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Fanfiction

Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Dunkelheit

von Federica

Hallihallo :)
Schneller als geplant melde ich mich doch schon mal wieder mit einem Chap!
Vielen lieben dank für die vielen tollen Kommis! Ich habe mich richtig gefreut und mich extra ins Zeug gelegt, damit ich euch heute noch etwas präsentieren kann :)

²xLilyEvansx: Hui, danke für das Lob :) Da wird man ja richtig rot! Ich liebe Emma und Sirius auch, die beiden sind einfach klasse :) Ich hoffe du hast die Zeit des Wartens überlebt und es gefällt dir :) LG!

²Mrs.Black: Dankeschön :) Ja, ich hoffe das auch, aber leider wird es nicht ganz so schnell passieren. Ich feile noch an der Rettungsaktion ;) LG!

²Lily_Luna_Lovegood: Oh man, bei so viel Lob weiß man gar nicht mehr wohin :) Vielen lieben Dank! Ja, Remus ist halt derjenige, der immer alles richtig versteht. So auch unsere zwei Chaoten. Tut mir Leid, dass ich dir einen Dämpfer verpassen musste. Aber ganz so einfach geht es ja leider auch nicht. Trotzdem Lily wird bald schon merken, was gut für sie ist :) VLG!

²zaubergirl: Wuhu, klasse :) danke für das Lob :) ach ja, der Sirius, er ist mein Liebling und heute werde ich auch mal kurz auf seine Sicht eingehen ;) Viel Spaß mit dem Chap! LG

²Zaubererexpertin xD: Ja, Cliffhanger sind doof, ich weiß. Trotzdem braucht man sie manchmal. Und jetzt geht es ja auch weiter :)

²Sonea: Danke, danke :) *küsschen* Es macht mir halt Spaß und dann geht das alles noch recht einfach, und ich hab auch schon viele Ideen für eine Fortsetzung ;) Aber erstmal schreibe ich natürlich hier :D Ich hoffe, dass dir das Chap auch gefällt :) Ist allerdings nicht ganz soooo lang ;) beso!

_________________________________________________

Dunkelheit

~*~
These wounds won't seem to heal,
this pain is just too real.
There's just too much that time cannot erase.
When you cried I'd wipe away all of your tears,
when you'd scream I'd fight away all of your fears.
And I held your hand through all of these years.

[Evanescence - My immortal]
~*~


Lily
Starr vor Schreck und Angst blickte ich zu dem Ort, an dem eben noch meine beste Freundin neben dem bewusstlosen Sirius auf dem Boden gekniet hatte.
Meine Gedanken überschlugen sich. Um mich herum herrschte noch ein wilder Kampf, doch ich klammerte mich bloß an den großen, schwarzhaarigen Jungen neben mir. James hatte mich in eine feste Umarmung gezogen, starrte aber auch nur wie versteinert auf den Fleck Erde, an dem eben seine beiden besten Freunde mit Emmas Vater verschwunden waren.
Ich nahm wie im Nebel wahr, dass die anderen Todesser disapparierten, Rabastan Crane hatte bekommen was er wollte – seine einzige Tochter.
Mir liefen die Tränen über das Gesicht und ich fing an laut zu schluchzen. James erwachte aus seiner Starre und fing an mich sanft hin und her zu wiegen.
„Lily, mach dir keine Sorgen, die Auroren finden sie schon!“, er strich mir mit einer Hand über meine Haare. Ein Kribbeln breitete sich in meinem Körper aus und mir wurde angenehm warm. Seine Nähe tat mir gerade viel zu gut.
„Ich hab mir das alles also nicht eingebildet?“, mit nassen Augen blickte ich zu ihm hoch. Seine haselnussbraunen Augen hatten nicht mehr dieses warme Glitzern, sie strahlten nur Verzweiflung und Angst aus. Er machte sich Sorgen um Sirius und Emma, sie gehörten doch zu seiner Familie.
„Nein, das hast du dir nicht. Crane hat sie endlich in seine Finger bekommen…“, mutlos klang seine Stimme und das machte mir noch viel mehr Angst.
Ich presste mich an ihn, wieso ich seine Nähe gerade wie Luft zum Atmen brauchte, wusste ich nicht, aber ihm schien es ja nichts auszumachen. Meine finsteren Gedanken über James Absichten blieben aber diesmal aus. Wir teilten doch die gleiche Angst.
„Dad!“, James zog mich sanft zu seinem Vater, er war als Auror zur Hilfe geeilt und blickte sich nun suchend um.
„Wo sind denn Sirius und Emma? Ist mit Lily alles in Ordnung?“, Harry Potter fuhr sich durch sein wirres Haar. Diese Eigenschaft war James also vererbt worden.
„Lily steht unter Schock. Rabastan hat Emma und Sirius“, die Augen des Auroren weiteten sich vor Schreck.
„Oh Merlin, wir müssen sie finden, sofort! James, geh du zu Dumbledore und berichte ihm davon!“
James nickte und wir gingen gemeinsam zum Schloss. Er hielt mich immer noch fest und ich hatte wieder zu weinen angefangen. Der Ausdruck auf dem Gesicht von Harry Potter ging mir nicht aus dem Kopf, er hatte richtige Angst, das nahm mir jegliche Hoffnung.
Ich wusste was Crane von Emma wollte, und ich wusste auch, dass sie vermutlich sterben würde.
Trotzdem will man sich doch an einen Strohhalm klammern, doch den hatte mir die Panik in den Augen von James und seinem Vater genommen.
Es war höchste Alarmstufe und wenn man sie nicht innerhalb der nächsten Tage finden würde, wären sie höchstwahrscheinlich tot.
Ich hörte nicht auf zu zittern, und James schickte mich mit Remus zum Krankenflügel, er versprach gleich nachzukommen.
Völlig orientierungslos lief ich mit Remus zum Schloss, er drückte mich fest und murmelte mir immer wieder aufmunternde Worte zu.
Doch ich wusste, dass auch Remus nicht viel Hoffnung hatte, zu viel wusste man doch über die rechte Hand Voldemorts, nur das niemand gewusst hatte, dass er auch noch Emmas Vater ist.
Madam Pomfrey verfrachtete mich gleich in ein Bett und verabreichte mir einen Beruhigungstrank.
Mir wurde langsam wieder warm und das Zittern und Schluchzen ließ nach.
Doch die Erkenntnis traf mich erneut mit voller Wucht, als ein wütender James Potter den Krankenflügel betrat, zusammen mit einem noch wütenderen Jeremy. Oh oh, das konnte ja nicht gut gehen.
„O’Malley, ich will dir Lily nicht ausspannen! Sie hat sich für dich entschieden, wir sind nun mal beide Schulsprecher und unsere besten Freunde wurden gerade entführt! Da ist es normal, dass ich mir Sorgen um sie mache! Und jetzt halt bitte deine Klappe!“, er fuhr sich aufgebracht durch seine Haare und seine Augen sprühten Blitze in Jeremys Richtung.
Doch ausnahmsweise war es mir völlig egal, dass James gerade meinen Freund angefahren hatte, er hatte ja anscheinend angefangen.
„James? Was hat Dumbledore gesagt?“, er drehte sich zu mir um und sein Gesicht entspannte sich, als er sah, dass ich nicht mehr so apathisch war, wie noch vor zehn Minuten.
Ich hatte es begriffen, Sirius und Emma saßen in einer aussichtslosen Falle, aber ich würde die Hoffnung nicht aufgeben. Auch wenn ich mich jetzt schon so schrecklich leer fühlte.
James seufzte, eindeutig kein gutes Zeichen, und holte tief Luft: „Dumbledore hat gesagt, dass wir nicht allzu viel Hoffnung haben sollen. Rabastan Crane steht direkt unter Voldemort“, aus den Augenwinkeln bemerkte ich, wie Jeremy bei dem Namen zusammenzuckte. Lächerlich, diese Angst vor einem Namen!
Ich konzentrierte mich wieder auf James.
„..und er denkt es sieht sehr schlecht für die Beiden aus. Die Auroren geben ihr Bestes, aber wir können nur Abwarten und Tee trinken. Das hat er so gesagt, manchmal glaube ich wirklich er hat einen Gehirnfehler!“, er schüttelte ungläubig seinen Kopf, „als wenn ich so ein geduldiger Mensch bin…“
Trübsinnig blickte er zum Fenster hinaus, das Wetter war passend zu unserer Stimmung. Dunkle Wolken am Himmel und der Regen prasselte unaufhörlich gegen das Fenster.
„Wir geben die Hoffnung nicht auf James, Emma und Sirius sind stark. Sie kommen da schon irgendwie wieder raus…“, wirklich zuversichtlich klang ich aber leider auch nicht.
„Moony? Lass uns gehen. Lily, wir kommen später nochmal wieder“, mit diesen Worten verließen die beiden Rumtreiber den Raum und ich war mit Jeremy alleine.
Eigentlich bemerkte ich seine Anwesenheit erst jetzt und bemerkte leider auch, dass er mich ziemlich böse anguckte. Hatte ich irgendwas verbrochen?
„Was sollte das mit James bitte?!“, verwirrt sah ich ihn an, dass wir langsam Freunde waren, wusste doch so ziemlich jeder in Hogwarts.
„Du läufst engumschlungen mit ihm durch Hogsmeade, ich dachte da läuft nichts?“
Ruckartig setzte ich mich auf und funkelte ihn wütend an.
„Jeremy, da läuft auch nichts! Falls du es noch nicht mitbekommen hast: James und ich sind Freunde geworden, immerhin sind wir auch beide Schulsprecher. Außerdem mussten wir gerade mit ansehen, wie Emma und Sirius, unsere besten Freunde, von Rabastan Crane entführt worden sind! Ist doch klar, dass ich da total fertig war und auch immer noch bin. Aber du warst ja nicht da, hast Angst bekommen, als du den Kampf bemerkt hast! Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich überhaupt mit dir ausgegangen bin. Da draußen herrscht Krieg Jeremy, das kann man nicht ignorieren und davon laufen geht schon gar nicht. Bitte lass mich jetzt erst mal alleine!“, stumm zeigte ich zur Tür und er erhob sich widerwillig.
„Ja ja, ich als dein Freund muss gehen, aber Potter empfängst du nachher freudig und wirfst dich ihm wahrscheinlich noch an den Hals!“
Was zu viel ist, ist zu viel!
Ich zog meinen Zauberstab und verhexte zum ersten Mal einen anderen Menschen aus Wut, du liebe Güte, James hat einen schlechten Einfluss auf mich.
Jeremy sah mich schockiert an, als er bemerkte, dass er nun keine zwei Füße mehr hatte, sondern Pferdehufe.
Ich sah ihn verächtlich an: „Ich bin nicht deine Freundin Jeremy, wer so blind durchs Leben geht, und sich nicht um andere Menschen schert, kann nicht mein Freund sein. Außerdem bin ich auch gar nicht in dich verliebt. Und jetzt raus hier, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben!“
Schnaubend verwandelte er seine Füße zurück und verließ den Krankenflügel, vermutlich würde das noch ein Nachspiel haben, aber das war mir egal.
Ich hatte definitiv andere Sorgen.
Mir liefen schon wieder die Tränen und das Gesicht und ich umklammerte meine Beine. So erbärmlich hockte ich nun auf meinem Bett und meine Gedanken kreisten nur um Emma und Sirius, was sie wohl gerade alles über sich ergehen lassen mussten.

Sirius
Mein Kopf brummte, meine Hand zuckte zu meinem Kopf, doch ich konnte sie nicht bewegen.
Ich öffnete meine Augen und die Erinnerung kehrte zurück.
Wir waren in einem Kampf mit Todessern gewesen, aber jetzt lag ich gefesselt in einem Haus auf dem Boden und konnte nur Todesser um mich herum erkennen.
Dann sah ich sie und mein Herz setzte einen Moment aus.
Emma stand vor ihrem Vater, der den Zauberstab gegen sie erhoben hatte.
Er hatte ihr wohl schon einige Flüche entgegen geschleudert, denn ihre Kleidung war zerrissen und sie hatte Kratzer im Gesicht.
Eine kalte Stimme hallte durch den Raum: „Ah, Mister Black beehrt uns wieder mit seiner geistigen Anwesenheit.“
Emmas Blick huschte zu mir und ich sah die Panik in ihren Augen.
„Nun kann er ja das köstliche Schauspiel hier mit verfolgen. Oder sollte ich lieber mit ihm weitermachen?“, Rabastan Crane drehte abwartend seinen Zauberstab in seinen Händen.
Bevor ich meinen Mund aufbekam hatte Emma sich schon an ihren Vater gewandt: „Lass ihn in Ruhe Dad, er hat mit dieser Sache hier nichts zu tun!“
Sie war definitiv im richtigen Haus gelandet, Mut hatte sie ja. Aber auch eine viel zu große Klappe.
„So so, mein Töchterchen hängt also doch an dem Blackspross, interessant.“
Ein gefährliches Grinsen stahl sich auf das Gesicht des Todessers.
„Mal sehen, ob ihm auch etwas an dir liegt!“, er hob seinen Zauberstab und zielte auf Emma, „Crucio!“
„NEIN!“, brüllte ich mit heiserer Stimme.
Doch Crane lachte bloß.
Mir zerriss es das Herz. Emmas Körper verkrampfte sich in der Luft, sie zuckte unkontrolliert und schrie. Sie hörte nicht auf zu schreien. Er ließ seinen Zauberstab nicht sinken.
„HÖREN SIE SOFORT AUF DAMIT! NEHMEN SIE MICH!“, ich kämpfte gegen die magischen Fesseln an, doch es war ein aussichtloser Kampf, genau wie der von Emma gegen die Schmerzen.
Doch Crane brach den Fluch ab, Emma landete auf allen vieren vor ihrem Vater auf dem Boden und keuchte vor Schmerzen.
Ich sah wie sie den Kopf hob und trotzig aufstand. Durchhaltevermögen hat sie eindeutig. Sie schwankte zwar mächtig und ihr Gesicht war immer noch schmerzverzerrt: „Es zeugt wahrhaftig von Charakter seine wehrlose Tochter zu foltern!“
Ich schloss die Augen, sie war genau wie ich. Konnte einfach im richtigen Moment nicht die Klappe halten.
Ihr Vater erhob wieder den Zauberstab und ein zweites Mal wurde Emmas Körper in die Luft gerissen und sie schrie vor Schmerzen.
Rabastan Crane hatte wohl seine ganze Wut in diesen Fluch gelegt, Emma zuckte noch stärker als beim ersten Cruciatus.
„Crane, hör auf ihr jeglichen Verstand aus dem Kopf zu foltern. Der dunkle Lord kommt morgen, er wird ihren Willen schon brechen!“, eine Todesserin legte ihm eine Hand auf die Schulter und er beendete den Fluch.
Emma blieb diesmal bewusstlos auf dem Boden liegen.
„Black, trag sie gefälligst. Malfoy bring die beiden ins Verließ.“
Meine Fesseln wurden gelöst und ich stolperte zu Emma, ihre Atmung klang ganz flach. Schnell nahm ich sie auf meine Arme, sie war leicht wie eine Feder. Ihr Gesicht war trotz der Bewusstlosigkeit angespannt.
Die ganzen Schrammen im Gesicht und am Körper, sie waren gerade mal entführt worden. Wie würden die nächsten Tage werden? Ob sie lebend hier rauskommen würden?
Und was war das zwischen ihm und Emma? Er konnte es sich einfach nicht erklären, verliebt war er bestimmt nicht, sie waren doch nur Freunde. Vielleicht Freunde, bei denen halt manchmal alles eskaliert?
Möglichst unsanft wurde ich von Malfoy in das Verließ geschubst.
Ich setzte mich mit Emma auf den Boden und hielt sie einfach erst mal fest. Sie brauchte die Ruhe, die sich ihr Körper mit der Ohnmacht holen wollte.

Emma
Ich spürte den Schmerz immer noch, er tobte in mir wie ein loderndes Feuer.
Mein Vater war wütend gewesen und ich viel zu vorlaut, bei unserem Temperament hatte das ja nicht gut ausgehen können.
Seufzend öffnete ich langsam meine Augen und blickte in unglaublich besorgte graue Augen.
„Sirius..“, ich war so froh ihn zu sehen, alleine wäre ich wahrscheinlich schon diese Nacht völlig verrückt geworden. Die Nähe von Sirius brachte mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit, auch wenn er mich nicht retten würde können. Waren wir doch beide zauberstablos.
Wir sahen uns einfach nur in die Augen, in meinem Kopf wirbelte alles durcheinander. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
„Ich bin froh, dass du wieder aufgewacht bist!“, sagte er mit leiser Stimme, die in meinem Körper den Schmerz betäubte.
„Ich bin froh, dass du bei mir bist! Also, ich bin nicht froh, dass er dich entführt hat, vor allem weil ich dich hier irgendwie rausboxen muss.“
„Sch, Emma, es ist nun mal passiert, da können wir nichts dran ändern“, sein Gesicht näherte sich dem meinen. War ein Verließ im Haus meines Vater wirklich der richtige Ort? Obwohl, wer weiß wie lange ich noch die Möglichkeit dazu habe.
Ich überbrückte die letzte Distanz die noch zwischen unseren Gesichtern vorhanden gewesen war und küsste ihn einfach. Er wirkte erst ein wenig verdutzt, doch er erwiderte den Kuss mit der gleichen Zärtlichkeit.
Ich vergaß meinen Schmerz und das bevorstehende Aufeinandertreffen mit Voldemort.
Hier und jetzt gab es nur ihn und mich.
Ich hätte ewig so weiter machen können, doch Sirius beendete sanft unseren Kuss und blickte in meine Augen.
„Emma, ich werde dir weh tun, ich bi-“, doch ich verschloss seine Lippen wieder mit den meinen.
„Sirius, ich bin auf nichts Ernstes aus, einfach nur Spaß haben, solange ich das noch kann…“, sagte ich tonlos und rutschte von seinem Schoß.
„Was soll das denn bitte heißen? Die werden uns schon hier rausholen!“, sein Optimismus ist ja an und für sich ganz schön, aber leider befinde ich mich in einer etwas prekären Situation.
Ich atmete tief durch: „Mein Vater hat mich nicht entführt, damit ich auf der dunklen Seite kämpfe. Ich habe sozusagen eine Gabe, die ich allerdings eher als Fluch bezeichne“, ich machte kurz Pause und suchte seinen Blick, in seinen Augen sah ich kurz ein besorgtes Flackern aufleuchten, „ich kann die Gedanken anderer Menschen manipulieren, mit meinen Gedanken.“
Sirius keuchte schockiert auf, jetzt erkannte er also die Gefahr.
„Ja, ich mache das natürlich nicht. Dumbledore hat mir auch Okklumentik und Legilimentik beigebracht. Mein Talent funktioniert auch nur bei Menschen, die kein Okklumentik können. Leider weiß mein Vater von dieser Gabe und für Voldemort wäre sie durchaus nützlich.
Das einzig Gute an dieser Sache ist, dass ich gegen den Imperiusfluch immun bin. Nur leider werde ich sterben müssen bevor dieses Wissen in die Hände von Voldemort gerät.
Von daher werde ich morgen wohl das Zeitliche segnen“, ich sagte das alles ziemlich trocken. Ich wusste schon lange von meinem Schicksal, und seitdem es Voldemort gibt, weiß ich auch, dass es sein könnte, dass ich jung sterben werde.
Mir liefen Tränen über das Gesicht, der Schmerz war wieder da. Mit ihm kam auch die Angst.
Sirius nahm mich in seinen Arm und wiegte mich hin und her.
„Ich hab Angst Sirius, ich will noch nicht sterben…“
„Das wirst du auch nicht Emma, und Angst habe ich auch, aber wir kommen beide lebend hier raus, da glaube ich fest dran!“
Ausnahmsweise fehlte mir mal die Kraft um mich über seine Aussagen zu wundern, Voldemort würde morgen kommen, dann war eh alles vorbei.
Ich schloss erschöpft die Augen.
„Schlaf jetzt meine Kleine, ich halte die Albträume fern“, er drückte mir einen Kuss auf den Haaransatz und begann leise zu summen, sodass ich ziemlich schnell weg döste.

Voldemort stand vor mir, neben ihm mein Vater.
Ich hatte Schmerzen, viel zu viele Schmerzen. Die Tränen auf meinem Gesicht nahm ich gar nicht mehr wahr.
„Emma, es ist zu spät für ihn, wenn du uns nicht endlich dein Geheimnis mitteilst!“, Voldemort zeigte mit seinem Zauberstab auf den in der lufthängenden Sirius.
Er war blutüberströmt und bewusstlos. Doch ich wusste genau, wie er mich ansehen würde.
Trotzdem konnte ich ihn doch nicht sterben lassen.
Verzweifelt sank ich auf die Knie.
„NEIN! Nicht ihn! Nehmt mich, aber er hat doch nichts getan!“


„Emma, hey, Ems, aufwachen! Es war nur ein Traum!“
Schweißgebadet schlug ich die Augen auf. Sirius hielt mich nach wie vor im Arm, doch ich entzog mich der Umarmung und begann in unserem Verließ umherzulaufen. Tief durchatmen Emma, tief durchatmen. Nur ein Traum, der leider morgen schon Realität werden könnte.
„So ein verdammter Doxymist! Wieso hab ich mich auch entführen lassen? Das ist doch unglaublich! 17 Jahre sind wir alt, das ist doch alles unfair!“, meine blauen Augen blitzten wahrscheinlich genauso wie die meines Vaters. Sirius sah mich etwas schockiert an, gut, mein Ausbruch war vielleicht etwas merkwürdig, wenn man unsere Situation betrachtet.
Die Mutlosigkeit ergriff wieder von mir Besitz und ich rutschte an der Wand runter, bis ich neben ihm saß.
Er drückte meine Hand. Zumindest war ich nicht allein, aber leider würde er auch sterben müssen. Er war immerhin auch ein Blutsverräter.
Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und wartete einfach darauf, dass diese dunkle Nacht endlich vorbeigeht.
„Weißt du, eigentlich ist dieser ruhige Moment zu schade, um einfach nur abzuwarten. Wir könnten uns auch anderweitig beschäftigen!“, er setzte sein Rumtreibermachogrinsen auf.
„Black, ich habe ja mal gelesen, dass Männer durchschnittlich alle zehn Minuten an Sex denken, bei dir kann man das glaube ich im Sekundentakt verbuchen.“
Sein Grinsen wurde nur noch weiter: „Als wenn es schlecht ist ständig an Sex zu denken, es lenkt herrlich ab!“
Lächelnd zog ich eine Augenbraue hoch und wandte mich ihm zu.
In seinen grauen Augen konnte ich das gefährliche Funkeln erkennen. Der meint das doch wohl nicht etwa ernst?!
Ich hinderte ihn trotzdem nicht daran sich meinem Gesicht mit dem seinen anzunähern.
Er strich mir sanft eine Strähne aus dem Gesicht und ich überbrückte den letzten Zentimeter zwischen uns. Wieso fange eigentlich immer ich an ihn zu küssen? Irgendwas läuft in dieser Beziehung hier falsch. Ach richtig, das ist es ja, es ist keine Beziehung! Fast schon vorsichtig trafen sich unsere Lippen, alles begann sich um mich herum zu drehen. Er schaffte es wirklich immer wieder, dass ich nicht mehr klar denken konnte.
„Weißt du, dass man sich in ausweglosen Situationen zu seinem Begleiter hingezogener fühlt als sonst?“, murmelte ich leise und verkroch mich mit meinem Gesicht in seiner Halsbeuge, er umschloss meine Hüften mit seinen Armen und ließ seine rechte Hand an meinem Rücken rauf und runter wandern.
„Weißt du, dass wir uns schon vor dieser ausweglosen Situation so nah waren wie es nur geht?“
Das stimmte leider, obwohl, leider ist nicht das richtige Wort. Es war ja fantastisch gewesen, aber das würde ich ihm gegenüber lieber nie zugeben.
„Das geschah unter Alkoholeinfluss!“, versuchte ich mich zu rechtfertigen.
„Miss Hudson, du hast eindeutig mich verführt!“
„Ich habe bloß einen angenehmeren Ort gesucht, du wärst ja am liebsten im Geheimgang geblieben, da hätte uns jeder erwischen können.“
„Wir sind erwachsen und können tun und lassen was wir wollen.“
„Hättest du gewollt, dass James uns so sieht?“, ich blickte ihm fest in seine grauen Augen, die sich nun verdunkelten.
„Nein, Krone sollte es gewiss nicht so erfahren, das könnte er nämlich ziemlich falsch interpretieren.“
Ich seufzte, Sirius tat es mir gleich.
Was sollte das mit uns Chaoten nur werden? Freunde mit Extras?

Lily
Ich hatte mich die ganze Zeit nicht gerührt, hatte einfach nur aus dem Fenster gestarrt. Ich wusste welche Gabe Emma besitzt und daher war meine Hoffnung sie lebendig wiederzusehen ziemlich gering. Heute Nachmittag war ich noch euphorischer gewesen, jetzt mit der Dunkelheit ist auch das kleinste Licht in mir verschwunden.
„Lils, ist alles okay?“, ich spürte zwei starke Arme um mich, die mich sanft hin und her wiegten.
Dem Parfum nach war es eindeutig James, der hier bei mir saß und mich tröstete. Mal wieder.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Brust und seufzte.
„Ich habe keine Hoffnung James, er will es schon so lange, er wird sie nie gehen lassen. Und Emma wird eher sterben, als ihre Gabe zu verraten.“
James strich mir über meine wirren Haare.
„Sie werden es schaffen, du weißt das. Sirius und Emma sind so starke Zauberer und Persönlichkeiten. Sie werden durchhalten, schon alleine für uns. Wir brauchen sie doch!“
Seine Stimme klang brüchig, so langsam begann ich zu begreifen, wie tief James und Sirius miteinander verbunden sind.
„Du und Sirius, ihr würdet füreinander durchs Feuer gehen, oder? Euch verbindet mehr als manche Geschwister!“, ich musste ja nur an meine Schwester denken.
„Sirius ist definitiv der Bruder, den ich nie hatte. Allerdings wären wir definitiv Zwillinge“, ich spürte, dass er lächeln musste und ich tat es ihm gleich, „Wir sind wie Seelenverwandte, denken dieselben Sachen im gleichen Moment, wir haben denselben Humor und ja, wir würden für den anderen sterben. Er gehört zu meiner Familie Lily, genau wie Emma und auch Remus. Peter zieht sich zwar in letzter Zeit immer weiter zurück, aber auch für ihn würde ich mein Leben geben. Wir Rumtreiber haben es uns geschworen. Wir halten Freundschaft bis über den Tod hinaus, allerdings hoffe ich nicht, dass Sirius und Emma bald dorthin verschwunden sind.“
Bitter klang er, traurig und verzweifelt.
Ihm ging es definitiv nicht besser als mir, hatte er doch gleich zwei seiner engsten Freunde verloren. Jetzt rede ich schon davon, dass sie verloren sind. Nur vorrübergehend außer Haus, genau.
„James, danke, dass du für mich da bist, das bedeutet mir wirklich viel!“, diese Worte kosteten mich ziemlich viel Überwindung, aber meine Gefühle zu James waren schon länger nicht mehr dieselben wie noch am Anfang des Schuljahres.
„Lily, für dich würde ich immer alles tun. Ich liebe dich, das solltest du doch eigentlich langsam wissen oder wenigstens akzeptieren. Ich lass dich jetzt allein, schlaf schön Lils!“
Hatte er gerade die drei Worte in den Mund genommen? Ich musste eindeutig unter Medikamenten stehen. Sollte es der Rumtreiber James Potter doch ernst meinen? Darüber konnte ich mir jetzt allerdings nicht den Kopf zerbrechen. AH, ich brauche meine beste Freundin!
James lächelte mich an, wahrscheinlich amüsierte er sich über meinen Gesichtsausdruck. Wenn ich fieberhaft nachdenke, sehe ich leider alles andere als intelligent aus.
„Gute Nacht James, und wirklich, danke für alles!“, dann sank ich in mein Kissen zurück und sah ihm hinterher, als er den Krankenflügel verließ. Als er an der Tür stand, drehte er sich noch einmal um. Unsere Blicke trafen sich, smaragdgrün begegnete haselnussbraun.
In meinem Körper breitete sich ein warmes Kribbeln aus.
HILFE! Emma ich brauche dich!

__________________________________________________

So, fertig :) Nun hätte ich gerne Feedback :)
Liebe Grüße!
Frieda


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