
von Entchen19
Hallo zusammen,
es tut mir leid, dass ich euch solange auf das nächste Kapitel habe warten lassen, aber der Arm wollte einfach noch nicht so wie ich.
Kommen wir direkt zur Hauptsache, dem neuen Kapitel, ich will euch ja nicht noch mehr auf die Folter spannen :-)
Viel Spaß wünsche ich euch damit.
LG
vom flügellahmen Entchen ^^
--------------------------------------------------------------------------------------------------
24.)
„Die ganze Situation ist nicht einfach für sie, sie leidet darunter“, informierte ihn eine weiche Stimme und er hob kurz den Kopf, bevor er sich wieder seinem Pergament zuwandte.
„Damit ist sie nicht die Einzige und wird damit klarkommen müssen“, entgegnete er knapp.
„Sie ist eine starke, mutige, junge Frau, wie dir sehr wohl bewusst ist“, kam die Erwiderung. „Aber du hast sie in eine Lage gebracht, in der ihr das nichts nutzt. Es gibt keinen realen Gegner, keinen Feind, auf den sie ihre Kraft, gegen den sie ihren Mut richten kann. Sie ist völlig hilflos und daran wird sie zerbrechen. Nicht sofort, nicht über Nacht, es wird sie langsam und quälend zugrunde richten. Ich weiß nicht, was genau du mit ihr anstellst, was dein Plan ist, aber ich sage dir, er wird auf Dauer nicht funktionieren, wenn du sie nicht verlieren willst.“
Sorge schwang in Margerys Stimme mit, als sie den Zaubertränkemeister, den sie jetzt schon solange kannte, aus dem Porträt in seinem Büro heraus beobachtete. Es hatte einiger einschmeichelnder und auch drohender Worte bedurft, den rechtmäßigen Besitzer, Glover Hipworth, den Erfinder des Aufpäppeltrankes, dazu zu bringen, sein Gemälde zu verlassen und ihr diese Zeit, mitten in der Nacht, eineinhalb Wochen nach der Hochzeit, mit Severus zu ermöglichen. Aber sie hatte mit ihm sprechen müssen, mit diesem Mann, den sie seit seinem fünften Jahr als Schüler kannte und auch davor schon still und leise beobachtet hatte. Weil ihr etwas an Hermione lag und sie sah, dass die beiden auf eine Situation zusteuerten, aus der sie irgendwann nicht mehr hinauskommen würden, in der sie nicht mehr umdrehen konnten. Sie wusste, dass Hermione Albträume hatte, sie musste nicht erst in das Bild in ihrem Zimmer gehen, um es zu erfahren. Ihre Schreie, das Wimmern, das Flehen und die anschließenden Schluchzer, die durch die Türen drangen, waren alles an Beweis, was Margery brauchte. Und man musste kein Genie sein, um herauszufinden, was der Grund war, wenn der naheliegende Schluss, dass Severus bei ihr war, nicht zutraf. Und da Hermione, soweit sie wusste, früher nie Albträume gehabt hatte, konnte es nur eine Erklärung dafür geben, dass sie jetzt anscheinend so intensive erlebte. Wieder blickte sie auf den Mann hinunter, der immer noch schweigend an seinem Schreibtisch saß, den Kopf gesenkt und offensichtlich unwillig, mit ihr zu sprechen.
Ihre Gedanken wanderten zurück, zurück zu der Zeit, als er noch ein Schüler gewesen war.
Seine Liebe zu den Zaubertränken hatte zuerst ihr Interesse geweckt …
Schon seit Jahrzehnten beobachtete sie den Unterricht, immer wieder darüber erstaunt, wie einfältig manche Schüler waren. Und ab und zu war dann einer dabei, dessen Brillanz zu strahlen schien, wenn er an einem Kessel stand und bei dem es ihr unglaubliche Freude bereitete, seinen Weg mitzuerleben, ihn still und heimlich zu begleiten, sich mit ihm über seine Erfolge zu freuen und seine Misserfolge zu bedauern.
So jemand war Severus von Anfang an gewesen und er hatte sie fasziniert wie noch kein Schüler zuvor, dieser stille, schüchterne, junge Mann, der so unbeliebt zu sein schien und doch so fähig, so intelligent war.
Vier Jahre … Vier Jahre lange war sie sein Schatten gewesen, eine stille Beobachterin, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, diesen jungen Mann zu verstehen. In dieser Zeit hatte sie einiges gesehen, es gab nicht viel, was sie nicht von ihm wusste. Sie hatte Tränen geweint, als sie nach jedem Ferienende die blauen Flecken auf seinem Körper entdeckt hatte, die sich jedes Mal hartnäckig auf seiner Haut hielten. Ihr Herz war vor Kummer übergelaufen, wenn er in den ersten Jahren nachts in seinem Bett lag und sich in den Schlaf weinte. Seine Faszination für die dunklen Künste wuchs mit jedem Tag, aus der Verzweiflung heraus geboren, nie mehr der Empfänger von Schmerzen zu sein, und seine Fähigkeiten blieben auch den Slytherins nicht verborgen. Er fand Anschluss an Menschen, die ihn glauben machten, sie wären seine Freunde, aber er ließ sich nicht täuschen. Noch nicht …
Langsam wurde aus dem jungen, unsicheren Schüler ein Teenager, der das Wissen nur so aufsaugte und mit jedem Zauberspruch mächtiger, selbstsicherer, aber auch ernster wurde. Ein Junge, der zusehends eine Mauer um sein Herz errichtete und niemanden mehr hineinließ, nicht seine angeblichen Freunde, keinen seiner Mitmenschen …
Nur noch eine Person … Es gab einen Menschen, der sein Herz besaß, der ihn unwissentlich beschützte, der ihn von dem Pfad fernhielt, auf den er stetig zuwanderte.
Und als er diesen Anker in einem Moment der Wut, des Zorns, der Scham und der Hilflosigkeit verlor, konnte sie in sein Schicksal nicht mehr eingreifen. Zu gefangen war er in seiner Trauer und seinem Schmerz und so wandte er sich blind dem einfachsten Weg zu, den er sah. Den Slytherins und ihren Idealen …
Zulange hatte Margery da schon gewartet, sich ihm zu nähern, und der junge Mann hatte, als es soweit war, nicht erkannt, dass er in dem Moment seines größten Verlustes jemanden gefunden hatte, der bereit gewesen wäre, ihn anzuleiten, ihm zu helfen, zu ihm zu stehen.
Ob es Ironie des Schicksals gewesen war, dass sie Hermione genau an dem Platz angetroffen hatte, an den auch Severus an diesem schicksalhaften Abend in seinem fünften Schuljahr geflohen war?
Er hatte genau am gleichen Fenster gesessen, den Kopf voller Verzweiflung in seinen Händen vergraben.
In diesem Moment hatte sich Margery dazu entschieden, ihr jahrelanges Schweigen zu brechen und nicht mehr nur Zuschauer zu sein.
Schon in diesem jungen Alter waren einige seiner Charaktereigenschaften erstaunlich ausgeprägt gewesen.
Margery musste schmunzeln, als sie an seine erste Reaktion dachte. Schon damals war er nicht charmant gewesen. Schroff und zynisch hatte er versucht, sie zurückzuweisen, voll Misstrauen gegen dieses unbekannte Porträt und die Einmischung in sein Leben. Hart und unnahbar hatte er von einem auf den anderen Moment vor ihrem Rahmen gestanden und seine vorhandene Wut auf sie gerichtet.
Er hätte damals weggehen können, sich einfach umdrehen und sie hätte ihn nie mehr angesprochen. Vielleicht hatte ein Teil von ihm es sogar gewollt. Aber er tat es nicht. Er war geblieben. Und wiedergekommen …
Nicht jeden Tag, aber er hatte immer wieder den Weg zu ihr gefunden und sich langsam etwas mehr geöffnet. Sie hatte seine erste Barriere mithilfe der Zaubertränke überwunden. Es war ein Thema, über das beide stundenlang diskutieren konnten und so blieb es nicht aus, dass er bald in ihrer Gesellschaft gelöster wurde, mehr von sich preisgab.
Nur sein Innerstes, seinen Kern, indem all seine Gefühle, sein Kummer und sein Schmerz lagen, hielt er verschlossen und ließ sie nicht herein.
Und als er schließlich die Schule beendete, hatte sie es nicht geschafft, ihn von seinem gewählten Weg ins Unglück abzuhalten …
Weil er ihr immer noch nicht restlos vertraut hatte. Er wollte sich nicht mehr von einem anderen abhängig machen. Zumindest hatte sie sich das einzureden versucht, um seine Ablehnung ihr gegenüber abzumildern.
In den folgenden Jahren hörte sie immer nur Bruchstücke aus seinem Leben. Ein Schulleiter aus Slytherin sprach lobend über seine Ausbildung zum Zaubertränkemeister. Zwei Schwarzmagier, die in einer stillen Ecke in den Kerkern hingen, äußerten sich darüber, dass neue Mitglieder von Voldemort angeworben wurden. Und munkelten, dass Severus darunter war.
Sie hatte es mit schwerem Herzen hingenommen, immer noch gehofft, dass es nicht stimmte …
Aber sie erhielt die Bestätigung, als er zu Albus floh, als er die Frau, die er immer noch liebte, in Gefahr wähnte und sie beschützen wollte.
Sein Versuch hatte nicht ausgereicht und seitdem trug er diese Schuld bei sich, hatte sie tief in sich eingeschlossen und zugelassen, dass sie ihn immer mehr von innen her auffraß.
Als er als Lehrer nach Hogwarts zurückgekommen war, hatte sie erneut den Kontakt zu ihm gesucht, aber inzwischen war er so hart und innerlich erstarrt, dass er sie nicht in seinem Leben haben wollte.
Sie hatte dies mit Bedauern zur Kenntnis genommen und sich von ihm ferngehalten, ihn nur aus der Distanz weiter beobachtet.
Bis heute …
Seine Stimme holte sie in die Gegenwart zurück, als er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und voller Sarkasmus sagte: „Sorgst du dich immer noch um die Schüler von Hogwarts, Margery? Versucht du immer noch erfolglos, sie zu retten?“
Er stützte seine Ellbogen auf dem Tisch ab und bedachte sie mit einem verächtlichen Blick. „Da das ja bei mir so wunderbar funktioniert hat, dachtest du, du versuchst es jetzt bei meiner Frau?“
„Du wolltest nie gerettet werden, Severus“, erwiderte sie unerwartet sanft und insgeheim erfreut darüber, dass er mit ihr sprach, ihr in den wenigen Sätzen so viel von sich offenbarte. „Ich rannte gegen die Mauern, die du errichtet hattest, bis ich keine Kraft mehr hatte und sie zu groß geworden waren, um sie zu überwinden. Du bist ein erwachsener Mann und ich akzeptiere deine Entscheidung, mit allem alleine zurechtkommen zu wollen, auch wenn du eine völlig falsche Vorstellung von der Welt hast und nicht jeder und alles gegen dich ist. Du kannst nicht alles Unglück dieser Welt für dich beanspruchen. Aber ich bin nicht hier, um mit dir darüber zu diskutieren, wie oder warum du dein Leben so gestaltet hast, wie es heute ist. Mir geht es um Hermione. Meinetwegen lebe die dir verbleibenden Tage voller Traurigkeit, Zynismus und Verbitterung. Aber zieh sie nicht in etwas hinein, dass sie nicht erkennen oder überblicken kann.“
Während sie sprach, hatte er sich zurückgelehnt und starrte jetzt mit nachdenklichem Blick ins Leere.
„So siehst du mich?“, fragte er dann fast unhörbar. Bevor sie antworten konnte, nahm er seine Feder wieder auf, beugte sich erneut über seine Schriftrolle und sagte kurz angebunden: „Sie wird mir nichts nutzen, wenn sie zerbricht, also mach dir keine Sorgen. Ich weiß sehr gut, wieviel ein Mensch ertragen kann.“
Lange sah sie ihn an, und bevor sie sich abwandte, erwiderte sie leise: „Weißt du das wirklich, Severus? Ist dir bewusst, wo ihre Grenzen sind? Denn sie ist nicht wie du. Sie ist jung, mutig, stark und hoffnungsvoll. Sie hat Vertrauen in die Welt und die Menschen, wenn du es nicht zerstörst. Ich hoffe, du bist nicht so erstarrt in deiner Trauer und deinem Kummer, dass du nicht mehr sehen kannst, dass sie deine Chance ist, mehr im Leben zu finden. Glück, Zufriedenheit und vielleicht auch Liebe. Wenn das Schicksal es so will, dann wird der Dunkle Lord nicht ewig leben. Was wird dann sein, Severus? Wie willst du dein Leben gestalten, wenn die Schuld, die du glaubst, in dir zu tragen, beglichen ist?“
Sie verließ das Porträt und sah nicht mehr, wie Severus seine Feder auf den Schreibtisch schmiss, sich erhob und begann, unruhig im Zimmer auf und ab zu wandern.
Die Gedanken schwirrten in seinem Kopf herum. Erinnerungen an seine Schulzeit, an die Gespräche mit Margery. Und dann kamen die Gedanken an die wenigen glücklichen Momente in seinem Leben, die automatisch zu einer Person führten: zu Lily. Er konnte ihr Gesicht vor sich sehen, ihr Lachen, ihr Vertrauen, ihre Zuneigung. Und dann verschwanden sie und machten Trauer, Enttäuschung und Wut Platz und er folgte den Erinnerungen hin zu seinen grauenvollen Taten, konnte sie nicht zurückdrängen …
Er fluchte und floh förmlich aus dem Arbeitszimmer. Er warf einen Blick auf die Kaminuhr. 2 Uhr.
Er brauchte unbedingt eine Ablenkung und so warf er Flohpulver in den Kamin und verschwand gleich darauf. Heute würde es keine Albträume für seine Frau geben …
In dieser Nacht wollte er vergessen, seinen Kummer ertränken und die Erinnerungen tief in seinem Inneren vergraben, wo sie sicher waren, vor ihm und dem Dunklen Lord …
Severus lächelte grimmig, als er sein drittes Glas Whisky hochhob und sich in der heruntergekommenen Bar im Muggellondon umsah.
Margery hatte ihr Ziel anscheinend erreicht, er hatte ihren kostbaren Schützling für eine Nacht verschont …
Voller Selbstverachtung betrank er sich und torkelte erst in den Morgenstunden zurück ins Schloss.
Er hatte es nicht anders verdient, dachte er, bevor er noch seine Schuhe abstreifte und auf sein Bett fiel und die letzten Stunden bis zum neuen Morgen verschlief.
Hermione schreckte aus dem Schlaf hoch und brauchte einige Sekunden, bis sie verstand, dass sie durch ein Geräusch geweckt worden war. Einem Geräusch, das beim Benutzen des Flohnetzwerkes verursacht wurde …
Einige Minuten lag sie still im Bett, ihren Zauberstab fest umklammert, und horchte angestrengt.
Schließlich blickte sie auf ihre Uhr und stutzte. War er gerade nach Hause gekommen oder war es jemand anderes?
Schließlich siegte ihre Neugierde. Schnell stand sie auf und schlich leise in das Wohnzimmer, das nur vom schwachen Mondlicht beschienen war. Es war leer, sein Büro verschlossen. Ihr Blick fiel auf seine leicht geöffnete Schlafzimmertür und sie zögerte einige Minuten, bevor sie langsam und vorsichtig weiterging und einen kurzen Blick in das Zimmer warf.
Im Mondlicht konnte sie ihren Mann erkennen, wie er ausgestreckt auf dem Bett lag, das sie aus so vielen ihrer Albträume kannte. Kurz schauderte sie, als ihr klarwurde, dass sie noch nie bewusst in diesem Zimmer gewesen war und trotzdem genau wusste, wie es aussah …
Ob ihr Unterbewusstsein es sich in der ersten Nacht eingeprägt hatte, von der sie keine bewusste Erinnerung mehr hatte?
Sie schob den Gedanken weit von sich, versuchte, ihre Angst zu überwinden und trat langsam näher. Es war sonst niemand zu sehen, er schien tatsächlich weg gewesen zu sein.
Nach einer gefühlten Ewigkeit stand sie vor seinem Bett und schaute auf ihn hinunter.
Er lag vollständig bekleidet, nur ohne seine Schuhe, und vollkommen reglos über den Decken. Nur sein leises Atmen sagte ihr, dass er noch lebte. Prüfend betrachtete sie ihn, dann unterdrückte sie einen Seufzer. Sie konnte keine Verletzungen erkennen. Vermutlich war er daher nicht auf einem Treffen gewesen, denn was sie von Professor Dumbledore bisher gehört hatte, kamen die Todesser selten unversehrt davon zurück, schon gar nicht, wenn sie so eine heikle Position wie Severus innehatten. Eine irritierende Erleichterung über seine Unversehrtheit stieg in ihr auf, die sie nicht verdrängen konnte. Sorgte sie sich etwa um ihn? Und wo kam er so spät in der Nacht her?
Sie beugte sich noch näher zu ihm hinunter, als sein Atem über ihr Gesicht strich und sie sich schnell angewidert abwandte. Sie hatte ihre Antwort. Jetzt hätte sie eigentlich gehen können. Aber etwas hielt sie davon ab.
Vielleicht war es die Möglichkeit, ihn das erste Mal betrachten zu können, ohne seinen forschenden Blick auf sich zu spüren, ohne den Sarkasmus und die Verachtung in seinen Augen zu sehen.
Im Schlaf sah er weicher aus, jünger und irgendwie … hilfloser.
Als ob er im Schlaf ein anderer Mensch war.
Unwillkürlich fragte sie sich, ob es so war, ob er wirklich jemand anderes war. Und dann blitzte die Erinnerung in ihrem Kopf auf, die Worte ihrer Mutter in dem Brief. Jeder Mensch spielte in seinem Leben verschiedene Rollen …
In diesem Moment fragte sie sich das erste Mal, wer er wirklich war, dieser Mann, den sie geheiratet hatte. War er wirklich nur der grausame, unbeugsame Lehrer, der Spion, der frühere Todesser? Oder war er in seinem Inneren noch viel mehr, verbarg er sein wahres Ich sorgfältig vor der Welt? Sie dachte an seine immer wieder unerwartet aufblitzende Höflichkeit, den seltenen Anflug von trockenem Humor, seine Intelligenz, seine Macht als Zauberer … Wen hatte sie nur geheiratet? Was wusste sie schon von diesem Mann, mit dem sie jetzt zusammenlebte?
Schließlich seufzte sie leise, hob ihren Zauberstab und eine Decke erschien über ihm. Sanft zog sie sie glatt, dann wandte sie sich ab und ging in die Küche. Hier zögerte sie kurz, bevor sie zu einem Schrank trat und eine Phiole herausholte. Aus einer Schublade nahm sie einen Kugelschreiber und Papier, die sie dort deponiert hatte, weil es einfacher war, als jedes Mal Feder und Tinte zu holen, und schrieb kurz etwas auf. Zurück im Schlafzimmer legte sie den Zettel auf seinen Nachtschrank und stellte die Phiole daneben, danach ging sie in ihr eigenes Zimmer zurück.
Erst hier bemerkte sie, was diese Nacht wieder anders war. Keine Albträume.
Lange lag sie in ihrem Bett, zu wach, um einzuschlafen, aber zu erschöpft, um aufzustehen. Und so ließ sie sich Treiben, genoss die bleierne Schwere in ihrem Kopf und das Glücksgefühl, das die traumlose Nacht ausgelöst hatte.
Sie musste sich darauf konzentrieren, solange es anhielt, sich das Gefühl bewahren, sich daran erinnern, wenn die Träume wiederkehrten. Das hatten sie beim ersten Mal gemacht und sie würden es wieder tun, dessen war sie sich sicher … Eine Nacht Ruhe und danach vier Tage Träume, manche furchteinflößender als jemals zuvor. Ob es dieses Mal wieder so sein würde? Furcht, Angst und Hoffnung vermischten sich in ihrem Kopf und sie zwang sich, alle Gedanken zu verdrängen, sich zu entspannen und diese kostbaren Stunden zu genießen …
So, das wars für heute und jetzt endlich wieder zu Euch ^^
Ich hoffe, ich erwische alles Kommentare, es ist schon solange her *schäm*
@SevFan: Ich hoffe, du warst in englisch erfolgreich? Jetzt kannst du dich hoffentlich ganz entspannt zurücklehnen, ohne Nachprüfungen, und auf das Ende des Schuljahres warten.
Der Diskussionsthread ist am Anfang der Geschichte irgendwo verlinkt ^^
Freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat und bald gibt es auch die ersten Einblicke in die Privatstunden ^^
@NicoleSnape: Ich bin zuversichtlich, dass du jetzt, zwei Kapitel weiter, vielleicht schon eine Theorie hast, was es mit dem Ganzen auf sich hat ^^
@laldyLily: Tja, was soll ich dazu sagen? Du musst die Geschichte ja nicht lesen und in so etwas wie nem Unfall steckt man eben nicht drin ...
@SevFan (again ^^): Lieben Dank für die Glückwünsche, inzwischen ist es schon besser, so dass es jetzt auch weitergeht.
Ich hoffe, dir hat das Kapitel trotz der Heftigkeit gefallen.
Und ja, die beiden können einem wirklich fast leid tun. Mal sehen, wie sie da wieder herauskommen ^^
Und das neue Kapitel ist jetzt schon da, prima, oder *pfeif*
So, ihr Lieben, bis Sonntag dann.
LG
Entchen
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel