
von **Minimuff**
Hey Leute!
Ich hoffe, euch wird meine Geschichte gefallen und ihr hinterlasst ganz viele Kommentare.
Ich widme meine Geschichte allen Hermine-Draco-Fans!
Viel Spaß beim Lesen!
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„ Willst du was sagen, Malfoy?“
--- Hermine ---
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, um das Buch wieder zurück ins Regal stellen zu können, da packen mich zwei Hände von hinten und ich drehe mich um; das Buch immer noch in den Händen.
>> Ron! << sage ich und lächele meinen Freund an. Er gibt mir einen Kuss auf die Wange und strahlt. >> Was machst du denn hier? Ich dachte, du wolltest mit Harry lernen. <<
Da ich zu klein bin, nehme ich den Zauberstab hervor und lasse das Buch in die Lücke im Regal schweben. Zufrieden stecke ich den Zauberstab wieder ein.
>> Wir wollten eine kurze Pause machen. << antwortet er. Ich ziehe die Augenbrauen zusammen und sehe ihn prüfend an.
>> Und wie lange geht diese Pause schon? << frage ich. Er sieht irgendwie schuldbewusst aus.
>> Ron! Ich komme jetzt mit hoch und wenn ihr nicht mindestens Zaubertränke fertig habt, dann bewache ich euch, bis ihr es gemacht habt! << sage ich in sachlichem Tonfall und nehme seine Hand, damit er nicht denkt, ich wäre irgendwie böse auf ihn. Was ja auch nicht stimmt, ich denke nur, dass Schule vor geht.
>> Hermine! Es ist Samstag und es sind Ferien! Da sollten wir Spaß haben und nicht irgendwelche Hausaufgaben machen, die wir auch noch nächste Woche machen können! Lass uns beide doch ein wenig Spaß haben … << versucht er, mich zu überreden, obwohl er weiß, dass ich dabei kein Erbarmen kenne.
>> Nein. Komm jetzt. Heute Abend, wenn du fertig bist, können wir gerne was zusammen machen, aber nicht vorher. << bestimme ich und wir gehen zusammen aus der Bibliothek.
Auf den Gängen ist es voll, denn die Schüler aus dem siebten Jahrgang sind fast alle hier geblieben. Um zu lernen, denn hier ist eine bessere Atmosphäre fürs Lernen.
>> Ich hab auch schon eine Idee, was wir machen können. Willst du es wissen? << holt mich Ron aus meinen Gedanken und ich schüttele den Kopf.
>> Ich werde mich überraschen lassen. << sage ich ihm und er guckt etwas düsterer vor sich hin.
Wir kommen in die Eingangshalle. Wie sind wir denn hierher gekommen?
>> Ron? Wieso sind wir hier? << frage ich ihn und er dreht sich zu mir um.
>> Weil Harry in der großen Halle ist. << meint er schulterzuckend und ich nicke. Was macht er denn da?, frage ich mich jedoch insgeheim.
Ich bin wieder in Gedanken, als Ron meine Hand plötzlich zerquetscht.
>> Au. Du tust mir weh, Ron. << sage ich, doch er ignoriert es. Es ist so, als wäre ich gar nicht da. Ich sehe mich um, doch ich bemerke nichts.
Es sind ungefähr zehn andere Schüler in der Eingangshalle und … einer davon ist Draco Malfoy, der zu uns rüber sieht.
>> Also Ron! Er ist kein Todesser mehr, ignoriere ihn einfach. << rate ich meinem Freund und lächele ihn leicht an.
Wenn ich ehrlich bin, macht Malfoy mir auch eine Gänsehaut. Ich finde ihn gruselig, wie jeden, der so eine Schlange auf dem Arm hat. Wie er überhaupt auf dieser Seite stehen konnte … Ob es wohl nur wegen seinen Eltern war? Oder wollte er es auch?
Ich schüttele leicht den Kopf. Darüber sollte ich gar nicht erst nachdenken, denn Malfoy interessiert mich kein Stück. Er ist nur ein Arschloch, mit dem ich das Pech hatte, öfters in Kontakt zu kommen – wegen Harry.
Er ist ein Vollidiot. Ein …
Ron packt mich plötzlich und dreht mich so um, dass ich mit dem Rücken gegen die Wand stehe.
>> Ron, was … << fange ich an, doch Ron presst seinen Mund auf meinen. Ich reiße die Augen auf, während in meinem Kopf die Gedanken herum rasen. Hab ich was verpasst? Warum küsst er mich hier und jetzt? Was ist mit ihm los? Ist das peinlich!
Ich war nie so ein Typ, der in aller Öffentlichkeit herumknutscht, weshalb ich Ron auch von mir weg schubse.
>> Sag mal, spinnst du? Was sollte das? << schreie ich ihn an und werde rot, als ich die Blicke von meinen Mitschülern bemerke.
Kurz entschlossen packe ich nach Rons Hand und ziehe an ihm, damit er mit mir kommt, damit ich ihn anschreien kann, ohne dass es morgen die ganze Schule weiß.
Als wir an Malfoy vorbei müssen, spüre ich seinen Blick auf mir. Er lacht arrogant auf.
>> Na Weasley? Will Granger dich nicht mal vor anderen küssen? Bist du echt so schlecht? << schnarrt er mit kühler Stimme und ich werde noch röter und wütender.
>> Halt dich da raus, Malfoy. << fauche ich ihn an und will mit Ron weitergehen, doch Ron bleibt stehen und zwingt mich so, ebenfalls stehen zu bleiben.
>> Willst du was sagen, Malfoy? He? << fragt Ron aggressiv und ich sehe ihn von der Seite her strafend an.
>> Ron … << flüstere ich.
>> Brauchst du einen Babysitter, Weasley? Ein schlechter Küsser und ein Baby – da hast du dir wohl denn Falschen ausgesucht, Granger. << meint er und sieht mir dabei unverwandt in die Augen.
Ich hebe meinen Kopf ein wenig und versuche, ebenfalls so arrogant wie er zu gucken.
>> Ach, und wer sollte außer Ron besser zu mir passen? Ja wohl kaum du! << werfe ich ihm an den Kopf, obwohl ich mir sicher bin, dass er das eh nicht verletzend findet.
>> Beleidige nicht meine Qualitäten beim Küssen. << antwortet Malfoy und in seinen Augen funkelt es. Wenn ich nicht anders wüsste, würde ich sagen, er findet unser „Gespräch“ amüsant.
>> Oh, die bezweifle ich nicht. Ich stelle nur deine Qualitäten als Freund in Frage. Wie geht’s deiner Neuen? << kontere ich und ziehe Ron endlich hinter mir her.
Er sieht mich sprachlos an.
>> Was war das denn? << fragt er mich, kaum sind wir alleine.
Ich schaue ihn ungehalten an.
>> Das fragst du mich? Du hast sie doch nicht alle, oder? Knutschst mich da vor allen anderen ab!? << schreie ich ihn an und er schrumpft in sich zusammen. >> Du weißt, dass ich das nicht mag. <<
Er wird rot und starrt nur auf den Boden vor sich.
>> Sieh mich gefälligst an, wenn ich mit dir rede! << schnauze ich weiter und lasse mich in einen Sessel fallen. Wir sind hoch in den Gemeinschaftsraum gelaufen, wo ein schönes Feuer prasselt. Was echt schön ist, da es sonst richtig kalt wäre.
>> Es tut mir leid. << nuschelt Ron und ich nicke.
>> Wieso hast du´s gemacht? << frage ich dann wieder sachlich.
>> Weil … er … er hat dich so angestarrt. << gibt Ron niedergeschlagen zu und ich sehe ihn verwundert und empört an.
>> Wegen Malfoy? Ist das dein Ernst? << rufe ich wieder lauter. >> Malfoy ist dumm und ein Vollidiot! Du solltest dich nicht von ihm provozieren lassen. <<
>> Aber du! << ruft Ron jetzt ebenfalls lauter.
Ich sehe ihn perplex an.
>> Ich? <<
>> Ja, du! Du musstest dich doch eben dann noch mit ihm streiten oder wie auch immer du das nennen willst. <<
>> Ich habe dich nur verteidigt, weil du ja anscheinend zu blöd dafür bist! << schreie ich jetzt.
Dann stürme ich wieder aus dem Gemeinschaftsraum und lasse Ron hinter mir zurück. Unseren Abend würde er sich abschminken können.
--- Draco ---
Ich muss immer noch vor mich hin grinsen. Es macht so einen Spaß, die Granger und das Wessel zu ärgern, auch wenn mir das keine Freunde macht. … Nicht in Gryffindor. In Slytherin habe ich genug und ich könnte mir ehrlich keine Besseren wünschen. Glaube ich.
Blaise und Crabbe sind super Freunde.
Ich gehe durchs Schloss, auf der Suche nach eben diesen Freunden. In der großen Halle waren sie nicht und in den Kerkern auch nicht.
Ob die Granger sich wohl gerade mit dem Wessel streitet?
Ich schließe kurz die Augen. Ich darf nicht an dieses Mädchen denken, denn erstens habe ich eine Freundin und zweitens ist sie eine total dumme Kuh, ein Schlammblut. Nicht so wertvoll wie andere … ach quatsch! Ich weiß doch inzwischen, dass es so was nicht gibt. Wegen des Blutes besser …
Trotzdem ist sie eine Streberin und Zicke. So was geht gar nicht.
Plötzlich höre ich von weiter vorne ein Geräusch.
Es hört sich so an, als würde jemand in einer der Nischen sitzen und weinen. Wer das wohl ist?
Ich schleiche mich an und erkenne die braune Mähne der Granger. Sie hat den Kopf auf die Arme gestützt, die auf ihren angezogenen Knien liegen. Sie sieht verdammt traurig aus, aber ich kann jetzt auch nicht zu ihr gehen und sie trösten. So etwas tut ein Malfoy nicht. Er tut es einfach nicht!
Aber sie sieht so niedergeschlagen aus …
Ich verstecke mich in einem Schatten und sehe dem Mädchen weiter beim Weinen zu. Irgendwie ist sie ja ganz hübsch … Nein! Ist sie nicht.
Sie ist eine Zicke und eine Streberin!
Ich sehe mich noch einmal kurz zu ihr um, dann gehe ich leise und schnell in die Richtung zurück, aus der ich gekommen bin.
Man sollte den Menschen seine Privatsphäre gönnen.
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