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Fanfiction

Travel through Time - Manches Ende ist schwer zu ertragen Teil 2 - Nachtschleicher

von serotina

2. Kapitel: Manches Ende ist schwer zu ertragen | Teil 2
21.11.2004 | 12:00 Uhr | Hermione

Ein leicht eisiger Wind wehte entlang der Grabsteine, sodass die Trauerbänder einen Tanz nach dem anderen vollführten. Vereinzelte Blütenblätter lösten sich von den Gestecken und ließen sich vom Wind treiben, hinweg in eine andere Welt.

Der Kies knirschte unter Hermiones Füßen als sie den endlos erscheinenden Weg entlang schritt, mit einer gefassten Miene starrte sie gerade aus, sie konnte und wollte nicht die Namen auf den Gräbern lesen.

Es war zu schmerzhaft, die Erinnerung haftete an ihr, wie ein starker Zweikomponentenkleber mit der Absicht, ewig zu halten, es gab kein Entrinnen, keine Lösung. Sie mussten alle mit dem Schmerz leben, sie alle konnten die Lücken nicht füllen, die der Krieg in ihren Herzen hinterlassen hatte. Noch nicht. Doch vielleicht heilte die Zeit wirklich alle Wunden.

Zaghaft bewegte Hermione ihre Hand ein Stück nach links und drückte die zitternde Hand von Ginny, die die ganze Zeit schon neben ihr lief. Ein leises schluchzen drang aus Ginnys Mund.

Noch immer war Hermiones Blick nach vorne gerichtet und leise zählte sie in ihren Gedanken die Gräber, sie wusste wann seins an der Reihe war. Sie wusste es und wollte es doch nicht wahrhaben.

21.

22.

Bald hatten sie es erreicht.

23.

Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, sie hatte ihn verloren. Für immer. Es gab kein zurück mehr und auch eine Lösung des Problems verweigerte sich ihr. Was geschehen war, war geschehen, keiner konnte die Zeit zurückdrehen.

24.

Nun blieben die beiden jungen Frauen stehen. Langsam, mehr als zaghaft drehte Hermione ihren Kopf und schon aus den Augenwinkeln konnte sie seinen Namen lesen, der in einer schönen Schrift in den Grabstein gemeißelt worden war.

Ronald Weasley.

Ihr Freund war tot. Schon bevor der Krieg damals ausgebrochen war, hatten sich Ron und Hermione entschieden ihren zaghaften Gefühlen nachzugeben und hatten sich als Paar durch die schwere Zeit geholfen und waren immer füreinander da gewesen. Nun war sie alleine.

Hinter ihnen konnten sie Mollys herzzerreißendes Schluchzen vernehmen.

Leise zog sie Ginny in ihre Arme und versuchte stark zu sein für andere. Der Trauerzug schritt weiter voran, vereinzelt blieben einige Hexen und Zauberer stehen um besonderen Freunden ihre letzte Ehre zu erweisen. Auch Hermione und Ginny gingen irgendwann weiter, da es noch viele gab, deren sie ihre letzte Ehre erweisen wollten.

Tonks. Mad Eye Moody. Lavender Brown und noch viele andere.

Ja der Krieg hatte tiefe Narben geschlagen und Hermione traute es noch nicht einmal mehr der Zeit zu, diese auch zu heilen. Eigentlich sollten alle glücklich sein, dass der Krieg vorüber war, doch er kam so überraschend, dass viele nicht einmal mehr die Zeit hatten sich zu verabschieden. Sie wurden ins kalte Wasser geworfen und sind haltlos ertrunken.

Langsam fand auch die Verabschiedung ein Ende und Hermione schaute sich noch einmal um, schnell fiel ihr auf, das einige wichtige Personen fehlten. Das ein Severus Snape sich nicht erscheinen würde überraschte sie keineswegs. Er war irgendwie nicht der Zauberer dem ein Tränenreicher Abschied zu Gesicht stand, doch das fehlen von Albus Dumledore schmerzte in ihrem Herzen. Richtig übel nehmen konnte sie es ihm nicht, seit der letzten Schlacht, war kaum einer gut auf ihn zu sprechen, in den Augen der Zauberergesellschaft, war er es, der ihre Söhne, Mütter, Väter und Töchter ihnen weggenommen hatte. Schließlich war es einfacher mit der Trauer umzugehen, wenn es einen Schuldigen gab. Berechtigt oder nicht, dass war in dieser Situation mehr als zweitrangig. Doch sie fand es schade, dass er es sich versagte Abschied zu nehmen, von den Menschen, für die er das alles getan hatte.

Die Beerdigung war irgendwann vorüber und so leise wie sie gekommen waren, schlichen sie auch zurück zum Schloss. Es wurden keine Reden gehalten, keine weiteren Worte mehr verloren. Alle gingen ihren eigenen Weg und versuchten irgendwie weiterzuleben.


3. Kapitel: Nachtschleicher

Wieder schlug die Uhr zwölf, doch diesmal schien der Vollmond hoch über dem Verbotenen Wald und war verantwortlich für das erbitternde Heulen der Wölfe. Nicht wie die Sonne, die ein paar Stunden zuvor, das Schluchzen der Trauenden begleitete.

Sonne, Mond und Sterne hatten ihren festen Platz am Firmament und wurden dabei meist unfreiwillig Zeugen gewisser Taten. Diese Sterne konnten über die ganze Weltgeschichte berichten, sie waren immer anwesend, haben immer zugeschaut.

Doch diesmal nahm er nicht nur den Platz eines Beobachters ein, sondern gab der Tat, die dazu in der Lage war die Weltgeschehnisse vergangen und zukünftig auf den Kopf zu stellen, die benötigte Kraft.

Denn jedes Zauberstabgefuchtel war nichts im Vergleich zu der Uralten Magie, die ihre Wurzeln in den Sternen und in den Seelen der Menschen beherbergte. Dazu gehörte auch die Macht des Vollmondes.


Auch dem Dieb, der sich dieses Nachts durch Hogwarts schlich, war nicht bewusst, dass er seine Tat lieber an einem anderen Tag geplant hätte. Langsam näherte er sich seinem Ziel, vor einem alten verblichenen Bild blieb er stehen und flüsterte die Wörter die ihm den Einlass garantierten. Wie eine glückliche Fügung bekam er diese vor ein paar Tagen zu hören, als er wegen einer Strafarbeit in ihr Büro geleitet wurde und da sollte noch einmal jemand sagen, dass sich Untaten nicht lohnen würden.

Er hatte Glück das sich Minerva McGonagall nicht viel aus Bildern machte, so hatte er keine heimlichen Beobachter, die ihn vielleicht noch verraten würden. Vorsichtig umrundete er den alten massiven Schreibtisch und näherte sich mit schon leicht schwitzigen Händen dem Regal.

Behutsam nahm er die kleine Schatulle an sich, dessen Samtbezug angenehm in seiner Hand lag. So nah am Ziel. Euphorie durchströmte ihn. Ein längst vergessenes Gefühl, denn seit dem der Krieg zu Ende war, waren die Zeiten für ihn und seine Familie nicht unbedingt rosiger geworden. Das würde sich hierdurch zwar nicht im Mindesten ändern, doch seine Rache war ihm nun gewiss und das reichte ihm in diesem Moment völlig. Das erfüllte sein Herz.

In einem raschen Moment entwand er der Schatulle das filigrane goldene Objekt und ein lautes schnappen erklang im Büro der stellvertretenden Schulleiterin als die Kiste sich wieder schloss, fast so als würde sie nach den Fingern des Diebes trachten.

Fasziniert hielt er die Kette mit ihrem Anhänger in die Luft und betrachtete dieses zierliche Handwerk. Das Sekundenglas glitzerte im Mondlicht und ein Sandkorn nach dem anderen leuchtete kurz auf. Dieser Zauber entging dem Dieb oder er hatte einfach in all den Jahren nicht die Beobachtungsgabe entwickelt die einen guten Zauberer auszeichnete.

Ein knarrendes Geräusch schreckte ihn auf und ihm fiel wieder ein, dass es wohl besser wäre, sich wieder auf den Rückweg zu machen. Bevor er doch noch auf frischer Tat ertappt wird. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht ließ er die Kette in seinem Umhang verschwinden, mit dem Wissen, dass er nun das einzige Exemplar besaß, was auf der ganzen Welt noch existierte.

Bald, schon bald würde er es benutzen, er musste nur noch ein paar Stunden warten und das letzte Mitglied des goldenen Trios würde nicht mehr auf Hogwarts verweilen. Mit diesem Gedanken sank er in einen wohltuenden Schlaf. Einen Schlaf der nur Menschen ereilen kann, die keinerlei Gewissen ihr eigen nennen können.


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