
von Ree
Tante Samatha wieder zu sehen war nicht ganz so befremdlich wie es eigentlich hätte sein müssen. Eigentlich war es sogar ganz angenehm von ihr in die Arme gezogen zu werden. An ihrer Seite stand ihr einziger Sohn. Julien war bereits 24, aber er kamjedes Mal zu Weihnachten zu ihr.
Als ich ihr in einem meiner viel zu seltenen Briefe schrieb, das ich James eingeladen hatte, war sie total aus dem Häuschengewesen. Und hatte mir so gleich gestanden, das Petunia auch jemanden mitbrachte. Einen Vernon Dursley oder so. Das war mir aber herzlich egal. Sollte sie doch mitbringen wen sie wollte, von mir aus auch den Weihnachtsmann oder so!
Als Weihnachten dann endlich vor der Tür stand, riss ich voller Erwartung meine Päckchen auf.
Von Liz und Jess hatte ich ein atemberaubendes, himmelblaues Kleid bekommen. Ich hatte den beiden Armbänder mit unseren Anfangsbuchstaben geschenkt und mir gleich eins mit. Von Sam und Julien bekam ich ein Buch über Vampire und von Remus und den anderen Rumtreibern,James ausgeschloßen, hatte ich ein Spickoskop bekommen. Ich hatte jedemeinen Gutschein vom Honigtopf geschenkt. Jetzt waren nur noch zwei Päckchen zu öffnen. Das eine war winzig klein und ich erkannte die Schrift von Serverus. Ich öffnete es zuerst. Er hatte mir eine Kristallkugel geschenkt, in der kristalisierte Lilien steckten. Ich musste heftig mit den Tränen kämpfen. Das letzte Päckchen hatte ich von James, dem ich Quidditch-Karten geschenkt hatte.
Als ich es öffnete,musste ich blinzeln. Es war ein Armband aus Gold an dem winzige feingearbeitete Figurenhingen. Ein Wolf, ein Hirsch, ein Hund, eine Ratte und eine Hirschkuh, ein Phönix und ein Löwe.
Ich musstelächeln, denn ich wusste wen die Tiere darstellten. Sirius als Hund, Remus als Werwolf, Peter die Ratte, und James der Hirsch. Und dann noch Jess, Liz und mein Patronus.
Es dämmerte bereits, als ich fertig an der Tür wartete. Petunia und ihr dicker Freund ohen Hals waren schon da, aber sie hatten sich in ihr Zimmer verkrochen.
Plötzlich tauchte James aus dem Nichts auf.
"Hay!" Keuchte ich und wurde in seine Arme gezogen.
"Hay! Frohe Weihnachten!" Lächelte er liebevoll und ich stellte ihn meiner Familie vor.
"Und, James? Was hast du nach der Schule vor?" Fragte Tante Samantha. Es war schon komisch das sie ihn dutzte, aber James hatte darauf bestanden.
"Ich möchte ein Auror werden!" Verkündete er stolz und ich konnte nicht anders als ihn anzulächeln.
"Pah!" Hörte ich Vernon grummeln, meine Tante jedoch lächelte James an und schenkte Dursley kaum einen Blick.
"Was wollen sie den werden, Vernon?" Fragte sie.
"Ich übernehme die Bohrmaschienen-Firma meines Vaters!" Verkündete er hochnässig.
"Lilian, reich mir bitte die Kartoffeln." meinte nun Petunia und sah mich aus einer Mischung von Verachtung und Hass an.
Widerwillig reichte ich die Kartoffeln meiner Schwester und sah dann schnell wieder zu James.
"Und du bist auch in Gryffindor?" Fragte nun Julien und sah ihn merkwürdig an.
"Jaa! Aber ich glaub sogar als Slytherin wäre mir Lily aufgefallen." Er zwinkerte mir zu.
"Also ich versteh rein gar nicht wie man auch noch stolz darauf sein kann ein Spinner zu sein!" Donnerte nun Dursley los und die Stimmung kippte ins Unangenehme.
"Ein Spinner? Ich bin ein reinblütiger Zauberer!" Schoss es nun aus Jamesheraus.
"Also haben sich die Richtigen gefunden!"Petunia grinste nun höhnisch.
Plötzlich jedoch stand James auf und zog seinen Zauberstab. "WAGE ES NICHT SIE IN MEINER GEGENWART ZU BELEIDIGEN, MUGGEL!"
Petunia und Vernon quickten erschrocken auf und rannten aus dem Zimmer.
"Ich habe noch nie einen sowiederlichen Muggel kennen gelernt!" Bellte Julien und Tante Samatha stimmte mit ein.
"Es tut mir leid, das ich ihnen den Abend versaut habe." grummelte Jamesund er schien sich wirklich zu schämen.
"Sei nicht albern, James! Dieser Muggel ist zu weit gegangen."
"Lily, es wird Zeit dir etwas zu erzählen." Schloss Julien und sah mich an.
Ich beobachtete ihn, als er seine Hand in die Tasche steckte und einen wunderschonen, hellen Zauberstab aus der Tasche zog.
"Mama hat dir erzähl, ich bin Arzt, nicht wahr?"
Ich nickte und sah ihn verwirrt an.
"Naja, ich bin ein Heiler im St. Mungos. Ich war ebenfalls in Gryffindor.."
Nachdem Julien es uns gestanden hatte, wurde der Abend doch noch recht toll und weder Vernon noch Petunia trauten sich noch einmal hinuter.
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