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Der Blickwinkel macht den Unterschied - 2.)

von Entchen19

Minerva, die die Entscheidung schon kannte, blickte auf die junge Frau hinunter, die mit offenem Mund vor Albus saß und jetzt wahrscheinlich versuchte, das Gehörte zu verarbeiten. Die Verwandlungslehrerin kannte die Gründe, die zu diesem Entschluss geführt hatten. Wenn sie jedoch die verschlossene, finstere Miene des Zaubertrankmeisters sah und ihre Schülerin daneben, hätte sie am liebsten dagegen protestiert.

Hermione wusste nicht, was sie denken sollte. Ihr fehlten zum ersten Mal in ihrem Leben schlichtweg die Worte und so blickte sie Professor Dumbledore nur verwirrt an.
Es vergingen einige Sekunden, bis sie plötzlich verstört auflachte und stotternd sagte: „Professor … bitte nehmen Sie mich nicht auf den Arm, das Thema ist viel zu wichtig und ernst für mich. Sagen Sie mir, dass das nur ein Witz war!“
Den letzten Satz hatte sie flehend gesprochen und alle Hoffnung hineingelegt, die sie hatte. Jedoch vergebens.
Der Schulleiter schüttelte langsam den Kopf. „Es tut mir leid, Miss Granger, aber ich sehe keine andere Möglichkeit.“
„Auf keinen Fall!“
Bei diesen Worten war sie aufgesprungen und wollte aus dem Raum stürmen, als Professor Snape wie aus dem Erdboden gewachsen vor ihr stand und sie aufhielt. Wie war er verdammt noch mal so schnell aufgestanden?
„Lassen Sie mich bitte durch, Professor“, sagte sie mühsam beherrscht und versuchte, sich an ihm vorbeizudrängeln.
„Professor Dumbledore ist noch nicht fertig, MISS Granger“, zischte der Zaubertrankprofessor und zwang sie zurück zu ihrem Sessel. Sobald sie saß, legte er ihr eine Hand fest auf die Schulter und verhinderte somit, dass sie sich rühren konnte.

Albus hatte sich die Szene kommentarlos angesehen und fuhr jetzt ruhig fort: „Miss Granger, ich kann ihre Reaktion verstehen. Ich habe das Problem von allen Seiten betrachtet und es gibt momentan keine andere Möglichkeit. Nach dem Heiratsgesetz sind alle muggelstämmigen Frauen ab dem Alter von 17 Jahren dazu verpflichtet, innerhalb eines Monats einen volljährigen Zauberer zu heiraten, der mindestens einen reinblütigen Vorfahren hat, um die Vermischung des Erbgutes voranzutreiben. Sie sind die beste Freundin von Harry Potter und die dunklen Zauberer dort draußen werden alles versuchen, Sie in die Finger zu bekommen. Nur ein starker Zauberer kann Sie hiervor beschützen, daher kommt nur ein erwachsenes Mitglied des Ordens in Betracht …“
Hermione unterbrach ihn aufgebracht: „Und da ist Ihnen nur Professor Snape eingefallen? Was ist mit Remus Lupin, Alastor Moody, Kingsley Shacklebolt oder einem der anderen Lehrer? Es wird sich doch wohl jemand anderes gefunden haben als Professor Snape!“ Ihre Stimme war am Ende leicht hysterisch geworden und der Zaubertränkemeister zischte: „Beherrschen Sie sich!“, und verstärkte seinen Griff an ihrer Schulter.
Sie wandte sich ihm zu und schüttelte behände seine Hand ab, bevor sie aufstand, sich vor ihn stellte und mit lauter, hitziger Stimme entgegnete: „Ich soll mich beherrschen? Professor Dumbledore verlangt von mir, einen Mann zu heiraten, der mir und meinen Freunden seit Jahren das Leben schwermacht! Einen zynischen, finsteren, stets schlechtgelaunten, gemeinen, menschenhassenden Mann, der sich unentwegt in fremde Angelegenheiten einmischt. Jemanden, der niemals auch nur ein gutes Wort für irgendetwas, geschweige denn irgendwen übrig hatte und alles versuchte, um mir jeden Spaß an Zaubertränken zu nehmen. UND ICH SOLL MICH BEHERRSCHEN!“
Erst als ihre Wut nach diesem Ausbruch, hervorgerufen durch Angst, Anspannung und Verwirrung, abebbte, wurde ihr klar, was sie da gerade gesagt hatte. Sie blickte in die Miene von Professor Snape, die inzwischen noch finsterer und ausdrucksloser geworden war als vorher und stammelte: „Professor … ich … ich meine …“
Blitzschnell wandte sie sich um und stürzte zum zweiten Mal zur Tür. Sie wollte nur noch raus hier!

Mit einem heftigen Ruck wurde sie zurückgezogen und fiel mit dem Rücken gegen den Körper des so verhassten Zaubertränkelehrers.
„Nicht so schnell, Miss Granger!“, zischte dieser böse in ihr Ohr, so dass ihr ein Schauer über den Rücken lief. Dann wandte er sich an die beiden anderen anwesenden Professoren, die das Ganze fassungslos beobachtet hatten, und sagte tonlos: „Ich erledige das. Lasst uns allein.“
Der Schulleiter blickte seinem Professor für Zaubertränke tief in die Augen, dann nickte er und ging zur Tür, wobei er einen Arm der Verwandlungslehrerin ergriff, sie aus ihrem Sessel hochzog und hinausgeleitete. „Zehn Minuten“, sagte er, bevor er die Tür hinter sich schloss. Irgendwie war die Situation außer Kontrolle geraten, er hatte Severus selten so brodelnd vor Wut erlebt. Ob es richtig war, Severus mit Miss Granger alleine zu lassen? Andererseits würde der Meister der Zaubertränke nie einem Schüler schaden …
Noch während er darüber nachdachte, glühte plötzlich die Tür seines Büros rot auf und er beobachtete, wie diese magisch versiegelt wurde. Egal, ob die Entscheidung nun richtig war oder falsch, er würde es erst in zehn Minuten erfahren.
Minerva wandte sich ihm aufgebracht zu: „Wie konntest du ihn mit ihr alleine lassen? Ich habe von Anfang an gewusst, dass diese Lösung gar keine ist. Wie bist du nur auf die Idee gekommen, Severus mit einer Schülerin zu verheiraten? Er wird sie vollständig zerstören! Oh, ich warne dich, wenn er einer meiner Schülerinnen etwas antut, dann …“
„Beruhige dich, Minerva. Du weißt genau, dass keine andere Lösung auch nur halb so gut war. Sie wird ihre Schulzeit beenden können und Severus wird sie beschützen. Miss Granger ist stärker als du vielleicht glaubst. Sie wird sich von ihm nicht beherrschen oder kontrollieren lassen. Lass uns also hoffen, dass die beiden nach einiger Zeit miteinander auskommen werden und alles ein gutes Ende findet.“
Sie blickte ihn immer noch sehr verärgert an, sagte aber nichts mehr und versuchte schließlich, die Tür alleine durch ihren bloßen Blick zum Öffnen zu bewegen, denn sie hatte nicht halb so viel Zuversicht bei dieser Sache wie der Schulleiter. Wie lange waren zehn Minuten denn auch!

Sobald die beiden Professoren den Raum verlassen hatten, war Hermione vor ihrem Zaubertränkelehrer zurückgewichen und stand inzwischen hinter ihrem Sessel, möglichst weit von ihm entfernt.
Der Schweiß war ihr ausgebrochen und sie hatte das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Sie war nahe dran, panisch zu werden. Ihr Professor stand mit dem Rücken zu ihr und schwang gerade seinen Zauberstab in Richtung Tür. Mit Unglauben sah sie, wie die Tür rot aufleuchtete. Er hatte sie hier eingesperrt! Ihre Angst wuchs, sie war zu keinem klaren Gedanken mehr fähig, fühlte sich wie ein Reh, das dem Jäger in die Augen blickte und wusste, dass es ihm nicht entkommen konnte.
Schließlich drehte er sich zu ihr um und ging mit finsterer Miene auf sie zu. Sie wich instinktiv zurück und stieß mit dem Rücken gegen die Wand.
Wiederum mit einer schnellen Bewegung stand der Zaubertränkemeister vor ihr und blockierte jeden Fluchtweg. Ihre Augen wurden größer und ihr Atem beschleunigte sich.
„Nun, Miss Granger“, sagte er leise und spöttisch, zog jedes Wort in die Länge, genoss den Anblick, wie sie immer kleiner wurde.
„Möchten Sie vielleicht noch einmal wiederholen, was Sie eben gesagt haben? Ich fürchte, ich habe nicht alles mitbekommen.“ Er weidete sich an ihrer Angst, seiner Kontrolle über diese junge Frau.
Als sie nicht antwortete und ihn nur mit großen, flehenden Augen ansah, fuhr er genüsslich fort: „Nein? Nun gut, dann werde ich Ihnen jetzt einmal etwas sagen.“
Mit diesen Worten beugte er sich noch näher zu ihr, sie konnte seinen Geruch wahrnehmen, die Mischung aus Kräutern, die ihn umgab. Wenn sie nicht damit rechnen würde, jeden Moment von ihm angegriffen zu werden, könnte sie den Duft vielleicht sogar mögen.
„Glauben Sie allen Ernstes, Sie sind die Einzige, die etwas gegen diese … Lösung … hat? Glauben Sie ernsthaft, ich würde eine Frau heiraten wollen, die noch ein halbes Kind ist? Oder überhaupt jemanden? Was soll ich bitte mit einer besserwisserischen, vorlauten Streberin anfangen? Nehmen Sie wirklich an, Sie wären eine Augenweide mit Ihren buschigen Haaren, Ihren immer noch zu großen Zähnen und Ihrem Körper, der fast noch in der Pubertät steckt?“ Er hatte die ganze Bandbreite seiner Stimme genutzt, diesen zynischen, leisen Tonfall, diese fast beiläufige Art, mit der er einen Menschen niedermachen konnte. Dabei war er mit seinem Körper immer näher gekommen und hatte sie damit zusätzlich bedroht, seine Rede unterstützt.
Hermione war bei jedem Satz innerlich zusammengezuckt als ob er sie geschlagen hätte. Sie wäre am liebsten in Tränen ausgebrochen, aber gleichzeitig war ihre Wut über seine Worte und die gesamte Situation plötzlich gewachsen und hatte die Angst vorläufig besiegt.
Dies und das Gefühl, dass sie selbst schuld an dem war, was er gesagt hatte. Sie hatte immerhin damit angefangen und obwohl sie nicht glaubte, dass ihm die Meinung irgendeines Menschens wirklich etwas bedeutete, bedauerte sie dennoch ihre voller Wut ausgesprochenen Worte.
Entschlossen, sich nicht einschüchtern zu lassen, blickte sie dem Mann vor ihr fest in die Augen, atmete kurz durch und sagte mit nur unmerklich zitternder Stimme: „Sie haben recht, Sir. Wie sollten Sie das wollen können? Wieso erklären Sie mir also nicht, warum Sie zugestimmt haben?“


Er blickte schweigend auf sie hinab und gab ihr etwas mehr Platz, indem er sich wieder aufrichtete. Professor Snape war ein großer Mann, an die ein Meter neunzig und sie kam sich mit ihren zwanzig Zentimetern weniger erstaunlich klein vor, wenn er so direkt vor ihr stand. Aus der Nähe betrachtet sahen seine Haare gar nicht so fettig aus, fuhr es ihr durch den Kopf. Während sie ihm in die Augen sah, bemerkte sie, dass diese gar nicht so tiefschwarz waren, wie sie immer wirkten. Sie waren eher von einem tiefen Dunkelbraun. Unwillkürlich fragte sie sich, ob es noch mehr gab, dass sie an ihm bisher nicht wahrgenommen hatte, schüttelte den Gedanken aber so schnell ab, wie er gekommen war. Sie war nicht scharf darauf, es herauszufinden.


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