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Fanfiction

Die Runentöchter - Erstes Schuljahr - Prolog (Victoire)

von Runentöchter

»Vic, was machst du mit dem Scheiß hier?«, rief meine kleine Schwester Dominique und riss mir meinen schnulzigen Muggelroman aus den Händen.
»Hey!«, protestierte ich und schnappte mir mein Buch.
»Was willst du eigentlich?«, fragte ich und funkelte Nicky an. Sie schnaubte.
»Das« Sie machte eine kurze Handbewegung, »ist das Gästezimmer. Ich darf hier genauso hin wie du.« Ich las immer im Gästezimmer, weswegen Nicky eigentlich wissen sollte, dass es sozusagen mein Raum war. Dann zuckte ich mit den Schultern und schlug mein Buch auf.
»Der Grund warum ich hier bin«, sagte meine Schwester, »ist, dass ich dir von Mum sagen soll, dass wir in die Winkelgasse gehen.« In einem Bruchteil einer Sekunde war mein Buch zu geklappt.
»Na geht doch«, sagte Nicky zufrieden und maschierte aus dem Raum. Ich legte den Roman seufzend auf ein Abstelltischchen und folgte meiner Schwester in die Küche. Dort wartete Mum bereits auf uns, mit dem Fuß ungeduldig auftippend. Ihr Haar wippte auf und ab.
»Isch 'abe schon vor eine 'alben Stunde gesagt, ihr sollt runterkommen.«, erklärte sie uns wütend. Oh ja, temprament hatte sie, ganz eindeutig.
»Ist nicht meine Schuld, Maman. Nicky hat mir erst jetzt bescheid gegeben«, verteidigte ich mich. Ich wusste, dass Mum es liebte, wenn wir sie mit ihrem französischen 'Namen' ansprachen.
»Dominique?«, fragte sie dann an meine Schwester gewandt.
»Was? Du hast nicht gesagt, wann ich es sagen soll«, meinte Nicky und schüttete sich Milch in ihr Glas. Mum's Gesicht nahm eine rötliche Farbe an. Ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass man mit ihr gerade nicht gut Kirschen essen konnte. Doch da sie eigentlich eine gutmütige Person war, seufzte sie nur und schüttelte den Kopf.
»Gleisch kommen 'Arry und Ginny mit Teddy, James, Albus und Lily vorbei. Wir werden gemeinsam in die Winkelgasse gehen« Und kaum hatte Mum geendet, hörte ich Gepolter im Wohnzimmer. Das konnte nur James sein, denn nur wenig später ertöhnte sein Gefluche.
»Mensch Al, ich steh hier!« Ich verdrehte die Augen und ging ins Wohnzimmer.
»Was bleibst du denn einfach stehen? Idiot« Für seine zarten sechs Jahre, wusste Albus aber schon einige Kraftausrücke. Aber mit James als Bruder konnte man ja auch nichts anderes erwarten.
»Ah, hi Vic!«, sagte James, als sein Blick durch den Raum gestreift war, wobei er mich entdeckt hatte.
»Hey Jungs«, sagte ich. Auch Albus wollte etwas sagen, doch seine Stimme ging in einem erneuten Rauschen unter. Ich schaute zum Kamin, aus dem gerade meine Tante Ginny stieg, meine drei-Jährige Cousine Lily auf dem Arm tragend. Keine 20 Sekunden später standen auch mein Onkel Harry und Teddy Lupin im Zimmer.
»Hi, wie geht'?«, fragte Harry, wie immer gut gelaunt.
»'Allo 'Arry! Gut, und dirr?«, antwortete meine Mutter und sie lief auf Ginny und Lily zu.
»Oh. Die ist aber schon groß geworden«, sagte ich und strich Lily durch die kurzen roten Haare.
»Ja«, meinte Ginny und lächelte mich an.
»So«, rief dann meine Mum und klatschte in die Hände.
»Gehen wir jetzt zu Onkel Fred und Onkel George?«, fragte Lily mit ihrer hohen, durchdringenden Stimme und grinste mich an, wobei eine Zahnlücke dort auffiel, wo eigentlich ihr oberer rechter Schneidezahn hingehörte.
»Was ist denn mit ihrem Schneidezahn?« Ginny funkelte kurz ihre beiden Söhne an, die mit schuldbewussten Mienen auf den Boden starrten, was mir verdeutlichte, dass sie etwas damit zu tun hatten.
»Die drei hier haben im Garten gespielt, bis es irgendwann - wie sollte es auch anders sein? - laut knallte und Lily heulend am Boden saß. James hatte einen Ausbruch seiner Magie und hat einen Stock schweben lassen, der direkt auf Lily los ist. Bloß weiß ich ganz genau, dass es kein harmloser Ausbruch war, aber darüber wollen wir jetzt nicht reden«, schloss Ginny und überreichte ihrem Mann seine Tochter.
»Wo sind denn Bill und Louis?«, fragte Harry, was Mum zum Seufzen brachte.
»Die müssten eigentlisch jeden Momente kommen«, meinte sie und schaute sich um.
»Ah, da sind sie!«, sagte Ginny und deutete aus dem Fenster. Tatsächlich waren dort hinten deutlich zwei auf und ab hüpfende rote Punkte zu erkennen. Keine zwei Minuten später standen mein Bruder und mein Vater schwer atmend im Wohnzimmer. In Dad's Fall die Hüfte haltend.
»Wo ward ihr, dass ihr so aus der Puste seid?«, fragte ich.
»Ja, und warum habt ihr mich nicht mitgenommen?«, fügte Nicky empört hinzu. Ich verdrehte die Augen. Meine Schwester war eben... speziell und musste immer überall mit dabei sein.
»Ich habe Louis einen Schnatzer gezeigt, den neulich gesehen habe«, erklärte Dad. Dominique sog empört die Luft ein, während James den Mund nicht geschlossen halten konnte und sich deswegen einen Schlag seiner Mutter einfing.
»Können wir gehen?«, fragte Mum ungeduldig.
»Ähm, nein. Zuerst möchte ich den Schnatzer sehen!«, sagte Nicky und James nickte zustimmend. Die beiden waren schon fast zur Tür raus, als Ginny sie am Kragen festhielt.
»Daraus wird nichts. Wir können mal einen Ausflug nach Albanien machen, da leben die Dinger scharenweise.« Sowohl Nicky, als auch James machten ein trauriges Gesicht.
»Aber Mum-«
»Ich habe nein gesagt, James.« Ginny stemmte die Hände in die Hüfte und in diesem Moment errinerte sie mich sehr an Grandma Molly.
»Wir flohen, oder?«, fragte Lily und wandte ihren kleinen Kopf hin und her.
»Ja, Schatz«, antwortete Ginny liebevoll und holte einen kleinen Beutel aus ihrer Umhangstasche.
»Können wir jetzt? Sind alle bereit?« Sie lief zum Kamin und streute etwas von dem Pulver in die Flammen, worauf die sich augenblicklich grün färbten.
»Zur Winkelgasse«, quackte Lily. Harry stieg mit ihr ins Feuer und verschwand.
»So, Victoire, du bist dran!«, sagte Mum und ich nickte. Doch im letzten Moment fiel mir noch ein, dass ich keine Jacke trug, sondern einfach nur ein luftiges Sommerkleid. Ich drehte mich um und lief fast in Mum rein, die nun gefährlich nah an mir dran stand.
»Wo willst du 'in, junges Fräuleinschen?«, fragte sie bedrohlich leise. Ich schluckte.
»Ähm, meine Jacke holen?«, piepste ich kleinlaut. Mum's Augenbrauen wanderten nach oben.
»Wozu brauchst du im Sommer, bei 25 Grad im Schatten, eine Jacke?« Okay, irgendwie hatte sie Recht und ich stieg wieder in den Kamin.
»Winkelgasse!«, rief auch ich. Ich spürte, wie mich die warmen Flammen umgaben und mich „fort“ trugen. Schon oft war ich mit Flohpulver in die Winkelgasse gereist, weswegen ich wusste, wann ich aussteigen musste. So rutschte ich auf den dreckigen und muffig riechenden Kaminvorleger, direkt in Harry rein, der sich gerade aufrappelte.
»Entschuldigung!«, rief ich und half meinem Onkel hoch.
»Ist schon okay«, sagte Harry und klopfte sich den Dreck von der Hose. Ich fragte mich wie er das mit Lily auf dem Arm schaffte.
»Na ja, immerhin bin ich in der Winkelgasse gelandet«, fügte er grinsend hinzu. Auch Lily's Glockenhelles Lachen hallte durch den heruntergekommenen Pub, wobei ich mir sicher war, dass sie nur lachte, weil es ihr Daddy so vor machte. Ich spürte jemanden mit voller Wucht gegen meinen Rücken knallen, was zur Folge hatte, dass ich das Gleichgewicht verlor und unsanfte Bekannschaft mit dem Boden machte.
»Boah, du bist so ein Schrumpfhörniger Schnarchkackler, Albus Severus Potter!«, donnerte James, was sich sehr witzig anhörte, da er eine ziemlich hohe Stimme hatte.
»Und was bist du dann, James Sirius Potter?!«, konterte Al. Merlin, wie konnten die beiden sich nur so streiten? Ich meine, sie waren ja erst fünf und sieben.
»Jungs!«, ging Harry dazwischen, »James, du gehst zu Vic. Al, du bleibst bei mir. Und ihr bleibt voneinander fern. Habt ihr mich verstanden?« Die beiden nickten resigniert und James trottete zu mir rüber.
»So, geht doch«, sagte Harry.
»Jamie böse!«, kicherte Lily.
»Ach Halt die Klappe, Lils«, brummte James und verschränkte die Arme vor der Brust.
»Runta!«, quieckte Lily. Harry setzte sie auf dem Boden ab und Lily trippelte zu James hinüber und umarmte ihn. Da sie ihm nur bis zur Hüfte reichte, ergab es einen sehr lustigen Anblick.
»Och wie niedlich«, seufzte Ginny, die gerade aus dem Kamin stieg.
»Geschwisterliebe«, sagte Albus und setzte einen angewiderten Gesichtsausrduck auf. Ich musste grinsen.
»Schatz, Al und ich gehen schon mal vor. Ich wollte sowieso noch einmal mit ihm reden. Wir treffen uns dann bei Fred und George, ja?« Harry gab Ginny einen kurzen Kuss und verschwand mit Al im Hinterzimmer.
»Haha, Brüderchen. Sehr witzig«, fauchte James wütend, Harry's Aussage vollkommen ignorierend. Er versuchte sich aus Lily's Ärmchen zu winden, was zur Folge hatte, dass Lily ihn nur noch mehr umklammerte.
»Was soll das?!«, fragte James und holte mit der Hand aus. Blitzschnell umfassten die schmalen Finger Ginny's das Handgelenk ihres Sohnes. Bestimmt kam das daher, dass meine Tante eine Zeit lang Quidditch gespielt hatte. Meiner Meinung nach hatten sie und Harry die besten Reflexe überhaupt.
»Das lässt du schön bleiben«, zischte sie gefährlich leise, doch für alle gut hörbar, mit Ausnahme von Lily, die immer noch fröhlich James „umarmte“.
»Lily, würdest du bitte deinen Bruder loslassen?«, fragte Ginny wieder freundlich.
»Mum, es wäre echt nett, wenn du es dann auch tun könntest«, sagte James, als er von Lily nicht mehr umklammert wurde. Diese zerrte nun an meiner Hand. Ich hatte sie erst nicht bemerkt, doch jetzt hatte ich das Gefühl, meine Hand würde blau anlaufen.
»Nein, ich darf das, schließlich bin ich deine Mutter«, grinste Ginny, ließ James aber los.
»Lily, du kannst Vic doch nicht die Hand gefühlslos machen. Komm.« Lily zeigte ihre Zahnlücke, ließ meine Hand los und hüpfte zu meiner Tante.
»Wo bleiben denn die anderen? Und wo sind Dad und Al?«, fragte James keine zwei Sekunden später. Er gähnte und ich war mir sicher, dass er den Aufenthaltsort von Harry nur aus purer Langeweile wissen wollte. Außerdem zeigte das nur, dass James mal wieder nicht aufgepasst hatte.
»Hallihallo! Komm,James , wir gehen in die Winkelgasse!«, rief die nervige Stimme meiner Schwester, die gerade wahrscheinlich den Raum betreten hatte.
»Jep«, sagte James und die beiden gingen in den Nebenraum, in welchem Harry und Albus vorhin schon verschwunden waren.
»Der bringt mich noch um«, murmelte Ginny und hastete meinem Cousin und meiner Schwester hinterher.
»Hier geblieben!«, rief sie und zog die beiden Ausreißer wieder zurück.
»Wieso denn? Wir waren schon einmal in der Winkelgasse, wir wissen wo wir hin müssen.«, sagte Nicky und zog eine Schnute.
»Wir gehen alle zusammen«, meinte Ginny bestimmt.
»Aber wenn die anderen so lange brauchen«, quengelte Nicky.
»Hallo, da sind wir schon«, ertönte die Stimme meines Vaters. Das Gesicht meiner Schwester hellte sich auf, als sie ihn, gemeinsam mit Mum und Teddy aus dem Kamin steigen sah.
»So, jetzt könnt ihr gehen«, sagte Ginny und Nicky und James stürmten davon. Teddy folgte mir und den Kleinen schweigend. Mum zückte ihren Zauberstab und ließ den Torbogen erscheinen, durch den wir auf die belebte Einkaufsstraße der Winkelgasse gelangten.
»Immer wieder schön in der Winkelgasse zu sein«, seufzte ich und blickte die Hauptstraße entlang.
»Wohin zuerst?«, fragte Teddy, der seinen Fehler anscheinend erst später erkannte.
»Madam Malkins!«
»Ollivander!«
»Zu Fred und George!«, riefen Nicky und James durcheinander.
»Ruhe jetzt!«, sagte Mum laut und brachte so die beiden zum Schweigen.
»Ich würde sagen wir legen eine Reihenfolge fest. Erst gehen wir zu Ollivander, dann kommt Madam Malkins, Flourish & Blotts, die Apotheke, Euylops, und dann können wir auch noch zu Fred und George. Einverstanden?«, meinte Dad und schaute in die Runde. Zustimmendes Gemurmel folgte und wir machten uns auf den Weg nach Ollivander. Der heruntergekommene Laden war klein, weswegen nur Mum und ich hineingingen, was uns mit einem starken Protests von Nicky's Seite aus überhäufte. Schließlich sprach Dad ein Machtwort und meine Schwester hielt den Mund. Manchmal würde ich so etwas auch gerne können...
»Oh, Mrs Weasley! Was für eine Freude Sie wiederzusehen! Sie sind noch immer so hübsch wie ich Sie in Erinnerung habe!« Ein alter, grauhaariger Mann, wahrscheinlich Mr Ollivander, kam auf uns zu gehumpelt, als wir den Laden betraten. Er gab meiner Mutter einen galanten Handkuss, wandte sich dann an mich und lächelte warm.
»Sie ähneln Ihrer Mutter ungemein. Wie ist denn Ihr Name?«, fragte er.
»Ähm, Victoire«, sagte ich.
»Ja, Mister Ollivander, isch denke, Sie wissen warum wir 'ier sind, nehme isch an?«, sagte Mum leicht säuerlich. In diesem Moment dachte ich, dass entweder Mum verrückt war, ich meine, wieso sollte man sonst in einen Zauberstabladen gehen, wenn man keinen Zauberstab kaufen wollte, oder Ollivander nicht mehr ganz richtig im Kopf war, weswegen er nicht sofort wusste, was die Kunden in seinem Laden wollten.
»Aber sicher doch! Welches ist denn Ihre Schreibhand, Miss Weasley?« Ich nannte dem Zauberer meine Schreibhand und schon verschwand er hinter ein paar Regalen. Keine 20 Sekunden später stolperte er schon mit vier länglichen Schachteln unter den Armen wieder hervor.
»Probieren Sie den hier«, forderte er mich auf und reichte mir einen hellbraunen Stab. Ich schwang ihn und die vergammelten Blumen, welche auf dem Schreibtisch standen, blühten auf.
»Perfekt! Aus Drachenherzfaser, Buchenholz gefertigt und mit einer Länge von Zehndreiviertel Zoll. Ich wusste, dass dieser passen würde!«, rief er aus.
»Ja, wie viel macht das?«, fragte Mum und kramte in ihrem Umhang nach dem Geldbeutel.
»Gar nichts, meine Liebe. Sagen wir, als Gegenleistung für Ihre Gastfreundschaft vor 13 Jahren, schenke ich Ihrer ganzen Familie die Zauberstäbe!« Meine Mutter wurde rot, verabschiedete sich und schob mich aus dem Laden. Danach gingen wir von Laden zu Laden und kauften die restlichen Sachen. Am Ende war ich stolze Besitzerin eines kleinen Walkauzes, der auf den Namen Twink hörte. Nicky hatte ihn, sobald sie sah, für welchen der Eulen ich mich entschieden hatte, auf diesen Namen getauft.
»Jetzt können wir endlich zu Fred und George!«, rief James und rannte die Straße runter, dicht gefolgt von Nicky. Ich verdrehte die Augen und wir folgten den beiden in normalem Tempo.
»Wie konnte Dominique nur jemals so werden?«, seufzte Mum.
»Sie hat zu viel Kontakt mit James«, stellte Ginny sachlich fest und konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Mum seufzte abermals, nahm dann aber wieder die Verfolgung auf. Ich hörte die begeisterte Stimme meiner Schwester, welche rief:
»Da ist es! Weasley's Zauberhafte Zauberscherze!« Nun sah ich es auch. Der Laden hob sich deutlich von den anderen ab, denn die grellen Farben, in welche die Außenfassade getaucht war und die Neonartigen Flyer waren kaum zu übersehen. Endlich waren wir vor dem großen Schaufenster angekommen, wo man schon tausende, kleine, gestapelte Dinge erkennen konnte. Von Knallfröschen bis zu Finsternispulver konnte man alles entdecken. Ich wollte gerade Nicky fragen, ob sie schon einmal 'Selbstaufsammelnden Dreck' gesehen hatte, als ich bemerkte, dass sie schon wieder weg war. Die Ladentüre schloss sich gerade in dem Moment, indem ich mich umdrehte und sie verriet mir, dass meine herzallerliebste Schwester gerade in den Laden meiner Onkel gestürmt war.
»Hey, sollen wir auch reingehen?«, fragte Teddy, nachdem er mich angestupst und ich mich ihm zugewandt hatte. Ich nickte und trat durch die Tür, die er mir aufgehalten hatte.
»Danke«, murmelte ich und sah mich um. Überall drängelten sich Besucher, die alles sehen wollten, was ja auch kein Wunder war, denn der Laden meiner Onkel war wirklich klasse.
»Hey, da hinten ist Fred!«, rief ich erfreut und winkte einem mittedreißigjährigen Rotschopf zu.
»Das ist George«, verbesserte mich Teddy, worauf ich die Augen verdrehte. Er konnte als einziger, wohl gemerkt, die Zwillinge auseinander halten, weiß Merlin warum. Deswegen wurde er von vielen bewundert. Besonders von Grandma Molly, die wenn meine Onkel auch noch mit dreißig irgendetwas angestellt hatten, immer sehr dankbar war, wenn sie sich an Teddy wenden konnte, damit sie sich nicht vertat, was die Zwillinge immer dazu brachte, ihre Mutter zu verhöhnen, dass sie sie nicht auseinander halten konnte.
George drehte sich um, erblickte uns und kam mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht tragend zu uns hinüber.
»Hi, ihr Unruhestifter! Wie gehts, wie stehts?«, fragte er. Sein Lächeln war echt ansteckend, sodass auch Teddy und ich grinsten.
»Gut, und dir, George?« Plötzlich flog etwas aus einer vollgestopften Ecke auf mich zu. Noch bevor mich dieses 'Dings' treffen konnte, hatte ich mich geduckt, worauf ich hinter mir erst einen Knall hörte, und dann ein Scheppern, welches vermuten ließ, dass gerade etwas aus dem Regal gefallen war.
»Huch, was war denn das?«, keuchte ich erschrocken.
»Das war ein anzündbarer Propella. Neu im Konzept. Gefällt er dir?« George grinste, während ich nickte und mich mit einem kritischen Blick umwandte.
»Hey, lasst die Dinger in Frieden!«, hörte ich die belustigte Stimme von Fred, meinem anderen Onkel. Ich drehte mich um und konnte gerade noch sehen, wer in mich reinrannte, ehe ich auch schon auf dem Boden lag.
»Nicky, würdest du bitte von mir runter gehen?«, fragte ich so höflich wie möglich, als sich meine unmögliche Schwester nach ein paar Augenblicken immer noch nicht bewegt hatte. Sie rappelte sich auf und im nächsten Moment war sie schon wieder verschwunden, dafür stand dann aber Fred bei uns.
»Alles okay?«, fragte er breit grinsend und hielt mir eine Hand hin, die ich dankbar ergriff.
»Ja«, sagte ich leicht säuerlich und klopfte mir etwas Dreck von der Kleidung. »Ihr solltet mal sauber machen.« Mit diesen Worten verschwand ich hinter ein paar Regalen. Und obwohl ich Scherzartikel eigentlich nicht sonderlich mochte, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass die Schrumpfkaugummis, oder die Selbst-Tätowier-Federn schon ganz cool waren. So kam es auch, dass ich nach einigen Minuten voller Elan durch die Regale stöberte und immer mal wieder lachen, oder staunen musste, was meine Onkel alles auf die Beine gestellt hatten. Zwischendurch sah ich immer mal wieder welche aus meiner Familie, doch alle waren zu begeistert um mich zu bemerken. Auch wenn Mum eher Skeptisch an die Dinge ran ging.
»Vic! Vic! Victoire!« Ich drehte mich zu der Person um, die meinen Namen rief. Es stellte sich heraus, dass es Nicky war, worauf ich seufzte. Sicherheitsalber ging ich ein paar Schritte zurück, schließlich wollte ich vermeiden, dass ich ein weiteres mal ein unschönes Zusammentreffen mit meiner Schwester hatte.
»Was ist?«, fragte ich schroffer als beabsichtigt, doch Nicky interessierte das nicht.
»Ihr geht nach Hause«, erklärte sie kurz angebunden, und hätte ich sie nicht noch am Ärmel gegriffen, wäre sie vermutlich schon wieder im Getümmel verschwunden.
»Wir?«, fragte ich mit gerunzelter Stirn. Nicky nickte schnell.
»Jo, James und ich bleiben bis Morgen hier. Fred hat außerdem gesagt, dass Luke gleich noch kommt.« Sie zuckte mit den Schultern und drehte sich schon wieder um.
»Warte mal. Hat Mum dir das wirklich erlaubt?«, hakte ich nach, da ich nicht glauben konnte, dass unsere Mutter das so ohne weiteres erlaubt hatte. Wieder zuckte sie mit den Schultern und diesmal war sie schneller als ich, sodass ich alleine stand. Etwas verwirrt machte ich mich auf die Suche nach meiner Familie und fand sie in der Nähe des Einganges.
»Victoire!«, rief Mum, sobald sie mich erblickt hatte, und eilte zu mir.
»Was ist?«, fragte ich.
»Komm, wir wollen ge'en. Deine Schwester bleibt 'ier.«, erklärte sie mir schnell und wandte sich schon zur Tür um.
»Aha. Kann ich mich noch eben verabschieden?« Mum nickte schnell und ich suchte nach Fred und George. Bald schon hatte ich sie, zu meiner Verwunderung gefunden, und fand mich in einer dicken Umarmung wieder.
»Komm bald wieder«, sagten Fred und George gleichzeitig und ließen mich los.
»Ja, tschüß!«, sagte ich, winkte den beiden und ging wieder zurück. Mittlerweile waren auch Teddy und Dad angekommen. Als wir den Laden verließen, hörte man noch lange das Knallen und Pfeifen, welches verriet, dass es dort gut gefüllt war, und ich war mir sicher, dass das nicht der letzte Besuch gewesen war.

Anmerkung: Nach langer Zeit melden wir uns auch mal wieder ;) Der Grund, warum dieses Chap so lange gebraucht hat, ist schlicht und einfach der, dass wir alle kein Bock hatten den Prolog von Vic zu ende zu schreiben, und einfach schon mal die nächsten Kapitel angefangen haben... Aber die gute Nachricht ist, dass das erste Kapitel schon fertig ist! Wir müssen es nur noch auf den Computer übertragen, aber das ist alles :) Es wird also bald rauskommen. Dann müssen wir noch erklären, was mit Fred ist. Also, wie man unschwer erkennen kann, hat er in unserer Geschichte überlebt, da wir mit seinem Tod alle sehr... unzufrieden waren. Luke ist übrigens sein siebenjähriger Sohn, der gerne mit James und Nicky Scheiße baut XD
Noch einmal zur Hintergrundlektüre: Fred hat Angelina Johnson geheiratet und George ist glücklich mit Alicia Spinnet vermählt :) Wir haben uns überlegt, wenn wir die Runentöchter soweit beendet haben, werden wir wahrscheinlich mal eine Story über George und Alicia rausbringen... Aber mal schauen^^
So, jetzt haben wir aber genug gequatscht, wir sehen uns beim nächsten Chap!


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Manchmal ist es auch sehr schade, dass eine Figur verschwindet und im nächsten Band nicht mehr vorkommt. Dazu zählt beispielsweise Gilderoy Lockhart, den ich sehr mochte, weil er so furchtbar eitel war und ich mir einen Spaß daraus machte Leute aus dem Showbusiness mit seiner Charakterisierung zu veralbern.
Rufus Beck