Prophets quote Destiny - Anderes Spiel, neue Regeln
von serotina
„Otium“ flüsterte Hermione und beobachtete wie die Glasvase ungebremst auf den Boden fiel und in winzige Glassplitter zersprang. Gleichzeitig fauchte Krummbein unter ihrem Bett und verkroch sich in die hinterste Ecke ihres Zimmers. Seit Wochen war ihm sein Frauchen, alles andere als geheuer. Und es schien sich in der Hinsicht nicht zu bessern, es wurde eher nur noch schlimmer.
Hermione seufzte. So würde das nie etwas werden. „Reparo“ und die Vase erstrahlte wieder in ihrem alten Glanz, bevor der nächste Windhauch sie umstieß.
Entschlossen wiederholte Hermione ihren Zauberspruch und lächelte, als die Vase, dieses mal etwas länger brauchte um ihr unglückliches Ende zu finden.
* * *
Es war wieder einer dieser Tage, die im Büro des Direktors anfingen und Severus ahnte es jetzt schon, auch genau dort enden würden. Obligatorisch wurde die Süßigkeitenschale zwischen Minerva und Filius herumgereicht. Wenigstens hatte Albus aufgehört ihm welche anzubieten. Nach all den Jahren, konnte man dies, durchaus als einen Fortschritt bezeichnen.
Doch seine Art, lange zu warten, bis er mit dem Thema rausrückte, hatte Albus bis jetzt noch nicht geändert. Sehr zu Severus Bedauern.
Minerva räusperte sich, anscheinend dauerte es auch ihr entschieden zu lange. Als wäre Albus aus einem Tagtraum erwacht, faltete er seine Hände zusammen und schaute über den Rand seiner Halbmondbrille jedem Einzelnen von ihnen prüfend in die Augen.
„Vor drei Tagen, ist mir aufgefallen, dass jemand ohne mein Wissen in meinem Büro war.“ begann Albus zu erzählen.
„Wurde etwas entwendet? War es einer unserer Schüler?“ fragte Minerva sofort.
Severus versteifte sich unmerklich, wenn es einer von den Schülern gewesen wäre, dann würde nun auch Pomona unter ihnen verweilen, beantwortete Severus sich eine Frage selbst, die Augen interessiert auf Albus gerichtet, denn er hatte eine vage Vermutung, dass er es gewesen war, der in dunkler Nacht den Ring zurück gelegt hatte.
„Es wurde zum Glück nichts entwendet, nur ein wenig umgeräumt, wenn ich dies so ausdrücken darf.“ beantwortete Albus Minervas Frage und Severus sah Böses auf sich zukommen. Ein toller Spion war er, wenn er noch nicht einmal mehr in Albus Büro einbrechen konnte ohne erwischt zu werden.
„Ich habe daher Filius beauftragt die Schutzzauber zu kontrollieren und in einigen Bereichen des Schlosses zu verschärfen. Ich kann leider noch nicht ausschließen ob es ein Schüler gewesen war und wenn ich ehrlich bin, so würde es mich unheimlich beruhigen, wenn es eine einfach Mutprobe gewesen sein sollte, die mir in den letzten Tagen den Schlaf geraubt hatte.“
,Weit gefehlt‘, dachte Severus nur.
„Minerva, dich würde ich darum bitten, verstärkt nach auffälligem Verhalten unter den Schülern zu schauen.“ bat Albus sie.
Minerva nickte sofort und merkte auch sogleich, dass merkwürdige Verhalten des Malfoysprosses an. Sollte wirklich ein Malfoy Hermione und seinen Hals aus der Schlinge ziehen, so war das mehr als ein ironischer Wink des Schicksals, dachte Severus.
„Und dich, mein Junge.“ nun wandte sich Albus direkt an Severus, „würde ich bitten, dich wieder ein bisschen mehr unter die Todesser zu mischen, vielleicht schnappst du zufällig eine Prahlerei auf. Es ist von allergrößter Wichtigkeit, dass wir dieser Sache nachgehen, unser aller Sicherheit steht auf dem Spiel.“
Severus nickte „Selbstverständlich, Albus.“ Als wenn Todesser in Hogwarts einbrechen würden, um das Büro von Albus im kleinsten Detail zu verändern. Todesser waren in manchen Fällen, zwar dumm, aber so dumm nun auch wieder nicht. Schließlich umgab sich der Dunkle Lord nicht mit jedem Gesindel, Wurmschwanz ausgenommen.
Da der Schulleiter anscheinend noch im Dunkeln tappte, war Severus wohl noch einmal davongekommen. Bei Merlinsdreitagebart, wer hätte auch ahnen können, dass Albus ein anderes Versteck für den Ring hatte, als jenes, welches er ihm immer präsentiert hatte.
* * *
Witzelnd liefen Harry, Ron und Hermione zur ihrer nächsten Unterrichtsstunde Verwandlung, durch die Gänge von Hogwarts. Die Treppen hatten heute einen ihrer lustigen Tage gehabt, da sie sich genau am anderen Ende des Schlosses befanden. Doch noch hatten sie genug Zeit pünktlich zu erscheinen und so dem Leben als Taschenuhr oder Lageplan zu entgehen.
„Heute wäre Binns beinahe selbst vor Langeweile eingeschlafen.“ prustete Ron und Harrys lautes Lachen konnte man noch im Nebengang hören.
„Das sagen gerade die Richtigen, wie wollt ihr diese Sensation denn mitbekommen haben, wenn ihr selbst geschlafen habt.“ neckte Hermione sie, als sich plötzlich ihre Nackenhaare unnatürlich aufstellten.
Ohne das die anderen zwei es bemerkten, drehte sich Hermione um und warf einen Blick in den beinahe menschenleeren Gang, zielsicher fing sie mit ihrem Blick den seinen ein. Ihre braunen Locken umrahmten ihr Gesicht und flogen über die Schulter, während sie versuchte, sich nicht wieder nach vorne zu drehen.
Keiner von ihnen zeigte auch nur die leiseste Gefühlsregung, nur die Intensität ihrer Augen sprach Bände, die keiner je erfahren durfte.
Von Harry und Ron in den nächsten Geheimgang gezogen, verloren sich Hermione und Severus aus den Augen. Aber nicht für lange Zeit, da er ihnen zehn Minuten später, zwei Etagen tiefer, wieder über den Weg lief.
An diesem Tag begegneten sie sich noch viermal, einmal in der Bibliothek, einmal in seinem Unterricht und zweimal kreuzten sich ihre Wege zufällig. Genauso vergingen die meisten Tage und die Zeit schritt voran wie im Fluge. Irgendwann fielen die herbstlich roten Blätter und der Oktober neigte sich seinem Ende zu.
Alle Schüler waren emsig beschäftigt. Die unteren Klassen drückten sich um ihre Hausarbeiten, die oberen Klassen erzitterten vor ihren Prüfungen die noch in weiter Ferne lagen. Anders als Hermione, die seit Anbeginn des Schuljahres, eigentlich immer seltener an ihre Prüfungen dachte, nichtsdestotrotz lernte sie immer noch mehr als alle anderen. Die restliche Zeit verbrachte sie mit der Leitung von Dumbledores Armee, aus der sich Harry fast gänzlich zurückgezogen hatte, denn seine Stunden mit Dumbledore ermahnten ihn auch, den Schulstoff nicht außer Acht zu lassen.
Jeden dritten Abend verbrachte Hermione bei Severus um ihren Strafarbeiten nachzukommen und zu trainieren. Mittlerweile konnte sie schweben, reden und zaubern gleichzeitig und Severus wurde nicht müde, mit ihr die verschiedensten Abwehr und Angriffszauber zu üben, wobei sie manche an Dumbledores Armee weiterleitete. Dort unter ihresgleichen, hatte sie im Gegensatz zu Severus Gemächern, das Zaubern fast gänzlich eingestellt. Zu groß war die Angst, einmal ihre Magie nicht recht unter Kontrolle zu haben oder zu viel über sich Preis zu geben. Auch in dem praktischen Unterricht hielt sie sich mehr als sonst zurück. Severus ließ sie gar keinen Zauber mehr vorführen, er hatte seine Lektion gelernt, als sie versehentlich seine Fenster zerschlagen hatte und dies war nur aufgrund von Müdigkeit geschehen.
Er wollte wirklich nicht wissen, was passieren würde, wenn sie eine Ratte in eine Tasse verwandelt sollte und just in dem Moment des Zaubers, zu viel Mitleid mit dem armen Tier empfand.
Der Dunkle Lord war wie von der Erdoberfläche verschwunden und wiegte sie alle in unscheinbarer Sicherheit. Auch Lucius hatte noch nicht gewagt, etwas in Richtung Rufwiederherstellung zu wagen. Einzig sein Sohn, der aufgeplustert durch Hogwarts lief, gab gewisse Anzeichen, dass es wohl bald soweit sein würde. Doch wie sollte man sich auf etwas vorbereiten, was man noch nicht einmal erahnen konnte?
Bis auf ihr Training machten sie nicht wirklich Fortschritte, die Suche nach den Horkruxen als schleppend zu bezeichnen, war weit mehr als wohlwollend formuliert.
Der einzige Lichtblick den Hermione jeden Tag entgegen sehnte, waren die Blicke, die sie mit Severus teilte. Doch irgendwann reichten diese nicht mehr aus, die Leere und Verzweiflung in ihrem inneren in Schach zu halten. Noch hatte sie seine Forderungen nach Distanz akzeptiert. In all den Wochen und Stunden, waren sie sich seit ihrer gemeinsamen Nacht nicht mehr zu nahe gekommen. Jedenfalls, wenn man ihre Ohnmachtsanfälle ausser Acht ließ.
Irgendwie musste sie ihn dazu bekommen ihr zuzuhören und vor allem zu verstehen und Hermione hatte auch schon eine Idee, die aber noch erprobt werden musste.
Seufzend lehnte sie sich gegen den Baumstamm der alten Weide, ihr Lieblingsplatz auf den Ländereien, der ideal zum Nachdenken und allein sein war. Nur das sie momentan nicht ganz alleine war. Der große Rabe kam stelzend auf sie zu, seinen Kopf nach links und rechts neigend, bevor er sich zu Begrüßung leicht verneigte. Ein Rabe mit Manieren, trifft man nicht alle Tage, dachte Hermione gerührt und ließ ihre Hand durch sein seidenschwarzes Gefieder gleiten. In den letzten Wochen, war er so etwas wie ihr heimlicher und stiller Begleiter geworden. Dort, wo sich Severus distanzierte, kam der Rabe ein Schritt auf sie zu. Nun durfte sie ihn sogar schon streicheln.
Hinter ihnen schlug die Glocke einmal. „Meinst du, du könntest mir bei einem kleinen Experiment behilflich sein?“ fragte Hermione den Raben, als die Turmglocke das zweite Mal ertönte.
Beim dritten Schlag, stimmte der Rabe auf seine eigene unnachahmliche Weise zu und erhob sich in die Lüfte. Ein viertes Mal ertönte der Klang der Glocke über ihre Köpfe hinweg. Hermione stand auf, schloss die Augen und konzentrierte sich auf die Glocke, die jetzt schon zum fünften Mal schlug. Ihre Haare wehten durch den starken Herbstwind um ihre Ohren, sodass sie sich der Rabe bald nicht mehr in ihrem Blickfeld befand. „Otium.“ flüsterte Hermione entschlossen und die Turmglocke verstummte, ihre Locken fielen ihr sanft auf die Schultern herab, die Blätter die vom Wind aufgewirbelt wurden, waren wie erstarrt. Auch der Rabe verharrte mitten in seinem Flug, bis Hermione ihn mit einer einzelnen leichten Handbewegung aus seiner Starre befreite. Nun machten beide sich auf den Weg zum Schloss zurück, durch eine absonderliche Welt, die mitten in der Zeit stehen geblieben war.
Auf der Mitte ihres Weges, beendete Hermione den Zauber und lauschte dem sechsten Glockenschlag, während sie auf die große Halle zum Mittagessen zusteuerte.
Vor der großen Tür verabschiedete sie sich von ihrem hilfreichen Begleiter und verschwand. Mit einem zufriedenen Lächeln verspeiste sie ihr Essen und schrieb nebenbei noch Rons Aufsatz zu Ende, der sein Glück kaum fassen konnte. Ohne Hermiones Hilfe wäre er nie rechtzeitig fertig geworden. Gleichzeitig schlich sich wieder ein träumerische Sehnsucht in Rons Blick, von der Hermione nichts mitbekam und über diese Harry nur seinen Kopf schüttelte. Er wusste nicht, wie lange es noch dauern würde, bis Ron endlich merkte, dass Hermione ihn nur als besten Freund sah. Wenn es sogar so weit ging, dass Ron eifersüchtig auf Snape war, sollte das einem wirklich zu denken geben. Er war nur froh, dass Hermiones Gedanken anscheinend von anderen Dingen beherrscht wurden, sonst hätte sie Ron wahrscheinlich schon ins übermorgen gehext.
Lächelnd schaute Harry zu Ginny, mittlerweile hatten sie beide auch Ron eingeweiht, der sich nach einiger Zeit daran gewöhnt hatte und sich jetzt für sie beide freute. Harry hoffte wirklich inständig, dass Ron und Hermione auch irgendwann ihr ganz persönliches Glück finden würde. Hätte er gewusst, dass Hermione an diesem gerade bastelte und wer genau noch darin involviert war, hätte er wahrscheinlich kein Bissen mehr von seinem Essen angerührt. Aber er wusste es nicht und auch Severus ahnte noch nichts von seiner bevorstehenden Überraschung.
Manchmal war auch eine Löwin wie Hermione, eine kleine Schlange im Löwenpelz, was im Umgang mit wahrhaften Schlangen nur zu empfehlen war.
* * *
Nun doch etwas nervös schlich Hermione die Treppen zum Kerker hinab. Was in ihrer Vorstellung immer mehr die Gestalt einer fabelhaften Idee angenommen hatte, schrumpelte nun auf das Niveau einer waghalsigen, wenn nicht sogar wahnsinnigen Aktion zusammen.
„Angst vor deiner eigenen Courage, Gryffindor?“ flüsterte sie leise spöttisch vor sich hin und schüttelte entschieden ihren Kopf. Sie wusste was sie tat. Energisch klopfte sie gegen seine Tür. Vor Wochen schon hatte er ihr sein Passwort verraten, doch dieses würde sie nur in äußersten Notfällen benutzen. Im Grunde genommen schaffte es auch ein einfacher Alohomora sein Passwort zu ersetzen, aber das wollte sie ihm gegenüber lieber nicht erwähnen.
Gewohnt galant öffnete Severus die Tür und ließ Hermione eintreten, sofort merkte er, dass heute irgendetwas anders war. Hermiones Nervosität sprang auf ihn herüber, als würde sie dort hingehören.
„Bevor wir heute anfangen, würde ich dir gerne etwas zeigen.“ bat Hermione mit erstickter Stimme. An seinem Schreibtisch lehnend, zog Severus eine Augenbraue in die Höhe und bedeutete Hermione fortzufahren. Doch diese schloss nur ihre Augen und flüsterte unverständliches Zeug. Irritiert konnte Severus keinerlei Veränderung feststellen, bis Hermione ihre Augen aufschlug und seinen Blick auf seine alte Wanduhr lenkte.
„Du hast es wieder einmal geschafft meine Wanduhr zu zerstören?“ fragte Severus verwirrt, „Jetzt wäre vielleicht der geeignete Augenblick dich darauf hinzuweisen, dass diese ein von mir sehr geschätztes Erbstück ist.“
Hermione lächelte schüchtern, als sie mit ihrem Monolog begann. „Ich habe nichts dergleichen getan.“ beruhigte sie ihn „Das was ich getan habe ist, dass ich mich wochenlang deinem Spiel gebeugt habe und nicht gegen eine Regel verstoßen habe. Nun habe ich lediglich dein Spiel gegen ein anderes ausgetauscht und somit auch die Regeln verändert.“ Hermione machte eine Pause um sicherzugehen, dass Severus ihr folgen konnte und schritt dabei langsam auf ihn zu, zum Glück hatte er durch den Tisch in seinem Rücken, keine weitere Möglichkeit vor ihr zurückzuweichen. „Vor ein paar Wochen hast du mich gefragt, wie es ist seine Angst zu überwinden und ich antwortete dir, dass ich es gruselig finden würde. Gruselig deswegen, weil ich noch nie in meinem Leben, so oft meine Freunde belügen musste, ja sie sogar mehrfach hintergangen habe und mich für einen Weg entschieden habe, dass auch in Zukunft tun zu müssen, einem höherem Zweck dienlich, den ich nicht gewählt habe.
Gruselig weil ich Teil eines Spiels geworden bin, dass ich am Anfang nicht spielen wollte und jetzt nur gewinnen will, egal welchen Preis ich dafür auch zahlen muss. Meine Magie hat mich bis hierher geleitet, meine Angst hat sich gewandelt, in eine Angst nichtsdestotrotz zu verlieren, die Zaubererwelt ins Verderben stürzen zu sehen und nichts dagegen tun zu können.
Gruselig, weil wir beide uns entschlossen haben, den Plan von Dumbledore zu folgen, ihn nicht in Frage zu stellen und niemandem gegenüber zu erwähnen, dass alle auf das falsche Pferd setzen, nur in der Hoffnung, dass Dumbledore weiß was er tut.
Gruselig, weil ich meine Kraft noch nicht vollends kontrollieren kann und weil ich die Stärke spüre, die auf der anderen Seite sich als eine der größten Schwächen entpuppt, da ich auch mit meinem Leben bezahlen könnte, wenn ich meine gesamte Lebensenergie für einen einzigen Zauberspruch aufbrauche und dennoch würde ich mich nie gegen die Magie entscheiden.
Gruselig, weil mit diesem Geheimnis noch ein ganz anderes aufgedeckt wurde, dessen du dich in einer Weise entziehst, dass es mir jegliche Luft zum Atmen nimmt. Als ich damals meine Gefühle für dich entdeckt hatte, so rang ich meinem Herzen einen Schwur ab, dass ich dieses Empfinden, nie jemanden, vor allem nicht dir, Preis geben würde. Doch als ich merkte, dass du diese Gefühle erwiderst, brach mein Herz den Schwur es zu leugnen, sich dem zu widersetzen, vor dir weglaufen. All dies kann ich nun nicht mehr.“ Hermione stand nun direkt vor Severus und hatte eine Hand auf seine Brust, genau über seinem Herzen, gelegt. Dieses pochte in einer ungeahnten Schnelligkeit und schien ihm alsbald aus der Brust zu springen. „Ich bitte dich nun, lauf nicht vor mir weg.“
Hermiones Worten waren nun mehr ein Flüstern, „Ich habe uns Zeit gestohlen, was jetzt und hier passiert, passiert eigentlich gar nicht. Alles was wir jetzt tun, kann keine Regel brechen.“
„Du brichst also die Regeln, indem du sie nicht brichst?“ auch Severus Stimme war nichts weiter als ein ersticktes Flüstern und in diesem Moment war ihm alles egal. Seine Verpflichtungen, sein Auftrag, der Umstand, dass sie seine Schülerin war. Sie hatte Recht, es tat ihr weh, wenn er sich von ihr fern hielt, genauso wie es ihm wehtat, wenn er ihre Nähe nicht suchte.
Ohne weiter darüber nachzudenken, zog er sie in seine Arme und Hermiones Kopf ruhte an seiner Brust, als sie ihre Arme von hinten um ihn schlang. Dieser eine Moment verlor sich in der Ewigkeit der Zeit, in der Severus all seine Zweifel endgültig über Bord warf.
Was hatte er schon zu verlieren, wenn er seinem Herzen folgte, welches ihm in all den Wochen zuvor gezeigt hatte, was er alles verlor, wenn er weglief. Und er kannte Hermione, er wusste dass sie so leicht nicht aufgeben würde.
Sanft hob er ihr Kinn an und schaute in ihre vor Glück übersprudelnden Augen.
„Was erwartest du nun von mir, kleine Hexe?“
„Ich weiß es nicht, aber bitte egal was du tust, bitte lass uns diesen Weg gemeinsam gehen, sonst fürchte ich mich im Dunklen.“
„Ich werde dich begleiten, wohin auch immer der Weg führen mag.“ versprach er ihr und streichelte sanft ihre vom Zauber errötete Wange, verflocht seine Finger mit ihren Locken und küsste sie scheu auf die Stirnbevor er sich ihrem Mund widmete. Sanft berührte er ihre Lippen, als er eine letzte Frage aussprach. „Wie kam es nur dazu, dass du mir vertraust, Gryffindor?“
„Ich habe dir vom ersten Moment an vertraut.“ wisperte Hermione zurück und versiegelte seine Lippen mit einem Kuss, der beiden einer süßen Qual glich. Zu lange hatte sie sich danach gesehnt. Ohne dass es beide bemerkten, verlor sich Hermiones Konzentration in dem Kuss und die Zeit lief einfach weiter, ohne den Anstand zu besitzen, beide um ihre Erlaubnis zu bitten, die ihm von beiden verwehrt geblieben wäre.
Ein weiterer Moment, gestohlen von der Ewigkeit, war verschwunden und Hermione und Severus setzten sich gemeinsam auf das Sofa. Nur die leichte Berührung ihrer beiden Hände, offenbarte, dass sich eben etwas Bedeutendes geändert hatte.
Doch es war egal, wie viel Hermione heute erreicht hatte, beim Kampf gegen den Dunklen Lord standen sie noch immer am Anfang.
„Wie lange hast du gebraucht den Zauber zu beherrschen?“ fragte Severus interessiert. Er kannte nicht viele, die solange die Zeit anhalten konnten. Wenn er ehrlich war, kannte er keinen der so war wie Hermione.
Doch eine Sache machte ihm wirklich Angst, wenn sie in allem so hartnäckig wäre, dann würde es sicher nicht mehr lange dauern, bis sie sein letztes Geheimnis gelüftet hätte und er wusste wahrlich nicht, wer mehr Probleme mit diesem Umstand haben würde, er oder Albus?
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Wie hat es euch gefallen??
Vielen Dank an eule20, zweite Sahnetorte nachschieb und an Nicole Snape für ihr Review *immer wieder freu*
eule20: also eines kann ich mit Sicherheit sagen, Severus Snape ist kein Animagus *noch einmal genau nach denk* Nein, leider nicht^^und ja den Zeitstoppzauber hat Hermione in dem Buch in der Verbotenen Abteilung gefunden. Mehr wird nicht verraten^^
NicoleSnape: Peter Pan wäre auch ne süße Idee gewesen^^ *stell mir das auch gerade vor* *lach*
So das nächste Kapitel wird den Titel, keine Gnade, tragen ... es darf schon spekuliert werden *hust*
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Die Halle der Prophezeiung ist das erste Set in einem „Harry Potter“-Film, das komplett im Computer generiert wurde.
Stuart Craig, Produktionsdesign