
von nicisehlen
---Eifersucht = schmerzhafte Emotion, die man bei einer nicht oder nur in ungenügendem Maße erhaltenen Anerkennung verspürt---
Eifersucht ist ein Gefühl, welches alles kaputt machen kann, denn schon die Übersetzung des Wortes Sucht (altdeutsch für Seuche) verdeutlicht dieses. Die Eifersucht verbreitet sich in deinem Kopf und deinem Körper wie eine hoch ansteckende Krankheit.
Ich bin Scorpius Hyperion Malfoy und normaler Weise bin ich kein eifersüchtiger Typ. Warum auch? Die meisten Mädchen halten mich wahrscheinlich für die Reinkarnation Merlins. Ich will jetzt nicht arrogant klingen, aber es lässt sich nun mal nicht leugnen, dass ich ein gut aussehender Kerl bin und die Mädels stehen auf mich. Nur bin ich nicht so wie James, der große Bruder meines besten Freundes Albus und nutze diese Tatsache schamlos aus.
Ich hatte bis jetzt erst eine Freundin und das mit 16 ½ Jahren. Mit ihr war ich auch nur zwei Monate im fünften Schuljahr zusammen. Beziehungen waren zu der Zeit sowas wie ein modischer Trend und ich bin diesem gefolgt. Versteht mich nicht falsch ich mochte das Mädchen, aber wir haben beide nach den zwei Monaten festgestellt, dass das mit uns nichts Halbes und nichts Ganzes ist.
Naja jedenfalls wie gesagt, ich hatte noch keinen Grund eifersüchtig zu sein, aber wenn ich Rose mit diesem Schleimbeutel, der sich ihr Freund nennt, sehe, möchte ich ihm am liebsten auf der Stelle einen Fluch auf den Hals jagen. Ich war von Anfang an in Rose Weasley verknallt, denn sie ist einfach eine atemberaubende Person.
Sie ist clever, intelligent, hilfsbereit, humorvoll und wunderschön.
Ich war überglücklich als sie mir von einem knappen Jahr endlich die Gelegenheit gegeben hat ihr mal etwas näher zu kommen. Früher gab es mich nur mit den anderen Slytherins oder manchmal auch mit Al zu sehen, aber jetzt gibt es und nur noch im Vierer-Pack und das ist auch gut so. Melly, Rose und Al sind echt die besten Freunde, die man sich wünschen kann und auch wenn Melly und Al manchmal ganz schön nervig sein können, so kann man sich trotzdem immer auf sie verlassen.
Durch diese Freundschaft bin ich Rose wenigstens nah gewesen und konnte Zeit mit ihr verbringen, was mir wirklich viel bedeutet.
Also nicht dass ich hier jetzt als total verkorkster Romantiker rüberkomme, aber wie ich schon gesagt habe, Rose bedeutet mir echt viel und deswegen, bedeutet mir auch jede mit ihr verbrachte Minute viel. Oh mein Gott…ich hör mich ja echt schlimm an.
Ich sollte beim Thema bleiben.
Selbst die Beziehung von Al und Melly, die vor einem halben Jahr zu Stande kam, tat der freundschaftlichen Umgebung keinen Abbruch. Es war zwar manchmal ätzend die beiden turteln zu sehen, aber tief im Inneren wusste ich, dass ich eigentlich das gleiche wie die haben wollte und zwar mit Rose.
Das Gute an der Beziehung zwischen den beiden war, dass so die Möglichkeit bestand mehr Zeit mit Rose zu verbringen, denn anscheinend konnte sie die ewige Knutscherei auch nicht immer ertragen.
Doch nun ist sie seit kurzem mit diesem Dödel Andrew O’Connor zusammen und merkt noch nicht mal, dass er sie nur benutzt. Schon alleine wenn er nur ihre Hand hält, zieht sich bei mir irgendwas im Körperinneren zusammen, aber wenn er sie auch noch küsst, dann möchte ich mich am liebsten an Ort und Stelle übergeben.
„Hat er dir irgendwas getan, dass du immer über ihn herziehen musst?“, fragte Rose eines Nachmittags in der Bibliothek. Wir mussten noch zusammen einen Aufsatz für Zaubertränke ausarbeiten, weil wir in der Stunde nicht wirklich aufmerksam und konzentriert waren. Wir hatten mal wieder über unser allseits beliebtes Thema Andrew O’Connor diskutiert und ich hatte mich mal wieder gekonnt über diesen Mistkerl ausgelassen. Rose denkt anscheinend, dass ich einfach kein Bock hab das 5. Rad am Wagen zu sein oder dass ich einfach zu lange keine Freundin mehr hatte.
Will sie es nicht sehen oder kann sie es nicht sehen? Ich bin nur wegen ihr in den letzten Tagen so drauf. Weil sie sich von diesem Schleimsack Andrew immer und überall ab schlabbern lässt. Dabei weiß ich, dass ihr die öffentliche zur Schaustellung von Gefühlen zu wieder ist. Aber Andrew will das so, also macht Rose es auch. Er weiß gar nichts über sie. Aber naja. Was will man machen?!
"Nein er hat mir nichts getan, aber dir! Du merkst gar nicht, dass er dich nur ausnutzt! Er ist ein totaler Mistkerl und scheint dich noch nicht mal richtig zu kennen. Er schenkt dir Rosen, obwohl du Tulpen viel lieber magst und er geht mit dir zu Madame Paddyfoot, obwohl jeder ganz genau weiß wie wider dir dieser Laden ist.
Du kannst doch nicht wirklich glücklich mit diesem Kerl sein! Er ist einfach nur abstoßend.", ich wurde mit jedem gesagten Wort lauter und merkte schon, dass die Bibliothekarin ,mit einem wenig freundlichen Gesicht, langsam auf uns zu kam. "So und bevor du noch von deinem zweit liebsten Ort verdrängt bzw. verjagt wirst, mach ich mich jetzt vom Acker! Viel Spaß noch mit Andrew!"
Danach drehte ich mich um und lies eine etwas verwirrt drein blickende Rose zurück.
Für Al und Melly war es schon viel zu offensichtlich warum ich in der letzten Zeit so grummelig und mies gelaunt war.
„Du bist total eifersüchtig“, stellte mein bester Freund tonlos fest. Und seine Freunden ergänzte nur genauso tonlos, dass ich ja total ins sie „verknallt“ sei.
„Warum sagst du ihr denn nichts? Es gibt nichts Schöneres als den jenigen, den man liebt an seiner Seite zu haben.“ Dabei warf Melly Al so einen überaus verliebten Blick zu. Wie ich es hasse!
„Obwohl es mich echt wundert, dass sie es selbst noch nicht mitbekommen hat, so wie du sie immer anstarrst!“, fügte sie kichernd hinzu.
„Ich kann es ihr nicht sagen. Schließlich ist sie mit Andrew zusammen und auch wenn ich ihn für einen totalen Idioten halte, so scheint Rose ihn ja zu mögen.“ Fragt mich nicht warum…er ist wirklich dumm wie Nierenpastete. „Und so lange Rose damit glücklich ist, bin ich es auch. Ich habe keine Lust die Freundschaft zu ihr zu zerstören nur weil ich meine Gefühle oder Hormone gerade nicht unter Kontrolle habe, okay?“
Meine zwei Freunde tauschten nur einen zweifelnden Blick und verschwanden dann schulterzuckend. Zurück blieb nur ich mit meiner Eifersucht auf Andrew, der das hatte, was ich wollte.
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