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Fanfiction

Jemand sagte mir, dass Sie mich lieben - Wen hast du schon wieder gerettet, Potter?

von Aletheia

Kaum, dass Hermine die Tür hinter sich geschlossen hatte, rannte sie. Was auch immer in Snape gefahren war, sie wollte nicht riskieren, dass er es sich anders überlegte und ihr doch noch einen Fluch auf den Hals hetzte. Erst, als sie wieder vor dem Eingang des Gryffindorturms stand, hielt sie an und rang nach Luft.
Was war da gerade in sie gefahren? Hatte sie eben wirklich ihren Lehrer geschlagen? Noch dazu Snape? Fledermaus Todesser Snape, der ihr einen Fluch hätte hinterher schicken müssen und es nicht getan hatte?
Keuchend lehnte sich Hermine gegen die kühle Steinwand und schloss die Augen. Sie musste sich wieder sammeln, so konnte sie nicht Harry und Ron gegenüber treten. Es war zwar nicht ungewöhnlich, dass man gehetzt und panisch vom Nachsitzen mit Snape kam, aber doch nicht sie. Zumal sie sonst eigentlich nie zum Nachsitzen musste. Das alles war kurios!

„Hallo Jungs.“
Lächelnd ließ sich Hermine neben ihren besten Freunden auf der Couch vor dem Kamin nieder.
„Was machst du denn schon hier? Musst du nicht bei Snape nachsitzen?“
Irritiert sah Ron sie an und auch Harry runzelte die Stirn.
„Ich muss doch erst morgen zu ihm. Das hatte ich euch doch erzählt.“ erklärte sie ihnen und versuchte den tadelnden Unterton bewusst durchklingen zu lassen.
Sie hatte sich dafür entschieden ihnen noch nichts von den abendlichen Vorkommnissen zu erzählen. Sie konnte es ihnen nicht sagen! Sie hatte genug damit zu tun das Problem mit Snape zu lösen, da waren ihr die Jungs sicher keine Hilfe. Ganz zu schweigen davon, dass sie ihr vermutlich eh nicht glauben würden. Wer würde ihr auch glauben, dass gerade der Musterschülerin von Gryffindor die Hand gegen einen Lehrer ausrutschte? Noch dazu gegen Snape. Snape! Der gefürchtetste und meist gehasste Lehrer in ganz Hogwarts.
„Geht’s dir gut? Du siehst so rot aus. Und du hast beim Essen gefehlt.“ meinte Ron und sah sie musternd an.
„Lass mich raten, du warst in der Bibliothek und hast die Zeit vergessen, sodass du jetzt rennen musstest, um vor der Sperrstunde wieder im Gemeinschaftsraum zu sein, richtig?“ warf nun auch Harry grinsend ein und Hermine nahm dankbar seine Vorlage an und schmückte sie noch etwas aus.
Die Bibliothek war ihr jetzt wirklich lieber, anstatt ihre beiden besten Freunde zu belügen. Doch wenn sie jetzt schon wieder verschwinden würde, wäre das zu auffällig. Also ergab sie sich ihrem Schicksal und versuchte möglichst normal zu wirken, während ihre Gedanken allerdings ganz woanders waren.

Auch der nächste Tag begann nicht besser als der zuvor. Wieder hatte Hermine eine schlaflose Nacht hinter sich und fürchtete sich vor dem, was der Tag mit sich bringen würde. Nämlich zu allererst eine Doppelstunde Zaubertränke mit Snape.
Schon bei dem Gedanken daran wurde Hermine schlecht und sie konnte sich kaum auf den Beinen halten.
„Ist alles in Ordnung mit dir Mine? Du siehst so blass aus.“
Die Besorgnis in Ginnys Stimme ließ Hermine lächeln, ehe sie nickte und die letzten Treppenstufen von dem Mädchenturm in den Gemeinschaftsraum hinab stieg.
„Ich glaube, ich bekomme nur eine Erkältung. Hatschi!“ versuchte Hermine auszuweichen und lächelte die jüngere Rothaarige entschuldigend an.
„Wenn es nicht besser wird, gehst du aber zu Madam Pomfrey, versprochen?“ mischte sich nun auch Harry ein, der bereits zusammen mit Ron auf die Mädchen wartete.
„Natürlich. Immerhin will ich ja nicht im Unterricht fehlen.“ gab Hermine grinsend die Antwort und erntete damit ein kollektives Aufstöhnen und Augenrollen der anderen Gryffindors.
„Sicher, dass du krank wirst?“ fragten nun auch Fred und George, was zu allgemeinem Gelächter führte.

Nur zögerlich setzte sie einen Fuß vor den anderen, bis sie schließlich in der Großen Halle war. Sie sah zum Lehrertisch. Snape war noch nicht da, was es ihr etwas erleichterte zu ihrem Platz zu kommen, ohne vorher vor Nervosität zusammen zu brechen.
Ihr Blick fiel beiläufig auf den Slytherintisch, an dem heftig diskutiert und geflüstert wurde. Immer wieder sahen sie zu den Gryffindors herüber und funkelten vor allem Harry wütend an.
„Was ist denn mit den Schlangen los?“
Stirnrunzelnd ließ sich Hermine auf ihrem Platz nieder und sah fragend in die Runde, ehe sie auch sofort die Antwort erhielt.
„Keine Ahnung, was du angestellt hast Harry, aber mach es nochmal.“
Grinsend setzte sich Seamus Finnigan neben den Angesprochenen und klopfte ihm kumpelhaft auf die Schulter.
„500 Punkte. Nicht schlecht. Also erzähl schon, wen hast du schon wieder gerettet?“
Nun sah auch Harry verdutzt aus.
„Was meint ihr?“ fragte er schließlich und erntete damit erstaunte Blick seiner Hausmitglieder.
„Hast du nicht 500 Punkte für uns geholt?“ mischte sich nun auch Dean Thomas ein.
„Nein, wieso sollte ich? Wovon sprecht ihr eigentlich?“
Man sah Harry an, dass er langsam ungeduldig wurde und es ihm auf die Nerven ging, dass sie ihn für was auch immer als Helden feierten. Hermine konnte es ihm nicht verübeln.
„Seit gestern Abend haben wir plötzlich 500 Punkte mehr. Sieh dir das Stundenglas an. Wir führen jetzt.“ erklärte nun endlich Dean die Situation und das goldene Trio wandte sich dem Punkteglas zu.
In der Tat, Gryffindor hatte wesentlich mehr Rubine als am Abend zuvor.
„Wir dachten du wärst es gewesen.“
„Ich hab aber nichts angestellt. Ich war den ganzen Abend im Gemeinschaftsraum. Ihr habt mich doch gesehen! Wie soll ich da irgendwas gemacht haben?“
Harry wirkte nun noch mehr verärgert, hatte sich dann aber schnell wieder im Griff und zuckte mit den Schultern.
„Wer war es dann?“ stellte schließlich Neville Longbottom die Frage, die alle beschäftigte. Doch darauf wusste keiner zu antworten. Scheinbar nicht mal die Lehrer, die ebenso wie die Slytherins am Tisch tuschelten und ratlose Gesichter machten.
Auch Hermine kam nicht darauf, dass sie mit dem Punktegewinn zu tun haben könnte. Ganz im Gegenteil. Sie war überrascht, dass Gryffindor überhaupt noch Punkte und Snape ihrem Haus nicht einfach alle abgezogen hatte.
Mit einem Schlag kamen die Erinnerungen an den Abend zuvor und die Vorahnungen für den Tag wieder und ließen ihren Magen rebellieren. Leicht angewidert schob Hermine ihren Teller von sich und wartete, bis die anderen fertig gegessen hatten.

„Du solltest wirklich zu Madam Pomfrey gehen, Mine. Du wirst mit jeder Minute blasser.“
Diesmal war es Harry, der seine beste Freundin aufmerksam musterte und sie besorgt ansah. Doch Hermine schüttelte nur mit dem Kopf.
Noch zwanzig Schritte, noch neunzehn, noch achtzehn…
Mit jedem Schritt, den sie näher zum Zaubertränke Klassenzimmer kam, wurde ihr unwohler und sie war sich sicher, dass sie sich jeden Moment übergeben musste.
Mit jedem Schritt keimte ein neuer Gedanke in ihr auf, wie Snape sie wohl heute behandeln würde. Sie hatte schon unzählige Reaktionen seinerseits im Kopf durchgespielt und war immer zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Sie war so gut wie tot.
Hermine hegte noch die leise Hoffnung, dass er sie wenigstens schnell und schmerzlos umbringen würde. Doch das würde nicht zu ihm passen. Er würde sie foltern, demütigen und vor der Klasse bloß stellen. Er würde ein Exempel an ihr statuieren, dass man sich besser nicht mit ihm anlegte. Nicht mit Severus Snape!
Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig und sie betrat den Klassenraum.
Natürlich war er noch nicht da. Er liebte seinen großen Auftritt, wenn er mit wehendem Umhang und schnellem Schritt in den Klassenraum gebraust kam und sich die Schüler angstvoll wegduckten, um ja nicht aufzufallen.
Zum ersten Mal in diesem Schuljahr bereute sie es, dass sie sich einen Platz in der ersten Reihe ausgesucht hatte. Sie sollte wirklich öfter auf Ron hören, der ihr schon nach der ersten Stunde gesagt hatte, dass diese Entscheidung ausnahmsweise mal nicht klug war.
Ihre Hände klammerten sich an den Tisch, während sie versuchte sich möglichst sanft hinzusetzen, damit sich ihr Magen nicht überschlug. Snape vor die Füße zu brechen war das Letzte, was sie jetzt tun wollte. Und tun sollte, wenn man bedachte, was er ihr wohl dann für einen Tod verschaffen würde.
Hermine war nicht gläubig, doch sie betete zu Merlin, dass er eine schützende Hand über sie halten würde. Wenigstens dieses eine Mal. Wenn sie diesen Tag überlebte, würde sie aus Dankbarkeit aufhören an der Existenz einer höheren Macht zu zweifeln.
Sie wusste selbst, dass sie ihr Versprechen nicht halten würde. Aber einen Versuch war es wert, wenn ihr rationaler Verstand es nicht schaffte ihr die Angst zu nehmen.
Sie war immerhin Snapes Schülerin und Schutzbefohlene, er konnte sie nicht einfach vor den Augen der gesamten Klasse verfluchen. Das würde sich nicht mal Snape trauen.
Hoffte sie zumindest.

Während Hermine immer unruhiger auf ihrem Stuhl herum rutschte, breitete sich im Klassenraum langsam ein leises Flüstern und Kichern aus.
Es war bereits fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn und Snape war bisher nicht erschienen. Das war ungewöhnlich. Er war noch nie zu spät zum Unterricht gekommen.
Als er auch weitere fünf Minuten später noch immer nicht da war, brach der Tumult los.
„Also Potter, sag schon, welches Schlammblut hast du schon wieder vor dem sicheren Tod bewahrt?“
Malfoys Stimme schnitt kalt und spöttisch durch den Klassenraum und alle Gespräche verstummten. Die Blicke der Schüler wanderten von dem blonden Slytherin zu dem schwarzhaarigen Gryffindor. Die Spannung, die in der Luft lag, war nahezu greifbar.
„Ich wüsste nicht, was dich das angeht, Malfoy.“ zischte Harry schließlich und sah seinen Gegenüber mit vor Wut funkelnden Augen an.
„Seit wann prahlst du denn nicht mehr mit deinen Verdiensten, Potter?“
Ein Grinsen schlich sich auf die Züge der Schlange und er erhob sich. Langsam näherte er sich seinem Erzfeind und ließ den Blick nicht von dessen Gesicht, um auch ja keine Regung zu verpassen.
„Oder hast du die Punkte aus Mitleid bekommen, weil du wieder von deiner toten Mama geträumt hast und man dich beruhigen wollte?“
Malfoys glucksendes Lachen brachte Harry an den Rand der Beherrschung und er sprang auf, zog seinen Zauberstab und wollte gerade einen Fluch auf seinen Peiniger abfeuern, als die Tür aufflog und Harry innerhalb von nur wenigen Sekunden entwaffnet war.
„Potter, 50 Punkte Abzug für unerlaubtes Duellieren in MEINEM Klassenzimmer! Und nun setzen!“
Snapes Stimme donnerte durch den Raum und hektisch suchten alle Schüler wieder ihre Plätze und versuchten sich möglichst klein zu machen, um nicht ebenfalls Opfer von Snapes Launen zu werden.
„Malfoy, ich sagte setzen!“
„Ist ja gut Sir.“ gab Malfoy patzig zurück und setzte sich schmollend in Bewegung.
„Werden Sie nicht frech! 20 Punkte Abzug von Slytherin!“
Ein geschocktes Raunen ging durch den Raum. Wenn Snape sogar seinem eigenen Haus Punkte abzog, musste er verdammt schlechte Laune haben. Das schien auch Malfoy verstanden zu haben, der einen Moment ungläubig zu seinem Lehrer gesehen hatte und sich dann flink auf seinen Platz fallen ließ.

„Ihre Leistungen sind grauenhaft!“ begann Snape nun erneut mit seiner Schimpftirade, als er vor der Klasse stand und in die angstvollen Gesichter blickte.
„Sie werden jetzt exakt den gleichen Trank wie das letzte Mal brauen und ich hoffe sehr für Sie, dass diesmal alles an seinem Ort bleibt. Nicht wahr, Miss Granger?“
Sein kalter Blick durchbohrte die junge Gryffindor und ließ sie frösteln.
„Anfangen.“

Es war Totenstille im Raum, während sich alle ihrem Trank widmeten. Ron und Neville hatten anfangs noch leise geflucht, dass sie schon wieder den gleichen schwierigen Trank herstellen mussten, waren jedoch sofort verstummt, als beide 20 Hauspunkte Abzug erhielten.
Die einzigen Geräusche im Raum kamen von dem Köcheln des Trankes in den Kesseln und Snapes raschelndem Umhang, wenn er durch den Raum lief und die Schüler beobachtete.
„Longbottom! Können Sie mir erklären was DAS sein soll?“
Snapes furchteinflößender Blick ließ Neville förmlich in sich zusammen sinken.
„Professor, ich… das…“
„Können Sie überhaupt irgendetwas außer Stammeln? Für ihre unvernünftige Antwort 10 Punkte Abzug.“
Mit einer raschen Drehung wandte sich Snape wieder ab und ließ einen erstarrten Neville hinter sich stehen.
„Und nochmals 30 Punkte Abzug für Ihre Unfähigkeit in meinem Unterricht. Kippen Sie das weg und fangen Sie neu an.“ schob der schlecht gelaunte Lehrer noch hinterher und widmete sich dann einem Hufflepuff Mädchen, dem ihr Kessel explodiert war.

Am Ende der Stunde hatte Gryffindor ganze 380 Hauspunkte weniger. Schlimmer erwischt hatte es nur noch Hufflepuff, die für den explodierten Kessel fast 450 Punkte einbüßen mussten. Doch auch Slytherin kam nicht ohne Punktabzug davon, was dazu führte, dass schließlich alle Schüler regelrecht aus dem Klassenzimmer flohen und draußen lautstark ihrem Ärger Luft machten.
Während Harry und Ron ebenfalls einstimmten sich über Snape zu beschweren und außer sich waren, blieb Hermine ruhig.
Snape hatte sich, bis auf die spitze Bemerkung am Anfang der Stunde, nicht ein einziges Mal mit ihr beschäftigt oder ihr Punkte abgezogen. Und das, obwohl ihre Hände sichtbar gezittert hatten, als sie die Zutaten in den Trank gab.
„Miss Granger. Nachsitzen. Mein Büro. Heute Abend. 7 Uhr.“
Snapes Anweisungen liefen ihr eiskalt den Rücken herunter.
Wie konnte sie auch glauben, dass er das vergessen hatte?
Ergeben nickte sie und verschwand dann aus dem Klassenzimmer, nur um sich im nächsten Gang geräuschvoll zu übergeben.


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