Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum
Anzeige

Fanfiction

Traumhaft - Traumhaft

von einstein90

Blühende Wiesen, goldbraune Felder und grüne Bäume. Sie alle strahlten unter der noch jungen Sonne. Sanft wogen die Kronen im seichten Wind, der über das Land zog. Raschelnde Blätter. Wiegendes Gras. Gleichmäßig und hypnotisch. Wie die Wellen des Meeres. Ein idyllisches Blumenmeer offenbarte sich dem Beobachter.
Mit Tau benetzte Blüten glitzerten mystisch. Ein Spiel intensiver Farben - rot, gelb, lila - begrüßte den Tag in seiner ganzen Pracht.
Schmetterlinge flatterten. Von Blüte zu Blüte. Bienen summten. Von Blume zu Blume. Reges Leben herrschte so früh am Morgen. Am strahlend blauen Himmel flogen Vögel fast schwerelos über das Land und zwitscherten fröhlich ihre Melodie.



Als wenn nie etwas gewesen wäre. Als wenn der Krieg nie bis hier hin gedrungen wäre. War er das denn? Hatte er seine Schatten selbst in die entferntesten Gegenden der Zaubererwelt geworfen? Ein Schatten, der Furcht, Leid, Schmerz und Tod bedeutete. Ein Schatten, der heute mehr Angst und Schrecken verbreiteten würde, als er es vor zwei Jahrzehnten noch tat.
Ein Schatten purer Dunkelheit.
So gegenwärtig.
So real.
Eingegangen in die Geschichtsbücher, als eine der dunkelsten, vielleicht sogar als die dunkelste Epoche der Zaubereigeschichte.
Viele Namen wurden nieder geschrieben. Zu viele. Unter ihnen Mörder, die noch heute so manch einen erschauern lassen, wenn ihr Name fällt. Kaltblütig. So brutal, dass sie sich auf ewig in die Köpfe nicht nur einer, sondern aller Generationen eingebrannt haben, die diesen Krieg erlebten.

Und dann waren da noch jene, die sich erhoben. Die sich gegen die Unterdrückung wehrten. Die kämpften. Die rebellierten...und starben. Qualvoll. Ein jeder kannte Albus Dumbledore, den vielleicht mächtigsten Zauberer in dieser dunklen Zeit. Auch Nymphadora Tonks, Remus Lupin und Fred Weasley. Sie alle waren große Persönlichkeiten. Sie alle kämpften gegen die dunkle Bedrohung. Doch wie viele andere, reihten sich ihre Namen in die ein, die diesem Krieg zum Opfer fielen.
Nun liegt es an den Überlebenden ihnen zu gedenken. In farbenfrohen Geschichten und Anekdoten. Als Andenken, aber auch als Warnung an zukünftige Generationen. Diese Erzählungen werden weiter getragen. Neue geschrieben. Nur das nüchterne Kapitel im Geschichtsbuch ist abgeschlossen.



Eine frische Brise zog über das Land. Das Rauschen der wiegenden Gräser und der raschelnden Blätter erfüllte die Stille. Freiheit berührte sanft die Seele dieser Welt. Ein Gefühl, dass jeden durch strömt, der durch diese Wälder und Wiesen streifte. Der Frieden war eingekehrt.
An einem Ort, nicht weit entfernt von Godrics Hollow.

Jeder kennt dieses Dorf. Jeder kennt die Geschichte. Wurde sie doch bereits tausend Mal erzählt. Von dem großen Harry Potter, der zusammen mit seinen beiden Freunden Hermine Granger und Ronald Weasley den dunkelsten aller Zauberer stürzte.
Doch was geschah danach? Jetzt, wo der Frieden eingekehrt war. Jetzt, wo Harry Rache für den Mord an seinen Eltern genommen hatte. Kaum einer wusste es. Kaum einer bemühte sich um Informationen um ihren Verbleib.
Naja. Bis auf Ron.
Ein Angebot lockte ihn nach Amerika. Zu den Sweetwater All-stars. Als Hüter machte er immer wieder Schlagzeilen, was er nicht zuletzt seinem merkwürdigen Spielweise verdankte. Aber er spielte gut. Richtig gut. Wurde er doch unlängst zum besten Nachwuchsquidditch-Spieler gekürt. Allerdings ließ er dafür seine beiden besten Freunde zurück. Er stand zwischen einer schwierigen Entscheidung. Er mochte Hermine. Sogar mehr als eine Freundin, aber am Ende entschied er sich für seine Karriere.
Doch Harry akzeptierte seine Entscheidung.


Was machte eigentlich „Der-Junge-der-überlebte“?

Erste Lichtstrahlen durchbrachen das Fenster und fingen sich in den schneeweißen Gardinen. Das Zimmer erstrahlte. So hell, dass Harry zuerst seine Augen zusammen kneifen musste, bevor er sie öffnete. Er spürte die Kraft, die von der Sonne ausging. Eine Kraft. So intensiv und lebendig. Allein die Wärme erfüllte ihn mit einem Gefühl der Geborgenheit. Mit Frieden. Doch bei all der Intensität war es nicht der Stern, der seine Seele sanft berührte. Nicht dieser Stern.
Er schmunzelte leicht unter einem verschlafenen Blick, bevor er sich auf die Seite drehte und seinen Kopf abstützte. Glücklich lächelnd beobachtete er die Person, die neben ihm im Bett lag.
Sie war so süß, wenn sie schlief. Nicht, dass sie es nicht war, wenn sie wach war. Nein, definitiv nicht. Sie ist wunderschön. Zu jeder Zeit. Aber in diesem Moment, wo sie so schutzlos neben ihm lag. So unbekümmert. Zufrieden.
Manchmal fragt er sich, wie ihm solches Glück zuteil werden konnte. Er mochte sie. Nein. Er liebte sie. Von ganzem Herzen. Mehr als sein Leben.

Einzelne Strähnen glänzten unter den wenigen Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch die Gardine bahnten. Bronze schimmerndes Haar zog ihn in seinen Bann. Sein Geist drehte sich nur noch um sie. Um ihre gemeinsame Zukunft. Und immer wieder diese störrische Locke, die ihr ins Gesicht fiel. Er liebte sie. Gab sie ihm doch immer wieder Anlass sie zu berühren. So auch jetzt. Vorsichtig schob er sie mit einem Zeigefinger hinter ihr Ohr. Sie reagierte nicht. Schlief sie noch? Oder wollte sie einfach nur seine Zuneigung spüren? Ihm war es egal.
Leicht bebten ihre Nasenflügel unter ihren sanften Atemzügen. Im Einklang mit ihrem Oberkörper, der sich rhytmisch hob und wieder senkte. Warmer Atem strömte. Ruhig und gleichmäßig.
Die Lider fest geschlossen.

Ihr Anblick nahm seine Seele gefangen. Immer wieder und wieder. Jedes Mal. Aber er gab sich diesem Zwang hin. Dieser Sucht. Diesem Glück.
Dieser Moment schwang ihn hinauf in ungeahnte Höhen. Sein Herz schlug begeistert in seiner Brust. Verliebt. Der Drang, ihr nah zu sein, übermannte ihn. Mit einer hauchzarten Berührung strich er mit einem Finger über ihren nackten Hals. Er spielte. Er erkundete. Ihre warme Haut ließ ihn erschaudern. Ein Kribbeln durchdrang seinen Körper. Tausend kleine Besen sausten in ihm herum.
Sein Blick folgte seinem Finger. Jeden Millimeter.

Es kitzelte sie. Sie rekelte sich katzenhaft und elegant. Sie streckte sich um auch den letzten Schlaf aus ihren Gliedern zu verbannen. Ein Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen. Aber die Augen immer noch geschlossen. Sie biss sich auf die Unterlippe. Sie liebte seine Berührung. Egal ob fordernd oder sanft. Sie wahr süchtig danach. Sie wandte ihren Kopf zur Seite. Er neigte sich vor und hauchte einen sanften Kuss auf ihre zarte Schulter. Sie kam nicht ohnehin, ein glückliches Seufzen von sich zu geben. Langsam schoben sich ihre Lider auf und gaben den Blick frei auf ihre bezaubernden Augen. Haselnussbraun. Vertrauensvoll. Verliebt.
Kein Wort fiel. Stille. Nur der verliebte Blick zweier junger Menschen, die sich ohne Worte verstanden.
Mit einer geschmeidigen Bewegung schob er ihr wieder diese störrische Strähne hinters Ohr, wobei er sanft ihr Ohr berührte. Ein intensiver Blitz durchzuckte ihren Körper.
Er schob sich unter der Bettdecke hervor, aber nicht bevor er ihr noch einen morgendlichen Kuss auf die seidig weichen Lippen hauchte.



Hogwarts lag zu großen Teilen in Schutt und Asche. An geordneten Unterricht konnte man nicht im entferntesten denken. Der Wiederaufbau würde lange dauern. Sehr lange. Und die Kosten wären immens. Wäre da nicht die Liebe eines jungen Mannes gewesen. Die Liebe zu einem alten Schloss, das ihm eigentlich sein einzig wahres zu Hause war.
Harry liebte das alte Schloss. Hatte er hier doch soviel erlebt. Zusammen mit Hermine. Und Ron. Hier akzeptierte man ihn. Hier wurde er geliebt. Von Schülern und Lehrern gleichermaßen.
Er fühlte sich für das alles verantwortlich. Sein Gewissen war laut und hartnäckig. Es nagte an ihm. Und so entschloss er sich, aus dem Gefühl der Schuldigkeit heraus, Hogwarts mit dem geerbten Vermögen wieder auf zubauen. Es dauerte kein halbes Jahr. Das Schloss erstrahlte in neuem Glanz. Pünktlich nach den Weihnachtsferien öffnete das alte Gemäuer seine massiven Holzpforten und die Schüler strömten in Scharen zurück. Nichts erinnerte an die letzte große Schlacht.

Nur eine Bodenplatte, da bestand er drauf, sollte erhalten bleiben. Oft stand er einfach nur da und schaute trauernd darauf. Immer wenn er ein wenig Zeit zwischen dem Unterricht hatte. Im Gegensatz zu Ron, kehrte Harry nach Hogwarts zurück und holte seinen Abschluss nach. Auch wenn es ihm schwer fiel. Nicht weil er den Stoff nicht verstand, sondern weil ihm etwas fehlte. Jemand. Ein Mensch, der ihm nahe stand. Und an diesen Menschen erinnerte ihn die Bodenplatte.
Manche Schüler bemitleideten den Jungen, der sich an die Wand lehnte und mit dem verfärbten Stein über seinen Tag sprach. Oft weinte er auch.

Gefühle überfluteten ihn. Schmerz. Hass. Liebe. Er hetzte sich selbst sein Gewissen auf den Hals. Es war seine Schuld. Ganz allein seine. Jedes Mal kehrte die Erinnerung zurück. So lebendig und gegenwärtig. Es hat sich in sein Gehirn eingebrannt. Für die Ewigkeit.
Der leblose Körper. Mit dem Dolch in der Brust. Das Blut, welches den Boden darunter in ein gleichmäßiges Rot tränkte. Mit dem Ohr ganz nah an den Lippen um die letzten schwachen Worte zu vernehmen. Noch heute spürt er den letzten Atemzug. Den letzten Hauch von Leben, wie er über seinen Hals davon strömte. Dieser, von Blut verfärbte Stein, war das letzte, was ihm, abgesehen von wundervollen Erinnerungen und einigen Fotos von diesem Menschen geblieben ist.



Sein Abschluss war erfolgreich. Ohne viel Aufmerksamkeit ließ er Hogwarts hinter sich und kehrte zurück nach Godrics Hollow. Er ließ das Haus seiner Eltern wieder aufbauen, aber selber zog er nicht ein. Zu viele Erinnerungen hingen darin. Schmerzhafte. Dunkle.
Und selbst jetzt reichte das Erbe noch aus, um sich ein eigenes kleines Haus zu bauen. Etwas Abseits von der Siedlung. Weit weg von den Schaulustigen. Von den neugierigen Blicken. Von allem was ihn an schlimme Zeiten erinnerte.
Er nahm sich ein Jahr pause. Von allem. Er lebte hier, um seinen eigenen Frieden zu finden. Seine Ruhe. Oft stand er an dem Fenster seines Schlafzimmers. Oft sah er hinaus.
Blühende Wiesen, goldbraune Felder und grüne Bäume. Sanft wiegende Kronen. Raschelnde Blätter. Wiegendes Gras. Gleichmäßig und hypnotisch. Wie die Wellen des Meeres. Ein idyllisches Blumenmeer. Mit Tau benetzte Blüten. Flatternde Schmetterlinge. Summende Bienen. Schwerelos fliegende Vögel.



Sein Blick wanderte aus dem Küchenfenster. Seine Liebste stand mit nackten Füßen in mitten eines kleinen Blumenbeetes. Sie tänzelte. Belebt. Glücklich. Frei.
Er legte den letzten abgewaschenen Teller zur Seite und hing das Geschirrtuch zum trocknen auf. Dann ging er hinaus. Zu ihr. Zu seiner großen Liebe.
Ihre Blicke trafen sich. Haselnussbraun und Smaragdgrün. Beide mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen.
Die Sonnenstrahlen belegten das Land mit einem intensives Leuchten.
Der laue Nordostwind fing sich in ihren Haaren. In gleichmäßigen Wellen. Hypnotisch. Im Winde tanzend.
Er schaute sie an. Doch ihr Blick wurde matt. Das Lächeln wich aus ihrem Gesicht. Sie wandte sich ab und ging. Immer weiter und weiter. Ohne sich noch einmal umzudrehen. Tränen überkamen ihn. Überfielen ihn. Er schrie aus vollem Halse.

„Lass mich nicht alleine!“ flehte er. Immer und immer wieder. Doch seine Stimme ging unter. Im aufbrausenden Wind.
„Bitte!“



Weit riss er die Augen auf. Vollkommen außer Atem. Er pumpte. Nach frischer Luft schnappend. Aber ein Kloß im Hals hinderte ihn. Schweiß überzog seinen Körper. Das Lacken zerzaust, die Decke schon gar nicht mehr auf dem Bett. Panik kam in ihm auf. 'Wo ist sie?' brüllte er in seinen Gedanken. 'Wo?'
Panisch schaute er zu seiner Linken und Rechten. Niemand. Da war niemand. Niemals und zu keiner Zeit. Er war allein. Tränen überkamen ihn. Heftig schüttelte es ihn, als er von der Realität eingeholt wurde.




Der Kampf tobte heftig. Zauber schlugen um sie herum ein. Wände bröckelten. Staub hüllte sie ein. Die Verteidiger von Hogwarts gewannen an Überhand. Langsam aber stetig drängten sie die letzten verbliebenen Todesser in die Große Halle. An vorderster Front Harry, Hermine und Ron gegen Bellatrix, Lucius und Voldemort. Der Kampf war fordernd. Zu fordernd. Einen Moment der Unaufmerksamkeit erlaubte es Voldemort sich einen Vorteil zu schaffen. Mit einem schnellen Zauber traf er Harry in der Brust, der ihn quer durch den Raum schleuderte und ihn unsanft gegen eine Wand prallen ließ. Hämisches Gelächter auf Seiten der Schwarzmagier.
Auch Hermine ließ sich aus Sorge ablenken. Sie drehte sich zu ihm. Rief seinen Namen. Ihre Blicke trafen sich.
Unter großen Schmerzen richtete er sich auf. Sie gab ihm Kraft. Sie machte ihm Mut weiter zu kämpfen. Alleine durch ihre Augen. Aber das war ihr Verhängnis. Das, was dann passierte, wird Harry nie verarbeiten können.
Noch ein wenig benommen drehte er sich Voldemort zu. Der Blick immer noch auf seiner besten Freundin gerichtet, die ihm zunickte und sich dann wieder Bellatrix zu wandte. Und dann geschah es. Ein kurzes Zucken durchfuhr ihren Körper. Sie stolperte mit aufgerissenen Augen nach hinten. Und fiel. Ihre Gegnerin lachte gellend auf. Harry wusste nicht was passiert war. Mit einer schnellen Bewegung ließ er sie verstummen, woraufhin sie geschockt zu Boden sackte.
Voldemort nutzte die Gelegenheit. Er schickte einen Todesfluch auf Reise. Der leuchtend grüne Strahl hob sich nicht wesentlich von der Farbe seiner Augen ab. Er sah ihn auf sich zu rasen. Immer näher kommend. Er schloss gerade mit seinem Leben ab. Verabschiedete sich innerlich von seinen Freunden. Doch wie aus dem nichts wurde der grünlich schimmernde Strahl an Harry's Brust reflektiert. Vollkommen überrascht riss es den dunklen Magier aus dem Leben. Getötet durch seinen eigenen Todesfluch.
Auch Ron schaffte es endlich Lucius zu besiegen, doch Harry blickte sich um.

'Wo ist sie?' kam es panisch von ihm. 'Wo ist Hermine?' Seine Augen wanderten durch die Große Halle, bis sie an einem Körper hängen blieben, der nicht unweit von ihm auf dem Boden lag. Die braunen Haare waren unverwechselbar. Er ließ seinen Zauberstab fallen. Wie in Zeitlupe. Er lief. Und lief. Es schien ihm fast so, dass er nicht vom Fleck kommt. Unendlich viele Augenblicke später erreichte er sie. Er stürzte auf seine Knie. Den Schmerz drang nicht bis zu ihm durch.
Sie hustete.
Er sah nur ihr Gesicht. Alles andere blendete er aus.
Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie seine ausgezehrten grünen Augen sah. Sie brachte ihn zum lächeln. Er fühlte etwas seltsames unter seinen Knien. Es war feucht. Irgendwas sog seine Jeans in sich auf. Sein Blick wanderte. Schnell.
Mit weit aufgerissenen Augen sah er sich im Blut hocken. Ihrem Blut.
Panik überkam ihn. Angst. Angst sie verlieren zu können. Seine große. Seine einzige Liebe.
Erst jetzt bemerkte er den kalten grauen Schaft, der in ihrer Brust streckte. Ein Dolch. Tief in ihrem Herzen.
Die rote Pfütze, in der ihr Körper lag, vergrößerte sich. Zunehmend. Sie zitterte.
„Kalt.“ hauchte sie. Doch Harry konnte nichts machen. Ihr Leben lief durch seine Finger. Rot getränkt. Tränen rannen seine Wangen hinab. Sie zeigte keine Angst.
Mit jedem Augenblick wurden ihre Augen matter. Das intensive Leuchten ließ nach. Ihr Haar von geronnenem Blut verklebt.
Sie formte etwas mit ihren Lippen. Doch er verstand es nicht. Es war zu leise. Er beugte sich vor. Er griff nach ihrer Hand und kreuzte die Finger mit den ihren.
Das Ohr ganz nah an ihrem Mund.

Mit den letzten Bewegungen ihrer Lippen.

Mit einem letzten Händedruck.

Mit einem letzten Hauch.

Mit ihrem letzten Atem.

Strömte ihr Leben über sein Hals davon und ließ ihren Körper leblos auf dem harten Steinboden zurück. Die Blutlache hatte aufgehört zu wachsen.


Hermine Jean Granger. Ein Name von vielen.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Twitter
HPXperts-Shop
Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
All unsere Freunde fanden es unheimlich, so nahe am Friedhof zu wohnen, doch wir mochten das. Ich habe noch immer viel für Friedhöfe übrig - sie sind eine großartige Fundgrube für Namen.
Joanne K. Rowling