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Fanfiction

Travel through Time - Gespräche mit Dumbledore Teil 1 *gegenwart*

von serotina

„Herein!“

Noch einmal atmete er tief ein und aus, bevor seine Hand den Türknopf drehte und er mit wehenden Umhang das Büro des Direktors betrat. Eine steile Sorgenfalte hatte sich zwischen seinen zusammengezogenen Augenbrauen gebildet und Albus registrierte ein kurzes Aufflackern von Nervosität in den Augen von Severus Snape. Dem Meister der Selbstkontrolle.
.
Doch diese Selbstkontrolle schien ihm im Verlauf des heutigen Tages abhanden gekommen zu sein. Unsicher stand er im Raum und weil selbst ihm auffiel, dass er sich komisch benahm, fing er an mit großen Schritten durch den Raum zu schreiten. Verfolgt von Albus Blicken, der erstmal einmal abwarten wollte, was sein geschätzter Freund ihm mitzuteilen hatte. Er kannte Severus gut genug, dass er wusste, dass Drängen in solchen Situationen nichts bringen würde. Ruhig nahm er seine Brille ab und haarte der Dinge, die wohl in den nächsten Minuten auf ihn zukommen würden.

Der Meister der Selbstkontrolle höchstpersönlich, war auch ein Meister der Worte. Er liebte es regelrecht mit ihnen sozusagen in den Krieg zu ziehen. Andere mit seinen Worten zurechtzuweisen, zu verletzten, zu verzaubern, sie in den Boden der Tatsachen zu stampfen. Doch jetzt fehlten ihm jegliche Worte. Er hatte keine Ahnung, was, wie er es erklären sollte.

Zuviel war heute geschehen und zuviel stand auf dem Spiel.

Zu sagen, sie hätten ein Problem, würde der Tatsache nicht gerecht werden, denn es war leicht untertrieben. Denn wenn wirklich die Möglichkeit bestand, dass der dunkle Lord wieder auferstehen würde, dann hatten sie nicht nur ein Problem, sondern unzählige. Gekrönt wurde diese Tatsache nur noch durch die Begebenheit, dass alles Mögliche passieren könnte und sie es wahrscheinlich erst dann bemerken würden, wenn es schon längst zu spät wäre.

Mit einem knurren bewegte sich Severus auf einen roten Lehnsessel zu, blieb aber an dessen Lehne stehen und krallte seine Hände in den roten Samtstoff so dass seine Knöchel weiß hervortraten.

Mit starrem Blick schaute Severus in die immer noch ruhigen Augen von Albus und entschied sich für die Worte, die ihm bis eben noch ungenügend erschienen.

„Albus, wir haben ein Problem!“


ooooOoooOoooo

Ein paar Stunden zuvor

ooooOoooOoooo


Mit leichten Kopfschmerzen erwachte Severus Snape an diesem Morgen und eine leise Vorahnung schlich sich in sein Bewusstsein. Denn immer wenn ein Morgen mit leichten Kopfschmerzen begann, endete dieser entweder mit einer Flasche Feuerwhiskey oder sehr starken Kopfschmerzen. An besonderen Tagen kam auch die Kombination von beiden in Frage.

Mürrisch stand er auf und freute sich schon auf seinen morgendlichen Kaffee und seinem ausgiebigen Frühstück, dass er seit einiger Zeit in seinen Räumen zu sich nahm. So blieb ihm wenigstens sein Appetit erhalten, der in der großen Halle, umgeben von lärmenden Schülern, noch nicht einmal für einen Kurzurlaub vorbeischauen würde.

Mit einem Schnipsen erwartete er schon den leckeren, genüsslichen Duft von starken Kaffee zu riechen, doch statt einem Kaffee erschien vor ihm nur ein bekritzeltes Pergament, das unwirsch vor seinen Augen hin und her flatterte.

Gedanklich entschied er sich schon für eine Whiskeysorte, die er sich diese Nacht genehmigen würde, denn ein kurzer Blick auf die Schriftrolle offenbarte ihm die Schrift von Albus Dumbledore und das konnte nichts gutes heißen.

Lieber Severus,

ich erinnere dich ja nur ungern (ein lauter Schnaufen von Severus Seite hallte durch den Raum) daran, dass auch du dich einigen bestimmten Regeln zu fügen hast. Dazu gehört, dass Mahlzeiten ausschließlich in der großen Halle zu sich genommen werden. Als Ausrede werden nur Aufenthalte in der Krankenstation berücksichtigt oder ein Totenschein.

Ich freue mich darauf dich gleich in der großen Halle begrüßen zu dürfen.

Albus.

Gerade als er beim Wort Albus angekommen war, zerstörte sich die Nachricht von selbst und nahm ihm somit die Möglichkeit, seine mit jeder Minute schlechter werdende Laune an diesem Papier auszulassen. Es zu zerknüllen, zerreißen und Schnipsel für Schnipsel in den Kamin zu werfen, wo es denn letztendlich verkohlt wäre. Quälend langsam.

Tja dann würde er halt sein Toast aufspießen, die Marmelade mit seinen Augen verfluchen oder gleich dem Direktor höchstpersönlich an die Gurgel springen.

Mit wütenden Schritten machte er sich mürrisch auf den Weg, dass zu beenden, was der dessen Namen immer noch nicht genannt werden darf, nicht geschafft hatte.

Als er nach einer Weile immer noch nicht sein Ziel erreicht hat, beobachtete er misstrauisch die Treppen, die allen Anschein nach, seinen vorwitzig gefassten Plan durchschaut hatten und ihn deswegen von der großen Halle fernhielten. Er brauchte dringend seinen Morgenkaffee, da er diese Möglichkeit für wahr hielt.

Kopfschüttelt stapfte er um die nächste Ecke und schaute plötzlich in zwei weitaufgerissene braune Augen.

Puff.

Die braunen Augen waren verschwunden und mit ihnen auch Hermione Granger, die dadurch einen etwas blass aussehenden Draco Malfoy zum Vorschein brachte. Der Tag wurde ja immer besser.

Grummelnd lief er an Draco vorbei, bis ihm zwei Tatsachen regelrecht in die Augen oder ins Bewusstsein sprangen.

Erstens man kann in Hogwarts nicht apparieren.

Zweitens ist Draco Malfoy, weiß Merlin wie, in den Besitz eines Zeitumkehrers gelangt.

Nicht gut. Gar nicht gut.

Ein leise gemurmeltes Accio erledigte wenigstens schon mal die Klärung des Besitzers des Zeitumkehrers, der tief verborgen in Severus Umhangtasche landete.

Ohne anzuhalten machte er sich weiter auf den Weg in die große Halle, schließlich musste man ja Prioritäten setzen. Erstens der Kaffee, danach die Sache mit Albus Ableben klären und irgendwann sich eine Strafe für Draco ausdenken. Über Hermione Granger machte sich Severus nicht all zu viel Sorgen, sie war bestimmt nur ein paar Minuten in die Vergangenheit gereist und da sie sich als einzige mit diesem Ding wirklich auskannte, wird es wohl kein größeres Problem für Miss Ich-weiß-und-kann-alles sein, ein paar Minuten später diesen doch so herrlichen Tag zu beginnen.

Aus dem Anfangs noch kleinen Problem von Miss Neunmalklug wurde im Laufe des Tages ein größeres Problem für den Zaubertrankprofessor. Denn wiedererwarten tauchte sie den ganzen Tag scheinbar nicht auf.

Sie war nicht in seinem Unterricht gewesen und auch als er sich beiläufig bei den anderen Kollegen nach ihr erkundigte, erntete er nur Kopfschütteln und ungläubige Blicke, so dass er die Fragerei schnell wieder aufgab. Nicht das er noch für das verschwinden der Lieblingsschülerin verantwortlich gemacht wurde.

Als sein Unterricht beendet war, machte er noch einmal einen Kontrollgang durch die Schule und suchte alle wichtigen Orte nach ihr ab. Ein bisschen beunruhigt betrat er dann irgendwann seine Gemächer und steuerte zielstrebig ein bestimmtes Regal an. Versteckt hinter einigen Büchern zog er die Karte nach einigen Minuten hervor.

Die Karte der Rumtreiber. Einen glücklichen Zufall hatte er es zu verdanken, dass er in ihrem Besitz geraten ist, doch schon damals schwor er sich, dass wenn Harry Potter jemals wieder aus seinem Koma erwachen würde, er sie ihm wieder aushändigen würde. Solange dieses aber noch nicht eingetreten war, passte er stattdessen gut auf dieses höchst interessante Objekt ein bisschen auf.

Mit einem Tippen seines Zauberstabs enthüllte sich das Geheimnis dieses alten Pergaments und seine schwarzen Augen suchten jeden Winkel des Schlosses ab, doch nirgends tauchte ihr Name auf.

Mist.

Nachdenklich ließ er sich in seinen Sessel sinken. Die Augen geschlossen, tasteten seine Hände in seiner Umhangtasche nach einem bestimmten Objekt. Seine Finger schlossen sich um das kühle Metall und langsam zog er es aus seiner Tasche.

Seine Augen tasteten die Filigrane Fertigung ab, die er mit seinen Händen nachfuhr. Sachte rieselte der Sand nach unten und wieder zurück.

War es möglich, dass sie nicht nur ein paar Minuten in der Vergangenheit gelandet war? Und wenn ihn nicht alles trog, dann war es sehr untypisch, dass wenn man den Zeitumkehrer benutzte völlig verschwand. Schließlich reiste man ja nur als Kopie in die Zeit zurück, die man schon einmal erlebt hat.

Plötzlich tauchte ein sehr übler Gedanke in seinem Geist auf. Sehr übel. Wenn man als Person vorhanden bleibt, wenn man die Zeit durchlebt, die man schon einmal erlebt hat.

Dann.

Doch das war unmöglich. Soviel Kraft konnte nicht in diesem kleinen so zerbrechlich wirkenden Stück Magie stecken und wenn doch?

Was wenn sie in einer Vergangenheit feststeckt, wo ihr da sein nicht im mindestens geplant oder vorgesehen war. Wo sie Sachen verändern würde, allein durch ihre Existenz. Begebenheiten, die vielleicht imstande waren, die Geschichte noch einmal komplett umzuschreiben und das gerade jetzt. Jetzt wo sie es endlich geschafft hatten den dunklen Lord zu besiegen. So viele Opfer wurden für diesen Sieg erbracht und nun war das Schicksal der Welt wieder von einem Flügelschlag eines Schmetterlings abhängig?

Mit einem aufstöhnen fiel ihm wieder ein wer und vor allem wann der Zeitumkehrer entwickelt wurde. Er hoffte so sehr wie noch nie in seinem Leben, dass er sich irren würde. Doch wann hatte er sich das letzte Mal geirrt. Naja, dann wurde es doch wirklich mal wieder Zeit.

Er musste zu Albus. Sofort. Bevor er seine Gemächer verließ, fiel sein Blick noch einmal auf die Karte der Rumtreiber. Schnell machte er die Position von Draco aus und beschloss vorher noch einen kleinen Abstecher zum blaublütigen Adel zu machen.

Mit wehendem Umhang verließ er seine Räume. Die Tür knallte hinter ihm zu und ein Echo dessen hallte durch die Kerker.

Durch einen lauten Knall aufgeschreckt, fiel in diesem Moment das Glas Butterbier aus der Hand eines Draco Malfoys. Gefühlte Sekundenschläge später wurde er mit einem Klammerfluch belegt und Severus Snape verschwand so schnell wie er gekommen war. Um Draco würde er sich später kümmern.

Und nun stand er vor Dumbledore dessen Augen mit jeder weiteren Sekunde ungläubiger blickten, irgendwie waren ihm anscheinend die Worte die er sich in seinem Kopf zurecht gelegt hatte einfach so aus seinem Mund gesprudelt, ohne das er etwas davon gemerkt hatte. Die fehlende Spionagetätigkeit ließ ihn wirklich langsam einrosten.

Grimmig schloss Severus seinen Mund und nun war es an ihn zu warten.

Langsam atmete Albus ein und seine Augen nahmen einen schelmischen Ausdruck an.

„Du meinst also, dass Miss Granger mittels Zeitumkehrer in die Vergangenheit gereist ist?“ glucksend setzte sich Albus seine Halbmondbrille wieder auf seine Nase und sprach weiter:„Wer weiß vielleicht bringt sie gerade den Dinosauriern das sprechen bei.“

Seufzend ließ sich Severus nun doch in den Sessel sinken.

„Wirklich witzig, aber dein Galgenhumor war noch nie so unangebracht wie jetzt, Albus.“

Mit einem vernichtenden Blick strafte er seinen langjährigen Freund und fragte sich wie er die nächste Frage am besten stellen müsste um ihm die gesamte Tragweite ihres Problems vor Augen zu führen. Immerhin bestand immer noch ein wenig Hoffnung, dass er sich wenigstens in einem Punkt irrte.

„Albus, wann und von wem wurde der Zeitumkehrer entwickelt?“

„Diese Frage ist leicht zu beantworten und mich wundert es wirklich, dass du sie dir nicht selbst beantworten kannst. Ich dachte immer dass du unserer kleinen Miss Neunmalklug wie du sie doch so gerne nennst in nichts Nachstehst….“

Ein wortähnliches knurren entwich Severus Lippen: „Albus“.

„Schon gut, schon gut. Ich habe ihn damals in deinem letzten Schuljahr entwickelt.“

Warum konnte er sich nicht einmal, wenigstens nur einmal in seinem Leben irren?

Unmerklich versank er noch ein Stückchen tiefer in die samtroten Polster.

„Das ist gar nicht gut….“

Sich nun mehr der ernsten Lage bewusst, versuchte Albus ihm zu folgen. „Lass mich an deinen Gedanken teil haben Severus, als irgendetwas Unverständliches in deinen nicht vorhandenen Bart zu murmeln.“

„Es ist ja schon schlimm genug, dass Miss Granger irgendwo in der Vergangenheit herumturnt, aber allem Anschein nach hat sie sich dafür meine Vergangenheit ausgesucht. Wenn auch unfreiwillig oder willst du mir etwa sagen, dass du mal eben einen Zeitumkehrer aus dem Nichts erschaffst. Ich weiß du bist ein Genie und wahrscheinlich der mächtigste Zauberer der je auf Erden gewandelt ist, doch auch dir fällt so was nicht einfach unter der Dusche ein und wenn ich dich dann auch noch daran erinnern dürfte, war mein Abschlussjahr nicht gerade dein hellsten, oder?“

Während Severus kleiner Ansprache strich sich Albus immer wieder durch seinen langen Bart und bei seinem letzten Satz zuckten kurz seine Augenlider. Eine nervige Angewohnheit, die er nicht zu unterdrücken vermag und die ihn immer wieder heimsuchte, wenn er an irgendetwas erinnert wurde, was er am liebsten vergessen würde.

Severus hatte Recht, es gab auch in seinem Leben einen großen schwarzen Fleck und wie auf einem Pergament das mit Tinte betropft wurde, breitete sich eben dieser Fleck genau auf den Zeitraum von Severus letztem Schuljahr aus. Zu behaupten, er hätte damals einfach nur ein bisschen neben sich gestanden, wäre leicht untertrieben, außer man sah Entfernungen von über 200 Meilen noch für nah genug an um damit das Wort daneben stehen zu assoziieren. Kurz um, er war einfach irgendwie nicht er selbst gewesen.

„Und was machen wir jetzt?“ riss ihn Severus unsanft aus seinen Gedanken.

„Nichts!“

„NICHTS?“ Mit einem Satz war er aus dem Sessel aufgesprungen und sah aus als würde er gerade einen innerlichen Streit mit sich selbst austragen, denn urplötzlich fiel ihm der Plan von heute Morgen wieder ein, betreffend des Ableben des anscheinend in den letzten Minuten an Demenz erkrankten Magiers.

Albus blieb ruhig und schaute Severus nur ernst über seine Brille hinweg an und der selbsternannte Giftmischer setzte sich wieder in seinen Sesseln, wenn auch äußerst unwillig.

„Was willst du auch tun? Ihr etwa Nachreisen? Wir können sie nicht zurückholen und anscheinend werde ich oder besser gesagt habe ich ja an einer Lösung gebastelt…“

„Auch wenn wir sie vielleicht nicht zurückholen können, wir können sie aber auch nicht da lassen. Meine Vergangenheit ist auch ohne sie ein einzelnes Chaos und entschuldige bitte diese Wortwahl, aber Miss-ich-hab-ein-Weltrettersyndrom ist die letzte Person, wirklich die letzte Person die ich in meiner Vergangenheit freiwillig haben will! Nachher ernennt sie mich zu ihrem neuem Hilfsprojekt, jetzt wo ihre Elfenbefreiung auf Eis gelegt worden ist.“

Der Tag wurde wirklich immer besser, gedanklich leerte Severus schon seine dritte Whiskeyflasche. Nicht nur, dass Hermione Granger in seiner Vergangenheit war, nein der ihm mittlerweile äußerst unsympathische ehemaliger Freund wollte auch nichts dagegen unternehmen.

„Severus ich verstehe nur zu gut warum du so aufgebracht bist und ja auch mich lässt die Möglichkeit, dass Tom diese Situation nutzen könnte, nicht kalt. Aber glaube mir, um aus dir einen sanftmütigen Menschen zu machen, braucht es mehr als eine Hermione Granger. Was machen wir jetzt eigentlich mit Mr. Malfoy?“

Unsicher ob er auf diesen Themenwechsel eingehen sollte, schnaufte Severus nur vor sich hin.

„Ein Schulverweis scheint mir mehr als angebracht.“

„Severus du weißt das mir in dieser Hinsicht vom Ministerium die Hände gebunden sind. Warum hast du ihn eigentlich nicht schon längst bestraft?“

Am liebsten hätte er seine Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Die neuen Gesetze des Ministeriums gingen ihm dermaßen gegen sein Gemüt, dass er sich manchmal fragte, ob nicht ein paar Todesser die Gerichtsverhandlungen entgehen konnten. Denn seit dem Krieg durfte kein potenzieller Todesser diese Schule verlassen, schließlich waren die jugendlichen auf den Straßen eine größere Gefahr als unter der Aufsicht von Dumbledore.

„Ich gehe Draco seit einiger Zeit aus dem Weg.“

„Das passt nicht zu dir und das weißt du auch.“

„Was soll ich denn bitte schön machen? Ihm vielleicht unter die Nase binden, dass ich derjenige war, der das zynische Grinsen seines Vaters mit einem Avada Kedrava auf ewig auf dessen Gesicht gebannt habe?“

„Du hast das getan was nötig war.“

„Ja. Aber ich glaube Malfoy junior ist da einer etwas anderen Meinung und ich hab momentan schon genug damit zu tun die Slytherins unter Kontrolle zu halten, da kann ich wirklich darauf verzichten, dass dieser Blondschopf sich auch noch Rachepläne für mich überlegt. Schließlich ist er einer der wenigen dessen Pläne wenigstens halbwegs funktionieren.“

Albus stand nun auf und war mit wenigen Schritten bei Severus. Seine Hand lag nun auf dessen Schulter als er sprach:„Du weißt dass du keine Angst vor Draco hast und ich weiß, dass du eine nicht vorhandene Schuld mit dir herumträgst. Es war Krieg. Malfoy hatte Ronald Weasley ohne Gnade den Todesfluch in den Rücken geschossen und du hast gehandelt.“

Mit einem Nicken erhob sich Severus. „Ich werde mich dann jetzt um Draco kümmern.“

Mit der Hand schon am Türknopf drehte er sich noch einmal um, „Wenn Miss Granger wieder da ist und ich dann so zahm wie ein Kuscheltier bin, dann hat endgültig deine letzte Stunde geschlagen.“

„Du hast mich schon einmal umgebracht und es hat nicht viel gebracht wie du siehst.“

„Du solltest irgendwann mal bei Zeiten das Wort unwiderruflich nachschlagen, das würde deinem Ego manchmal ganz gut tun.“ Mit einem Grinsen auf dem Gesicht verschwand der Professor und ließ einen glucksenden Dumbledore zurück.

Albus blickte noch ein paar Minuten auf die geschlossene Tür und hoffte dass er Recht hatte. Er hoffte, dass alles gut gehen würde, denn er wusste nicht, ob die Zaubererwelt noch einmal die Macht hätte sich gegen Tom zu stellen.



ooooOoooOoooo

Ein paar Stunden später

ooooOoooOoooo




Mit einem Klirren rollte die leere Whiskeyflasche vom Tisch und zersprang in einer Vielzahl von Scherben auf dem Boden. Eine zweite leere Flasche stand immer noch auf dem kleinen Wohnzimmertisch und das Licht des Kaminfeuers brach sich in dem wohlgeformten Glas.

Mit einem verschwommenen Blick beobachtete Severus die tanzenden Flammen, als er gerade dabei war, die dritte Flasche zu öffnen. Sein Hirn war gerade herrlich mit einem dichten starken Nebel durchtränkt, der ihn alle wichtige Gedanken vergessen ließ.

Zum Glück war er ein ausgezeichneter Meister der Tränke, denn für den nächsten Morgen stand schon der Ausnüchterungstrank bereit. Manchmal, ganz selten, hatte das Leben auch schöne Momente.

Hicks.

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Ich hoffe es hat euch gefallen. Freue mich immer total über eure Meinung, Kritik, Lob. Alles was euch einfällt. Werde auch alle aufkommenden Fragen so gut es geht versuchen zu beantworten.

Vielen lieben dank für die Reviews.

Ginny 7: hmm es gab viele Gründe warum Ron sterben musste, aufklärung folgt während der Geschichte^^.

givemeareason: Wegen den Zeitumkehrern, ich weiß nicht ob ich mich richtig erinnere, aber meines Wissens wurde die im 5 Band beim Kampf in der Mysteriums Abteilung zerstört. Wenn es nicht so ist dann ist das wohl meiner Fantasie entsprungen. Wenn du die Geschichte bis zum Ende verfolgst, behalt den Gedanken am besten noch im Hinterkopf, denn darauf wird irgendwann nochmal bezug genommen. Aber erst ganz am Ende.

Sunday: ups, hab ich wohl nen paar Informationen vergessen. Im ersten Kapitel wird ja mehr zwischen den Zeilen Dumbledores Auferstehung beschrieben. So gesehen ist alles was bis zum 6 Band geschehen ist so passiert. Auch eigentlich das meiste was im 7 Buch stand. Mit einer kleinen Veränderung. Dumbledore hat den Krieg mit seiner Auferstehung eingeläutet. Zur der Zeit der Beerdigung befand sich Hermione in Hogwarts um ihr letztes Schuljahr nachzuholen, was ihr durch die Suche nach Horukruxes verloren gegangen war.


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