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Fanfiction

Eine zweite Chance - Ein neues Zuhause

von Kate Flemming

Überarbeitete Version
**********************************

Zwei Tag später tauchte Dobby im Klassenraum für Muggel-Kunde auf, in dem Kate gerade mit Professor Burbage den Unterricht vorbereitete. In zwei Tagen würde das neue Schuljahr beginnen und es gab noch viel zu tun. Professor Burbage war eine sehr muntere und kluge Hexe. Sie war nicht so alt wie Professor McGonagall, aber auch nicht mehr so jung wie Kate. Sie zeigte sich sehr erfreut über die Unterstützung, die sie durch Kate bekommen würde. Kate war ein wenig besorgt gewesen, dass die Muggelkunde Lehrerin vielleicht nicht so begeistern von der Idee sein könnte. Aber das Gegenteil war der Fall. Sie teilten den Unterricht auf und konnten so intensiver auf die Schüler eingehen. Kate würde sich mehr um die praktischen Sachen, wie Alltag der Muggel ohne Zauberei, Kleidung, Kunst und Musik kümmern. Außerdem würde sie in der unterrichtsfreien Zeit Jazz-Dance, Stepp- Aerobic und Tanzstunden für interessierte Schüler anbieten.
Dobby trat jetzt zu Kate und sagte: „Die Räume sind nun ausgeräumt und sauber. Wenn Miss Flemming vielleicht mal schauen würde, ob alles zu ihrer Zufriedenheit gemacht worden ist?“
Kate sah zu ihm hinunter: „Gerne Dobby, ich bin schon sehr gespannt.“ Und zu Professor Burbage: „Sind wir für heute fertig?“
Burbage nickte munter: „Natürlich, meine Liebe. Gehen Sie nur. Und sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie noch etwa benötigen. Wegen des Raumes für den Tanzunterricht sprechen Sie noch Minerva an, oder? Ich denke, sie wird schon eine Lösung finden.“
Kate nickte und verließ mit Dobby den Raum. Gemeinsam liefen sie durch die Korridore und stiegen dann die Treppen hinunter. Bald kamen sie an den schmalen Korridor und dann zu der schweren Eichentür. Dobby hob die Hand und die Tür öffnete sich.
„Und wie komme ich da hinein?“ fragte Kate den Hauselfen.
Der Elf schüttelte den großen Kopf, dass seine Ohren um sein Gesicht schlugen: „Da muss Miss Fleming mit Professor Severus Snape sprechen, denn er hat den Zauber über die Tür gesprochen. Dobby kann das nicht ändern.“
Kate nickte. Snape hatte sie in den letzten zwei Tagen nur bei den Mahlzeiten am Lehrertisch gesehen. Und selbst bei diesen Mahlzeiten war er nicht immer anwesend. Sie standen nun in dem kleinen Flur und Dobby öffnete die linke Tür.
Gemeinsam traten sie in den Raum und Kate entfuhr ein „Wow!“, denn der Raum war nicht wieder zu erkennen.
Er war quadratisch und die Wände bestanden aus rohen, unverputzten Steinen, die so passgenau aufeinander saßen, dass es kaum Spalten dazwischen gab. In der Mitte des Raumes stand ein wuchtiger Schreibtisch mit einem fein geschnitzten Stuhl dahinter. An zwei Wänden standen Regale, eine Stehlampe tauchte das Arbeitszimmer in ein warmes Licht. Eine weitere Tür führte in die anderen Bereiche der Wohnung. Dobby öffnete auch diese Tür und sie standen in einem weiteren Flur mit vier Türen.
Der Hauself deutete auf die Tür zur linken Seite: „Hier ist das Badezimmer. Auf der rechten Seite ist die Küche. Die andere Tür führt in den Wohnbereich. Diese beiden Räume teilt Miss Flemming mit Professor Snape. Geradeaus geht es in das Schlafzimmer.“
Kate schaute sich die Räume nacheinander an. Das Badezimmer war klein und ebenfalls fensterlos. Auf dem Boden waren schwarz-weiße Fliesen und eine kleine, altmodische Badewanne mit einem Vorhang und einem Duschkopf stand auf Klauenfüßen in der Ecke. Eine Toilette und ein Waschbecken, daneben ein schmales Regal, das war schon alles. Auch hier gab es die unverputzten Wände, wie im Arbeitszimmer.
An der Küchentür stutzte Kate, dann klopfte sie leise. Als keine Antwort kam, betrat Kate vorsichtig die Küche. Halb erwartete sie, Professor Snape dort zu sehen. Aber sie war alleine. Erleichtert schaute sie sich um. Die Küche hatte den gleichen Fliesenboden wie das Badezimmer. An der rechten Wand stand eine große Anrichte mit einem Aufsatz. Durch die Glastüren des Aufsatzes konnte man Gläser sehen. Im Anschluss daran stand ein Tisch mit vier Stühlen. Auf der anderen Seite stand ein riesiger, emaillierter Herd mit gusseisernen Herdringen, der offensichtlich mit Holz befeuert wurde. Kate schluckte. Mittelalter, das war hier wirklich wie im Mittelalter. Einen Kühlschrank gab es nicht.
Auf ihre Frage sagte Dobby: „Kalte Lebensmittel werden den Lehrern direkt von den Hauselfen gebracht.“ Dann zeigte er ihr den Vorratsraum, der allerdings fast so kalt wie ein Kühlschrank war. Viel stand in diesem Vorratsraum nicht: etwas Tee, ein paar Kekse und etwas Kaffeepulver.
Der Raum war nicht groß, aber ganz gemütlich. Trotzdem sah er so aus, als wenn er so gut wie nie benutzt wurde. Zwischen Herd und Vorratsschrank war eine weitere Tür, die in den Wohnraum führte. Kate ging lieber wieder in den Flur zurück.
Dobby zeigte auf die Schlafzimmertür: „Miss Flemming wird sich über dieses Zimmer freuen, da ist ein Fenster.“
Kate öffnete die Tür und trat ein paar Schritte in den Raum. Dobby hatte Recht, dieser Raum gefiel ihr! Gegenüber der Tür gab es nicht nur ein einfaches Fenster, sondern durch die drei großen Fenster mit den Scheiben, die schon kurz über dem Boden begannen, fiel das Licht bis in den hintersten Winkel des Raumes. Das Glas des mittleren Fensters war durchsichtig, die Fenster rechts und links hatten durchscheinende Landschaftsmotive, wobei sich die Bäume und Wolken bewegten und manchmal ein Häschen durch die gläsernen Motive hoppelte. Auf der rechten Seite stand ein großer Schrank, wieder mit Schnitzereien verziert. Gegenüber vom Schrank stand ein großes Himmelbett mit leichten weißen Vorhängen. Die Bettwäsche war weiß mit Lochstickereien. Neben dem Bett standen ein Nachttisch und eine Kommode. Es gab noch einen schmalen Frisiertisch mit einem Facettenspiegel. Auf dem Parkettboden lagen weiche, warme Teppiche. Kate freute ich über den großen Kamin, den sie im Winter sicher brauchen würde. Die Wände dieses Raumes waren verputzt und weiß getüncht. An den freien Wänden hingen einige Bilder, auch wieder Landschaftsbilder.

Kate drehte sich zu Dobby um und schüttelte ihm begeistert die Hand: „Dobby, ich danke dir und deinen Helfern. Ihr habt wirklich ein Wunder vollbracht. Die Wohnung ist so gemütlich! Ich freue mich so sehr.“
Dobby schaute verlegen zu Boden. „Das ist doch Dobbys Arbeit. Miss Flemming ist so freundlich. Dobby freut sich, Miss Flemming helfen zu können. Wenn sie möchte, kann Dobby später helfen ihre Sachen zu holen. Aber jetzt muss Dobby in die Küche zurück. Wir müssen das Festmahl für Übermorgen vorbereiten. Es ist noch so viel zu tun.“ Mit einem lauten „Knall“ verschwand der Hauself.
Entzückt schaute sich Kate noch einmal um und trat dann näher an das Fenster heran. Sie wusste, dass die Wohnung weit unten im Schloss lag, aber da Hogwarts auf einem großen Felsen erbaut worden war, konnte sie trotzdem nach unten auf den See schauen. Obwohl, weit ging es nicht hinunter. Direkt vor dem Fenster fiel der Fels schroff hinab und die Wasserfläche glitzerte in der Sonne. Zumindest konnte keiner in das Fenster einsteigen. Gleichzeitig bot sich ihr das komplette Panorama der Berge. Mit einer solch spektakulären Aussicht hätte sie allerdings nie gerechnet.

Kate drehte sich entschlossen herum, sie würde hoch in McGonagalls Wohnung gehen und ihre Sachen holen. Das war so wenig, dass sie es alleine tragen konnte.
Als sie aus dem Schlafzimmer trat, zögerte sie einen Moment. Sollte sie sich den Wohnbereich noch anschauen? Sie war hin- und hergerissen. Wenn sie Glück hatte, war Snape gerade nicht da. Auf der anderen Seite musste er sowieso noch die Tür-Frage regeln. Sonst würde sie nachher nicht mehr in ihre Wohnung kommen.
Sie riss sich zusammen und trat entschlossen auf die Wohnzimmertür zu. Kate klopfte zaghaft. Dann nochmal etwas lauter. Es kam keine Antwort, trotzdem öffnete sie vorsichtig die Tür. Auch in diesem Raum war es hell. Der Raum war groß. Auf der linken Seite lagen ebenfalls Fenster, nur waren es hier gleich fünf. Die drei mittleren hatten durchsichtige Scheiben, rechts und links daneben war ein sich bewegende Rankenmuster zu sehen. Die Vorhänge waren aus schwerem, rotem Samt und wurden von starken Kordeln zur Seite gehalten. Vor dem Fenster stand eine Sitzgruppe, die aus einem großen Sofa, einem niedrigen Couchtisch und zwei Sesseln bestand. Das Sofa stand mit dem Rücken zum Rest des Zimmers, man konnte von dort direkt aus dem Fenster sehen. Rechts und links an den Wänden standen große, hohe Regale an den Wänden. Die Regale waren bis unter die Decke mit Büchern vollgestellt.
Kate trat näher und las kurz die Titel der Bücher, die ihr am nächsten waren. Die Titel sagten ihr nichts. Es sah so aus, als hätte die magische Welt auch ihre eigene Literatur hervorgebracht. Dann drehte sie sich um und konnte an der Wand gegenüber der Fenster einen großen Kamin sehen, der von einem Marmorportal umgeben war. Neben dem Kamin war eine unscheinbare Tür, die offensichtlich in die Küche führte. Sie ging ein paar Schritte und betrachtete die beiden großen Ohrensessel, die am Kamin standen. Zwischen ihnen stand ein kleines Tischchen und der eine Sessel war mehr benutzt als der andere. Da schien Professor Snape einen Lieblingsplatz zu haben.
Dann ging Kate zu dem anderen Bücherregal, um zu sehen, ob dort einige interessante Bücher standen. Sie las gerne und sie konnte zwar jederzeit Bücher von Minerva ausleihen, dass hatte diese ihr zugesagt, aber vielleicht gab es hier ja auch etwas für sie. Tatsächlich, hier schien es eher „Muggel-Literatur“ zu geben. Shakespeare, Sokrates, Goethe, Schiller, Chaucer, Malory, Raleigh, Walter Scott aber auch Jane Austen und die Bronte Schwestern und viele mehr. Außer den Autoren der klassischen Literatur gab es auch noch viele moderne Romane, Dokumentationen, Essays und Biografien. Kate war beeindruckt. Wer immer diese Bibliothek zusammengestellt hatte, musste schon sehr belesen sein.
Sie fragte sich gerade, ob Snape oder ein Vorbewohner diese umfassende Sammlung zusammengetragen hatte, als sich die Tür zum Wohnbereich öffnete und Professor Snape eintrat. Kate fuhr herum, als hätte sie etwas Unrechtes getan und starrte ihn entsetzt an.
Er blickte auf und sah sie. Seine Augen zogen sich zusammen und er erstarrte in der Bewegung. Kurz darauf hatte er sich wieder gefangen und trat ganz ein.
Leise schloss er die Tür und wendete sich dann zu ihr: „So, so. Miss Flemming!“ Seine Stimme war leise und klang leicht ölig.
„Ich wollte hier nicht so hereinplatzen“, rechtfertigte sich Kate verlegen. „Es war nur so, Dobby hat mir meine Räume gezeigt und ich wollte dann meine Sachen holen. Aber ich könnte ja dann durch die Tür nicht wieder hereinkommen und da dachte ich mir...“, sie holte tief Luft und redete langsamer weiter: „ und da dachte ich mir, ich schaue mal nach, ob Sie da sind. Ich habe geklopft, aber es hat niemand geantwortet.“
Snape schaute sie milde amüsiert an. Ihre Verlegenheit schien ihm Vergnügen zu bereiten: „Und da sind Sie einfach hineingegangen!“
Sie wollte gerade etwas entgegnen, da fuhr er sarkastisch fort: „Aber Miss Flemming, das muss Ihnen doch nicht unangenehm sein. Schließlich ist das hier ja jetzt auch Ihr Raum, nicht wahr?“ Und sah dabei aus, als würde er gerade auf etwas Saures beißen.
„Ich weiß das schon, aber schließlich gehörte Ihnen die Wohnung ja lange Zeit allein. Mir reichen auch die anderen Räume und ich werde versuchen, Sie nicht belästigen.“ Sie machte eine kurze Pause und schaute zum Bücherregal zurück. „Diese Bücher..“
„Ja, Miss Flemming?“ fragte er gedehnt.
„Gehören die alle Ihnen?“ fragte Kate zögernd.
„In der Tat! Stören die Bücher Sie, soll ich sie vielleicht forträumen?“ Seine Worte trieften vor Sarkasmus.
Kate sah ihn verärgert an. Was wollte er mit seinem Sarkasmus erreichen? Sie vertreiben? Wenn es eine andere Möglichkeit gegeben hätte, dann hätte sie diese gerne ergriffen. Sie straffte die Schultern und dachte sich nur, dass sie sich von Professor Snape nicht einschüchtern lassen konnte. Ob es ihm gefiel oder nicht, sie waren Kollegen und mussten für eine lange Zeit miteinander auskommen.
„Ich war mir nicht sicher, ob sie nicht vielleicht zum Schulinventar gehören würden. Dann hätte ich mir das eine oder andere Buch gerne ausgeliehen.“ Sie sah ihn mit festem Blick an. „Aber wenn es Ihre Privatbücher sind, dann werde ich natürlich auf die Bestände der Schulbibliothek zurückgreifen.“
Sie wandte sich Richtung Tür und ging die ersten Schritte, als Snape sagte: „Sie können sich jederzeit Bücher ausleihen, ich habe nichts dagegen.“
Als sich Kate erneut zu ihm umdrehte, merkte er noch an: „Außerdem habe ich die Tür mit einem neuen Zauber versehen. Wenn Sie nachher hinausgehen, dann legen Sie ihre Hand unter den Klopfer direkt auf das Holz. Die Tür wird dann Ihre Schwingungen aufnehmen und sich in Zukunft für Sie öffnen. Sie müssen die Hand dann immer auf diese Stelle legen.“
Kate lächelte ihn an und sagte: „Ich danke Ihnen. Außerdem werde ich versuchen, dass Sie meine Anwesenheit so wenig wie möglich bemerken.“ Dann verließ sie den Raum durch ihre Tür.
„Natürlich, als ob man Ihre Anwesenheit übersehen könnte“ knurrte Snape leise. Dann musste er amüsiert daran denken, wie Miss Flemming eben ihren Mut zusammengenommen hatte, um ihm die Stirn zu bieten. Ihrem Gesicht konnte man jedes Gefühl ablesen. Verlegenheit, Verärgerung und dann den aufkeimenden Trotz. Ihre Antwort zeigte, dass die junge Dame doch einen eigensinnigen Kopf hatte. Vielleicht würde die Anwesenheit von Miss Flemming noch zu dem einen oder anderen Wortgefecht führen. Wortgefechten konnte er im Allgemeinen nicht wiederstehen. Der Zauberer ging zum linken Regal, holte das Buch, das er brauchte und ging in sein Arbeitszimmer zurück.

Am nächsten Morgen erwachte Kate in ihrem neuen Bett und sah sich erfreut um. Dieses Zimmer mit den massiven, antiken Möbeln gefiel ihr sehr gut. In ihrer kleinen Wohnung in London hatte sie moderne Möbel gehabt. Allerdings hätte ihre gesamte Wohnung Platz in diesem Zimmer gehabt. Leise summend stand sie auf. Heute wollte sie versuchen, ihren alten Rhythmus wieder aufzunehmen. Dazu gehörte es, dass sie sich bewegte. Morgens etwas Jogging und dann Bewegung in der Schule (wenn sie Sportunterricht gab) und am Nachmittag Tanztraining, entweder mit Schülern oder auch ohne. Und am Abend noch einmal intensives Ballett, damit sie nicht alles verlernen würde. Sie zog die Sportschuhe an und musste daran denken, wie Minerva den Kopf geschüttelt hatte. Freiwillige Bewegung lag nicht so sehr in der Natur von Zauberern oder Hexen. Minerva war erstaunt gewesen, wie viele verschiedene Sportschuhe, Tanzschuhe oder Kleidung Kate benötigte. Natürlich hatte sie alles besorgt, aber erstaunt war sie trotzdem gewesen.
Kate putzte kurz die Zähne und verließ dann die Wohnung. Noch im Treppenhaus begann sie mit Dehnübungen und mit Stretching. Als sie dann am Portal ankam, konnte sie sofort loslaufen. Sie lief in Richtung See und dann am Ufer entlang. Es war noch früh, der Tau lag noch auf der Wiese und leichter Bodennebel lag in den Senken und auf dem Wasser. Es war sehr still. Zu still. Kate fehlte die Musik aus ihrem MP3 Player. Die Musik fehlte ihr überhaupt. Sie musste Minerva fragen, woher sie Musik bekam. Für den Tanzunterricht braucht sie die auch. Aber McGonagall hatte ihr erklärt, dass auf dem Gelände von Hogwarts elektronische Geräte nicht funktionierten. Zuviel Magie. Aber ohne Musik konnte sie nicht unterrichten.
Nach einer Stunde näherte Kate sich wieder dem Portal. Noch davor machte sie wieder Dehnübungen und einige Jazztanzschritte. Ohne Musik fehlte einfach was, so ging das nicht. Sie lief durch das Portal und rannte, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe hinauf.
Dann kam sie vor Professor McGonagalls Büro an und klopfte.
Ein energisches „Ja, bitte!“ ertönte von innen und Kate öffnete die Tür und trat ein.
„Guten Morgen“, sagte sie fröhlich.
„Guten Morgen, meine Liebe. Sie sind aber früh unterwegs, ich habe Sie um den See laufen sehen“, begrüßte sie McGonagall und lächelte Kate an.
Kate entgegnete: „Ich musste mich einfach bewegen. Es ist ein so herrlicher Morgen, nicht wahr? Und ab morgen ist dann wieder Alltag, auf die ein oder andere Art.“ Kate musste lachen.
Professor McGonagall sah sie freundlich an. „Sie werden sehen, im Handumdrehen haben Sie sich hier eingewöhnt. Das wird schon werden. Sie sind ja nicht alleine, wir alle werden Sie unterstützen.“ Dann runzelte sie die Stirn und sah Kate fragend an: „Wie kommen Sie mit Severus klar?“
„Oh, das wird schon werden“, lachte Kate. „Wir ignorieren uns einfach. Ich traue mich im Moment weder in die Küche, noch in den Wohnraum.“
Professor McGonagall verzog das Gesicht und sagte: „Lassen Sie sich nicht von ihm einschüchtern, er kann manchmal sehr abweisend sein.“
Kate nickte: „Ja, das habe ich auch schon mitbekommen. Aber jetzt etwas anderes. Ich brauche für meinen Tanzunterricht und auch für den Musikunterricht Musik. Außerdem höre ich auch zuhause ständig Musik und das fehlt mir. Was kann man denn da machen?“
„Musikabspielanlagen funktionieren schon, nur nichts, was mit diesen Funkwellen läuft. Nur magische Radios. Aber keine von Muggeln gebaute oder Handys oder Computer. Ich besorge Ihnen so eine Anlage, wenn Sie mir genau sagen, was für eine.“
„Ich bräuchte dann auch CDs und einen MP3 Player.“ Kate schaute McGonagall verlegen an.
„Schreiben Sie nur alles auf, das ist kein Problem.“
„Aber wie soll ich das bezahlen, ich habe doch kein Geld mehr?“, warf Kate ein.
Minerva beruhigte sie: „Sie bekommen hier doch auch ein Gehalt. Außerdem, wenn Sie diese Dinge für den Unterricht brauchen, dann kommt die Schule dafür auf.“
„Dann ist es ja gut. Jetzt fehlt mir nur noch ein geeigneter Raum für den Tanzunterricht und den Jazz-Tanz. Wir könnten doch einen der Klassenräume dazu nutzen, die werden ja nach dem Unterricht nicht benötigt, oder?“ fragte Kate.
McGonagall überlegte: „Der Raum sollte nicht zu klein sein, nicht wahr? Und große Fenster sollte es auch geben!“
Kate nickte: „Das wäre toll, ja! Welche kämen da in Frage? Schließlich müssen auch die Pulte jeden Tag fortgeräumt werden!“
Professor McGonagall lächelte: „Dank unserer ‚speziellen‘ Begabung sollte dass das kleinste Problem sein. Mein Klassenraum für Verwandlung ist nicht gerade klein, der Raum von Professor Flitwick würde auch gehen. Der Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste….“.
„Auf keinen Fall,“ protestierte Kate. „Das können wir Professor Snape nicht auch noch zumuten. Sonst verwandelt er mich noch in eine Maus, und wenn ich da an Filchs Katze denke…! Darüber möchte ich lieber nicht nachdenken“, lachte Kate.
Minerva musste lächeln, dann schlug sie vor: „Dann nehmen wir doch meinen Klassenraum. Nach dem Unterricht kümmere ich mich darum, dass die Tische fortgeräumt werden und dann können Sie hier Ihren Unterricht abhalten.“
„Wunderbar, dann steht dem neuen Schuljahr ja nichts mehr im Weg“, freute sich Kate und machte sich wieder auf den Weg in ihre Wohnung.


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