
von LucaLy
Aaaaalso, da bin ich wieder. Frohes Neues Jahr euch allen!
Hier ein weiteres Kapitel. Mehr als Übergang um größere Zeitsprünge zu vermeiden.
Hoffe aber es gefällt euch trotzdem. Sind ja schon nen paar durchaus interessante, versteckte Infos drinne. ;D
@Kyreia:
Ich werde nicht sagen wie Kat, wirklichist. Nur soviel: Surprise, surprise! :D
Wundert mich, dass du keine Schlechte Kritik hast :D Ich bin mir immer sehr unsicher, was diese Anfangschaps angeht. :D Ich wünschte du würdest mein bisher liebstes Kapitel 9 kennen. *.* Aber bis dahin gibt es leider noch ein paar Kapitelchen. ;)
GLG LucaLy
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Erster Schultag. Gibt es etwas Schlimmeres? So sehr ich mich freute wieder hier zu sein, auf den Unterricht konnte man doch wirklich verzichten.
„Lily, aufstehen! Raus aus dem Bett“, Amy rüttelte an meiner Schulter. Bitte, ich will nicht aufstehen. Vielleicht würde sie von mir ablassen, wenn ich einfach so tat, als ob ich immer noch tief und fest schla…
„AHHH, bist du in einen dampfenden Kessel Felix Felices gefallen, oder warum reizt du dein Glück so aus?!“
Genervt schlug ich die Decke zurück, die nach Ams Aquamenti-Attacke klitsch nass war, und schlurfte durch den Schlafsaal ins Badezimmer.
„Beeil dich lieber. Ich geh schon mal vor und halt uns einen Platz frei.“
Jaja, sollte sie doch, dann konnte ich wenigstens noch etwas trödeln.
Mein Spiegelbild zeigte ein etwas zerzaustes und müdes Ich, aber doch noch erkennbar. Nach dem dritten oder vierten Tag mit wenig Schlaf würde das anders aussehen.
Ich kämmte schnell meine roten Haare, die bis zur Rückenmitte reichten und betonte die mandelförmigen braunen Augen etwas, aber nicht zu viel.
Im Schlafsaal kramte ich dann erst einmal nach meinem schwarzen Zaubererumhang.
Danach sah es so aus als wäre eine Bombe eingeschlagen, da ich alle meine Klamotten aus dem Koffer in irgendeine Richtung gefeuert hatte.
Die Mühe meinen Zauberstab auch noch zu suchen und damit alles in Ordnung zu bringen sparte ich mir. Erstens würde es Jahre dauern ihn zu finden und zweitens war ich nicht besonders gut in Haushaltszaubern. Das überließ ich lieber Amy.
Die Aussicht auf ein leckeres Frühstück und vor allem auf Kaffee, ließ langsam meine Müdigkeit abklingen und meine gute Laune zurückkehren.
Obwohl wenn ich recht bedenke, hatte ich heute noch keine gute Laune gehabt. Egal, auf jeden Fall ging’s mir besser als noch vor einer Stunde.
Ich hüpfte beinahe durch die Gänge. Klingt etwas kindisch. Vielleicht besser: mit einem federnden Gang…“
Nein, klingt auch eher weniger gut.
Auf jedenfall kam ich schließlich an der Eingangshalle an, nahm, wie immer am frühen Morgen, meine Umgebung eigentlich kaum war und steuerte auf den Gryffindortisch zu.
Doch durch einen schwarzhaarigen Hinterkopf wurde mein Vorhaben vereitelt.
Ich knallte direkt am Eingang der großen Halle in den großen Kerl (zumindest für mich) rein, prallte regelrecht ab, fiel auf eine im Türrahmen stehende Rüstung, versuchte mich irgendwo festzuhalten, leider an einem anderen Mädchen und riss diese mit mir zu Boden.
Stille.
Zu meinem Bedauern blieb es nicht dabei, denn kurz darauf dröhnte lautes Lachen aus allen Richtungen.
Mein Kopf nahm den passenden Farbton zu meinen Haaren an und ich machte mich daran aufzustehen.
Augenblicklich erschien eine Hand, die mir half wieder auf die Beine zu kommen.
Als ich mit meinem Blick der Hand den Arm hoch bis zu dem Gesicht des Zauberers folgte, blieb mir fast das Herz stehen.
Achja, die Ursache meiner Darbietung. Warum musste er es ausgerechnet gewesen sein? Und überhaupt, wie konnte ich ihn nicht sofort bemerkt haben?
„Alles klar Potter?“ Seine Stimme klang besorgt und auch seine braunen Augen funkelten mich nicht böse an. Trotzdem wurde mir nicht leichter ums Herz. Er hatte mich Potter genannt! Warum nicht Lily?
Er wusste doch genau wie ich hieß und Potter war total unpersönlich. Als ob wir uns nicht kannten.
Gut, taten wir auch nicht wirklich. Höchstens vom Quidditchfeld, aber ich würde ihn schließlich auch niemals Forbs nennen!
„Potter es gibt doch so viele Möglichkeiten einen guten Eindruck bei neuen Schülern zu machen. Warum lässt du sie nur alle ungenutzt?
Ohne mich umzudrehen, ohne auch nur eine Minute zu verschwänden um nachzudenken zu welcher Person diese Stimme gehörte, wusste ich, dass es Malfoy war.
Ich wandte meinen Blick kühl zu ihm nach rechts und sah, dass er noch einige Meter weit weg stand.
„Gut, dass du DA bist und nicht hier.“
„Das könnte man ändern.“
„Da bin ich mir sicher. Du könntest auch weg sein.“, schaltete sich zu meinem Unglück auch noch Al ein, während er seinen Zauberstab zückte.
Als ob ich beschützt werden müsste.
„Ähm, Al, lass das mal.“, murmelte ich und zog ihn am Umhang etwas zurück.
Trotzdem machte mein großer Bruder noch ein paar Schritte auf Malfoy zu und die Beiden setzten ihr Gekabbel fort.
So konnte ich mich wenigstens der Aufmerksamkeit etwas entziehen und mich aufrichten.
„Kannst du mir mal hoch helfen, wenn du mich schon ausknocken musstest?“, grinste das Mädchen zu mir hoch.
Es war die Neue. Die Schöne, die Amy aus irgendeinem Grund nicht leiden konnte.
„Entschuldigung, klar“ Gut, dass meine Gesichtsfarbe sich noch nicht die Mühe gemacht hatte wieder normal zu werden.
„Ich bin Kat und du ‚Potter’ nicht war.“ Wollte sie mich nun provozieren, oder warum betonte sie das Wort ‚Potter’ wie Collin zuvor.
„Lily, reicht!“
„Okay, Lily, war schön dich kennenzulernen. Das nächste Mal vielleicht etwas weniger stürmisch, wenn es sich einrichten ließe.“
Energisch drehte sie sich weg und man könnte schon fast sagen stolzierte davon.
Amys Menschenkenntnis scheint besser zu sein als meine.
Grummelnd ließ ich mich am Tisch nieder.
„Du hattest Recht“
„Nicht das es wichtig wäre, aber womit, wenn ich fragen darf?“, sah Amy mich neugierig an.
„Mit der Zimtzicke! Miss Perfekt. Neue Prinzessin der Slys. Malfoys baldige Neueroberung...“
„Okay, okay ich hab’s verstanden.“, lachte Amy. „Was hat sie gemacht?“ Wenigstens eine, die nichts mitbekommen hat.
„Nun gemacht hab ich eher. Sie übernahm mehr den Part der arroganten Klugscheißerin.“
Amy nickte mitfühlend.
„Wieso wusstest du, wie sie drauf ist?“
„Nur so ein Gefühl.“, wiegelte sie ab.
„Mhm, na dann.“ Ich war nicht ganz überzeugt, aber Lust zu Streiten hatte ich auch nicht.
„War Professor Caviness mit den Stundenplänen schon hier.“
„Achso, ja. Hier ist deiner. Ich hab schon geguckt. Wir haben alles zusammen. Sue und Dan sind leider nur mittwochs und freitags mit uns in den gleichen Kursen.“
Ich sah mir meinen Stundenplan genauer an. Montags hatte ich in den ersten Beiden Zaubertränke mit den Slytherins.
Gut, dass sowohl Malfoy als auch Kat, Katherina, wie auch immer, (scheiße ich muss mich an ihren Nachnamen erinnern) in anderen Jahrgängen waren.
Der Freitag war der beste Tag. Nur Verteidigung gegen die dunklen Künste und Verwandlung und dann hatte ich auch schon wieder Schulschluss.
„Ist doch ganz okay oder?“, lugte Sue über meine Schulter.
„Hey. Ja, ich bin zufrieden.“
„Guter Auftritt vorhin Lils. Jetzt bin ich wach“, lachte Dan neben seiner Freundin mich an.
Ich warf ihm einen, hoffentlich vernichtenden Blick zu.
Aber leider schossen aus meinen Augen keine Avada Kedavra Blitze.
Die nächsten Stunden vergingen ohne große Vorkommnisse. Es gab hier und da ein paar Schüler, die schon fleißig Häuserpunkte sammelten (Rose) und dann wiederum welche, die am ersten Tag schon welche verloren (Albus), aber sonst war es ein ziemlich langweiliger Vormittag gewesen.
Das Mittagessen verlief ohne Blamage meinerseits und so konnte ich mit meinen Freunden, deutlich besser gelaunt als heute Morgen zum See gehen.
Ein ganz schönes Auf und Ab meines Gemütszustandes aber auch.
Wir lagen also gemütlich in der Sonne und genossen die letzten warmen Tage des Jahres.
„Was denkt ihr wird dieses Jahr auf uns zukommen?“, fing Sue an.
Das gleiche wie immer?!
„Hausaufgaben, Freizeit, Streiche, Jungs, Malfoys Pubertät, Freunde, Hogsmead...“
„Ich meine die ZAGs, Lily“, lachte die blonde Ravenclaw mir zu.
„Ach was. Die sind doch ein Klacks.“ Der auch hier? Toll!
„Sagt der Bruder mit seinen 4 ZAGs.“
„Andere Prioritäten, Schwesterlein. Dürfen wir uns denn zu euch setzten?“
Ich blinzelte in die grellen Sonnenstrahlen. Da stand Al mit seinen besten Freunden den Cole Brüdern.
Fredrick und Steffen Cole. Der eine im 7. und der andere im 6. Schuljahr. Beide groß, durchtrainiert, mit blonden Haaren, in Gryffindor natürlich und genauso ‚witzig’ wie Al selbst.
Der jüngere der Beiden, Fredrick, grinste mich mit seinen grünen Augen an, währenddessen Steffen schon im Begriff war, sich hinzusetzen.
„Würde es etwas ändern, wenn ich ‚Nein’ sage?“
„Nein“, grinste Al nur und ließ sich jetzt neben Stef nieder.
Ich seufzte nur und setze mich auf.
„Was willst du Al?“
„Zeit mit meiner Lieblingsschwester verbringen?“, lächelte er mit Hundeblick.
„Ich bin deine einzige Schwester!“
„Das machte die Ernennung leichter“
„Al, was willst du?!“
Die drei Jungs grinsten sich an. Irgendetwas war hier im Gange.
Jetzt sahen beide Ric an.
„Nichts!“, lächelte der.
„Okay, du hast ihn gehört. Wir wollen nichts!“
Hilfesuchend sah ich zu meinen Freunden, doch die sahen genauso ratlos aus.
„Sorry Lil, ich versteh auch kein Wort.“, zuckte Amy mit den Schultern und wandte sich jetzt an Al.
„Sag wenigstens mal, ob schon der Termin fürs Auswahlspiel steht.“
„Du spielst kein Quidditsch.“, stotterte mein großer Bruder.
„Ist mir auch aufgefallen. Ich wollte nur fragen an welchem Tag ich deine Schwester noch früher aus dem Bett werfen muss.“
„Ja, wenn sie nicht erscheinen würde, müsste ich wohl oder übel eine andere Jägerin finden. Keine Ahnung, ich sag dir Morgen bescheid“
„Mir bitte auch.“, warf ich ein. Konnte nicht schaden, wenn ich informiert war.
Ich ließ meinen Blick über den See schweifen, bis er an Collin Forbs hängen blieb.
Er war einfach genau mein Typ. Dieser südländische Typ, wisst ihr. Etwas kleiner, dunklere Haut, Augen, Haare und unglaublich gut aussehend.
Collin war mit Rose da. Es behagte mir gar nicht, dass die Beiden so viel miteinander zu tun hatten jetzt.
„Pass auf das du nicht anfängst zu sabbern“, stupste Dan mich in die Seite.
„Ich hab aus deinen Fehlern gelernt“, erwiderte ich sein breites Grinsen.
„Ich wollt nur sicher gehen“, griff er meine Ironie auf.
„Könnt ihr so was besprechen, wenn ich nicht daneben sitze? Es ist nicht unbedingt in meinem Interesse solche Details zu hören.“
„Ach Sue, sag nicht, dass du es übersehen hast“, zwinkerte ich ihr zu.
„Ich war bild vor Liebe“, kicherte diese und lehnte sich an Daniel an.
Ja, dass konnte man wohl sagen. Aber ehrlich gesagt ‚war’ ist die Untertreibung schlecht hin.
Sue und Daniel verhielten sich immer noch wie am ersten Tag ihrer Beziehung vor drei Jahren!
Die wissen echt was sie wollen. Beziehungsweise haben sie jeweils den richtigen Partner gefunden.
Ich konnte mir die zwei auch nicht mehr getrennt vorstellen, als ich sie so beobachtete.
„Äh Lily, wenn ich dich auch mal in den Arm nehmen soll, dann musst du nur bescheid sagen“, lachte Daniel.
„Du bist ja fast so witzig wie die Kobolde bei Gringotts.“, erwiderte ich, die Zunge raustreckend.
„Also ich fand ihn lustig. Du hättest dich mal sehen sollen. Fast wie wenn du Forbs anguckst“ platze Al hervor, wobei er noch Ric einen Seitenblick zuwarf.
Warum auch immer?!
Ach auch mein Bruder, ein wahrer Komiker.
Ich beschloss ihn einfach zu ignorieren und die Sonne weiter zu genießen.
Also lehnte ich mich wieder nach hinten und ließ die Anderen weiter über mich herziehen.
Ich guckte Collin überhaupt nicht so an. Hoffte ich zumindest. Wirklich sicher war ich mir nicht, aber doch, bestimmt. Das hätte ich doch gemerkt! Oder?
Überhaupt, wer konnte es mir verübeln? Natürlich nur, wenn es so wäre!
Mir wurde klar: Ich brauchte einen Plan!
Vielleicht sollte ich mehr mit Rose machen, dann würde ich vielleicht öfter in seiner Nähe sein.
Oder das Quidditchspiel so gut spielen, dass ich ihm einfach auffallen musste? Oder du fragst ihn einfach um ein Date, sagte meine innere Stimme zu mir.
Ja ganz sicher, NICHT!
Dazu war ich so was von zu feige und er würde sowieso ‚Nein’ sagen.
Erstmal sollten wir uns überhaupt kennenlernen. Ja, dass war gut...
„Wie willst du das machen Al?“, hörte ich Stef zu meiner Linken flüstern. Was machen?
Ich spitze meine Ohren, konnte die Antwort aber trotzdem nicht verstehen. Dafür aber Rics:
„So wird das nichts, Kumpel!“
„Lasst das mal meine Sorge sein!“
„Es ist auch unsere, irgendwie!“
Ich riss die Augen auf. Worum ging es hier.
Neugierig starrte ich einen der Drei nach dem Anderen an.
Doch keiner Verzog mehr eine Miene.
„Worum geht’s Al`? Was habt ihr vor?!“
Wie auf ein geheimes Zeichen erhoben sich Albus, Ric und Steffen.
„Das liebes Schwesterherz, müssen nur wir wissen. Für dich reicht ein Fragezeichen!“
Frustriert starrte ich ihnen nach.
Was lief hier eigentlich?
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Für jedes neue Kommilein, stell ich ein Chapter rein. :D
:D :D
OKay, war nen Witz, aaber beschleunigen würde es mein Schreiben bestimmt. ;)
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