
von serotina
Bevor es losgeht, kommt diesmal mal am Anfang die Kommi beantwortung, um wahrscheinliche Unklarheiten aus dem Weg zu schaffen.
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füreinegerechterewelt: danke, hmm das letzte Kapitel war kein Flashback und gehörte irgendwie auch noch zu dem Prolog in gewisser Weise. Nun beginnt aber die Geschichte, ohne größere Zeitsprünge mehr, am Ende des sechsten Schuljahres. Es können auch gegebenfalls Situationen aus den Büchern vorkommen, dabei werden wahrscheinlich viele Sachen die damals im sechsten Schuljahr passiert sind, erst im siebten passieren. Ich hoffe das ist nicht so sehr verwirrend....
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Da die Aura den Jungen quasi umgab, konnte er sich noch nicht einmal selbst davon überzeugen, dass es nicht Potter war, der diese Macht besaß. Doch ein kleiner Zweifel blieb bestehen …
Dieser Zweifel begleitete Severus über die Jahre hinweg, bis er immer kleiner und kleiner wurde. Doch verschwunden war er nie gänzlich.
Das erste Mal nach der Eröffnungszeremonie zeigte sich diese starke Aura bei dem Quidditschspiel wo Quirrel Potters Besen verhexte und Severus seine Gegenflüche murmelte. Das nächste Mal spürte er die Aura an einem sonnigen Tag in seinem Vorratsraum als er bemerkte, dass einige seiner wertvollsten Zutaten fehlten. Auch dies schrieb er einem gewissen Jungen zu, da wahrscheinlich nur er die Unverfrorenheit besitzen würde, gerade ihn zu bestehlen. Im nächsten Jahr spürte er sie sogar ganz in seiner Nähe, als er und das goldene Trio vom Wehrwolf angegriffen worden waren. In all diesen Fällen spielte Harry Potter eine besondere Rolle. Nun war es an ihm diese Wahrheit auch zu akzeptieren.
Doch auch nach all den Jahren tat er sich damit immer noch schwer. Was wäre wenn Harry Potter doch nicht der Auserwählte war? Was wäre, wenn sie sich mit dieser Engstirnigkeit den endgültigen Sieg gegen den dunklen Lord und somit auch die Befreiung der Zauberergemeinschaft verbauen würden?
Doch Severus war nicht der einzige im Schloss, der sich mit Zweifeln herumschlug. Ihre waren zwar nicht von solch einer Bedeutung, wie die Rettung der Welt, doch nichts desto trotz von sehr persönlicher Natur.
Sie waren gerade auf dem Weg zur nächsten Unterrichtsstunde Pflege magischer Geschöpfe, als sie durch die schattigen Gänge von Hogwarts schritten. Gerade im Sommer zog Hermione die kühle Luft innerhalb der Schlossmauern, der schwülen Hitze die draußen herrschte, vor.
In einem Gespräch über den bevorstehenden Maiball vertieft, trat eine dritte Person in den Gang. Die kühle Luft, die durch seine Schritte geradewegs an ihnen vorbei, aufgewirbelt wurde, verursachte bei Hermione eine Gänsehaut, die sich wie eine Grippewelle auf ihren Armen und Rücken ausbreitete. Ohne es zu wollen und ohne etwas dagegen tun zu können, beschleunigte sich ihr Herzschlag.
Wie aus einem Reflex heraus, drückte sie Rons Hand ein bisschen fester. Dieser registrierte es sofort als eine Art Liebesbeweis und er freute sich innerlich mehr darüber, als über ihre Aussage, dass sie gerne mit ihm auf dem Maiball tanzen würde.
Als sie wieder alleine im Gang waren, normalisierte sich Hermiones Puls wieder und sie konnte sich, wenn auch etwas schwieriger als zuvor, wieder auf das Gespräch zwischen ihr und Ron konzentrieren.
Hier ging sie nun, die schlauste Hexe von Hogwarts, Schulsprecherin in folge und Mitglied des goldenen Trios, Händchen haltend mit einem weiteren Mitglied dieses doch eher elitäranmutenden Clubs und doch trotz all ihrem Wissen, trotz ihrer Fähigkeit dem logischen Denken mächtig zu sein, verließ sie ihre Gabe, wenn es um ihre Gefühle ging.
Er plante schon ihre Zukunft, eine Zukunft die gerade Mal vor ein paar Wochen mit zaghaften Versuchen angefangen hatte und sich bis jetzt zu der Händchenhaltenstufe hin mauserte.
Doch stand hinter diesem ganzen Gefühlsspektakel mehr als die Tat anscheinend das richtige zu tun, dass was alle schon seit Jahren von den beiden erwartet hatten. Oder war es vielmehr eine Flucht vor einer Wahrheit die tief in ihr verborgen war, da sie bis jetzt noch nicht den Mut besaß, diesen Weg überhaupt in Erwägung zu ziehen. Doch in ein paar Tagen würde sie mehr wissen. Geheimnisse würden gelüftet werden und verborgene Wahrheiten würden ans Licht kommen, ob sie es nun wollte oder nicht.
Schon seit ein paar Wochen wusste sie was in der nächsten Zaubertrankstunde auf dem Plan stand. Sie würden einen speziellen Liebestrank brauen, der in seinem Aroma die Dinge enthalten würde, gegenüber denen man wahrhaftige Liebe empfand.
Nach dieser Erkenntnis würde kein leugnen mehr helfen, vielleicht war das einer der Gründe warum sie diesen Trank nicht schon früher zubereitet hatte, die Fähigkeiten dazu hatte sie allemal und vielleicht würde sie dann endlich nicht mehr so speziell auf diese eine ganz bestimmte Person reagieren. Vielleicht.
„Weißt du schon was du zu dem anstehenden Maiball anziehen wirst?“ fragte Ron mitten in ihre Gedanken herein. Einer Antwort verlegen, schüttelte Hermione ihren Kopf und versuchte sich wieder auf das Gespräch zu konzentrieren.
„Hast du schon deinen neuen Festumhang von deinen Brüdern zugeschickt bekommen?“
„Ja, er kam vor zwei Wochen an, zuerst hatte ich ja Angst, dass sich Fred und George hinter dieser doch recht ungewöhnlich netten Verhaltensweise etwas Gemeines ausgedacht haben, aber bis jetzt konnte ich noch kein Juckpulver entdecken.“ Grinste Ron sie froh und glücklich an.
Hermione konnte sich noch gut daran erinnern wie Ginny ihr erzählt hatte, dass sie ihren beiden Brüdern einen Wabbelbeinfluch angehext hatte, als sie das Juckpulver in Rons Festumhang entdeckt hatte. Manches würde sich wahrscheinlich nie ändern.
„Wir sollten langsam mal schauen ob Harry schon vom Extraunterricht von Dumbledore zurückgekehrt ist.“ Wechselte Hermione schnell das Thema und so machten sich die beiden auf zum Gryffindor Turm. Die Sonne senkte sich langsam hinter dem Horizont und die darauffolgende Nacht kündigte von dem bevorstehenden Tag. Auch Hermiones Träume spielten ein Spiel mit ihr. Immer wieder sah sie Ron von dem sie sich wegdrehte, hin zu einer Person die im dunklen verborgen war. Doch wie von Zauberhand wurde sie von dieser Person mehr und mehr angezogen. Mit klopfenden Herzen wachte sie am nächsten Morgen auf und verfluchte ihren nichtexistenten Vorrat an Traumlosschlaftrank. Die Träume in Kombination mit ihrer Realität vermochten es bald sie um ihren Verstand zu bringen und sie musste zugeben, dass sie sehr an diesem hing.
Im Gemeinschaftsraum lief sie sogleich Harry und Ron in die Arme, wobei einer von den beiden sie stürmisch begrüßte. Harry hingegen wirkte etwas niedergeschlagen. Sie hatten ihn letzte Nacht leider nicht mehr nach dem treffen mit Dumbledore abfangen können und nun war sie gespannt ob es etwas Neues gäbe, was die Suche nach den Horkruxen betraf. Die Geschichte der neuesten Ereignisse war schnell erzählt, sodass die Freunde schon bei ihrem Morgentoast ein anderes Thema anschnitten.
Hermione beobachtete Harry weiterhin, ihr blieb nicht verborgen, dass es ihm schwer zu schaffen machte, dass er und Dumbledore bis jetzt keine weiteren Fortschritte gemacht hatten. Doch auch diese Tatsache konnte sie nicht all zu lange von ihren eigenen Problemen ablenken und so fieberte sie fast der Zaubertrankstunde zu, die noch an diesem Tage stattfand. Mit halbem Ohr lauschte sie weiter dem Gespräch zwischen Harry und Ron
Die Verwandlungsstunde zog an ihr vorbei wie ein langweiliger Film, wo der Regisseur die dramatischen Szenen weggelassen hatte und so kam es, dass sie sich bald vor ihrem Kessel stehend befand und mit zittrigen Händen das Eisenkraut in kleine quadratische Stücke schnitt.
Sie wusste selbst nicht warum das auf einmal so wichtig für sie geworden war. Sie mochte Ron, dessen war sie sich sicher, was war also so schlimm an dem Leben was sie gerade dabei war zu beginnen?
Gekonnt streute sie 5 Gramm des Eisenkrauts in ihren Kessel und der Trank wurde weiß, fast durchsichtig. Mit einem Seitenblick zu ihren Freunden sah sie eine Katastrophe die von einer anderen, noch schlimmeren abgelöst wurde. Harrys Trank war lila und dickflüssig. Rons Trank war soeben explodiert.
Professor Slughorn schickte Ron sogleich hoch in den Krankenflügel mit dem Hinweis, dass nächste Mal seine Fähigkeiten als Zauberer nicht zuhause zu lassen. Harry versuchte vergebens mit dem Eisenkraut seinen Trank noch zu retten und schüttete fast alles was er hatte in den Trank. Insgesamt 20 Gramm Eisenkraut verursachten ein kleines merkwürdiges Puffgeräusch und der Trank samt Kessel war verschwunden.
Inzwischen fügte Hermione ihre letzte Zutat hinzu und rührte ihren Trank siebenmal im Uhrzeigersinn um. Die 20 Punkte für Gryffindor vermochten es trotzdem nicht den Punkteverlust ihrer beiden Freunde auszugleichen.
Das Feuer züngelte am Kesselrand hoch und als der Trank fertig war stiegen die Dämpfe wie im Lehrbuch beschrieben aus den tiefen des Kessels empor. Hermiones Herz raste in einem Tempo, dass alles andere als Gesund war. Fast hätte sie sogar vor Aufregung vergessen zu atmen, doch als langsam der Sauerstoff in ihren Lungen zu knapp wurde, nahm sie einen tiefen Atemzug. Dieser ließ all ihre Zweifel mit einem Schlag vergehen und ihre größten Ängste und schlimmsten Befürchtungen wahr werden.
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Wie hat es euch gefallen?
bis zum nächsten mal,
eure seri
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