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Fanfiction

Eine zweite Chance - Eine unangenehme Mission

von Kate Flemming

Überarbeitete Version - Ich freue mich immer noch über Reviews!
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Das Dunkel des langen Korridors wurde von hellen Lichtinseln unterbrochen, die die Sonne durch die Fenster ins Schloss fallen ließ. Dort, wo das Licht hinfiel, konnte man sehen, dass der hellgraue Steinboden schon von vielen Füßen ausgetreten worden war. Staubkörner tanzten in der Sonne. An den Fensterscheiben waren Fliegen zu sehen. Ihr Brummen waren die einzigen Laute, die man hören konnte.

Schritte näherten sich zügig, aber durchaus nicht eilig. Am Anfang des Korridors erschien ein schwarz gekleideter Mann, dessen Umhang sich hinter ihm blähte, als ob es windig wäre. Mit finsterer Miene schien er im Gedanken versunken. Die ersten drei Fenster passierte er ohne Reaktion. Doch am vierten Fenster wurden seine Schritte zögernder und am fünften hielt er schließlich an und schaute hinaus.
Wie er dieses Schloss und die es umgebende Berge liebte.
Schließlich war Hogwarts seine erste und einzige richtige Heimat gewesen. Doch selten war es so ruhig in diesen Gängen. In sechs Tagen würde die Schule wieder beginnen und dann wäre es mit der Ruhe vorbei. Sein Blick wandert von den Bergen über die Wiesen hinab zum See.
Kurze Erinnerungsfetzen tauchten vor dem inneren Auge des Mannes auf. Erinnerungen, als er noch ein Schüler auf dieser Schule gewesen war. Als er dort unten am See einige der schönsten und auch bittersten Augenblicke seines Lebens erlebt hatte. Mit Lily. Ärgerlich schüttelte er den Kopf. Diese sentimentalen Erinnerungen führten zu nichts. Es war ein anderes Leben gewesen, ein anderer Mensch. Dieser fühlende und lebende Mensch war vor 15 Jahren gestorben, zusammen mit dem Mädchen. Sein Leben war kompliziert und er musste alle seine Sinne beisammen haben, an jedem Tag und in jeder Stunde, damit er seine Mission erfüllen konnte.
Selten gab es hier im Norden so schöne, sonnige Tage wie diesen. Das Gelände um den See lag in der Sonne und auf dem Wasser glitzerten die Wellen, verursacht vom Kraken, der hin und wieder auftauchte. Es war erst elf Uhr und schon war es sehr warm draußen. Professor Sprout saß am Ufer des Sees und malte, ihre liebste Freizeitbeschäftigung. So wie es aussah, malte sie eine der Pflanzen, die im Uferbereich wuchsen. Aber eigentlich malte sie sowieso immer nur Pflanzen. In ihrer Lehrerwohnung sollten die Wände vor lauter Bildern wohl kaum noch zu erkennen sein. Nicht das er es jemals gesehen hätte. Aber auch im Lehrerzimmer machten sich ihre Bilder breit.

Severus Snape seufzte. Ausspannen, abschalten und Müßiggang. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er in den letzten Jahren dazu Zeit gehabt hätte. Heute im Morgengrauen war er von seiner letzten, sehr gefährlichen Mission zurückgekommen. Der Fehlschlag im Ministerium hatte den Dunklen Lord noch gereizter und unberechenbarer gemacht, als er es sonst schon war. Und dann, mitten in den Ferien, musste noch etwas geschehen sein, dass Voldemort sehr aufbrachte. Keiner der Todesser hatte gewusst, was den Dunklen Lord so erschüttert hatte, aber einige seiner unvorsichtigeren Anhänger hatten unbedachte Worte mit ihrem Leben bezahlt.
Mit einem letzten Blick auf die hohen Berge wandte Snape sich ab und setzte seinen Weg fort. Was mochte wohl so wichtig und dringend sein, dass Professor Dumbledore ihn aus seinem Schlaf gerissen hatte? Und obwohl seine Nachricht ein sofortiges Erscheinen beim Schulleiter erbeten hatte, hatte Snape das erste Mal gezögert. Er hatte sich erst in Ruhe angekleidet und eine Kleinigkeit gegessen. Wie er es inzwischen hasst, immer springen zu müssen, wenn er gerufen wurde. Hätte Dumbledore ihm nicht wenigstens einen Tag Ruhe gönnen können? Er hatte in den letzten Wochen definitiv zu wenig Schlaf bekommen, zu gefährlich war es gewesen, den Dunklen Lord und seine Gefolgschaft unbeobachtet zu lassen.
Professor Snape musste an das letzte Mal denken, als er im Büro des Schulleiters gewesen war. Es war kurz nach Anfang der Ferien gewesen und er hatte gedacht, es würde um eine letzte Besprechung vor seiner Mission zum Dunklen Lord gehen. Doch es war keine normale Besprechung gewesen. Kurz wallte Ärger und Wut in ihm auf, als er daran zurückdachte, was Dumbledore ihm da enthüllt hatte. Die Tatsache, dass ein Teil von Voldemorts Seele in Harry Potter gefahren war, als der Dunkle Lord versucht hatte, das Kind vor 15 Jahren zu töten. Und dass Voldemort nur dann sterblich sein würde, wenn der Junge ebenfalls sterben würde. Snape wusste nicht, was ihn mehr entsetzte: dass er den Jungen die vielen Jahre nur beschützt hatte, damit er im richtigen Moment sterben konnte, oder dass Dumbledore dies alles plante oder in Kauf nahm. Er hatte sich vor vielen Jahren dazu verpflichtete, den Jungen zu schützen, weil er Schuld am Tod der Eltern war und überdies die Mutter des Jungen schon seit seiner Kindheit geliebt hatte und immer noch liebte. Doch wie sollte er unter diesen Umständen seiner Verpflichtung noch nachkommen? Seit dem Gespräch hatte er immer wieder über diese Frage gedacht, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Er gelangte an die Wendeltreppe, die in den höchsten Turm des Schlosses führte. Jetzt doch eilig stieg er sie empor, kam am Wasserspeier an und murmelte: „Saure Drops“.
Verschlafen räkelte sich der Wasserspeier und gab den Zugang zu einer weiteren, schmaleren Wendeltreppe frei. Snape trat auf die erste Stufe und schon begann sich die Wendeltreppe in die Höhe zu bewegen. Oben angelangt, trat er in einen kleinen Flur, der zu einer Tür führte.
Kaum hatte er geklopft, erklang schon eine Stimme: „Kommen Sie herein, Severus.“
Auch diesen kreisrunden Raum unterteilte die Sonne in helle und dunkle Bereiche. Dort wo die Sonne auf eine der zahlreichen Apparaturen und Geräte des Schulleiters trafen, warfen sie Lichtblitze in alle Richtung. Unbeeindruckt von den Lichteffekten an der Decke und den Wänden trat Professor Dumbledore eilig um seinen Schreibtisch herum.
„Gut, dass Sie endlich den Weg hierher gefunden haben“, sagte er mit einem leicht vorwurfsvollen Blick.
Ohne eine Regung erkennen zu lassen, entgegnete Snape mit sarkastischem Unterton: „Was kann ich für Sie tun, Professor Dumbledore?“
Dumbledore kam noch näher auf Snape zu: „Äußerst zuverlässige Quellen haben mir Informationen über ein Muggel-Mädchen zugetragen. Anscheinend sucht Voldemort sie überall. Heute Morgen habe ich ihren Aufenthaltsort ausfindig machen können. Doch wenn ich sie finden kann, dann kann Voldemort es auch bald. Wir müssen sie unverzüglich holen, denn sonst wird er sie entführen und umbringen lassen. Sie sind der Einzige, der diesen Auftrag jetzt erfüllen kann. Alle Mitglieder des Ordens sind im Moment unabkömmlich. Außerdem muss ich mir darauf verlassen können, dass diese Mission mit der größtmöglichen Umsicht durchgeführt wird. Es hängt unter Umständen eine Menge vom Gelingen dieser Rettungsaktion ab.“
Mit versteinerter Miene sagte Snape: „Wenn er seine Todesser ausgesendet hat, könnte meine Tarnung auffliegen. Ist das Muggel-Mädchen das wert? Noch ziehen wir viele Vorteile aus meiner Nähe zum Dunklen Lord.“
„Nun, da wir von ihr wissen, können wir sie wohl schlecht ihrem Schicksal überlassen“, antwortete Dumbledore vorwurfsvoll. „Außerdem könnte sie sich für uns als sehr nützlich erweisen. Wie sich herausgestellt hat, ist sie eine Verwandte von Voldemort. Sie könnte sich als Trumpfkarte in unserem Kampf gegen ihn erweisen! Vielleicht ist sie seine Schwachstelle, sonst wäre er nicht hinter ihr her. Doch das können wir nur herausfinden, wenn wir sie in Sicherheit bringen.“
Verächtlich schnaubte Snape „Natürlich, der Dunkle Lord wird sich von all seinen Machenschaften abwenden, er ist ja bekannt dafür, dass sein Familiensinn so ausgeprägt ist.“
„Seien Sie nicht albern, Severus. Sie ist ein Muggel, und sie ist mit ihm verwandt. Wie wird sich das für seine Anhänger überall anhören, denen er ständig die ‚Reinblütigkeit‘ vorbetet. Sie ist ihm im Weg. Natürlich will er sie beseitigen, schließlich können herauskommen, dass auch er nicht reinblütig ist. Sie müssen sich umgehend auf den Weg machen und sie so schnell wie möglich hierher holen. Nur hier können wir sie ausreichend beschützen und herausfinden, wie wir ihre Anwesenheit zu unserem Vorteil nutzen können.“
Er reichte Snape einen Zettel. „Hier ist die Adresse, holen Sie das Mädchen sofort.“ Als sich Snape schon umdrehen wollte, hielt Dumbledore ihn kurz auf: „Und Severus, haben Sie Verständnis dafür, wie merkwürdig die Umstände für das Mädchen sein müssen. Sie ist ein Muggel und hat mit Sicherheit noch nie etwas von unserer Welt gehört. Helfen Sie ihr ein wenig, dass alles zu verstehen.“
Snape zog eine Augenbraue hoch, nickte dann doch kurz, drehte sich auf dem Absatz herum und war verschwunden.


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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