Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Ein Rumtreiber wird nicht erwachsen
von Federica
Hallo meine Lieben,
es tut mir so leid, dass es jetzt so lange gedauert hat mit dem Kapitel und ich bin eigentlich auch nicht so recht zufrieden damit. Ich wollte euch aber nicht mehr so lange warten lassen :)
Ich hoffe es gefällt euch ein bisschen :D
²Sonea: Danke für dein tolles Kommi <3 also erst mal Emma ist seit Weihnachten brünett, hast du da etwa nicht richtig gelesen? ;) und ja, ich mag das Valentintagskapitel auch mit am liebsten *--* Sirius und Emma gefallen mir so gut zusammen XD naja und dieses Kapitel ist mal wieder aus Sirius' Sicht geschrieben :D ich hoffe es gefällt dir, denn er ist und bleibt ein Rebell <3 ich drück dich :*** und ja, die Inhaltsangabe ist neu und die Lieder hab ich auch überall noch reineditiert, schön, dass es dir gefällt :) <333
²MuggellEin: Ja, James und Sirius sind einfach die besten Freunde, die es gibt und das soll man ja auch merken. Und Sirius und Emma kommen ja noch zusammen, immerhin sind sie im Prolog verlobt, aber das dauert noch ein bisschen ;) Viel Spaß mit dem Kapitel!
²Lily_Luna_Lovegood: Aaaw, du bist so lieb <3 und es tut mir so leid, dass es jetzt so lange gedauert hat :/ Haha, ja, ich liebe dieses Kapitel auch, da ist James so toll und Sirius auch, bei diesem Kapitel fliegen zwar noch keine Fetzen, das habe ich mir fürs nächste vorgenommen *grins* freut mich, dass es dir so gut gefallen hat <3333
²fanfanfan!!!: Danke für dein Kommi, tja, es gibt in diesem Chap eine Wendung in der Beziehung von Ems und Sirius ;D ich hoffe es gefällt dir :) gglg
²Rosiiie: Haha, es wird sich wirklich etwas in diesem Kapitel verändern, ich wünsch dir viel Spaß beim lesen und danke für dein Kommi :)) VLG <3
²wuestenblume: aaaw, danke für deinen tollen Kommi, bei so viel Lob wird man ja ganz rot <333 Ja, ich konnte James und Lily nicht so lange auseinanderlassen, bei mir sind der Dramapunkt eher Emma und Sirius. In diesem Kapitel fliegen zwar noch keine Fetzen, aber das kommt dann im Nächsten :D ich hoffe es gefällt dir <33 LG
²Loui Black: Jetzt schreibe ich weiter, ich hatte eine kleine Schreibblockade, aber ich hoffe sie hat sich gelegt. Updaten versuche ich 1 bis 2mal im Monat :) ich hoffe dir gefällt das Kapitel <33 LG
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Ein Rumtreiber wird nicht erwachsen
~*~
Immer werden wir so bleiben, jung und frei und schön.
Wie beide stehen auf der guten Seite – Jahr für Jahr.
Immer werden wir so bleiben, lachen über schlechte Zeiten.
Deine Schmerzen sind auch meine – Jahr für Jahr.
[Wir beide - Juli]
~*~
Sirius
Lily hat mir neulich von einer Muggelgeschichte erzählt, die sie als Kind geliebt hatte. Es handelt von einem Jungen, der in Nimmerland lebt und nicht erwachsen werden will. Dieser Peter Pan lebte dort mit einigen Freunden zusammen und besaß eine kleine Fee, durch deren Feenstaub konnte er durch die Gegend fliegen.
Ich habe leider nicht mehr alles von der Geschichte behalten, aber unsere liebe Schulsprecherin meinte, dass ich viel von Peter Pan in mir tragen würde. Da stimme ich ihr sogar ausnahmsweise mal voll und ganz zu.
Denn ich bin der Meinung, dass man sein inneres Kind niemals vergessen oder gar verlieren sollte. Auch wenn wir im Moment in dunklen Zeiten leben und diese vermutlich nicht so schnell vorbeigehen werden, sollte man doch den Spaß nicht vergessen.
Es wird mit Sicherheit viele Tote geben, wir alle werden wahrscheinlich Menschen in diesem Krieg verlieren, die wir lieben und beschützen wollen. Wir alle werden an einem Punkt ankommen, an dem wir verzweifeln, weil es nicht gereicht hat.
Deshalb denke ich mir, dass wir alle nicht das Licht vergessen sollten und das kommt dann vielleicht in lustigen Situationen zum Vorschein. Wenn wir Streiche spielen oder einfach die Schule, Schule sein lassen und uns einen faulen Tag in der Sonne machen. Ich weiß, dass Lily es nicht wirklich verstehen kann, weil sie nicht so gestrickt ist wie ich. Sie hält mich für einen Kindskopf, der den Ernst des Lebens noch nicht begriffen hat und ich lasse ihr gerne diesen Eindruck. Dabei weiß ich genau was uns erwartet, sobald wir die Mauern von Hogwarts verlassen werden und ich will einfach nicht, dass es mich kaputt macht. Ich will nicht, dass Voldemort es schafft, dass nur noch Angst und Schrecken herrscht. Für mich ist Lachen das Beste was es gibt und ich will, dass die Menschen nicht ihr Lachen verlieren und deshalb bin ich so wie ich bin.
Ein bisschen Peter Pan und ganz viel Rumtreiber – und diese Mischung wird sich das ganze Leben nicht ändern.
„Krone?“, ich drehte mich zu James‘ Bett, der zum Glück schon wach war. So würden sie zumindest diesen Morgen nicht durch eine gnadenlose Aktion durch Remus geweckt werden.
„Was gibt’s, Tatze?“, müde haselnussbraune Augen sahen mich an und ich musste unweigerlich grinsen, er brauchte es genauso wie ich.
„Wir müssen endlich mal wieder einen Streich spielen, ich meine unser Abschlussstreich steht ja schon und ist genial, aber so für zwischendurch. Immerhin ist schon März, wir sind nur noch drei Monate hier“, ich legte einen flehenden Ausdruck in meine stahlgrauen Augen, obwohl ich wusste, dass ich mich auf meinen besten Freund verlassen konnte.
Und ich hatte recht, James verdrehte nur kurz die Augen, schließlich war er der Vernünftigere von uns beiden, vor allem seitdem er endlich mit Lily zusammen war, doch dann nickte er: „Schon ‘ne Idee?“
„Klar, erzähl‘ ich euch später! Morgen, Moony“, mit diesen Worten erhob ich mich und belegte schnell das Badezimmer, nachdem Remus es frei gemacht hatte.
Nach einer kurzen Dusche schlüpfte ich in die Schuluniform, wobei ich die Krawatte nicht ganz akkurat festzog. Locker gefiel sie mir einfach besser.
James schlüpfte gleich nach mir ins Bad, denn wir beide würden noch ausgiebig frühstücken vor dem Unterricht, der für uns im Prinzip so sinnlos war.
Das klingt jetzt vielleicht eingebildet, aber wir waren nun mal unter den Besten, die Einzigen, die uns noch das Wasser reichen konnten waren Remus, Lily und Emma.
Bei dem Gedanken an Emma zuckte ein kleiner Stromschlag durch meinen Körper, den ich nicht zuordnen konnte.
Diese Gefühle wollte ich auch lieber gleich verdrängen, denn seit einigen Wochen ging sie mit Damon Gilbert, einem Ravenclaw.
Seitdem hat auch unsere Affäre geendet. Ich erinner mich nicht gerne an das Gespräch, wie es dazu gekommen ist. Denn Emma hatte mich nach dem Valentinstag vor eine Art Ultimatum gestellt, entweder wir würden eine richtige Beziehung führen oder sie würde mit Damon zusammenkommen und das mit uns wäre nur noch eine Freundschaft.
Natürlich habe ich ihr gesagt, dass sie zu Damon gehen kann, da ich nicht in sie verliebt bin. Danach ist sie richtig ausgerastet und hat mich beschimpft, dass ich zu gefühllos und kindisch sei. Vielleicht hat sie damit recht, aber ich bin einfach nicht der Typ für eine feste Beziehung und jetzt herrscht erneut Eiszeit zwischen uns.
Lässig cool schlenderten James und ich zur großen Halle, er hatte heute mal wieder bei uns geschlafen, weil Lily und Emma einen Mädelsabend mit Alice veranstaltet hatten.
Remus lief neben uns her, in letzter Zeit war er noch stiller geworden und Krone und ich wollten dem Ganzen bald näher auf dem Grund gehen. Meiner Meinung nach war das Problem diesmal nicht pelzig, sondern eher blond mit braunen Rehaugen beschenkt und eine 6.Klässlerin aus Ravenclaw, aber davon will ja Moony immer nichts wissen.
Als wir die Halle betraten blickten wie gewohnt alle zu uns, ob nun Männlein oder Weiblein, irgendwie erweckten wir immer die gesamte Aufmerksamkeit. Die Mädchen himmelten uns an, manche Jungs bewunderten uns, andere hassten uns. Neutral stand uns vermutlich niemand gegenüber.
Wie immer saßen wir am Ende des Gryffindortisches, niemand würde es wagen sich dort hinzusetzen, wenn die Rumtreiber noch nicht aufgetaucht waren. Meistens finde ich unseren Sonderstatus extrem cool, naja, eigentlich sogar immer.
Remus aß gesittet sein Frühstück, währenddessen Krone und ich unseres einfach nur ohne groß zu schlucken herunterschlangen. So waren wir immer schneller fertig und konnten noch mehr in uns reinstopfen. James‘ Quidditchtraining sorgte schon dafür, dass wir nicht dick wurden.
„Kroneeee“, James und Remus blickten mich beide argwöhnisch an. Mist, sie hatten mich durchschaut, das war aber auch mein „Ich-bin-dein-bester-Freund-und-wenn-du-mir-diesen-Gefallen-nicht-tust-werde-ich-sterben“-Tonfall.
„Wir müssen noch mal wieder einen Streich spielen, bis zu unserem großen Abschlussstreich, der ja übelst genial wird, sind es noch drei lange Monate!“, bettelnder Hundeblick und fertig, damit müsste ich James eigentlich überzeugen können.
„Diese Monate sollten wir zum Großteil mit Lernen verbringen“, Moony, dieser Spielverderber, er bekam einen bösen „Ich-komme-aus-der-schwarzmagischten-Familie-Englands-nimm-dich-in-Acht-Blick“ geschenkt.
„Da muss ich Remus zustimmen, auch wenn ihr zwei mit Talent gesegnet seid“, die rothaarige Teufelin, die nun zu einem kleinen Engel mutiert war. Zumindest was ihr Verhalten uns Rumtreibern gegenüber anging, hatte sich neben James niedergelassen und drückte ihm nun einen Kuss auf die Wange, „was haltet ihr eigentlich davon, wenn wir Übungsgruppen aufstellen? Das ist uns gestern Abend so eingefallen!“
Ich starrte sie entgeistert an: „Ihr habt bei eurem Mädelsabend über die UTZ’s geredet und sogar PLÄNE gemacht?“ Hilfe, Mädchen waren noch schlimmer als ich gedacht hatte, bei einem Rumtreiberabend war das Thema Schule strikt verboten und sogar Moony hielt sich daran.
Erst jetzt fiel mir auf, dass da noch Jemand fehlte, Lily war alleine gekommen.
Emma saß wohl wie schon die letzten Tage bei Damon am Ravenclawtisch, ich blickte zu ihnen herüber und konnte sehen, wie sie sich küssten. Den Stich, den man gut als Eifersucht bezeichnen könnte, ignorierte ich einfach. Ich empfand nicht mehr als Freundschaft für sie, basta.
Lily schüttelte über meine Bemerkung den Kopf: „Black, du musst noch viel lernen, und die Idee ist gar nicht dumm. Überleg mal, wir fünf sind wohl Jahrgangsbeste alle miteinander und jeder ist in mindestens einem Fach überragend. Wir dachten uns das so“, die Gryffindor fing an in ihrer Tasche zu kramen und beförderte schon einen kompletten Plan zutage, ich legte meinen Kopf auf die Tischplatte. Dieses Mädchen konnte einen echt fertig machen.
„Du, Sirius, übernimmst Verwandlung und Astronomie. James, du übernimmst zusammen mit Emma Verteidigung gegen die dunklen Künste. Sie hat als zweites Fach noch Kräuterkunde. Remus übernimmt Arithmantik und Zauberkunst. Ich werde mich um Zaubertränke kümmern. Alice übernimmt Alte Runen, damit ist alles abgedeckt. Noch irgendwelche Fragen?“
„Wieso hab ich nur ein Fach und du auch?“, James verzog beleidigt das Gesicht, er dachte sicher, dass ihm seine Freundin nichts zutraute.
„Jamsie, du hast noch Quidditchtraining und bist Schulsprecher, das Amt ist auch der Grund warum ich nur ein Fach habe“, schnell gab sie ihm noch einen Versöhnungskuss und ich blickte lieber wieder auf mein Frühstück, das enttäuscht mich schließlich nie.
Der Schultag heute war einfach nur furchtbar, ständig stand Emma turtelnd mit ihm in irgendeiner Ecke und ich konnte meine schlechte Laune, die ich mir nicht erklären konnte, nicht verbergen.
„Tatze, entweder gestehst du dir ein, dass du dich vielleicht in sie verliebt hast, oder du verlierst sie.“
Schockiert und entgeistert blickte ich in Moonys Gesicht, auf dem ein RUMTREIBERgrinsen lag. HALLO? Nur James und ich trugen dieses Grinsen, Moony hatte es immer als albern abgetan.
„Ich bin nicht in sie verliebt, genauso wenig wie du in Leah Wakefield verliebt bist“, grummelte ich leise und machte mir nicht annähernd die Mühe McGonagalls Worten zu folgen.
Hatte ich gerade unbewusst zugegeben, dass ich in Emma verliebt war?! Ich sollte dringend wieder normal werden, gaaaanz dringend.
Es war eh die letzte Stunde am heutigen Tag und ich konnte alles blind in diesem Fach.
Gleich beim Klingeln stürmte ich aus dem Klassenzimmer.
Meine Füße führten mich geradewegs zum Astronomieturm, dort konnte ich immer in Ruhe nachdenken. Allerdings war dies auch der Ort an dem ich viele schöne Momente mit Emma verbracht hatte.
Die letzten Wochen zogen an mir vorbei. Ich war wieder voll und ganz in mein altes Verhaltensmuster zurückgekehrt, ich schleppte ein Mädchen nach dem anderen ab, dabei bedeutete mir kein Mädchen so viel wie Emma.
Doch als sie mir gesagt hat, dass sie sich in mich verliebt hat sind bei mir alle Sicherungen durchgebrannt. Ich würde sie nur enttäuschen und ihr noch mehr wehtun, als ich es eh tue.
Es war jetzt Ende Februar und Ende März stand der Aurorenauswahltest an, er machte sich keine Sorgen darüber, schließlich würde er den mit links schaffen. Aber er hoffte irgendwie, dass Emma durchfallen würde, er wollte sich nicht immer Sorgen um sie machen müssen.
Verflucht, wieso bedeutet sie mir so viel?, leise fluchend fuhr ich mir durch die schwarzen Haare.
Ich wusste, dass ich mich ebenfalls in sie verliebt hatte, ich verzehrte mich nur nach ihr und niemand konnte mir so gut Paroli bieten wie sie.
Aber ich war noch nicht bereit für eine Beziehung, aber die Eifersucht machte mich rasend. Immer wenn ich Emma mit Damon sah, wie auch jetzt. Hand in Hand liefen sie über das Schlossgelände und ich machte mir Gedanken, ob ich nicht wirklich um dieses zauberhafte Mädchen kämpfen sollte.
Was wäre denn, wenn sie die Eine wäre, die Richtige und ich hatte sie einfach fallen lassen?
Zuerst musste allerdings ein Streich gespielt werden und am liebsten hätte ich, wenn Damon das Opfer wäre.
Emma – Songfiction zu „Maybe I’m amazed – Jem“
(zeitlich Ende März, kurz vor dem Aurorentest)
Maybe I'm amazed at the way you love me all the time,
maybe I'm afraid of the way I love you.
Die Tränen rannen mir unaufhaltsam über das Gesicht.
Hier saß ich wieder auf dem Astronomieturm, zusammengesunken in der Ecke.
Dies war unser Ort und im Prinzip grenzte es an Masochismus, dass ich mich hier überhaupt aufhielt.
Es war einfach so vieles falsch gelaufen, eigentlich war einfach alles falsch gelaufen, was bloß schief gehen konnte.
Wie oft kann ein Herz wohl brechen? Ich wollte das nicht wirklich austesten, und doch, passierte es mir immer nahezu jeden Tag.
Es tat einfach so weh, ihn mit anderen zu sehen, obwohl ich kein Recht dazu habe.
Ich habe an der Zerstörung unserer eigenen Beziehung teilgenommen. Ich habe ihn vor ein Ultimatum gestellt, dass er mir nicht geben konnte. Noch nicht.
Und jetzt?
Jetzt sitze ich hier und habe wieder bloß die Bilder im Kopf, die ich am liebsten vergessen würde. Für immer.
Er war einfach wieder in seine alte Rolle zurückgefallen, beziehungsweise, hatte er sie ja doch nie abgelegt. Immerhin führten wir bloß eine offene Beziehung, ohne Ansprüche und so weiter. War doch klar, dass das nicht gut gehen kann.
Natürlich habe ich mich in ihn verliebt und ich habe gedacht, vielleicht bin ich das Mädchen, dass ihn zähmen kann.
Sehr wahrscheinlich bin ich das Mädchen, aber unglücklicherweise stecke ich nun in einer Beziehung fest, die mich nicht glücklich macht.
Denn ich kann die grauen Augen nicht vergessen. Wie sie mich ansahen, wenn wir uns geküsst haben, und wie sie mich jetzt noch ansehen.
Er will mich immer noch, aber er wird es sich vermutlich nie eingestehen und ich kann und will nicht ewig warten.
Maybe I'm a girl and maybe I'm a lonely girl,
who's in the middle of something,
that she doesn't really understand.
Herzklabaster.
Ja, das habe ich wohl jeden Tag, spätestens am Frühstückstisch, wenn ich ihn sehe. Es ist zum Verrücktwerden, ich weiß genau, dass ich ihn liebe, mehr als meinen eigentlichen Freund. Trotzdem kommen wir auf keinen grünen Zweig, weil ich bei ihm die ständige Angst haben muss, dass ich doch nur die offizielle Freundin für die Kalenderwoche 32 bin. Und dann Geschichte und wieder ein gebrochenes Herz.
Aber bin ich mit Damon wirklich besser dran?
Natürlich sieht er gut aus, zwar nicht so gut wie Sirius, aber er ist echt nicht zu Verachten.
Er ist immer für mich da, bringt mich zum Lachen. Das würde mit Sirius aber auch so sein, bloß, dass ich bei Damon weiß, dass er es ernst mit mir meint.
Wieso kann ich Sirius dann trotzdem nie widerstehen, wenn ich ihn mal alleine antreffe?
Sobald ich einen Blick in diese Augen werfe, ist es um mich geschehen und ich lebe in der perfekten Welt. Zumindest für einen kurzen Augenblick.
Hinterher ist es nämlich gar nicht mehr wie im Paradies, es tut weh, es zerreißt einem das Herz. Ich habe einen Freund, der mich liebt, und dennoch bin ich nicht ganz treu. Ich meine, ich schlafe nicht mit Sirius, wobei er das auch noch nicht wieder versucht hat, seit dem letzten Mal. Aber ich verzehre mich nach ihm, seinen Küssen und seinen Berührungen. Das alles spricht nun einwandfrei dafür, dass ich eine schlechte Freundin bin.
Aber ich habe ja auch Gefühle für Damon, ich liebe ihn auch, bloß Sirius, den ich liebe ich einfach mehr. Trotzdem muss ich ihn mir aus dem Kopf schlagen, wenn es denn geht.
Maybe I'm a girl and maybe you're the only man
who could ever help me.
Baby, won't you help me understand.
Da hatte ich mich gerade wieder so weit gefasst, doch das kann Merlin ja nicht zulassen. Deshalb starre ich ja jetzt auch atemlos auf Sirius’ Rücken, der am Geländer steht und zu den Sternen hinaufsieht.
Er hat mich noch nicht bemerkt, wenigstens ein Pluspunkt für Merlin.
Er fuhr sich mit seinen Händen durch das schwarze, dichte Haar. Er wirkte erschöpft, vermutlich hatte er mit seinen ganzen Affären zu kämpfen, aber vielleicht, ja, vielleicht geht es ihm ja ähnlich wie mir.
Ich stand auf und wollte mich leise davonschleichen, doch Sirius‘ Gehör war zu geschult, er kannte seine Hundeinstinkte viel zu gut.
„Emma!“, er klang genauso atemlos, wie ich mich fühlte.
Dennoch stand er unschlüssig am Geländer und blickte auf mein tränenverschleiertes Gesicht.
Ich wischte mir die Tränen aus den Augen und blickte ihn an.
„Sirius…“, ich verlor meine Stimme, denn er stand nun genau vor mir und hielt mein Gesicht in seinen warmen Händen.
In meinem Kopf drehte sich alles, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich wollte nur noch eines, nämlich seine Lippen auf den meinen spüren.
Maybe I'm amazed at the way you're with me all the time,
Maybe I'm afraid of the way I leave you.
[…]
Maybe I'm amazed at the way I really need you.
Ein Feuerwerk explodierte in meinem Körper.
Seine Lippen auf meinen Lippen, alles andere zieht an mir vorbei.
Mein Herz klopfte schneller, mein Atem wurde ungleichmäßig.
Mir wurde heiß und wieder kalt und wieder heiß.
Ich war mir so sicher, dass er der Eine ist, den ich immer lieben werde.
Doch dies änderte nichts an meinen Zweifeln und der Hoffnung, dass auch diese schmerzhafte Liebe irgendwann nicht mehr weh tut.
„Wir sollten das nicht mehr tun“, ich entzog mich seinem Griff und wieder spürte ich das Verlangen hemmungslos zu weinen, doch was würde es mir bringen?
„Es tut mir leid“, seine grauen Augen blickten mich verzweifelt und doch aufrichtig an.
„Ich weiß, aber ich halte das nicht mehr lange aus. Sirius, du weißt, ich liebe dich, aber es geht so einfach nicht. Ich bin mit Damon zusammen, er gibt mir die nötige Sicherheit, die du mir nicht geben kannst“, ich wandte den Blick zu den Sternen. Dank seiner Nachhilfe hätte ich jeden Stern problemlos bei seinem Namen nennen können.
„Ich weiß doch selbst nicht was mit mir los ist. Aber du bedeutest mir so viel, Emma, ich muss so oft an dich denken…“, er streifte meinen Oberarm, doch ich ging einen Schritt zurück.
„Das ist nicht genug, du würdest mir das Herz brechen, noch schlimmer, als es jetzt schon ist. Ich fühle mich schon schlimm genug, denn ich bin immerhin in einer festen Beziehung, die ich auch gerne weiter führen will. Du wirst für so etwas ja nie bereit sein.“
Er blickte mich ein wenig verletzt an, wie konnte er mir diese Bemerkung böse nehmen? Er hatte nahezu jeden Tag ein anderes Mädchen. Ich blickte ihn ungläubig an und er öffnete mehrmals den Mund, jedoch ohne etwas zu sagen.
„Und wenn ich dir zeigen könnte, dass es mir ernst ist?“
Ich drehte mich abrupt zu ihm um.
„Wie bitte?“, jetzt war ich fast sprachlos.
„Naja, Emma, wenn ich dich überzeugen kann, dass du mir wirklich etwas bedeutest?“, seine Augen flehten mich an.
Ich holte tief Luft und wusste doch so genau, was ich in diesem Moment machen würde.
„Sirius, denk jetzt bitte nicht, ich habe einen miesen Charakter, aber ich bin in Herzensangelegenheiten einfach schon so verkorkst. Das ist übrigens größtenteils deine Schuld“, ich blickte ihm in die Augen, mein Herz fing an zu flattern, „Aber, wenn du mich wirklich davon überzeugen könntest, würde ich mit dir bis ans Ende der Welt gehen – zusammen.“
Ich schenkte ihm noch einen Blick und verschwand dann durch die Tür in Richtung Gemeinschaftsraum. Denn das dieser Tag kommen würde, davon war ich bislang nicht überzeugt.
Und so stand ich wieder genau am Anfang. Zwischen meinen Gefühlen zu Damon und den Gefühlen zu Sirius. Manchmal hasste ich die Liebe.
Maybe I'm a girl and maybe I'm a lonely girl,
who's in the middle of something,
that she doesn't really understand.
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Dann bin ich mal gespannt auf euer Urteil :)
VLG, Federica <333
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Weil ich ein riesiger Fan von Gary Oldman bin, war ich bei unserem ersten Treffen völlig eingeschüchtert. Dabei ist er echt ein cooler Typ und ich habe mich in seiner Gegenwart sofort sehr wohl gefühlt.
Daniel Radcliffe