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Fanfiction

Jemand sagte mir, dass Sie mich lieben - Ohnegleichen, Miss Granger

von Aletheia

Können Sie Französisch?
Das sollte diese gemeine, niederträchtige Frage sein, die sie erwartet hatte? Die sie zu Boden zwingen und sie demütigen würde, dass sie ihm in Zukunft nicht mehr in die Augen sehen konnte? Das konnte doch diesmal nicht SEIN Ernst sein.
„Natürlich kann ich Französisch. Denken Sie, ich würde nach Frankreich gehen ohne die Sprache zu beherrschen?“
Fast schon gelangweilt stieß Hermine die Antwort hervor, rollte mit den Augen und sah ihren Tränkeprofessor auffordernd und etwas ungläubig an.
„Wer hat gesagt, dass ich die Sprache meine?“ flüsterte er unheilvoll und sah sie aus seinen finsteren Augen an.
Nun stockte Hermine der Atem. Er meinte doch nicht… Nein, er KONNTE nicht meinen, dass… Oder doch? Sie wagte es gar nicht auszusprechen, geschweige denn es nun zu denken.
Ein Blick in seine Augen ließ sie frösteln. Der sonst so undurchdringliche Mann sah sie mit einer Mischung aus Belustigung, Überlegenheit und Düsternis an. Doch was war das? Konnte sie da in seinen Augen, sie stockte, Erregung erkennen? Nein, das war unmöglich. Ein Mensch wie Snape würde nicht von dem Gedanken an etwas so Primitives erregt werden. Andererseits, er war auch nur ein Mann. Und ein körperlich attraktiver dazu.
Hermine! Was denkst du da eigentlich?

Geschockt, dass er sie so aus der Fassung gebracht und sie zu solchen Gedanken animiert hatte, schüttelte sie leicht den Kopf und kam wieder zurück in die Realität.
Da saß er. Noch immer war er ihr unerträglich nah und musterte sie aus seinen dunklen Augen. Ein feines Grinsen hatte sich nun auf seine Gesichtszüge gelegt und ihr wurde mit Erschrecken bewusst, dass er jeden ihrer Gedankengänge auf ihrem Gesicht mitverfolgt hatte.
„Also Miss Granger? Wollen Sie Ihre Antwort bezüglich meiner Frage nochmals überdenken?“
Seine Worte glitten samtig von seiner Zunge und setzten sich in Hermines Kopf fest. Es musste unglaublich erotisch sein, wenn er den Namen einer Frau so aussprach. Hermine!
Energisch schob sie den Gedanken zur Seite. Was war denn heute nur mit ihr los? Sie ließ sich doch sonst nicht so dermaßen aus der Fassung bringen!
„Miss Granger? Ich störe Ihre Gedankengänge ja nur ungern, aber wir haben nicht ewig Zeit.“
Da war es schon wieder. Wie er allein ihrer Familiennamen über seine Lippen wandern ließ… HERMINE!
„Ich denke nicht, dass Sie das in irgendeiner Weise etwas angeht oder für das Austauschprojekt relevant ist.“
Gut gemacht Hermine, jetzt hast du es ihm gezeigt!
„Oh, das glauben Sie. Was, wenn ich es aber als relevant empfinde und als eines der Kriterien auswähle, anhand derer ich bestimme, ob Sie in meinen Augen bereit für das Projekt sind?“
Und wieder setzte ihre Atmung aus, die sich bis eben wieder halbwegs normalisiert hatte. Er wollte sie doch nicht dazu auffordern… Nein, den Gedanken wollte sie auf keinen Fall zu Ende denken.
„Es ist aber nicht relevant. Oder worin sehen Sie die Relevanz dieser ‚Fähigkeit‘ für den Schüleraustausch?“ begehrte Hermine auf und war sichtlich gespannt darauf, was er ihr wohl darauf antworten würde. Doch keine der Antworten, die sie im Kopf durchging, bereiteten sie darauf vor, was er ihr tatsächlich erwidern würde.

„Ich hatte Sie doch bereits darauf hingewiesen, dass ich die eine oder andere Aufgabe habe, die Ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt und Sie sicherlich nicht unterfordert.“
Aus ihrer Ahnung, dass er erregt war, wurde Gewissheit, als sie das Blitzen in seinen Augen sah und bemerkte, wie er sie musterte. Er erhob sich, wanderte wieder um seinen Schreibtisch herum und blieb hinter ihr stehen. Ja, auch anhand seiner Hose konnte sie eindeutig ausmachen, dass ihn dieser Gedanke nicht kalt ließ. Oder heiß machte, dachte sie ironisch.
„Ich kann Ihnen gern einige andere Unterrichtsfelder anbieten, dazu brauchen sie nicht zu ihren Franzosenfreunden zu gehen.“
Sein Atem strich über ihren Nacken, als er sich zu ihr nach unten beugte und ihr diese Worte ins Ohr flüsterte. Unwillkürlich erschauerte die junge Frau und spürte eine Gänsehaut über ihren Körper jagen.
Hermines Kopf war wie leer gefegt. Meinte er das ernst? Er war ihr Lehrer. So etwas konnte er von ihr, einer Schülerin, doch nicht verlangen. Das war gegen die Regeln! Er würde seinen Job verlieren, wenn das rauskommen würde. Und das würde es mit ziemlicher Sicherheit. Solche Dinge wurden immer irgendwie entdeckt. Andererseits, es wäre aufregend. Und sie würde Einblicke in Snapes Leben erhalten, die kein anderer bekommen würde.
Der Gedanke, dass er dieses Angebot vielleicht schon anderen Schülerinnen unterbreitet hatte, versetzte ihr einen Stich. Waren diese Mädchen besser als sie?
Moment mal! Sie überlegte doch wohl nicht ernsthaft, ob sie dem zustimmen würde? Es war immerhin Snape! So tief war sie ja wohl noch nicht gesunken! Sie konnte auf keinen Fall auf das unterschwellige Angebot eingehen! Und das würde sie auch nicht.

„Es tut mir Leid, Sir. Aber ich weiß nicht, worauf Sie hinauswollen.“
Ein leises Zittern schwang in ihrer Stimme mit und sie hoffte, dass er es nicht bemerkt hatte. Doch es war Snape, mit dem sie sprach. Und ihm entging nichts. Auch diese Nebensächlichkeit nicht. Doch er sagte nichts dazu, was sie innerlich erleichtert aufatmen ließ.
„Ich hoffe, Sie haben sich das gut überlegt?“
Das war ihre letzte Chance, das hörte sie an seinem Tonfall. Wenn sie jetzt bei ihrer Meinung blieb, würde er sie wohl kaum nach Beauxbatons gehen lassen. Doch das war es ihr nicht wert.“
„Das habe ich, Sir.“
Diesmal klang ihre Stimme fester und entschlossen drehte sie sich zu ihm um, um ihm deutlich zu machen, dass sie sich nicht von ihm einschüchtern ließ. Er sah sie kaltherzig an, der Ausdruck von Erregung war aus seinem Blick gewichen. Fast wirkte er ein wenig enttäuscht.
„Mir wurde gesagt, dass Sie in den anderen Fächern ein Ohnegleichen zu erwarten haben?“ fragte er beiläufig und überwand die kurze Distanz zurück hinter seinen Schreibtisch. Es war, als hätte er ihr diese ungebührliche Frage nie gestellt.
„Das ist richtig, Professor.“
Worauf wollte er jetzt schon wieder hinaus? Konnte er ihr nicht einfach eine Strafarbeit aufhalsen, ihr dann die Unterschrift geben und froh sein, dass er sie los war?
„Dann wissen Sie sicher auch, dass ich Ihnen dieses verweigern werde?“
Er hatte die Augenbrauen hochgezogen und sah sie durchdringend an.
Wie konnte sie das nicht wissen? Immerhin hatte er das schon die letzten sechs Jahre getan.
„Ja Sir.“ seufzte sie ergeben und konnte nicht verhindern, dass eine Spur von Niedergeschlagenheit mitschwang.
„Steht denn aber nicht in den Auflagen, dass Sie in ALLEN Fächern ein Ohnegleichen vorweisen müssen, damit Sie an dem Projekt teilnehmen können?“

Man konnte aus ihrem Gesicht wahrlich wie aus einem offenen Buch lesen. Verärgerung, Unglaube und schließlich Entsetzen wechselten so schnell, dass Severus fast dachte, er hätte sich das nur eingebildet. Schien sie wirklich nicht gewusst zu haben, dass auch er ihr ein Ohnegleichen geben musste?
Wie von der Tarantel gestochen sprang sie auf, sprach einen Accio und nur einen Moment später hatte sie ihre Tasche bei sich. Fiebrig kramte sie in ihr, bis sie schließlich ein zerknittertes Pergament herauszog. Jenes, welches sie ihm heute hingehalten hatte, damit er seine Unterschrift darauf setzte.
Ihre Augen flogen über die Zeilen, bevor sie in sich zusammen sackte und bestürzt zu ihm aufsah. Sie öffnete den Mund, als wolle sie etwas sagen, doch es kam kein Wort über ihre Lippen. Das Schweigen breitete sich aus und er war nicht gewillt es zu unterbrechen.
„Sir, ich würde gern meine Strafarbeit für meine Unpünktlichkeit erhalten und Sie bitten mich gehen zu lassen.“
Sie hatte so leise gesprochen, dass Severus dachte, er hätte sich verhört.
Hermine saß wie ein Häufchen Elend auf ihrem Stuhl, hatte den Blick gesenkt und schien jederzeit bereit aufzuspringen um aus seinen Kerkerräumen zu flüchten. Er konnte es ihr nicht verübeln.
„Bitte Sir.“ wisperte sie und ihre Stimme brach, als sie es wagte wieder aufzusehen. Tränen standen in ihren Augen und sie wirkte so hilflos, dass er nicht anders konnte als zu nicken. Er war ungerecht, verletzend und angsteinflößend, aber er war kein Sadist. Zumindest nicht immer. Es lag nicht in seinem Interesse sie zu brechen und damit die Intelligenz des Goldenen Trios zu mindern. Sie würden Hermine noch brauchen, wenn sie gegen den Dunklen Lord bestehen wollten.
„Ich erwarte Sie morgen um die gleiche Zeit wieder hier. Und seien Sie diesmal pünktlich.“
Träge nickte sie, bevor sie ihre Tasche nahm, aufstand und zur Tür ging. Sie hatte bereits die Klinke in der Hand, als sie über ihre Schulter auf ihn zurück sah.
„Sie sind vielleicht ein Todesser, aber kein böser Mensch. Ich weiß, dass Sie Harry unterstützen, auch wenn Sie das nicht zugeben. Ihre Taten in den letzten Jahren sprechen für sich. Wenn Sie wirklich daran interessiert sind Sie-wissen-schon-wem Einhalt zu gebieten, dann lassen Sie mich nach Beauxbatons gehen. Nur dort kann ich das Wissen erwerben, dass uns im Kampf gegen ihn nützen wird. Denn ich zweifle daran, dass Sie mir Unterricht in Schwarzer Magie geben werden. Überlegen Sie es sich bitte.“
Mit diesen Worten öffnete sie die Tür und schlüpfte hinaus.

Severus sah ihr sprachlos hinterher. Er hatte schon befürchtet, er sei zu weit gegangen, sodass sie der Gryffindormut verlassen hatte. Doch da war er wieder und er kam nicht umhin sich einzugestehen, dass es ihm imponierte.
Ihre Worte trafen ihn und machten ihm gleichzeitig bewusst, dass sie zu viel wusste und damit alles in Gefahr brachte. Sie war intelligent, daher war es nur verständlich, dass sie sich einen Reim auf sein widersprüchliches Handeln gemacht hatte. Doch sollte der Dunkle Lord ebenfalls dahinter kommen, waren seine Stunden gezählt.
Zwar hatte Potter ihn vorerst zurück geschlagen, doch würde das nicht von Dauer sein. Eine Schlacht hatten sie gewonnen, deswegen war aber noch lange nicht der Krieg vorbei.
Laut schlug der Stuhl auf dem Boden auf, als Severus sich ruckartig erhob und nun durch den Raum tigerte. Was sollte er bloß mit Granger machen? Konnte er es verantworten ihr ein Ohnegleichen zu geben, damit sie auf die Prinzessinnenschule gehen konnte? Natürlich konnte er das, gestand er sich ein. Sie war intelligent und hätte die ganzen letzten Jahre ein Ohnegleichen verdient gehabt, aber sie war eine Gryffindor, noch dazu die beste Freundin von Potter. Allein das reichte ihm, um ihr die Bestnote zu verweigern und sie damit zu demütigen.
Doch warum beschäftigte Granger ihn so sehr? Sie war eine nerv tötende Alleswisserin, die jeden belehren musste und sich deswegen unbeliebt machte. Ihre penetrante, rechthaberische Art hatte ihn schon mehrere Male an den Rand der Beherrschtheit gebracht, doch hatte er sich trotzdem immer beherrschen können.
Ihre letzten Worte gingen ihm nicht aus dem Kopf, stellte er schließlich fest. Sie ging nur nach Frankreich, um dort etwas über Schwarze Magie zu lernen? Nur, weil er es ihr verweigern würde? Sie hatte ihn doch nicht mal gefragt! Oder war es wirklich so offensichtlich, dass er es ihr nicht genehmigen würde?
Ja, war es, gab er sich schließlich selbst die Antwort. Sie hatte Recht. Er hätte sich niemals dazu herab gelassen mehr Zeit als nötig mit diesem Biest zu verbringen. Und sie hatte auch damit Recht, dass gerade dieses Wissen ein enormer Vorteil im Kampf gegen den Dunklen Lord wäre.
Doch das würde er ihr gegenüber natürlich nie zugeben. Er musste also eine Lösung finden, damit er sie selbst nicht am Hals hatte und ihr es trotzdem nicht zu leicht machte nach Beauxbatons zu gehen. Immerhin müsste er ihr dafür ein Ohnegleichen geben. Und wenn er, Severus Snape, ein Ohnegleichen vergab, musste schon wirklich ein Notstand eingetreten sein. Er würde sie also auf die Probe stellen müssen, ob sie ein Ohnegleichen nach SEINEN Maßstäben überhaupt verdiente. Was bedeutete, dass ihre Strafarbeit noch härter als gewöhnlich ausfallen würde. Hätte sie doch bloß nichts gesagt!

Doch nicht nur ihre Worte an der Tür beschäftigten ihn. Auch seine eigenen machten ihn stutzig und er schalt sich einen Narren. Wie war er bloß auf die Idee gekommen sie zu fragen, ob sie Französisch könne? Und warum, bei Merlins Namen, hatte er ihr das als Aufgabe vorgeschlagen? War er überhaupt noch zu retten? Was war denn in ihn gefahren?
Doch die wichtigste Frage war: Warum war er so enttäuscht, dass sie abgelehnt hatte?


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Beziehungskomödien aufzubauen und die entsprechenden Dialoge zu schreiben kann Joanne K. Rowling so gut wie Woody Allen. Im vierten und fünften Band ist das schön zu beobachten, wenn es die ersten Eifersüchteleien zwischen den Freunden gibt.
Klaus Fritz