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Fanfiction

Jemand sagte mir, dass Sie mich lieben - Unterzeichnet, alte flatternde Fledermaus

von Aletheia

Missmutig schlich er durch die Gänge, folgte jedem noch so kleinen Laut in der Hoffnung, dass er jemanden erwischen würde, an dem er seine schlechte Laune auslassen konnte.
„Was für Idioten.“ grummelte er leise vor sich hin, als er sich an die vergangene Zaubertrankstunde erinnerte. Slytherins und Gryffindors. Was konnte man da anderes erwarten? Und dann noch dieser elende Potter. Potter, der ihn zum Narren hielt und vor der ganzen Klasse selbstherrlich belächelte. Ihn, Severus Snape. Den größten Zaubertrankmeister seiner Zeit und besten Absolventen von Hogwarts. Noch dazu der Mann, dem dieser Bengel sein Leben verdankte. Wie gern würde er ihm dafür einen Zauber an den Hals jagen, doch er hielt sich unter Kontrolle. Wie immer. Er hatte es Dumbledore versprochen. Und Lily, gestand er sich leise ein.
„Vielleicht sollte ich ihm doch mal etwas in seinen Kürbissaft mischen.“
Unbeabsichtigt war ihm das laut rausgerutscht. Ein erschrockenes Keuchen ließ ihn herumfahren.

Da stand sie. Nicht weniger nervtötend als der Junge, der überlebte. Hermine Granger. Potters beste Freundin. Na großartig, der Tag konnte nicht besser werden.
„Verschwinden Sie, Sie haben hier unten nichts zu suchen, Miss Granger.“ zischte er bedrohlich leise. Er merkte, wie sie unsicher schluckte. Begann dann leise eine Erklärung zu stottern. Wie er dieses Gestammel hasste. Dabei hatte sie sich doch sonst nicht so, die kleine Miss Know-it-all.
„Ich, ähm, Sir. Ich bräuchte eine Unterschrift von Ihnen.“
Zaghaft war Hermine auf ihren Tränkeprofessor zugegangen und hielt ihm ein Stück Papier hin. Snape hob eine Augenbraue, nahm dann aber das hingehaltene Papier entgegen.
„Wie Sie vielleicht wissen, möchte ich einige Monate nach Beauxbatons gehen und bräuchte dafür Ihre Unterschrift, dass Sie dem zustimmen.“
Mutig war sie ja die kleine Gryffindor, wie sie ihm äußerlich scheinbar gelassen entgegen trat. Doch er wusste es besser, aus ihrem Gesicht konnte man lesen wie aus einem offenen Buch. Wenngleich es diesmal auch nur ihre Augen waren.
Ein fieses Grinsen legte sich auf seine Züge.
„Und wieso sollte ich dem zustimmen?“ fragte er süffisant und sah das Mädchen vor ihm herablassend an. Er liebte es seinen Schülern Angst machen zu können. Es versüßte ihm den ganzen Tag, wenngleich es lange nicht den Ärger über die Dummheit der Schüler ausgleichen konnte.

„Sir, alle anderen Lehrer haben mir bereits ihre Zustimmung mitgeteilt. Ich bin dem Stoff hier schon meilenweit voraus und kann ihn nahezu im Schlaf. Ich fühle mich unterfordert und möchte gern noch andere Sachen lernen. In Beauxbatons wäre das möglich, da sie dort noch andere Fächer als hier unterrichten. Ich habe auch schon die Zustimmung zu dem Austauschprojekt erhalten.“
Zorn stand in ihrem Gesicht. Zorn darüber, dass er es in der Hand hatte ihre Pläne zu bewilligen oder sie zunichte zu machen. Und dennoch versuchte sie ihrer Stimme nichts anmerken zu lassen.
Hilflosigkeit mischte sich in ihren Blick. Doch Snape kannte kein Erbarmen, schon gar nicht, wenn er Potters besten Freundin eins auswischen konnte.
„Sie fühlen sich unterfordert, Miss Granger?“
Sein Grinsen wurde noch breiter, bevor er langsam um sie herum schritt.
„Wieso haben Sie mir das denn nicht gesagt? Ich hätte da sicher noch die ein oder andere Arbeit, die Ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.“
Es war nicht mehr als ein Flüstern, doch Hermine hatte es verstanden. Und sie wurde sich ihres Fehlers bewusst. Wie konnte sie auch nur so dumm sein und gerade gegenüber der gemeinen Fledermaus Snape fallen lassen, dass sie sich nicht genug gefordert fühlte?

Ein Schauer jagte über ihren Rücken, als sie seine Präsenz in ihrem Rücken fühlte.
„Ich will Sie heute Abend um 7 Uhr in meinem Büro sehen.“
Wieder war es nur ein Hauchen, was sie spürte. Und wo sie es spürte, bei Merlin!
Er hatte sich dicht hinter sie gestellt, es ausgekostet, wie sie zusammen gezuckt war, und sich schließlich dazu hinreißen lassen ihr die Worte ins Ohr zu flüstern.
Mit einem letzten „Seien Sie pünktlich.“ hatte er sich umgedreht und war den Gang entlang gehastet, fast so, als wolle er unbedingt Abstand zwischen sich und eine angespannte Hermine bringen.

Erst als er um die nächste Ecke verschwunden war, wagte diese stoßartig auszuatmen. Wann hatte sie begonnen die Luft anzuhalten? Einen Moment schien sich der Kerkergang zu bewegen, bevor Hermine einige Schritte taumelte. Was war bloß los mit ihr? Sonst war sie doch auch nicht so zittrig in seiner Nähe. Lag es daran, dass er entscheiden würde, wie ihr Austauschprojekt verlief? Ob sie nach Beauxbatons gehen durfte oder nicht? Oder war es die Strafarbeit, die er ihr soeben aufgehalst hatte? Dabei war er nicht bedrohlicher als im Unterricht. Vielleicht, so dachte sie, war es, weil sie ihm eben allein gegenüberstand?
Sie schüttelte ihren Kopf, versuchte ihre Gedanken zu ordnen und sah auf. Ein Hufflepuff Junge blickte sie irritiert an und stockte in der Bewegung, scheinbar bereit ihr zu helfen und sie zu stützen. Ein leichtes Lächeln und dankbares Nicken ließen den Jungen schließlich im nächsten Raum verschwinden, bevor Hermine sich auf den Weg zum Gryffindor Turm machte. Sie musste unbedingt mit Harry und Ron sprechen.

Keuchend kam sie vor dem Porträt der fetten Dame zum Stehen.
„Passwort?“ fragte die fette Dame genervt und sah missmutig auf die junge Gryffindor hinab. Irritiert sah diese nach oben.
„Lilienstrauß. Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“
Verwundert blinzelte die grellpink gekleidete Dame in ihrem Rahmen und musterte Hermine, bevor sie ein theatralisches Seufzen ausstieß.
„Ach weißt du, ich bin es leid immer nur von euch garstigen Schülern angepöbelt zu werden, wenn ich nicht schnell genug den Durchgang frei gebe. Ist es denn zu viel verlangt auch mal ein Danke dafür zu hören?“
Mitleid stand in Hermines Augen. So hatte sie das noch nie gesehen. Für sie war es immer selbstverständlich, dass die fette Dame da war um ihren Turm zu bewachen. Es kam ihr nie in den Sinn, dass sie dies nicht als Ehre, sondern als Arbeit ansah. Einen Augenblick suchte sie nach den richtigen Worten.
„Ich glaube die meisten Schüler denken, dass Sie das gern für uns machen. Immerhin sind Sie immer für uns da, wenn es wirklich wichtig ist. Sie sind diejenige, die uns von allem Bösen schützt und auf uns aufpasst, wenngleich uns das nicht immer bewusst ist. An Ihnen liegt es, ob wir sicher hier schlafen können oder nicht. Wir sehen es als Ehre für Sie an, dass Dumbledore solch großes Vertrauen in Sie hat. Denn niemandem sonst würde er die Gryffindors anvertrauen, außer Ihnen.“
Sie merkte, dass sie die richtigen Worte gefunden hatte, denn die fette Dame sah sie geschmeichelt an.
„Oh, natürlich. In diese Richtung hatte ich noch gar nicht überlegt. Wie dumm von mir, dass ich nicht an Dumbledore dachte.“
Ein verlegenes Räuspern ließ Hermine lächeln.
„Ich werde die anderen trotzdem bitten etwas freundlicher zu Ihnen zu sein.“
„Das würdest du für mich tun?“
„Sehr gern. Wie könnte ich es verantworten, dass es Ihnen schlecht geht? Ihnen, denen wir unsere ruhigen Nächte verdanken?“

Einige geschmeichelt abwehrende Worte später stand Hermine endlich im Gemeinschaftsraum und sah sich um. Wie immer war der in Rot und Gold gehaltene gemütliche Raum von einigen Schülern besucht, die verstreut entweder auf den Sesseln am Kamin oder an den kleinen Tischen saßen. Während sich manche laut unterhielten und ein gelegentliches Lachen zu hören war, so, als wollten sie sich vom Unterricht ablenken, taten andere genau das Gegenteil und widmeten sich ihren Hausaufgaben.
„Hermine, da bist du ja. Wir hatten uns schon Sorgen gemacht, wo du nach Verwandlung plötzlich warst.“
Die Stimme ihres besten Freundes Ron ließ die Angesprochene zu ihm blicken. Er saß zusammen mit Harry und Ginny am Kamin, vor ihnen ein Schachbrett, auf dem die Figuren jetzt leise vor sich hin meckerten, weil sie nicht mehr beachtet wurden.
„Ich war noch bei Snape.“ war Hermines Antwort, während sie sich neben Ron auf das Sofa sinken und ihre Bücher auf den Tisch fallen ließ. Entspannt lehnte sie sich zurück und kam wieder zu Atem.
„Was wolltest du denn bei dem?“
Ron sah sie besorgt an, was Hermine zum Lächeln brachte. Es tat ihr gut zu wissen, dass sich jemand um sie sorgte und für sie da war, wann immer sie Hilfe benötigte.
„Ich brauchte von ihm noch die Unterschrift für den Schüleraustausch.“
Hermines Gesichtszüge verhärteten sich, als sie daran dachte, dass sie in einigen Stunden bei ihm nachsitzen musste.
„Das klingt nicht danach, als hätte er sie dir gegeben.“ mischte sich nun auch Harry ein. Hermine biss sich auf die Lippen, schüttelte dann den Kopf und versuchte den aufkommenden Zorn herunter zu schlucken. Doch es gelang ihr nicht.
„Diese… diese alte flatternde Fledermaus will mich nachsitzen lassen, statt mir die Unterschrift zu geben. Was hab ich ihm eigentlich getan, dass er es mir nicht mal gönnt nach Beauxbatons zu gehen. Er hätte nur seinen Namen schreiben müssen, aber nein, der feine Herr ist der Meinung, dass ich den Förderunterricht auch hier bekommen kann. Von ihm.“
Sie hatte sich in Rage geredet, war aufgestanden und hatte wie ein kleines, trotziges Kind mit dem Fuß auf den Boden gestampft.
„Er will dir Förderunterricht geben?“
Harry runzelte die Stirn, während sein Blick fragend auf Hermine hängen blieb.
„Das hat er nicht gesagt, nur, dass er Aufgaben hätte, wenn daran meinerseits Interesse besteht. Allerdings klang das nicht danach, dass er mir das heute Abend näher bringen will, sondern eher, dass er mich leiden lassen möchte.“

Frustriert seufzte Hermine auf und ließ sich wieder neben die Jungs auf die Couch fallen, verschränkte die Arme vor ihrer Brust und sah missmutig in die Flammen des Kamins.
„Heute Abend?“ schaltete sich nun auch Ginny ein, die bisher unbeteiligt auf Harrys Schoß gesessen hatte. Die beiden waren bereits seit Beginn des Schuljahres ein Paar. Endlich, wie Hermine befand.
„Er will mich nachher bei sich im Büro sehen.“ murmelte Hermine zerknirscht, bevor sie wieder zornig „Und garantiert lässt er mich irgendwelche aufwendigen und völlig sinnlosen Nachsitzaufgaben erledigen.“ hinzufügte.
„Ach Mine, das schaffst du schon. Dann erledigst du sie halt so perfekt wie immer und er hat dann keine Ausrede mehr, warum er dir die Unterschrift nicht geben kann.“
Ron sah sie aufmunternd an, bevor er leicht nickte, als wolle er sich selbst von seinen Worten überzeugen. Hermine tat es ihm gleich, glaubte allerdings noch nicht so recht daran, dass der heutige Abend gut verlaufen würde.
„Ich wird noch etwas in die Bibliothek gehen.“ murmelte sie daher, bevor sie wieder ihre Bücher an sich drückte und aus dem Gemeinschaftsraum schlich.
„Hermine! Warte!“
Ginny war aufgesprungen und wollte ihrer besten Freundin folgen, wurde jedoch von Harry wieder zurück gezogen.
„Lass sie. Sie braucht jetzt etwas Ruhe. Wir reden nachher mit ihr. Dann ist sie wieder etwas runter gekommen. Du weißt doch, lernen beruhigt sie.“
Mit einem Nicken ließ sie sich wieder auf Harrys Schoß zurück fallen und schlang die Arme um ihn.

„Irgendwie wäre ich froh, wenn Snape ihr die Unterschrift verweigern würde. Dann müssten wir nicht ein halbes Jahr auf sie verzichten.“
Ein zustimmendes Gemurmel der Jungs ließ sie in Gedanken abdriften. Wie würde es wohl sein, wenn Hermine nicht mehr da wäre? Dann hätte sie niemanden mehr, mit dem sie über ihre Probleme reden könnte. Und über Harry. Und Ron. Ein Lächeln schlich sie auf die Lippen der Rothaarigen, als sie daran dachte, dass die Jungs dann ihre Hausaufgaben selbst machen müssten.
Andererseits konnte sie aber nicht von ihrer besten Freundin verlangen, dass sie nur ihretwegen hier blieb. Sie wusste, wie Hermine war. Ihr würde das halbe Jahr in Frankreich sicher gut tun. Dort wäre sie vollkommen in ihrem Element und würde wieder Wissen aufsaugen wie ein Schwamm.
„Wir sollten nicht so egoistisch sein und auch mal an Hermine denken. Immerhin ist es ihr größter Wunsch an diesem Austauschprojekt teilzunehmen.“ warf nun Harry ein, als hätte er die Gedanken seiner Freundin gelesen.
„Und dafür bekommen wir eine Französin mit diesem kleinen, luftigen, blauen Kleid.“
Ron sah freudig aus, doch als ihn die bösen Blicke seiner Freunde trafen, sank er etwas in sich zusammen.
„Ich meinte ja nur.“ murmelte er betreten und hörte endlich auf das Flehen der Schachfiguren, die sich schon vergessen fühlten.


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