Prophets quote Destiny - Ohne Gnade
von serotina
Die Welt drehte sich wieder und auch die Zeremonie, die kurz unterbrochen ward, nahm ihren Lauf. Nackte Füße standen im kalten Gras, die schwarzen Umhänge berührten den schlammigen Boden und weiße Masken wurden vom Vollmond erhellt.
„Ich habe euch gerufen!“ verkündete eine kalte Stimme und sofort warfen sich alle in den Schlamm und verbeugten sich vor ihrem Herrn und Meister.
„Heute Nacht wird sich unser Kreis vergrößern. Heute Nacht werden wir an Macht gewinnen! Heute Nacht begrüßen wir einen von uns, wie es ihm gebührt!“ Voldemorts Stimme peitschte durch die Nacht, als er seine Hand nach dem Mond ausstreckte und mit seinen langen Fingern, versuchte ihn bildlich zu zerquetschen und mit ihm alles wofür er stand.
Seine roten Augen glühten vor Erregung, als die Masse einen Gang in ihrer Mitte bildete und eine verhüllte Person den Weg entlang schritt. Langsam, den Kopf demütig gesenkt wurde er von einem großen Zauberer flankiert, dessen Grinsen durch die Maske verdeckt wurde. Heute war der Anbeginn des Untergangs. Schon in dieser Nacht hatte der mächtige Zauberer, mehrere Teilsiege errungen, die Aufnahme seines Sohnes in den Zirkel war nur einer davon und längst nicht die Beste. Nein, er freute sich mehr darüber, Severus von seinem kleinen Thron gestoßen zu haben. Allein mit der angedichteten Paranoia, konnte er den Dunklen Lord davon überzeugen, die heutige Versammlung ohne seine rechte Hand abzuhalten, aus der Gefahr heraus, Dumbledore könnte trotz Severus einmaligen Leistungen der Okklumentik, dennoch an Informationen gelangen. Und der Dunkle Lord hatte auf ihn gehört, auf ihn Lucius und Severus war nicht hier um den Moment seiner Niederlage mitzuerleben. Doch damit konnte er leben.
Unendlicher Stolz füllte sein Herz, als er sah, wie Draco vor dem Dunklen Lord kniete und dieser wohlwollend, zu ihm herabblickte. Sein Plan hatte begonnen Gestalt anzunehmen und vom Ende zu künden. Er war durch und durch zufrieden.
* * *
Als der Morgen anbrach, vertrieb die aufgehende Sonne die unsäglichen Nebel und ließ das alte Schloss erstrahlen, es war ein wundervoller Tag für einen Hogesmeadeausflug. Beschwingt frühstückten die jungen Hexen und Zauberer und brachen bald auf um in das kleine Zaubererdorf zu gelangen.
Harry, Ron, Ginny und Hermione hatten sich heute im Eberkopf mit den anderen Mitglieder der DA verabredet, damit auch die Älteren unter ihnen, die nicht mehr in Hogwarts weilten auf dem Laufenden blieben und umgekehrt und diejenigen mit Informationen zu versorgen, die nicht im Tagespropheten, Klitterer oder der Hexenwoche abgedruckt wurden.
Stühle wurden zurechtgerückt, Muffliatos wurden gesprochen und die heitere Begrüßung konnte beginnen. Es war schön mal alle wieder zu sehen. Oliver Wood, Alicia und viele andere. Fred und George hatten vorab ein kleines Gespräch mit Harry - der nur noch solange leben würde, wie er Ginny gut behandelte - geführt.
Selbst Bill Weasley hatte sich als kleine Vertretung und wachsamer Beobachter des Orden des Phönix angeschlossen.
„Habt ihr schon von den neuesten Erfolgen unserer geliebten Dolores gehört?“ fragte Fred, der alles andere als liebreizend aussah, als er den Namen aussprach. Schon bei dem Klang ihres Namens, verdüsterten sich die meisten Gesichter, doch das war alles nichts im Vergleich zu dem Blick, den plötzlich Hermione aufgesetzt hatte.
,Diese Person ...‘ doch George redete einfach in ihre Gedanken hinein.
„Mittlerweile führt sie das Zaubergamot fast im Alleingang, im Mittelpunkt stehen dabei meistens Muggelstämmige Hexen und Zauberer. Dass das unter den Augen des Zaubereiministers vonstatten geht, kann man sich kaum vorstellen. Aber die Frau hat keine Skrupel mehr und findet immer neue und haarsträubende Ausflüchte um ihre Aktionen zu rechtfertigen.“
„Wie kann es sein, dass keiner davon berichtet?“ fragte Lavender. Hermione verdrehte nur ihre Augen und ließ Fred an ihrer statt antworten.
„Das Ministerium schreibt den Tagespropheten, die Hexenwoche beschäftigt sich nicht mit hässlichen Personen oder Themen die einen Wahrheitsgehalt besitzen, der nicht von der Hand zu weisen ist und was soll ich sagen ...“
„Lunas Vater musste seit seinem letzten Rundumschlag in Deckung gehen, sonst ist er die nächste Kerbe in Dolores Zauberstab.“ beendete George den Satz.
„Was soviel heißt, dass all diese Informationen, einzig und allein vom Klatsch und Tratsch des Ministeriums entstanden sind und natürlich nicht zu vergessen, aus den sicheren Quellen des Ordens.“ fing Fred den roten Faden wieder auf.
Lavender war mittlerweile damit beschäftigt Fred und George anzuhimmeln, als die Informationen zu verarbeiten.
„Hier, wir haben uns in einige Gerichtsverhandlungen reingeschlichen.“ sagte Bill und warf einen Haufen von Polaroids auf den Tisch. Die meisten davon waren unscharf und verwackelt, doch Umbridge konnte man dennoch auf den meisten Fotos erkennen, wie sie lächelnd in die Kamera blickt. Hochmut gepaart mit Idiotie, waren selten eine gute Mischung. Hermione wurde beinahe schlecht, als um die dreißig Umbridges ihr entgegen lächelten. Am liebsten hätte sie sofort alle Fotos umgedreht, verbrannt, zerschnitten und einem Drachen zum Frass vorgeworfen. Doch plötzlich erregte eines der Fotos ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit.
Mit zitternden Fingern fischte sie es aus dem großen Haufen und betrachtete den Schnappschuss, der wahrscheinlich eher zu Belustigung, statt zur Aufklärung gemacht worden war, da man Umbridge die Treppe hinunter stolpern sah, wobei ihre Weste sichtlich verrutschte und den Blick auf ein Medaillon freigab, welches Hermione den Atem stocken ließ.
Fast gleichzeitig fiel auch Harrys Blick auf das Foto und neugierig schaute er über Hermiones Schulter, bevor er alle anderen auf den gesuchten Horkrux aufmerksam machte.
„Wir müssen das Dumbledore zeigen!“ redete Harry lautstark gegen die murmelnde Menge an und schnell löste sich die Runde auf. Fred und George bezahlten den Umtrunk, während Harry, Bill, Ron, Ginny und Hermione zum Schloss zurück eilten.
,Verdammt‘ dachte Hermione, es war wirklich nicht geplant gewesen, dass Harry so schnell von der Sache Wind bekam. Was sollte sie jetzt bloß tun? Immer näher rückte das Schloss und Hermiones Gedanken rasten im Eiltempo, verschiedenste Konstellationen durch, die alle im Endeffekt nicht wirklich perfekt waren.
Das Schlossportal wurde aufgestoßen und Hermione versprach den anderen sofort nachzukommen. Harry der gerade mit seinen Gedanken schon in Dumbledores Büro war, nickte nur und marschierte zur nächsten Treppe, während Ginny und Ron ihr nachsahen, wie sie die Treppe zum Kerker hinunterlief.
Energisch klopfte Hermione an Severus Tür und betete zu Merlin, dass er da sei und zum Glück wurde sie nicht enttäuscht.
„Was ist passiert?“ fragte Severus scharf und hoffte dass sich Hermione einmal für eine kurze Antwort entscheiden würde.
„Du musst sofort zu Professor Dumbledore gehen, Harry und ich haben das Medaillon gefunden und ich weiß nicht was Harry jetzt vor hat, aber wir müssen ihn aufhalten.“
Doch auch Severus blieb keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn als Hermione geendet hatte, ertönte Albus Stimme aus seinem Kamin.
„Geh.“ flüsterte Severus zu Hermione und sie verschwand bevor der Schulleiter seinen Kopf durch die Flammen stecken konnte.
Mit zum Zerreißen gespannten Nerven, hörte sich Severus Albus Variante des Geschehen an und begab sich sogleich auf den Weg zu den kahlköpfigen Wasserspeiern. 1356 Schritte, er hatte sie irgendwann einmal gezählt, 1356 Schritte hatte er Zeit sich etwas einfallen zu lassen. Die ganze Zeit über hatte er sich eine perfekte Welt herbeigesehnt, mittlerweile wäre er höchst zufrieden, eine minder perfekte Welt, mit Ecken, Kanten, Risse und alles was dazu gehört zu bekommen. Denn dies könnte nur besser sein als die Welt in der er gerade lebte. So sehr hatte er gehofft, mit Hermione den nächsten Horkrux zu finden, oder wenigstens dass Potter nicht gleich zu Albus rennen würde, mit der Bitte, doch auch diesen Horkrux unschädlich zu machen. ,Verdammt!‘
* * *
Als Severus den Raum betrat, redete Harry laut auf Dumbledore ein. „Wir müssen etwas unternehmen! Das ist unsere Chance zu handeln den Horkrux zu zerstören.“
Mit einem Blick musterte er die Anwesenden und stellte beruhigt fest, dass nur der innere Zirkel, mit Ausnahme von Ginevra und Weasley , anwesend war.
„Du hast recht Harry und jetzt beruhige dich bitte. Wir werden einen Weg finden, diesen Horkrux zu zerstören.“ redete Dumbledore ruhig auf Harry ein, während er immer und immer wieder das Bild betrachtete. Wie konnte ihnen all das nicht aufgefallen sein? Diese Bilder waren durch viele Ordenshände gewandert und erst die Kinder, hatten das Unglaubliche entdeckt.
Albus musterte alle die vor ihm saßen. Minerva, Remus, Moody, Kingsley alle sahen mehr oder minder ratlos aus. Gerade Umbridge war ein gefährliches Pflaster, das schwer zu betreten, gar zu bestehlen war.
„Wir werden ...“ fing Albus an, „einen Plan entwickeln, diesen Horkrux zu zerstören.“ Bevor Harry seinen Mund wieder öffnen konnte, setzte Albus noch schnell hinzu, „und du wirst selbstverständlich mit dabei sein. Auch wenn ich die Gruppe sehr begrenzt halten will.“
Irgendwas ging ihr schief und Hermione merkte es schneller als Severus. Konnte es sein, dass sie mit ihrer Vielsafttrankaktion Dumbledore so verwirrt hatte, dass er nun doch Zweifel hegte und nun wieder zu Harry umgeschwenkt war. Was sollte sie nur tun? Sie konnte ihn schlecht davon überzeugen, dass sie es gewesen war, dass würde einen Eklat auslösen, der wahrscheinlich schlimme Folgen haben würde.
Doch sie musste sich irgendwie in diesen Plan integrieren. Doch wie? Kurz huschte Hermiones Blick zu Severus hinüber, der dieses Mal offen seine Gefühle zur Schau trug, die ganz eindeutig schrieen, Tue nichts Dummes!
Zum Glück war die ganze Aufmerksamkeit auf Albus gerichtet, sodass keiner die Risse in der Maske des Tränkemeisters bemerkte, außer Hermione, die mit ihrem nächsten Satz dennoch gegen Severus Wunsch handelte.
„Wenn ich anmerken dürfte, führt Umbridge gerade und vor allem nur Prozesse durch, die gegen Muggelstämmige ermitteln und ist in diesen Beisitzerin und Wortführer des Ministeriums.“ Noch einmal holte Hermione tief Luft, bevor sie ihren Plan ausformulierte. „Und ich als Muggelstämmige wäre für sie ein gefundenes Fressen und wir würden alle ganz legal in den Gerichtssaal kommen. Harry und Ron als meine treuen Begleiter und sie Professor Dumbledore als der Schulrektor, dem ich unterstehe.“
„Aber mein Kind, wie sollte man dies bewerkstelligen?“ flüsterte Albus. Minerva unterstützte ihn händeringend und auch Remus wirkte, als wäre ihm wohler bei der Sache, Hermione aus dieser gefährlichen Geschichte komplett rauszuhalten.
Severus gefror das Blut in den Adern, als er das angedeutete Lächeln in Albus Mundwinkel erkannte. Es war selten. Sehr selten, doch er erkannte es immer.
,Verdammter Narr.‘
„Es wird funktionieren, wenn ich Miss Granger anzeigen werde, weil sie mich, ihren Lehrer angegriffen und beinahe verletzt hätte. So wäre auch ich im Gerichtssaal anwesend.“
Albus gab sich zweifelnd, „Ja, so könnte es funktionieren.“
„Aber ..“ versuchten Minerva und Ron sich einzumischen, doch Albus winkte ab. „Dies hier ist von höchster Wichtigkeit und der Plan von unser lieben Miss Granger ist momentan das Beste was wir haben. Vielleicht ist sie sogar unsere einzige Möglichkeit, dem Seelenteil von Tom habhaft zu werden. Auch wenn ich dann mehr Leute in die Klauen des Ministeriums schicke, als mir lieb ist.“
„Es ist gewagt, das gebe ich zu, doch mit dir Albus, Harrys und Severus Schutz, dürfte Hermione nicht all zu viel passieren.“ meinte Remus.
,Ihr Hohlköpfe, mal sehen wie viel ihr passieren wird, wenn sie unser aller Leben retten wird und gleichzeitig das Ego des Wunderkindes Potter aufpoliert.‘ regte sich Severus auf und konnte nur den Kopf schütteln, als er Hermione Entschlossenheit spürte. Wahrscheinlich badete Potter gerade in ihrem Gefühlswahnsinn und nimmt auch noch an, dass es von ihm kommen würde. Nein, diese Welt war wahrlich nicht perfekt.
„Doch was sollte Hermione tun, damit du sie anzeigst?“ warf Minerva ein.
„Da sie es schon geschafft hat dieses Jahr zwei Monate Nachsitzen zu bekommen, wird uns schon etwas einfallen.“ meinte Severus säuerlich ohne jegliche tiefgreifende Emotion.
Mit diesen Worten beendete Albus das kurzfristige Treffen und vereinbarte das nächste Zusammentreffen in drei bis vier Tagen abzuhalten um dann den endgültigen Plan zu diskutieren.
* * *
„Bist du nun zufrieden?“ fragte Severus grummelig.
„Verwirrt, aufgewühlt, nervös, hmm aber zufrieden ist nicht mit dabei.“ antwortete Hermione wahrheitsgemäß tief vergraben in seinem Lieblingssessel. „Was hätte ich denn tun können? Die Wahrheit sagen? Harry ins offene Messer laufen lassen oder eine Kombination von beiden?“
„All dies, wäre wahrscheinlich nur halb so dumm gewesen, als weiter so zu tun, als würde Potter durch die Weltgeschichte marschieren und so mir nichts dir nichts Horkruxe zerstören.“ erwiderte er giftig, obwohl er eigentlich kein Recht hatte, sie so niederzumachen, da er selbst auch seinen Mund nicht aufbekommen hatte, jedenfalls nicht im richtigen Moment und mit den falschen Worten auf der Zunge, wenn man ihn fragte. Aber ihn fragte ja keiner.
„Professor Dumbledore wird schon wissen was er tut, wenn er alle in dem Glauben lassen will, dass Harry der Ausauserwählte ist. Vielleicht hat er nach meiner blöden Aktion wirkliche Zweifel bekommen, da konnte ich doch Harry nicht in das Messer laufen lassen, vor dem ich ihn noch vor ein paar Wochen weggeschoben hab.“
„Und selbst reingelaufen bist.“
„Das hab ich nicht gesagt.“ funkelte Hermione ihn böse an.
„Hättest du aber tun können, da es genauso gut der Wahrheit entspricht.“ erwiderte Severus immer noch höchst gereizt. „Es ist ja nicht so, als wäre unsere gesamte Ausgangssituation nicht die Allerbeste. Wir kämpfen in einem Krieg mit einem kranken Irren, der einen Haufen geistig Verwirrter um sich geschart hat und es noch dazu geschafft hat, sich verdammt unsterblich zu machen. Aber nein, anscheinend reicht das nicht aus, wir müssen es uns auch noch doppelt kompliziert machen, indem wir so tun als wäre Harry der, der all das Dunkel auf Erden vertreiben kann.“
Sie hatten aber auch wirklich Pech gehabt, dass Potter gleich wieder dachte, einen Horkrux zerstören zu können, entweder war Hermiones Gedächtniszauber an irgendeiner Stelle schief gegangen oder Potter hatte einen Hang zur gefährlichen Selbstüberschätzung. Severus tendierte eher zum Letzteren.
„Könnten wir bitte aufhören, dass was wäre wenn Spiel zu spielen? Es macht nämlich überhaupt keinen Sinn. Was wäre wenn Harry zu Albus gegangen wäre, dann wäre wahrscheinlich nichts passiert, außer das Harry sich eher in einem Erdloch verkrochen hätte, als sich dem Dunklen Lord zu stellen und wir wissen schon einmal, dass er irgendetwas mit seiner Vernichtung zu tun hat, dass kannst du nicht abstreiten und zweitens wüssten wir nicht, dass ich Horkruxe zerstören kann. Warst du nicht derjenige, der gemeint hatte, dass Dumbledore uns nicht glauben würde. Du hattest dich geirrt, jetzt ist es zu spät und jetzt sollten wir uns endlich mal überlegen, was ich tun kann um dich so gegen mich aufzubringen, dass du mich mit beiden Händen vor das Zaubergamot schleppst!“ zischte Hermione.
„Lass mich überlegen, ach ja ich habs, du opferst dich selbst, während alle anderen glauben, dass Potter der Weltenretter ist. Ach, dass geht ja nicht, dass tust du ja jetzt schon.“
„Du wolltest dass ich dieses Spiel spiele!“ schrie Hermione ihn aufgebracht an, und sein Teeservice in der Küche fiel von ganz alleine krachend zu Boden.
„Aber nicht so!“ brüllte Severus wenig geistreich zurück, während er einen lautlosen Reparo in seine Küche schickte.
„Für eine Schlange brüllst du überzeugender als ich, bist du dir sicher dass du nicht doch im falschen Haus gelandet bist und was bitte schön hast du dir vorgestellt, dass ich mit ein bisschen albernen Zauberstabgefuchtel Frieden über die Welt bringe? Dumbledore wollte mich von Anfang an in dieser Rolle, sowie er Harry von Anbeginn als den Auserwählten heran erzogen hat. Severus der Zug für die Rollenverteilung, war schon abgelaufen, als wir noch nicht einmal von der Existenz dieses Spiels wussten.“ Etwas in Hermiones Worten ließ Severus innehalten, sie hatte Recht er wusste es und er sollte diesen Streit beenden, bevor ihr selbst auffiel, wie viel Wahrheit in ihren Worten steckte.
Resignierend setzte er sich in den Sessel ihr gegenüber.
„Mit ein bisschen albernen Zauberstabgefuchtel wirst du mich angreifen und einen Stupor auf mich hetzen, der mich natürlich verfehlt, aber dennoch werde ich in meinem Stolz so angegriffen sein, dass ich dich mit beiden Händen vor das Zaubergamot ziehen werde.“
Hermiones Umhang raschelte, als sie sich zu seinen Füßen begab und mit ihren warmen Fingern, seinen kalten Hände umschloss. Dankbar blickte sie in sein Gesicht, alles war vergeben und vergessen, rührte ihr Streit, nur aus Sorge um ihr, her.
„Wir haben das Spiel angefangen, so lass es uns zu Ende bringen.“ flüsterte Hermione gegen seine weißen Knöcheln.
„Pathetische Gryffindors.“ murmelte Severus, als er sich zu hinunterbeugte und sie zärtlich küsste.
* * *
Leise schlich Hermione in den Schlafraum der Jungs, wo auch schon Ginny und weitere DA Mitglieder auf sie warteten. Natürlich waren alle von dem groben Gesprächsverlauf in Dumbledores Büro unterrichtet worden, schließlich waren sie alle dabei gewesen, als Harry den Horkrux gefunden hatte.
Leise applaudierten alle Hermione, als diese den Raum betrat, denn Harry und Ginny, hatten ihren tapferen Entschluss schon längst verkündet und Hermione schaute betreten zu Boden. Severus tat gut darin, dieses Spiel zu verabscheuen, da sie selbst nichts anderes machte. Die ängstlichen Blicke, die Ginny ihr immer wieder zuwarf, brachen ihr beinahe das Herz. Im krassen Gegensatz dazu standen die Blicke von Ron, der finster dreinblickte, wenn ihre Blicke sich trafen. Verwirrt setzte sich Hermione neben Ginny und griff nach ihrer Hand.
„Was macht ihr jetzt?“ flüsterten Lavender und Neville fast gleichzeitig.
„Draco gegen mich aufbringen.“ sagte Hermione mit fester Stimme und erntete wieder einmal erstaunte Ausrufe.
Neville schluckte und schaute Hermione mit großen Augen an , leise Zweifel, ob hier die Rollenverteilung noch stimmte, überfielen ihn, doch da keiner der anderen, etwas in dieser Richtung bemerkte, vergaß er den Gedanken so schnell, wie er gekommen war.
„Was hat Draco damit zutun?“ Lavender sah gerade so aus, als würde jemand versuchen ihr das Hexen Einmal Eins beizubringen.
„Wenn Draco mich angreift, bekomme ich vielleicht noch einmal die Chance ihm seine Nase zu brechen und gleichzeitig bekommt Se...Snape die Chance mich aufzuhalten, sodass ich im Endeffekt wohl ihm die Nase brechen werde.“ antwortete Hermione mit erstickter Stimme und hoffte, dass keinem ihr kleiner Versprecher aufgefallen war.
Zustimmendes Gemurmel, wischte Hermiones Zweifel hinfort, anscheinend hatte nur Ginny wie ein Luchs zugehört, denn sie grinste, wie eine Katze, die den Fang des Jahrhunderts gemacht hat.
Als die Diskussion sich immer mehr auf Harry und seine Fantasien konzentrierte, verabschiedete sich Hermione und zog sich in ihr Zimmer zurück. Sie hatte noch viel zu tun und eine Menge Überzeugungsarbeit zu leisten.
Mit diebischer Vorfreude tunkte sie ihre Feder in die schwarze Tinte. Zu gerne, wäre sie dabei, wenn die betreffende Person, ihren Brief öffnen würde um schon bei den ersten Zeilen einen kleinen Ohnmachtsanfall zu erleiden, der spätestens mit ihrer Unterschrift eintreten würde.
* * *
Die Tage zogen ins Land. Umbridge verurteilte weiterhin unschuldige Menschen und Hogwarts Hexen und Zauberer brachten den allgemeinen Schulalltag hinter sich. Alle freuten sich auf das kommende Wochenende und auch Hermione konnte es gar nicht mehr erwarten, endlich Sonnabend morgens in der großen Halle in aller Ruhe zu frühstücken.
Gesagt getan, nun saßen sie in aller Frühe, in einer mittelprächtig gefüllten Halle und schaufelten Merlins Zauberflocken mit Zuckerüberzug in sich hinein. Als sich plötzlich die großen Flügeltüren öffneten und eine schillernde Persönlichkeit den Boden der ehrwürdigen Hallen betrat, die sie allein durch ihre Anwesenheit beschmutzte. Gefolgt von einem halben Dutzend Kameras schritt Rita Kimmkorn auf den Auserwählten, mit der ach so tragischen Kindheit, zu. Breit lächelnd, mit der flotten Schreibfeder im Anschlag, war sie auf der Suche nach der großen Story.
Harry verschluckte sich fast, als Rita sich neben ihn setzte. Die Kameras waren so gnädig, zu dem Jungen der nur lebte um sie alle zu Retten, dass sie diesen Moment nicht für die Ewigkeit festhielten.
„Wir geht es unseren Auserwählten denn heute so?“ flötete sie in einer piepsigen Tonlage, dass die Sahne am Nebentisch schlecht wurde.
„Seit wann bin ich denn für das Ministerium wieder der Auserwählte?“ fragte Harry lauernd, der gar nicht wusste wie ihm geschah. Ein ernster Blick Richtung Kamera und schon wurde das erste Foto geschossen, dass später die Titelseite der nächsten Ausgabe zieren würde. Bildunterschrift: „Der Auserwählte entschlossen uns von allen Übeln zu befreien!“
„Schon immer, schon immer, Harry.“ milde lächelnd, tätschelte Rita seinen Arm, während die anderen Reporter, alle anderen vom Tisch zur Wand wegdrängten.
Im Schatten einer Säule beobachtete Hermione das Schauspiel, als Rita langsam Harrys Vertrauen gewinnen konnte und ihm überaus wohlwollend zuhörte.
Severus und sie hatten wochenlang über Dumbledores Beweggründe diskutiert und irgendwann hatte Hermione das Gefühl, einen Blick hinter die Kulissen erhascht zu haben, auch wenn dieser Blick nur Missverständnisse zu Tage förderte. Doch es waren wahrscheinlich einfache banale Missverständnisse gewesen, die zu alldem geführt hatten. Sie glaubte Severus, dass Dumbledore von Anfang an, sich zu sehr auf Harry konzentriert hatte, in der Hoffnung, dass der Auserwählte auch wirklich die Macht haben würde, den Dunklen Lord zu besiegen. Diese Hoffnung war alles andere als abwegig. Genauso gut konnte sie sich vorstellen, dass man sich in eine Hoffnung solange hineinsteigern konnte, dass man sie von der Wahrheit, egal in welchem Licht oder Blickwinkel man sie betrachtete, nicht mehr unterscheiden kann. Und dann war es auch schon passiert, jahrelang hatte er Harry zum Auserwählten ausstaffiert und dann musste er plötzlich erkennen, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hatte. Das alle aufs falsche Pferd gesetzt hatten. Was sollte man nun tun, die Hoffnung aller einstürzen lassen, Harrys Vertrauen in sich selbst zerstören, nur um eine Wahrheit ins rechte Licht zu rücken, die auch im Verborgenen das gleiche Erreichen kann? Um den Dunklen Lord zu besiegen, müsste keiner wissen, wer es getan hat. Das Vertrauen aller in Dumbledores Fähigkeiten, war der Kitt der guten Seite, ohne dass, würde wahrscheinlich alles zusammenbrechen. Wer war sie, sich diesem Plan zu widersetzen. Dumbledore wusste schließlich was er tat.
Sie würde weiterhin im Verborgenen bleiben und sich an das unausgesprochene Abkommen mit Dumbledore halten.
Ein Hand auflegen da, ein Locke zurecht drücken dort, bisweilen begleitet durch eine zerknirschte Mimik und Harry plauderte drauf los, sodass die Flotteschreibefeder, bald zu qualmen anfing.
„Ihr solltet in eure Hausbeschreibung noch treudoof hinzufügen.“ flüsterte Severus in Hermiones Ohr. Vor aller Augen verdeckt, hatte er den Tumult um Potter dazu genutzt, sich hinter der Säule an Hermione heranzuschleichen. „Ich drehe Albus irgendwann den Hals um, reicht es nicht, wenn er den Orden an der Nase herumführt, muss er Potter nun auch noch heilig sprechen lassen?“
„Dann dreh lieber mir den Hals um, denn schließlich bin ich für diese Heiligsprechung verantwortlich.“ grinste Hermione.
„Bitte was?“ fragte Severus verdutzt.
„Ich habe Rita geschrieben und sie an ein altes Versprechen erinnert, dass ich gerne einzulösen bereit war.“
„Aber was bringt es Sankt Potter der Welt zu präsentieren?“
„Viel, glaube mir, sehr viel.“ ließ sich Hermione jedes einzelne Wort aus der Nase ziehen, während ihrer beider Augen von den Blitzlichtern der Kameras geblendet wurden.
„Erstens.“ flüsterte Hermione „ist es immer gut die Zauberergesellschaft an ihren Auserwählten zu erinnern, vor allem wenn sich die beste Freundin bald einen Fauxpas der Extraklasse erlauben wird. Zweitens übe ich damit eine gewisse Rache an einem seltenen kleinen Käfer aus und drittens, wird es morgen neben der großen Heiligsprechung noch eine weitere Überraschung geben.“
„Und bist du dir wenigstens sicher, dass du im richtigen Haus gelandet bist?“ fragte Severus süffisant.
„Nein.“ erwiderte Hermione und ließ Severus einfach stehen.
* * *
Als Severus am nächsten Tag den Tagesprophet aufschlug und in das ernste Gesicht von Sankt Potter blickte, hätte er am liebsten seinen Kaffee aus Versehen darüber verschüttet. Doch dieses Gefühl war nichts als er anfing zu lesen und bei einer bestimmten Stelle, beinahe wirklich seinen Kaffee ausgespuckt hätte.
Da er seinen Augen nun nicht mehr über den Weg traute, lass er den folgenden Abschnitt noch einmal und immer wieder, bis in seinen Augen der Schalk glänzte und er sich gedanklich vor Hermione verbeugte.
„Das war unser Interview, mit Harry Potter, dem Auserwählten und was soll ich sagen, ich war zutiefst berührt von seiner Entschlossenheit, seinem Willen und dennoch gab es auch andere Interessante Leckerbissen, fernab von den schwerwiegenden Lasten des Schicksals. Eine von Harrys Mitläuferinnen, Miss Granger, hat mir im höchsten Vertrauen erzählt, dass es auch Vorteile mit sich bringen kann, der Auserwählte zu sein. Etliche Liebesbriefe, würden noch immer den Weg zu Harry finden und es sei gesagt, dass sich darunter nicht nur unschuldige Liebesschwüre von Mädchen verbergen. Auch ein junger Mann, der selbst Hogwarts besucht und alle unter dem Namen Draco Malfoy ein Begriff sein sollte, hätte einen Liebesbrief an unseren Harry verfasst. Ist es nicht romantisch, vergleichbar mit Romeo und Julia, wenn zwei die auf verschiedenen Seiten gehören, etwas stärkeres verbindet als der Kampf?Doch Mr. Malfoy leider ist unser Harry schon anderweitig vergeben. Doch wie wäre es stattdessen mit Mr. Weasley? Wie mir zu Ohren gekommen ist, ist er noch zu haben.“
Als Harry den Artikel zu Ende gelesen hatte, starrte er Hermione an, als wäre sie Voldemort höchstpersönlich, doch die Tatsache, dass er Ron davon abhalten musste, den Artikel zu Ende zu lesen, lenkte ihn ein wenig ab.
Auch ein anderer in der großen Halle wurde an diesem Morgen blass um die Nase, und während der Slytherintisch nicht mehr aufhören konnte zu kichern, fing Draco mit dem Knurren an.
Nun hatte auch Ron den Artikel zu Ende gelesen und war mehr als Grün im Gesicht, während Ginny sich noch immer mitten in einem Lachkrampf befand.
„Wie hast du das hingekriegt Hermione?“ fragte Harry ehrfürchtig, „keiner der noch bei klarem Verstand ist, würde mich in den Himmel loben, während ein Malfoy im Nebensatz beleidigt wird. Doch am unwahrscheinlichsten ist die Tatsache, dass sie auch noch ihren Namen gut lesbar darunter geschrieben hat.“ Rita Kimmkorn wird ihres Lebens nicht mehr froh, fügte er in Gedanken noch hinzu.
„Ich hatte die besseren Argumente.“ grinste Hermione.
„Ich hoffe du hast noch ein paar für den da übrig.“ stotterte Ron und deute vage nach hinten, wo Dracos Tagesprophet gerade in Flammen aufging.
„Für ihn hab ich mir die schlagfertigsten aufgehoben.“ sagte Hermione und stand auf.
Simultan erhob sich auch Draco, sowie Harry, Ron und Severus in einem gewissen Abstand, zu den beiden.
Bis zur Vorhalle schaffte es Hermione, als sie brutal von Draco festgehalten wurde.
„Granger!“ knurrte Malfoy und verstärkte seinen Griff um ihr Handgelenk.
Wütend drehte diese sich um, sie musste sich sehr konzentrieren, dass ihr nicht aus Versehen etwas kaputt ging. „Was Malfoy?“
„Du glaubst doch nicht, dass du mit so was einfach davon kommst? Beleidigst einen, einen ...“
„Was einen? Einen Malfoy? Ich hab dich nicht beleidigt, ich hab nur ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und da ist es mir so rausgerutscht?“
„Schlammblütern rutscht nichts einfach so raus!“ brüllte Draco ihr ins Gesicht, das sein Speichel ihre Wangen benetzte. Das blonde Haar fiel ihm ins Gesicht und verdeckte teilweise die Zornesröte, die Draco überhaupt nicht stand. Mit hervorgeschobener Unterlippe knurrte er sein Gegenüber an, doch Hermione war schneller und hatte ihren Zauberstab gezückt, bevor Malfoy auch nur einen Gedanken an einen Expelliarmus verschwenden konnte. Zorn funkelnd, hielt Hermione ihm ihren Zauberstab an die Kehle, als auch schon Severus angerauscht kam und die beiden versuchte voneinander zu trennen. Doch Hermione blind vor Wut stürzte sich nun auf Severus und feuerte einen Stupor in seine Richtung ab. Severus hechtete vor den Augen der Schüler in Deckung und entwaffnete Hermione. Brüllend, zischend, geifernd zog er sie in das Büro des Schulleiters und veranlasste die sofortige Anklage gegen eine wildgewordene Schülerin, die eine Gefahr für alle darstellte.
Harry und Ron stürzten den beiden hinterher und wieder einmal redeten sie auf seinen Rücken ein, versuchten ihn zu beruhigen und machten es für alle sichtbar nur noch schlimmer.
Albus wirkte zerknirscht, Minerva war den Tränen nahe und Hermione sah ihren Fehler nicht ein. Schnell war die Vorladung an Hermione erbracht und der Verhandlungstermin, samt Vorsitzende Dolores Umbridge, festgesetzt. So weit so gut.
* * *
Kopfschüttelnd betrachtete Severus Hermione, die diesen Abend ruhig in seinen Gemächern verbrachte, da sie bis zur Verhandlung vom Unterricht suspendiert und vom Gryffindorturm verbannt worden war. Eigentlich sollte sie diese Tage in Isolationshaft in den Kerkerverliesen verbringen. Nun ja in den Kerkern befand sie sich zumindest.
„Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, dass du all die Jahre nur so getan hast, als könntest du nicht schauspielern, nur um allen etwas vorspielen zu können.“ sinnierte Severus.
Verwirrt schaute Hermione von ihrem Buch auf. „Da muss ich dich enttäuschen, wir können nur froh sein, dass die meisten Leute Dinge hinnehmen ohne sie zu hinterfragen.“ In Gedanken vertieft blätterte sie um.
„Ich hoffe wir haben das richtige getan. Nicht nur, dass wir jetzt einen Sankt Potter haben, nun bist du auch noch eine hoffnungslose Irre.“
„Ist der Ruf erst ruiniert ...“ grinste Hermione, „Severus, all die Leute die mir etwas bedeuten sind eingeweiht.
Somit hat die ganze Sache doch einen Vorteil, dass wir den Horkrux bei einem DA Treffen gesichtet hatten. Und was die anderen angeht, die fanden mich schon skurril weil ich Bücher gelesen habe, schlimmer kann das jetzt auch nicht werden.“
Seufzend legte sie ihr Buch beiseite und rieb sich die Augen, solche Eskapaden zerrten an ihrer Kraft.
„Du solltest ins Bett gehen.“ meinte Severus irgendwann.
„Schickst du mich jetzt doch noch ins Verlies, oder darf ich auf deiner Couch schlafen?“ fragte Hermione ein Gähnen unterdrückend.
„Keins von beiden, ich schicke dich ins Bett. Dort drüben ist mein Schlafzimmer.“ mit gestellter gleichmütiger Miene, zeigte Severus auf die linke Tür, die von seinem Wohnzimmer abging und versuchte die Röte zu ignorieren, die sich auf Hermiones Wangen ausbreitete.
Wenn sie so weiter machte, würde er sich heute mehr als nur zusammenreißen müssen, ihr nicht zu nahe zu kommen.
„Ich kann doch nicht einfach ...“
„Einzig Dumbledore weiß, wo du dich gerade befindest und er wird dich gewiss nicht in meinem Schlafzimmer vermuten. Außerdem hab ich da hinten noch ein paar seltene Erstausgaben, die dich interessieren dürften.“
Hermione lächelte, „Und über mich haben sich immer alle lustig gemacht, dass ich mit Büchern keinen Kerl ins Bett bekomme und jetzt macht es ein Kerl einfach anders herum.“
Severus zuckte nur mit der Schulter und scheuchte sie in Richtung Schlafzimmer, die nächsten Tage würden noch anstrengend genug werden.
Vor der Tür drehte sich Hermione noch einmal um. „Das bedeutet jetzt aber nicht, dass du auf dem Sofa schläfst, oder?“
„Das ist bequemer als es aussieht.“ wich Severus ihrer Frage aus.
„Nein, ist es nicht und ich spreche da aus Erfahrung wenn du dich erinnern kannst und aus eben einer ähnlichen Erfahrung weiß ich auch, dass dein Bett groß genug für uns beide ist. Wir werden sowieso in der Hölle landen, was macht es da noch für einen Unterschied?“
Diese Hexe war wirklich unglaublich, Mutig, wie ein Löwe und gerissenwie eine Schlange. Es wäre jetzt lächerlich, wenn er immer noch das Sofa für sich beanspruchen würde, schließlich hatte er ihr versprochen, nicht mehr wegzulaufen und Severus war vieles, bloß kein Feigling.
Nach einiger Zeit folgte er der jungen Hexe in sein Schlafzimmer, wo diese anscheinend sofort eingeschlafen war, als ihr Kopf das Kissen berührt hatte. Ihre braunen Locken breiteten sich auf ihrem Kissen aus, während ihr Körper fast vollständig von den grünen Samtdecken verdeckt war.
Unpassende Gedanken rauschten Severus durch sein Hirn als er sich zu Hermione gesellte und sie zu sich zog, den Duft ihrer Haare schnuppernd, versank er tief ins Land der wirren Träume.
* * *
Audrey schüttelte über die beiden nur ihren Kopf, bevor sie sie mit einem ihren eingeübten Räuspern aus dem Schlaf schrecken ließ.
„Der Schulleiter wird in Kürze eintreffen und erwartet sie beide zum Frühstück in deinen Gemächern.“ mit einem Fingerschnipsen war Audrey verschwunden und Hermione und Severus hasteten aus dem Bett.
Hermione verschwand im Bad und Severus ging in sein Wohnzimmer, wo er ein vom Schlafen verwüstetes Sofa vorfand. Audrey steckte wirklich voller Überraschungen, dachte Severus, als es auch schon an seiner Tür klopfte. Mit einer Handdrehung war Severus vollständig bekleidet, frisiert und gewaschen.
„Guten Morgen, Albus.“ begrüßte er seinen Freund.
„Guten Morgen mein Junge.“ mit guter Hoffnung betrat er das Wohnzimmer und setzte sich an den gedeckten Tisch, als schon Hermione aus dem Bad geeilt kam.
„Guten Morgen, Miss Granger.“
„Guten Morgen, Professor.“
Hermione und Severus nickten sich lediglich zu und schon saßen alle drei am Tisch und schauten sich vielsagend an. Dumbledore brach als erster die Stille. Für Severus glich das fast einem Wunder.
„Am nächsten Sonnabend wird das Zaubergamot tagen. Malfoy hat bislang noch nichts von sich hören lassen, dass hätte uns sonst wirklich gefährlich kommen können, Miss Granger. Wenn er ein Nebenkläger geworden wäre, hätten wir wirklich Müh und Not, sie da wieder rauszukriegen.“
„Albus, Miss Granger ist der gewagten These nachgegangen, dass ein Malfoy bei Verleugnung, einzig und allein Stillschweigen bewahrt, weil alles andere einem Geständnis gleich kommen würde. Da sie eine Beleidigung gewählt hat, die für jeden erkennbar nicht der Wahrheit entsprechen konnte, wird Malfoy sich nicht noch zusätzlich bloßstellen.“
„Sehr zum Missfallen seines Sohnes.“ wand Albus ein.
„Das schon.“ antwortete Hermione ruhig. „Aber Lucius nicht Draco, trifft in der Familie Malfoy die Entscheidung. Es ist irrelevant was Draco will, würde es Lucius nützen, wenn er eine Liebelei mit Potter anfangen würde, so würde er diesen romantischen Weg beschreiten.“
Severus Augenbraue wanderte in die Höhe und Albus räusperte sich verlegen.
„Wie dem auch sei, Malfoy ist kein Nebenkläger und darüber sollten wir uns alle, mich insbesondere freuen.“ ruderte Hermione wieder in sichere Gewässer zurück.
„Das sollten wir.“ murmelte Severus.
„Eigentlich wollte ich euch nur informieren, dass heute Abend, dass letzte Ordenstreffen vor der Verhandlung stattfinden wird. Ich schlage vor, dass ihr beiden durch den Kamin floht.“
Hermione und Severus nickten.
* * *
Sie hatten einen Plan. Sie hatten einen guten Plan. Doch noch jeder gute Plan konnte misslingen. Vielleicht würde sie heute Abend den Dementoren Gute Nacht sagen.
Nervös schüttelte Hermione ihren Kopf, sie durfte sich auf gar keinen Fall verrückt machen. Gerade jetzt brauchte sie einen klaren Kopf.
Und selbst wenn sie nach Askaban kommen sollte, dann konnte sie immer noch ausbrechen und die Dementoren das fürchten lehren, beschloss Hermione, als sie entschlossen, mit erhobenem Kopf das Tribunal betrat, welches bis auf den letzten Platz voll besetzt war.
Mitten in der Menge von schwarzen und bordeauxfarbenen Umhängen, stach das pinke Kostüm der bösen Hexe heraus, die Hermione aus wutentbrannten Augen musterte, woraufhin sich ihr der Magen umdrehte.
* * * * * * *
Wie hat es euch gefallen??? Bin neugierig ^^ *lach*
vielen vielen Dank an meine Beta eule20 und an The Potion Master für das Review!
The Potion Master: *rot werd* *in die Tasten hau* Neues Kapitel schon da, hoffe es hat dir gefallen und ja ich stimme voll und ganz mit dir überein SS/HG forever!!!
Ach ja, dass nächste Kapitel trägt den Namen *trommelwirbel* Ohne Gnade Teil 2 *hust*
bis zum nächsten mal,
eure Seri
ach und bevor ich es zum wiederholten male vergesse, wie findet ihr das Cover für die Geschichte????
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Im Buch wird sie als hässliche Kröte beschrieben. Als man mir dann sagte: ,Du wärst toll in der Rolle‘, antwortete ich: ,Herzlichen Dank!‘ Aber natürlich habe ich mich gefreut, als man mich darum bat, denn die Rolle ist ein echtes Juwel, es ist einfach traumhaft, in dieser Welt mitmischen zu dürfen … ganz abgesehen davon, dass ich in der Achtung meiner zwölfjährigen Tochter deutlich gestiegen bin.
Imelda Staunton