Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Ein friedliches Weihnachtsfest?
von Federica
Hallo ihr Lieben :)
Im Gepäck habe ich ein Weihnachtskapitel für Weihnachten ;) Allerdings habe ich mir den Geschenketeil fürs nächste Kapitel aufgehoben :D
Vielen Dank für eure tollen Kommis <3
²Mrs.Black: Sie merken leider so viel und doch interpretieren sie alles falsch. Die beiden sind einfach hoffnungslos :D Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf ;)
²fanfanfan!!!: Hihi, ja, aber noch sind sie ganz brav ;)
²Mary Black: Ui, eine neue Leserin :) Jaaa, der Krieg wird ja auch nach der Schule noch wichtig werden, also können sie sich ruhig schon mal darauf vorbereiten :) Ich fand einfach, dass nun Lily an der Reihe war, ich glaube James hätte sie nicht gefragt ;) LG!
²Lily_Luna_Lovegood: Hihi, ja backen will gelernt sein, aber wenn man nur Hauselfen kennt, dann lernt man es nicht ;) Freut mich, dass es lustig rüber kam, sollte es nämlich auch :) vlg!
²Najima: Oooooh, danke, das ist ein tolles Lob :) Ich gebe mir auch Mühe, alles so realistisch und nachvollziehbar wie möglich darzustellen :) also Sirius ist Johnny Depp, Emma hab ich einfach nach Kurzhaarfrisur gegoogelt ;D Remus ist Adrian Topol, James ist Robert Stephen Jarvis und Lily ist Polina Kouklina ;) vlg!
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Ein friedliches Weihnachtsfest?
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Come on baby we aint gonna live forever,
let me show you all the things that we could do.
You know you wanna be together,
and I wanna spend the night with you.
[The Veronicas - 4ever]
~*~
Erzählerperspektive
James hatte es endlich geschafft seine Freundin aus der Bibliothek zu locken, die Vorfreude auf leckere Kekse hatte sie dazu bewegt, den Raum, den James auch in Hogwarts zu meiden weiß, zu verlassen.
„Echt mal Flor, ich habe schon gedacht, du bleibst jetzt bis zum Ende der Ferien nur noch bei den Büchern!“, der dunkelhaarige Gryffindor hatte seine Unterlippe vorgeschoben und schmollte.
Lilys smaragdgrüne Augen funkelten fröhlich und sie schlang ihrem Freund die schmalen Arme um seine Taille.
„Flor?“, sie zog ihre Augenbrauen fragend hoch und James lachte leise.
„Flor ist spanisch und bedeutet Blume, irgendeinen Namen brauche ich doch für dich, Evans“, er beugte sich lächelnd zu ihr runter und drückte seine warmen Lippen auf ihre.
Lily lächelte ebenfalls, das Leben meinte es doch wieder gut mit ihr. In James hatte sie einfach den perfekten Freund gefunden und sie wusste, dass sie ihn für immer halten wollte.
Zum Glück ließ ihr James nie irgendwelche Zweifel an seinen Gefühlen, tagtäglich überraschte er sie wieder und machte sie zur glücklichsten Hexe der ganzen Welt.
„Ich liebe dich, James!“, murmelte sie leise aber deutlich an seinen Hals.
„Wenn du wüsstest, wie sehr ich dich liebe, Lily…“, er drückte sie fest an sich und hauchte ihr einen Kuss auf die Haare.
Für James Potter war schon lange klar, dass er hier die Liebe seines Lebens in den Armen hält, und er würde alles dafür geben, um sie zu halten.
Ein anderes Paar war sich da noch nicht so sicher. Natürlich waren sie glücklich, wenn sie beieinander waren, trotzdem war der Begriff Liebe einfach zu groß, zu unmöglich.
Sirius hatte Emma auf die Arbeitsfläche gehoben und küsste sie wild und leidenschaftlich, seine Hände fuhren an ihrem ganzen Körper entlang und Emma stöhnte leise in ihren Kuss hinein. Sie wollte mehr, sie wollte ihn.
Doch die Küche war nicht der richtige Ort und heute lag noch die ganze Nacht vor ihnen.
Beide lösten sich abrupt von einander und Emma sprang flink von der Arbeitsfläche.
Sie strich sich ihre Haare glatt und verschränkte die Arme vor der Brust.
Trotzdem war die Hudson froh, dass ihre besten Freunde hineingestürmt waren. War sie sich doch ziemlich sicher, dass dieses Ding mit der offenen Beziehung falsch war. Dennoch fühlte sie sich wohl bei dem Gedanken, aber hier im Hause Potter schienen alle Wände Ohren oder Augen zu besitzen.
Lily und James waren lachend in die Küche getreten und bemerkten über ihre eigene Verliebtheit zum Glück nicht die Verlegenheit ihrer engsten Freunde.
„Merlin, das riecht aber lecker hier! Und die Küche ist sogar sauber…“, die rothaarige Hexe sah grinsend von Sirius zu Emma. Die beiden standen noch relativ eng zusammen und der Jahrgangsbesten entging auch die Hand nicht, die Sirius auf den Rücken ihrer besten Freundin gelegt hatte.
Sie zog ihre Augenbrauen hoch und Sirius nahm hastig seine Hand weg. Der junge Black hatte es völlig vergessen, viel zu wohl fühlte er sich in der Nähe der jungen Hexe, doch eine wütende Lily Evans wollte er nicht riskieren, obwohl ein wütender James Potter wahrscheinlich genau so unangenehm wäre. Diese Erfahrung hatte er ja schon gemacht.
James hatte sich in der Zwischenzeit schon mehrere Kekse geschnappt und schnappte sich nun noch seine Freundin.
„Was hältst du von einem Spaziergang im Schnee? Es gibt hier in der Nähe eine magische, heiße Quelle!“, er zwinkerte ihr zu und so schnell wie sie gekommen waren verließen sie die Küche wieder.
Sirius und Emma atmeten gleichzeitig laut aus und mussten dann anfangen zu lachen. Die Situation war doch so eindeutig gewesen, nur James hatte es, bei Merlins Glück, nicht bemerkt.
„Manchmal frage ich mich, wie er es geschafft hat zu merken, dass er Lily liebt!“, sie grinste Sirius an und dieser konnte nur zustimmend nicken.
Keiner der beiden ahnte, dass sie noch viel blinder in Hinsicht auf ihre Gefühle sein würden.
„Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag?“, der schwarzhaarige Black sah anzüglich zu der blonden Hexe.
Diese griff nur lachend nach der Hand des jungen Zauberers und verschwand mit ihm in seinem Zimmer.
Wieso sollte man die Leere des Hauses nicht ein wenig ausnutzen?
Oben angekommen ließen sich beide auf das Bett fallen und starrten an die verzauberte Decke.
Obwohl es noch lange nicht dunkel war, funkelten dort tausende Sterne.
„Ich liebe deine Decke, Sirius, das mit den Sternen ist ein Teil deiner Familie, oder?“
„Der einzige Teil, der mich fasziniert“, meinte er mit verträumter Stimme und drehte sich zu mir um.
Emma blickte atemlos in die grauen Augen, die sie immer wieder in ihren Bann zogen.
„Du kämpfst unfair!“, murmelte sie bloß, ehe sich ihre Lippen erneut trafen.
Doch die junge Hudson hatte nicht vor schon wieder zum Äußersten zu gehen, ein bisschen ließ sie ihn noch zappeln.
Nur widerwillig löste sie sich von dem jungen Black, der mit seinen Händen schon wieder auf Wanderschaft gegangen war und verlor für einen kurzen Moment das warme Gefühl. Doch Sirius zog sie in eine feste Umarmung, sie lag mit ihrem Rücken an seinem Bauch.
Das warme Gefühl von Geborgenheit war wieder da und Emma schloss die Augen.
Sie war unglaublich müde und der morgige Tag und die folgende Nacht würden lang genug werden.
Der schwarzhaarige Zauberer beobachtete sie amüsiert, doch auch ihm fielen langsam die Augen zu. Kekse backen strengt halt doch an.
Mittlerweile funkelten nicht nur an Sirius‘ Decke die Sterne, auch außerhalb des Hauses war nun dunkle Nacht.
Lily und James waren von ihrem Ausflug zurückgekehrt, die strahlenden Augen verrieten, dass sie unglaublich viel Spaß gehabt hatten.
Die beiden machten sich im stillen Haus nun auf die Suche ihrer besten Freunde.
Schließlich öffnete James leise die Tür zu Sirius‘ Zimmer.
Zum ersten Mal musste er lächeln, als er seine beste Freundin in den Armen seines besten Freundes sah.
Sirius hatte Emma von hinten umarmt, ihr Kopf ruhte auf seinem Arm.
Die Finger ihrer rechten Hand waren mit den Fingern seiner linken Hand fest verschränkt.
Lily schlang James von hinten ihre Arme um seinen Bauch.
„Lass sie doch schlafen, die beiden sehen so friedlich aus…“, murmelte die rothaarige Hexe an den Rücken ihres Freundes.
„Keine Angst, auf Emmas Wut habe ich keine Lust, schließlich will ich Weihnachten noch in einem Stück erleben. Aber ein Foto werde ich machen, mal sehen, wann man es ihnen schenken kann!“, er schmunzelte, während er nach dem magischen Fotoapparat griff, den er immer mit sich herumtrug.
Ein nahezu lautloses Klicken und dieses ruhige, friedliche, fast liebevolle Bild war im Kasten.
Lily zog ihren Freund aus dem Zimmer: „Komm schon Potter, lass uns auch schlafen gehen!“
Mit einem Grinsen folgte der 17-jährige seiner Freundin.
Diese Nacht würde sie wohl bei ihm verbringen.
Am nächsten Morgen verschwand die angenehme Ruhe und Hektik machte sich in dem großen Haus in Godric’s Hollow breit.
Viel zu viel musste noch vorbereitet werden.
James‘ Eltern kümmerten sich mit den beiden Rumtreibern um die Schutzzauber, die alten wurden verstärkt und neue sollten die Todesser komplett fernhalten.
Lily bewunderte die beiden Jahrgangschaoten dabei, wie sie die komplizierten Zauberformeln ausführten, sie hatten wahrlich mehr als alle anderen Mitschüler auf dem Kasten.
James und Sirius waren beide hochtalentiert, in der Schule fühlten sie sich wohl beide öfter mal ein bisschen unterfordert.
Aber die junge Evans würde auch diese beiden zum Lernen bewegen können. An guten Noten hing doch ihr Berufswunsch.
Gegen Mittag wurde ein schnelles Essen verzehrt und dann fingen alle an sich für den Ball fertig zu machen.
Wohl eher der weibliche Teil der Bewohner, die Männer hatten es sich mit einem Butterbier vor dem Kamin gemütlich gemacht.
Hektisch lief eine Lily Evans durch das Zimmer, welches sie mit Emma Hudson bewohnte, diese lag allerdings noch auf dem Bett und war mit ihren Gedanken bei einem gewissen schwarzhaarigen Zauberer. Er hatte sie die ganze Nacht gehalten, das Gefühl von Geborgenheit ging nicht weg und sie konnte immer noch seine starken Arme um ihren zierlichen Körper spüren.
„Ems, du musst dich jetzt auch langsam fertig machen!“, wieder wuselte der rote Blitz durch das Zimmer.
Lily hatte ihr Ballkleid (http://www.polyvore.com/lily_weihnachtsfest/set?id=25582794) schon an, die Freundinnen hatten beschlossen, dass es wieder nur knielange Kleider werden würden.
Die rothaarige Hexe trug ihre langen Haare leicht gelockt und begnügte sich mit ein paar Armbändern als Schmuck. Sie schlüpfte in ihre Ballerinas und war fast ballfertig.
„Na dann komm schon her!“, Emma hatte ihre Schminkuntensilien aufgebaut und machte sich nun daran ihre beste Freundin dezent zu schminken. Sie betonte deren smaragdgrüne, mandelförmige Augen mit schwarzem Kajal und Wimperntusche. Ein bisschen Lidschatten und auf den Lippen verteilte sie Lipgloss.
„Fertig Süße und jetzt raus hier, dein Rumgerenne macht mich ganz wahnsinnig!“, Emma scheuchte Lily aus der Tür.
Diese sah heute bezaubern aus in ihrem elfenbeinfarbenen Kleid, doch auch Emma würde wieder allen den Atem rauben.
Sie strich mit der Hand über den seidigen Stoff ihres Kleides (http://www.polyvore.com/cgi/set?id=25582366&.locale=de), es war trägerlos und ging von cremefarben in schwarz und wieder in cremefarben über. An der Taille war eine schwarze Schleife gebunden.
Emma hatte sich sofort in dieses Kleid verliebt, als sie mit ihrer Mutter einkaufen gewesen war. Es war jedes Jahr wieder ein Erlebnis Ballkleider einzukaufen, sie und ihre Mutter waren dazu immer nur in der Muggelwelt unterwegs gewesen.
Seufzend sprang Emma unter die Dusche, ihre Mutter würde in ihrem Herzen an allem teilhaben, was sie erleben würde.
Nur in Unterwäsche lief die junge Hudson durch das Zimmer, sie zauberte sich ihre Haare glatt und trocken. Dann flocht sie ihren Pony seitlich und stecke ihn fest. Es war keine aufwändige Frisur, trotzdem sah es festlich aus.
Schnell steckte sie sich ihre Ohrringe an, der einzige Schmuck für heute Abend.
Dann griff auch sie zu ihrer Schminke, beließ es aber, ebenso wie bei Lily, bei ein bisschen Augen-Make-Up und Lipgloss, Sirius würde sie auch so herumkriegen. Denn auch fünf Kilo Schminke konnten kein hübsches Mädchen erschaffen, da Emma von Natur aus überaus hübsch war, begnügte sie sich immer mit dezentem Make-Up. Der Spruch ‚Viel hilft viel‘ ist daher nicht ganz ihr Leitspruch.
Summend trug sie sich doch noch ein leichtes Rouge auf die Wangenknochen und bemerkte nicht, dass jemand ins Zimmer trat.
Sirius Black starrte auf Emma, seine Augen fuhren zwischen BH und Slip auf und ab.
Mit allem hatte er gerechnet, aber nicht damit.
Sie stand nur in Unterwäsche vor ihm, und er wusste, dass sich hier nicht ablaufen würde, immerhin waren James‘ Eltern hier. Aber die Hexe machte es ihm verdammt schwer.
„Na, hast du dich sattgesehen Sirilein? Dann mach den Mund wieder zu, sabbern steht dir nicht!“, Emma lächelte ihn spöttisch an und hob sein Kinn an.
Sie drehte sich um und schlüpfte in ihr Kleid.
„Ich weiß gar nicht, warum du dich so anstellst, du hast mich doch auch schon im Bikini und ganz ohne gesehen“, plauderte sie leichthin, „Machst du mir mein Kleid zu? Bitte!“
Der Black löste sich aus seiner Starre und räusperte sich.
„Also Emma, zwischen Bikini und Unterwäsche besteht ein riesiger Unterschied“, dann trat er einen Schritt auf sie zu und verschloss mit zitternden Händen, dies musste er sich ärgerlich eingestehen, ihr Kleid.
„Danke“, sie hatte sich unbemerkt umgedreht und drückte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen, „Nun auf in den Kampf!“
Lachend machte sie sich auf den Weg zum Ball, Sirius musste sich erst mal von seinem Schock erholen, dieses Mädel war aber auch schlagfertig.
Als er auch endlich den Ballsaal betrat, bemerkte er nur, dass sein bester Freund mit Lily beschäftigt war und das Emma von Harry rumgeführt wurde und alles und jedem vorgestellt wurde.
Sie machte ein leidendes Gesicht, es machte schließlich wenig Spaß immer bei allen als die Tochter von Greta Hudson vorgestellt zu werden. Außerdem rieb Harry jedem ihr ach so großes Talent unter die Nase. Dabei wusste die 17-jährige ganz genau, dass James und Sirius talentierter als sie waren, aber die beiden hatten sich ja rechtzeitig aus dem Staub gemacht.
„Willst du tanzen?“, Emma drehte sich neugierig nach der, ihr unbekannten, Stimme um. Vor ihr stand Stefan Parker, ein zweiundzwanzig-jähriger Auroranwärter. Harry war mächtig stolz auf ihn, war er doch der beste seit langem und nun im letzten Ausbildungsjahr.
Die junge Hexe beäugte den Musterknaben kritisch, schlecht sah er ja nicht aus. Funkelnde graue Augen, die jedoch nicht an die von Sirius heranreichten. Eine muskulöse Figur, aber die kam sicher auch von der Ausbildung. Die Haare trug er etwas länger und sie waren blond, wie die ihren.
„Gerne!“, sagte sie lächelnd, immerhin würde er sie aus diesem schrecklichen Kreislauf befreien und auch wenn Emma nicht auf blonde Typen stand, Stefan hatte zumindest das Herz am rechten Fleck und war ihr sympathisch.
Stefan konnte zum Glück gut tanzen, denn nichts fand Emma schlimmer, als Männer, die ihr nur auf die Füße treten.
Sirius beobachtete das Tanzpaar skeptisch, er stand an der Bar und genehmigte sich nun seinen ersten Feuerwhiskey, doch auch das konnte nicht verhindern, dass Emmas Lachen bis in seinen Magen drang.
Er kannte das Gefühl nicht, das ihn ihm aufloderte, wenn er die beiden beim Tanzen beobachtete. Vermutlich war es Eifersucht, aber wieso sollte er so empfinden?
Sirius war zufrieden mit der Situation zwischen Emma und ihm, trotzdem ging ihm dieser blonde Lackaffe auf den Keks.
Entschlossen kippte er seinen Whiskey runter und marschierte zielstrebig auf die Tanzfläche.
„Darf ich?“, fragte er lächelnd und Emma strahlte ihn an, sie warf Stefan einen entschuldigenden Blick zu, trotzdem griff sie, mehr als glücklich, nach Sirius‘ Hand.
„Ich dachte schon, dass du mich heute nie aufforderst!“, sie zwinkerte ihm zu und der letzte Rest Verstand verabschiedete sich aus Sirius‘ Kopf.
„Weißt du eigentlich, dass du heute atemberaubend aussiehst?“, er hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn und Emma begnügte sich damit einfach noch mehr zu Strahlen.
Lily und James drehten auch ihre Runden auf dem Parkett, James‘ Strahlen konnte niemand übersehen, nur Lily machte ihm mit ihrem ein klein wenig Konkurrenz.
Die beiden passten einfach perfekt zueinander und hatten es, Merlin sei Dank, endlich eingesehen.
Ein langsamer Walzer wurde gespielt, Emma lehnte ihren Kopf an Sirius‘ Brust und ließ sich von ihm über die Tanzfläche führen.
Es wurde viel gelacht und getanzt, doch als kurz nach Mitternacht draußen farbige Blitze auftauchten, war allen klar, dass dieser Ball beendet war.
Angst machte sich breit, viele disapparierten panisch, andere stürmten raus in den Potterschen Garten um die Todesser zu verbreiten.
„Emma, versprich mir, dass du hier bleibst!“, Sirius sah flehend in die eisblauen Augen.
„Sicher nicht, vielleicht ist mein Erzeuger dabei, mit dem habe ich noch eine Rechnung offen!“, blitzschnell wand sich die zierliche Hudson aus der Umarmung und rannte in den Garten.
Sie wusste, dass er nur sie wollte.
Unruhig versuchte sie das Chaos zu überblicken und dann fand sie ihn – lässig an einen Baum gelehnt und wartend.
Blinde Wut durchfuhr ihren Körper, als sie auf ihn zustürmte.
Sie schoss wild Flüche auf ihn, die er alle jedoch mit einer schnellen Zauberstabbewegung abblockte.
„Frohe Weihnachten, Kleines!“, die eisblauen Augen, die ihren so glichen, blickten sie spöttisch an.
„Danke gleichfalls, Dad“, ihre Stimme hatte einen bitteren Ton angenommen.
Emma hielt ihren Zauberstab weiterhin drohend auf ihren Vater gerichtet, doch dieser grinste nur und zog mit seinem Zauberstab einen Bannkreis um sich und seine Tochter.
Sie starrte ihn schockiert an, wie sollte sie hier wieder rauskommen? Ihr konnte nun niemand mehr helfen.
„Fein, ein Bannkreis also…“, sie zögerte nur kurz, ehe sie eine rasche Zauberstabbewegung machte, sie hatte ihrem Vater einen ungesagten Levicorpus auf den Hals gehetzt, doch Rabastan Crane lächelte müde und wehrte den Fluch mühelos ab.
„Du willst meine Tochter sein? Die, die angeblich die beste im Duellieren ist?“
„Oppugno!“, schrie Emma und jagte ihrem Vater Fledermäuse auf den Hals, erstaunlicherweise hatte dieser seine liebe Not mit den Tieren, die sich daran machten sein Gesicht zu zerkratzen.
Sirius starrte wie gebannt auf den magischen Bannkreis, indem sich Rabastan Crane ein Duell mit seiner Tochter lieferte.
Ihm wurde ganz kalt und er fühlte sich leer. Er konnte sie hier und jetzt verlieren.
Der Bannkreis konnte vielleicht gebrochen werden, aber ein grüner Fluch würde sie vielleicht nicht verfehlen.
James und Lily kämpften gemeinsam gegen einen Todesser und bemerkten nichts von dem Duell ihrer besten Freundin, waren sie doch gerade damit beschäftigt, sich selbst das Leben zu retten.
„Das wirst du mir büßen! Crucio!“, Emma sprang jedoch flink zur Seite und zog eine Augenbraue hoch.
„Mehr hast du nicht drauf? Wirst du etwa schon alt, Dad?“
Dieses Mal übersah sie die Zauberstabbewegung ihres Vaters und hörte den ausgesprochenen Fluch zu spät.
Sie krümmte sich unter den Schmerzen, biss sich auf ihre Lippe um nicht zu schreien.
Keuchend landete sie auf dem schneebedeckten Boden.
Der kalte Schnee schmerzte an ihrer Haut, Emma rappelte sich wieder hoch und blickte ihren Vater zornig an: „Wie kann man nur sein eigenes Kind foltern? Wo ist der Mann, der mich damals immer durch die Luft gewirbelt hat?“, ihre Augen funkelten gefährlich, als sie den nächsten ungesagten Fluch auf ihren Vater losließ.
Der war durch ihre Worte so abgelenkt, dass er nicht mitbekam, wie ihn der ‚Petrificus Totalus‘ seiner Tochter traf und er erstarrt umkippte.
„Expelliarmus!“, rief sie und fing den Zauberstab ihres Vaters auf.
Der Bannkreis löste sich und die anderen Todesser disapparierten sofern es ihnen möglich war, denn das ihr Anführer von seiner Tochter besiegt worden war, machte ihnen Angst.
Emma war schon dabei ihren Vater mit magischen Seilen zu fesseln, als Dumbledore an ihre Seite trat.
„Du hast das richtige getan Emma, deine Mutter wäre sehr stolz auf dich. Jetzt bekommt er seine gerechte Strafe und wird in Askaban über seine Taten nachdenken.“
Die junge Hudson verdrehte nur die Augen und übergab den Zauberstab ihres Vaters an ihren Schulleiter, dann verschwand sie in Richtung See.
Sirius folgte der Hexe und stapfte durch den Schnee, mittlerweile war es eisig kalt und die Erwachsenen kümmerten sich um die Gefangenen und Verletzten, Lily hatte ein paar Schrammen abbekommen, James hatte mit einer großen Wunde am Bein zu kämpfen.
Doch es waren nur Kleinigkeiten, Merlin sei Dank, wurde niemand schwer verletzt oder getötet.
„Darf ich mich zu dir setzen?“, die Stimme des 17-jährigen klang ganz sanft und Emma nickte bloß.
Sie hatte ihren Vater gerade den Weg ins Gefängnis frei gemacht. Natürlich wusste sie, dass es das einzig richtige gewesen war, aber er war ja dennoch ihr Vater.
Die junge Hexe grübelte vor allen Dingen darüber, dass ihr Vater von ihren Worten so erschüttert gewesen war.
Sirius legte seinen Umhang um die schmalen Schultern der Blondine und schloss sie in eine feste Umarmung.
„Es ist okay, dass du dir darüber Gedanken machst, ich verstehe das“, flüsterte er ihr ins Ohr. Sein warmer Atem an ihrem Hals, ließ in ihr ein gutes Gefühl aufsteigen.
Sirius verstand sie, hatte er doch selbst immer wieder mit seiner schwarzmagischen Familie zu kämpfen.
Er verstand sie vermutlich sogar besser, als sie sich selbst.
Emma drehte ihren Kopf zu Sirius und legte ihre Lippen auf seine, es war ein anderer Kuss, liebevoll und zärtlich spielten ihre Zungen miteinander, lagen ihre Lippen aufeinander.
„Wie machst du das bloß?“, murmelte Emma und vergrub ihre Hände in seinen Haaren, während sie sich erneut küssten.
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Ich wünsche euch ein ganz frohes Weihnachtsfest und hoffe, dass ihr schön gefeiert habt :)
VLG,
Federica
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Mein Buch sollte tatsächlich in den Buchläden verkauft werden. Das war wahnsinnig!
Joanne K. Rowling