte, klingelte es zur nächsten Doppelstunde – Zauberkunst.
Lily schien immer noch ziemlich geknickt zu sein, dass sie den Patronus noch nicht geschafft hatte, dabei war es bisher nur drei Leuten gelungen – James, Sirius und mir. Gut, diese Tatsache wurmte sie wahrscheinlich doch ziemlich.
„Lily, wenn du willst übe ich nachher noch mit dir. Wir müssen eh die Vertrauensschüler einteilen und Halloween vorbereiten.“
Ich machte mich innerlich auf einen Wutausbruch meiner besten Freundin gefasst, doch dieser blieb aus. Sirius machte auch ein erstauntes Gesicht, denn stattdessen sagte meine beste Freundin einfach nur: „Danke James, das ist eine gute Idee!“
Sirius und ich starrten uns wieder an. Sie hatte ihn James genannt!
„Du hast mich James genannt!“, seine braunen Augen funkelten vergnügt. Mit diesem Blick würde er Lily immer ansehen, wenn sie sich endlich eingestehen würde, dass sie perfekt zusammen passen.
„Ich habe mir einfach überlegt, dass es albern ist, wenn ich dich die ganze Zeit mit deinem Nachnamen anspreche, obwohl wir beide Schulsprecher sind. Bilde dir aber nichts drauf ein!“, sie grinste ihn an.
Naja, immerhin schien sie ihn nicht mehr zu hassen. Genau so soll es sein Lily, langsam und Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt machte ich mich jetzt auch, natürlich zusammen mit meinen Freunden, auf den Weg zum Abendessen.
Lily und James wollten nach dem Essen endlich zu McGonagall und nach ihrem Arbeitszimmer fragen, ich hatte heute allerdings nur noch eins vor. Schön gemütlich vorm Kamin sitzen und vielleicht mit den Hausaufgaben anfangen. Lily wäre stolz auf mich.
Kaum war das Essen erschienen schaufelten James und Sirius schon alles durcheinander in sich rein, es war selbst mir nach sieben Jahren immer noch unerklärlich, wie sie dabei kein Gramm Fett ansetzten.
Lily und ich begnügten uns mit Salat und einem Brötchen, dieses wiederum wurde von den Rumtreibern nur mit einem Kopfschütteln kommentiert.
Ach ja, Mann und Frau werden sich wohl nie verstehen.
„James, bist du soweit?“, Lily war schon aufgestanden und wollte zu unserer Hauslehrerin. Tüchtiges Mädel, aber ich hoffte wirklich, dass James ihr auch mal andere Seiten des Lebens zeigte. Auf mich hörte sie ja leider viel zu selten.
Noch immer kauend und mit zwei Brötchen in der Hand erhob sich nun auch James und folgte ihr schweigend.
„Seid ihr auch fertig? Ich muss dringend mit den Hausaufgaben anfangen…“, mein Gesicht verzog sich zu einer verzweifelten Miene.
„Ich werde mich auch an meine setzen, können ja zusammen arbeiten!“, dankend lächelte ich Remus an, zu zweit arbeitete es sich gleich viel leichter.
„Sirius, Peter, kommt ihr auch mit?“, nickend und natürlich auch noch kauend standen sie von der Bank auf.
Leider kamen wir nicht allzu weit, schon an der Tür wurde Sirius von einer relativ hübschen Ravenclaw abgefangen.
„Sirius, hast du gerade Zeit? Ich könnte deine Hilfe gebrauchen!“, wo ist mein Kotzeimer wenn ich ihn brauche? Sie fraß ihn ja förmlich mit ihren Augen auf. Unglaublich, was er an diesen Tussis findet. Die ist ja nicht mal hübsch!
Ich spürte einen Stich in der Magengegend. War ich etwa eifersüchtig? Worauf denn? Es ist ja nicht so, dass ich mehr als Freundschaft für ihn empfinde. Er sollte einfach ein bisschen mehr Niveau bei seinen Dates zeigen.
„Tja, Leute, tut mir leid. Ihr müsst den heutigen Abend wohl auf meine Gesellschaft verzichten!“, er grinste sein furchtbares Ich-liebe-dumme-und-willige-Mädchen-Lächeln und ich konnte mir eine bissige Antwort nicht verkneifen.
„Oh, wie schade. Ich denke wir werden gerade so noch überleben!“, damit ging ich auf die Treppe zu und Remus und Peter folgten mir schweigend. Den verwirrten Blick von Sirius bekam ich nicht mehr mit.
Gott, wie kann man nur so dumm sein! Warum hab ich auch so ein loses Mundwerk? Was er jetzt bloß denkt. Mir ist es doch egal, mit wem er sich trifft und wie oft und was er dann macht.
Trotzdem konnte ich die Wut in meinem Bauch spüren. Er sollte einfach endlich erwachsen werden und sich mal eine feste Freundin suchen. Genau, mich nervte seine Sorglosigkeit den Gefühlen mancher Mädchen gegenüber. Die Gefühle der schleimigen Ravenclaw waren mir allerdings herzlich egal. Selbst schuld, wenn man sich ihm so an den Hals wirft.
Endlich waren wir im Gemeinschaftsraum angekommen, Peter ging gleich ins Bett, ich stapfte zu den Sesseln am Kamin. Leider waren sie von Drittklässlern besetzt, aber anscheinend hatte ich heute wieder mal mein besonders grimmiges Gesicht an und die Schüler sprangen auf und machten die Sessel frei. Ich ließ mich in den Sessel fallen, der am nächsten am Feuer stand. Remus setzte sich mir gegenüber und musterte mich stirnrunzelnd.
Ich seufzte laut und sah in die blauen Augen von Remus.
„Was ist?“
„Das sollte ich wohl eher dich fragen Emma. Was geht da mit dir und Sirius? Warum warst du vorhin so patzig?“, er grinste mich an. Mist, er konnte einfach fabelhaft beobachten…
„Ja, also, äh. Da ist nichts, gar nichts. Ich finde nur er könnte manchmal seine großkotzige Art sein lassen und ein bisschen mehr auf die Intelligenz seiner Freundinnen achten. Das hat der doch echt nicht nötig, und vielleicht sollte er auch einfach mal erwachsen werden und sesshaft werden. Würde den Mädchen hier in Hogwarts auch viele Tränen ersparen, wenn er aufhört die Herzen zu brechen!“
„Aha Emma, interessant. Du bist nicht vielleicht ein kleines bisschen eifersüchtig?“
„WAS? Ich und eifersüchtig? Ich will nichts von Sirius! Ich habe mehr Niveau, um als Kerbe in seinem Bettpfosten zu enden.“
Ich schloss meine Augen und beendete so das Gespräch, das wurde mir jetzt alles zu tiefgreifend. Ich wusste ja selbst nicht, was mit mir los war.
Remus seufzte leise und begann mit den Hausaufgaben, ich beschloss noch ein wenig vor mich hinzu dösen.

Lily
Endlich standen wir in unserem kleinen Gemeinschaftsraum. McGonagall hatte es über ihre Freude total vergessen.
Er glich eigentlich ziemlich dem Gryffindorgemeinschaftsraum, ein schöner Kamin, zwei Sessel davor und dann noch ein großes Sofa. Zwei Schreibtische, schließlich sollten wir ja hauptsächlich arbeiten.
Dann gab es noch ein kleines Badezimmer und zwei Zimmer, in denen wir auch wohnen könnten. Aber wir haben beide den Schlafsaal bevorzugt.
Trotzdem schön, dass man hier auch mal eine ruhige Nacht verbringen könnte, so vor den Prüfungen.
„James, du zeigst Sirius aber nicht den Raum hier, oder? Er soll hier bitte nicht seine Schäferstündchen abhalten…“
Er stand ein bisschen hinter mir und lachte.
„Also bitte, ich will doch vielleicht selber mal hier schlafen. Sirius kann sein Liebesleben woanders ausleben. Aber ist wirklich schön hier!“ Er lag schon halb auf dem Sofa und machte es sich gemütlich.
„James, vielleicht sollten wir uns schon mal Gedanken über Halloween machen. Wir sind für die Dekoration zuständig und können uns auch ein Thema überlegen, also ein Motto, wenn wir wollen. Ich finde es aber eigentlich schrecklich, wenn alle nach einem Motto angezogen sind…“
James verzog nachdenklich das Gesicht.
„Motto finde ich auch blöd. Ich finde, wir sollten es eigentlich so wie jedes Jahr machen und uns für eine gute Band einsetzen, die dann nach der Altenheimtanzmusik für jugendliche Stimmung sorgt.“
Unwillkürlich fing ich an zu strahlen, ich liebe Musik. Und diese altmodische Tanzmusik eignete sich nicht für Partystimmung. Manchmal erinnerten mich unsere Lehrer an ein Wachsfigurenkabinett, aber das würde ich nie zugeben.
„Meine Idee gefällt dir also? Dann können wir ja den Patronus üben!“, er schwang sich vom Sofa und als er so vor mir stand, musste ich mir doch eingestehen, dass er nicht zu Unrecht zu den begehrenswerten Jungs von Hogwarts gehörte.
Er war schön groß, 15 Zentimeter trennten uns, er hatte Muskeln. Das brachte sein Quidditchtraining mit sich, die Teammitglieder beschwerten sich oft über die stundenlangen Trainingseinheiten.
Seine haselnussbraunen Augen strahlten immer diese gewisse Wärme aus und sein Haar fand ich auch nicht so grässlich, wie ich immer sagte. Das Durchstrubbeln ging mir halt manchmal auf den Keks.
„Patronus üben?“, ausnahmsweise hatte ich nicht viel Lust auf Üben, aber es wurmte mich doch sehr, dass ich es nicht geschafft hatte.
„Na los Lils, ich weiß, dass du es kannst. Du musst nur eine glückliche Erinnerung finden, die stark genug ist. Woran hast du heute im Unterricht gedacht?“
„An den Tag, an dem ich meinen Hogwartsbrief bekommen habe. Aber dadurch ist zum Beispiel meine Beziehung zu meiner Schwester zerbrochen.“
„Dann ist es keine so glückliche Erinnerung. Eine Erinnerung an deine Freunde? Das habe ich gemacht, und Emma und Sirius mit Sicherheit auch. Ich kenne die beiden ziemlich gut!“
„Mh, ich habe doch nur Emma und Alice.“
„Ach komm schon Lily, du hast auch mich und Remus, und auch Sirius ist nicht immer ein Arsch. Ich finde wir sind eine gute Gemeinschaft, oder einfach die Gemeinschaft hier in Hogwarts.“
Er lächelte mich aufmunternd an, seine Augen funkelten vergnügt. Das taten sie viel zu selten, mit diesem Strahlen.
Okay Lily, auf in den Kampf.
Ich schloss die Augen. Ich sah Emma vor mir. Mein kleiner Wildfang. Ihr Temperament konnte mein Temperament oft provozieren. Wir ergänzten uns, ich konnte mit ihr über alles reden. Eigentlich war sie meine Schwester. Alice, die immer für gute Laune sorgte. Remus, mit dem man einfach wunderbare Gespräche führen konnte. Etwas widerwillig sah ich auch James vor meinen Augen, er stand für seine Freunde ein und für seine Ideale. Er führte immer kämpfen und gab einfach niemals auf. Eine Eigenschaft, die ich sehr bewunderte. Sirius, seine Kommentare brachten mich zwar oft auf die Palme, aber genau so oft auch zum Lachen.
Ich hob meinen Zauberstab und sprach die Formel. Es erschien schon fast ein Tier.
„Sehr gut, aber du musst deinen Zauberstab noch etwas energischer schwenken. Komm, wir versuchen es gemeinsam!“
Er trat hinter mich und ich konnte sein Parfum riechen. Es roch unverschämt gut, wieso war mir das noch nie aufgefallen?
Lily, Konzentration!
Er nahm meine Zauberstabhand in seine Hand.
Das war’s endgültig mit meiner Konzentration.
„Los, versuch es nochmal!“, flüsterte er mir ins Ohr.
Ich versuchte krampfhaft an all das Positive denken, aber hauptsächlich dachte ich daran, dass James Nähe viel zu angenehm war. Also für meine eigentlichen Gefühle.
Wir schwenkten gemeinsam den Zauberstab: „Expecto Patronum!“ und dann sah ich ihn, meinen silbernen Löwen.
„Oh mein Gott, ich hab’s geschafft!“, vor lauter Freude hüpfte ich auf und ab und strahlte James an.
„Danke!!!“
„Dafür doch nicht Lily, ein Löwe also, steht wahrscheinlich für dein feuriges Temperament“, er grinste mich an, „auf zum Gemeinschaftsraum, ich muss noch Hausaufgaben machen!“
„Bist du krank?“, ich lachte und wir hörten nicht auf zu lachen, bis wir vor dem Portrait standen.
Als wir eintraten saßen unsere Freunde am hinteren Ende des Tisches, Emma saß auf der Fensterbank. Alle waren irgendwie mit Hausaufgaben beschäftigt. Nichts wie los Lily, vielleicht schaffst du noch den Zaubertränkeaufsatz.
Wir setzten uns lachend zu den anderen und holten unsere Schulsachen hervor, dass uns alle etwas befremdlich ansahen, bemerkten wir nicht.
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So, ich hoffe es hat euch gefallen und lasst mir doch ein Review da :)
Frieda


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